Ich fühle mich hintergangen...

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Gast
Durch Zufall erfur ich VON der Vertretung´´ meines Hausarztes das das JC / wissen wollte ob ich erkrankt sei und es sollten Unterlagen ausgefüllt werden? Genaueres wollte man mir nicht mitteilen nur das die mehrfach angefragt hätten und der Arzt es abwenden konnte´´aber irgendwann etwas ausfüllen musste... Ich habe meinem Arzt nie eine Schweigepflichtsentb. Gegeben, und mache mir Sorgen weshalb mein Arzt mir das nie mitgeteilt hatte. Ich werde ihn damit noch konfrontieren...

2. Weshalb schickt man mich gleichzeitig beim AD / Externen Arzt? Wenn sie zusätzlich bei meinem Arzt anfragen ohne das mich jemand überhaupt in Kenntnis setzt?

Ich fühle mich hintergangen... Wie sieht es §§ eigentlich aus? Welche Unterlagen darf der Arzt ohne mich in Kenntnis zu setzten herausgeben, und an wem??? Was darf er ausfüllen, ohne mir bescheid zu egben, oder kurz anzufragen?



Für Informationen danke ich im Voraus.


M.
 
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Gast
Der darf auf fremde Anfrage gar nix rausgehen.
Auch der Amtsarzt darf dem JC nur die Art der Einschränkung mitteilen, keine Diagnosen.

Nen § hab ich grad nicht zur Hand, aber nutz mal die SuFu hier, da findest einiges.

Grundsätzlich liest sich das für mich so, dass du zumindest mal fürs Erste den zuständigen Datenschutzbeauftragten informieren solltest.
 

Sprotte

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Durch Zufall erfur ich VON der Vertretung´´ meines Hausarztes das das JC / wissen wollte ob ich erkrankt sei und es sollten Unterlagen ausgefüllt werden? Genaueres wollte man mir nicht mitteilen nur das die mehrfach angefragt hätten und der Arzt es abwenden konnte´´aber irgendwann etwas ausfüllen musste...

Es könnte sein,das die sich auf den § 100 SGB X berufen :

§ 100 Auskunftspflicht des Arztes oder Angehörigen eines anderen Heilberufs

(1) Der Arzt oder Angehörige eines anderen Heilberufs ist verpflichtet, dem Leistungsträger im Einzelfall auf Verlangen Auskunft zu erteilen, soweit es für die Durchführung von dessen Aufgaben nach diesem Gesetzbuch erforderlich und 1.es gesetzlich zugelassen ist oder
2.der Betroffene im Einzelfall eingewilligt hat.
Die Einwilligung bedarf der Schriftform, soweit nicht wegen besonderer Umstände eine andere Form angemessen ist. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend für Krankenhäuser sowie für Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen.
(2) Auskünfte auf Fragen, deren Beantwortung dem Arzt, dem Angehörigen eines anderen Heilberufs oder ihnen nahe stehenden Personen (§ 383 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 der Zivilprozessordnung) die Gefahr zuziehen würde, wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden, können verweigert werden.

Jettzt gucken wir uns mal den 383 ZPO an ....... :

6. Personen, denen kraft ihres Amtes, Standes oder Gewerbes Tatsachen anvertraut sind, deren Geheimhaltung durchihre Natur oder durch gesetzliche Vorschrift geboten ist, in Betreff der Tatsachen, auf welche die Verpflichtung zur Verschwiegenheit sich bezieht.

(3) Die Vernehmung der unter Nummern 4 bis 6 bezeichneten Personen ist, auch wenn das Zeugnis nicht verweigert wird, auf Tatsachen nicht zu richten, in Ansehung welcher erhellt, dass ohne Verletzung der Verpflichtung zur Verschwiegenheit ein Zeugnis nicht abgelegt werden kann.
Quelle

Hast du keine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben und gibt es keine "besonderen" Umstände,macht der Arzt sich strafbar ......
Als Arzt würde ich der anfragenden "Behörde" den §383 um die Ohren hauen......und ihnen einen Vortrag bezüglich der Schweigepflicht durch die Ärztekammer zukommen lassen.

