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Ich habe einen Therapiehund beantragt. Wer kann helfen?

Muzel

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#1
Hallo Leute!

Vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich habe einen Therapiehund beantragt. Der Gutachter hat dem zugestimmt und mir ein Attest ausgestellt, ebenso die Psychotherapeuten. Die Ärzte und Therapeuten können den Landschaftsverband aber nicht überzeugen. Ich selbst habe einen Widerspruch geschrieben und die Notwendigkeit erklärt, weshalb die Angelegenheit jetzt dem Rechtsausschuss vorliegt. Alles das interessiert der Behörde den Toten. Sie sind der Meinung, das was ein Therapiehund kann, kann jeder Dackel auch. Das ist natürlich Quatsch, aber die Behörde kennt nicht einmal den Unterschied zwischen einer tiergeschützten Therapie und einem Therapiehund. Kann mir einer helfen? Ich würde mich sehr freuen.
 

Muzel

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#2
AW: Therapiehund

Ich vergaß zu schreiben das ich Postraumtische Belastungsstörungen habe.
 
E

ExitUser

Gast
#3
AW: Therapiehund

hallo muzel,

frag mal bei deiner krankenkasse an. einen attest zu bekommen ist durchaus einfach von ärzten, allerdings bekommst einen ausgebildeten hund nur als assistenzhund bei entsprechender eigenqualifikation (was die pflegekasse feststellt und entsprechend ihrer heilmittelverordnung empfiehlt). wobei es bei psychischen erkrankungen eigentlich unmöglich ist, das in der regel bei bestimmten körperlichen versehrungen angezeigt ist.

ansonsten stimmt die auskunft schon bei psychischen leiden, tiergestützte therapie. d. h. du kannst dich mit einem therapiehund beschäftigen incl. seinem entsprechend ausgebildeten hundeführer.

mein mann und ich aben uns einen begleithund aus dem tierheim geholt. mein mann ist rollstuhlgebunden, aber aktiv. unser hund unterstützt inzwischen gut diese aktivität, z. B. regelmäßig auf dem hundeplatz, für spezielle kommandotrainings die sich an den bedürfnissen meines mannes ausrichten. einen richtig gehenden assistenzhund wollten wir nicht. wir wollten keinen stummen diener, sondern einen netten haushund.

liebe grüße von barbara
 

arbeitslos in holland

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#4
AW: Therapiehund

hallo muzel :icon_smile:

schau hier mal:

Prüfung zum Therapiehund

Simone Hofmann kann zwar selbst ausbilden, geht aber trotzdem zu einem unabhängigen Institut, dem Münsteraner Institut für therapeutische Fortbildung und tiergestützte Therapie (MITTT), um dort gemeinsam mit ihrem Hund eine Prüfung abzulegen.

Die Hundehalter müssen zuerst eine schriftliche Prüfung bestehen, in der Wissen über Hundehaltung, Tierschutz und therapeutische Grundlagen abgefragt wird. Danach werden Hund und Halter gemeinsam geprüft. Der Vierbeiner muss beweisen, dass er eine besonders hohe Toleranzschwelle hat. Er darf als angehender Therapiehund keine Aggression zeigen, wenn …


  • ihn jemand anschreit.

  • ihm ein Fremder an der Rute zieht.

  • er gekniffen wird oder jemand etwas grob mit seinem Körper umgeht.

  • sein Fell gegen den Strich gestreichelt oder gebürstet wird.

  • er ungewöhnliche Bewegungsmuster sieht, beispielsweise bei einem Menschen am Rollator, im Rollstuhl oder an Krücken.

  • ein Patient zum Gruß eine Krücke hebt. Diese Geste kann von untrainierten Hunden manchmal als Bedrohung aufgefasst werden.

Sophie muss bei der Prüfung unter anderem zeigen, dass sie in der Lage ist, eine halbe Stunde lang entspannt zu liegen, während ein Fremder sich mit dem Kopf auf sie legt – diese Methode nennt man „entspanntes Kontaktliegen“. Die Hündin muss zudem auf wackeligem Untergrund, zum Beispiel auf einem Trampolin, stehen und auf glatten Böden laufen können, ohne unsicher und unruhig zu werden.
Therapiehund in Ausbildung - Tiere suchen ein Zuhause - WDR Fernsehen

und hier:

Soziale Hunde-Therapie

das kann man nicht mit einem ganz normalen hund gleichsetzen. das ist grober unfug :icon_dampf:
 

Muzel

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#5
AW: Therapiehund

Danke Leute, ich hoffe, dass ich so den Rechtsausschuss überzeugen kann.
Von der KK habe ich nichts zu erwarten, denn die hat den Antrag abgelehnt und zum Landschaftsverband weitergeleitet.
 

Muzel

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#6
AW: Therapiehund

  • Welchen Charakter, welche Fähigkeiten, Ausbildung soll der Therapiehund haben?
  • Kennen Sie Züchter oder Ausbilder, die diese Hunde vermitteln könnten?
  • Wie hoch sind die von Ihnen angesetzten Kosten?
Dies 3 Fragen erhielt ich heute vom Landschaftsverband (Rechtsausschuss, Widerspruchsstelle).


Wenn einen von euch etwas dazu einfällt, wäre ich sehr dankbar.
 
E

ExitUser

Gast
#7
AW: Therapiehund

hallo muzel,

welches therapie ziel hast du?

grund sätzlich wäre zu eins zu nennen: grundgehorsam, verkehrssicher, stressfest, ruhiges freundliches wesen, wenig jagdtrieb, wenig bis gar kein agressives verhalten, theretorium,

züchter ev. bei tierheim nachfragen, bei tierärzten, eingetragene zuchtverbände.

hmm, zu den kosten fällt mir nun gar nix ein.

nur soviel, wir haben einen hund aus dem tierheim. dafür haben wir eine kleine schutzgebühr entrichtet und einen vertrag zur nachkontrolle (ist schon geschehen). hundeschule bezahlten wir einmalig 50€. tierartzkosten hab ich frei, wenn es war größeres wäre würde ich meinem chef schon was geben. futter und spielsachen gute 30€ pro monat für großen hund. dazu muß ich sagen, es ist kein behindertenbegleithund, sondern ein freundlicher familienhund. geht inzwischen super mit dem rolli, nimmt alle kommandos an. kann schon zeitung bringen (sie lernt gerne), war aber nicht ausschlaggebend. problematisch ist lediglich die begegnung mit anderen hunden, egal was, unsere fürchtet sich. ist aber nie aggressiv. da muß mensch dann therapeut sein und gut zureden.

aber man sehe und staune, sie darf tatsächlich mit ins geschäft (kleiner edeka markt) wenn mein mann mit ihr unterwegs ist.....:cool:, bei mir muß sie im auto bleiben, gemein.

Therapiehunde - welcher Hund ist geeignet ?

liebe grüße von barbara
 

Muzel

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#8
AW: Therapiehund

Ich schreibe mal die Gründe der Psychotherapie ab,mit der Behindertenbegleithund befürwortet wurde:
"Aufgrund der Extrembelastungen in der Biographie von Frau Muzel erscheint eine tiefgreifende Störung der Fähigkeit der Kontaktaufnahme zur soz. Umgebung vorzuliegen. Vor diesem Hintergrund halten wir das Anliegen von Frau Muzel einen Hund für therapeutische Zwecke zu erhalten sehr sinnvoll. Ein sog. "Therapiehund" könnte die Beziehungsfähigkeit von Frau Muzel stabilisieren."
Die Psychotherapie wurde im gleichen Schreiben abgelehnt. Die Behörde kennt das Schreiben und trotzdem muss ich noch so dämliche Fragen beantworten.
 
E

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Gast
#9
AW: Therapiehund

hi Muzel!

Habe ich Dich richtig verstanden, dass Du Dich mit dem Gedanken an einen eigenen Hund trägst? Oder willst Du Stunden nehmen?

für einen eigenen Hund:
Bei PTBS sollte es m.E. ein "fertiger" Hund sein, d.h. kein junger sondern ein älteres Tier mit Ausbildung und "Lebenserfahrung". Ab 4-5 Jahre. Souverän im Umgang mit anderen Hunden, nicht ängstlich, aber kein Draufgänger, straßen-/ verkehrssicher, ruhig und freundlich mit anderen Menschen, nicht nur mit dem Hundehalter, idealerweise mit dem angeborenen "will to please", artgerecht gehalten und beschäftigt, mit Bedürfnis nach Streicheleinheiten, die wichtiger sein sollten als die Leckerlis in Deiner Tasche. Je nach Deinen persönlichen Lebensumständen, ob Kinder, Katzen im Haus sind oder nicht, müßtest Du auch das berücksichtigen.

Warum älter? Ist für Dich stressfreier, weil das Tier nicht mal eben über die Strasse läuft, um Pfiffi von nebenan zu begrüßen, zuverlässig ohne Leine an Deiner Seite bleibt, wenn Du zu einem Schwatz Halt in der Geschäftsstraße machst (unterschätze nicht die destabilisierende Wirkung eines Leinenmachos)

Du bräuchtest also eine eierlegende Wollmilchsau, die auch noch hübsch aussieht, damit sie bei Menschen Entzücken hervorruft, wenn sie mal vor deren Tür kackt. (Was natürlich niemals nicht sein sollte :icon_kratz:).

Ausbildung: gefestigter Gehorsam, Verkehrssicherheit, Bus-/Zugfahrtraining, mehr als gute Leinenführigkeit, sollte bereits in der Sozialisierungsphase als Welpe vieles kennen gelernt haben (Tierheim paßt da meistens nicht), idealerweise bei einem Vorbesitzer mit Familienanschluß.

Wenn Du nur Stunden nehmen willst, brauchst Du glaube ich die Meßlatte nicht so hoch hängen, denn da ist ja noch der Therapeut mit dabei.

