Ich habe einen Vermittlungsvorschlag bei einer Zeitarbeitsfirma als Callcenter Arbeiter erhalten. Wie könnte ich mich angemessen bewerben?

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Diddi

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Guten Tag allerseits,
nach langer Zeit der seeligen Ruhe hatte ich nun heute den beigefügten Vermittlungsvorschlag im Briefkasten.
Leider mit Rechtsfolgenbelehrung, von daher leider auch mit Bewerbungspflicht.

Vorab: Ich habe schon diverse Monate keinerlei EGV oder VA her.

Nun möchte ich nicht aus verschiedenen Gründen nicht diesen Job bzw. generell nicht mit oder bei dieser Firma arbeiten.

Wie verhalte ich mich da am Sinnvollsten, ohne natürlich Sanktionen zu bekommen, sodass ich möglichst unwahrscheinlich genommen werde?

Geplant hatte ich eigentlich, mich mit meiner besonders gut gemachten Anti-ZAF-bewerbung bei Denen zu bewerben, per Post natürlich.

(Heißt: kein bild, keine Emailadresse,keine Telefonnummer. Nur ein kurzer Text, mit Inhalt in etwa:
"Guten Tag, ich habe den VV für den job als ... mit Refnummer ... vom JC bekommen und bewerbe mich daher bei Ihnen.
Freue mich auf ein Bewerbungsgespräch, weitere Unterlagen werden vor Ort nachgereicht."
UND natürlich den Datenschutzhinweis mit Bewerberpool und so.)

Nur bin ich mir bezüglich Sanktionierbarkeit unsicher da im VV unten explizit steht (war bisher nie so, aber das war auch lange vor Corona) dass ich mich per EMail oder Online bewerben soll.
Und nur wenn das nicht geht (steht so da, wirklich!),
dann "darf" ich mich per Post und Co. bewerben.

Darf ich mich in dem Fall wirklich nicht per Post bewerben?

Bzw. kann ich sanktioniert werden wenn ich deren "Vorgaben" nicht folge und mich direkt per Post bewerbe?

Ich habe im Übrigen nicht vor, Bewerbungskosten geltend zu machen
(zu viel Umstand, ich habe locker 4 Verfahren liegen beim Sozialgericht wo träge Richter sie verrotten lassen und ich ein Geld wohl nie wiederkriege)

Insofern, falls die mich nciht direkt nach Nachweis für die Bewerbung fragen, werde ich denen nix zu meiner Bewerbung hier mitteilen von mir aus.


Was meint ihr, wie ich vorgehen sollte bzw. vorgehen darf um möglichst "unattraktiv" zu erscheinen für die ZAF aber eben nicht sanktioniert werden zu können?

Wie gehe ich da am Besten vor?
Was habt ihr da so für Ratschläge?


am Rande: enn ich mich schriftlich bewerbe, was muss da dazu?
sosnt hieß es immer automatisch Anschreiben und Lebenslauf (und manchmal auch Zeugnis).

Reicht dieses mal das reine 4-Zeiler-Anschreiben, da ja keine Vorgaben zu Unterlagen gemacht wurden?
 

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abcabc

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Hallo und willkommen im Forum.

UND natürlich den Datenschutzhinweis mit Bewerberpool und so.)
Das wäre das problematischste an der Bewerbung, also der Datenschutzhinweis.
Ansonsten klingt die Bewerbung schonmal "sehr gut" ;)
Im Lebenslauf können Qualifikationen fürs Callcenter natürlich auch mal vergessen werden und die eine oder andere Stelle in einem Callcenter durch eine Lücke ersetzt werden (falls du schon in diversen Callcentern warst).
Und du hast laut Lebenslauf natürlich "Grundkenntnisse OpenOffice" - nix mit guten Kenntnissen in MS-Office, wie verlangt. Kann man auch nicht sanktionieren, da Grundkenntnisse was positives sind im Gegensatz zu keinen Kenntnissen.


Darf ich mich in dem Fall wirklich nicht per Post bewerben?