Sprich so schnell wie möglich mit deinem Arzt und sage ihm klipp und klar,das du einer pauschalen Entbindung für Amt" Hans und Franz" nach Lust und Laune nicht zustimmst.....allenfalls nach Rücksprache mit dir,für einzelne Sachen,zeitlich begrenzt und niemals ohne Einwilligung in Schriftform,die ihm vorzuliegen hat (...kann ja sonst jeder kommen und zum Arzt sagen "Erzähl mal...") und dann auch nur für den Kollegen Amtsarzt.
Ausserdem hast du ein Recht darauf zu erfahren wer anfragt und warum......ob nun beim Arzt oder einer Behörde.


.......und wie der Bayer schon schrieb,wende dich an den Datenschutzbeauftragten......und lies das SGB I,II,III und X
dort findest du z.B. dies :

§35 SGB I Sozialgeheimniss ......ab §67 SGB X Schutz der Sozialdaten........usw.usf.
 

gelibeh

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Akteneinsicht beim JC beantragen, um zu sehen, was die da in ihren Akten haben. Vielleicht das zuerst, damit die nicht noch was verschwinden lassen.
 
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Gast
Akteneinsicht beim JC beantragen, um zu sehen, was die da in ihren Akten haben. Vielleicht das zuerst, damit die nicht noch was verschwinden lassen.
Vielen Dank für deinen Beitrag. Das Problem ist das meine letzte Akteneinsicht fast 13 Mon. gedauert hat, und ich möchte nicht nochmals 13 Monate warten. Dann habe ich noch eine Frage was die Beantragung der Akteneinsicht angeht, würde es kurz und Knapp diesmal reichen? Ich habe irgendwo gelesen das man genau angeben muss welche Zeiträume und was genau wo(! welches System) man einsehen möchte.

Für Tipps danke ich allen im Voraus.

Gruß
M.
 
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Gast
Hallo Sprotte,

dir auch vielen Dank für deinen Beitrag. Ich habe meinen Arzt klar und deutlich gemacht das ich ihn nicht von der Schweigepflicht entbinde.... Er hat von mir auch nichts schriftliches was das Einverständn.. angeht. Zwar ist er im Urlaub, aber ich möchte von dieser Praxis wissen was sie wann an wem gesendet haben, ob mir diese Informationen zustehen weis ich nicht aber ich werde sie halt beantragen´´...


Zu dem § 100 da kannst du Recht haben, aber es irritiert mich weil sie mich zu einem Externen Arzt geschickt haben, und ich verstehe nicht weshalb sie weiter beim Hausarzt´´ ohne mich zu informieren Informationen(welche???)einerseits abfragen und mein Hausarzt Infos rausgegeben haben muss.. Man hat mir nur beiläufig erklärt das musste´´so gemacht werden, und man hätte keine Diagnosen reingeschrieben.. Was haben sie denn rein geschrieben? Also das würde ich doch gern erfahren, und werde auch hier weiter berichten damit andere User besser vorbereitet sind als ich es war...oder bin..

Kann man sich überhaupt gegen solche Hintertüren´´als Hilfeempfänger wehren? Weshalb reicht eine AUB nicht aus? Wie kann es angehen das sie Daten über einen erheben, und Zwei Stellen (Arzt und JC in dem Fall weis ich noch nicht wer das erfragt hatte) mich selber als Betroff.. nicht informieren?

Informationen beschaffen ist die eine Sache, aber Aufklärung die andere...

Zu deinem Unteren Absatz habe ich ja bereits mitgeteilt das ich keine Schweigepflichtsentb.. unterzeichnet habe.. und den Arzt Klar und deutlich die Lage erklärt habe... Aber das hat wohl wenig gebracht...

Frage.: Was genau meinst du mit besondere Umstände?



Hast du keine Schweigepflichtsentbindung unterschrieben und gibt es keine "besonderen" Umstände,macht der Arzt sich strafbar ......