Züchter, Ausbilder: keine Erfahrung

Kosten: für was? eigener Hund oder Stunden nehmen?

lg
von meiner "Sau"
 

Muzel

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#10
AW: Therapiehund

Ich möchte einen Behindertenbegleithund haben und keine tiergeschützte Therapie.
 
E

ExitUser

Gast
#11
AW: Therapiehund

Mein Beitrag hat sich mit Deinem überschnitten.
Ich bin von einem "Therapiehund" ausgegangen wie im thread angegeben. Das ist ein relativ allgemein gehaltener Begriff so wie Behindertenbegleithund eben auch. Ein Therapiehund kann ein Behindertenbegleithund sein und umgekehrt.

je nach den vorhandenen Behinderungen wird ein Hund speziell dafür ausgebildet. D.h. ein Rollstuhlfahrer erhält einen solchen Hund für sich privat nach ca. 3-4 Jahren. So war es zumindestens noch vor 2 Jahren.

Mein Hund geht als Besuchs- und Therapiehund in Altenheime und in Kindergärten. Tiergestützte Therapie grenzt da ran.

lg
 

Muzel

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#13
AW: Therapiehund

Brinant, dein Hinweis auf Partner mit 4 Pfoten war gut. Aber ob der BBH nun ein Hilfsmittel ist oder nicht, geht nicht sogean hervor. Ich habe der Behörde geschrieben
Ich erlaube mir, Ihre 3 Fragen zusammenzufassen:



"Erst wenn Sie uns eine Zusage gegeben haben, kann ich Ihnen den genauen Preis des Behindertenbegleithundes mitteilen. Der Preis richtet sich nach den Bedürfnissen des Patienten und erst bei Bestellung des Hundes steht der Preis fest. Jeder Hund ist ein Individuum und muss zum Patienten passen und allein daraus ergeben sich Preisschwankungen. Ich gebe Ihnen eine von vielen Internetadressen an, über die Sie sich gerne Auskunft einholen können.




http://www.kynos-stiftung.de"


Ob eine BBH ein anerkanntes Mithilfe ist habe ich den Landesbehindertenbeauftragten angeschrieben und darauf hin hat sich das Sozialministerium gemeldet und die wollen erst noch recherchieren.
Auch die KVO, die mir schriftlich mitgeteilt hat, dass sie nicht zuständig sei und mir auch nicht mitteilen wollte, dass sie offiziell nicht zuständig ist. Nun habe ich einen Brief von der zuständigen Sb der KVO, dass sie doch zuständig ist.
 

hartaber4

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#14
AW: Therapiehund

Der Leistungsträger ist welchem SGB verhaftet? XII, VI, V , etc ?
 

Muzel

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#15
AW: Therapiehund

Mein Leistungsträger ist das BVG.
 

pascalmama

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#16
AW: Therapiehund

Hallo ich bin neu hier,da mein Sohn zu klein ist um hier reinzuschreiben werde ich das tun :icon_party:Also mein Sohn ist 7 und hat mit 6 jahren (august 2011) DM 1 bekommen,so heftig und schlimm das er 3 Tage im koma lag und es schlecht um ihn stand,er ist eben ein Kämpfer ( 32 woche geb,und schwierigkeiten mit der lunge) Jedenfalls sind wir bzw ich am überlegen für ihn ein Diabtishund (Therapiehund ) anzuschaffen.Pascal hat 50%H bekommen,und ist durch seinen frühen 32 wochenbaby entwicklungsverzögert.Habe noch eine Tochter die GH80% B H ist(durch einen Geburtsschaden ,sie ist 11 und auf dem Entwicklungsstand einer 5 Jährigen,auf dem linken Auge fast blind,Pflegestufe 1) Wer hat da ERFAHRUNGEN mit solchen Hunden? Ich war mal selbst Hundebesitzer und kenne mich mit Hunden aus,aber mit Therapiehunde leider nicht:icon_eek:Kan da mir jemand helfen wäre echt lieb Lg Manu :biggrin:
 

Justizia

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#18
AW: Therapiehund

Therapiehunde
www.cstdog.com/html/therapiehunde.h...uffaelliger_Kinder_mit_einem_Therapiehund.pdf


Hallo Muzel,

hoffe die Links helfen Dir schon ein wenig.
 
E

ExitUser

Gast
#20
AW: Therapiehund

hallo ihr lieben,

für muzel und pascalmama auch ein intressanter link.

dort steht auch, das hilfe gewährt wird bei anschaffung und beantragung KK, oder rententräger.

VITA e.V. Assistenzhunde

liebe grüße von barbara
 
E

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Gast
#21
AW: Therapiehund

hallo muzel,

wenn ich so drüber nachdenke, würde ich die sache so angehen. ein attest hast du, vom psychol. therapeuten und vom hausarzt. soweit sogut.

damit würde ich hingehen und mir eine entsprechende hundevermittlung und schulungszenter in meiner nähe suchen, und mir einen entsprechenden kostenvoranschlag machen lassen. ich denke ein seriöser an-und ausbilder kennt auch das prozedere mit der bewilligung und hilft dabei.

diese kostenaufstellung eben bei der KK/PK einreichen. wenn die nicht aus dem ei kommen, dann schaffe du die fakten.

liebe grüße von barbara
 

Muzel

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#22
AW: Therapiehund

Ich habe mich mit einer Mitarbeiterin der Kynos-Stiftung unterhalten. Die Frau hat mir erklärt, dass sie Hunde für die verschiedensten Behinderungen ausbilden. Bei der Ausbildung würde man besonders auf die Talente und Fähigkeiten des Tieres Rücksicht nehmen. Sie könnten also nicht bei einem Welpen sagen, ob der Hund ein Blindenhund oder ein Warnhund für Diabetiker wird. Damit könnte man mir auch keinen konkreten Preis sagen. Das habe ich dem Landschaftsverband geschrieben und ihnen empfohlen sich selbst schlau zu machen.
Das schien denen gereicht zu haben, so dass man mich mit dusseligen Fragen weiter verschont hat.
Ich warte also auf Nachricht.
 

Justizia

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#23
AW: Therapiehund

Ich finde die aussage aber recht komisch. Klar sucht man bestimmte Welpen aus und klar auch nach deren Neigungen, aber ich halt es für eine Flasche Aussage, dass man nicht weiß für welche Richtung man den Welpen ausbilden wird, denn man beginnt bereits im Welpenalter damit , dass Tier in diese Richtung zu bewegen und nutzt die Unvoreingenommenheit des Tieres. Nicht jeder Welpe eignet sich dafür, aber was am Ende die Ausbildung eines Tieres kostet, sollte man trotzdem sagen können. Die Ausbildung ist immer die gleiche zum Beispiel beim Blindenhund, nur der Schüler ist jeweils ein anderer. Ist nicht anders wie bei uns Menschen.

Ausbildung zur Kosmetikerin kostet x Euro Egal ob Lisa oder Peter das macht.
 

Muzel

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#24
AW: Therapiehund

Hallo pascalmama!

Wenn du eine Therapiehund haben willst, schickst dein (kann auch von einem Privatarzt stammen) Attest an den Fiskus. Die leiten dann die Geschichte an den kommunalen Hundesteuerträger weiter. In Düsseldorf muss man ein B oder dein aG im SB-Ausweis haben, wenn man die Hundesteuern nicht zahlen will. Wie du weißt, ist die Kommune für die Hundesteuer zuständig und deshalb kann das bei euch anders sein. Das bedeutet, du kannst die Aufwendungen für den Hund beim Fiskus absetzten und brauchst keine Steuern zu zahlen. Ich habe weder ein B noch ein aG im Ausweis.
 

Muzel

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#25
AW: Therapiehund

Justizia, diese Stiftung hat das mir erklärt mit der Vorliebe eines Hundes für das apportieren. Diese Hunde wären als Blindenhund nicht geeignet. Ich selbst finde es eigentlich viel besser, wenn diese Behörden sich mit den Therapieausbildungstätten unterhalten als den Bürger zu nerven. Ich habe mit er Kynos Stiftung gesprochen und sie gefragt, ob sie sich auch mit der Behörde unterhalten würden, das haben sie mir zugesagt.
 

gast_

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#26
AW: Therapiehund

Ich finde die Aussage aber recht komisch.
Weil du dich mit der Hundeausbildung nicht auskennst!

Jeder Hund ist anders... und wenn man Hunde hat und ihnen etwas beibringen kann, dann sieht man, wie unterschiedlich lange es dauert, bis ein Hund etwas gelernt hat.

Und da der Preis nun mal von der Länge der Ausbildung abhängt...ich finde die Aussage
Die Frau hat mir erklärt, dass sie Hunde für die verschiedensten Behinderungen ausbilden. Bei der Ausbildung würde man besonders auf die Talente und Fähigkeiten des Tieres Rücksicht nehmen. Sie könnten also nicht bei einem Welpen sagen, ob der Hund ein Blindenhund oder ein Warnhund für Diabetiker wird. Damit könnte man mir auch keinen konkreten Preis sagen.
absolut korrekt...
 

Justizia

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#27
AW: Therapiehund

Weil du dich mit der Hundeausbildung nicht auskennst!

Jeder Hund ist anders... und wenn man Hunde hat und ihnen etwas beibringen kann, dann sieht man, wie unterschiedlich lange es dauert, bis ein Hund etwas gelernt hat.

Und da der Preis nun mal von der Länge der Ausbildung abhängt...ich finde die Aussage


absolut korrekt...
Woher willst Du denn wissen womit ich mich auskenne?

Ich weiß das eine Ausbildung eines Blindenhundes X Euro kostet. Ausbildungen von Therapiehunden kosten X Euro und nicht mal y oder Z. Ich schließe nicht aus, dass es von der Art (also Blindenhund oder anderer Therapie Bereich) also innerhalb der Arten der Therapiebereiche schwanken kann, aber nicht in der gleichen Art. Dann evtl. von Ausbilder z Ausbilder, aber auch hier ist es möglich dann unterschiedliche Kostenvoranschläge einzuholen.

