Ich brauche dringend Hilfe (komplizierter Fall) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, GĂ€ste: 1)

V3rzweifelt

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Hallo liebe Leute. Ich hoffe mir kann hier jemand bei meinem Problem helfen.
Kurz zu mir : Ich bin 43 Jahre und habe circa 21 Jahre gearbeitet.
Seit etwa 28 Jahren habe ich ein Gesundheitliches Problem bei dem mir kein Arzt weiterhelfen kann. In den letzten 10-15 Jahren hat sich mein Gesundheitliches Problem so verschlechtert, dass seit circa 5 Jahren die VerlĂ€sslichkeit, im Prinzip nicht mehr gegeben ist. Dadurch, dass ich einfach zu hohe Ausfallzeiten habe, habe ich verstĂ€ndlicherweise bei jedem Arbeitgeber Probleme bekommen, bis hin zur KĂŒndigung. Dadurch, dass ich nicht TransportfĂ€hig bin, bei einem akuten Schub, weiss nicht mal mein behandelnder Facharzt wie es mir wirklich geht. Eine Op lehne ich ab, da sie wenn ĂŒberhaupt nur kurzfristig helfen wĂŒrde und mit erheblichen Risiken einhergeht. Jeder Arzt sagt einfach Lapidar :" Da mĂŒssen sie mit Leben".
Wie ich allerdings auf dem Arbeitsmarkt, wo VerlĂ€sslichkeit das A und O ist , damit umgehen soll konnte mir keiner sagen. Es kann sein , dass ich mal ein halbes Jahr kaum Probleme habe, genau so gut kann es sein, dass ich morgen fĂŒr Wochen (das lĂ€ngste waren bisher 8) ausfalle.
Meine letzten 3 Jobs habe ich quasi verloren, weil einfach zu oft Krank.
Erschwerend kommt hinzu, dass es keine "anerkannte" Krankheit ist, mit der man mal eben eine Behinderung oder Ă€hnliches durchbekommen wĂŒrde.
Es gibt wohl viele in DE die auch Ă€hnliche Beschwerden haben, aber wohl keiner in dieser AusgeprĂ€gten Form. Ich war bei zig Ärzten, aber man weiss nicht woher es konmt, es "ist einfach so"
Durch meine fehlende Perspektive habe ich nun auch noch Depressionen bekommen und war schon 2 mal in Tagesklinischer Behandlung. Immer nur mit kurzem Erfolg. Ich bin immer ein KÀmpfer gewesen, musste aber zuletzt hÀufiger feststellen, dass meine Kraft am Ende ist.
Nach der letzten Tagesklinischen Behandlung habe ich mich wieder Gesund schreiben lassen, weil mich die Arbeitslosigkeit zusĂ€tzlich runterzieht und ich hoffte so wieder irgendwie auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Die Dame vom Arbeitsamt (bekomme ALG2) schickte mich zum Amtsarzt zur Feststellung meiner Gesundheitlichen Situation. Dort schilderte ich meine Situation und bat darum , dass er mich nicht komplett ArbeitsunfĂ€hig schreibt, denn was fĂŒr mich sehr wichtig ist: Ich habe einen unterhaltspflichtigen Sohn, dem ich gerne so viel Unterhalt wie möglich zahlen will (von Hartz4 nicht möglich). Der Arzt war sehr verstĂ€ndnisvoll und sagte wenn ich Probleme habe (ich denke er meinte wenn eine Änderung von nöten ) könnte ich jederzeit wiederkommen.
Das Gutachten besagt nun erstmal dass ich mehr als 3 Stunden ArbeitsfÀhig bin, allerdings mit sehr vielen EinschrÀnkungen.
Nun musste ich feststellen, dass ich mir wohl die ganze Zeit selber etwas vormachte, und "normal" Arbeiten fĂŒr mich so nicht möglich ist. Diese Erkenntnis hat die Perspektivlosigkeit so sehr verstĂ€rkt, dass auch die Depressionen im Moment extrem stark sind, bis hin zu kurzen suizid Gedanken. Durch eine extrem ungewöhnliche familiensituation kann ich auch nicht (weit) von zu Hause weg, es wĂŒrde eine Gefahr fĂŒr "Leib und Leben" eines familienmitgliedes bestehen.
Nun hörte ich von einem entfernten bekannten, das er "verrentet" wurde und sogar geringfĂŒgig (450?€) dazu verdienen kann.
Das erscheint mir fĂŒr mich IM MOMENT die beste Lösung. Durch die Depressionen habe ich aber im Moment keine Kraft mich durch diesen Wust an Bestimmungen, Regeln usw. durchzuarbeiten.
Ich nun erstmal in 2 Wochen einen Termin bei der UPD (UnabhÀngige Patientenberatung Deutschland) und hoffe, dass die mir weiterhelfen können.
Was fĂŒr mich wichtig ist: mindestens 100-200 € mehr als H4 zu haben , um wie gesagt Unterhalt zahlen zu können, mehr wĂ€re natĂŒrlich besser.
Was ich leisten kann: regelmĂ€ĂŸig fest nichts, theoretisch kann ich aber Monate haben wo ich normal Arbeiten könnte ( auch 8 Std.) ist aber unwarscheinlich, eine EinschĂ€tzung gibt es nicht. Es kann von jetzt auch gleich alles ganz anders aussehen.
Was ich nicht Leisten kann: Eine "Maßnahme" jeglicher Art wo ich am Wochenende nicht am Wohnort bin und/oder einer VerlĂ€sslichkeit notwendig ist.
Ich wĂŒrde mich freuen wenn mir jemand einen Tipp geben kann, was wichtig ist, an wen ich mich noch wenden kann, oder was ich unbedingt beachten sollte.
Sorry fĂŒr den langen Text, ich habe mich bemĂŒht es alles extrem abzukĂŒrzen und nur die wichtigen Sachen aufzufĂŒhren. Danke fĂŒrÂŽs Lesen.
Liebe GrĂŒĂŸe
V3rzweifelt
 