Ausserdem hast du ein Recht darauf zu erfahren wer anfragt und warum......ob nun beim Arzt oder einer Behörde.

Frage: Schriftlich beim Arzt oder Akteneinsicht warten ....


.......und wie der Bayer schon schrieb,wende dich an den Datenschutzbeauftragten.....

hmm.. wenn die es so hinbiegen §100 dann kann der Datenschutzbeauftr.. wohl auch wenig machen, aber ich werde es auf jeden Fall erwähnen, nur müsste ich die genauen Zeiträume von der praxis erfahren, also mir fehlen Informationen die man mir (noch) vorenthällt...


Ich danke für deinen Beitrag

Gruß

M.



.und lies das SGB I,II,III und X
dort findest du z.B. dies :

§35 SGB I Sozialgeheimniss ......ab §67 SGB X Schutz der Sozialdaten........usw.usf.[/QUOTE]
 
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Gast
Ich habe noch etwas vergessen.. Daher schreibe ich es nachträglich rein.

Wie ist das mit der Untersuchung bei Externen Arzt, also der Bericht von dem Arzt wer erhällt den Arztbericht als erstes? Muss man den selber schriftlich beantragen?

Gruß

M.
 

ZynHH

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Ich würde erst mal den Ball flach halten. Warte bis dein Arzt wieder da ist. Dann mach einen Termin mit ihm und erkundige dich ganz ruhig und sachlich, ob er vom JC kontaktiert wurde.

Vieleicht hat er denen ja auch nur schriftlich mitgeteilt, dass er keine Auskunft geben kann.....
 

Anna B.

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Hallo,

hier steht deutlich drin, dass dein Arzt gar nichts, überhaupt nichts hätte mitteilen dürfen...nicht einmal, ob du dort Patient bist..

Verschwiegenheitspflicht

und hier noch etwas zum Medizinrecht..
besagt eigentlich das gleiche..

Schweigepflicht des Arztes

dein beh. Arzt hat den Mund zu halten...gegenüber jedermann..

ich würde auch fragen, ob er kontaktiert wurde von JC und Co. und ob er Daten rausgegeben hat...

dann weißt du es mit Sicherheit..

wenn er anfängt rumzustottern...tja, da würde ich mir dann Akteneinsicht geben lassen...bei ihm...

und dazu dann das hier:
Herausgabe von Patientenunterlagen & Recht auf Akteneinsicht
 
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ExitUser

Gast
Hallo Anna,

tja für mich kommt es zu spät´´die haben ohne mich in Kenntnis zu setzen entschieden. Begründet wurde es damit das sie etwas schreiben mussten´´... Ich weis nicht wie oft wer was bei meinem Arzt angefragt hatte, aber wie gesagt ich bleib dran..Miese Masche...

Ich werde auf jeden fall nachfragen wer wen kontaktiert hat. Mitgeteilt wurde mir nur formlos das sie keine Diagnosen mitgeteilt hätten...


Ich danke dir sehr für die hilfreichen Links. Ehrich gesagt habe ich keine Lust 2 Wochen auf meinen Arzt zu warten... Ich kann genau so gut die Vertretung ansprechen, ich weis ja nicht wer dafür verantwortlich ist...Vertretung oder Hausarzt?

Und Akteneinsicht werde ich beantragen, obwohl ich weis sie werden es hinauszögern bis zum geht nicht mehr...

Danke

Gruß
M.
 
M

Minimina

Gast
Und Akteneinsicht werde ich beantragen, obwohl ich weis sie werden es hinauszögern bis zum geht nicht mehr..

Wen interessiert das? Du beantragst Akteneinsicht mit Fristsetzung und wenn sie nicht reagieren Untätigkeitsklage!

Wiso willst Du die Vertretung ansprechen. Der der den Mist fabriziert hat und dafür auch verantwortlich zeichnen muss, der soll Dir Rede und Antwort stehen und zwar zuallererst mal in aller Ruhe wie Zyn HH schon schreibt. Was nützt dir das Geschwafel einer Vertretung die es nicht zu verantworten hat und sich möglicherweise was zusammenfantasiert.

