Ich habe das Formular R0210 Anlage zum Rentenantrag zur Feststellung der Erwerbsminderung, dazu eine Frage.

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wonni71

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Hallo allerseits.

Ich habe nun das R0210 vor mir liegen und bin mir bei einigen Fragen sehr unsicher. Daher meine Frage: Gibt es hier im Forum eine Ausfüllhilfe?

Danke im Voraus
wonni71
 

Seepferdchen 2010

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Hallo wonni71 und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.
Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder "Ausfüllhilfe R0210" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!



Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.
Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

wonni71

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Ich fange am besten mal ganz von vorne an, um alles veständlicher zu gestalten;)

Ich bin seit Januar 2017 an Brustkrebs erkrankt und wurde mit 50% Schwerbehinderung eingestuft. Es folgten OP, Chemo-, Strahlen-, Antikörpertherapie bis Mai 2018. Im Dezember 2017 erfolgte eine AHB. Ich wurde von Januar 2017 bis August 2018 arbeitsunfähig geschrieben. Im Juli/August 2018 erfolgte eine Wiedereingliederung in meinen alten Beruf.( Ich arbeite als MTA in einer Strahlentherapie...ein wichtiger Faktor wie ich denke). Da ich während dieser Zeit der Wiedereingliederung ganz schnell merkte, dass ich an meine Leistungsgrenze kam, beendete ich diese nach 8 Wochen bei maximal 5 Std. am Tag. Ich änderte daraufhin meinen bisherigen Arbeitsvertrag von 40 Std. pro Woche auf 20 Std. pro Woche. Nun bin ich aber an dem Punkt, an dem auch diese 20 Std. aufgrund Erschöpfung/Depression/Angstzustände nicht mehr realisierbar sind. Mein Beruf selber spielt dabei wohl die entscheidende Rolle - den ganzen Tag mit der eigenen Krankheit konfrontiert zu werden, hält kein Mensch auf Dauer aus. Da ich in einem sehr grossen Unternehmen arbeite, wäre eine Umsetzung prinzipiell möglich, jedoch mit 2 Gehaltsstufen weniger, sodass das Gehalt bei den wenigen Stunden nicht ausreichen würde.
Völlig verzweifelt, psychisch und physisch am Nullpunkt ging ich diese Woche zu meiner Neurologin und erzählte ihr meine Not. Sie brachte dann ganz schnell das Thema EM-Rente ins Spiel - ich selber kam bis dahin nie auf diese Idee.

Wie bereits erwähnt, liegt nun der Antrag vor mir und einige Fragen kommen auf.:


Frage 8.1.: Seit wann und wegen welcher Gesundheitsstörung halten sie sich für erwerbsgemindert?

Soll ich nun den Beginn meiner Krebserkrankung nennen oder den Beginn der Wiedereingliederung, da ich ja erst ab diesem Zeitpunkt merkte, dass ich nicht mehr leistungsfähig bin.

Frage 8.2.:Welche Arbeiten können sie nach ihrer Auffassung noch verrichten?

Art?
Umfang - wie viele Stunden täglich?

Ich weiss doch nicht, ob ich 1, 2, 3 Stunden arbeiten kann oder gar nicht?

Den Selbsteinschätzungsbogen R0215 werde ich wohl auch mit einreichen oder schaufelt dieser wirklich mein eigenes Grab, wie ich oft gelesen habe?

Wie sind prinzipiell Eure Erfahrungen in Sachen EM-Rente bei Krebserkrankungen - habe ich Chancen auf Erfolg?


Liebe Grüsse
wonni71
 

Doppeloma

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Hallo wonni71, :welcome:

Ich habe nun das R0210 vor mir liegen und bin mir bei einigen Fragen sehr unsicher. Daher meine Frage: Gibt es hier im Forum eine Ausfüllhilfe?

Da wir schon unheimlich viel von dir wissen, außer, dass du EM-Rente beantragen willst ist es ein Blick in die Glaskugel dir dazu ernsthaft was zu raten.

