Ich bitte um Formulierungshilfe zum Anschreiben an Vermieter (insbesondere Lärmbelästigung)

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Jackey

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Guten Abend,

ich habe bisher in dem Thread hier geschrieben Kann der Erbe eines Hauses eine Mieterhöhung verlangen, auch wenn der Mieter vorher eine Mietpauschale gezahlt hat?, aber so ganz passt der Titel nicht mehr. Das Thema Mieterhöhung steht grade nicht mehr zur Debatte, dafür sind andere Themen im Vordergrund.

Ich wohne in einem Reihenhaus, in dem unten grade ein neuer Mieter einzieht. Dieser Mieter kennt den Vermieter, der in einem anderen Bundesland lebt, von früher und zieht mit seiner Familie hier ein. In dem Haus ist alles viel enger und näher, als in einem normalen Mehrfamilienhaus. Ich höre die Stimmen der Leute, die sich im Flur des Erdgeschosses aufhalten, bis ins Badezimmer (wenn ich in der Wanne liege), bis ins Wohnzimmer (als Nebengeräusch zum TV) und bis ins Schlafzimmer (meine Sorge, dass ich morgens dadurch wach werde).

Im Moment spitzt sich das so zu, dass ich darüber nachdenke, vorübergehend in irgendeine Gästewohnung zu ziehen, damit ich Ruhe habe. Meine Arbeit ist mir wichtig und lenkt mich ab. Sie nimmt aber auch Energie und Zeit. Wenn ich abends nach Hause komme, möchte ich meine Ruhe haben.
Vor ein paar Wochen habe ich nach Wohnungen gesucht, bekomme aber innerlich nicht klar, wo ich hinziehen will. Ich habe innerlich keine Ruhe und eher das Gefühl, ich würde "irgendeiner Wohnung" zusagen, als dass ich wirklich das Gefühl hätte, dass ich in genau "die" Wohnung (die ich mir dann wieder ansehe) ziehen würde und mit einem ruhigen Gefühl kündigen und umziehen könnte. Ich bin hochgestresst, so dass es Sinn machen würde, hier zu bleiben, bis es klarer wird. Nur wenn ich nach der Arbeit hier keine Ruhe habe, wird es schwierig.
Ich hab echt überlegt, mich 1-2 Tage krank zu melden (um Kraft zu tanken und weniger Termine zu haben), aber dafür brauche ich hier dann ja Ruhe.

Ich weiß nicht, ob ich zum Mieterverein gehen soll (und Mitglied werden) oder selber den Vermieter anschreiben. Ich brauche irgendwas, was schnell hilft, mir die Ruhe zu geben, dass ich hier wohnen kann, bis ich eine passende Wohnung gefunden habe. Hier bräuchte ich Hilfe.

Würdet ihr zum Mieterverein gehen oder alles selber mit dem Vermieter regeln?...und wie formuliere ich das Anliegen so, dass es auch Erfolg hat, dass es etwas ändert?

Morgen spreche ich den Mieter nochmal an, weil der (mit Wissen des Vermieters) den Empfänger der Sat-Anlage gewechselt hat und ich nun immer wieder Programme nicht empfangen kann. Ich habe vor, ihn dann nochmal zu bitten, grade im Flur leiser zu sein, weil ich all das höre und ich das als eine Zumutung empfinde.
Ich will nicht immer wieder ansprechen müssen. Ich möchte meine Ruhe haben!!!...und die brauche ich, um hier wohnen zu bleiben, aber auch um Kraft und Klarheit zu erlangen, um umzuziehen.

Vielleicht habt ihr eine Formulierungs-Idee, etc. .

Grüße, Jackey.
 
E

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Gast
Würdet ihr zum Mieterverein gehen oder alles selber mit dem Vermieter regeln?...und wie formuliere ich das Anliegen so, dass es auch Erfolg hat, dass es etwas ändert?
Ich würde zuerst mit dem Vermieter sprechen, bevor ich was schriftlich machen würde. Kann gut sein, daß er mit den Nachbarn spricht und man kann es auf dem Weg regeln. Fände ich zunächst das einfachste.
 

