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Ich habe Ein-Euro-Job erhalten,wie soll ich mich verhalten? Ist das alles richtig so?

Zaubernuss

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Liebe Forumsmitglieder,

ich bin momentan in einer blöden Situation.
Kurz zur Vorgeschichte. Eigentlich studiere ich, habe aber eine Prüfung zweimal nicht bestanden und wurde somit exmatrikuliert. Ich habe mir einen Anwalt genommen, dieser hat einen Widerspruch eingelegt.
In der Zeit bin ich nun Hartz IV Empfängerin, da das BAföG, aufgrund der Exmatrikulation, nicht für mich zuständig ist.
Da ich eine chronische Erkrankung und damit verbunden einen Schwerbehindertenausweis habe, wollte mein Jobcenter Bearbeiter mich in der Reha Abteilung unterbringen. Alles nötige wurde geprüft. Ich dachte mir, "ja eigentlich eine gute Sache, falls es mit dem Widerspruch nicht klappt. Vielleicht können die mir bei ner Ausbildung helfen. Da ich nicht Vollzeit arbeiten kann".
Nun sagt die Reha Abteilung allerdings, dass ich scheinbar ein schwerer Fall sei und sie nicht wüssten was ich überhaupt an sich arbeiten könne. Daher soll ich erstmal eine Arbeitsgelegenheit machen.
So schnell konnte ich gar nicht schauen, hatte ich schon ne Stelle in die Hand gedrückt bekommen.

Schon alleine die Sache mit dem Widerspruch, also diese Ungewissheit, zieht mächtig Energie. Ich fühle mich momentan psychisch und physisch nicht in der Lage auch noch den Stress und Druck vom Jobcenter zu ertragen. Wie soll ich da noch Verantwortung für Blinde übernehmen...

Ich habe alles was ich am Mittwoch mitbekommen habe, hier angehangen.
Wie soll ich mich verhalten?
Ist das alles richtig so?

Dort angerufen habe ich noch nicht, es ist ja noch etwas Zeit.

Liebe Grüße und vielen Dank
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Merse

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Eine AGH darf nur zusätzliche Tätigkeiten enthalten. Zusätzlich ist alles, was zwei Jahre aufgeschoben werden kann. Was passiert, wenn "die Bewohner" zwei Jahre lang keine Speisen ausgeteilt und Getränke gereicht bekommen sowie die Gebrauchsgüter nicht aufgefüllt werden? Folglich ist die Tätigkeit nicht zusätzlich und wäre als Schwarzarbeit dem Zoll zu melden, da hier eine reguläre Arbeitsstelle vernichtet und durch kostenlose AGHler besetzt wird.
 

apfelkuchen

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wäre als Schwarzarbeit dem Zoll zu melden, da hier eine reguläre Arbeitsstelle vernichtet
Das könnte man ja eigentlich direkt schon machen, oder? Diesen AGH-Vorschlag kopieren und dem Zoll direkt zuschicken per Post, unabhängig davon, wie man gegen die Zuweisung als AGH vorgeht. Damit die dort vielleicht die entsprechende Einrichtung auch schon mal auf den Schirm bekommen. Da wird ja evlt. noch mehr nicht ganz mit rechten Dingen zugehen.
 

Zaubernuss

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Vielen Dank für die schnellen Antworten!

Also soll ich das Ganze dem Zoll melden?!
Und wie mache ich dann weiter?

Ich finde es übrigens hart, meinem Anwalt habe ich das auch zugeschickt. Und er meinte, dass ich da jetzt nicht drum herum komme...
 

frau ela1984

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Melde das auf jeden Fall dem Zoll, rechts unten sieht man ja das Datum wann dieses Dokument zuerst erstellt wurde und zwar im Jahr 2014! Das bedeutet die machen das seit Jahren so.

Interessant ist auch, da steht Helfer Hauswirtschaft, aber du sollst auch noch Vorlesen, malen etc. machen, sowie handwerkliche Tätigkeiten, Gartenarbeiten, Verwalten und unterstützen bei der Dokumentation und auch noch Hilfsarbeiten im Sekretariat!
Das hat alles nichts mehr mit "Helfer Hauswirtschaft" zu tun!!!
Die benutzen dich quasi als "Mädchen für alles"

Dann die Arbeitszeiten 8-12 oder nach Vereinbarung....geht garnicht, da müssen konkret die Arbeitszeiten stehen.
Auch musst du kein Vorstellungstermin mit denen vereinbaren sondern das JC muss dir genau sagen, wann und wo du dich vorstellen sollst.