Verstehe auch gerade nicht warum Du mich meinst persönlich angreifen zu müssen. Ich denke eher, dass Muzel hier Infos sammelt und glaube mal das auch in diesem Bereich es sehr oft nur ums Geld geht.

Vernünftige Ausbilder, bilden zum Beispiel sehr wenige Hunde aus, was es auch so teuer macht. Sie suchen die Welpen bei speziellen Züchtern aus und wissen sehr wohl, welche Eigenschaften der Welpe haben muss um für solch eine Therapie sinnvoll zu sein.

Ich habe keine Ahnung , wie und warum Du mir Ahnungslosigkeit unterstellen willst, obwohl Du gar nicht weißt in wie weit in diesem Thema drin bin.

Mein Post galt nicht als Angriff gegen Muzel , ganz im Gegenteil, eher als Hinweis, dass ich deren Aussage nicht gerade förderlich für sie finde, weil halt nicht nachvollziehbar


Aber Du wirst hier wohl mehr Ahnung haben als ich, schon klar.
 

Justizia

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#28
AW: Therapiehund

Justizia, diese Stiftung hat das mir erklärt mit der Vorliebe eines Hundes für das apportieren. Diese Hunde wären als Blindenhund nicht geeignet. Ich selbst finde es eigentlich viel besser, wenn diese Behörden sich mit den Therapieausbildungstätten unterhalten als den Bürger zu nerven. Ich habe mit er Kynos Stiftung gesprochen und sie gefragt, ob sie sich auch mit der Behörde unterhalten würden, das haben sie mir zugesagt.
Muzel, ich glaube Dir das ja auch das die Dir das gesagt haben, aber ich kenne es aus der Praxis anders

Ich gebe Dir recht, dass die Behörden sich da schlau machen sollten, aber wir wissen alle, dass die das nicht tun und wenn nach Kassenlage.

Ich weiß das die Welpen sofort in die Ausbildung gehen und da schon anhand der Beobachtung und Auswahl schon klar ist, in welche Richtung ausgebildet wird. Nach wenigen Monaten wird dann geschaut ob man richtig gelegen hat. Der Ablauf ist im Grunde immer der gleiche und für den neunen Hundebesitzer, ändert sich nichts am Preis, dass ist schlichtweg Blödsinn. Es liegt nicht dran welchen Welpen Du bekommst, es liegt daran was eine Ausbildung für therapierend x kostet und da sind die Preise durchaus zu benennen.
 

Caye

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#29
AW: Therapiehund

Ich weiß das eine Ausbildung eines Blindenhundes X Euro kostet. Ausbildungen von Therapiehunden kosten X Euro und nicht mal y oder Z. Ich schließe nicht aus, dass es von der Art (also Blindenhund oder anderer Therapie Bereich) also innerhalb der Arten der Therapiebereiche schwanken kann, aber nicht in der gleichen Art. Dann evtl. von Ausbilder z Ausbilder, aber auch hier ist es möglich dann unterschiedliche Kostenvoranschläge einzuholen.
Das Problem hierbei ist doch, dass es keine zwei Therapiehunde gibt, die exakt die gleichen Fähigkeiten benötigen.

Bei einem Blindenhund mag das vergleichbarer sein, und hier gleicht dann der Ausbilder die längere Zeit, die er in der Ausbildung eines etwas trägeren Tieres braucht, durch die schnellere Zeit, die er mit einem sehr schlauen Hund braucht, aus. Insgesamt sollen die Hunde die selben Fähigkeiten erlernen, daher ist es eher vergleichbar.
(Auch hier hängt es sicher sehr vom blinden Menschen ab, seiner Aktivität, seinem Job, usw. welchen Hund er braucht, eher den total ruhigen oder den etwas aufgewckteren, aber das ist ein anderes Thema. ;) )

An einen Therapiehund können so viele unterschiedliche Anforderungen gestellt werden, dass du es selbst bei der oberflächlich betrachtet identischen Indikation nicht vergleichen kannst.

Kind A sitzt im E-Rolli, kann sich nicht besonders umfangreich bewegen und hat epileptische Anfälle. Es braucht einen ruhigen, kuschligen Hund, der Türen öffnen, Lichtschalter bedienen, Sachen aufheben kann. Außerdem muss der Hund die Aura bemerken und Hilfe holen können.
Kind B sitzt auch im Rolli, ist aber im Oberkörper beweglich, sogar so aktiv, dass es allein aus dem Rolli und in den Rolli kommt, von anderen Sitzgelegenheiten oder sogar vom Boden. Der Hund muss also zwar Sachen aufheben können, Lichtschalter und Türgriffe kann das Kind aber im Zweifel selbst benutzen. Und hier wäre es sinnvoll, wenn der Hund auch gerne und viel spielt - einen Ball werfen ist ja gutes Muskeltraining fürs Kind.
Erwachsener C sitzt ebenfalls im Rolli, führt seinen eigenen Haushalt und kann die Arme eingeschränkt benutzen. Er braucht keine Hilfe beim Türen öffnen oder Licht an- und ausschalten, aber jemanden, der ihm die Sochen auszieht oder die Wäsche aus der WaMa zupft, Dinge aufhebt, das Telefon bringt usw.. Zusätzlich hat Person C einen Bürojob, zu dem er seinen Hund mitnehmen will. Das Tier muss also auch noch in der Lage sein, mehrere Stunden am Stück trotz stressiger Umgebung (Großraumbüro) ruhig zu bleiben.

Und das sind nun "nur" verschiedene Jobs für Rollstuhlfahrer-Begleithunde.

Wenn man nun zu Therapiehunden für Menschen mit psychischen Erkrankungen schaut, wird das Ganze noch viel individueller.
Obwohl bei jedem Hund "Therapiehund" draufsteht, ist ein ganz unterschiedliches Paket drin. Und selbst wenn es wirklich zwei Menschen mit exakt derselben Erkrankung geben sollte, werden sie völlig verschiedene Lebensumstände haben und daher auch völlig verschiedene Hilfeleistungen benötigen.

Ergo - jeder Therapiehund braucht eine unterschiedliche, individuelle Ausbildung, deren Kosten natürlich von Hund zu Hund variieren.
 

Justizia

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#30
AW: Therapiehund

Das Problem hierbei ist doch, dass es keine zwei Therapiehunde gibt, die exakt die gleichen Fähigkeiten benötigen.

Bei einem Blindenhund mag das vergleichbarer sein, und hier gleicht dann der Ausbilder die längere Zeit, die er in der Ausbildung eines etwas trägeren Tieres braucht, durch die schnellere Zeit, die er mit einem sehr schlauen Hund braucht, aus. Insgesamt sollen die Hunde die selben Fähigkeiten erlernen, daher ist es eher vergleichbar.
(Auch hier hängt es sicher sehr vom blinden Menschen ab, seiner Aktivität, seinem Job, usw. welchen Hund er braucht, eher den total ruhigen oder den etwas aufgewckteren, aber das ist ein anderes Thema. ;) )

An einen Therapiehund können so viele unterschiedliche Anforderungen gestellt werden, dass du es selbst bei der oberflächlich betrachtet identischen Indikation nicht vergleichen kannst.

Kind A sitzt im E-Rolli, kann sich nicht besonders umfangreich bewegen und hat epileptische Anfälle. Es braucht einen ruhigen, kuschligen Hund, der Türen öffnen, Lichtschalter bedienen, Sachen aufheben kann. Außerdem muss der Hund die Aura bemerken und Hilfe holen können.
Kind B sitzt auch im Rolli, ist aber im Oberkörper beweglich, sogar so aktiv, dass es allein aus dem Rolli und in den Rolli kommt, von anderen Sitzgelegenheiten oder sogar vom Boden. Der Hund muss also zwar Sachen aufheben können, Lichtschalter und Türgriffe kann das Kind aber im Zweifel selbst benutzen. Und hier wäre es sinnvoll, wenn der Hund auch gerne und viel spielt - einen Ball werfen ist ja gutes Muskeltraining fürs Kind.
Erwachsener C sitzt ebenfalls im Rolli, führt seinen eigenen Haushalt und kann die Arme eingeschränkt benutzen. Er braucht keine Hilfe beim Türen öffnen oder Licht an- und ausschalten, aber jemanden, der ihm die Sochen auszieht oder die Wäsche aus der WaMa zupft, Dinge aufhebt, das Telefon bringt usw.. Zusätzlich hat Person C einen Bürojob, zu dem er seinen Hund mitnehmen will. Das Tier muss also auch noch in der Lage sein, mehrere Stunden am Stück trotz stressiger Umgebung (Großraumbüro) ruhig zu bleiben.

Und das sind nun "nur" verschiedene Jobs für Rollstuhlfahrer-Begleithunde.

Wenn man nun zu Therapiehunden für Menschen mit psychischen Erkrankungen schaut, wird das Ganze noch viel individueller.
Obwohl bei jedem Hund "Therapiehund" draufsteht, ist ein ganz unterschiedliches Paket drin. Und selbst wenn es wirklich zwei Menschen mit exakt derselben Erkrankung geben sollte, werden sie völlig verschiedene Lebensumstände haben und daher auch völlig verschiedene Hilfeleistungen benötigen.

Ergo - jeder Therapiehund braucht eine unterschiedliche, individuelle Ausbildung, deren Kosten natürlich von Hund zu Hund variieren.

Betreff unterschiedlicher Ausbildung habe ich nichts anderes gesagt, aber ein Ausbilder der Hunde für Blinde ausbildet, bildet keine für psychisch Kranke aus. Das sind immer unterschiedliche und ob der ausgewählte Hund sich eignet oder nicht wird bereits nach wenigen Monate festgestellt.

Am Ausbildungspreis ändert sich nichts. Es ist nun mal so.

Es ist auch nicht so, dass ein Hund dann fertig ist, ich glaube hier kommt der Gedanke auf, dass das Lebewesen dann komplett fertig geliefert wird.

