Ich habe einen Verwaltungsakt erhalten, der mich zur Teilnahme an einer Maßnahme verpflichtet und zwei Vermittlungsvorschläge für Zeitarbeitsfirmen, wie jetzt vorgehen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

schreibtischtäter

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Hallo liebe Leidensgenossen, Hallo liebes Forum,

ich lese seit einiger Zeit hier mit, und habe schon einiges gelernt Dank Euch, vorneweg erstmal vielen Danke für Euer Engagement. Nun befinde ich mich in einer absolut schlechten Situation, daher habe ich mich angemeldet.

Ich habe einen Verwaltungsakt erhalten, der mich zur Teilnahme an einer Maßnahme verpflichtet (Ü25). Ich habe bereits freiwillige Erfahrungen mit Zeitarbeitsfirmen gesammelt, bevor ich ALG2 beantragte (Kommissionieren/ LKW beladen), und habe kein Interesse daran. Heute erreichten mich per Post 2 VAs, eine ZAF und ein Job der meiner Person ebenfalls nicht entspricht. Morgen in der Maßnahme möchte ich die beiden Bewerbungen folgendermaßen ausdrucken und dann versenden:


Sehr geehrter Herr/ Frau xy


hiermit bewerbe ich mich auf die vom Kommunalen Jobcenter vorgeschlagene Stelle als Kommissionierer. Obwohl ich über keine Ausbildung auf diesem Arbeitssektor verfüge, sehe ich es als Herausforderung an, mir das notwendige Kompetenzprofil zu erarbeiten.

Ich verfüge mit erstklassigen persönlichen Attributen und Fertigkeiten wie Pünktlichkeit, Genauigkeit, der Fähigkeit selbstständig zu arbeiten, Ruhe und Gelassenheit auch in schwierigen Situationen, Intelligenz und rationaler Denkfähigkeit über sehr gute Voraussetzungen um die Stelle zur Zufriedenheit des Arbeitgebers zu besetzen.

Sollten Sie mich für die ausgeschriebene Stelle als passend empfinden, so würde ich mich über die Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch freuen.



Mit freundlichen Grüßen




Anlagen


Lebenslauf

Zeugnisse


P.S.: Aus Datenschutzrechtlichen Gründen erkläre ich mich mit einer Speicherung oder Weitergabe meiner personenbezogenen Daten und auch einer weitergehenden Datenerhebung nicht einverstanden und beantrage bei Nichtberücksichtigung für die angebotene Stelle die Löschung und schriftliche Löschungsbestätigung entsprechend der Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes
Mit einer Aufnahme in einen Bewerberpool erkläre ich mich bei Nichtberücksichtigung für die angebotene Stelle ebenfalls nicht einverstanden.



Die ZAF ist 500 km entfernt, ich habe keinen PKW. Welche Möglichkeiten zur Verhinderung eines (Zwangs)-Arbeitsvertrages ergeben sich für mich daraus?

Kann ich den Datenschutzdisclaimer auch für "normale", untaugliche Stellen benutzen?

Um eventuellen Vorurteilen vorzubeugen: Ich möchte durchaus gerne eine AUSBILDUNG beginnen, allerdings nur in einem bestimmen Berufsbild, meine begonnene Ausbildung wurde durch einen Arbeitgeber der mich und alle anderen Mitarbeiter mobbte, sodass es bei mir zu Körperlichen Beschwerden kam, in der Probezeit beendet (in der Berufsschule hatte ich super Noten, der Betrieb war unseriös).


Leider habe ich in den letzten Jahren immense Zwischenmenschliche Probleme durch verschiedene Krankheitsbilder, unter anderem Depressionen, Zeitweise Panikattacken (die letzte äußerte sich so, dass ich dachte meine Aterien wären verstopft und ich müsste das Bein Amputiert bekommen, der Arzt in der Notaufnahme entkräftete das).
Ich bin seit mehreren Jahren in psychologischer Behandlung, die letzte von mir angestrebte stationäre Therapie im Jahr 2017 musste ich am ersten Tag schon abbrechen, da ich mit den wirklich vielen Menschen nicht zurecht kam, überforderung Panik.