Diese Fragen, die dich so verunsichern sind genau zu diesem Zweck da drin, denn wer sich noch zu irgendwas fähig fühlt (am allgemeinen Arbeitsmarkt seinen Lebens-Unterhalt zu verdienen) der braucht natürlich keine EM-Rente ...

Eine "Ausfüllhilfe" kann es schon deswegen nicht geben, weil es um ganz persönliche Lebens- und Arbeits-Stationen geht in diesem Antragsteil.
Daraus wird sich 1. ergeben, ob deine (persönlichen) Versicherungszeiten reichen und 2. ob deine Gesundheitsprobleme schwerwiegend genug sein könnten, dir eine EM-Rente bewilligen zu müssen.

Die genauen Erkundigungen zu deinem aktuellen Gesundheitszustand (z.B. bei deinen behandelnden Ärzten) sind dann Aufgabe der DRV um zu deinem Antrag entscheiden zu können.

Bereits die Frage dazu seit wann du dich für Erwerbsgemindert halten würdest ist eine Frage, die man in der Regel gar nicht konkret beantworten KANN ... zum Zeitpunkt der Antragstellung ist ja dazu schon eine gewisse gesundheitliche Entwicklung abgelaufen und meist ist das ein eher "schleichender Prozess" ...

Ich kenne jedenfalls nur wenige Antragsteller die das so genau festlegen könnten (durch ein Unfall-Ereignis z.B. oder eine besonders schwere OP) , wie man das bei dieser Frage beantworten soll ...
Hier kann es also nur eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten gesundheitlichen Probleme werden, die (seit ca. ...) schon länger negative Auswirkungen auf das Berufsleben hatten und (durch stetige Verschlimmerung ?) auch weiterhin haben werden.

Zu deiner besonderen Problemfrage habe ich in die Anträge geschrieben, dass ich mir aktuell (und auf längere Sicht) KEINE Tätigkeit mehr gesundheitlich vorstellen könne mit wirtschaftlichem Wert regelmäßig auszuüben.

Eine Zeitangabe wurde dabei gar nicht gemacht, man sollte auch in solchen Anträgen "den Mut zur Lücke" haben, wenn man eine Frage einfach nicht ehrlich beantworten KANN ...
Ich nehme mal an du bist schon länger AU geschrieben (wie die meisten Antragsteller), da hat man doch selber gar kein Gefühl mehr dafür wie viele Stunden man tatsächlich noch beruflich durchhalten könnte an 5 Arbeitstagen die Woche.

Nur das hat aber wirklich Bedeutung und könnte ein ausreichendes Einkommen für den Lebensunterhalt möglich machen, mit "vielleicht 2,5 Stunden" kann niemand sein Leben finanzieren. :icon_evil:

Man sollte sich auch hüten da "rentenkonforme" Zeitangaben zu machen (weniger als 3 Stunden / zwischen 3 aber UNTER 6 Stunden), das ist nicht Aufgabe des Antragstellers und zeugt eher davon, dass sich der Betroffenen recht gut auskennt, mit den gesetzlichen Kriterien zur EM-Rente ...

Letztlich werden NICHT diese Angaben in diesem Antrag besonders wichtig sein, sondern die medizinischen Unterlagen mit denen man diese Angaben (zu Krankheiten / Einschränkungen/ Klinik-Aufenthalten usw.) schon belegen kann ...
Es ist also gut wenn du solche medizinischen Nachweise schon dem Antrag in Kopie beifügen kannst, die DRV ist (leider) nicht besonders fleißig sich das Alles auch dann selbst zu besorgen ... und dort wird nicht nach deinen persönlichen Angaben entschieden ob du eine EM-Rente bekommen sollst / musst oder nicht.

Gab es schon medizinische / berufliche Reha-Maßnahmen (bezahlt von der DRV) vorher, dann werden auch diese Unterlagen wieder hervorgeholt und die haben in der Regel mehr Gewicht für diese Entscheidungen als alle sonstigen medizinischen Unterlagen zusammen ...