Schmerzgrenze

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Ich weiß nicht, ob ich zum Mieterverein gehen soll (und Mitglied werden) oder selber den Vermieter anschreiben.
In Reihenfolge:
  • Einigungsversuche mit dem Lärmverursacher, also das Gespräch suchen.
  • Lärmprotokoll führen (tabellarisch mit genauen Uhrzeiten und Beschreibung der Ruhestörung).
  • Möglichst Zeugen hinzuziehen und die Vorfälle auf dem Lärmprotokoll signieren lassen.
  • Schriftlich und nachweisbar Beschwerden an den Vermieter richten.
  • Wird es extrem laut, sind tagsüber das Ordnungsamt- und nachts sowie feiertags die Polizei zuständig.
  • Für den Nachweis von Vorsatz dem Ruhestörer nachweisbar eine Unterlassungsaufforderung zusenden.
  • Ist dem Problem nicht abzuhelfen, kann Ordnungswidrigkeitsanzeige nach § 117 OWiG beim Ordnungsamt gestellt werden.
  • Der Vermieter ist für die Durchsetzung der Nutzungsbedingungen und Erhalttung der Mietsache verantwortlich.
  • Letzte Mittel wären Mietminderung nach § 536 BGB gegenüber dem Vermieter
    und/oder Unterlassungsklage gegenüber dem Verursacher, welcher ein Schiedsversuch vorausgehen sollte.
  • Die Schlichtung vor Klage erfolgt auf Antrag bei der örtlich zuständigen Schiedsstelle (Verfahrenskosten ca. 40 Euro).
Der Kampf wird nicht leicht, da gegenseitige Rücksichtnahme für immer mehr Menschen zum Fremdwort wird
und sich sowohl Vermieter als auch Ordnungsbehörden gerne aus der Verantwortung stehlen.
Im Anhang zwei anzupassende Musterschreiben. :icon_wink:
 

Anhänge

  • Lärmprotokoll Vorlage.doc
    47,5 KB · Aufrufe: 43
  • Unterlassungsaufforderung Vorlage.doc
    16,5 KB · Aufrufe: 37
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Gast
Der Kampf wird nicht leicht, da gegenseitige Rücksichtnahme für immer mehr Menschen zum Fremdwort wird
und sich sowohl Vermieter als auch Ordnungsbehörden gerne aus der Verantwortung stehlen.

Ist das mit der Rücksichtnahme eigentlich immer (nur) eine Einbahnstraße?

TE schreibt selbst (Auszug):

Ich wohne in einem Reihenhaus, in dem unten grade ein neuer Mieter einzieht.

In dem Haus ist alles viel enger und näher, als in einem normalen Mehrfamilienhaus. Ich höre die Stimmen der Leute, die sich im Flur des Erdgeschosses aufhalten, bis ins Badezimmer (wenn ich in der Wanne liege), bis ins Wohnzimmer (als Nebengeräusch zum TV) und bis ins Schlafzimmer (meine Sorge, dass ich morgens dadurch wach werde).

Er schreibt also selbst, daß alles viel enger und näher beieinander liegt als in einem „normalen“ Mehrfamilienhaus.

In seinem Ursprungsthread (dem mit der Mieterhöhung) hat der TE damals geschrieben, daß er nach dem Tod des Vermieters/Eigentümers monatelang alleine in dem Haus gewohnt hat.

Vielleicht ist es ja in dem Fall auch nur ganz einfach so, daß der TE nicht akzeptieren mag, daß er das Haus nu nicht mehr für sich alleine hat? Das das nach dem Motto geht, ich wohne seit xxxx Monaten/Jahren/Jahrzehnten hier und habe die „älteren Rechte“?

Und wenn man sich die letzten Beiträge in dem Ursprungsthread anschaut, geht es da m.E. um einiges mehr als um Lärm. Und da scheinen die Probleme m.E, doch eher beim TE zu liegen bzw. von ihm heraufbeschworen zu werden.