Was du jetzt tun kannst: Zoll melden, hingehen aber nicht unterschreiben alles zur Prüfung mitnehmen. Widerspruch gegen die AGH schreiben. Hast du die EGV eigentlich unterschrieben?

Hier wird manchmal auch dazu geraten, bei AGHs sich auf die Stelle zu bewerben, falls du dann eine Absage bekommst, gilt das dann als Beweis, dass die Stelle nicht zusätzlich ist. Und das ist die nie im Leben.
 

Zaubernuss

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Ja, ich habe die EGV unterschrieben. Ich wusste nicht, dass ich das nicht gleich machen soll :/.

Also Zoll verständigen,
Bei der "Stelle" einen Vorstellungstermin ausmachen, nix unterschreiben,
Aber diese Schwarzarbeit will ich auf keinen Fall machen!
Und einen Widerspruch schreiben.

Was ich auch noch fragen wollte. Ist es denn der normale Ablauf, wenn die Reha Abteilung einen als "schwierigen Fall" einstuft, dass man dann erstmal solche ein Euro Jobs machen muss?
Wäre ein Praktikum nicht viel sinnvoller?
 

Merse

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Ein Ein-Euro-Job ist für Leistungsbezieher vorgesehen, die nicht mehr vermittelbar sind, als allerletzte Möglichkeit, um die absolut nicht mehr vorhandene Einsetzbarkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vielleicht wieder ein kleines Bisschen herzustellen, aber nicht einfach mal so auf Verdacht, weil einem grad nichts anderes einfällt. Will das JC irgendeine Beurteilung, was du zu leisten im Stande bist, dann kann es das über ein ärztliches Gutachten abklären.
Die unterschriebene EGV ist natürlich von Nachteil. Sinnvoll wäre in erster Linie die Standardabwehrmethode "ich will ja, aber ich darf nicht", d.h. es wird nichts unterschrieben, es wird auf Lohnersatzklage hingewiesen, es wird auf den laufenden Widerspruch und Klage hingewiesen, und es wird vor allem deutlichst und unmissverständlich darauf hingewiesen, dass man bis zur Klärung nun sehr gerne mit der AGH beginnen möchte, da man sich schließlich vollumfänglich an seine Pflichten hält. Man ist ja zugewiesen, das Amt will das so, und nun beginnen wir bitte. Wenn man dich dann nicht teilnehmen lässt, bist nicht du der Böse.
 

Zaubernuss

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Also der ärztliche Dienst hat mich ja schon "geprüft". Dort kam auch raus, dass ich aufgrund der Krankheit nicht Vollzeit arbeiten kann und noch andere Dinge beachtet werden müssen. So wie mein Bearbeiter mir das vorgelesen hat, hörte sich das eindeutig an. Sprich, dass ich in die Reha Abteilung komme.

Ich weiß nicht, ob ich den ganzen Weg mit Widerspruch usw schaffe.
Momentan läuft ja auch noch das Widerspruchsverfahren bei der Uni.
 

Zaubernuss

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Bedingt.
Da man ja nicht genau weiß, wie viel ich da stehen und gehen muss!
Ich habe eine Gehbehinderung, sprich Merkzeichen G im Schwerbehindertenausweis. Auch wurde bom ärztlichen Dienst, u.a. "festgestellt", dass ich keine körperlich anstrengenden Arbeiten durchführen soll.
 

apfelkuchen

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Du kannst auch direkt sagen, dass du Angst hast, schwarz zu arbeiten und deswegen lieber mal das ganze rechtlich überprüfen möchtest und da auch schon Maßnahmen eingeleitet hast, weil du dich ja auf gar keinen Fall strafbar machen möchtest. Wäre spannend zu sehen, wie dein AG dann darauf reagiert... ;-) ... (Achtung, nicht ganz so ernst gemeint, aber als Gedankenspiel schon lustig.)
 

Sowhat

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Wenn ich da lese Spaziergänge, Botengänge und Essen austeilen. Das soll jemand mit Merkzeichen G im Schwerbehindertenausweis machen?? Ich hatte das auch mal, inzwischen hat man mir das G gestrichen, aber Spaziergänge, bei denen ich auch noch alte Leute, Behinderte oder Kinder beaufsichtigen soll (irgendein Heim oder Tagesstätte wird das ja sein) könnte ich nicht mehr. Lange stehen um Essen auszuteilen (das habe ich im Sitzen noch nie gesehen) oder Botengänge machen, wäre bei mir auch nicht drin.
Also ich verstehe den Anwalt nicht, ich verstehe die ganze Zuweisung nicht. Würde de/die SB fragen, ob sie das Gutachten vom äD bzw. die Einschränkungen gesehen hat. Hat vielleicht nur halb hin geschaut.
 

