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Ich, Daniel Blake - oder wie man im Sozialsystem zu überleben versucht

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#1
Ken Loach - I, Daniel Blake- Goldene Palme

Jobcenter in GB- die Schikanen +Demütigungen zeigt der sozialkritische Film...ähnlich wie hier die Jobcenter erkennt Loach die absurde Disfunktionaliät + die sinnlosen bürokratischen Schikanen als Absicht des Staates + seiner Akteure. Der Staat treibt so wie hierzulande (Schroeder-Blair Papier!) die JC Abhängigen mit Absicht auch in Hunger + Selbstmord...

Unbedingt ansehen:icon_hihi:

Eine gute Entscheidung der Jury von Cannes-
 
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#2
AW: Ken Loach - I, Daniel Blake- Goldene Palme

Jobcenter in GB- die Schikanen +Demütigungen zeigt der sozialkritische Film...ähnlich wie hier die Jobcenter erkennt Loach die absurde Disfunktionaliät + die sinnlosen bürokratischen Schikanen als Absicht des Staates + seiner Akteure. Der Staat treibt so wie hierzulande (Schroeder-Blair Papier!) die JC Abhängigen mit Absicht auch in Hunger + Selbstmord...

Unbedingt ansehen:icon_hihi:

Eine gute Entscheidung der Jury von Cannes-
Gute Wahl der Jury dachte ich auch sofort als ich hörte wer die Goldene Palme gewonnen hat.
 

Texter50

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#4
Gestern per Zufall im Dummfug entdeckt, die Vorstellung des Films.
Ist ein Film aus England, aber wer mal in dem System drin war/ist, erkennt da etliche Dinge wieder, die mit unserer Situation voll übereinstimmen...

Daniel Blake (Dave Johns) hat sein ganzes Leben lang seine Steuern bezahlt und sich geradlinig und anständig durchgeschlagen, wie es ein ganz normaler Durchschnittsengländer so tut. Doch dann bringt ihn seine Gesundheit in die Bredouille und Daniel ist plötzlich auf Sozialhilfe angewiesen.
Ich, Daniel Blake Film (2016) · Trailer · Kritik · KINO.de
 

ThisIsTheEnd

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#6
Siehe auch hier:

https://www.elo-forum.org/kultur/170006-ken-loach-daniel-blake-goldene-palme.html


Von Loach gibt es auch den Film "It's a free world" aus dem Jahr 2007. Der ist ziemlich authentisch und absolut sehenswert.

Handlung

Der Film beginnt mit Einblicken in zahlreiche Arbeitsvermittlungsgespräche. Eine britische Arbeitsvermittlungsagentur sucht in Polen nach Arbeitskräften für den englischen Markt. Eine der Arbeitsvermittlerinnen ist Angie. Am Abend flirtet sie in einer Bar mit Karol, einem jungen Polen, da rufen die Kollegen sie an ihren Tisch. Ihr Chef legt ihr besitzergreifend die Hand auf den Hintern, sie fühlt sich belästigt und gießt ihm sein Getränk ins Gesicht. Am nächsten Tag ist sie ihren Job los. Aber Angie will sich nicht kleinkriegen lassen und beschließt, selbst eine Zeitarbeitsfirma zu gründen. Dabei soll Rose, ihre Mitbewohnerin, die bisher in einem Callcenter gearbeitet hat, ihr helfen. Rose hat Bedenken, erklärt sich dann aber dazu bereit. Ein Bekannter stellt den Hof seiner Gaststätte als Abholplatz zur Verfügung. Angie legt sich ein Motorrad zu, das zu ihrem Markenzeichen wird – mit unter dem Helm hervorflatterndem Blondhaar düst sie von nun an von Firma zu Firma. Es sind vor allem polnische und andere osteuropäische Arbeiter, die Angie mit steigendem Erfolg wochen-, tage-, oder stundenweise vermittelt. Rose macht für sie die Buchhaltung. Sehr bald treten auch Ausländer ohne Papiere an sie heran. Bei einem Iraner zeigt Angie ein Herz und nimmt ihn und seine Familie vorübergehend bei sich auf, obwohl Rose ihr dringend davon abrät, sich auf Illegale einzulassen.

Beim Beitrag darüber war ich erstaunt, wie ähnlich das englische System dem hiesigen ist.
Das Rezepte stammt ja auch aus der neoliberalen Giftküche für den "modernen Sozialstaat".
 

