Ich bin noch nicht mal arbeitslos und schon erfolgt die bundesweite Vermittlung für Aushilfsjobs bei Zeitarbeitsfirmen. Muss/ soll ich da mitspielen?

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Samuela

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Derzeit bin ich noch in Arbeit, habe mich aber bereits arbeitssuchend gemeldet.
Vorgestern hatte ich das Erstgespräch. Er checkte nur ab ob die Daten in der Jobbörse noch aktuell sind.
Da ich bei meiner letzten Arbeitslosigkeit kein Auto zur Verfügung hatte musste ich mich nur 25 km im Umkreis bewerben. Er fragte nun einfach nur ob das noch passt und ich sagte "Ja".

Nun habe ich den ersten Vermittlungsvorschlag:
Zeitbude ca. 100 km entfernt, Stelle ca. 140 km, mit dem Auto fast 2 Stunden, mit den öffentlichen keine Ahnung wie lange.

Es handelt sich um einen Anlernjob, Lohn/Gehalt 1900 Euro brutto.
Ich weiß ja, dass man umziehen muss wenn man irgendwas exotisches studiert hat, aber für einen Anlernjob zu diesem Lohn??

Sollte ich mich bewerben oder signalisiere ich damit "okay, ich arbeite für 1900 Euro", "okay, ich ziehe um" und "okay, gerne Zeitbuden"?

Ich könnte diese Stelle aufgrund des Gehalts i.V. mit §140 ablehnen, weiß aber inzwischen, dass ich niemals einen Job bekomme wo ich mehr verdiene. Grundsätzlich wäre ich vielleicht auch bereit umzuziehen (kommt drauf an wohin). Aber für Zeitbuden umziehen? Nö.

Nun weiß ich nicht was wäre besser - bewerben und gucken was passiert? Oder AfA mitteilen was nicht passt?
 

abcabc

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wie ist das eigentlich, kann man bei der Wohnungssuche behaupten einen Hund zu haben? obwohl man natürlich keinen hat....
Es wird zu 99,9% scheitern mit dem Umzug, wenn du nicht willst. Du solltest es nicht offen ablehnen, aber du kannst es sabotieren:

1. Der SB muss dir erfolgreich einen Job in einer anderen Stadt vermitteln. Dich als Aussätzigen aus dem Einzugsgebiet des Jobcenters zu verbannen, um Geld zu sparen, funktioniert nicht. Das kannst du ohne Probleme verweigern.
2. Der SB muss dir VVs mit RFB für Stellen in anderen Städten raussuchen und schicken. Es wäre rechtswidrig dir vorzuschreiben, dass du dich in anderen Städten bewerben musst. Folglich suchst du nur in Regionen, in denen du arbeiten möchtest. So lange es genug Firmen gibt, kannst du auch für dich selbst entscheiden, dass du dich nur bei Firmen bewirbst, die du innerhalb von 30 Minuten mit dem ÖPNV erreichen kannst. Dagegen kann der SB nichts machen (so lange du die Mindestzahl an Bewerbungen pro Monat erfüllst - falls es eine in der EGV oder VA gibt).
3. Du schickst ausschließlich Anti-ZAF Bewerbungen an weiter entfernte Stellen, die du nicht haben möchtest (0815 Anschreiben nicht angepasst und Lebenslauf ohne gefragten Qualifikationen, ohne Führerscheinangaben, usw., kein Foto, keine Telefonnummer, keine Mailadresse, keine Anhänge). Damit wirst du eh schon bei fast allen Firmen aussortiert.
4. Wirst du zum Vorstellungsgespräch eingeladen, zahlt entweder der potentielle Arbeitgeber oder das JC die Reisekosten. Vor Ort sagst du dann einfach, dass du privat und beruflich einen kompletten Neuanfang machen möchtest in einer anderen Stadt. Dann kommt sicher die Frage, weshalb du das möchtest - darauf kannst du einfach sagen "Dazu möchte ich keine Angaben machen." Spätestens dann sollten die Alarmglocken schrillen (Straftäter, Extremist, der in der Stadt bekannt und gehasst ist,....) und eine Ablehnung kommen.
5. Kommt es trotz allem zu einer Jobzusage, musst du eine neue Wohnung finden. Und das wird scheitern:
- Du suchst nur halbherzig und oberflächlich (übersiehst die guten Angebote einfach, registrierst dich NICHT bei Wohnungsbaugenossenschaften und nimmst auch sonst keine Hilfe bei der Wohnungssuche in Anspruch).
- Du schreibst kurze Mails (bloß nicht zu viel Mühe geben) oder rufst einfach verpeilt an (verwechselst die Wohnung mit einer anderen,....).
- Die Absagen trägst du in eine Tabelle fürs JC ein. Die Zusagen löschst du, vergisst den Anruf oder schmeißt die Briefe weg. Es gab einfach nie Zusagen. ;)