In einem 2 Familienhaus, in dem die 2. Partei gerade dabei ist einzuziehen, nicht erstmal zumindest 4 bis 6 Wochen abzuwarten was sich wie entwickelt, halte ich für sehr gewagt und einem zukünftigen guten nachbarschaftlichem Verhältnis sicherlich nicht förderlich.
 

Schmerzgrenze

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Ist das mit der Rücksichtnahme eigentlich immer (nur) eine Einbahnstraße?
"Immer (nur)" suggeriert, daß Du den Wunsch nach Rücksichtnahme grundsätzlich nicht akzeptierst.
Einbahnstraße schon deshalb nicht, da Reaktionen erst dann auf Einschränkungen folgen, wenn diese von einem der Beteiligten ausgelöst werden.
Die Freiheit des einen ist bis dahin akzeptabel, wie sie andere nicht tangiert. Prinzip gegenseitigen Friedens.
Gerade das Thema Lärmschutz wird gerne heruntergespielt, so lange es nicht einen selbst betrifft.
Vielleicht ist es ja in dem Fall auch nur ganz einfach so, daß der TE nicht akzeptieren mag, daß er das Haus nu nicht mehr für sich alleine hat?
Das dürfte kaum der Fall sein, da sich TE nach seiner Beschreibung durch Lärm gestört fühlt.
Er beschreibt aber schon selbst, daß das Haus aufgrund seiner Bauweise wenig Lärmschutz bietet.
Mit der Hellhörigkeit des Hauses sind alle bewohnenden Mietparteien zu noch mehr Rücksichtnahme verpflichtet.
Wer dort einzieht sollte durch den Vermieter auf die nachteiligen Umstände hingewiesen werden.
Da es in diesem Sachverhalt um neu eingezogene Mieter geht, besteht die Möglichkeit, daß diese nicht auf die dünnen Wände eingestellt sind.
Hier könnte ein klärendes Gespräch durchaus Abhilfe verschaffen und die neuen Mieter sensibilisieren.
 

Jackey

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Ich würde zuerst mit dem Vermieter sprechen, bevor ich was schriftlich machen würde.
Das mache ich seit Monaten...und auch die neuen Mieter wurden bereits angesprochen. Es hieß immer nur, man müsse sich miteinander arrangieren, ich mich gewöhnen, es wären normale nachbarschaftliche Geräusche, etc. . Ich finde es keine normalen nachbarschaftlichen Geräusche, wenn die an Weihnachten in die Wand hämmern, Hausführungen machen, man beleidigt wird, wenn man es anspricht, man die Klingel der Nachbarn fast genauso laut hört, wie die eigene, man in der Wanne, auf dem Sofa, auf dem Bett sitzend,...die Stimmen der Nachbarn mitbekommt. Ich bin vor über 10 Jahren nicht in ein WG-Zimmer gezogen, wo es normal wäre, dass man die anderen Bewohner hört!

  • Möglichst Zeugen hinzuziehen und die Vorfälle auf dem Lärmprotokoll signieren lassen.
  • Schriftlich und nachweisbar Beschwerden an den Vermieter richten.
Kann ich nicht. Ich bin alleine hier. Die sind mit mehreren und der Nachbar aus dem Nebenhaus, die mit dem neuen Mieter verwandt ist, kehrt hier ein und aus und macht einen auf "dicke Hose", wenn man ihn anspricht.
  • Für den Nachweis von Vorsatz dem Ruhestörer nachweisbar eine Unterlassungsaufforderung zusenden.
  • Ist dem Problem nicht abzuhelfen, kann Ordnungswidrigkeitsanzeige nach OWiG beim Ordnungsamt gestellt werden.
Ich verstehe das nicht. Wer stellt die Anzeige? Ich? Und was meint "Nachweis von Vorsatz"?
Danke auch für Deine beiden Anhänge. Ich lese sie mir nachher mal durch.