Das training etc. muss beibehalten werden und der "Besitzer" ist hier auch gefordert und muss mit arbeiten. Ein seriöser Ausbilder macht da keine Unterschiede, dass ist alles in der Preiskalkulation drin. Es gibt es nicht das ein Hund mit gleicher Ausbildung mal 5000 kostet und dann wieder nur 4000 Euro.


Wie gesagt es gibt den Unterschied, in welche Richtung ausgebildet wird, aber nicht innerhalb ein und der gleichen Art beim gleichen Ausbilder.

Hunde bei denen sich rumstellt, dass sie nicht geeignet sind wird die Ausbildung abgebrochen und nicht das Tier gebrochen. Das macht einen guten Ausbilder aus. Der erkennt ob der ausgewählte Hund geeignet ist und Spaßen seiner Aufgabe hat. Stellt er es bei den "Zwischenprüfungen" fest, dass das Tier sich schwer tut, wird der Hund nicht mehr für diesen Zweck eingesetzt.

Der Ausbilder ist auch derjenige der den Patienten aussucht und nicht umgekehrt.

Ich habe hier den Eindruck, als dass man denkt, man geht hin , sucht sich eine Hund aus und bestellt die Eigenschaften die man dem Tier bitte beibringen soll.

Man darf nie vergessen, dass es auch und diesem Beriech solche und solche gibt.
 
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#31
AW: Therapiehund

hallo ihr lieben,

solangsam weiß ich warum wir uns für einen ganz normalen lieben schnuffi vom tierheim entschieden haben....

wobei unser hund inzwischen ganz ohne leine gehen kann, immer rechts vom rolli bleibt, sich inzwischen sehr zielsicher nur mit stimme lenken lässt, alles null acht fufzehn hundeplatz.....ganz gezielt aportieren kann, kleinere gegenstände tragen kann, alles eigentrainig, und alles so nebenbei beim spielen gelernt.

liebe grüße von barbara
 

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#32
AW: Therapiehund

Ergo - jeder Therapiehund braucht eine unterschiedliche, individuelle Ausbildung, deren Kosten natürlich von Hund zu Hund variieren.
So ist es, und deshalb ist die Dauer der Ausbildung auch individuell., was die Kosten eben auch unterschiedlich sein läßt.

Ich habe hier den Eindruck, als dass man denkt, man geht hin , sucht sich eine Hund aus und bestellt die Eigenschaften die man dem Tier bitte beibringen soll.
Dein Eindruck täuscht dich :biggrin:

Woher willst Du denn wissen womit ich mich auskenne?
Hast du schon mal einen Hund trainiert? Kann ich mir nach deinen Worten nicht vorstellen...
 

Muzel

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#33
AW: Therapiehund

Die Kynos-Stiftung hat mir gesagt, dass sie Blindenhunde und auch Hunde für psychisch Kranke ausbilden. Sie haben mir auch gesagt, dass ein Welpe ca 2000 euro kostet. Mehr konnte ich von denen nicht erfahren.
Ich finde es jedenfalls besser, wenn die Behörde mit denen verhandelt, jedenfalls wird ein Privater leichter beschummelt als eine Behörde.

Ein Mitarbeiter "Therapiehunde Deutschland" riet mir, dass ich den Kaufpreis für den Hund selbst zahlen soll, damit er mir nicht wieder weggenommen werden kann, wenn ich nach Meinung der Behörde austherapiert bin. Ob das ein guter Rat ist, weiß ich nicht so recht.
 

Muzel

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#35
AW: Therapiehund

Ich habe heute einen Verschlimmerungsantrag wegen des Therapiehundes gestellt. Mal sehen, ob das klappt.
Man muss jedenfalls nicht mehr den Antrag selbst unterschreiben. Wenn das klappt ist es klasse, auch wenn der Antrag trotzdem nicht bürgerfreundlich ist.
 

FrauRossi

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#36
AW: Therapiehund

Ich kenne mich mit diesem Bereich gar nicht aus, deshalb wundert mich gerade, dass man dazu wirklich Zuschüsse beantragen kann.
Dachte bisher das geht immer nur für Blinde.

Ich kenne jedoch eine Familie, die haben einen Epileptiker Warnhund.
Das mussten sie komplett selber bezahlen.
Deswegen wundert mich dein Beitrag.

Lediglich Teile der Ausbildung ( nur wenn es sich um Anerkannte Zertifikate handelt) , konnten steuerlich abgesetzt werden.
Da meine Hunde auch diese Zertifakte haben ( Begleithund, Behindertenbegleithund und Schulbegleithund) und ich das damals beruflich genutzt habe, weiß ich das die meisten Zertifikate nicht „offiziell“ sind und man deshalb die Kosten nicht steuerlich geltend machen kann.

Offiziell sind nur Kurse die über den VDH angeboten werden ( Verband für deutsches Hundewesen) und das betrifft auch den Kaufpreis des Welpen. Diese Kosten können über das Finanzamt gelten gemacht werden, wobei es aber auch immer einen Privatanteil gibt.

Auf den VDH Seiten findest du Züchter und auch die Preise der Welpen.
Ein Golden Retriever kostet zb 1400€, das ist ein „offizieller Preis“.

Die Ausbildung des Hundes bastelt man sich dann selber zusammen über die offiziellen Kurse.
 

Muzel

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#37
AW: Therapiehund

Die KK hat mich seit gestern von den Zuzahlungen nach § 18 BVG befreit. Die Diagnose ( F62.0) habe ich allerdings seit 2011. Ich kämpfe weiter. Ein Hund ist besser als alle Pillen. Ich hoffe genau wie jeder, dass es mir besser geht.
 

Muzel

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#39
AW: Therapiehund

Hallo Farina!
Das tue ich doch!
Ich habe das Ministerium und den Petitionsausschuss angeschrieben.
Den Assistenzhund bekomme ich nur, wenn sich die Sach- oder Rechtslage geändert hat. Die Ablehnung ist bestandskräftig. Deshalb habe ich auch die Verschlimmerung meines GdBs beantragt, weil ich den Assistenzhund benötige. Mal sehen (...).
 

FrauRossi

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#40
AW: Therapiehund

Du glaubst also im Ernst, dass dir dir Krankenkasse einen Hund bezahlt?
Und dazu auch noch einen ausgebildeten Therapie Hund?

Hast du überhaupt genug Erfahrung mit Hunden? Genug Energie? Und : genug Geld?

Jetzt mal angenommen, du bekommst tatsächlich einen Hund von der Kasse bezahlt.....


Hast du genug Rücklagen für Operation und schwere Krankheit des Tieres?

Hast du genug Geld für Hundeschule, damit auch du lernst, das Tier zu führen?

Hast du genug Energie, dich bei Wind und Wetter mindestens 3 h am Tag mit dem Tier zu beschäftigen?

Hast du dir Vorkenntnisse angeeignet, so dass du weißt, dass du zb das Tier auch rassetypisch beschäftigen musst ( zb einen Retriever mit Dummytraining) und hast du eingeplant, dass das erlernen dieser Dinge auch Geld kostet.
Ist dein Vermieter einverstanden, dein Garten gross genug, hast du Wald und Wiese in der Nähe.

Hast du mit Züchtern im VDH Kontakt aufgenommen und weißt du den Unterschied zwischen billigen Vermehrerhunden und liebevoll und kontrolliert über anerkannte Vereine gezüchtete Hunde.

Ist dir bewusst, dass es mit der Anschaffung nicht getan ist und du 12 bis 15 Jahre Verantwortung vor dir hast?
 

Fairina

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#41
AW: Therapiehund

Frau Rossi, ich habe aufgegeben ihm das zu erklären. So sehr man sich wünschen sollte, das es Therapiehunde gibt, so sehr denke ich leider auch, das hier zu viel Medienkonsum erfolgt ist.

Ich frage mich auch, da es wohl eher um Gesellschaft geht, warum es ein Therapiehund sein muss. Ich glaube nämlich nicht, daß ein Hund gebraucht wird um einen Epilepsieanfall zu ahnen oder abzuschwächen oder Hilfe zu holen oder einen Hund der eine Unterzuckerung riecht oder der einem Rollstuhlfahrer Sachen holt oder einem Gehörlosen hilft. Die Blindenhunde nehme ich mal aus, die sind ein anderes Thema.

Und was macht Muzel wenn er mal ins KH muss? Hat er einen Platz für ihn.
 

Muzel

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#42
AW: Therapiehund

Ich habe 3 Schäferhunde gehabt, deshalb brauchte ich keinen sog. Hundeführerschein, der hier in NRW erforderlich ist. Die einzige Baustelle, die ich tatsächlich sehe, ist die Vertretung im Krankheitsfalle. Aber ich denke, dass man mit professioneller Hilfe, die viele andere auch in Anspruch nehmen, diese Lücke überbrücken kann.
 

FrauRossi

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#43
AW: Therapiehund

Das glaube ich auf keinen Fall.
Ich bin auch schwer chronisch krank und bei jeden Krankenhaus oder Rehaaufenhalt musste ich tief in die Tasche greifen.
Das bezahlt dir keiner.
Es gibt übrigens gar keine Therapiehunde für psychisch erkrankte.
Das ist keine offizielle Bezeichnung
Diese Vereine, die solche Tiere offiziell zum Kauf anbieten, erscheinen mehr als dubios, zumal die Welpen schon zweifelhhafte Herkunft haben.
Es gibt ja auch gar keine Leistungsbeschreibung, was ein Therapiehund können muss.
Wo findest du die Definition dazu?
Woran machst du fest, dass dein Therapiehund überhaupt ein Therapiehund ist?
Weil er kuscheln kommt, wenn du traurig bist oder dich solange anstubst, bist du mit ihn an die frische Luft gehst?
Sorry...das machen fast alle Hunde😅

Wenn du sowas schon beantragen willst, musst du viel professioneller vorgehen.
Du brauchst eine Leistungsbeschreibung, einen Kostenvoranschlag, eine Auflistung der Folgekosten, eine genaue Definition anhand der Leistungsbeschreibung, warum ausgerechnet Du so einen Hund brauchst usw.
Also, du musst darlegen WAS der Hund können muss und WARUM du das unbedingt brauchst.
Ich glaube, dass ist dir gar nicht klar.