Bzw. kann ich sanktioniert werden wenn ich deren "Vorgaben" nicht folge und mich direkt per Post bewerbe?
Da derzeit dein Internet nicht funktioniert und du dich zeitnah bewerben musst, musst du "leider" pflichtbewusst per 80 Cent C6 Briefumschlag die Unterlagen gefaltet verschicken...... Kann niemand nachweisen, ob dein Internet oder PC instabil ist oder grad nicht funktioniert.

Insofern, falls die mich nciht direkt nach Nachweis für die Bewerbung fragen, werde ich denen nix zu meiner Bewerbung hier mitteilen von mir aus.
Es gibt keine EGV oder VA --> Deine Aussage "Bewerbung habe ich am xx.xx.xxxx verschickt." reicht. Der SB kann keine Kopie vom Anschreiben oder sonst was verlangen.
Und es gibt auch keine Pflicht dem JC irgendwas an Rückmeldebögen o.ä. auszufüllen. Einfach abwarten und Tee trinken, bis sich jemand meldet (oder auch nicht). Dann gibts nur die mündliche Auskunft, dass du dich beworben hast.
 

Diddi

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Konkret lautet so mein Anschreiben:
Meine Adressdaten

Deren Adressdaten

Ort, Datum


Sehr geehrte Frau X,
vom Jobcenter habe ich einen Vermittlungsvorschlag für die
ausgeschriebene Stelle als P in Musterort
(Referenznr.: ...) erhalten.
Gerne bewerbe ich mich um diese Stelle bei Ihnen.

Ich freue mich auf die Gelegenheit, in einem persönlichen Gespräch mit
Ihnen über die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zu sprechen.

In der Anlage übersende ich Ihnen meinen Lebenslauf.
Mit freundlichen Grüßen


Unterschrift

P.S.Ich bitte Sie, meine persönlichen Daten nach den Richtlinien der DSGVO
vertraulich zu behandeln
und nach Zweckerfüllung entsprechend zu löschen. Die Ihnen
übersandten persönlichen Daten sind hierbei ausschließlich für den Arbeitgeber der
erwähnten Stelle und nur zur Verwendung im Rahmen des erwähnten Stellenangebots bestimmt.
Mit einer Aufnahme in einen Bewerberpool erkläre ich mich nicht einverstanden.
 
G

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Gast
Bring zum Bewerbungsgespräch den Fragebogen mit, den die Ausfühlen sollen da werden die sich sicher freuen und dich nie wieder Einladen.
Nennt sich "Fragebogen für Arbeitgeber in der Arbeitnehmerüberlassung (Vollzeit)" gibt es im Netz hab den hier leider schon mit meinen Namen und Daten abgespeichert deswegen mußt die dir den selber bei Google suchen.
 

abcabc

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Ich würde das "PS" komplett weg lassen. Aber das musst du letztendlich selbst entscheiden.

Ansonsten eine sehr gute Zwangsbewerbung für Stellen, die man nicht haben will.
Viel Erfolg, dass die Bewerbung direkt im Papierkorb landet. ;)
 

Diddi

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Ich habe mich hier nur daran orientiert wie es so im Anti-ZAF-Thread gelesen hatte:

Wie ich darauf komme auf die Vermutung?

Weil in der Vergangenheit so gut wie jede ZAF es mit dem Datenschutz nicht so genau nahm, was man so liest, und Bewerberpool bildeten, völlig unzulässige Daten abfragten und die Leute zur Herausgabe nicht forderbarer Daten überlisteten, wenn nicht sogar verbuinden mit der Drohung dass bei Nichtangabe eine Meldung ans JC geht dass man sich verweigert habe.

Wie sollte man da naiv und dümmlich annehmen, gerade diese ZAF würde das komplett anders machen und wäre die Unschuld in Person? :)



Edit: Weil es oben angesprochen wurde:
meint ihr, ich solle überhaupt einen Lebenslauf hinschicken?
Bzw. müsste ich das aufgrund des vorliegenden VVs überhaupt?

Ich meine nur, weil oben gesagt wurde, ich solle im Lebenslauf statt Ms Word, Open Office hinschreiben und so :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Diddi

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wir sind nicht jede ZAF würd eich antworten und bitten konkret zu werden

Wie auch immer.
Ich würde es in der Bewerbung lassen , aber für den Fall das die ZA sich nicht korrekt verhält dann aber das "Feuer eröffnen"

Und ich würde mich dann fragen warum die sich getroffen fühlen nur weil ich sage, man möge bitte meinen Daten nach den Richtlinien der DSGVO vertraulich behandeln.