Vielleicht ist es ja in dem Fall auch nur ganz einfach so, daß der TE nicht akzeptieren mag, daß er das Haus nu nicht mehr für sich alleine hat? Das das nach dem Motto geht, ich wohne seit xxxx Monaten/Jahren/Jahrzehnten hier und habe die „älteren Rechte“?
Ich finde es eine Unverschämtheit, mir so etwas zu unterstellen!!! Dafür würde ich doch hier nicht schreiben!!!...und es geht auch nicht "um ein paar Wochen wegen Umzug!"...Die Stimmen werde ich weiterhin hören und was machen bitte die Stimmen meiner Nachbarn in meinem Badezimmer und meinem Schlafzimmer, wenn ich in der Wanne oder im Bett liege? Meine Wohnung ist zum Erholen da und nicht dazu, die Stimmen meiner Nachbarn zu hören!!!!!!

Zu einer gegenseitigen, positiven Nachbarschaft gehört auch das Entgegen-kommen der anderen Partei. Ich habe bisher kaum etwas gesagt. Ich habe angesprochen, als hier am Totensonntag gehämmert wurde (und bekam einen doofen Spruch). Ich habe angeboten, dass man mit mir abspricht, wann ich am Wochenende da bin, so dass sie dann hier auch arbeiten könnten, selbst wenn gesetzliche Ruhe Zeit ist (interessierte niemanden). Ich habe von "im Gespräch bleiben" gesprochen und wurde nur schweigend angesehen. Ich habe erzählt, was ich oben mitbekomme, aber scheinbar interessierte es nicht. Ich habe dem Vermieter von der Klingel erzählt und bekam nur zu hören, dass es sich um eine normale Klingel handelt. Komisch nur, dass ich bei der Bewohnerin unten davor die Klingel kaum gehört habe. Ich habe vor Weihnachten darum gebeten, mich hier in Ruhe zu lassen. Der Mann von nebenan wurde laut, wechselte das Thema, drohte mir und beleidigte mich. An Weihnachten selber hämmerte in eine Wand und es gab Hausführungen. Vollkommen unnötig, zumal die wussten, was ich hören kann.
Ich bin nicht jeden Sonntag, wo die hier war und jede Mittagsruhe, wo die hier gearbeitet haben, runter gegangen. Die haben hier viel machen können, trotz Lärmbelästigung, die seit Monaten hier anhält. Ich finde es vollkommen unpassend, mir zu unterstellen, ich will mich nur nicht daran gewöhnen, dass ich hier eine Weile alleine gewohnt habe. War um Übrigen auch nicht einfach, weil alleine im Haus sein auch bedeutet, dass man alleine reagieren muss, wenn etwas ist. ...Von daher: vollkommen unpassend, die Behauptung!

...Ich weiß nicht, warum auf einmal das Zitieren nicht mehr geht. Also mache ich es anders. Es geht um Beiträge von Zeitkind:

Die Freiheit des einen ist bis dahin akzeptabel, wie sie andere nicht tangiert. Prinzip gegenseitigen Friedens.

Eben. ...und ich halte hier echt viel aus... .

Das dürfte kaum der Fall sein, da sich TE nach seiner Beschreibung durch Lärm gestört fühlt.

Genau. ...Für mich ist grade Ausziehen die Option, aber dafür brauche ich Kraft. Ich will ja nicht einfach "irgendwohin" ziehen, sondern es muss auch passen. Ich arbeite. Dafür brauche ich genauso Ruhe und Kraft, wie zur Wohnungssuche.
Also brauche ich Unterstützung, wie ich die Zeit, bis ich eine neue Wohnung gefunden habe, möglichst unbeschadet überstehe. ...und weitere Monate das hier auszuhalten und nebenbei noch die Kraft für Arbeit und Wohnungssuche aufwenden, ist einfach Zuviel. (...und da brauche ich jetzt keinen Kommentar zu, was andere alles leisten, etc. .)

Da es in diesem Sachverhalt um neu eingezogene Mieter geht, besteht die Möglichkeit, daß diese nicht auf die dünnen Wände eingestellt sind.
Hier könnte ein klärendes Gespräch durchaus Abhilfe verschaffen und die neuen Mieter sensibilisieren.