Ich muss dazu sagen dass ich Nie neben den Gesprächen mit dem Psychologen weitere Therapien hatte, er will mir immer nur verschiedene Psychopharmaka verschreiben, diese lehne ich aber aus Überzeugung ab (ungesund, wirkt bei mir auch nicht gut, ein Mittel hatte mich Mal "süchtig" gemacht, nach einmaliger Einnahme).

AU schreiben heist Verlängerung/ Nachholen der Maßnahme. Ich bin noch Jung und hoffe das es mir irgendwann besser geht, also geht raus aus dem Bezug auch nicht? Ich bin sehr verzweifelt, mein Leben ist sowieso schon die Hölle mit vielen Baustellen, ich habe wirklich Angst vor der Maßnahme etc.

Wie soll ich mich verhalten? :(


PS: Datenschutzabtretungserklärung aus dem Elo-Forum kriegen die Schreibtischtäter morgen von mir, mit Eingangsstempel auf der Kopie.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo schreibtischtäter und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.
Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Psychische Probleme ZAF MT, zuviel DRUCK"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Nun bitte etwas Geduld, bestimmt melden sich noch einige zu deinem Problem.

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Birt1959

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:welcome: Schreibtischtäter,
wenn Du den Brief so abschickst, machst Du alles richtig. (Wenn Du an Stellen Interesse hast, lass um Gottes Willen den Abschnitt mit dem Jobcenter raus. Der ist für Personaler ein rotes Tuch.) Demzufolge kriegst Du vom Sklavenhändler eine Absage. Jobcenter zufrieden und es ist Ruhe.

Wenn ich Du wäre, würde ich mich zunächst erst einmal auf eine gute Therapie konzentrieren. Vielleicht würde Dir eine tagesklinische Behandlung gut tun. Du musst tagsüber mit Menschen umgehen (lernen) und kannst abends nach Hause und dich eventuell erholen, wenn es zu viele waren. Trotzdem hättest Du eine ärztliche und therapeutische Betreuung. Du würdest wieder stabiler und könntest Dich dann intensiver um eine Ausbildung kümmern. Zumal der Sozialdienst der Klinik Dir vielleicht helfen kann, besser abchecken zu können, was Dir liegt und was nicht.

Psychopharmaka machen nicht unbedingt abhängig. Ja, es gibt welche (die berühmten Benzos wie die blauen Pillchen z.B.), aber es gibt wesentlich mehr Medikamente, die den Betroffenen helfen, mit der Krankheit umzugehen oder sie zu bewältigen ohne sie abhängig zu machen.


Meine persönliche Erfahrung war, das ich mit den Medikamenten wirklich besser leben kann und mir der Umgang mit Menschen und der Erkrankung erleichtert wird. (Allerdings habe ich einen Psychiater, der sehr verantwortungsvoll mit der Verschreibung von Medikamenten umgeht.) Eine psychische Erkrankung ist unsichtbar, also muss ich etwas machen, um damit so umzugehen, dass andere Menschen mich halbwegs einschätzen können. Dann fällt allen der Umgang mit einander leichter.
 
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schreibtischtäter

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Hallo Seepferdechen, entschuldige die Verletzung der Forenregeln, ich werde in Zukunft darauf achten, meine Überschrift aussagekräftiger zu gestalten.

Halloe Birt1959, danke für deinen Lösungsansatz. Das ich in der ZAF Bewerbung so vorgehen kann, beruhigt mich schonmal ein wenig. Bei dem Psychopharmaka ist das so eine Sache, ich hatte wie gesagt mal in einem akuten Angstanfall ohne Drogen beim Notarzt, davor immer nur bei Drogenmissbrauch (dachte ich hätte Zahnausfall, allerdings waren da auch Drogen im Spiel) Lorazepam verschrieben bekommen. Ich habe eine Suchtvergangenheit, die ich allerdings was die Illegalen Substanzen betrifft überwunden habe. Die Schilderung mit dem Bein war tatsächlich ohne Konsum. Ich möchte keine Grundsatzdiskussion über Psychopharmaka starten, bei mir ist es einfach so, dass ich bereits Citalopram (Antidepressiva), und Seroquel (Antipsychotikum) vom Arzt verschrieben bekommen habe. Beides hat mir nicht geholfen, das Seroquel war die Hölle (ich würde es als emotionales sterben bezeichnen, eine afektverflachung). Ich versuche seit mehreren Jahren, wieder der Mensch zu werden der ich vor den Drogen war: Offen, man könnte fast sagen Extrovertiert, großer Freundeskreis. Zwar Depressionen (Suizidversuch mit 12) aber bei weitem weniger schlimm als nach der Drogenpsychose. Entfremdung um 180 C°. Das beschäftigt mich jeden Tag, selbstvorwürfe, Einkaufen schon stress, Beziehung garnicht Denkbar. Derzeit ist mein Alkoholkonsum dafür defenitiv im Suchtbereich, wollte letztes Jahr im März nach einem von soooovielen Abstürzen mit negativen Folgen auf Beziehungen zu Familie/ Freunden aufhören.

