Ich habe eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten. Der Arbeitgeber stellte klar, dass er die Fahrtkosten nicht übernimmt. Was soll ich davon halten?

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franzi

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Nun habe ich offenbar seit Ende Oktober einen neuen SB . (Den alten hatte ich nicht einmal 6 Monate.)
Der bzw. die Neue übermittelte mir gleich zwei Vermittlungsvorschläge.

Beide passen nicht wirklich auf mein Profil, und leidensgerechte Arbeitsplätze sind es auch nicht.
Einer der beiden Vorschläge ist außerdem ein Mini-Job (bei einer Firma, wo ich mich in der Vergangenheit schon öfter beworben habe, aber nie eingeladen worden bin).
Ich habe mich dennoch der Ordnung halber beworben.

Bei dem anderen handelt es sich um eine Teilzeit-Stelle, die an meinem Wohnort sein soll. Zumindest war das im VV so angegeben.
Umgehend kam auch schon die Einladung zum Vorstellungsgespräch, allerdings nicht an meinem Wohnort, sondern in einem anderen Ort, der ca. 10 km außerhalb liegt.

Ich habe jetzt nochmals rückgefragt, wo dann der voraussichtliche Einsatzort sein wird, mit dem Hinweis auf die öffentlichen Verkehrsmittel.
Es ist übrigens keine ZA-Firma, sondern ein Unternehmen mit mehreren Filialen im Umkreis. Wobei ich mich explizit auf die Stelle beworben habe, die sich in der Filiale in meinem Ort befindet, wo ich fußläufig hingehen könnte und keine Öffis nutzen müsste.

Die Firma hat keinen guten Ruf (angefangen von den Arbeitsbedingungen, über die Bezahlung, Überstunden etc.). Daher habe ich mich dort bisher selber noch nie beworben.
Muss ich das so hinnehmen, dass die Fahrtkosten nicht übernommen werden und dass ich dann möglicherweise als Springerin in sämtlichen Filialen eingesetzt werden würde?

Hinzu kommt dass die Öffnungszeiten des Ladens nicht mit den Öffis kompatibel sind. Der letzte Bus fährt um 18.37 Uhr. Die Öffnungszeiten gehen aber bis 19.00 Uhr.
Es wird erwartet, dass man flexibel einsetzbar ist (vormittags, nachmittags sowie abends). Das wäre an meinem Wohnort kein Problem, nur außerhalb geht es halt nicht so flexibel, weil nur einmal in der Stunde ein Bus fährt.

Des weiteren ist mir aufgefallen, dass in den Vermittlungsvorschlägen in letzter Zeit die Angaben über die ausgeschriebenen Stellen immer dürftiger werden. Es sind gerade mal die allernötigsten Daten angegeben. Dann nur ein Link zur Webseite des jeweiligen Unternehmens, wo man dann mühsam einen Ansprechpartner suchen muss, eine Email herausfinden muss usw. Bisher war das meist als Kontaktperson angegeben.
 
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Gretta

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Bei dem anderen handelt es sich um eine Teilzeit-Stelle, die an meinem Wohnort sein soll. Zumindest war das im VV so angegeben.
Darauf bewirbst Du Dich .

Also wozu diese Fragerei?
Ich habe jetzt nochmals rückgefragt, wo dann der voraussichtliche Einsatzort sein wird,
Für das Vorstellungsgespräch zahlt der AG gern die Kosten, es sei denn er hat es in der Einladung ausgeschlossen.
Wenn dann beantragst Du es bei Deinem JC vorab.
 

Gnolf

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Hinzu kommt dass die Öffnungszeiten des Ladens nicht mit den Öffis kompatibel sind. Der letzte Bus fährt um 18.37 Uhr. Die Öffnungszeiten gehen aber bis 19.00 Uhr.
Es wird erwartet, dass man flexibel einsetzbar ist (vormittags, nachmittags sowie abends). Das wäre an meinem Wohnort kein Problem, nur außerhalb geht es halt nicht so flexibel, weil nur einmal in der Stunde ein Bus fährt.
Das musst du halt auch so direkt beim Gespräch kommunizieren, selbst wenn der Laden um 19.00h schließt, bist du ja nicht direkt aus dem Laden, je nachdem, was so anfällt.