...oder "dünne Türen"? Ich glaube nicht, dass eine Wand die Stimmen über 2 Etagen transportiert. Oder?
...und wie gesagt: Es gab Gespräche. Gebracht haben sie nichts. Die neuen Mieter kennen die Situation, weil sie nebenan aufgewachsen sind. Nur ist es etwas Anderes, ob man die Geräusche innerhalb einer Familie hört oder ob die eine andere Partei davon betroffen ist.

Ich suche nach Formulierungen, wie ich nochmal den Vermieter anschreiben kann...gekoppelt mit der Frage, ob der Mieterverein etwas bringt. Ich brauche Entlastung, damit ich hier ausziehen und solange in Ruhe hier wohnen bleiben kann, bis ich eine neue Wohnung gefunden habe...ohne "irgendeine zu nehmen".

Arbeit, Wohnungssuche, Lärmbelästigung (und andere Themen) sind einfach Zuviel. Die Schiedsstelle müsste ich wohl den neuen Mietern vorschlagen, oder?

Ich hab schon überlegt, wirklich übergangsweise in ein möbliertes Zimmer zu gehen und von da aus zu suchen, habe dann aber die zusätzlichen Kosten dafür. Ich brauche also Hilfe und keine Unterstellungen, wie weiter oben.


Administrationshinweis...

Zitate kann man auch ganz leicht ohne die entsprechende Funktion bewerkstelligen. Einfach den zu zitierenden Text in die entsprechenden HTML-Tags [ quote][ /quote] (allerdings ohne die Leerstellen) einbinden ...



 
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Kerstin_K

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Wenn man sich beie Thread von @Jackey ansieht, dann beschleicht einen das Gefühl, dassder neue Mieter das Kommando im Haus übernommen hat. Sowas nervt.
 

Schmerzgrenze

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Die Schiedsstelle müsste ich wohl den neuen Mietern vorschlagen, oder?
Nein. Du mußt der Schiedsstelle möglichst detailliert den Sachverhalt darlegen und eine Schlichtung mit dem Ziel der Klagevermeidung beantragen.
Die Schiedsstelle lädt dann ggf. nach einzelner Anhörung beide Parteien zum klärenden Gespräch ein.

Wenn, wie Du beschreibst, der Frieden nicht über Gespräche herzustellen ist,
würde ich zunächst kostenfreie Hilfe der Ordnungsbehörde inanspruch nehmen (Beratung, ggf. Anzeige).
Deinen Ausführungen nach wäre es aber tatsächlich nachhaltiger, sich eine neue Wohnung zu suchen.
Bisher habe ich nicht ohne Grund private Objekte vermieden und mich bei öffentlich verwalteten Gesellschaften eingemietet.
 

Jackey

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Wenn man sich beie Thread von @Jackey ansieht, dann beschleicht einen das Gefühl, dassder neue Mieter das Kommando im Haus übernommen hat. Sowas nervt.
Genau. Deswegen brauche ich hier auch keine solche Hinweise wie, dass ich selber zu empfindlich bin oder nicht akzeptieren will, dass ich hier nicht mehr alleine bin. So ein Quatsch!
Ich schreibe hier, weil ich echt Hilfe brauche und es sich zuspitzt. Ich fühle nicht mehr viel Spielraum, da nochmal und nochmal hier was anszusprechen, weil seitens der neuen Mieter (und des Hausnachbarn) bisher alles egal gewesen schien, der Vermieter zwar signalisiert, dass ich mich jeder Zeit an ihn wenden kann, wenn etwas ist, aber letztlich alles neutralisiert (Klingel normale Klingel, Geräusche normale Nachbarschaftsgeräusche,...etc.). Das nutzt mir grade wenig. Noch dazu empfange ich seit über 1 Woche nicht mehr stabil TV-Kanäle, weil der neue Mieter einen neuen Empfänger reingetan hat. Da er aber noch in der alten Wohnung schläft, habe nur ich das Problem am Abend. Ebenso stört denen meine Lautstärke nicht, weil ich viel unterwegs und nicht laut bin. Ich höre die dagegen. Die stört auch nicht der Baulärm und den Schmutz auf der Treppe, den die verursachen, weil die ja abends zu sich in die alte Wohnung fahren und etwas für ihre Zukunft tun, während ich hier nun mal sitze und seit Jahren wohne!
Die stört auch nicht die Klingel, denn es sind ja deren ihre Leute und da ich viel unterwegs bin, hören die meine auch nicht.
Letztlich ist es vor allen Dingen der Hausnachbar (also von nebenan), der hier die Zügel in die Hand nimmt (nahezu täglich hier). Er war es ja auch, der mir gedroht und mich beleidigt hat, als ich darum gebeten habe, mich Weihnachten hier in Ruhe zu lassen.