Für normale Leute kein Ding weil selbstverständlich, für Leute die darin aber ein Problem sehen ist das ein großes Streitthema.



Getroffene Hunde bellen am lautesten, wie man so schön sagt :)


Hatte halt da schon schwer traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit ( ;-) ), darum sage ich es gern nochmal dazu :)
 

Antihartzer19

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Und ich würde mich dann fragen warum die sich getroffen fühlen nur weil ich sage, man möge bitte meinen Daten nach den Richtlinien der DSGVO vertraulich behandeln.
Wie gesagt ich würde den Ball zurückspielen. Ohne die Kommunikation zu wiederholen. Es ist alles gesagt.
Und es dabei hier belassen.
 

abcabc

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Edit: Weil es oben angesprochen wurde:
meint ihr, ich solle überhaupt einen Lebenslauf hinschicken?
Bzw. müsste ich das aufgrund des vorliegenden VVs überhaupt?
Ja, Lebenslauf und Anschreiben sind die Minimalvariante. Ansonsten kann die ZAF ganz legal aufm Verpetzformular eintragen "Nur Anschreiben erhalten, ohne Lebenslauf oder Anhänge" --> SB nutzt das als Grund um dich in eine 4-8 monatige Maßnahme zu stopfen zum Thema "Grundlagen Bewerbungen"..... Viel Spaß. Dann kannst du weder die ZAF einen Kopf kürzer machen wegen Verstoß gegen Datenschutz, noch hast eine Chance gegen die Zuweisung zur Maßnahme vorzugehen (abgesehen von Formfehlern).

Vor allem kannst du durch einen "geeigneten" Lebenslauf eher aussortiert werden:
- Grundkenntnisse OpenOffice und nichts zu MS-Office schreiben
- Führerschein weglassen (falls vorhanden), da gewünscht
- Ausbildungen/Weiterbildungen bzgl. Callcenter "versehentlich vergessen"
- .........
 

Diddi

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Ja, Lebenslauf und Anschreiben sind die Minimalvariante. Ansonsten kann die ZAF ganz legal aufm Verpetzformular eintragen "Nur Anschreiben erhalten, ohne Lebenslauf oder Anhänge" --> SB nutzt das als Grund um dich in eine 4-8 monatige Maßnahme zu stopfen zum Thema "Grundlagen Bewerbungen"..... Viel Spaß. Dann kannst du weder die ZAF einen Kopf kürzer machen wegen Verstoß gegen Datenschutz, noch hast du auch nur den Hauch einer Chance vor dem SG gegen die Zuweisung zur Maßnahme zu klagen.

Vor allem kannst du durch einen "geeigneten" Lebenslauf eher aussortiert werden:
- Grundkenntnisse OpenOffice und nichts zu MS-Office schreiben
- Führerschein weglassen (falls vorhanden), da gewünscht
- Ausbildungen/Weiterbildungen bzgl. Callcenter "versehentlich vergessen"
- .........

jetzt gsnz ohne Witz:
Ich benutze wirklich OpenOffice.Einfahc weil ich kein geld für Word Lizenzen hinlegen will :)
Führerschein habe ich (leider).

Soweit bis zum Callcenter kam es zum Glück bisher nie :)
 

Diddi

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Mal eine Frage:
In dem VV steht zwar wo die ZAF sitzt.
Was 1,5 km von meiner Wohnung weg ist (wenn man es als Fußgänger läuft).


Aber da steht rein gar nixnix zuArbeitszeiten, Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Co.

Ich meine, ich hatte shcon mal was, wo ich um 3 Uhr anfangen sollte zu arbeiten (war ne Bäckerei oder so).
Da war klar dass das nicht zumutbar war (habe kein Auto und Bus fährt glücklicherweise zu solch unmenschlichen zeiten nicht)


Aber heir ist ja gar nix angegeben, bzw. nach dem Motto "Wir bieten alle möglichen Arbeitszeitmodelle und Co. an".

Mein guter SB meint wohl, dass ich mich dort mal einfach oauschal bewerbe und die dann im Gespräch mir schon irgendwas passendes aufdrücken wo ich mihc dann nicht rausreden kann.