ZynHH

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Du solltest zu dem Arzt gehen bei dem du dauernd ( chronisch) damit in Behandlung bist und ihn bitten dich auf dem Weg in die ErwerbsunfÀhigkeitsrente zu begleiten.

Ohne deine behandelnden Ärzte wirst du nicht weit auf dem Weg kommen.
 

gelibeh

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Und hör Dich mal um wie gut der VDK oder SoVD bei Dir ist. Die helfen auch bei dem ganzen Rentenkram, besonders wenn sich die DRV quer stellt.
 

V3rzweifelt

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Vielen Dank fĂŒr eure Hilfe.
@ ZynHH : Das mit dem Arzt begleiten, wird nicht ganz so einfach. Das Problem ist, dass die körperliche Geschichte wohl nicht so einfach anerkannt wird. Der Psychiater wĂŒrde den Weg mit mir gehen, allerdings meinte man dort aus Erfahrung soll ich mich fĂŒr den körperlichen oder psychischen Weg entscheiden. (Der Psychische meinten sie wird dann wohl der einfachere). Aufgrund der speziellen familliĂ€ren UmstĂ€nde möchte ich jedoch eine Reha vermeiden, zumal sie ja eh nichts bringen wĂŒrde, weil die psychischen Probleme Aufgrund der körperlichen da sind.
Kann es sein, dass man einen Rentenantrag bewilligt bekommt, ohne eine (medizische) Reha machen zu mĂŒssen ?
 

V3rzweifelt

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Wenn mir noch jemand nen guten VDK oder SoVD empfehlen kann: Raum nördliches HH / SĂŒdliches SH. Danke :)
 

Doppeloma

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Hallo V3erzweifelt,

den ersten Teil habe ich mal weggelassen, war zwar zur EinfĂŒhrung sehr wichtig aber fĂŒr den Rest nicht unbedingt relevant.

Durch meine fehlende Perspektive habe ich nun auch noch Depressionen bekommen und war schon 2 mal in Tagesklinischer Behandlung. Immer nur mit kurzem Erfolg. Ich bin immer ein KÀmpfer gewesen, musste aber zuletzt hÀufiger feststellen, dass meine Kraft am Ende ist.
dann besorge dir bitte diese Klinikbericht, falls sie bei deinem Arzt noch nicht vorliegen sollten (dann bitte ihn um eine Kopie), darin sollten ja entsprechende Diagnosen zu deinen psychischen Problemen enthalten sein.

Nach der letzten Tagesklinischen Behandlung habe ich mich wieder Gesund schreiben lassen, weil mich die Arbeitslosigkeit zusĂ€tzlich runterzieht und ich hoffte so wieder irgendwie auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Du hast dich nicht weiter AU schreiben lassen ( was nicht unbedingt gut war fĂŒr einen Antrag auf EM-Rente), eine "Gesundschreibung" gibt es nicht.

Auf passende Arbeitsstellen kann man sich auch bewerben wenn man (noch) AU geschrieben ist, das braucht man dem potenziellen AG ja nicht auf die Nase zu binden und wenn Arbeitsbeginn ist kann man die AU immer noch auslaufen lassen.

Die Dame vom Arbeitsamt (bekomme ALG2) schickte mich zum
Amtsarzt zur Feststellung meiner Gesundheitlichen Situation. Dort schilderte ich meine Situation und bat darum , dass er mich nicht komplett ArbeitsunfĂ€hig schreibt, denn was fĂŒr mich sehr wichtig ist:
AU schreibt dich nur dein behandelnder Arzt, das ist nicht Aufgabe des Amtsarztes, der soll nur deine LeistungsfĂ€higkeit fĂŒr den Arbeitsmarkt allgemein feststellen, fĂŒr den Fall dass du mal keine AU-Bescheinigung mehr vom Arzt haben solltest.