Ich glaube einfach nicht, dass sich viel ändert. Bald werden die hier voll einziehen. Ich will nicht durch die morgens wach werden und deren Geräusche als Nebengeräusch zum TV hören. Ich weiß auch, wie es im Sommer hier ist, wenn ich eine Durchschnittstemperatur von fast 30 Grad habe, über Wochen und ich dann abends irgendwann mal das Fenster öffne und mich dann entscheiden kann, ob ich dann die Ohropax rein mache, um mich auf den PC zu konzentrieren oder das Fenster wieder schließe, aber dafür hier halb eingehe. Ich weiß das, weil es einen Garten in der Siedlung gibt, wo Leute öfters abends lange grillen und laut sind. Die höre ich z.T. selbst bei geschlossenem Fenster. Die sitzen dann da, haben kühle Luft um die Ohren, während ich weiterhin bei 30 Grad in meiner Wohnung sitze und den TV nicht ganz verstehe.
...und das sind "nur" Nachbarn vom Nachbarweg.

Ich sehe keine anderer Perspektive, als auszuziehen. Dafür brauche ich Ruhe und Kraft und es macht auch keinen Sinn, die erstbeste Wohnung zu nehmen. Von daher brauche ich eine Reihenfolge, wie ich Kräfte schonend vorgehen kann.
Ich bin kurz davor, doch beim Mieterverein Mitglied zu werden. Mich jetzt noch um eine Rechschutzversicherung und Anwalt zu kümmern, ist mir Zuviel (nicht, weil ich kein Bock darauf habe, sondern weil es Zuviel Last ist). Ich brauche etwas kräfteschonendes.
Ich sehe nicht, wie es ohne Auszug gehen soll, aber ich brauche Ruhe, um das angehen zu können. ...und ich will nicht so lange das hier aushalten, eben weil ich Kraft zum Auszug brauche. Von daher brauche ich irgendwas, was hilft, damit ich hier so lange Ruhe habe.

Von daher: Reihenfolge, Formulierungshilfen.

Nachtrag: Das mit der anderen Zitierweise versuche ich mal. Der eine Beitrag wurde eben auch doppelt gepostet. Danke fürs Zusammenlegen und Nach-zitieren. Ich weiß auch nicht, warum bei mir eben nicht ging.

…Muss jetzt erstmal frühstücken.

Bevor ich los muss, noch schnell:

Du mußt der Schiedsstelle möglichst detailliert den Sachverhalt darlegen und eine Schlichtung mit dem Ziel der Klagevermeidung beantragen.
Die Schiedsstelle lädt dann ggf. nach einzelner Anhörung beide Parteien zum klärenden Gespräch ein.
D.h. ich melde mich da, lasse mich beraten und kann dann selber entscheiden, ob die die neuen Mieter einladen?
...und der Schiedsmensch spricht dann erst mit den Mietern alleine und dann ggf. mit allen?

Was ist denn die richtige Reihenfolge und er richtige Zeitpunkt? Die sind kurz vorm Einzug, aber ich habe nicht den Eindruck, dass es nach dem Einzug besser wird, eben wegen den Geräuschen aus dem Flur und weil ich weiß, wie viel ich im Sommer bei offenem Fenster mitbekomme.

würde ich zunächst kostenfreie Hilfe der Ordnungsbehörde inanspruch nehmen
Okay. Wusste ich nicht, dass es das gibt. Ich habe dazu auch nichts im Netz gefunden, als ich grade mal geguckt habe.