Mich persönlich würde das auch mal interessieren, worin so ein Hund überhaupt ausgebildet sein muss
 
E

ExitUser

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#44
AW: Therapiehund

Ich glaube nämlich nicht, daß ein Hund gebraucht wird um einen Epilepsieanfall zu ahnen oder abzuschwächen oder Hilfe zu holen oder einen Hund der eine Unterzuckerung riecht oder der einem Rollstuhlfahrer Sachen holt oder einem Gehörlosen hilft.
Doch das gibts wirklich gerade im Bereich Epilepsie.

Link: http://www.assistenzhunde-zentrum.de/index.php/assistenzhunde/epilepsiewarnhund

Und auch bei Rollstuhlfahrern kann man Hunde speziell darauf ausbilden das sie Gegenstände selbstständig holen z.B. ein klingelndes Telefon, die Zeitung oder Post aus speziellen
Briefkästen etc.

Link: http://www.assistenzhunde-zentrum.de/index.php/assistenzhunde/mobilitaetsassistenzhund

Abgesehen von einer vielleicht mit hohen Hürden versehenen Bewilligung so eines Hundes ist gerade aus psychologischer Sicht auch schon die pure Anwesenheit immer ein Vorteil bei kranken Menschen sofern diese in der Lage sind noch selbstständig mit dem Hund das Haus zu verlassen auch mit Rollstuhl.

Nach meinem Unfall 1980 war mir unser Schäferhund ausgebildet im damaligen Hundesportverein eine große und wichtige Hilfe in vielen Sachen gerade auch in psychischer Hinsicht...


liesa
 
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FrauRossi

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#45
AW: Therapiehund

Na klar ist ein Hund eine Hilfe.
Das ist ja auch bewiesen, insbesondere bei Dementkranken, Psychisch Erkrankten usw.

Dort gehört aber nicht der Hund der Erkrankten Person, sondern der Therapeutin, die die Einheit dann über eine ganz normale Ergotherapieeinheit abrechnet.
In sofern ist das denn schon eine reelle Kassenleistung.

Aber hier erwartet der Themenstarter einen ganzen Hund für sich alleine.
Dazu noch die Ausbildung, die Versorgung im Krankheitsfall, die Therapiestunden und so weiter.

Ok....ich hätte dann gern ein Therapiepferd, da mein Orthopäde sagt, Reiten währe gut für mich 😅
( das war jetzt Ironie):popcorn:

Es spricht ja nichts gegen einen Hund. Einen lieben Mischlingshund aus den Tierheim zu adoptieren ist bestimmt wertvoll für die Psyche.

Aber wo ist hier die Kassenleistung 😅🤣

Meine Hunde sind auch wichtig für meine Psyche, deshalb zb bekam ich eine Reha, wo das Mitbringen von Hunden möglich war.
Die Zusatzkosten der Rehastätte beliefen sich auf 800€...nur für die Hunde.
Und....obwohl ich Zuzahlungsbefreit bin....die Kosten für die Hunde musste ich selbst zahlen.

Der Herr Muzel denk, die Zusatzlungsbefreiuung betrifft auch seinen Hundewunsch 😅

Das ist sooooooo absurd, ich kann es gar nicht glauben.
Hund auf Rezept sozusagen.

Armes Tier....

( sorry das ich so direkt bin)
 

Fairina

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#46
AW: Therapiehund

Leute, ich bin absolut für Therapiehunde. Ebenso wie für Tiere im Pflegeheim oder Altenheim. Aber ich sehe eben auch die Probleme die man in in diesem Staat macht. Zusätzlich zur Einstellung so mancher Leute.
Danke, dann hat sich da was geändert Liesa.
 

Muzel

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#47
AW: Therapiehund

Man muss die Hoffnung nicht aufgeben. Ich kenne alle veröffentlichten Entscheidungen und weiß auch, dass noch nie ein Assistenzhund bewilligt wurde. Ich finde, dass sich das schleunigst ändern muss. Wenn es nach dem Staatshaftungsrecht plötzlich Schmerzensgeld geben soll, dann kann ich doch auch hoffen (Junge ist fehlerhaft in die Förderschule eingeschult worden). Für mich ist auch das Staatshaftungsrecht einschlägig. Daumendrücken, bitte!
 

FrauRossi

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#48
AW: Therapiehund

Du willst nicht verstehen, dass es da gar keine rechtliche Grundlage für gibt?
Das wir in einer Zeit leben, wo es schon schwer ist, Orthopädische Einlegesohlen bewilligt zu bekommen.

Dazu noch deine unstrukturierte Herangehensweise........
 

Kerstin_K

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#49
AW: Therapiehund

Mir ist immer noch nicht klar, was ein therapiehund fuer psychische Erkrankungen lernen muss, was ein normaler haushund nicht kann.

Bei einem Blindenhund verstehe ich das oder bei einem Assistenzhund fuer Rollstuhlfahrer.

Dass man da ein ruhiges, ausgeglichenes Tier nimmt und nicht gerade ein verstörtes Wesen aus dem Tierheim, ist mir auch klar. Aber was wird da neben der normalen Hundeausbildung ausgebildet?
 

FrauRossi

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#50
AW: Therapiehund

Naja man kann schon was machen.
Wesenstest, Begleithundeprüfung usw.

Jedoch versteht Muzel nicht, dass man das als Besitzer selber machen muss und auch sollte, um eine Bindung zu erhalten.
 

Kerstin_K

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#51
AW: Therapiehund

Das sind aber Sachen, die zu einer normalen Hundeausbildung gehören, nichts spezielles für Assistenzhunde.
 

FrauRossi

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#52
AW: Therapiehund

Ja, das ist richtig.

Aber ist glaube, die Themenstarterin ist nicht körperbehindert.

Ein Assistenzhund ist für Körperbehinderte ausgerichtet und für Tätigkeiten trainiert, die der gehandicapte Besitzer nicht ausüben kann.

Ein Hund für psychisch Erkrankte ( meine sind auch für diesen Bereich trainiert) zeigt sich eher durch eine hohe Belastbarkeit und unendliche Toleranz aus. Das erreicht man durch diese Kurse.

Allerdings, selbst wenn man einen Hund Kauft, der diese Ausbildung hat, dass ist schnell wieder weg, wenn nicht regelmäßig trainiert wird.

Ich verstehe nicht, warum sich die Themenstarterin nicht einfach einen kostenlosen Hund holt, der diese Eigenschaften hat und gut ist.
 

Caye

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#53
AW: Therapiehund

Selbst Tante Gugel kann einem sagen, was Assistenzhunde für Menschen mit psychischen Einschränkungen tun können und tun - und das geht ebenso weit über "normalen" Hundegehorsam hinaus wie der Einsatz für Körperbehinderte.
Nur weil ihr euch das vielleicht nicht vorstellen könnt (seid froh drüber!), heißt es nicht, dass das nicht existiert.

Mein geträumter Assistenzhund sollte folgende Dinge können:
- Er stellt sich automatisch, wenn wir irgendwo anhalten, hinter mich, damit ich mich von hinten gesichert fühle.
- Im Kontakt mit anderen Menschen in der Öffentlichkeit stellt er sich bis auf Abruf zwischen mich und die anderen Menschen.
- Er kann mich auf Befehl zum Ausgang eines Supermarktes/Kaufhauses/Veranstaltungshalle usw. führen.
- Er kann mich auf Befehl an einen ruhigen, möglichst menschenleeren Ort bringen.
- Er kann mich auf Befehl nach Hause oder zum Auto bringen.
- Er unterbricht Dissos/Flashbacks zuverlässig und immer.

Natürlich kann man Assistenzhunde jeglicher Art selbst ausbilden, und zumindest zum Teil ist man ohnehin an der Ausbildung beteiligt. Aber man kann von der eingeschränkten Person numal nicht erwarten, dass sie ihrem Hund selbst beibringt, was er tun soll, was sie nicht kann.
Wenn du selbst blind bist, ist es keine gute Idee, dem Hund selbst beibringen zu wollen, am Bordstein anzuhalten. Du siehst ja den Bordstein selbst nicht.
Wenn du als Rollifahrer einen Hund brauchst, der dir hilft, die Socken auszuziehen, kannst du es ihm auch nicht allein beibringen. Wie denn? Indem du mit dem Fuß wackelst, bis der Hund spielerisch die Socke schnappt? Das geht auch so gut, wenn man gelähmt ist. Indem du die Sock mit einem Leckerli verzierst? Wenn du da rankommst, kannste die Socke auch selbst ausziehen.
Überhaupt schon neben einem Rolli laufen will für den Hund gelernt sein. Um ihm da beizubringen, nicht unter die Räder zu kommen, muss man teils beweglicher sein, als es viele Rollifahrer sind.
Wenn du als psychisch kranker Mensch ein Problem mit Menschenmassen hast und dein Hund dich auf Befehl zum Ausgang / an einen ruhigen Ort führen soll, wie willst du dem Hund das beibringen, während du gerade durchdrehst, weil du dich in einer Menschenmasse befindest?

Da muss also eindeutig Hilfe her, und mehr Hilfe als nur das übliche Gehorsamstraining an einer Hundeschule. Es braucht einiges an Privattraining für den Hund, teils mit dem Halter.
Und das kann eine 08/15-Hundeschule gar nicht leisten.
Vielleicht schaffen die es noch, dem Hund den Trick mit den Socken beizubringen. Aber der Hundetrainer muss auch mit dem Halter umgehen können. Einen Krampfanfall kann man einem Trainer vielleicht noch zumuten, während er dem Hund gerade beibringt, diese vorher anzuzeigen, aber die Betreuung eines schwer psychisch erkrankten Menschen während eines belastenden und anstrengenden Trainings mit dem Hund... Vergiss es.
 