Bis dahin kannst du weder (vom Amt) vermittelt noch (vom Amt) in Maßnahmen gesteckt werden, was dich aber nicht hindert dich eigenstĂ€ndig um Arbeit zu bemĂŒhen wenn dir das gerade gesundheitlich möglich ist, so wie ich es oben schon beschrieben habe.

Was also hast du da befĂŒrchtet ???

Ich habe einen unterhaltspflichtigen Sohn, dem ich gerne so viel Unterhalt wie möglich zahlen will (von Hartz4 nicht möglich).
Du schreibst oben, dass du ALG II beziehst, das IST HARTZ 4 ich erkenne da gerade deine Logik nicht, der Betrag Ă€ndert sich nicht je nach "Gnade" des Amtsarztes, der ist fĂŒr alle gleich.

Davon kann man ĂŒblicherweise (auch wen man es gerne möchte) keinen Unterhalt mehr leisten, es sei denn du verzichtest auf Essen und Trinken ... :icon_kinn:

Der Arzt war sehr verstĂ€ndnisvoll und sagte wenn ich Probleme habe (ich denke er meinte wenn eine Änderung von nöten ) könnte ich jederzeit wiederkommen.
Klar, wenn du meinst die 3 Stunden schaffst du auch nicht mehr kann man dich besser an das Sozial-Amt (SGB XII) abschieben ... mehr kann der nĂ€mlich nicht fĂŒr dich tun ... :icon_neutral:

Nun hörte ich von einem entfernten bekannten, das er "verrentet" wurde und sogar geringfĂŒgig (450?€) dazu verdienen kann.
Naja, so einfach "verrentet" wird man nicht, aber man kann eine Rente wegen Erwerbs-Minderung bei der DRV beantragen und darauf solltest du (gemĂ€ĂŸ deinem bisherigen Arbeitsleben) eigentlich auch einen (zumindest theoretischen) Anspruch haben.

Du solltest auch konkrete Informationen dazu bereits in irgendeiner Schublade liegen haben, denn die DRV schickt ja regelmĂ€ĂŸig solche Renten-Informationen an die Pflichtversicherten raus, hast du bestimmt auch schon mal bekommen.

Das erscheint mir fĂŒr mich IM MOMENT die beste Lösung. Durch die Depressionen habe ich aber im Moment keine Kraft mich durch diesen Wust an Bestimmungen, Regeln usw. durchzuarbeiten.
das wirst du aber irgendwie schaffen mĂŒssen, denn ohne diese Unterlagen kann dir auch keine einen EM-Renten-Antrag bearbeiten, schau mal ob du diese Renteninformationen irgendwo finden kannst und von wann genau die sind, darin steht auch was zum Anspruch auf EM-Rente und wieviel das ungefĂ€hr zu dieser Zeit gewesen wĂ€re.

Ich nun erstmal in 2 Wochen einen Termin bei der UPD (UnabhÀngige Patientenberatung Deutschland) und hoffe, dass die mir weiterhelfen können.
Glaube ich eher nicht, denn die befassen sich mit Krankenkassen-Problemen, du solltest dich besser direkt an eine DRV-Beratungsstelle wenden (du brauchst wenigstens deine Renten-Versicherungsnummer dafĂŒr!!!), die haben Zugriff auf dein Rentenkonto und können dir alle Fragen dazu korrekt beantworten.

Dort kann man auch (mit deren UnterstĂŒtzung) den kompletten Antrag aufnehmen lassen und die leiten das dann weiter zur Bearbeitung, dann kannst du sowieso nur noch warten wie man das bei der DRV entscheiden wird.
Die letzten Klinikberichte solltest du unbedingt (als Kopien) dem Antrag beifĂŒgen, damit die bei der DRV gleich ungefĂ€hr sehen können was mit dir los ist.

Was fĂŒr mich wichtig ist: mindestens 100-200 € mehr als H4 zu haben , um wie gesagt Unterhalt zahlen zu können, mehr wĂ€re natĂŒrlich besser.
Das kann dir nur die DRV (oder diese schriftliche Information) definitiv sagen mit welcher Rente du dann rechnen könntest, es ist nicht sicher, dass es mehr als Hartz 4 sein muss, das hÀngt ja von deinen persönlichen BeitrÀgen ab die du aus deinem Arbeitseinkommen mal eingezahlt hast.

Es ist richtig, dass man zu einer vollen EM-Rente bis zu 450 Euro monatlich dazu verdienen darf sofern die tĂ€gliche Arbeitszeit 3 Stunden nicht ĂŒberschreitet.

Dass du unbedingt Unterhalt zahlen willst, auch wenn du (aus Hartz 4 z.B.) finanziell gar nicht LeistungsfĂ€hig bist, das ehrt dich ja sehr, aber zunĂ€chst muss ja trotzdem dein eigener Lebensunterhalt und die Miete gesichert sein und fĂŒr mehr ist ALG II auch nicht vorgesehen.

Sollte es was werden mit EM-Rente und einem kleinen Minijob dazu (eventuell nur zeitweise), dann wird sich bestimmt auch dafĂŒr eine machbare Lösung finden.

MfG Doppeloma
 
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