Aber wirklich auf Zumutbarkeit prüfbar ist das hier nicht, oder?

Ich meine, ausser Arbeitsort (der de facto nicht der Arbeitsort sein wird , sondern wahrschenilich jede Woche ein Anderes der "nahmhaften Unternehmen aus der Region"),
steht da ja nix drin zu wann, wie , wo wie lange gearbeitet wird.

Was meint ihr dazu?

Sind so Angaben wie "Arbeitszeit: Schicht, Vollzeit, Teilzeit, Nachtarbeit und vieles mehr" ernsthaft hinreichend genug bestimmt? o_O

Hat mich schon bei früheren VVs gewundert aber aus Angst vor Sanktion habe ich mich immer beworben.
 

abcabc

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In dem VV steht zwar wo die ZAF sitzt.
Was 1,5 km von meiner Wohnung weg ist (wenn man es als Fußgänger läuft).
Perfekt! Dort gehst du dann hin zur vereinbarten Zeit. Ab dann zählt jede Minute als Arbeitszeit und die ZAF kann entscheiden, ob sie dir ein Ticket für den ÖPNV zahlt oder per Privatchaufeur zum Entleider kutschiert. Jede Minute zählt als Arbeitszeit - auch der Rückweg bis zum Erreichen des ZAF Firmensitzes am Nachmittag.

Mein guter SB meint wohl, dass ich mich dort mal einfach oauschal bewerbe und die dann im Gespräch mir schon irgendwas passendes aufdrücken wo ich mihc dann nicht rausreden kann.
Nein, der VV gilt nur für die 1 Stelle im Callcenter. Und die ist definiert: unbefristet, 40h pro Woche, im Callcenter in Stadt X. Wenn die Stelle schon vergeben ist, ist egal, was die ZAF dir anbietet. Du hast 0 Interesse an anderen Jobs.
 

Diddi

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Perfekt! Dort gehst du dann hin zur vereinbarten Zeit. Ab dann zählt jede Minute als Arbeitszeit und die ZAF kann entscheiden, ob sie dir ein Ticket für den ÖPNV zahlt oder per Privatchaufeur zum Entleider kutschiert. Jede Minute zählt als Arbeitszeit - auch der Rückweg bis zum Erreichen des ZAF Firmensitzes am Nachmittag.


Nein, der VV gilt nur für die 1 Stelle im Callcenter. Und die ist definiert: unbefristet, 40h pro Woche, im Callcenter in Stadt X. Wenn die Stelle schon vergeben ist, ist egal, was die ZAF dir anbietet. Du hast 0 Interesse an anderen Jobs.

öh, ja, das ist ja die Sache:
Da steht
Arbeitszeit: Vollzeit; Schicht; Wochenende
40h/Woche

Was von den Dreien ist denn nun das Richtige bzw. das, was sich auf die mir "vorgeschlagene" Stelle bezieht?
40h/Woche sagt mir ja nicht wirklich viel über die Verteilung und den alltäglichen Arbeitsstart aus.

könnten auch 4 Tage die Woche gemeint sein, wo von 5 Uhr morgens bis 5 Uhr Mittags gearbeitet wird.

Oder habe ich da was übersehen?

Da stehen doch 3 völlig grundverschiedene Arbeitszeitmodelle und es ist nicht klar, welches davon zu der mir per VV zugewiesenen Stelle gehört, oder?
 

Diddi

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Mal eine dumme Frage am Rande:
Angenommen, es käme je zum Vorstellungsgespräch und ich würde einen Vertrag zum Unterschreiben vorgelegt bekommen.

Selbstredend will ich Den erst mal zuhause prüfen lassen ;-)

Aber realistisch gesprochen, an wen kann ich mich da dann hinwenden, Der mir beim rechtlichen Prüfung hilft?

Weil ich meine, ich kann ja schlecht die 6 Wochen warten bis der Beratungsschein da ist und dann zum Anwalt gehen.

Bis dahin istdie Stelle ja schon lange besetzt und ich sanktioniert :-/

Wo kann man da hingehen für eine Rechtsberatung bzgl. des potentiellen Vertrags?
 
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