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Ich bin mit der Situation völlig überfordert

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Lui

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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10 Nov 2006
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#1
Hallo.... und erst mal ein dickes Lob für dieses tolle Forum!!!

Ich bin 39 Jahre und habe 2 Kinder im Alter von 14 und 10 Jahren.

Mein Lebensgefährte (der Vater der Kinder) ist am im Dezember 2005 aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen.

110 m² 650 Euro Miete + 150 Euro Nebenkosten + 100 Euro Heizkosten.

die ARGE hat mir (Hartz4empfängerin) einen Brief geschrieben das ich die Wohnungskosten senken muss oder sie zahlen halt nicht mehr. NEIN !! Ich habe keinen Widerspruch eingelegt auch nicht zu dem dazugehörigen neuen Bescheid. Ich wollte ja ausziehen und die Kosten somit senken. Mir ist diese Wohnung ja auch zu teuer und zu groß. Wenn ich einen Job finde kann ich mir die ja eh nicht leisten.

Ich habe aber keine Wohnung gefunden, da ich aus einer Selbständigkeit noch eine Menge Schulden und Schufa einträge habe.
So nun ist es soweit .. die ARGE hat meine Vermieter weniger Miete überwiesen und dieser droht jetzt mit Kündigung.....
ich kann die wohnungssuche auch belegen.....

habe ich noch eine Möglichkeit aus dieser Misere rauszukommen, ich möchte nicht mit meinen Kindern auf der Straße leben.

Ich gehe am Montag zur Arge.. und werde sie erst mal auffordern die volle Miete zu überweisen.. auch wenn dann zum Leben nicht mehr viel überig bleibt.. Hauptsache der Vermieter macht mir kein Druck mehr...

ich bin für alle Tipps dankbar..
 

Arania

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Mitglied seit
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#2
Also das mit dem einfachen Auffordern an die ARGE wird wohl nicht so einfach funktionieren, leider, da hätte wirklich sofort ein Widerspruch erfolgen müssen denn Du wusstest ja nicht das ob Du überhaupt angesichts Deiner Situation so schnell eine neue Wohnung finden würdest.

Nun ist es also so: Du hast keine gefunden, und wenn jetzt nicht schnell etwas passiert landest Du mit Deinen Kindern in einem Auffangheim, jetzt geht nur noch schnell einen Anwalt einschalten und da Wohnungslosigkeit droht die enstprechenden Stellen informieren: ARGE, Sozialamt etc.

Auch mit dem Vermieter würde ich nochmal das Gespräch suchen.
 

wolliohne

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#3
Lui

ich fürchte ebenfalls das Du mit persönlichem Vorsprechen nichts erreichen wirst.

Lege schnellstens schriftl. Widerspruch ein (Muster u.a. Download) und lasse Dich Anwaltlich beraten.
Solltest Du MG in einer Gewerkschaft sein bekommst Du dort kostenlosen Rechtsschutz.

Oder 3. Möglichkeit, Du gehst direkt mit den kopierten Unterlagen zum SG der Rechtspfleger dort wird Dir ebenfalls kostenlos behilflich sein.

Alles gute
 

Lui

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  Th.Starter/in  
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#4
Vielen Dank für die schnellen Antworten

noch eine Frage (erstmal :) )

Ich habe hier noch einen Weiterbewilligungsantrag liegen.... für die Zahlungen ab dem 01.12.2006.

Kann das für mich zum Vorteil sein... wenn die da nicht die vollen Wohnungskosten bewilligen.. kann ich dann einen Widerspruch einlegen????????????????????

Ich gehe am Montag zur Arge .. und dann zum Sozialgericht... !! Ich halte euch auf alle Fälle auf dem laufenden... :kinn:
 

Andi_

Elo-User/in

Mitglied seit
19 Apr 2006
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#5
Lui sagte :
Vielen Dank für die schnellen Antworten

noch eine Frage (erstmal :) )

Ich habe hier noch einen Weiterbewilligungsantrag liegen.... für die Zahlungen ab dem 01.12.2006.

Kann das für mich zum Vorteil sein... wenn die da nicht die vollen Wohnungskosten bewilligen.. kann ich dann einen Widerspruch einlegen????????????????????

Ich gehe am Montag zur Arge .. und dann zum Sozialgericht... !! Ich halte euch auf alle Fälle auf dem laufenden... :kinn:
Jeder neue Bescheid macht einen neuen Widerspruch möglich / nötig. Der Widerspruch muss allerdings innerhalb 4 Wochen nach Zugang des Bescheid erfolgen, sonst gilt dieser als anerkannt. Ich würde dir hier ebenfalls juristischen Rat empfehlen. Dazu ein Gang zum zuständigen Wohnungsamt, damit du auch für Sozialwohnungen berücksichtigt wirst. Die Dringlichkeit betonen, dann werden dir auch bevorzugt Wohnungen vermittelt. Soweit du deine bisherige Wohnungssuche ausreichend belegen kannst, muss die ARGE meines Wissen die vollen Kosten weiter tragen und darf die nicht in (zusätzliche) Verschuldung treiben. Aber wie gesagt, Beratungsschein holen und Anwalt einschalten! Einspruch notfalls formlos (wegen Frist) einlegen, mit Hinweis das die Begründung nachgereicht wird. Dies reicht zur Fristwahrung. Einspruch am besten immer per Einschreiben oder persönlich gegen Bestätigung abgeben, da die Dinger merkwürdigerweise oft einfach verschwinden :pfeiff:
 

Lui

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  Th.Starter/in  
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10 Nov 2006
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#6
Danke Andi !!!


Ich bin schon bei allen Wohnungsgesellschaften als wohnungssuchend eingetragen.... auch bei den städtischen.
mein Problem ist wohl noch der Hund...

ach und noch eine weitere Frage... wo bekomme ich den Beratungsschein ??
 
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