Ich habe eine Sanktionsamdrohung erhalten für die Nichtwahrnehmung eines Termins, von dem ich gerade erst erfahren habe. Was kann ich tun?

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Hallo,

Ich checke meinen Briefkasten mittlerweile regelmäßig, sodass es nicht an meinem Versäumnis liegen kann.

Ich bekam vor 2 Tagen ein Schreiben vom JC, dass ein persönlicher Termin angestanden hätte. Der zweite Brief, den ich dabei herausgefischt habe, war eine Sanktionsankündigung des Jobcenters. Offenbar beabsichtigt man mir die Leistungen zu kürzen, da ich den besagten Termin nicht wahrgenommen haben soll.

Nur wusste ich nichts von diesen Termin, ich bekam die Vorladung wohl zu spät.

Das einzige, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich die letzten 2 Wochen immer wieder mal einen Anruf vom Jobcenter bekam, diese aber nicht angenommen habe. Ich bin eher an einer schriftlichen Kommunikation interessiert. Die Löschung meiner Nummer habe ich in Erwägung gezogen aber den Antrag noch nicht losgeschickt.

Ach ja, von meinem Hausarzt werde ich seit vielen Monaten permanent krankgeschrieben. Mir geht's nicht gut und das Betreten eines Jobcenters sowie die Telephonie mit einem Mitarbeiter dieser Einrichtung tut meiner Seele nicht gut.

Wie agiere ich jetzt am besten?
 

LeopoldVonSchleck

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Hi :)

Du hast also zwei verschiedene Briefe erhalten? Ein Hinweis, in dem dir gesagt wird, dass du einen Termin verpasst hast? Oder war das die Zwangseinladung an sich?

Der zweite Brief war vermutlich eine Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion, eine Sanktionsankündigung gibt es nicht.

Die Zwangseinladung und gleichzeitig die Sanktionsanhörung waren am selben Tag im Briefkasten?

Damit dir geholfen werden kann, solltest du die Schriftstücke hier hochladen. Vor allem das jeweilige Datum sollte ersichtlich sein, also wann die Schreiben jeweils erstellt wurden.

Was bedeutet, der Arzt schreibt dich "permanent" krank? Bist du seit Monaten durchgängig AU? Dann wäre mein Rat, auf die Anhörung in der Form zu reagieren, dass du aufgrund dauerhafter AUB der Behörde nicht zur Verfügung stehst. Bist du (dauerhaft) AUB, so musst du keine Meldetermine wahrnehmen. Es kann jedoch passieren, dass dann der ÄD auf den Plan gerufen wird, um deine Vermittlungsfähigkeit zu überprüfen. Insbesondere, wenn du immer zum Termin zufällig krank bist.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass du nie eine Zwangseinladung erhalten hast, die Behörde muss beweisen, dass dich die Post erreicht hat.

Das sind jetzt aber erstmal unverbindliche Tipps, da der genaue Inhalt der Schreiben nicht bekannt ist. Wie gesagt, lade die Sachen mal hoch, damit man dir maßgeschneiderte Hilfe zukommen lassen kann.

Nun erstmal gute Nacht
 
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ExUser 55905

Gast
Hallo,

Ich checke meinen Briefkasten mittlerweile regelmäßig, sodass es nicht an meinem Versäumnis liegen kann.

Ich bekam vor 2 Tagen ein Schreiben vom JC, dass ein persönlicher Termin angestanden hätte. Der zweite Brief, den ich dabei herausgefischt habe, war eine Sanktionsankündigung des Jobcenters. Offenbar beabsichtigt man mir die Leistungen zu kürzen, da ich den besagten Termin nicht wahrgenommen haben soll.
Liefere uns doch mal bitte ein paar Daten zur Ladung:

- Datum im Anschreiben selber
- Datum auf dem Briefumschlag
- Datum der Zustellung
- Datum des Meldetermins.

Dann kann man weiterschauen.
 

xj3Qr1nL7ys

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Ein schriftlicher Verwaltungsakt, der im Inland durch die Post übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Aufgabe zur Post als bekannt gegeben. Ein Verwaltungsakt, der im Inland oder Ausland elektronisch übermittelt wird, gilt am dritten Tag nach der Absendung als bekannt gegeben. Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist; im Zweifel hat die Behörde den Zugang des Verwaltungsaktes und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_10/__37.html

Dies ist für dein Problem das zuständige Gesetz. Und es ist auf deiner Seite.

Edith: Hervorhebungen durch mich.
 
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