FrauRossi

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#54
AW: Therapiehund

Und wer hat die Anschaffung und Ausbildung deines Hundes jetzt gezahlt?
Bei welchen Verein hast du den Hund ausbilden lassen?
 

Caye

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#55
AW: Therapiehund

Ich träume noch nur von dem Hund. :wink: Ich habe hier einen Stubentiger, der Hunde ganz ganz furchtbar findet, so lange ich noch Mitbewohnerin dieses Stubentigers bin, wird hier kein Hund einziehen können.

Die Kosten für Anschaffung und Ausbildung würden wahrscheinlich über den Fonds sexueller Missbrauch laufen (sofern ich das Budget bis dahin nicht anders aufgebraucht habe), die laufenden Kosten lägen bei mir.
Ich würde tatsächlich ein Ausbildungsmodell wählen, in der der Hund in einer Pflegefamilie sozialisiert wird, da ich ihn nicht so sozialisieren könnte, wie es für einen belastbaren, ausdauernden Hund nötig ist. Der Hund muss ja damit klarkommen können, dass ich als sein Frauchen zeitweise nicht stark und sein Alphatier sein kann, sondern unsicher, verängstigt, vielleicht sogar panisch bin, und er sich um mich kümmern muss. Das würde ich einem Junghund nicht zumuten wollen.
Grundgehorsam würde der Hund auch dort lernen, das könnte und würde ich dann selbst in der "Hundeschule nebenan" vertiefen.
Die eigentliche Assistenzsausbildung sollte dann schon bei und mit mir (und meinem Mann) stattfinden.
Ich würde also einen "halbfertigen" Hund bekommen, den ein Trainer dann mit meiner Mitarbeit weiter ausbildet.

Aber da mein Stubentiger hoffentlich noch einige Jahre lebt, sind meine Träume da nicht so konkret, dass ich mich schon für einen Verein/Trainer entschieden hätte. :biggrin:
 

Muzel

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#56
AW: Therapiehund

Nach meinem Fersenbruch habe ich ohne Probleme Einlegesohlen in beide Schuhe bewilligt bekommen, obwohl ich nur eine Ferse gebrochen hatte. Leider habe ich nach ein paar Tagen festgestellt, dass sie gedrückt haben. Jetzt liegen sie im Schrank.
Ich bin psychisch und auch körperbehindert.
Außerdem weiß ich, dass man als Behinderter selbst den Hund nach einer Grundausbildung mit ausbilden muss. Das ist bei einem Blindenhund auch nicht anders.
Ich bin Schlafwandlerin und habe ich habe mir mehrfach deshalb die Knochen gebrochen und unkontrolliert Pillen geschluckt. Ich hoffe, dass da ein Hund aufpasst. Das ist bei mir nur eine Baustelle.
 

Muzel

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#57
AW: Therapiehund

Ich habe heute wegen des Therapiehundes Nachricht vom Bundesversicherungsamt bekommen. Das schrieb; da ich auch Ansprüche nach der Kriegsopferversorgung hätte, soll ich mich an das Heimatministerium wenden (Jürgensplatz 1, 40219 Düsseldorf). Das habe ich auch gemacht.
Es ist dringend notwendig, dass auch der Therapiehund in den Leistungskatalog der GKV aufgenommen wird.
 

Muzel

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#58
AW: Therapiehund

Ich habe heute Nachricht vom Petitionsausschuss des LT NRW bekommen, dass über meinen Therapiehund erneut beraten wird.
Bitte, liebe Leute, ich brauche eure Daumen!!!
 

Muzel

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#59
AW: Therapiehund

Der LT hat mir einen Therapiehund empfohlen. Das Amt soll es aber noch prüfen. Das ist geschehen. Der Hund wurde mir erneut abgelehnt, weil noch nie einer einen Therapiehund bekommen hat.
Ich habe nun einen Widerspruch eingelegt.
Wenn mir einer helfen möchte, bin ich für Anregungen sehr dankbar. Ich gebe nicht auf.
 

Susanne42

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#60
AW: Therapiehund

Ich glaube nicht, dass man einen therapiehund bekommt.
Man bekommt ja auch kein Therapiepferd, wenn man diese Therapieform benötigtigt.
Du kannst froh sein, wenn du vielleicht paar Stunden tiergestützte Therapie bezahlt bekommst, aber gleich das ganze Tier?
Warum kaufst du dir keinen eigenen Hund und bringst ihn alles bei, was du brauchst?
 

Nena

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#61
AW: Therapiehund

Warum kaufst du dir keinen eigenen Hund und bringst ihn alles bei, was du brauchst?
Du hast nicht den Hauch einer Ahnung, was ein Therapiehund ist, oder? Wenn sie Therapiehunde ausbilden könnte, bräuchte sie keinen...
 

Allimente

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#62
AW: Therapiehund

Du hast nicht den Hauch einer Ahnung, was ein Therapiehund ist, oder? Wenn sie Therapiehunde ausbilden könnte, bräuchte sie keinen...
Habe ich allerdings auch nicht. Was macht ein Therapiehund anders als ein normaler Hund? Würde ich wirklich gerne wissen.
 

Muzel

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#63
AW: Therapiehund

Ich hoffe, dass mir ein Therapiehund helfen könnte meinen Alltag besser zu bewältigen. Der richtige Ausdruck wäre natürlich Assistenzhund. Ich habe mich einfach nicht so genau ausgedrückt. Die Behörde und der LT wissen aber schon, was ich will und wofür ich ihn brauche.
 

Kerstin_K

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#64
AW: Therapiehund

Der Hund wurde mir erneut abgelehnt, weil noch nie einer einen Therapiehund bekommen hat.
Was ist denn das bitte für eine Begründung? Das stand doch nicht so im Bescheid, oder?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Muzel

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#65
AW: Therapiehund

Liebe Kerstin!
So stand das natürlich nicht im Bescheid.
Ich schreibe ihn einfach mal ab. Dann kannst du dir selbst eine Meinung bilden.
Der Landschaftsverband meint, dass sich meine Ansprüche aus dem OEG ableiten und das ist falsch.

"Für die Anschaffung eines Assistenzhundes für seine Ausbildung und Unterhalt, kann ich leider keine Kosten übernehmen.
Nach der derzeitigen Rechtslage wird sowohl im sozialen Entschädigungsrecht als auch in der gesetzlichen Krankenkasse ausschließlich ein Blindenhund als Hilfsmittel angesehen und bewilligt.
Da bei Ihnen jedoch keine Blindheit vorliegt bzw. als Schädigungsfolge nach dem OEG anerkannt ist, scheidet für Sie eine Versorgung mit einem Blindenführhund aus.
Für die Versorgung mit einem sogenannten Therapie- bzw. Assistenzhund gibt es keine entsprechende RGL.
Deshalb kann auch der Landschaftsverband keine Leistungen übernehmen.
Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich bei professionellen Anbietern von Therapie- und Assistenzhunden in Verbindung zu setzen."
 

Katzenstube

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#66
Hallo Muzel
In Würzburg waren zwei Therapiehunde mit ihren blinden Besitzern. Einer der beiden Hunde wurde von seinem Besitzer heiß und innig geliebt hat aber leider seine Prüfungen wiederholt nicht bestanden. Leider mussten die beiden sich trennen. Es gab sehr viele Tränen und eines habe ich bemerkt so einfach ist es nicht die Voraussetzungen zu erfüllen selbst dann wenn das Tier genehmigt würde.

Lieben Gruß von Katzenstube
[>Posted via Mobile Device<]
 

Muzel

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#67
AW: Therapiehund

Meine Schwägerin, die bei der KK arbeitet, hat mir einen Golden Retriever angeboten, der von einem blinden Menschen an die KK zurückgegeben wurde. Ich hätte ihn kostenlos haben können. Ich habe mehrere Hunde gehabt und weiß wie schwierig es ist einen Hund im Erwachsenenalter zu erziehen. Das wollte ich mir nicht zumuten.
Ich brauche auch einen Hund, der meine Defizite ausgleicht.
Mein letzter Hund hat auch die Schutzhundeprüfung nicht bestanden, sonst hätten wir ihn nicht bekommen. Der Züchter wollte mit Ihm züchten. Man muss ihn sehr eingeschüchtert haben. Er war sehr sensibel und ängstlich. Ich habe trotzdem viel Freude mit ihm gehabt und er fehlt mir.
 

Muzel

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#69
AW: Therapiehund

Ich beziehe volle Em-Rente, BU-Rente und bekomme Leistungen nach dem sozialen Entschädigungsrecht.
 

verona

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#71
AW: Therapiehund

Ohne jetzt die vielen Beiträge, bis auf Anfangstread, gelesen zu haben, kann ich aus Erfahrung durch die Arbeit bei einem Ambulanten Dienst sagen, dass selbst blinde Menschen nicht zwangsläufig einen Blindenhund kostenfrei überdie KK zur Verfügung gestellt bekommen.
Von daher dürfte ein finanzierter Therapiehund sehr unwahrscheinlich sein.
 

Muzel

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#72
AW: Therapiehund

Verona, da sagst du was.
Ich will mich nun aber damit nicht abfinden und habe den Abschmetterungsbescheid für euch abgeschrieben in der Hoffnung auf hilfreiche Ideen.
 

Kerstin_K

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#73
AW: Therapiehund

Da steht halt sinngemäß, dass ein Therapiehund nicht als Hilfsmittel anerkannt ist.
 

Muzel

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#74
AW: Therapiehund

Das ist Quatsch. Ich habe vom Bundesversicherungsamt Bescheid.
Der Behörde habe ich den geschickt und das schon vor Jahren. Die Aufzählung der Hilfsmittel ist nicht enumerativ.
 

Kerstin_K

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#75
AW: Therapiehund

Das ist aber deren Begründung.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Muzel

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#76
AW: Therapiehund

Und deshalb will ich einen vernünftigen Widerspruch schreiben und hatte eigentlich auf Hilfe gehofft.
 