Sollte der Arzt seine Schweigepflicht verletzt haben, würde ich persönlich einen Strafantrag stellen und die Ärztekammer informieren. Das macht der nie wieder und vielleicht spricht es sich auch bei seinen Kollegen rum.

Das Arzt- und Anwaltsgeheimnis ist nicht umsonst eines der besten geschützten Rechte in unserem Staat (noch).

LG MM
 

Anna B.

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Hallo,

ich würde auch dagegen vorgehen...

das ist ein großer Rechtsverstoß, den dein Arzt begangen hat...

er hätte gar nichts sagen dürfen und schon gar nicht schreiben..

er darf nicht einmal Auskunft darüber geben, ob du überhaupt dort Patientin bist..

wenn er tatsächlich irgendwelche Auskunft (auch nur bestätigt, dass du Patient bist) gegeben hat, dann würde der mich kennenlernen..Strafanzeige wäre das wenigste..

und Ärztekammer sowieso...
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Minimina,

meine letzte Akteneinsicht dauerte fast 13 Mon... an, mit Hinhaltetaktiken.. Ich habe in der Papierakte nichts über Ärztl. Anfragen finden können. Da die Hälfte der Akte beim SG sein wird.... wird das JC sich darauf auch beziehen das Akteneinsicht vorher nicht möglich sein wird... Wo müsste ich aktuell dann die erneute Akteneinsicht beantragen, beim SG oder beim JC beim Rechtsamt?

2 Frage: Vielleicht wird dieser Vorgang auch woanders z.B in VERBIS aufbewahrt? Es wäre gut zu wissen wonach man suchen müsste, weil eine Akteneinsicht sehr umfangreich sein kann. In der Papierakte habe ich nichts darüber gefunden.. . Verbis Einsicht.. ist beim SG nicht möglich gewesen, kann aber sein das es sich inzwischen geändert hat? Daher bin ich verunsichert wo ich die erneute Akteneinsicht beantragen soll?
Für Rückmeldung, danke ich im Voraus.

Gruß
M.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

ich würde auch dagegen vorgehen...

das ist ein großer Rechtsverstoß, den dein Arzt begangen hat...

er hätte gar nichts sagen dürfen und schon gar nicht schreiben..

er darf nicht einmal Auskunft darüber geben, ob du überhaupt dort Patientin bist..

wenn er tatsächlich irgendwelche Auskunft (auch nur bestätigt, dass du Patient bist) gegeben hat, dann würde der mich kennenlernen..Strafanzeige wäre das wenigste..

und Ärztekammer sowieso...
Hallo Anna B.

solange ich nicht weis wer wann welche Daten an wem herausgegeben hat, befinde ich mich etwas in der Zwickmühle...Ich bin mit der Aussage des Vertretungsarztes (wir haben keine diagnosen...geschrieben) nicht zufrieden, weil ich über den gesamten Vorgang nichts wusste...


Mein Arzt hatte kein OK / Sozialdaten von mir an irgendwem weiter zu leiten.. Ich werde erst entscheiden können wenn man mir erneute Akteneinsicht gestatten wird.... und je nachdem was die Befragung meines Arztes ergeben wird..
Große Probleme sehe ich bei der Beantragung der Akteneinsicht: Die Akte befindet sich beim SG ...Das werden die JC auch so begründen...VERBIS müsste aber wenigstens drin sein beim JC...mal sehen..

Ich danke auch dir für deine Beiträge.
Gruß
M.
 
M

Minimina

Gast
@ millos:

Ich beantworte hiermit Deine PN öffentlich:

Wenn Deine Papierakte beim SG ist ist das um so besser, denn damit kannst Du sofort morgen persönlich zum SG hingehen und mündlich Akteneinsicht beantragen oder Du machst vorher einen Schrieb fertig, den Du dann mitnimmst.