Bist du in regelmäßiger Behandlung (durchgehend AU seit wann ?), stehen deine Ärzte hinter dir und diesem Antrag ... es wäre schon schön wenn du bereit bist uns ein wenig mehr zum beruflichen / gesundheitlichen Werdegang und aktuellen Stand der Dinge mitzuteilen ... :icon_kinn:

So eine Antragstellung hat ja meist eine ziemlich lange Vorgeschichte, die durchaus auch für die Entscheidungen dann bei der DRV ihre Auswirkungen haben könnte ...
Erfahrungsberichte dazu kannst du hier schon jede Menge nachlesen und dann stellst du am Besten die Fragen die immer noch offen geblieben sind.

MfG Doppeloma

Unsere Beiträge haben sich überschnitten, ich lasse das trotzdem jetzt mal so stehen ...
 

Doppeloma

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Hallo wonni71,

Ich bin seit Januar 2017 an Brustkrebs erkrankt und wurde mit 50% Schwerbehinderung eingestuft. Es folgten OP, Chemo-, Strahlen-, Antikörpertherapie bis Mai 2018. Im Dezember 2017 erfolgte eine AHB.

Kennst du diesen Reha-Bericht, welche Einschätzungen gibt es darin im Bezug auf deinen Beruf / letzte Tätigkeit ?

Ich wurde von Januar 2017 bis August 2018 arbeitsunfähig geschrieben. Im Juli/August 2018 erfolgte eine Wiedereingliederung in meinen alten Beruf.( Ich arbeite als MTA in einer Strahlentherapie...ein wichtiger Faktor wie ich denke).

Das klingt danach, dass du wegen Ablauf Krankengeld-Anspruch ausgesteuert wurdest, sehe ich das richtig ?
Gerade wegen deiner Tätigkeit frage ich mich ja ob man das in der Reha nicht ausgeschlossen hatte, kann ich mir ja insgesamt nicht mehr als gesundheitlich "zumutbar" für dich vorstellen.

Da ich während dieser Zeit der Wiedereingliederung ganz schnell merkte, dass ich an meine Leistungsgrenze kam, beendete ich diese nach 8 Wochen bei maximal 5 Std. am Tag. Ich änderte daraufhin meinen bisherigen Arbeitsvertrag von 40 Std. pro Woche auf 20 Std. pro Woche.

Das war grundfalsch, denn damit hast du dir in jeder Hinsicht nun auch noch finanziell dauerhaft geschadet, man sollte niemals freiwillig seine Arbeitszeit reduzieren, wenn man gesundheitlich nicht mehr KANN, du hättest Anspruch auf ALGI gehabt nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld ... auch MIT vorhandenem Job.

Nun bin ich aber an dem Punkt, an dem auch diese 20 Std. aufgrund Erschöpfung/Depression/Angstzustände nicht mehr realisierbar sind. Mein Beruf selber spielt dabei wohl die entscheidende Rolle - den ganzen Tag mit der eigenen Krankheit konfrontiert zu werden, hält kein Mensch auf Dauer aus.

Das ist durchaus nachvollziehbar und ich kann mir daher auch nicht vorstellen wer da auf die unsinnige Idee gekommen ist dich dort wieder eingliedern zu wollen ...

Da ich in einem sehr grossen Unternehmen arbeite, wäre eine Umsetzung prinzipiell möglich, jedoch mit 2 Gehaltsstufen weniger, sodass das Gehalt bei den wenigen Stunden nicht ausreichen würde.

Dann sollte es ja auch eine Schwerbehinderten-Vertretung geben bei deinem AG und so einfach kann der sich nicht aus der Pflicht nehmen dich zu unterstützen.
Warum wurde denn über eine Umsetzung (wenn die möglich wäre) nicht früher gesprochen, als du noch Vollzeit beschäftigt gewesen bist ...