Zaubernuss

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Vielen Dank für eure Antworten :)

@apfelkuchen
Das wärs. Stell dir was den Blick von der vor 😅

@Sowhat
Finde es auch übel.
Ende Januar hat er mir noch schön alles vom äD vorgelesen.

Soll oder darf ich das Gutachten vom äD eigentlich einfordern? Und auch das was scheinbar die Reha Abteilung mitteilte?

Zu der Sache mit dem Anwalt, er schrieb wortwörtlich (ich hoffe, dass ich das auch so online stellen darf) "weil das Jobcenter bei der Erstellung der Eingliederungsvereinbarung sein Ermessen pflichtgemäß ausgeübt hat, kommen Sie darum nicht herum".
Er ist mein Anwalt in der Sache wegen der Uni.

Mich macht das Ganze gerade sehr wütend und unruhig. Wieso soll ich das machen? Ich bin keine Langzeitarbeitslose. Ich gehöre in die Reha Abteilung.
Es macht mich sehr fertig!
Die wollen mir doch gar nicht helfen. Habe eher das Gefühl, weil der SB auch bei jedem Termin fragt, wie es mit dem Widerspruch aussieht, als würden die Zeit schinden wollen!

Ich danke euch jedenfalls sehr! ♥

Liebe Grüße
 

apfelkuchen

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Das wärs. Stell dir was den Blick von der vor 😅

Die wollen mir doch gar nicht helfen. Habe eher das Gefühl, weil der SB auch bei jedem Termin fragt, wie es mit dem Widerspruch aussieht, als würden die Zeit schinden wollen!
Wenn du das Gefühl hast und denkst, dass du dem gewachsen bist - was spricht dagegen, gleich beim Maßnahmeträger so zu verfahren? Also das Gedankenspiel wirklich real so durchziehen und wirklich auch direkt am Montag den Zoll zu informieren, am besten mit Kopie des Schreibens?

Und wenn das alles eh zu anstrengend für dich ist, auch die Belastung wegen der Uni-Sache - gibt es zur Entlastung die Möglichkeit, dass dich ein Arzt AU schreibt? Bevor du gar keine Energie mehr hast?
 

Zaubernuss

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich dem gewachsen sehe.
Den Zoll werde ich informieren!

Habe auch schon überlegt, das Ganze meinem Arzt zu "petzen". Denn diesen zusätzlichen Terror packe ich momentan einfach nicht.

Soll ich dann dennoch einen Widerspruch beim SB gegen die Arbeitsstelle machen? Die hören ja nie damit auf mit mir zu machen was sie wollen :(.
Ich hatte teils eigentlich das Gefühl, als würde der SB sich bemühen, mir zu helfen. Scheinbar ist dem nicht so. Der nutzt meine Gutmütigkeit und Nichtwissenheit echt sehr aus.
Mein Freund sagt, dass ich lernen muss, mich durchzusetzen. Hat er auch recht!
 

apfelkuchen

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich dem gewachsen sehe.
Den Zoll werde ich informieren!

Habe auch schon überlegt, das Ganze meinem Arzt zu "petzen". Denn diesen zusätzlichen Terror packe ich momentan einfach nicht.
Du petzt nicht. Du sorgst dafür, dass du nicht überlastet wirst, völlig sinnloser weise. Streiche das Wort "Petzen" diesbezüglich am besten aus deinem Wortschatz. Du machst das, damit es dir besser geht, und da hast du ein Recht drauf.
 

apfelkuchen

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Wegen des Briefs: schreib doch direkt dazu, dass du wissen möchtest, ob das wirklich legal ist, weil das JC möchte, dass du da arbeitest und du Angst hast, dass du dich strafbar machst. Aka, du erbittest dir eine Stellungnahme vom Zoll. Dann kannst du auch deinen Absender mit drauf schreiben. Also, das ganze so richtig transparent machen. Kannst ja dazu schreiben, dass du dich gerne absichern möchtest und deswegen was schriftliches in der Hand haben willst.
 

Zaubernuss

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Das werde ich so machen @apfelkuchen
Vielen Dank für deine Hilfe.

Die AU habe ich gleich abgeschickt.
Muss ich dem SB noch irgendetwas mitteilen?
 
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