ThisIsTheEnd

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#7
AW: Ken Loach - I, Daniel Blake- Goldene Palme

Die subversive Kraft der Phantasie

Im Kino: »Ich, Daniel Blake« von Ken Loach und Paul Laverty ist ein großer Film über Würde und Mitgefühl im Kapitalismus
Dieses Thema fiktional aufzuarbeiten, birgt einen leicht ersichtlichen Nachteil. Für Menschen, die noch nie einzig und allein dem Sozialstaat ausgeliefert waren - und dazu dürfte ein erheblicher Teil des Ken-Loach-Publikums zählen - ist das Thema so abstrakt, dass ihnen manche der dramatischen Sequenzen in diesem Film unrealistisch erscheinen könnten. Andererseits wäre ein schonungsloser Dokumentarfilm über die kapitalistische Bürokratie wohl nie ins Kino gelangt und wäre vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen als propagandistisch abgelehnt worden.
Die Kamera zeigt keine Abziehbilder, sondern immer und überall - Menschen. Die stärkste Nebenfigur ist eine Jobcenter-Mitarbeiterin, die dem mit den Formularen überforderten Daniel helfen will und dafür Prügel von oben bezieht, weil Hilfe »das falsche Signal« an die »Kunden« sende. Solange es Menschen wie diese Frau in einem seelenlosen System gibt, ist noch nicht alles verloren. So zeigt Ken Loach es in diesem wie in seinen anderen Filmen. Sie sind auf angenehme Weise aus der Zeit gefallen, denn sie atmen den Geist der Solidarität.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1033174.die-subversive-kraft-der-phantasie.html
 
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Gast1

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#8
Habe mir heute diesen Film im Kino angeschaut. Ich frage mich, ob folgende Schilderungen in dem Film plausibel sind, also der Realität in Bezug auf die Gesetze der englischen Version von Hartz IV ("Job Seekers Allowance") entsprechen:

1. Nach Erhalt eines versagenden Bescheids ist der Widerspruch erst dann zulässig, nachdem der (übergeordnete?) Leistungsträger noch einmal über den Sachverhalt entschieden hat

2. Anträge auf die "Job Seekers Allowance" können nur online gestellt werden.

3. Ein Meldeversäumnis zieht eine 40%ige Sanktion nach sich.

4. Wer die "Job Seekers Allowance" unsanktioniert weiter erhalten will, muss während des Leistungsbezugs nachweisen, dass er oder sie sich 35 h pro Woche um Arbeit bemüht hat.
 
G

Gast1

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#10
Hier eine Plausibiltätsprüfung der (aber nicht aller) Ereignisse und Umstände, wie sie in dem Film geschildert werden:

Are you Daniel Blake? Here’s a guide to using our nightmarish benefits system

Ken Loach’s brilliant film, I, Daniel Blake, is a highly realistic portrayal of many of the problems with the UK benefits system. We at the Zacchaeus 2000 Trust (Z2K) – a charity addressing poverty issues caused by unfairness in the law, legal and benefits system – were deeply moved by how it showed the day-to-day reality of poverty and trying to access welfare benefit
https://www.theguardian.com/comment...blake-guide-benefits-system-welfare-claimants
 

Jaskolki77

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#11
Habe mir heute diesen Film im Kino angeschaut. Ich frage mich, ob folgende Schilderungen in dem Film plausibel sind...
Gestern habe ich den Film auch gesehen. Die Details, die Du nennst, sind mir auch aufgefallen, und hoffe sehr für Loach, dass sie den Realitäts-Check bestehen. Werde mir den letzten Link noch in Ruhe zu Gemüte führen.

Auftrag war keine Rezension, sondern, nach der Vorstellung im Foyer O-Ton der Gäste zu sammeln. Stammpublikum dieses Hauses - grob vereinfacht - sind eher gut betuchte Grünwähler zwischen 50 und 70, die sich für kulturell und politisch aufgeschlossen halten. Sich dabei aber, sagen wir es so: ihre Genussfreudigkeit bewahrt haben.

Aus den Notizen:

Eine Besucherin: Oh Gott, das ist ja wirklich tragisch. War mir gar nicht so klar, wie das heute so läuft...
Ihr Begleiter: Du musst aber auch berücksichtigen, dass das England ist und nicht Deutschland.
Ein anderer: Ziemlich dick aufgetragen. Aber das müssen sie auch, ist ja schließlich Kino (zwinker, zwinker, umsichschau) ...
Mein Gedanke, unausgesprochen: Tummel Dich mal einen halben Tag im Forum, Du wirst staunen, was da für Filme laufen...
Andere Besucherin: Ich hatte von den Briten eigentlich eher eine Komödie erwartet, von mir aus auch eine schwarze...
Begleiterin: Nee, nee, die haben doch schon gewarnt, dass das eher eine Tragödie ist, sonst wäre das mit der Goldenen Palme auch nichts geworden...
Ein Mann mit gelbgrauen langen Haaren mischt sich ein: Nichts anderes als eine Tragödie ist diesem Sujet angemessen...
Zwinker-Mann: Sie sind jetzt aber nicht frustriert, oder? Wäre doch schade um den schönen Abend...
Gelbgrauer Mann (bitter auflachend): Nee, nur bestätigt. Die besten Filme laufen immer im Foyer.
Und tritt ab.
Tragische Frau: Aber findet ihr nicht auch, dass es ganz schön kalt war? Draußen Temperaturen um den Gefrierpunkt, da hätten die ja mal ein bisschen einheizen können.
 