Völlig verzweifelt, psychisch und physisch am Nullpunkt ging ich diese Woche zu meiner Neurologin und erzählte ihr meine Not. Sie brachte dann ganz schnell das Thema EM-Rente ins Spiel - ich selber kam bis dahin nie auf diese Idee.

Zunächst einmal wird auch sie versuchen müssen dir gesundheitlich / psychisch zu helfen, die EM-Rente macht ja auch nicht gesund und ist ganz sicher keine "problemlose Allerweltslösung".

Leider stellen sich das behandelnde Ärzte oft viel einfacher vor, die Realität sieht ganz anders aus ... was hat sie denn sonst noch anzubieten, dass es dir gesundheitlich mal wieder (deutlich) besser gehen könnte ???

Frage 8.1.: Seit wann und wegen welcher Gesundheitsstörung halten sie sich für erwerbsgemindert?
Soll ich nun den Beginn meiner Krebserkrankung nennen oder den Beginn der Wiedereingliederung, da ich ja erst ab diesem Zeitpunkt merkte, dass ich nicht mehr leistungsfähig bin.

Dazu habe ich dir oben schon was geschrieben, es geht ja irgendwie alles ineinander über und wirkt sich in der Gesamtheit aus ... die psychischen Probleme solltest du da ganz sicher nicht außer Acht lassen ...

Frage 8.2.:Welche Arbeiten können sie nach ihrer Auffassung noch verrichten?
Art? Umfang - wie viele Stunden täglich?

Siehe meinen Hinweis oben dazu, das ist eher eine gemeine "Fangfrage", denn das kann man selber gar nicht einschätzen welche (anderen) Tätigkeiten man vielleicht noch wie lange durchführen könnte ... :icon_evil:

Ich weiss doch nicht, ob ich 1, 2, 3 Stunden arbeiten kann oder gar nicht?

Dann wohl eher "gar nicht" aber freundlicher (wie oben) formuliert, dir ist eine Tätigkeit nicht mehr möglich (KEINE) mit der du noch deinen Lebensunterhalt sichern könntest ( = wirtschaftlicher Wert), das besagt ALLES und NICHTS ...
Du musst dich da überhaupt NICHT festlegen ...

Den Selbsteinschätzungsbogen R0215 werde ich wohl auch mit einreichen oder schaufelt dieser wirklich mein eigenes Grab, wie ich oft gelesen habe?

hast du keinen Papierkorb ???
Lies dir mal diese Fragen alle sehr genau durch und dann wirst du wissen warum man das besser bleiben lassen sollte ...

Ich musste auch um meine EM-Rente kämpfen, zu meiner Zeit gab es diesen Bogen noch gar nicht, es hat aber auch bis zum Gericht nie Jemanden wirklich interessiert "wie ich das so alles selber einschätze".

Am Gericht wurde mir die EM-Rente dann endlich bewilligt für fast 2 Jahre rückwirkend sogar und nach knapp 6 Monaten musste ich schon die Verlängerung beantragen ...
Da war der Bogen dabei und ich haben den gleich entsorgt, der ist freiwillig und freiwillig mache ich keine Angaben "aus der Glaskugel" zu meinem weiteren Leben.

Nach knapp 2 Wochen hatte ich trotzdem die verlängerung im Briefkasten, nun direkt bis zur Altersrente, ich war allerdings auch schon über 60 inzwischen ...

Entscheiden kannst du das letztlich nur selber aber in der Regel interessiert es die DRV nicht im Geringsten wie du das so selber einschätzen würdest mit deiner Erwerbsfähigkeit ...

Wie sind prinzipiell Eure Erfahrungen in Sachen EM-Rente bei Krebserkrankungen - habe ich Chancen auf Erfolg?

Die EM-Rente gibt es nicht wegen bestimmter Diagnosen / Krankheiten sondern NUR wenn man wegen der Auswirkungen / Einschränkungen durch ALLE (vorhandenen und nachweisbaren) Gesundheitsprobleme insgesamt nicht mehr (voll oder teilweise) Erwerbstätig sein KANN ...

