Ich habe eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Welche Möglichkeiten habe ich jetzt noch?

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neueruser

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Ich habe eine Einladung per E-Mail erhalten, dass ich nächste Woche ein persönliches VG habe. Die Bewerbung habe ich allerdings
ohne Foto und Nummer gestaltet und wurde jetzt trotzdem eingeladen (nein, keine ZAF) Da das Unternehmen aber etwas weiter (ca. 30km) weg
ist und ich ich die Stelle total unpassend finde, möchte ich nun Wissen, was ich noch tun kann? Außerdem hatte ich an dem Tag
bereits einen wichtigen Termin, den ich jetzt wohl wieder mal verschieben muss. Der VV von der Arbeitsagentur hatte eine RfB, also kann ich fast nichts mehr dagegen unternehmen, oder? Habt ihr noch ein paar Tipps wie ich jetzt am besten vorgehen sollte, damit ich die Stelle noch abwehren kann? Habe alternativ besseres in Aussicht, möchte aber auch nicht durch unpassendes Verhalten eine Sperrzeit meines ALG 1 kassieren. Der Arbeitgeber meinte im Schreiben, dass ich ihm den Termin bestätigen soll und dass keine Fahrkosten erstattet werden.
Danke schon mal im voraus.
 
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Gretta

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Da der Arbeitegber die Fahrtkosten ausgeschlossen hat bitte diese (formlos) vorab beim Arbeitsamt beantragen.
Dem Arbeitgeber um Verschiebung bitten bis die Reisekostenfrage geklärt ist.
Beides schriftlich nachweisbar (onlinefax).

Selbst wenn VV mit RFB vorliegt kann die Stelle noch unzumutbar sein. Informiere Dich über den § 140 SGB III.
(wichtigste Kriterien sind das Gehalt im Vergleich zum ALG 1 und der Arbeitsweg. )
 

neueruser

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Wie soll ich das denn für meinen SB und den AG formulieren? Der Termin wäre schon Mitte nächster Woche.
Außerdem sind jetzt 2 Feiertage dazwischen. Wenn man den AG um Verschiebung wegen der Fahrkosten
bitte bin ich doch eh raus, oder? Und dann wäre eine Sperre ja angebracht?
 
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Gretta

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Wie soll ich das denn für meinen SB und den AG formulieren? Der Termin wäre schon Mitte nächster Woche.
Dann schnell den Antrag an das Arbeitsamt per Webfax raus.
Dem Arbeitgeber erst am Tag vorher um Verschiebung bitten da Du erst die Zusage der Reisekosten benötigst. Immerhin kann ja das Arbeitsamt sehr schnell die Mittel zusagen. Da der Arbeitgeber selbst diese Mittel nicht zahlen will wird er Verständnis haben.

Warum sollte dies eine Sperre zur Folge haben?
 

Gretta

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Dann schreibe dem Arbeitgeber das Du Fahrtkosten beim Arbeitsamt beantragst hast und bittest bis zur Entscheidung darüber um Geduld und Verschiebung des Termins. .
 

neueruser

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Ich wäre trotzdem dankbar, wenn ihr mir noch ein paar Tipps geben könntet, wie ich ohne Sperrzeit noch aus der Nummer raus komme. Finde den Job absolut unpassend und habe außerdem noch einige andere Jobs auf die ich mich selbst beworben habe offen. Der AG braucht aber anscheinend sehr dringend jemanden, da er mich trotz der eher negativen Bewerbung zum Gespräch einlädt. Ist es zu empfehlen, dem AG die Wahrheit zu sagen? Bin mir da nur absolut unsicher wegen dem Rückfragebogen der Arbeitsagentur wegen der RfB.
 
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JobcenterAffe

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Finde in dem Fall auch die "Notbremse" Krankschreibung als angebracht. - Kann man sich momentan nicht per Telefon krankschreiben lassen? Dann wäre das ja besonders einfach.

Falls nicht dieser Weg beschritten werden will, dann halt den "Fahrtkostentango" tanzen. - Sprich: Arbeitgeber schriftlich absagen. Am besten per Brief, den du erst am Dienstag morgen einwirfst. Wenn der zu spät ankommt, kannst du ja nichts dafür. Wie gesagt dann um Terminverschiebung wegen der beantragten Fahrtkostenerstattung beim der AA bitten ("Zusage muß erst noch abgewartet werden"). Und dann nicht mehr anschreiben, wenn die Zusage da ist. Wenn er sich nicht mehr meldet, umso besser. Falls die AA dann nachfragt wegen der Fahrtkostenzusage (machen sie kaum), dann einfach sagen "daß AG keinen neuen Termin mehr nannte", also kein Interesse mehr bestand. - Aber die ganze Geschichte wird dann wohl eher im Sande verlaufen.