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#12
Jaskolki77, gut zu wissen, dass wenigstens eine(r) aus dem Forum noch den Film gesehen hat ;-)

Ich glaube, dass sich auch Fehler hinsichtlich der Plausibilität der Umstände und Ereignisse in dem Film durch die Übersetzung des Films ins Deutsche (für die Synchronsprecher oder für die Untertitel) eingeschlichen haben könnten. Der Übersetzer des im Film Gesprochenen muss sich einerseits gut mit dem deutschen SGB, andererseits mit der britischen Sozialgesetzgebung auskennen, damit seine oder ihre Übersetzung richtig ist.

Als ich den Film sah, waren mit mir 5 Leute im Saal anwesend. Mit einem von ihnen habe ich nach dem Film gesprochen, er kam mir auch gut situiert, aber politisch links eingestellt vor, er war auch schon eines etwas älteren Datums. Habe ihm u. a. erzählt, dass man bei Bezug von ALG II auf 0 sanktioniert werden kann, 3 Monate lang. Das wusste er nicht.
 

Kerstin_K

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#13
Das Englische Sozialsystem ist für Deutsche fast nicht zu verstehen, ich versuche es seit Jahren. Eien Freundin von mit, Engländerin benötigt z. B.orthopädissche Schuhe, um überhaupt laufen zu können. DOe bekommt sie dann per Post zugeschickt, wenn sie mal ertig sind. Okay. Aber jetzt sassen die nicht wie sie sollten und es musste nachgearbeitet werden. Sie also wieder eingeschickt. Die Schuhe kmen zurück und wären perfekt gewesen, wenn man jetzt ncht leider irgendwie rechts und links verwechselt hätte und der Verschlüss demzufolge jeweils an der Fußinneseite saß satt aussen.:doh:

Ich meinte zu ihr, schick sie doch einfach nochmal ein, das ist ja offensichtlich falsch. Da erklärte sie mir, dass das nicht geht. Weil sie die Schuhe schon einmal reklamiert hat, muss sie die jetzt ein Jahr behalten und erst dann kann sie sie wieder reklamieren. Dass die Schuhe so untragbar waren spielte keine Rolle.:icon_kratz:

Ich begreife dieses System jedenfals nicht.
 

Jaskolki77

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#14
Als ich den Film sah, waren mit mir 5 Leute im Saal anwesend. Mit einem von ihnen habe ich nach dem Film gesprochen, er kam mir auch gut situiert, aber politisch links eingestellt vor, er war auch schon eines etwas älteren Datums. Habe ihm u. a. erzählt, dass man bei Bezug von ALG II auf 0 sanktioniert werden kann, 3 Monate lang. Das wusste er nicht.
Kann ich nachvollziehen, das Stammpublikum des Kinos, in dem ich den Film gesehen habe, würde sich auch uneingeschränkt als links bezeichnen.

Dennoch können sie die auf-Null-Sanktionierung nicht nachvollziehen. Übertreibung, ein Horror-Märchen.
 
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#15
Der Film, was das Sanktionsregime +Schikanen betrifft- hat recht gut getroffen - die Protagonisten sind natürlich im Loach-Stil etwas dick aufgetragen - die Unterschicht durch die Bank als 'grundgut' darzustellen ... da stellt sich beim überwiegend saturierten Mittelschichtspublikum der wohlige Grusel des 'Slummings' ein... leider auch ein Grund für die goldene Palme...
 

Regensburg

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#17
Ich habe gerade den ganzen Film Ich, Daniel Blake auf deutsch und englisch gefunden.
Ich glaube, spanisch und russisch habe ich auch gesehen.
Ich habe was anderes gesucht - aber wie immer, man findet nicht was man sucht....

Das Nachmittag ist also gerettet....

Der o.G. Film "It's a free world" ist auch gut - auch meine Empfehlung.
 