Stattdessen habe ich gestern und heute wieder gedrunken, ich brauche meine sozialen Kontakte aber kriegs net mehr hin jeder Mensch ist mir Fremd und ich leide unter dieser Isolation. Birt darf ich fragen was du für Medikamente/ Erkrankung hast/ hattest? Meinst du also, ich sollte mich auf eine Therapie fokussieren (hab derzeit nichtmal eine konkrete Diagnose, letzte war Substanzinduizierte Psychose/ Depression). Habe auch oft Angst Schizophren zu sein, allerdings habe ich mal jemanden der an Schizophrenie leidet im Freundeskreis erlebt, ich glaube nicht das es so weit ist bei mir.

Und um die Reihenfolge zu klären, wüsste ich gerne, ob ich die Maßnahme abbrechen kann (dementsprechende Klausel steht im Vertrag, dass Vertrag wiederrufen werden kann) wenn es mir Zuviel wird Psychisch ( drei Monate geht die Maßnahme). Kann ich dann zum Psychologen und der schickt mich zum Amtsartzt? von dem hab ich nämlich 2017 bevor ich in die Klinik ging den Befund "8 stunden arbeitfähig" bekommen. Dagegen lässt sich doch sicherlich vorgehen? Das ding ist, wenn man mit mir redet merkt man mir meine Macken garnicht so an glaube ich, dafür läuft bei mir immer im Hinterkopf ein ganz böser film. meine Depression merkt man schon, ich weiss net wie ich das beschreiben soll ich vertraue nicht mehr auf das urteil von dem Amtsarzt, ich bin nicht arbeitsfähig auch wenn ich es mir gerne einrede, ich kann ja nichtmal meinen verwandten unter die augen treten ohne diesem über jahre festgefahrenem bösen film und panikattacken.
 
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schreibtischtäter

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Noch eine Frage: Sollte ich dem MT von meiner Vergangenheit und meiner psychischen Situation erzählen? Ich war schonmal bei einem MT, damals habe ich mich auch AU Schreiben lassen vom Psychologen und das jobcenter hat 6 Monate gewährt das ich meine ruhe habe. in dieser zeit ging ich in eine drogentherapie, beendet habe ich die sucht sucht von dem illigalen Stoff dann von selbst (wobei das eigentliche Problem, dass mich in die sucht treibt, geblieben ist).
 

Birt1959

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Wenn die Maßnahme für psychisch Kranke ist, würde ich es machen. Wenn nicht, musst Du entscheiden, wie wichtig Dir die Maßnahme ist. Manche Träger schließen psychisch Kranke sofort aus und melden das dem JC. Wenn der Bescheid weiss, reagiert er vielleicht passend. Wenn nicht, hast Du eventuell einen Fallmanager an der Backe, der davon leider keine Ahnung hat und dich nur schnellstmöglich in irgendwas vermitteln will. Völlig wurscht, ob das eine Ausbildung, eine Maßnahme oder aber irgendein Job für so'n Sklavenhalter ist. Das tut nicht mal völlig Gesunden gut.

Wenn Dir vor der Massnahme absolut graust, lass Dich krankschreiben und intensiviere die Termine beim Psychologen. Wenn das nicht reicht, such dir eine psychosomatische Tagesklinik oder Klinik, die Menschen mit deiner Vorgeschichte behandelt.

