Ich habe eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, jedoch liegt die letzte (Zwangs)bewerbung an diese ZAF bereits 3 Monate zurück. Wie soll ich vorgehen?

Dante84

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Halli Hallo liebes Forum,

heute Morgen fand ich einen Brief einer bestimmten Zeitarbeitsfirma in meinem Briefkasten. Darin werde ich für nächste Woche zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die letzte Zwangsbewerbung wegen eines VV liegt bereits mehr als 3 Monate zurück (Mitte Juni). Damals hatte ich Briefverkehr mit der ZAF. Sie bedauerten, dass ich keine Telefonnummer angegeben hatte und fragten, ob ich mich melden könne. Daraufhin schrieb ich lediglich, dass ich kein Telefon besitze. Anschließend kam auch nichts mehr von ihnen. Jetzt 3 Monate später bekomme ich besagte Einladung mit dem Einleitungssatz "aufgrund Ihrer Bewerbung sind wir auf Ihr interessantes Bewerberprofil aufmerksam geworden und möchten sie einladen ..."

Nun frage ich mich, sollte ich darauf reagieren? Und wenn ja, wie? In der Jobbörse (ich weiß, sollte man sich nicht einloggen) wird die Stelle schon monatelang als geschlossen angezeigt. Außerdem befand ich mich ja bereits im Bewerbungsprozess mit denen. Dazu stellt sich mir die Frage, wie lange haben Firmen denn Zeit, eine Antwort zu formulieren oder den Verpetzzettel ans JC zurückzuschicken? Wenn es sich um einen einfachen Werbebrief handelt, ist es mir recht, spar ich mir schon das Klopapier. Aber wenn sie sich auf eine von mir geschriebene Bewerbung beziehen, denkt ihr, dass das Nicht erscheinen zum Gespräch angekreidet werden könnte?
 
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FriedrichShulze

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Von der Firma direkt? Muß man sich denn nicht nur auf diese Vorschläge vom Arbeitsamt oder Jobcenter mit RFB bewerben?
 

Dante84

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Von der Firma direkt? Muß man sich denn nicht nur auf diese Vorschläge vom Arbeitsamt oder Jobcenter mit RFB bewerben?
Nein, mit der Firma meine ich die Zeitarbeitsfirma. Und genau auf einen solchen VV mit RFB hatte ich mich ja beworben ... vor 3 Monaten. Doch laut Jobbörse ist die Stelle schon lange geschlossen, außerdem hatte ich wie bereits beschrieben habe Briefkontakt mit denen wegen eben jener Bewerbung, doch ohne Ergebnis.
 
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FriedrichShulze

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@Dante84
Wenn es einen VV mit RFB gibt dann solltest Du, wenn es keine anderen Gründe gibt, den Termin wegen dieser Stelle wahrnehmen.
Dann scheint die Börse nicht aktuell oder ungepfegt zu sein. Die Firma wird ja bessser wissen was sie anzubieten hat ?
 
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abcabc

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Wenn es nicht zu oft vorkommt, kann der Brief auch einfach nie bei dir angekommen sein... ;)

Vermutlich hat die ZAF jetzt einen anderen Kunden, der Sklaven sucht, die deinem Profil entsprechen.
 

Dante84

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Wenn es nicht zu oft vorkommt, kann der Brief auch einfach nie bei dir angekommen sein... ;)
Werde wohl genau das machen, falls ich eine Sanktionsanhörung bekomme.

Was ich noch dazu sagen muss, es kamen bereits (schon letztes Jahr und Anfang diesen Jahres) Werbebriefchen von dieser ZAF, die ich allesamt komplett ignoriert habe, und es geschah weiter nichts. Allerdings gab es da weder davor noch danach einen VV für eine Stelle bei denen. Zudem ist der neuste Brief von denen von jemand anderem unterschrieben, als die ganzen Briefe zuvor. Könnte wohl auch sein, dass sie das Profil in der Jobbörse gesehen und mir einfach einen schmierigen Werbezettel geschickt haben.
 

Zeitkind

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Wenn es einen VV mit RFB gibt dann solltest Du, wenn es keine anderen Gründe gibt, den Termin wegen dieser Stelle wahrnehmen.