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#18
Jaskolki77, gut zu wissen, dass wenigstens eine(r) aus dem Forum noch den Film gesehen hat ;-) [...]
Mir sind Kino- und Museumsbesuche - mit den damit einhergehenden Kosten - zu kostspielig.
Deshalb muß ich immer warten, bis Kinofilme, die mich interessieren, im TV gezeigt werden und eine Doku über die Ausstellung kommt.
Geduld...
 

götzb

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#19
Sehr komisch, die Frau ist ein paar Minuten zu spät gekommen, und kassiert gleich eine Sanktion, oder diese Vielzahl an Zwangsbewerbungsbemühungen.
Oder die Pflicht, Unterlagen online einreichen zu müssen.
Ist ja klar, das da in jeden Center umfangreiche Sicherheitsbeamte sein müssen.
So schafft man Arbeit. :doh:

Kann man doch froh sein, nicht im Brexit Staate wohnen zu müssen.
 
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#21
Mir sind Kino- und Museumsbesuche - mit den damit einhergehenden Kosten - zu kostspielig.
PS, ich gehe auch äußerst selten ins Kino, wegen den Kosten, aber den Film "Ich, Daniel Blake", den wollte ich dann doch schon im Kino sehen, ehe er in ein paar Jahren im Fernsehen kommt. So lange wollte ich nicht warten, der Film hat mich einfach zu sehr interessiert.
 

Pixelschieberin

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#24
finde ich gerade nicht in der mediathek. werde am do mal reinschauen
Scheint ein one-trick-pony zu sein. Die nächsten Episoden waren deutlich flacher als die ersten beiden.
No 4 mittendrin ausgeschaltet und es wird auf weitere Aufnahmen verzichtet.
 
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#25
Sozialpolitische Beleuchtung der neoliberalen Agenda-Reformen

In diesem Artikel wird die neoliberale Agenda-Reform beleuchtet. Ausgangspunkt ist Daniel Blake aus dem Film „Ich, Daniel Blake“, der 2016 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Daniel Blake ist ein Facharbeiter der seine Arbeit verliert und Sozialleistungen beantragt. Wie würde es einem „Daniel Blake“ in Deutschland ergehen?

Wie würde es einem ?Daniel Blake? in Deutschland ergehen? | NachDenkSeiten ? Die kritische Website
 

Techoneck

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#26
35h Nachweis-Überwachung: welch ein monumental Warnungssigal?

4. Wer die "Job Seekers Allowance" unsanktioniert weiter erhalten will, muss während des Leistungsbezugs nachweisen, dass er oder sie sich 35 h pro Woche um Arbeit bemüht hat.
[/QUOTE]
was auf das Protokoll eines Rituals rauskommt, das auch auf Deutschland appliziert werden könnte und zu werden drohte.

Also ich plädiere im Selbsthilfebetrieb,
3D-Assistencesysteme (Autopilot)
gegen zukünftige Dosen von Hypnose-Foltern,
also gegen den zwangsweise zu spielenden Betrug,
mit noch entschiedenerer Equippierung zum Gegenbetrug,
aus Soldarität nämlich,
aufzubauen. Ja einzusehen, dass dem damit gar
vorzubauen ist.

Es ist erschreckend zu sehen, wie die Engländer zu zig Millionen jahrzehntelang dasjenige nicht gelten machen können, von dem man weiß, dass es sich einerseits um Fake handelt und andererseits man sie damit ja foltert, -wenn man die misslich-ritualische Zeitgestaltung mal als das befürchtete. Mind blowing, yes. Hypnotisch.

Aber welch ein monumentale Warnungssigal für uns noch nicht von dieser 35h Nachweis-Überwachung betroffenen? Findet ihr nicht?


Ps: schon Adorno hat über die Engländer gesagt, sie hätten, wenn sie die KZs der Nazis nicht selbst betriebsleitnerisch herbeigeführt hätten, so jedenfalls bereitwillig-befördend "bloß böse" durchgewinkt hätten. Wenn man die Geschichte ernstgenommen hätte, hätte man dieser Massenmisshandlung von außen auch der Präventionspflicht nachkommen können: Klar, dass mit der nächsten Nummer der Engländer man wieder völlig unvorbereitet ist. 71

Pseudomenos; minima moralia, m|n|m@ hier im Internet derweil.

Hauptsache, dass man das, das geschichtlich wiederholende, diesmal besser, nicht eine schlechte Geschichte blind widerholend, aufhält. Zum Thema Engländer und Weltpolitik gesagt, in relativen (z.B. im Verhältnis zu den Eskimos) und nicht absoluten Begriffen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Techoneck

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#27
Der Film, was das Sanktionsregime +Schikanen betrifft- hat recht gut getroffen - die Protagonisten sind natürlich im Loach-Stil etwas dick aufgetragen - die Unterschicht durch die Bank als 'grundgut' darzustellen ... da stellt sich beim überwiegend saturierten Mittelschichtspublikum der wohlige Grusel des 'Slummings' ein... leider auch ein Grund für die goldene Palme...
sauber
 
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