Ich habe eine kleine Eigentumswohnung und sollte ich mal in den ALG II Bezug kommen, muß ich dann meine Wohnung verkaufen und noch weitere Fragen, wer kann mir einen Hinweis geben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

smaddl

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
28 November 2019
Beiträge
6
Bewertungen
1
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe mir eine kleine Eigentumswohnung gekauft (42m²). Diese gehört auch schon komplett mir, darauf liegt kein Bankdarlehen mehr.

Nun meine Frage: Wenn ich nun meinen Job irgendwann verlieren sollte und nach H4 "abrutschen" sollte, muss ich diese Wohnung dann verkaufen? SIe ist mit 42m² angemessen, das habe ich schon geschaut, also sie ist nicht "zu groß" für mich alleine.

Und wie ist das eigentlich mit H4, kann das Jobcenter mich zwingen einen Job weit weit weg von meinem Wohnort anzunehmen oder muss das irgendwie vernünftig erreichbar sein?

Ich sage jetzt schonmal danke für eure Eindrücke und Beiträge.

viele Grüße
smaddl
 

samuraji

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Februar 2013
Beiträge
709
Bewertungen
766
Es gibt keine Begrenzung über eine Entfernung, also bundesweite Vermittlung, bei der Arbeitsaufnahme. Einschränkungen gibt es dahingehend nur in Einzelfällen, die dann aufgeführt werden sollten.

Die Wohnung an sich sollte von den m² angemessen sein, ebenso angemessen bei den Nebenkosten. Evtl. wäre auch ein Wert der Eigentumswohnung interessant.
 

smaddl

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
28 November 2019
Beiträge
6
Bewertungen
1
Aber das Amt kann mir die Leistungen "nur" um 30% kürzen, wenn ich mich weigere als Berliner nach Freiburg zu ziehen, oder?
 

heutehier

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juli 2012
Beiträge
899
Bewertungen
205
Die Wohnung ist geschütztes Vermögen, da bei 42 qm von einer angemessenen Wohnung ausgegangen werden kann.

Bundesweiter Vermittlung? Nein. Die Pendelzeiten müssen zumutbar sein. Steht in § 140 SGB III (?). Ich meine es sind 2,5 Stunden täglich bei einer Arbeitszeit über 6 Stunden (aber nagle mich nicht drauf fest)
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Aber das Amt kann mir die Leistungen "nur" um 30% kürzen, wenn ich mich weigere als Berliner nach Freiburg zu ziehen, oder?
nein, deswegen gibt es keine Kürzung
 
Zuletzt bearbeitet:

samuraji

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Februar 2013
Beiträge
709
Bewertungen
766
Bundesweiter Vermittlung? Nein. Die Pendelzeiten müssen zumutbar sein.
Dann doch bitte mehr Infos, die Zumutbarkeit endet eben NICHT an der Pendelzeit.

(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einer arbeitslosen Person zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass sie innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
nein, deswegen gibt es keine Kürzung
Das würde ich so pauschal nicht behaupten.
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.334
Bewertungen
15.868
Guten Tag smaddl und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.
Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz bzw. vollständig formulierte Frage vermitteln dem Thema mehr Aufmerksamkeit und klingt als Überschrift auch freundlicher - soviel Zeit sollte also übrig sein.

Ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder"Eigen genutzte Immobilie - Verlust bei H4 bezug?"
sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Im Editor der Überschrift findest du zudem auch den Hinweis:

Themen-Überschrift, bitte den Themeninhalt (nicht zu) kurz beschreiben ...

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
20.810
Bewertungen
21.163
Da muss man aber schon einen exotischen Beruf haben, damit das JC einen zum Umzug zwingen kann. Im Normalfall finden Arbeitgeber ausreichend Personal vor Ort.
 

Samsara

Elo-User*in
Mitglied seit
18 Mai 2010
Beiträge
208
Bewertungen
226
Eine Eigentumswohnung darf für eine oder zwei Person/en bis zu 80 m² groß sein.
Das ist anders und mehr, als bei Mietwohnungen. Mit Deinen 42 m² hast Du keine Probleme.

Die Ausstattung und Bauart Deiner Eigentumswohnung spieIt im ALG II - Bezug keine Rolle: lediglich die Größe.