Dafür gibt es ja Vorstellungsgespräche.
 

Holler2008

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leidensgerechte Arbeitsplätze sind es auch nicht.
Was heißt das?
Hast du in einem Gutachten festgestellte Einschränkungen und die können klar ersichtlich bei den Jobs nicht berücksichtigt werden? Dann ist doch mein Bewerbungsverfahren an dieser Stelle schon vorbei, sobald ich das erkenne.

Dass das Vorstellungsgespräch in einer anderen Filiale stattfindet, ist nicht ungewöhnlich.
Vielleicht ist das die Hauptfiliale oder die, in der der Chef oder Personalchef am liebsten rumsitzt.

Ich habe jetzt nochmals rückgefragt, wo dann der voraussichtliche Einsatzort sein wird, mit dem Hinweis auf die öffentlichen Verkehrsmittel.
Und was war die Antwort?

Wobei ich mich explizit auf die Stelle beworben habe, die sich in der Filiale in meinem Ort befindet, wo ich fußläufig hingehen könnte und keine Öffis nutzen müsste.
Geh mal davon aus, dass du für die Stelle in deinem Wohnort eingeladen wurdest, auch wenn es eine Filiale außerorts ist.
Sprechen die plötzlich von einem anderen Arbeitsort, sagst du, dass du dich nur für xxx beworben hast und die anderen Orte nicht erreichen kannst.

Muss ich das so hinnehmen, dass die Fahrtkosten nicht übernommen werden
Wie hast du das erfahren?
Steht überhaupt in der Einladung drinnen, dass sie die Kosten nicht übernehmen? Wenn ja, musst du das hinnehmen und beantragst die Kosten VOR dem Termin beim Amt.
Steht es nicht drinnen und die lehnen das dann direkt beim Gespräch ab, kannst du das
- einklagen
- oder dein Amt ist so nett und zahlt die Fahrtkosten trotz falscher/nachträglicher Beantragung
- oder du bleibst darauf sitzen

und dass ich dann möglicherweise als Springerin in sämtlichen Filialen eingesetzt werden würde?
Nein, musst du nicht hinnehmen. Du hast dich für einen konkreten Ort beworben.
Aber das ist auch so nicht eingetreten, sondern nur ein Schreckensszenario, dass du dir in deiner Fantasie ausmalst.

Hinzu kommt dass die Öffnungszeiten des Ladens nicht mit den Öffis kompatibel sind. Der letzte Bus fährt um 18.37 Uhr. Die Öffnungszeiten gehen aber bis 19.00 Uhr.
Es wird erwartet, dass man flexibel einsetzbar ist (vormittags, nachmittags sowie abends). Das wäre an meinem Wohnort kein Problem,
Darüber musst du dir keinen Kopf machen, Du hast dich für deinen Wohnort beworben und wenn sie dich dafür nicht nehmen, sagst du tschüssikovski.

Du musst endlich mal für dich eintreten und es nicht ständig anderen recht machen.
Gerade jetzt in Sanktionsmoratorium, wo dir nichts passieren kann, ist das für dich DIE Gelegenheit, das zu üben.
 
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franzi

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Update: Das gestrige Gespräch mit dem Bezirksleiter ergab, dass die Stelle, auf die ich mich konkret beworben hatte, gar nicht mehr vakant ist.
Er sucht nur für die andere Filiale (10 km entfernt) Mitarbeiter.
Das sagte er aber nicht sofort, sondern gab es dann auf Nachfrage zu ...
(Die nicht mehr vakante Stelle ist aber dennoch online im Firmenprofil nach wie vor ausgeschrieben.)

Dann teilte ich ihm mit, wie meine Situation mit den Öffis ist. Er meinte dann, dass das mit den Öffnungszeiten seines Ladens nicht kompatibel ist und er meine Bewerbung daher nicht berücksichtigen könne. Ich müsse außerdem flexibel (d. h. kurzfristig) einsetzbar sein, was bei den Fahrzeiten der Busse nicht machbar ist.

Dass die Fahrtkosten nicht übernommen werden, wurde mir gleich in der Einladung zum Vorstellungsgespräch mitgeteilt. (Das sagt schon viel über das Unternehmen aus.)