Vielleicht würde Dir auch eine medizinische Reha helfen - die Beratungsstellen von DRV und Krankenkasse helfen da weiter. Wo die für dich zuständige Beratungsstelle der DRV ist, kannst Du hier nachschauen.


Du kannst auf den Seiten der DRV direkt online einen Termin ausmachen, wie das bei der Krankenkasse ist, weiss ich natürlich nicht. Das kannst Du ja bei ihr erfragen.
 

schreibtischtäter

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Die Maßnahme ist mir null Wichtig, die belastet mich und beleidigt meinen Intellekt und mein Selbstwertgefühl. Zudem komme ich mit sovielen Menschen nicht zurecht, ich weiss nicht wie ich mich auf eine Bewerbung konzentrieren soll mit mehreren Menschen, das konnte ich schon in der Berufsschule nicht, es setzt mich unter enormen Druck und eine Angstspirale. Ich brauche keine Sozialtherapeuten, vor 10 Jahren war ich noch gesund, das war ein anderer "Schreibtischtäter".
Verstehe ich dich richtig, ich soll mit offenen Karten Spielen und alle Gesundheitlichen Faktoren samt Suchtvergangenheit auf den Tisch legen?
Mein Fallmanager ist Junges, übermotiviertes, Karrieregeiles Wesen. Ob Es wirklich das System nicht verstanden hat oder aus Überzeugung den Schwachen das Leben zur Katastrophe macht, weiss ich nicht. Letztes Zitat von Ihr war " ja, Sie müssen ja auch bald wieder in Arbeit kommen " ? Was hat Sie denn bislang für die Gesellschaft geleistet?
Ich habe tatsächlich Angst vor der, das ganze überfordert mich, ich Pendel zwischen Angst und Agression. Ich brauche das Scheissgeld die müsste doch sehen das ich bereits in Behandlung war (in meiner Fallakte) etc stattdessen null Empathie. sowas spreche ichda auch nicht an.
danke für deinen ratschlag, ich denke das werde ich tuen, auch wenn es mir vor meiner Familie nach wie vor schwer fällt, über meine Befindlichkeit zu reden. bei meinem Psychologen gibt es NIE zeitnahne termine, der ist immer voll. leider. ich denke, ich werde mich wie du sagtest mal mit der Rentenversicherung Zwecks Therapie in Verbindung setzten, direkt morgen Nachmittag erstmal nen Termin mim Psychologen ausmachen. Bestimmt werde ich mich hier wieder auslassen müssen.
Danke dir.

Was passiert eigentlich, wenn man Alkoholisiert bei der Maßnahme erscheint?
 
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karuso

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Die ZAF ist 500 km entfernt, ich habe keinen PKW. Welche Möglichkeiten zur Verhinderung eines (Zwangs)-Arbeitsvertrages ergeben sich für mich daraus?
Die ZAF Stelle ist nicht zumutbar da der Arbeitgeber 500 km entfernt ist also außerhalb des Tagespendelbereiches. Der Kunde der ZAF spielt hier keine Rolle da sich dieser ständig ändern kann. Kann also nicht als erste Tätigkeitsstätte herangezogen werden.Entscheidend ist die erste Tätigkeitsstätte fester Sitz des Arbeitgebers und das ist das Unternehmen mit dem du einen Arbeitsvertrag hast also die ZAF.
Ich glaube mal die VV von der ZAF war ohne RFB. Oder??
Ich würde mich auf die ZAF Stelle garnicht bewerben und auf den Rückmeldebogen ausfüllen außerhalb des Tagespendelbereiches. Dann wäre ich fertig:icon_mrgreen::icon_mrgreen:



 

Fabiola

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... und der schickt mich zum Amtsartzt? von dem hab ich nämlich 2017 bevor ich in die Klinik ging den Befund "8 stunden arbeitfähig" bekommen.
Hallo schreibtischtäter,
mal der Reihe nach:
Von welchem Amtsarzt redest Du hier?

Ist es richtig, dass Du beim Jobcenter(JC) bist?
Falls ja, dann sag SB (Sachbearbeiter), dass Du gesundheitliche Einschränkungen hast (keine genauen Angaben oder Diagnosen, geht SB nix an) und SB Dich bitte beim ärztlichen Dienst (äD) anmelden soll. Dieser stellt dann aufgrund Deines Krankheitsbildes Deine gesundheitlichen Einschränkungen für den allgemeinen Arbeitsmarkt fest. Nimm alle Befunde Deiner Ärzte bzw. Psychologin dahin mit oder reiche diese vorher beim äD ein (nicht bei SB des JC oder JC!).