Mir wurde beim ALG II - Antrag auch ein Formular vorgelegt, bei dem jede Menge Fragen zum Wohneigentum gestellt wurden: "Wie alt ist Ihre Heizung? Was für eine Heizung haben Sie? Hat Ihr Haus einen Aufzug? Haben Sie eine Badewanne oder eine Dusche? Wie viele Steckdosen hat Ihre Wohnung? Gibt es einen Aufzug? Gibt es eine Gegensprechanlage?" Ich habe diesen Fragebogen nicht ausgefüllt und lediglich geschrieben, dass diese Fragen irrelevant sind, weil die Wohnung hinsichtlich ihrer Größe alle Anforderungen des SGB II erfüllt. Dann war Ruhe.

Der Standard von Wohneigentum, ob es zu "luxuriös" sein könnte, wird erst im SGB XII - Bezug geprüft.
Also im ALG II-Bezug ist für Dich alles ok!

Offen gestanden:
Wenn ich meinen idealen Traumjob finden würde, und ihn bis zum Ende meiner beruflichen Lebenszeit behalten und ausbauen könnte, wäre ein Umzug denkbar. Aber für die kurzfristigen Arbeitsverträge und für prekäre Beschäftigung ist ein Umzug ein NoGo. Hab da schon zu viel erlebt!

Ein Kollege hatte ein Haus für sich, seine Frau und die Kinder gebaut. Nach zehn Jahren Betriebszugehörigkeit hat seine Firma ihre Geschäftstätigkeit eingestellt, und er hat seinen gut bezahlten Job verloren. Nach langem Suchen hat er einen neuen Job in der selben Branche in München gefunden, hat das Haus verkauft und ist umgezogen. Ein halbes Jahr später hat sein neuer Arbeitgeber doch tatsächlich seine alte Firma aufgekauft und entschieden, dass die Firmenzentral von München dorthin verlegt wird, wo mein Kollege gerade sein Haus verkauft hatte. Den Mitarbeitern wurde freigestellt, entweder mit umzusiedeln oder aber zu kündigen. Dumm gelaufen!

Außerdem wer sagt Dir denn, ob Du Deine jetzige Eigentumswohnung (z.B. in einer Kleinstadt) so teuer verkaufen kannst, dass Du an einem anderen Ort (Berlin, Stuttgart, München, etc.) für diesen Preis eine neue erwerben kannst?
 

smaddl

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
28 November 2019
Beiträge
6
Bewertungen
1
Eine Eigentumswohnung darf für eine oder zwei Person/en bis zu 80 m² groß sein.
Das ist anders und mehr, als bei Mietwohnungen. Mit Deinen 42 m² hast Du keine Probleme.

Die Ausstattung und Bauart Deiner Eigentumswohnung spieIt im ALG II - Bezug keine Rolle: lediglich die Größe.

Mir wurde beim ALG II - Antrag auch ein Formular vorgelegt, bei dem jede Menge Fragen zum Wohneigentum gestellt wurden: "Wie alt ist Ihre Heizung? Was für eine Heizung haben Sie? Hat Ihr Haus einen Aufzug? Haben Sie eine Badewanne oder eine Dusche? Wie viele Steckdosen hat Ihre Wohnung? Gibt es einen Aufzug? Gibt es eine Gegensprechanlage?" Ich habe diesen Fragebogen nicht ausgefüllt und lediglich geschrieben, dass diese Fragen irrelevant sind, weil die Wohnung hinsichtlich ihrer Größe alle Anforderungen des SGB II erfüllt. Dann war Ruhe.

Der Standard von Wohneigentum, ob es zu "luxuriös" sein könnte, wird erst im SGB XII - Bezug geprüft.
Also im ALG II-Bezug ist für Dich alles ok!

Offen gestanden:
Wenn ich meinen idealen Traumjob finden würde, und ihn bis zum Ende meiner beruflichen Lebenszeit behalten und ausbauen könnte, wäre ein Umzug denkbar. Aber für die kurzfristigen Arbeitsverträge und für prekäre Beschäftigung ist ein Umzug ein NoGo. Hab da schon zu viel erlebt!

Ein Kollege hatte ein Haus für sich, seine Frau und die Kinder gebaut. Nach zehn Jahren Betriebszugehörigkeit hat seine Firma ihre Geschäftstätigkeit eingestellt, und er hat seinen gut bezahlten Job verloren. Nach langem Suchen hat er einen neuen Job in der selben Branche in München gefunden, hat das Haus verkauft und ist umgezogen. Ein halbes Jahr später hat sein neuer Arbeitgeber doch tatsächlich seine alte Firma aufgekauft und entschieden, dass die Firmenzentral von München dorthin verlegt wird, wo mein Kollege gerade sein Haus verkauft hatte. Den Mitarbeitern wurde freigestellt, entweder mit umzusiedeln oder aber zu kündigen. Dumm gelaufen!