So gut wie immer kannst Du dann im Gerichtsgebäude direkt Einsicht in Deine Akte erhalten. Du bittest den Rechtspfleger oder Gerichtsgehilfen den/die zuständigen/e Richter/in anzurufen und die Akteneinsicht direkt zu gestatten. Das klappt meist problemlos. Wenn nicht das Schreiben mit Fristsetzung von ca. 3 Tagen abgeben. Das sollte dann auch klappen.

Kopien bei Gericht kosten ca. 50 cent, wobei die ersten 10 Kopien meist kostenfrei sind.

Gleichzeitig stellst Du parallel den Antrag auf Akteneinsicht beim JC in Deine VerBIS Akte und zwar schriftlich mit Fristsetzung von 2 Wochen und lässt Dir das durch Stempel und Kurzzeichen beim JC quittieren.

Eine Begründung für die Akteneinsicht benötigst Du weder beim Gericht noch beim JC. Es ist schließlich Deine Akte.

Werde aktiv und gesund :icon_smile:

LG MM
 
E

ExitUser

Gast
Danke Minimina,

aber wie ich schon schrieb ich habe meine Papierakte abfotografiert´´da ist nichts!!! Daher auch meine Vermutung entweder ist das in VERBIS vermerkt (Einsicht beim SG war für VERBIS Akte nicht möglich), oder es ist in der Retentakte...Beides befindet sich beim JC..bis auf die Papierakte.. Ich kann mir kaum vorstellen das die das an das SG zusenden.. aber wer weis..

Und Mündlich Akteneinsicht beim SG beantragen, habe ich noch nie gemacht, werde aber berichten, wenn ich doch Einsicht brauchen sollte in die Papierkate..DANKE

Es kostet etwas Überwindung´´Fragen zu stellen aber ich finde andere User sollen auch Gelegenheit haben anhand solcher Beispiele/ Abläufe einiges besser zu machen und informiert zu sein falls sie in einer ähnlichen Situation sein sollten was ich niemandem wünsche... Daher hatte ich mich entschlossen die Fragen öffentlich im Forum zu stellen.

Gruß
M.

So gut wie immer kannst Du dann im Gerichtsgebäude direkt Einsicht in Deine Akte erhalten. Du bittest den Rechtspfleger oder Gerichtsgehilfen den/die zuständigen/e Richter/in anzurufen und die Akteneinsicht direkt zu gestatten. Das klappt meist problemlos. Wenn nicht das Schreiben mit Fristsetzung von ca. 3 Tagen abgeben. Das sollte dann auch klappen.

Kopien bei Gericht kosten ca. 50 cent, wobei die ersten 10 Kopien meist kostenfrei sind.

Gleichzeitig stellst Du parallel den Antrag auf Akteneinsicht beim JC in Deine VerBIS Akte und zwar schriftlich mit Fristsetzung von 2 Wochen und lässt Dir das durch Stempel und Kurzzeichen beim JC quittieren.

Eine Begründung für die Akteneinsicht benötigst Du weder beim Gericht noch beim JC. Es ist schließlich Deine Akte.

Werde aktiv und gesund :icon_smile:

LG MM[/QUOTE]
 

Sprotte

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....aber ich möchte von dieser Praxis wissen was sie wann an wem gesendet haben, ob mir diese Informationen zustehen weis ich nicht aber ich werde sie halt beantragen´´...

Der Arzt wird dir diese Fragen beantworten müssen,da gibt es nichts zu "beantragen" höchstens eine Auskunft zu fordern.


Man hat mir nur beiläufig erklärt das musste´´so gemacht werden, und man hätte keine Diagnosen reingeschrieben..
Dann fragst du nach der Rechtsgrundlage (§§) die 60iger Mitwirkung geben das nicht her.Sollte es tatsächlich der §100 sein,dann hat niemand in der Praxis gelesen was da überhaupt drinsteht....und das der Arzt auf Grund seiner gesetzlichen Schweigepflicht genau wie ein Anwalt überhaupt nichts mitteilen muss.
Anna hat dazu gute Links eingestellt...lies sie.