Kerstin_K

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#77
AW: Therapiehund

Vielleicht schaust Du mal, ob es ein Forum für Therapie- und/oder Assistenzhunge gibt? Oder erkundiege dich mal bei den Stellen, die olche Hunde ausbilden und vermitteln, die wissen vielleicht, wie ihre Kunden sowas bewiligt bekommen.
 

Susanne42

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#78
AW: Therapiehund

Ich empfehle dir mal die Seite „myhandicap“ da wirst du sehen, dass das NIE die Kasse zahlt.
Nur für Blinde.
Was meinst du, wenn die Kasse für jeden Körperbehinderten oder psychisch erkrankten den Hund übernehmen müsste finanziell 😅😅 das macht keinen Sinn was du vorhast.
 

Muzel

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#79
Hallo!
In meinem Schreiben(hier veröffentlicht) stand auch, dass ein Therapiehund kein anerkanntes Hilfsmittel ist und demnach noch nie bewilligt wurde und in meinem Fall nicht bewilligt wird? Ich finde nicht, dass nicht richtig ist und dass es keinen Gedenkstein mit dieser Inschrift gibt.
Lasst euch doch bitte etwas einfallen, damit der traurige Umstand beendet wird. Der Petitionsausschuss des LT NRW hat mir den Hund dem Grunde nach doch bewilligt. Das schrieb ich aber schon.
 

Zerberus X

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#80
Was hast Du für Gründe für den Bedarf angegeben,bist du in der Lage einen Hund richtig zu Halten (Gassi gehen und so) hab mal bei dir was von Rollator und Stürzen gelesen.
 

Muzel

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#81
Es gehen auch Leute mit einem Rollstuhl Gassi und manchmal länger, vom Rollator ganz zu schweigen.

Nach Gründen für den Bedarf bin ich überhaupt nicht mehr gefragt worden. Den habe ich auch vor langer Zeit angegeben. Dem Petitionsausschuss habe ich auch die Gründe mitgeteilt. Ich brauchte allerdings noch Totschlagsargumente. Da seid ihr gefragt.
Ich möchte gern als psychisch Behinderter mit einem blinden Menschen gleich gestellt werden.
 
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#82
Ich möchte dir nicht die Hoffnung nehmen, aber was du möchtest/vielleicht brauchst, ist ein treuer Begleiter, der sich vor dich stellt, dich beschützt, bei dir ist, dir Kraft gibt.... aber das macht ein freundlicher, gut erzogener Hund sowieso. Während ein Assistenzhund dafür da ist, beim Menschen vorhandene Defizite zu ersetzen. Handlungen auszuführen, zu denen der behinderte Mensch nicht in der Lage ist.
Ich würde mir für dich wünschen, dass du so einen Freund auf 4 Pfoten findest... aber so leid es mir tut, das wird die Krankenkasse, der Rententräger oder sonstwer nicht finanzieren.
 

Muzel

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#83
Hallo sptembersun!
Mit einem Assistenzhund könnte ich meinen körperlichen und geistigen Freiraum erweitern, wie es so schön beim BSG heißt.

Ich habe euch doch das Schreiben des LVR geschrieben. In dem Schreiben wurde mir zugestanden, dass ich einen Assistenzhund für meine Erkrankung benötige. Deshalb soll ich mich an die entsprechende Stellen wenden. Die könnten mir wohl so einen Hund mit der Ausbildung verkaufen. Habe ich damit aber die gleichen Rechte? Bisher hat aber ein Blindenhund eine privilegierte Stellung und diesen Status möchte ich auch.
 
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#85
Hallo sptembersun!
Mit einem Assistenzhund könnte ich meinen körperlichen und geistigen Freiraum erweitern, wie es so schön beim BSG heißt.
Liebe Muzel,

das verstehe ich. Allerdings kann der Hund nicht für dich übernehmen, was du selbst nicht kannst, also nicht adäquat eine Handlung ausführen, zu der du nicht in der Lage bist. Daran wird es mMn scheitern bei den eventuellen Kostenträgern.
Was aber nicht heißt, dass ich es dir nicht von Herzen wünschen würde. Allerdings, was psychische Erkrankungen angeht, ist dieser Staat leider noch längst nicht soweit.

Dennoch, wenn du es versuchen willst, drücke ich dir die Daumen. Sei nur nicht zu enttäuscht, wenn es nicht funktioniert, und es gibt immer noch die Alternative, dir selbst den benötigten treuen Begleiter an deine Seite zu holen.

Alles Gute!
 

Kerstin_K

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#86
Das Problem ist einfach, dass Assistenzhunde bisher in Deutschland nur als Blidenhund anerkannt sind.
 

Muzel

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#87
Hallo lieber SeptemberSun!
Ich gebe mir die größte Mühe nicht zu verzweifeln. Dass du mir die Daumen drückts, genau wie die liebe Kerstin, finde ich sehr schön. Das hilft mir schon. Allerdings hilft es mir wenig für die Begründung meines Widerspruchs . Ich brauche knallharte Argumente um die Behörde zu überzeugen. Ich weiß überhaupt nicht, warum ich KK Beiträge zahlen sollt, wenn ich keine Therapie bekomme. Ich bräuchte wegen dem BVG nicht ein mal Gebühren zu bezahlen.
 
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#88
Liebe Muzel,

ich kann dir leider wirklich keine Argumente liefern, insbesondere fehlt mir der Glaube, dass eventuelle Argumente überhaupt angenommen und berücksichtigt werden. Daher ist wahrscheinlich wirklich die einzige Möglichkeit, es per Gericht zu versuchen, aber ich fürchte, auch die Gerichte werden sich scheuen, eine Präzedenzentscheidung zu fällen. Die Gerichte werden sich schwertun... solange es schon ein Kampf ist, auch nur eine "normale" Therapie in erträglichem Zeitrahmen zu bekommen, wird es sicherlich quasi unmöglich sein, "zusätzliche" Leistungen durchgeboxt zu bekommen.

Psychische Erkrankungen haben leider immer noch nicht den Stellenwert, den sie haben sollten. Ein wenig ist es besser geworden in der Gesellschaft in den letzten Jahren, aber werden wir nicht immer noch als Simulanten, faul und träge gesehen? Solange sich das Bild in der Gesellschaft nicht wirklich ändert, wird es auch hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten, insbesondere neuer Art, keine Fortschritte geben. :icon_hmm:
 

Muzel

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#89
Es gibt kein anerkanntes Therapieverfahren bei F62.0 (andauernde Persönlichkeitsveränderungen nach Extremsituationen). Man wendet die Therapien an, die für PTBS erprobt worden sind. Ich mag kein Versuchskaninchen sein und keine Pillen schlucken mit zweifelhafter Heilungswirkung und mich mit einem Therapeuten unterhalten, der sich die Extremsituationen nicht einmal ansatzweise hinein versetzen kann, weil es ihn überfordert.

Jeder Mensch kann einem Hund alles mögliche beibringen . Er muss natürlich viel Zeit und viel Liebe aufbringen. . Das nützt nur alles nichts, denn es ist nun mal eine professionelle Hundeausbildung vorgeschrieben.
Bei Blinden muss der Hund die mangelnde Sehfähigkeit ausgleichen. Da ist die Sache klar, er muss mit dem Kranken die Wege wissen. Bei anderen Erkrnakungen sind die Dfizite ganz individuell verschieden. Eins von meinen Problemen ist das Schlafwandeln. Ich gehe aber auch regelmäßig sonst nachts zur Toilette. Der Hund müsste mich also warnen, wenn ich nicht nur zur Toilette gehe. Ich stelle manchmal Quatsch bei diesen Aktionen an.
 
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Larsson

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#90
Ich habe zwar keinen offiziellen Therapiehund, aber mein Hund ist Therapie für mich. Er lebt seit 2012 bei mir und kommt ursprünglich aus Spanien. Ich habe Depressionen und er hat mir zurück ins Leben geholfen.
Ich habe mit ihm zusammen auch Besuchshundedienst gemacht über die Malteser.
Und einem Hund, auch einem gebrauchten kann man so ziemlich alles beibringen, ich habe meinem z.B. beigebracht Geld zu suchen, nur so zum Spass. Oder er sucht mir eigentlich alles, was ich verloren habe, egal ob wirklich verloren oder nicht.
Psych. Erkrankungen zeigen viele verschiedene Probleme, ich glaube darauf lässt sich ein offizielker Therapiehund überhaupt nicht ausbilden. Diese Ausbildung musst du ihm selbst beibringen und auf deine Bedürfnisse abstimmen. Ein Blinder kann nicht sehen klar. Ein Depressiver hat aber nicht die gleiche Symptomatik wie ein anderer Depressiver. Einer kann nicht schlafen, ein anderer hat vermehrtes Schlafbedürfnis und viele Unterschiede mehr.
Was hindert dich daran, dir einen Hund zuzulegen und ihn auf deine Bedürfnisse auszubilden? Mit einem guten Trainer bin ich mir schon sehr sicher, dass dies für dich die bessere Lösung ist. Keiner kann dir den Hund so ausbilden wie du es brauchst, das musst du selbst machen.
 

Larsson

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#91
Ich habe heute auf der morgentlichen Hunderunde nachgedacht😀
Ich habe mit meinem Malteser Besuchshundedienst gemacht. Dafür wurde der Hund aber nicht explizit ausgebildet, nein. Er wurde an 5 Terminen, a 3Stunden, auf Herz nd Nieren geprüft, ob er sich eignet. Und zwar wie er sich in verschiedenen Alltagssituationen verhält, wie stressresistent er ist. Er wurde z.b. gestreichelt und urplötzlich weggestossen, er wurde angeschrien, Dinge flogen auf ihn, etc...
Wir haben Besuchsdienst in der Psychiatrie gemacht, war für mich naheliegend. Wir haben mit Patienten mit verschiedenen psychiatrischen Diagnosen gearbeitet und jeder Patient hat etwas völlig anderes vom Hund erwartet.
Ich schlage dir folgendes vor:
Suche dir einen Hundetrainer, dem du deine Situation erklärst und dann geht ihr mal gemeinsam ins Tierheim. Tierheime bieten eigentlich alle Gassigehzeiten mit den Hunden an. Gehe mit verschiedenen Hunden mal spazieren und schaut gemeinsam, ob es auf deine Bedürfnisse passen könnte.
 