Die Situation ist so, dass die Filiale in 10 km Entfernung offenbar das Hauptlager darstellt und die Filiale bei mir am Wohnort eine kleine Nebenfiliale ist. Der Bezirksleiter pendelt täglich vom Lager (wo ebenfalls ein Laden angegliedert ist) zur anderen Filiale.

Das Sanktionsmoratorium trifft auf mich nur bedingt zu, da ich Arbeitsmarktrentner bin und daher auch gegenüber der DRV meine Pflichten zu erfüllen habe.
 

Merzen

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Bei dem Post (und den vorhergehenden ähnlichen) fallen mir 2 Sachen auf:

Beide passen nicht wirklich auf mein Profil, und leidensgerechte Arbeitsplätze sind es auch nicht.

1)
Anscheinend weißt du nicht viel über den "Leidensgerechten Arbeitsplatz", denn sonst würdest du das nicht schreiben. Es gibt keine leidensgerechte Arbeitsplätze, bevor man in der Firma nicht eingestellt wurde. Dieser spezielle Arbeitsplatz muss vom Arbeitgeber direkt auf dein Leiden angepasst werden, also macht es keinen Sinn, sich darüber schon vorab zu beschweren. Ein Rollifahrer braucht einen anderen Arbeitsplatz, wie ein Blinder.

2)
Dieser Post und die vorigen, wo es auch um VV ging, sind immer alle im negativen Stil geschrieben. Du erwähnst z.B. mit keinem positiven Wort, dass die Filiale fußläufig erreichbar ist. Alles in den Posts aus den Inhalten der VV sind nur Beschwerden.

Also sind das keine "echten" Fragen, sondern nur Gemotze darüber, was du für VV bekommst.

Sei doch froh, dass du überhaupt noch VV bekommst, außer natürlich, wenn du eh keinen Bock auf Arbeit haben solltest.
 

Sowhat

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Auf jeden Fall ist es doch schon mal toll, dass man Arbeitsmarktrentner ist und doch gibt es Arbeitsstellen, die für einen passen würden.
Und es geht dir wohl doch einigermassen gut, so dass du das auch machen könntest. Du hast schon von so vielen Leiden berichtet, da klingt das doch jetzt nach totaler Besserung. Freu dich doch.
Jetzt ist es halt nichts geworden, das nächste Mal klappt es vielleicht.
 

deori1

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Auf jeden Fall ist es doch schon mal toll, dass man Arbeitsmarktrentner ist und doch gibt es Arbeitsstellen,
Hallo,
Du weisst aber schon was Arbeitsmarktrenter sind?Dafür brauch man als Vorraussetzung eine Teil EMR der DRV ,und wenn der Arbeitsmarkt verschlossen ist ,bekommt man Arbeitsmarktrente ist dann derselbe Betrag wie die volle EMR.Und Nein ,man ist nicht verpflichtet zu arbeiten (bin auch Arbeitsmarktrentner,und arbeite nicht),und kann sich vom AA abmelden und hat seine Ruhe,außer man ist Aufstocker wie Franzi(beim Amt gemeldet) dann sieht die Sache eventuell anders aus.
 

franzi

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@Merzen: Ein leidensgerechter Arbeitsplatz ist nicht mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden. Man kann also bereits vorab abschätzen, ob eine Stelle leidensgerecht sein wird oder nicht.

@Sowhat: Nein, eine totale Besserung liegt bei mir nicht vor. Ich bin chronisch und unheilbar krank, mit Fortschreiten der Erkrankungen. Darauf wird aber keine Rücksicht genommen, wohl erst bei der nächsten Begutachtung durch die DRV , und bis dahin ist es noch weit.
Es gibt also keinen Grund zur Freude über eine Besserung.

Selbstverständlich gibt es Jobs, die für mich geeignet wären, die auch fußläufig erreichbar sind. Gab es auch in der Vergangenheit schon einige, nur habe ich da nie eine Einladung erhalten, selbst wenn die Stellen nicht einmal 300 m von meiner Wohnung entfernt waren.