Frage.: Was genau meinst du mit besondere Umstände?
Nicht ich ;) ...so steht es im §100 Abs 2 ....ich könnte mir vorstellen,das damit z.B. ein Betreuer gemeint ist.Dann müsste die Schweigepflichtsentbindung bei ihm geholt werden....oder beim Betreuungsgericht.


Ausserdem hast du ein Recht darauf zu erfahren wer anfragt und warum......ob nun beim Arzt oder einer Behörde.
Frage: Schriftlich beim Arzt oder Akteneinsicht warten ....
Akteneinsicht (Amt) beantragt man ......Patientenakte (Arzt) verlangt man,freundlich aber bestimmt (Links von Anna) und dann sucht man sich einen anderen Hausarzt,weil das Vertrauensverhältniss unreparierbar zerrüttet,zerstört ist.


PS.: Such dir in deiner Stadt eine Erwerbslosen-Ini,damit du vor Ort mehr Unterstützung hast,eventuell eine Begleitung (§13 SGB X),auch zum Arzt brauchst du nicht allein gehen,das ist wiederum Patientenrecht.
 
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Gast
Der Arzt wird dir diese Fragen beantworten müssen,da gibt es nichts zu "beantragen" höchstens eine Auskunft zu fordern.


Dann fragst du nach der Rechtsgrundlage (§§) die 60iger Mitwirkung geben das nicht her.Sollte es tatsächlich der §100 sein,dann hat niemand in der Praxis gelesen was da überhaupt drinsteht....und das der Arzt auf Grund seiner gesetzlichen Schweigepflicht genau wie ein Anwalt überhaupt nichts mitteilen muss.
Anna hat dazu gute Links eingestellt...lies sie.



Nicht ich ;) ...so steht es im §100 Abs 2 ....ich könnte mir vorstellen,das damit z.B. ein Betreuer gemeint ist.Dann müsste die Schweigepflichtsentbindung bei ihm geholt werden....oder beim Betreuungsgericht.


Akteneinsicht (Amt) beantragt man ......Patientenakte (Arzt) verlangt man,freundlich aber bestimmt (Links von Anna) und dann sucht man sich einen anderen Hausarzt,weil das Vertrauensverhältniss unreparierbar zerrüttet,zerstört ist.


PS.: Such dir in deiner Stadt eine Erwerbslosen-Ini,damit du vor Ort mehr Unterstützung hast,eventuell eine Begleitung (§13 SGB X),auch zum Arzt brauchst du nicht allein gehen,das ist wiederum Patientenrecht.
ja, werde den Arzt wechseln, da ist etwas vorgefallen hat was so in der Form ungewöhnlich....für mich ist.

Zu der Schweigepflichtsentb... ich habe Niemandem etwas erteilt, im Gegenteil...Auch habe ich keinen Betreuer...Also alles war klar und deutlich meinem Arzt mitgeteilt worden..

Meine Frage: Soll ich schriftlich beim Arzt Auskunft einholen oder mündlich? Ich will nicht das man Nachher sagt man hätten mir bereits etwas zugeschickt..was ich nie erhalten habe´´... Daher schwanke ich mal wieder...

Gruß
M.
 
M

Minimina

Gast
Meine Frage: Soll ich schriftlich beim Arzt Auskunft einholen oder mündlich? Ich will nicht das man Nachher sagt man hätten mir bereits etwas zugeschickt..was ich nie erhalten habe´´... Daher schwanke ich mal wieder...

Am besten mit einem Zeugen zum Arzt und freundlich um die Patientenakte bitten und Kopien. Wenn er das nicht machen will, dann schriftlich per Einschreiben/Rsch. oder Fax den Besuch als Protokoll mit Unterschrift des Zeugen und mit nochmaliger Bitte der Kopien schicken. Da er dann ja schon zeigt, dass er nicht kooperieren will, würde ich auch gleich reinschreiben, daß Du Dich an die Ärztekammer wendest und an die Krankenkasse, falls Deinem Wunsch auf Kopie der Patientenakte nicht entsprochen wird.

Bitte auch um die "vollumfängliche" Patientenakte bitten und Auskunft darüber wer wann welche Informationen Deiner persönlichen Daten erhalten hat.