Ob das so ist und anerkannt wird, hat letztlich NUR die DRV ALLEINE zu entscheiden ...

MfG Doppeloma
 

wonni71

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Vielen Dank für die vielen Infos.
R0215 ist bereits geschreddert😁

Die Ärzte der AHB haben sich nicht in Sachen Ausübung meines jetzigen Berufes geäussert. Im Entlassungsbericht stand nur, dass ich Bedenken zwecks Bewältigung dieser Situation geäußert habe. Aber die AHB ist nun schon über 2 Jahre her, ich denke nicht, dass diese zur Entscheidung meines Antrages noch bedeutend ist oder? Ich gehe davon aus, dass die DRV mich erneut zur Rehe schicken wird.
Ich erhielt nach meiner Aussteuerung auch einen Monat ALG1, wollte aber wieder arbeiten, da es mir ja besser ging und ich der Meinung war, dass ich die 4 Std. am Tag schon schaffe...
...zumal ich nach meiner Wiedereingliederung den kompletten Urlaub von 2 Jahren ( 14 Wochen ) nehmen musste( wegen der anschließenden Arbeitszeitverkürzung). Also war da wieder keine Möglichkeit zu erkennen, inwieweit ich leistungsfähig bin.

Meine Neurologin versorgt mich mit Psychopharmaka. Die helfen wenigstens, dass ich wieder halbwegs gut schlafen kann. Außerdem war ich ein Jahr lang in psychotherapeutischer Behandlung...aber ohne langfristigen Erfolg.

Grüsse wonni71
 

Susanne42

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Wie währe die Idee, eine psychosomatische Reha zu beantragen? Ich könnte mir vorstellen, dass die DRV das sowieso zunächst verlangen wird.
 

Doppeloma

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Hallo Susanne42,

Wie währe die Idee, eine psychosomatische Reha zu beantragen? Ich könnte mir vorstellen, dass die DRV das sowieso zunächst verlangen wird.

Wenn eine längere Psychotherapie noch keine besondere Wirkung hatte, dürfte diese Idee wohl auch nicht wirklich weiterhelfen ... wenn die DRV das wünscht wird sie sich dazu (nach der EMR-Antragstellung) schon selber äußern und eine solche Reha - Maßnahme verlangen, ehe zur EM-Rente überhaupt entschieden wird.

Wenn man sich aktuell gesundheitlich selber gar nicht (mehr) als Erwerbsfähig ansehen kann, ist es nicht besonders schlau eine Reha zu beantragen ... damit dokumentiert man ja vorrangig wieder voll Erwerbsfähig werden zu wollen.

Fordert die DRV (im Zuge eines Antrages auf EM-Rente) dazu auf, wird es (gezielt) ein Langzeit-Gutachten für die Entscheidung zum Antrag auf EM-Rente ... da hat man das ja dann nicht ganz "freiwillig" beantragt ...
Zu entscheiden ist danach immer noch der ursprüngliche EM-Renten-Antrag, der bereits gestellt wurde und kann bei Bedarf über Widerspruch und Klage weiter verfolgt werden.

Wird man aus einer (vorher) selbst beantragten Reha voll Erwerbsfähig entlassen dann ist es eher sehr sinnfrei mit diesem "positiven" Reha-Ergebnis bald danach eine EM-Rente zu beantragen ... "Umdeutungen" (in EM-Rente) von solchen Reha-Maßnahmen sind eher die Ausnahme als die Regel ... darauf sollte man besser gar nicht erst hoffen.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo wonni71,

Die Ärzte der AHB haben sich nicht in Sachen Ausübung meines jetzigen Berufes geäussert. Im Entlassungsbericht stand nur, dass ich Bedenken zwecks Bewältigung dieser Situation geäußert habe.