Ich bekomme in letzter Zeit übrigens wieder mehr VVs als in den letzten Jahren. Das finde ich erfreulich.
 

wheelie

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nur mal so eingeworfen: Beispielsweise ein körperlich gesunder Autist ist absolut und durchaus in der Lage, schwere körperliche Arbeit zu verrichten. Für den wäre dann der gleichbleibende Alltag und wenig andere Menschen wichtig.
Auch ein körperlich gesunder Hörgeschädigter kann schwere Arbeit verrichten, braucht dann aber Unterstützung bei der Kommunikation.

Dergleichen Beispiele gibt es sicher noch mehr.

Insofern kann durchaus ein leidensgerechter Arbeitsplatz bei schwerer körperlicher Arbeit möglich sein.

Das war jetzt nicht auf diesen Einzelfall bezogen, sondern auf die pauschale Aussage. Es ist immer wieder gut, nicht zu verallgemeinern, damit man den Blick auf die kleinen Facetten nicht verliert- für sich und andere.
 

Sowhat

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Kenne ich, ich wurde auch nie eingeladen damals aber leider gabs für mich keine Arbeitsmarktrente (muss man da auch irgendwelche Zeiten erfült haben? Ah danke @Deori man muss da also schon EMR-Rente bekommen) aber ich denke Arbeitsmarktrente, die gibts hier in Bayern generell nicht. Es ist halt so entweder "Alles oder Nichts". Klar dass ich auch da leer ausging. Jetzt versteh ich das.
Egal vorbei. Andererseits ist der Arbeitsmarkt damals und heute ja nicht wirklich verschlossen für Teilzeit-Bürostellen. Nur war ich glaube ich, immer schon zu alt und den SBA hätte ich verschwinden lassen müssen.
Aber ich finde du solltest dankbar sein, dass du sie bekommst.
Aber verstehen muss man es nicht, wieso Arbeitsmarktrente, wenn doch offensichtlich Stellen da sind. Also ist der Arbeitsmarkt ja nicht verschlossen.

Auf jeden Fall Dir Franzi viel Glück bei der wieteren Stellensuche

Ob man die Arbeitsmarktrente bekommt, hat nichts mit dem Bundesland zu tun.
Warum dies letztlich so entschieden wurde, das kann ich nicht beurteilen. Das ist letztlich eine Sache zwischen DRV und BA bzw. Jobcenter.
 

franzi

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Ich teile deine Meinung, dass der Arbeitsmarkt für mich nicht wirklich verschlossen ist. War er auch nie.
Fakt ist aber, dass ich trotz zahlreicher Bewerbungen nie eine Stelle bekommen habe, obwohl es durchaus geeignete Stellen für mich gab.
Am Alter kann es damals nicht gelegen haben.
Dann rutscht man in die Langzeit-Erwerbslosigkeit, obwohl man das nie wollte.

Warum man nie eingestellt wurde, erfährt man nicht. Das können tausend Gründe sein.
In meinen Bewerbungen habe ich übrigens nie meine gesundheitlichen Einschränkungen erwähnt.
Trotzdem kam es nicht zu einem Vorstellungsgespräch.

Danke Sowhat.
 

saurbier

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(muss man da auch irgendwelche Zeiten erfült haben? Ah danke @Deori man muss da also schon EMR-Rente bekommen)
So sieht es mal aus. Um überhaupt eine Arbeitsmarktrente zu erhalten, muss man mindestens eine Teil-EMR beziehen und seitens der AfA muss dann festgestellt werden, dass keine relevanten sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeitsplätze im Tagespendelbereich zur Verfügung stehen.
aber ich denke Arbeitsmarktrente, die gibts hier in Bayern generell nicht.
Sagt wer?

Es ist wohl Unsinn und zeigt wie viel Ahnung du von dem Thema hast, wenn du hier jetzt behauptest das es in Bayern sowas nicht gäbe, ja sogar noch sagst,
"Alles oder Nichts"
Klar dass ich auch da leer ausging.
Dass du hier offensichtlich leer ausgegangen bist, mag ggf. daran gelegen haben, dass bei dir die Voraussetzungen dafür nicht vorlagen.
Andererseits ist der Arbeitsmarkt damals und heute ja nicht wirklich verschlossen für Teilzeit-Bürostellen.
Auch hier wieder, sagt wer?