Sollten dann im Abgleich mit der VerBIS-Akte Ungereimtheiten ersichtlich sein, dann direkt einen Strafantrag gegen den Arzt stellen. Dann kannst Du gleich Strafantrag wegen Verletzung der Schweigepflicht und Falschaussage stellen.

Auch das JC würde ich nicht ungeschoren davon kommen lassen, denn da keine Schweigepflichtsentbindung vorgelegen hat ist das vorsätzlich rechtswidriges Verhalten.

Dass man sich von so einem Arzt nicht mehr behandeln lässt, versteht sich von selbst.

Im Grunde ist man als Bürger auch dazu verpflichtet auf die Einhaltung der Gesetze zu pochen, sonst Gute Nacht.

LG MM
 
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Gast
Danke Minimina,

werde ich machen, und ich bin gespannt was da so auf mich zukommen wird...Es interessiert mich wie man hinter dem Rücken seiner Patienten solche Sachen ausfüllt...und vorallem was genau...

Frage: Verbis ist sehr komplex aufgebaut, bei meiner Akteneinsicht war es so das ich Daten/ZEITRÄUME nennen musste und sie schauten was in dem System vermerkt war...

Würden die Zeiträume´´(sofern ich sie bei meinem Arzt erfragen kann) ausreichen, z.B Datum...dann und dann was wurde vermerkt?

Gruß
M.
 
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ExitUser

Gast
??Ich fühle mich hintergangen...

Hallo an alle,



ich hab erneut eine Menge Fragen, die sich zusätzlich ergeben haben. Es sind verschiedene Themen, die aber doch irgendwie zusammengehören.


Nachdem ich schriftl. beim Doc..Angefragt hatte wer wann was an Daten über mich angefordert und was der Doc an wem weitergeleitet hatte, bekam ich nur mündlich man hätte mich verwechselt´´ da wurde nichts angefragt... Ich fragte die Vertretung ob er sicher sei? Dieser sagte ja ganz sicher, ich habe alles nochmals überprüft. Da hab ich sie verwechselt´´...

Frage: Was würdet ihr tun wenn Arzt nichts schriftl. Herausgeben möchte oder nichts hat im Bezug auf die Herausgabe der Sozialdaten?


Zusätzlich beschäftigt mich noch der Satz: Wir müssen reagieren´´und erteilen keine Diagnosen.. Frage: Reicht es wenn man mündlich mehrmals dem behandelnden Hausarzt mitteilt das man keine Schweigepflichtsentb.. erteilt, und keine Daten herausgegeben werden sollen?


weitere Frage: Wenn der Arzt auf Anfragen vom JC - darauf reagieren muss, muss er ohne den Patienten zu informieren darauf reagieren? Steht es so im §§? Also sie antworten zurück, ohne das der Patient merkt was da abläuft, auch wenn sie keine Diagnosen aufschreiben? Ich kann es eh nicht überprüfen was sie da weitergeben an wem.. aber es interessiert mich wie das wirklich vom Gestz her normalerweise ablaufen müsste. Was darf der Arzt ohne den Patienten, was darf er nicht?



Thema Akteneinsicht erneut..

Ein weiteres Problem: Ich habe erneute Akteneinsicht beantragt, aber da die Akte beim SG sei´´( ich denke nicht das die Gesamtakte dort aufbewahrt wird.. gerade was die Aktuellen Zeiträume angehen) , soll ich abwarten man wird sich bei mir melden..... Ich will aber nicht mehr abwarten... Hat jemand eine Idee? Einen Antrag hatte ich schriftl. Gestellt und Zeitraum von14 Tage als Rückmeldung gegeben.. Nun haben sie = JC damit auf meine Anfrage reagiert´´ und ich bin wieder am warten .. Was kann ich noch tun?


Thema AUB/Einladung JC

Und eine weitere Frage: Mein Hausarzt sagte mir auch bei einer AUB muss man Einladungsgespräche beim JC neuerdings nachgehen. Aktuell habe ich zusätzlich die Vertretung meines Arztes angefragt weil mein Doc noch im Urlaub ist, und der sagte zu mir nein.. Was stimmt den nun?