Wenn ein AG schon 'mal von vornherein die Fahrtkosten ausschließt, ist er kein guter. Meine Meinung.
 
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Beebug

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Je nachdem was dies für ein Wichtiger Termin ist, sollte man diesen nicht verschieben und sich eine Bescheinigung dort geben lassen. Kann man der AfA oder dem JC dann anstandslos vorzeigen und das Vorstellungsgespräch verschieben.
würde ich offen gestanden so machen. Wenn sie dich dann nicht mehr einladen, ist es nicht dein Fehler - gerade wenn du dich offen für einen neuen Termin zeigst.
 

neueruser

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Ein paar Stunden nachdem ich die Einladung bekommen habe, hab ich dem Arbeitgeber zurückgeschrieben, dass ich um eine Verschiebung und Geduld bitte und parallel bei der AA die Fahrtkosten beantragt. Bis jetzt kam noch keine Antwort zurück vom AG. Morgen soll aber das Gespräch schon sein.
 
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Kitty123

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Fahrtkostentango in der ersten Instanz ist ein bewährtes Instrument.
In der zweiten Instanz kann eine AU gegeben sein.
Zu einer dritten Instanz wird es im Regelfall nicht mehr kommen ( dies ist keine verbindliche Rechtsberatung).
 

neueruser

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Wie soll ich denn den AG per Fax kontaktieren? Hab ja keine Faxnummer sondern nur eine E-Mail.
 
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JobcenterAffe

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Mails sind nicht gerichtsfest und können abgeändert werden.
Wie soll ich denn den AG per Fax kontaktieren? Hab ja keine Faxnummer sondern nur eine E-Mail.
Meiner Meinung nach genügt eine Kommunikation bei Bewerbungen über die normale Post (also kein Einschreiben sowieso, und auch nicht per FAX). Zumal wenn man auf die Stelle ohnehin nicht scharf ist. Schließlich hat man es nicht mit einem Amt oder einer Behörde zu tun, sondern nur mit einem privaten Arbeitgeber.

Es muß im Bewerbungsverlauf die Kommunikation auch nicht nachweisbar sein. Der AG kann im Gegenzug ja auch nichts nachweisen (egal ob per eMail, Telefon oder Brief). Alles andere wäre auch viel zu teuer und würde nur mißtrauen erwecken (Bewerbung per Einschreiben - sowas machten manche ja auch schon).

Meine wohl mehr als 100 Bewerbungen im Lauf der Jahre habe ich auch nie per FAX verschickt oder darüber kommuniziert. Wenn ich die Stelle nicht wollte, dann eben nur per Schneckenpost, ohne Tel + eMail in den Bewerbungsschreiben.

Im Zweifelsfall war die Post zu langsam (gab 'mal die "T+1"-Zusage der Post), sodaß der AG die Absage nicht rechtzeitig erhalten hat. Dafür kann man ja nichts.

Ein AG wartet ohnehin nicht explizit auf jemanden, wenn er jemanden zum Bewerbungsgespräch eingeladen hat. Kommt derjenige nicht, macht er spätestens nach 10 Minuten halt irgendwas anderes. Außerdem ist das alles nicht das Problem des Bewerbers.

Was mache ich, wenn der AG nicht auf meine bitte um Verschiebung eingeht? Muss ich dann trotzdem da antanzen?
Er muß darauf eingehen. Schließlich ist so eine Einladung keine Vorladung vor Gericht oder ein sanktionsbewehrter "Gesprächstermin" beim Jobcenter. Er ist mehr oder weniger nur eine Privatperson und kann dir nicht vorschreiben, wann du zu einem VG zu kommen hast. Bist du verhindert, hast du auf jeden Fall das Recht, abzusagen und um Terminverschiebung zu bitten.
 
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Kitty123

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Meiner Meinung nach genügt eine Kommunikation bei Bewerbungen über die normale Post (also kein Einschreiben sowieso, und auch nicht per FAX). Zumal wenn man auf die Stelle ohnehin nicht scharf ist. Schließlich hat man es nicht mit einem Amt oder einer Behörde zu tun, sondern nur mit einem privaten Arbeitgeber.
Das sehe ich auch so. Falls es zu weiteren Instanzen kommen sollte allerdings, ist Beweiskraft angezeigt.
 

neueruser

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Und deshalb geht jetzt das Schreiben nochmal per Brief an den AG um auf Nummer sicher zu gehen. Waren ja eh Feiertage dazwischen. Ist ja nicht mein Problem, wenn es morgen nicht bei denen ankommt.
 
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