Die Frage ist hier zuerst einmal, ob man überhaupt noch eine solche Arbeit ausführen kann, wenn der Rententräger eine EMR festgestellt hat. Im Übrigen, was ist das für eine Tätigkeitsbeschreibung - Bürostellen -.
Aber verstehen muss man es nicht, wieso Arbeitsmarktrente, wenn doch offensichtlich Stellen da sind.
Wenn es offene Stellen gibt, dann müssen diese auch zu den gesundheitlichen Einschränkungen passen, für welche man immerhin eine EMR erhält - vorliegend eben eine Arbeitsmarktrente -.
Also ist der Arbeitsmarkt ja nicht verschlossen.
Da verfügst du also über bessere Kenntnisse als die BA resp. die örtliche AfA -Geschäftsstelle - na toll -.
 

HermineL

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aber ich denke Arbeitsmarktrente, die gibts hier in Bayern generell nicht.
Ja klar, wie schon so oft von dir behauptet gelten Bundesgesetze überall in Deutschland nur nicht in Bayern. :icon_neutral: :icon_neutral: :icon_neutral:

Aber verstehen muss man es nicht, wieso Arbeitsmarktrente, wenn doch offensichtlich Stellen da sind. Also ist der Arbeitsmarkt ja nicht verschlossen.
Nur weil es irgendwo offene Stellen gibt bedeutet das nicht gleichzeitig das es im Tagespendelbereich des Betreffenden Stellen gibt die er noch ausüben kann. Wenn es diese nicht gibt ist für den Betreffenden, ganz individuell vor Ort, der Arbeitsmarkt verschlossen und er hat Anspruch auf eine Arbeitsmarktrente. Das beste daran ist das er das auch in Bayern hat, selbst dann wenn @Sowhat glaubt das Bayern eigene Bundesgesetze hat.

Es ist wohl Unsinn und zeigt wie viel Ahnung du von dem Thema hast, wenn du hier jetzt behauptest das es in Bayern sowas nicht gäbe, ja sogar noch sagst,
@saurbier für alle Bundesbürger gelten diese Gesetze aber nicht für @Sowhat. Da kannst du doch nicht sagen das es Unsinn ist.:ROFLMAO:
 

Sowhat

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Wieso bekommt Franzi dann so häufig Vermittlungsvorschläge, wenn es keine Arbeitsplätze gibt? Muss ich nicht verstehen und bevor ihr euch jetzt wieder künstlich aufregt, es ist mir auch irgendwie egal.
Ich habe damals schon keine Vorstellungstermine bekommen, vermutlich weil SBA(ich weigerte mich ihn zu verheimlichen, habe nunmal GdB50 und nicht aus Jux und Dollerei) und weil ich bereits um die 50 war.
Jetzt bin ich ja weg, aber manchmal bewegt mich die logik der Jobcenter und der Regierung eben.
Aber ist gut jetzt und ich wünche Franzi wirklich alles gute, mit oder ohne Job.

Sage ich, bei uns werden und wurden immer wieder Teilzeit-Bürokräfte gesucht, aber ich war anscheinend zu alt und ich muss sagen bei den meisten war ich auch dankbar - denn das was das JC damals Arge mir vorgeschlagen hat, war nicht wirklich für mich geeignet. Habe ja nun mal Einschränkungen, was das gehen und den rechten Arm betrifft.
Dass in den neuen Bundesländern und/oder weit ausserhalb kaum Stellen zur Verfügung stehen, sehe ich aber ein.
Und jaaaa kriegt euch ein, ich weiss dass ich trotz 15 Jahre Vollzeitarbeit, 10 Jahre Minijob und zwei Kindern keine der erforderlichen Zeiten erfülle. Habe ich längst kapiert. Dachte halt nicht, dass das sogar für Arbeitsmarktrente gilt, aber hätte ich mir natürlich denken können.
Und jetzt vergesst bitte nicht zu "gähnen" oder zu "wow echt"en".
 

LeopoldVonSchleck

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Wieso bekommt Franzi dann so häufig Vermittlungsvorschläge
Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine wäre, der SB hat eine Quote zu erfüllen, eine Anzahl an VV , die er senden muss. Eine andere wäre, er hat Langeweile. Wieder eine andere könnte in der Person Franzi liegen, ohne das wertend zu meinen.