Thema Gutachten des Externene Amtsarztes..

Die Untersuchung beim Externen Arzt / Amtsarzt ist erfolgt. Dieser wurde von mir schriftl.aufgefordert mir(!) sein Gutachten zuzusenden, hat er aber bisher nicht nötig..gehabt, und reagiert nicht..



Thema nach der Untersuchung /Amtsarzt.. Einladung SB..

Dann erhielt ich nach der Untersuchung eine Einladung vom SB... Man möchte über meine berufl. ... Sit.. sprechen.. Also muss der SB/ JC das Gutachten bereits irgendwie vom Externen Arzt erhalten haben, als einiziger hab ich nichts von all dem mitbekommen... Warum eigentlich nicht? Ich hatte sogar den Externen Arzt mein Anschreiben in dem ich ihn auffordere mir das Gutachten als erstes zusenden extra unterzeichnen lassen... Gilt seine Unterschrift nicht? Wie ist das §§ geregelt, wenn ich schriftl. den Arzt unterzeichnen lasse das er mir als erstes das Gutachten auslegen soll, es wurde keine Schweigepflichtsentbindung so lange von mir erteilt werden..bzw. würde die erst ereilt werden wenn er mir das Gutachten rechtz. ausstellen würde und ich überprüfe...so ähnlich hab ich es geschrieben.. Der hat es unterzeichnet...gillt seine Unterschrift / Kenntnisnahme nicht?


Für mich sieht es so aus, das sie alle hinter meinem Rücken sich untereinander abgesprochen haben... Das zeigte auch der Besuch beim Doc... Die Akteneinsicht die hinnausgezögert wird...Ich werde das Gespräch mit meinem Arzt zusätzlich suchen sobald er vom Urlaub zurück sein wird, aber ich erhoffe mir nichts gutes mehr...



Ich danke im Voaraus.. für s Zuhören..



Gruß
M.
 

Anna B.

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Hallo,

es kommt natürlich drauf an, wieviel Vertrauen du zu deinem Arzt hast..
du könntest jetzt auch beim Arzt Akteneinsicht verlangen...

desweiteren unterliegen die Ärzte der Schweigepflicht..die geht sogar so weit, dass sie noch nicht einmal irgendjemandem mitteilen dürfen, dass du dort in Behandlung bist..

hatte ich dir in meinen vorherigen Posts auch bereits mehrfach mitgeteilt...

es gibt keinen "erlaubten" Datenaustausch zwischen JC und Arzt hinter dem Rücken des Patienten...wenn er das gemacht hat, hat er gegen ein geltendes Gesetz verstoßen und dabei würde er eine Menge riskieren..

zum Thema Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und Wegeunfähigkeitsbescheinigungen oder Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien ist hier im Forum bereits so viel geschrieben worden...da benutze einfach mal bitte die Suchfunktion..

das gleiche mit den Gutachten..

du mußt schriftlich die Gutachten Teil A und Teil B bei dem Gutachter anfordern....drucke den Gesetzestext zu § 25 SGB X aus

§ 25 SGB X Akteneinsicht durch Beteiligte - dejure.org

und füge das deinem Anschreiben bei....

die sind verpflichtet, dir das Gutachten Teil A sowie Teil B zu übersenden..

achte darauf, in Teil B dürfen keinerlei Diagnosen genannt sein...

auch hier empfehle ich die Suchfunktion..ist auch bereits sehr viel drüber geschrieben worden..

schau hier noch einmal:

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...09-2011-Einschaltung-Fachdienste-Anlage-1.pdf

sehr umfangreich...zum Ablauf des Gutachtens...

und noch einmal...
dein beh. Arzt darf nicht mit dem JC in irgendeiner Angelegenheit kommunizieren....alles nur, wenn du schriftlich eingewilligt hast...

von daher..wenn das Vertrauen eh hin ist...fordere Akteneinsciht beim Arzt...
 
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