Ich bin Umschülerin, nun habe ich eine Frage zu den Fahrtkosten, ich bekomme nur 330€ ausgezahlt, da nur die einfache Strecke berechnet wird, so die Auskunft der AFA? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Kamek

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Hallo liebes Forum,

mir brennt gerade eine Frage im Kopf herum, welche mich einfach nur entsetzt bzw. man anscheiend nicht richtig rechnen kann auf Deutschlands Ämtern.
Nun gut. Was ist überhaupt los ?

Mein Name ist Franzi und bin aktuell Umschülerin, da ich in meinen Hauptberuf nicht mehr ausüben kann/darf.
Danach folgten etliche Termine mit der Agentur für Arbeit (da ich für den Rententräger wohl noch zu jung bin ;)), mit Ärzten usw...

Die eigentliche Frage, welche mir aktuell sauer aufstößt ist folgende: Zusammensetzung von Fahrtkosten und dessen Übernahme.
Seit Januar 2019 gehe ich zu einem Umschulungsträger, wo ich meine Umschulungsmaßnahme bestreite.
Dort habe ich einen Fahrtweg von (50km hin und 50km zurück, Pendelfahren)
Diese Umschulung wird von der AfA getragen und ich bekomme in der Zeit ALG1 bei Weiterbildung und die Fahrtkosten.

Schlage ich hierzu das SGB III §63 auf, komme ich auf eine andere Summe, welche mir das Arbeitsamt zahlt.
Da es auch in der Maßnahme, Pflicht ist, Praktika zu absolvieren, muss demnach der Fahrtweg "neu erhoben" werden.
Selber hatte ich im September schon eine Mitteilung versendet, dass das ganze im Oktober sich ändert.

Soweit so gut. Heute rief ich dann dort an, um mal nachzufragen, wie es denn aussieht.
Da nur der "Mindestsatz" von 32€ gezahlt wurde, ansonsten aber nichts.

Als Antwort bekam ich dann folgendes:
"Ja, ihr Schreiben ist eingegangen, aber es muss noch bearbeitet werden. Bitte üben Sie sich in Geduld".

Okay, klar. Seit 6 Tagen fahre ich auf "private" Kosten durch die Welt...
Dazu muss man sagen, dass sich die aktuelle Wegstrecke auf 150km gesamt beläuft. 75km hin und zurück (da es nicht anders ging...leider)

Im Gespräch kamen wir dann dennoch auf auf die anderen Fahrtkostenmonate zu sprechen, da es mir spanisch vorkommt, da ich selber immer auf eine andere Summe komme, als das AfA mir auszahlt.
Ergo: 22 Tage für den Oktober * 0,20 * 150km = 660€.
Die Hotline sagte mir dann, dass ich nur 330€ ausgezahlt bekäme, da ich ja nur die einfache Strecke bekommen würde.
Verdutzt meinte ich dann ganz salop...Warum ?
"Ja, weils so im Gesetz steht" aha...mir sagt das SGB III §63 aber was ganz anderes...
Dazu muss ich sagen, ich fahre von Zuhause zum Praktika und wieder zurück. Habe keine Behinderung oder beziehe ALG2-Leistungen oder oder :/

Demnach, wenn mein Fall richtig ist, wäre ja auch dann für die anderen Monate "zu wenig" Geld ausgezahlt worden, richtig ?
Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen :-(
 

IronFist

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Es wird immer nur die einfache Strecke bezahlt. Und zwar die kürzest mögliche. Es sei denn, daß ein Umweg zu einer erheblichen Zeitersparnis führt.
 

Kamek

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Dankeschön für die schnelle Antwort.
Vielleicht habe ich einen Denkfehler, aber:

2. Pendelfahrten sind solche Fahrten, die der Auszubildende an Tagen mit praktischer und/oder theoretischer Ausbildung/Unterweisung auf den Wegstrecken zwischen
•Unterkunft und Ausbildungsstätte,
•Unterkunft und Berufsschule sowie
•Ausbildungsstätte und Berufsschule jeweils für eine Hin- und Rückfahrt am gleichen Tag durchführt.
Erfolgen Hin- und Rückfahrt nicht am gleichen Tag, handelt es sich um eine An- und Rückreise.
 

Kamek

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Hier habe ich das ganze nochmal von der AfA:

(4) Bei Benutzung eines Kraftfahrzeuges ergibt sich die pauschalierte Höhe der für einen Ausbildungs- bzw. Maßnahmemonat anfallenden Kosten aus folgender Formel:
(K x W x Z x 13) / 3
K = Kilometer der Pendelstrecke (Fahrstrecke hin und zurück)
W = Wegstreckenentschädigung pro Kilometer
Z = Zahl der regelmäßigen wöchentlichen Ausbildungstage

Jetzt bin ich ganz verwirrt :unsure:

Auszug aus: https://www.arbeitsagentur.de/datei/fw-sgb-iii-63_ba015087.pdf
 

ZynHH

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Ich denke, du wirst dich noch etwas intensiver mit den fahrkosten*§ auseinandereezzen müssen.

(3) Die Fahrkosten werden in Höhe des Betrags zugrunde gelegt, der bei Benutzung des zweckmäßigsten regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittels in der niedrigsten Klasse zu zahlen ist; bei Benutzung sonstiger Verkehrsmittel wird für Fahrkosten die Höhe der Wegstreckenentschädigung nach § 5 Absatz 1 des Bundesreisekostengesetzes zugrunde gelegt. Bei nicht geringfügigen Fahrpreiserhöhungen hat auf Antrag eine Anpassung zu erfolgen, wenn der Bewilligungszeitraum noch mindestens zwei weitere Monate andauert. Kosten für Pendelfahrten werden nur bis zur Höhe des Betrags zugrunde gelegt, der nach § 86 insgesamt erbracht werden kann.
Kwelle: § 63 SGB III Fahrkosten
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag Kamek und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder
"Umschülerin, Fahrtkosten und dessen Misere"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:



Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum
 

Kamek

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Kosten für Pendelfahrten werden nur bis zur Höhe des Betrags zugrunde gelegt, der nach § 86 insgesamt erbracht werden kann.
Okay, da ich aber weder auswärts untergebracht bin, noch öffentliche Verkehrsmittel nutze (fahre mit dem eigenen PKW), erschließt sich mir die "einfache Strecke" einfach nicht.
 

avrschmitz

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Es wird immer nur die einfache Strecke bezahlt.
Das ist falsch. Im SGB werden Hin- und Rückfahrt erstattet. Jeweils mit 0,20€ pro km.
Nicht mit dem finanzamt verwechseln.
Eben. Da zählt die einfache Strecke. Dabei wird der km mit 0,30€ angesetzt.

Die werden aber nicht erstattet, sondern steuermindernd berücksichtigt. Aber auch erst, wenn man den Freibetrag überschritten hat.
 

ZynHH

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Okay, da ich aber weder auswärts untergebracht bin, noch öffentliche Verkehrsmittel nutze (fahre mit dem eigenen PKW), erschließt sich mir die "einfache Strecke" einfach nicht.
Vergiss mal die einfache Strecke. Du bekommst nicht mehr, als wenn du auswärts untergebracht wärest. Sieh dir §86 an.
 
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