Es kann auch sein, dass irgendjemand willkürliche VV (ggf. gehäuft an verschiedene Leistungsbezieher) versendet, hatte ich selbst schon, da stand ein Name XY, der mir nichts sagte. Ebenso hatte ich schon VV von einem JC , was gar nicht für mich zuständig ist sowie von der AfA selbst.

Es gibt zig Gründe, welcher zutrifft, wird niemand beantworten können.
 

deori1

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Wieso bekommt Franzi dann so häufig Vermittlungsvorschläge, wenn es keine Arbeitsplätze gibt?
Weil sich sich zur Verfügung stellt ,und aufstockt,Ich habe auch Arbeitsmarktrente ,und bin noch nichtmal beim AA gemeldet ABER ich stocke auch nicht auf(oder beziehe Geld von irgendeinem Amt) habe also meine Ruhe,wenn man zusätzliche Leistungen bezieht ,können das AA anscheinend vermitteln,den bei TeilEMR kann man ja noch(lt Gesetz)3-6 Stunden arbeiten.
Arbeitsmarktrente Vorraussetzungen:Teil EMR der DRV und verschlossener Arbeitsmarkt.
 

Sowhat

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Ja @LeopoldVonSchleck das sehe ich auch so, nur verstehe ich halt nicht, wieso man jemandem der bereits Arbeitsmarktrente bekommt, also der Arbeitsmarkt doch verschlossen ist (das sollten die vom JC doch wissen!) noch solche Vorschläge zuschickt. Aber man muss, denke ich einfach nicht mehr alles verstehen.
Aber wie gesagt,es gibt ja genug was man nicht versteht. Da gibtes Leute, die bereits auf dem Zahnfleisch zu Gutachtern krabbeln und auch ihre Zeiten erfüllt hätten für EMR Rente und kriegen sie absolut nicht, kämpfen sich durch alle Instanzen. Selbst bettlägerige menschen werden zu Gutachtern gerollt, hat mir seinerzeit meine SB beim VdK bezahlt und die EMR abgelehnt.
Man muss nicht alles verstehen und man kann es auch nicht.
Abschliessend muss ich mich noch entschuldigen, das alles ist off Topic und hat nichts mit Franzis Frage zu tun.
Hat mich halt interessiert.und ich weiss jetzt Bescheid.
 
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franzi

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Habe nochmal nachgeschaut: Seit August habe ich insgesamt 8 VVs erhalten. Das ist mehr als in den letzten 3 Jahren zusammen.
Es kommt immer wieder vor, dass nicht der SB selbst die VVs heraussucht, sondern andere Kollegen aus dem Team für diese Arbeit abgestellt werden. Da steht dann der Name eines anderen Mitarbeiters auf dem VV .
Ich muss noch täglich 3 bis 6 Stunden dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Trotz des verschlossenen Arbeitsmarktes.
Insgesamt verstehe ich die Logik in dem System auch nicht wirklich ...
 

Sowhat

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Hast du die SBs schon mal gefragt, was das soll, @ Franzi. Ich hätte da ja meinen Mund schon lange mal aufgerissen. Weil es genügend jüngere und gesündere gibt, die auch ihre Leistungen beziehen. Sollen sie die erst mal unterbringen und sich nicht auf 50jährige (oder drüber) kranke Frauen stürzen, die sowieso schon Arbeitsmarktrente bekommen, weil der Arbeitsmarkt angeblich verschlossen ist für sie.
Aber ich denke, du schleppst dich gerne zum JC und zu Vorstelliungsgesprächen, ist ja doch eine willkommene Abwechslung für viele. Für mich war es Horror.
Ich war immer ganz froh, wenn ich nicht eingeladen wurde. Die Stellen waren auch irgendwie alle nichts für mich. An den Bewerbungsunterlagen konnte es auch nicht liegen, das Bewerbungsfoto war noch richtig gehend schön, verglichen mit heute. 10 Jahre JC und die Krankheit haben leider Spuren hinterlassen.
Eine Stelle hätte mir gefallen, die hatte ich mir selbst gesucht im öD in einer FH. Aber war anstrengend das Vorstellungsgespräch, zu fünft saßen sie vor mir haben mich in die Mangel genommen. Aber ich hätte die Stelle bekommen, war aber leider abwechselnd Früh und Spätschicht und leider war dann doch die ausgeschriebene 50% Stelle bereits besetzt, ich hätte nur noch die 75% Stelle bekommen und das hätte ich gesundheitlich nicht geschafft. Schichtdient ist für mich ausgeschlossen per Gutachten. Ausserdem hätte ich auch sehr viel Treppauf und -ab gehen müssen, um irgendwo was hinzubringen. Das gab meine Gehbehinderung auch nicht mehr her und heute habe ich noch zusätzlich Arthrose im Knie.
 