Sollte SB keine Notwendigkeit (weshalb auch immer) sehen, Dich zum äD zu schicken, dann stellst Du (nachweislich) schriftlich einen Antrag ans JC auf Vorstellung beim äD.

Bis zur Begutachtung durch den äD, kannst Du nicht zumutbar vermittelt werden - hast also erst mal Ruhe. Sollte SB auf die Idee kommen, eine EGV wg. des äD mit Dir abschließen zu wollen, so wäre das rechtswidrig, da EGV's nur mit 'Kunden' geschlossen werden können, deren Erwerbsfähigkeit geklärt ist. Diese müsste bei Dir aber erst durch den äD fest gestellt werden.

Dies alles ist jetzt erst mal ein sehr grobes Raster und ich denke, dass Du dazu sicher noch Fragen und Antworten hast.
 

schreibtischtäter

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Die ZAF Stelle ist nicht zumutbar da der Arbeitgeber 500 km entfernt ist also außerhalb des Tagespendelbereiches. Der Kunde der ZAF spielt hier keine Rolle da sich dieser ständig ändern kann. Kann also nicht als erste Tätigkeitsstätte herangezogen werden.Entscheidend ist die erste Tätigkeitsstätte fester Sitz des Arbeitgebers und das ist das Unternehmen mit dem du einen Arbeitsvertrag hast also die ZAF.
Ich glaube mal die VV von der ZAF war ohne RFB. Oder??
Ich würde mich auf die ZAF Stelle garnicht bewerben und auf den Rückmeldebogen ausfüllen außerhalb des Tagespendelbereiches. Dann wäre ich fertig:icon_mrgreen::icon_mrgreen:



Die Zeitarbeitsstelle ist mit RFB, ich habe Unfug geschrieben, die Entfernung beträgt 390 km. Bis 400 ist zumutbar habe ich gelesen, stimmt das`?

Ich habe heute mit den MT-Leuten gesprochen, es wurde Verständnis für meine Situation gezeigt. Ich soll mich nun erstmal über den Hausarzt krankschreiben lassen und dann einen Termin beim Psychodoc machen. Danke Fabiola für, ich werde die von dir beschriebene Reihenfolge auf dem Weg zum äD beachten (bin JC).
Mein letzter Befund von den Göttern in Weiss des äD war voll arbeitsfähig. Bin ja mal gespannt was diesmal dabei rumm kommt.

Nicht mehr zu der Maßnahme zu gehen ist schonmal eine enorme Befreiung für mich, naja jetzt häng ich halt so wieder rumm in meiner selbstgebauten Einzelhaft, aber das ist aufjedenfall angenehmer als diese Panik vor den Menschen.
 

erwerbsuchend

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Wo hast du gelesen, dass Bewerbungen in einem Umkreis von 400 km zumutbar sein sollen? Der zumutbare Pendelweg wird in § 140 SGB III definiert. Dieser gilt auch für ALG 2-Empfänger. Demzufolge ist ein täglicher Pendelweg von max. 2,5 h für den Hin- und Rückweg zumutbar.
 
G

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Der zumutbare Arbietsweg richtet sich nicht nach der Entfernung, sondern nach der Zeit die für die Entfernung benötigt würde.
Falls die ZA Dich mit der Gulfstream abholt wäre es ja vielleicht zu schaffen.
 

schreibtischtäter

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Ein Glück habe ich einen verständnisvollen Hausarzt. Wenn der die gleiche Empathie wie mein SB-Leistungsgesellschaftsträger hätte, könnte der seine Praxis allerdings auch schnell zumachen :D. Ich bin jetzt erstmal für einen Monat krankgeschrieben und lasse alles auf mich zukommen (äD-Vorladung usw.). Leider hat mein Psychologe erst einen Termin im September für mich, aber gut, abwarten. Solange ich weder in irgendwelche Maßnahmen noch ständig zu der SB-Trulla muss, kann ich erstmal durchatmen.
 
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