Falls es dem JC irgendwie gelingen sollte dir ein Wohnungsangebot zu beschaffen:
Du kannst die alten Wohnung erst kündigen, nachdem der Mietvertrag für die neue Wohnung unterschrieben ist. Dafür muss beim JC ein Antrag gestellt werden auf Kostenübernahme (Umzug, Kaution, ggf. "Erstausstattung",.....) und die schriftliche Genehmigung muss vorliegen. Bis der schriftliche Bescheid da ist, wird es vermutlich schon zu spät sein (Wohnung weg, Job beginnt schon,.....) und es muss wahrscheinlich eh nochmal ein neuer Antrag gestellt werden, dass auch die doppelte Miete übernommen wird. Und so lange diese schriftliche Zusicherung nicht vorliegt, kann man weiterhin nicht den neuen Mietvertrag unterschreiben oder den alten kündigen....
 
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Hannes63

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Ich WILL ja nicht mal umziehen...
Ja das hab ich gelesen.
Also wegen Umzug solltest du dir mal keinen Kopf machen, selbst wenn du eine hochspezielle Ausbildung hättest ist das heutzutage mit einem Umzug in eine andere Stadt alles nicht mehr so einfach.
Früher gabs genug freien Wohnraum da konnte man hin und herziehen wie man lustig ist aber das hat sich doch heute komplett gewandelt.
Von daher mit einem Umzug kann dir der SB keinen Druck mehr machen.
 

Birt1959

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Moment, es geht um Wohnungssuche.
Upps. Allerdings würde ich da ähnlich wie beschrieben verfahren.

Wenn SBchen eine einfache Liste der angerufenen Vermieter*innen und Maker*innen nicht reicht, kann er*sie sich mit der Erlaubnis des*der TE ja erblöden und nachfragen, ob angerufen wurde.

Abgesehen davon - viele Wohnungsbaugenossenschaften und sonstige Bauträger, die Sozialwohnungen anbieten, haben Online-Portale, wo sich registriert werden kann und dann eine Bestätigung darüber bekommt. Die haben oft ein Tool, das bei passenden Angeboten diese schickt. Hinzu kommt die eigene Möglichkeit, die mit Mails zu nerven.

Aus dem Hut wird aber auch so keine Wohnung gezaubert.

Und nochmal: da keine Verpflichtung zum Besitz eines, wie auch immer gearteten, Telefons besteht, kann SBchen auch keinen Telefonvertrag verlangen. Abgesehen von der Tatsache, dass viele Telefonunternehmen bei einem schlechten Score von Schufa und Co gar keinen anbieten. Bei den dann wohl notwendigen Prepaid-Verträgen gibt es keinen Verbindungsnachweis.

Sollte SBchen trotzdem auf einem bestehen, würde ich rotzfrech den vermutlich erfolglosen Antrag stellen, mir einen Vertrag mit Einzelverbindungsnachweis zu stellen oder zu bezahlen. Das macht dann erst einmal Arbeit auf der anderen Seite des Schreibtisches. Aussagekräftig im engeren Sinne ist so ein Nachweis aber auch nicht, denn er gibt ja nur wieder, dass angerufen wurde, nicht aber, worüber gesprochen wurde.

Meines Erachtens sollte eine Anzeige auf Seiten wie e...kleinanzeigen und die Registrierung in den diversen Immobilienportalen als Nachweis der Bemühungen völlig ausreichen.

Zu eventuellen Besichtigungsterminen sollte mensch eh, wenn möglich, jemanden mitnehmen. Vier Augen sehen mehr als zwei.
 
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