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Ich hab ein Problemchen...

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ExitUser

Gast
Also ich beschreibe euch mal mein Problem....Ich bin eine 20 Jährige Mutter. Zur Zeit absolviere ich ein 1 Jähriges Praktikum auf 210 € basis. Dadurch das ich mit dem Auto meiner Oma zur Arbeit fahren muss (je 40 km hin und 40 km zurück) vertanke ich mein ganzes Gehalt. Ansonsten bekomme ich nur 127€ Unterhalt vom Jugendamt. Ab dem 01.08.07 mache ich eine Ausbildung zur Heilerziehungshelferin die nicht bezahlt wird. Der Arbeitsweg bleibt aber der gleiche. Mein Freund (auch der Vater des Kindes ist) und ich wollen nun zusammen ziehen. Mein Freund selbst fängt ab August auch eine Ausbildung an wo er so um die 500 € verdiehnt. Für meinen Sohn ist auch gesorgt er geht ab dem 01.08 in den Kindergarten (Hort - bis 16 uhr). Nun haben wir uns schlau gemacht nach einer Wohnung.Ich verstehe mich mit meinen Eltern nicht sehr gut und sie mischen sich andauernt in die Erziehung meines Kindes. (Kaufen ja nur Kinderwurst mit Piratenmotiv und Bob der Baumeisterwurst etc...) Sie machen mich andauernt schlecht. Als ich mich meiner Schwester anvertraute dachte ich sie kann mir vielleicht einen Rat geben aber nein so sollte es nicht sein.Sie machte mich nur runter und auch wieder schlecht. Hätte ich meine Oma nicht und die Eltern meines Freundes wäre ich richtig verloren...Nun haben wir eine Wohnung gefunden die den Richtlinen passt wir liegen immer unter dem Satz den wir haben dürfen. Dann habe ich meinen Eltern versucht gestern abend klarzumachen das wir so langsam ausziehen wollen. Es gab wieder so ein Geschreie das ich nach 10 min in mein Zimmer geflüchtet bin...Nun sollen wir den Mietvertrag aber bis Freitag unterschreiben sonst bekommen wir die tolle Wohnung nicht. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich kann hier nicht mehr leben ich fühle mich hier einfach nicht mehr zu Hause. Was soll ich tun? vielleicht kann mir hier jemand helfen ich wäre euch so dankbar.....

Mit freundlichen Grüßen Corisa
 

Unwichtig

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Lies erstmal das hier:

http://www.harald-thome.de/media/files/SGB_II_Folien.pdf

Ab Seite 7:

Das Auszugs- und Umzugsverbot gilt nicht, wenn:

- der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern
verwiesen werden kann,
(§ 22 a S. 2 Nr. 1 SGB II /  wirksam ab 1.4.06)

- derer Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
(§ 22 a S. 2 Nr. 2 SGB II /  wirksam ab 1.4.06)

- ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.
(§ 22 a S. 2 Nr. 3 SGB II /  wirksam ab 1.4.06)

- Von der Erfordernis der Zusicherung kann abgesehen werden, wenn es dem
Betroffenen aus wichtigem Grund nicht zumutbar war, die Zusicherung einzuholen.
(§ 22 a S. 3 Nr. 3 SGB II /  wirksam ab 1.4.06)

Laut Gesetzesbegründung soll bei der Auslegung der „schwerwiegenden sozialen Gründe“
an § 64 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 SGB III angeknüpft werden.
Schwerwiegende soziale Gründe können sein:

•aus Sicht der jungen Volljährigen als auch aus Sicht der Eltern vorliegen;

•auf ein Verschulden kommt es nicht an;

•Störungen im Eltern-Kind-Verhältnis sind schwerwiegend, wenn eine Besserung nicht zu erwarten ist
(Prognosebetrachtung) (so Udo Geiger in: Leitfaden zum Arbeitslosengeld II, 2. Aufl., S. 75)

Seite 8:

Da unter 25-jährigen jungen Erwerbstätigen bisher nicht bürgerliche Rechte –
wie Recht auf Freizügigkeit - aberkannt wurden, haben diese auch unabhängig
von den »schwerwiegenden sozialen Gründen« ein Auszugsrecht, so z.B. bei:

- Zusammenzug mit Partner (mit und ohne Einstandsgemeinschaft)

- Schwangeren oder Alleinerziehenden die unabhängig von ihren Eltern leben
möchten um sich von diesen nicht in die Erziehung reinreden zu lassen oder die
Rahmenbedingung zur Familienbildung schaffen wollen

- Umzug in eine andere Stadt/Kreis/Land, da dort bessere Rahmenbedingungen für
eine Ausbildung oder Arbeit existieren

- Umzug zu einem anderen Verwandten, der sich statt de Eltern geeignet um den U -
25‘er kümmern (insofern nicht von § 22 Abs.2a S. 2 Nr. 3 SGB II gedeckt)

- bei getrennt Lebenden Eltern, Umzug von einem Elternteil zum anderen
 
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