Auch hier wieder die Frage nach der Reihenfolge: Ordnungsamt, Schiedsmensch, Mieterverein? Ich werde nachher den Mieter nochmal bitten, leiser im Flur zu sein und auch dem Vermieter nochmal eine Rückmeldung geben. Ich will nur (wegen der Kraft) da nicht dauernd hinterher sein müssen. Die Kraft muss für Arbeit und Auszug noch reichen. Ich kann mir grade nicht mal vorstellen, dass die Kraft reicht, hier vorher die Wohnung auszumisten, in der neuen Wohnung zu streichen, etc. .

Hat denn vielleicht noch jemand Formulierungstipps?
 
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Birgit63

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Wenn ich mir deinen Bericht durchlese, finde ich meine Freundin wieder. Der geht es genauso. Sie wohnt im Obergeschoss eines Reihenhauses, hat unter sich aber ihre Mutter wohnen. Die bewegt sich nicht viel im Haus, ist oft außer Haus unterwegs. Aber der Nachbar im Reihennebenhaus stört sie massiv. Sie hört den Fernseher, das Radio und den Besuch, der zu ihm kommt. Als ich sie neulich besucht habe, meinte sie, nun hör doch mal wie laut das ist. Ganz ehrlich, ich habe nichts gehört. Meine Freundin hat Fibromyalgie. Das ist eine Nervenerkrankung. Da wird auch beschrieben, dass die Patienten sehr geräuschempfindlich sind und Geräusche viel lauter wahrnehmen, als normale Menschen. Sie hat doppelt gedämmte Türen und jetzt in ihrem Schlafzimmer extra gedämmte Wände und auch ein stark gedämmtes Fenster. Vielleicht bist du ja auch empfindlicher als andere Menschen. Wenn deine Nachbarn Kinder haben, dann wirst du umziehen müssen. Kinderlärm ist im normalen Maße erlaubt und Kinder kann man nicht abstellen. Dir wird nur ein Umzug bleiben. Bis dahin wirst du mit Oropax leben müssen.
 

Jackey

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Mir geht es nicht um Nachbarn aus dem Nachbarhaus, sondern um die hier!!!! ...und ich habe hier auch keine doppelt gedämpfte Türen, etc.!!!

Mir ging es hier in erster Linie um Formulierungsvorschläge. Das haben die meisten hier nicht hinbekommen. Schade.

Hab ich wohl wieder "umsonst" zu viele Daten rausgegeben.
 

Fox29

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Mir ging es hier in erster Linie um Formulierungsvorschläge. Das haben die meisten hier nicht hinbekommen. Schade

Häng doch mal an, was du bisher hast. Sicher ist es für alle einfacher zu ergänzen, anstatt einen kompletten Text zu verfassen. Immerhin kannst du am besten formulieren, was du gerne hättest.
 

Birgit63

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Der TE möchte gern, dass seine Nachbarn durch die Wohnung schleichen, sich nicht mehr unterhalten und beim Fernsehen gucken Kopfhörer tragen. Das ist jetzt ein bisschen krass ausgedrückt. Aber für mich liest sich das so. Wenn man eine normale Unterhaltung durch die Türen hört, dann ist das baulich bedingt und das Haus einfach nicht für zwei Mietwohnungen ausgelegt. Dann muss man sich eben was anderes suchen. In dieser Zeit kann man aber eben von den Nachbarn nicht verlangen, dass diese jetzt nur auf Socken durch die Wohnung schleichen, sich nicht mehr unterhalten etc. Da muss man zur Selbsthilfe greifen (Ohropax).
 

Fox29

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Das mag alles sein...Kann nicht beurteilen, ob TE überempfindlich, die Nachbarn zu laut oder baulich was falsch ist. Das könnte man nur, wenn man persönlich anwesend wäre, um sich ein Bild zu machen.