Wo schreibt der TE, daß er zu dieser Stelle einen aktuellen VV erhalten hat?

Muß man sich denn nicht nur auf diese Vorschläge vom Arbeitsamt oder Jobcenter mit RFB bewerben?

Deine Intention war garnicht so verkehrt.
Daß gerade Zeitarbeitsfirmen gerne mit Fangeisen um sich werfen, sollte bekannt sein.

Die letzte Zwangsbewerbung wegen eines VV liegt bereits mehr als 3 Monate zurück

Wurde bei dem Vorgang für die Aufnahme in den Bewerberpool geworben und wenn ja, hattest Du dieser zugestimmt?

Bewerberdatenbanken nur mit Einwilligung zulässig

Die Verarbeitung von Daten, die für die Begründung des Beschäftigungsverhältnisses erforderlich und somit zulässig sind (§ 26 Abs. 1 BDSG-neu).
Dürfen personenbezogene Bewerber-Daten in einen Bewerberpool aufgenommen werden?
Unternehmen möchten bei einer passenden Anfrage die Bewerber bei Bedarf wieder kontaktieren können.
Eine solche Speicherung ist zumindest auf der Grundlage von § 26 Abs. 1 BDSG-neu nicht zulässig,
da die Begründung des Beschäftigungsverhältnisses auf die Bewerbung hin nicht stattgefunden hat.
Die entsprechenden Daten wären somit grundsätzlich nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens zu löschen.
Quelle: https://datenschutzbeauftragter-dsgvo.com/dsgvo-was-eine-zeitarbeitsfirma-jetzt-beachten-muss/
 

Dante84

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Dann scheint die Börse nicht aktuell oder ungepfegt zu sein. Die Firma wird ja bessser wissen was sie anzubieten hat ?
In der aktuellen Einladung wird weder auf diese Stelle noch auf eine andere hingedeutet. Die Formulierung ist derart verallgemeinert, dass man nicht genau sagen kann, ob sie sich auf meine Bewerbung von vor 3 Jahren beziehen (damals hatte ich ja schon Kontakt mit denen, und irgendwann endete die nette Brieffreundschaft seitens der ZAF) oder ob es sich dabei um einen weiteren Werbebrief handelt.
 

FriedrichShulze

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wenn ich es mißverstanden habe und es keinen VV mit RFB passend zu dem aktuellen Brief gibt kann man ihn getrost ignorieren
 

abcabc

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Wart mal ab, sobald der nächste Werbebrief kommt, verlangst du mal eine vollständige Selbstauskunft gemäß DSGVO, inkl. Angabe woher die Daten kommen, welche Daten gespeichert wurden und an wen die weitergegeben wurden. Außerdem bittest du um die Kopie einer von dir unterschriebenen Erlaubnis, dass man dir Werbung schicken darf. Schriftlich und nachweisbar mit Fristsetzung von 4 Wochen. Bekommst du die Auskünfte nicht, darf der Landesdatenschutzbeauftragte bei der ZAF mal feucht durchwischen. ;)
 

Dante84

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Wurde bei dem Vorgang für die Aufnahme in den Bewerberpool geworben und wenn ja, hattest Du dieser zugestimmt?
Nein. Man bedauerte nur, dass ich keine Telefonnummer angegeben hatte und bat mich, mich bei ihnen (am besten telefonisch) zu melden. Daraufhin schrieb ich einen Brief und schrieb darin, dass ich keine Nummer/kein Telefon besitze. Daraufhin herrschte Funkstille, und auch vom JC gab es nichts.
 

Dante84

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@abcabc @Zeitkind an eine Selbstauskunft und eine Aufforderung zur Datenlöschung habe ich auch schon gedacht. Falls ich in einigen Wochen nichts vom JC bezüglich dieser Sache erhalte, werde ich wohl genau das tun. Das dürfte jetzt der dritte Werbebrief (wenn es einer ist) von denen sein, seit meiner Zeit im Bezug (die Antwort auf meine Zwangsbewerbung nicht miteingeschlossen).

wenn ich es mißverstanden habe und es keinen VV mit RFB passend zu dem aktuellen Brief gibt kann man ihn getrost ignorieren
Genau, es gibt keinen aktuellen VV mit RFB. Der "neueste" ist von Anfang Juni, woraufhin ich mich ja auch beworben und eine Antwort erhalten habe, die aber ins Nichts ging.
 