HermineL

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Hast du die SBs schon mal gefragt, was das soll, @ Franzi. Ich hätte da ja meinen Mund schon lange mal aufgerissen. Weil es genügend jüngere und gesündere gibt, die auch ihre Leistungen beziehen. Sollen sie die erst mal unterbringen und sich nicht auf 50jährige (oder drüber) kranke Frauen stürzen, die sowieso schon Arbeitsmarktrente bekommen, weil der Arbeitsmarkt angeblich verschlossen ist für sie.
Du scheinst es wirklich nicht zu verstehen.

Die Arbeitsmarktrente gibt es bei einem verschlossenen Arbeitsmarkt aber das dieser verschlossen bleibt ist nicht in Stein gemeißelt. Sollte die BA , nach ihrer Auffassung zu den Einschränkungen passende Stellen haben kann sie auch einen bindenden Vermittlungsvorschlag senden. Die Pflicht sich zu bewerben besteht gegenüber der BA aber auch gegenüber der DRV . Bezieherinnen und Bezieher so genannter "Arbeitsmarktrenten" sind erwerbsfähig im Sinne des § 8 Absatz 1 (BSG, Urteil vom 21.12.2009 - B 14 AS 42/08 R).

Anders sieht das allerdings in der Grundsicherung aus den da spielt der verschlossene Arbeitsmarkt keine wirkliche Rolle. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende dagegen ist die Verschlossenheit des Arbeitsmarktes für die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit ohne Bedeutung ( BSG-Urteil vom 21.12.2009 - B 14 AS 42/08 R). Bezieher von Arbeitsmarktrenten können täglich zwischen 3-6 Stunden arbeiten und stehen in diesem Rahmen und im Rahmen ihrer Einschränkungen der Vermittlung zur Verfügung.

Leitsätze
1. Erwerbsfähig im Sinne der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist auch, wer wegen der Verschlossenheit des Arbeitsmarkts Anspruch auf Rente wegen Erwerbsminderung hat, solange er mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig sein kann.
 

LeopoldVonSchleck

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Seit August habe ich insgesamt 8 VVs erhalten.
Das hatte ich mal an einem Tag...

In Anbetracht der Gesamtsituation finde ich durchschnittlich 2 VV pro Monat nun nicht wirklich unangemessen.

Ich hätte da ja meinen Mund schon lange mal aufgerissen. Weil es genügend jüngere und gesündere gibt, die auch ihre Leistungen beziehen. Sollen sie die erst mal unterbringen und sich nicht auf 50jährige (oder drüber)

Über 50 jährige sind im "gesunden" Zustand auf dem Arbeitsmarkt oftmals schon "verbrannt" und es wird montiert, den älteren (und kranken) würde man keine Chance geben.

Ich bin deutlich jünger als 50 und bei meinem Krankheitsbild würden wohl einige AG wahrscheinlich den älteren Bewerber vorziehen. Man sollte nicht alles einseitig sehen.
 

Sowhat

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Ich schrieb ja auch von mir @LeopoldVonSchleck und ich bin ja nun leider krank. Sicher gibt es auch genug jüngere Leute, die sehr krank sind.
Aber ich habe da auch genügend rumlaufen sehen im JC damals, die sahen nun wirklich nicht so aus und ich kenne auch einige, die wären weit einsatzfähiger gewesen, als ich. Aber man sieht es den Leuten nicht immer an, du hast recht. Ich hin ja auch nervlich nicht mehr sehr belastbar und das sieht man ja auch nicht immer von weitem. Das hast du schon recht. Nix für ungut.
Warum ich jetzt schräg schreibe? Keine Ahnung, hab wohl irgendwas verstellt.
 
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