Was ich aber nicht mag ist einen Vollservice zu verlangen (hier Anschreiben zu erstellen) ohne, dass eigene Vorschläge gemacht wurden. Bissl Eigenverantwortung und eigene Arbeit ist mMn nicht zu viel verlangt ;)
 

Jackey

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Der TE möchte gern, dass seine Nachbarn durch die Wohnung schleichen, sich nicht mehr unterhalten und beim Fernsehen gucken Kopfhörer tragen.
Und schon wieder nur eine "dumme" Antwort mit Unterstellung und Vermutungen, die beinhalten, dass ich (platt ausgedrückt) nur ein bisschen überempfindlich bin und mich nicht so anstellen soll.
...und wieder bereue ich es, soviel hier erzählt zu haben. Wenn hier Leute sind, die mir sowieso nicht glauben und mir nur etwas unterstellen oder provozieren wollen, sollte ich es lassen. Drei neue Beiträge und keiner beinhaltet eine Formulierungshilfe. Ich habe nichts dagegen, wenn man etwas fragt oder andere Tipps gibt, aber nur "dumm" irgendwas unterstellen und provozieren, hilft mir null, außer, dass es meine Energie und Nerven kostet.
Ich habe auch keinen "Vollservice" erwartet und um ehrlich zu sein kam, was Formulierungen angeht, hier bisher fast gar nichts (das was konkret kam, habe ich registriert und aufgenommen). Stattdessen wird darüber gesprochen, ob ich zu überempfindlich bin. Irgendjemand schrieb, dass solche Leute oft welche sind, die selber gerne mal laut sind. Das mag sein. Dennoch brauche ich das hier nichts. Wenn noch jemand eine Formulierungshilfe hat: Ich schaue in ein paar Tagen nochmal nach. Ansonsten ziehe ich mich aus dem Thread zurück, weil er, bis auf wenige Ausnahmen, nicht viel bringt, außer Daten nach Außen zu bringen und sich irgendwelchen Vorwürfen und Unterstellungen darzubieten. Brauche ich nicht.
 

Fox29

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Und wieder keine Antwort auf die Frage was du bisher selbst geschrieben hast und es mal reinzustellen. Formulierungshilfen ok, aber wenn du anscheinend selbst noch nix geschrieben hast, was man ergänzen oder verbessern könnte werde ich sicherlich nicht meine Zeit dafür opfern irgendwas zu schreiben.

Wünsche dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben.
 

TazD

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Brauche ich nicht.
Wir brauchen hier auch niemanden, der erwartet, dass ihm Schreiben und Formulierungen auf dem Silbertablett präsentiert werden.
Zur Erinnerung: Alle hier im Forum helfen aus freien Stücken und in ihrer Freizeit, ohne dafür auch nur einen Cent zu sehen. Da ist eine Anspruchshaltung, wie du sie gerade mitbringst, ziemlich unangebracht, um es noch freundlich zu auszudrücken.
Wenn du möchtest, dass dir jemand die ganze Arbeit abnimmt und die kompletten Schreiben für dich formuliert, dann wende dich an einen Anwalt. Der kostet dann aber halt auch was.
 
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bondul

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...und wie formuliere ich das Anliegen so, dass es auch Erfolg hat, dass es etwas ändert?


Eine Formulierungshilfe fiele mir dazu ein:

Sehr geehrter Vermieter,

hiermit kündige ich mein Mietverhältnis zum xx.xx.xxxx

Mit freundlichen Grüßen

XY

Andere Wohnung suchen und umziehen, danach ist es (hoffentlich) ruhiger.

lg, bondul
 

Stauer

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um ehrlich zu sein kam, was Formulierungen angeht, hier bisher fast gar nichts (das was konkret kam, habe ich registriert und aufgenommen).
Mit dem, was Dir @Zeitkind erklärt und eingestellt hat, dürfte ein Brief an den Vermieter nur noch ein Klacks sein. Wenn ich das ein paar Jahre früher gelesen hätte, wäre mir vieles leichter gefallen. Vor allen Dingen hätte ich den Nachweis des Vorsatzes beweisen können.
Hast Du inzwischen an Deinen Vermieter geschrieben? Wohnst Du noch da? Wie geht es Dir jetzt?
 
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