Das gehört aber dazu, es muss schon klare Äußerungen geben, ob die letzte Tätigkeit noch (Vollzeit / Teilzeit) ausgeübt werden kann / soll oder nicht ... das hat ja auch Bedeutung für eventuell erforderliche berufliche Förderung damit eine andere Tätigkeit möglich wäre ...

Aber die AHB ist nun schon über 2 Jahre her, ich denke nicht, dass diese zur Entscheidung meines Antrages noch bedeutend ist oder? Ich gehe davon aus, dass die DRV mich erneut zur Rehe schicken wird.

Solche Zeiträume sind für die DRV meist kein Problem, die nehmen noch viel ältere AHB- und Reha-Berichte wieder zur Hand wenn man damit schnell eine EM-Rente ablehnen könnte ... alles Andere macht oft zu viel Arbeit und viele Antragsteller geben ja dann auch gleich auf und legen nicht mal Widerspruch ein.

In meinem Bekanntenkreis gab es eine "Blitz"-Ablehnung innerhalb NEUN Kalendertagen (ab Antragstellung) und die beruhte auf einem Reha-Bericht der inzwischen schon über 7 Jahre alt gewesen ist ... :doh:

Es war bereits der 2. Antrag auf EM-Rente den die Betroffene gestellt hatte und sie war bereits seit dieser Reha (also seit über 7 Jahren) dauerhaft AU geschrieben ...
Mehr würde jetzt hier zu weit führen aber wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir dann die "Akteneinsicht" für den Widerspruch bei der DRV eingefordert haben und NUR dieser alte Reha-Bericht, die einzige Entscheidungsgrundlage gewesen ist ...
Abgelehnt wurde der Antrag aber nach (angeblich) gründlichster Prüfung ihres aktuellen Gesundheitszustandes ... o_O

Zur Reha wurde sie nicht mehr aufgefordert von der DRV aber sie musste trotzdem wieder bis zum Sozialgericht, ehe sie endlich die erforderliche EM-Rente bekommen hat (nach dem gerichtlichen Gutachten) nun sogar direkt bis zum Übergang in die Altersrente ... sie war übrigens noch nicht mal 50 Jahre alt zu diesem Zeitpunkt ... und die Regel-Altersrente wird sie wahrscheinlich gar nicht erreichen gesundheitlich ... :icon_cry:

Du wirst also sehr wahrscheinlich viel Geduld und einen langen Atem brauchen, aktuell werden rund 60 % aller Erstanträge auf EM-Rente abgelehnt ganz unabhängig davon, ob das gesundheitlich dringend erforderlich ist oder vielleicht doch nicht.

MfG Doppeloma
 

wonni71

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Vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten.
Natürlich steht im Entlassungsbericht, dass ich wieder Vollzeit arbeiten darf. Ich meinte nur, dass auf meine " spezielle" berufliche Situation nicht eingegangen wurde. Aber das interessiert doch eh keinen...friss oder sterb. Du musst " funktionieren" in dieser Gesellschaft...wenn du das nicht kannst, musst du sehen, wie du allein damit zurechtkommst. Wirklich helfen tut dir niemand bzw. wird es einem verdammt schwer gemacht...wenn du keinen langen Atem hast, gehst du unter...

Ich mache mir keine Hoffnung in Sachen Rente...aber ich kann dann wenigstens sagen, dass ich alles mögliche probiert habe😊

In dem Sinne...lässt Euch nicht unterkriegen...das Leben geht immer irgendwie weiter🤐
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Ich würd die Sache mit der internen Umsetzung noch verfolgen und da Schwerbehindertenbeauftragten und Integrationsamt mit ins Boot holen.
Du hast Anspruch auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz, und wenn eine Umsetzung zum aktuellen Gehalt z.B. nur mit einer Weiterbildungsmaßnahme möglich ist, kann man dafür Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragen.

Natürlich macht der Rentenantrag auch Sinn, damit evtl eine Teil-Rente dabei herauskommt.
 
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