Außerdem wer sagt Dir denn, ob Du Deine jetzige Eigentumswohnung (z.B. in einer Kleinstadt) so teuer verkaufen kannst, dass Du an einem anderen Ort (Berlin, Stuttgart, München, etc.) für diesen Preis eine neue erwerben kannst?

Sehr interessant, danke. Das mit den Fragen zur Wohnung ist ja wirklich irrelevant denke ich. Falls ich mal in die Lage kommen sollte, und ALG2 beziehen müsste, wäre das Amt definitiv billiger dran, mich in meiner eigenen Wohnung zu lassen, anstatt mir Miete und Nebenkosten einer anderen Wohnung zu bezahlen. Das Wohngeld beträgt 160€ im Monat (Miete entfällt ja).

Für eine gute Stelle würde ich natürlich auch in erwägung ziehen umzuziehen und die Wohnung z.B. zu vermieten, das ist kein Thema. Nur würde ich nicht - wie du ja auch schon gesagt hast - für irgendeine Leihbude oder anderen Käse quer durch die Republik ziehen. Das auf keinen Fall. Ich wundere mich blos, was das Amt dann machen will? Ein anderer hier hat ja geschrieben, das man für die Weigerung zum Umzug nicht sanktioniert wird, ein anderer sagt es wieder anders. Man weiß nicht woran man ist.

Ich habe einen Bekannten, der wohnt im Ruhrgebiet, der meinte das Amt will nur, das er sich im "pendelbaren" Umland befindet. Ich wohne aber in einer Kleinstadt mit nur durchschnittlicher Infrastruktur. Wahrscheinlich kann einem das niemand so ganz genau sagen, liegt wahrscheinlich am Ende im Ermessen des Sachbearbeiters.
 

Samsara

Elo-User*in
Mitglied seit
18 Mai 2010
Beiträge
208
Bewertungen
226
Man weiß nicht woran man ist.

Ich habe einen Bekannten, der wohnt im Ruhrgebiet, der meinte das Amt will nur, das er sich im "pendelbaren" Umland befindet. Ich wohne aber in einer Kleinstadt mit nur durchschnittlicher Infrastruktur. Wahrscheinlich kann einem das niemand so ganz genau sagen, liegt wahrscheinlich am Ende im Ermessen des Sachbearbeiters.
Ja, das ist hier bei uns auch so. Kenne viele Betroffene, die auch vom JC in ihrem Radius sehr eingegrenzt werden, obwohl doch Mobilität und Flexibilität gefragt sind, eigentlich. Ich könnte mir vorstellen, dass das etwas mit den Vermittlungserfolgen zu tun hat, die sich Fallmanager an das Revers heften können. Wenn es ein Arbeitsplatz vor Ort ist oder in der Region, fällt es leichter zu glauben, dass die Fallmanager es waren, deren Bemühungen zum Erfolg geführt haben, als bei einem Arbeitsplatz der weit entfernt ist.

Und, ansonsten: ja es sind alles oft nicht nachvollziehbare Ermessensentscheidungen, böse Zungen könnten es auch als "Behördenwillkür" bezeichnen.
 

JobcenterAffe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mai 2017
Beiträge
500
Bewertungen
516
Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einer arbeitslosen Person zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass sie innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
Und aus welcher Richtlinie der Arbeitagentur stammt dieses Zitat?
 

samuraji

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Februar 2013
Beiträge
709
Bewertungen
766
Und aus welcher Richtlinie der Arbeitagentur stammt dieses Zitat?


§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen

Wem der Link missfällt:


§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen
(1) Einer arbeitslosen Person sind alle ihrer Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.
(2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt.
(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einer arbeitslosen Person zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass sie innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die sie oder er bisher ausgeübt hat.
 

Realo

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Oktober 2012
Beiträge
566
Bewertungen
275
Ich selbst war vor etwa zwei Jahren für etwa zwei Monate im ALG II Bezug... Ich besitze eine 85 Quadratmeter Wohnung... Das war nie ein Thema..zum einen da ich einen schwerbehindertenausweis habe und damit einen mehrbedarf hätte und zum anderen da ich einen Sohn habe der regelmäßig bei mir ist. Wegen der Wohnung musst du dir sicherlich keinen Kopf machen. Das gehört zum geschützten Vermögen.
 
Oben Unten