Zeitkind

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Falls ich in einigen Wochen nichts vom JC bezüglich dieser Sache erhalte, werde ich wohl genau das tun.
Bis dahin hat Du noch mehr Werbung im Kasten. Warum also warten?
Datenschutz gilt übrigens unabhängig der Arbeitsvermittlung.
Unaufgeforderte Einladungen zählen zur Kaltaquise.
 

Dante84

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@Zeitkind Ja, wieso eigentlich warten? Du hast recht. Ich werde mich zeitnah darum kümmern. Zuerst die Aufforderung zur Löschung meiner Daten, und anschließend die Unterlassungsaufforderung. Könnte man beides eigentlich in den selben Umschlag packen?
 

Zeitkind

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Könnte man beides eigentlich in den selben Umschlag packen?
Die Unterlassungsaufforderung natürlich erst abschicken,
wenn trotz Aufforderung (im ersten Schreiben) die Werbung nicht aufhört.
Du kannst aber schon im ersten Schreiben hinzufügen, daß Du keine unaufgeforderte Werbung wünschst. :icon_wink:
 

Dante84

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Herzlichen Dank.

Vielleicht mal eine allgemeine Überlegung zu dem Thema.

-VV mit RFB vom JC
-Bewerbung auf jene Stelle erfolgt
-Antwort der Firma, ähnlich wie bei mir (Briefverkehr) oder Anrufe (nicht mit mir), jedoch verläuft die Sache im Sande (keine eindeutige Absage Seitens der Firma).

-nun folgt eine Einladung zum VG bezogen auf diese Bewerbung, auch wenn sie bereits Monate her ist.

Eine fiese ZAF könnte doch dann einfach niemals eine direkte Absage erteilen und den Bewerber dann mit Werbebriefen zutexten und bei dessen Ignorieren dem JC stecken, dass er nicht auf ihre Einladungen reagiere, obwohl diese sich auf seine Bewerbung und die Stelle beziehen. Damit meine ich nicht einmal, dass manche ZAFEN im Kontakt mit dem JC stehen, sondern den Rückschein (den eine Firma bekommt, sobald sich jemand dort bewerben soll) erst dann ausfüllen und zurückschicken.

Gibt es da eine Faustregel oder tatsächlich festgelegte Regeln, wie lange man den Bewerbungsprozess abwarten muss bzw. ab wann dieser als abgeschlossen gilt, außer natürlich es wurde eine Absage erteilt.
 

Onkel Tom

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Die Faustregeln findest Du in @Zeitkind s angegebenen Links und bei ZAF bewirbt man sich
nur auf die (damals) ausgeschriebene Stelle..
Gut, das sich mittlerweile mittels Datenschutzbestimmungen Mitgliedschaft in Bewerberpools
bei ZAF vermeiden lassen..
Waren echte Quälgeister, die einem den letzten Dreckjob ans Bein tackern wollten.
 

FriedrichShulze

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Also wenn ich auf Grund einer Bewerbung auf einen VV mit RFB eine Einladung bekomme würde ich hin gehen.
Das verjährt sicher nicht in 3 Monaten. (???)
Aber ich bin nur dort wegen der Stelle. Nichts anders.
Und dann kann es keine weiteren Einladungen mehr geben sollte es nicht klappen.
Falls es nicht in Fußweite ist würde noch die Frage der Fahrtkosten stehen?
 

Dante84

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bei ZAF bewirbt man sich
nur auf die (damals) ausgeschriebene Stelle..
Ich denke, das ist der Schlüssel. Genau diese Stelle ist ja bereits vom Tisch laut Jobbörse. Natürlich kann man sich nie 100% sicher sein (wo kann man das schon?), aber ich werde es darauf hinauslaufen lassen. "...aufgrund Ihrer Bewerbung sind wir auf Ihr interessantes Bewerberprofil gestoßen ..." hört sich ganz danach an, als ginge es gar nicht mehr um die Stelle, sondern eher um mich als Person.

Ich halte euch auf dem Laufenden.
 
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