Muzel

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Ich, als Privatmensch, weiß doch überhaupt nicht, ob sich mein gekaufter Hund für so eine spezielle Ausbildung eignet. Der Blindenhund wird von der KK angeschafft und ausgebildet von Leute die schon jahrelang mit der KK zusammenarbeiten. Dann kommt ja noch die Eingewöhnungszeit mit dem Blinden.
So einen Hund hätte ich gratis bekommen können. Der Hund ist zur KK von dem Blinden zurück gegeben worden. Mir war die Sache zu heikel. Ich wusste nicht, was da schief gelaufen ist.,
 

Larsson

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#93
Du weisst im Vorfeld nie, ob es passt, das weisst du auch bei einem ausgebildeten Therapiehund nicht. Deswegen mein Vorschlag mit einem Hundetrainer gemeinsame Besuche im Tierheim. Und die Entscheidung musst du ja nun nicht nach einem Besuch treffen. Solche Hunde kann man oft besuchen, mit Ihnen spazieren gehen, evtl. sogar ein Probewohnen mit dem Tierheim vereinbaren.
Und wie gesagt, eine "Ausbildung" für deine Bedürfnisse kann kein Fremder übernehmen, dass musst du dann schon selbst machen.
Ich bin z.B. mit meinem ins kalte Wasser gesprungen, würde ich jetzt mit meinem Wissen auch nicht mehr machen. Der Hund zog ein und es war mit Nichten so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich war zu Beginn nicht glücklich und der Hund war es auch nicht. Ich habe mir dann Hilfe geholt bei einer Trainerin. Der habe ich unsere Probleme erklärt und die hat gesagt "Das kriegen wir hin" und sie hatte recht. Ich musste lernen meinen Hund zu verstehen und lesen zu lernen, um ihm dann vermitteln zu können, was ich eigentlich von ihm will. Denn auch Erziehungsmethoden können von Hund zu Hund ganz unterschiedlich sein, was bei Hund A funktioniert, muss bei Hund B nicht ebenso funktionieren. Und wir sind zusammengewachsen und er ist das Beste, was mir je passiert ist.
Und nicht jeder Hund, der zum Blindenhund ausgebildet wurde, eignet sich als dieser. Meine Hundetrainerin hat auch Blindenhunde ausgebildet. Und gab es ebenso einen Rückläufer. Und der kam zurück, weil es mit dem Menschen zusammen nicht gepasst hat, ja das kommt halt vor. Bei einem anderen hat es sich dann erst im tatsächl. Blindenalltag herausgestellt, dass der Hund sich etwas anderes wünscht, nun lebt er als stinknormaler Familienhund, so what. Garantien gibt dir keiner, sang schon Marius Müller-Westernhagen.
Es gibt die Möglichkeit über ein Tierheim zu gehen, den Hund kennenzulernen, evt. Probewohnen, kommt aufs Tierheim an. Oder evtl. für eine Tierschutzorganisation einen Pflegehund mit Übernahmeoption.
Und ich an deiner Stelle, würde mir da von Beginn an einen Trainer mit ins Boot holen.
Die meisten Probleme mit Hunden treten auf, weil Mensch den Hund vermenschlicht, fängt schon damit an, dass Mensch denkt, er sehne sich nach Liebe. Hund sind aber Opportunisten, die sich sicher nicht nach Liebe sehnen. Bei denen steht an oberster Stelle das Fressen, keine Kuscheleinheiten. Und die meisten Probleme würden nicht entstehen, wenn Mensch sich damit beschäftigt, wie Hunde kommnizieren, dass eine Maßregelung nix mit Bissigkeit zu tun hat, gibt noch x andere Beispiele. Und Mensch sollte lernen seinen Hund zu lesen in seiner Körperhaltung und Ausstrahlung, dann klappt das auch mit dem Zusammenleben besser.
Und ich bleibe bei meiner Meinung, einen Hund kann man zum Blindenhund ausbilden, nicht aber zum Therapiehund für psychisch Erkrankte, da sind die Aufgaben so viel- und verschiedenfältig, da muss man im Vorfeld schauen, ob es mit Hund X passt und das kannst du nur selbst.
Eine Hundesteuerbefreiung, weil Hund für psychisch Kranke eine Hilfe ist, würde ich mir wünschen, hat aber nix mit Therapiehund zu tun. Und Therapiehunde, die in Einrichtungen gehen, das ist Arbeit für den Hund und das kann man nicht für 24h von ihm erwarten.
Es gibt für dich keinen Therapiehund. Es gibt hlchstens einen Hund, der stinknormal mit die zusammenlebt und dir behilflich ist in der ein oder anderen Situation.
Mir hat meiner geholfen, wieder das Haus zu verlassen und Menschen kennenzulernen und Freundschaften aufzubauen. Das hätte ihm aber keiner beibringen können.
Ich glaube du hast einfach eine falsche Vorstellung.
Was genau erwartest du von einem Hund?
 

Muzel

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#94
Die KK hat mich für sämtliche Zusatzkosten aufgrund meiner Erkrankung nach § 10 BVG und habe nach § 18 BVG einen kostenlosen Sachleistungsanspruch. Ich müsste also für den Hund überhaupt nichts bezahlen, wie ein Polizist, der einen Polizeihund ausbildet.
Mein letzter Hund, die Donna , hat der Züchter abgeben, weil er so gern und der Vorbesitzer ihn ankören (zur Zucht) wollte. Dies ist beiden nicht gelungen und deshalb habe ich den lieben Hund bekommen. Ich habe dann mit einem Hundetrainer gesprochen, weil ich der Meinung war, dass der Hund sehr gelehrig ist und die Prüfung schaffen könnte. Der Trainer meinte, dass der Hund die Prüfung nicht schaffen könnte.
 

Larsson

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#95
Das alles beantwortet nicht die Frage, was du von einem Hund erwartest. Und was hat dein letzter Hund damit zu tun. Und welche Prüfung hätte er nicht bestanden?
 

Katzenstube

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#96
Jedes Tier ist ein Lebewesen und individuell. Ich persönlich bin der Meinung das Hund Katze oder was auch immer auf einen Menschen reagieren kann. Ich selber trage maßgeblich dazu bei was und wie dieses Wesen reagieren kann und darf. Auch habe ich Einfluss auf seine Charakter Entwicklung. Ich kümmere mich um Streuner und weiß wovon ich rede. Ein Tier ist kein Computer dem das passende verhalten eingespeichert werden kann. Eigentlich kann ich den Erklärungen von Larsson nichts mehr beifügen und freue mich über dessen deutliche Erklärung. Ich habe große Probleme damit das einem Lebewesen in diesem Fall dem Hund die Verantwortung für das seelische Wohl eines Menschen übergeben werden soll.
Gruß von Katzenstube
 

Muzel

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#97
Mein letzter Hund war ein Schäferhund. Die Voraussetzung für die für die Zucht-Zulassung habe ich mal angehängt.
Der Hund hat die Verhaltensprüfung (Körung)) nicht bestanden.
https://www.vdh.de/tl_files/media/pdf/dl/Zucht-Ordnung mit DFB.pdf
Ein Hund merkt, wenn ein Besitzer schläft und dieser Hund sollte mich warnen, wenn ich schlafwandele. Vielleicht hilft er auch für die Bewältigung von Panikattacken.
 

Larsson

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#98
Und was haben Vorraussetzungen vom Zuchtvetband damit zu tun, ob dir ein Hund im Alltag hilft? Nix, völlig unrelevant.
Und dafür, dass der Hund dich weckt, wenn du aufstehst, dafür braucht es keinen Therapiehund. Im Prinzip könntest du dir da auch eine Infrarotschranke in die Türrahmung bauen, die lospiept bei Bewegung, kommt billiger als ein Therapiehund. Ich haue das jetzt halt mal so raus. Das Wecken kannste einem Hof- und Wiesenhund beibringen. Und damit, dass er dir bei Panikattacken hilft, dazu braucht es Vertrauen und dass kann man überhaupt nicht antrainieren. Das hat man in den Hund oder man hat es nicht, oder schafft es dies aufzubauen.
Der Thread ist von 2012, du hättest dir schon längst deinen Wunsch nach Hund erfüllen können. Anstatt auf etwas zu pochen, was letztlich dem Hund im Vorfeld nicht antrainiert hätte werden können, und dir wohl nicht zugesprochen wird von offizieller Seite, einem solchen Präzedensfalls werden die Türen wohl verschlossen bleiben.
 

Larsson

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#99
Und mal noch ein Beispiel. In meiner Hundeschule, in der ich war, war auch eine Blinde mit ihrem Haushund. Die Trainerin, die, wie bereits geschrieben auch Blindenhunde ausbildet, hat mir ihr zusammen ihren Haushund zum Blindenhund ausgebildet, genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten, da war der Hund bereits 4 Jahre in der Familie, denn als Familienhund wurde er angeschafft. Die Idee zum Blindenhund kam erst später dazu.
 

Muzel

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Hallo Larsson, war dieser Hund über den du sprichst ein Blindenführhund oder ein Blindenbegleithund? Der Blindenbegleithund wird nicht von der KK übernommen.
Das Alarmgerät würde mir gar nicht helfen. Ich habe mir die Knochen gebrochen schon beim Aufstehen aus dem Bett. Wie soll denn ein Sensor feststellen, ob ich wach bin oder nicht? Das merkt doch kein Mensch. Ich stehe nachts ganz häufig auf. Mein Sohn bemerkt mich manchmal bei meinen nächtlichen Wanderungen und weiß nicht, ob ich wach bin oder nicht. Ich spreche auch im wachend oder schlafend mit ihm.
 
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