Ich bin lt äD dauerhaft erwerbsunfähig und sollte zum Sozialamt abgeschoben werden. Wegen Corona konnte ich jetzt nicht -zum DRV Gutachten und habe jetzt ein Ga nach Aktenlage bekommen, JC zahlt ab 1.7. nicht mehr, krankenversichert bin ich auch nicht meh

Kerstin_K

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DAs Sozialamt braucht ganz sicher keine AIBs. Du bist beim Sozialamt, weil du erwerbsunfähig bist. DAs hat die DRV festgestellt und das ist für das Sozialamt bindend. Solle sich daran etwas ändern, gehörst du eh nicht mehr zum Sozialamt, sondern wieder zum JC.
 

Sowhat

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Ja stimmt, aber die Krankenkasse ob die weiterhin AUs braucht?
 

avrschmitz

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Ich krieg doch keine EMR-Rente,
Selbst wenn Du Erwerbsminderungsrente bekommen würdest, hättest Du ergänzend noch Sozialhilfe bekommen, weil die Rente niedriger gewesen wäre als Regelsatz und KDU. Jetzt bekommst Du eben alles an Sozialhilfe. Für Dich bleibt es gleich. Von daher spielt es keine Rolle ob Du keine Rente bekommst. Für Dich wäre es linke Tasche/rechte Tasche gewesen.

Aber ich werde jetzt hoffentlich bald Ruhe haben vor dem Jobcenter.
Nicht nur bald sondern jetzt schon. Sieh es mal als Vorteil, Du bist weg von dem Verein. Die AU interessiert das Sozialamt nicht, weil Du eh erwerbsunfähig bist.

Du musst jetzt noch Deinen Kampf wegen den Umzugskosten austragen und dann hast Du Ruhe und kannst Dein Leben geniessen.
 

grün_fink

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So ist es. Es wird bald mehr Ruhe einkehren und damit die Befindlichkeit besser.

Auch ich war mal so blöd und naiv, einen einzigen Fehler zu machen, der mich in eine blöde Lage brachte und letztendlich in die Krankheit. Hätte ich früher sehen sollen. Ich hätte es sogar besser gewusst, was ich hätte nicht machen sollen, bin nur nicht durchgedrungen zu den beiden Herren damals.
Auch ich hocke in der Sozialhilfe, aber mit Minirente.
 

Sowhat

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Ich dachte immer EMR-Rente wird hochgerechet, als wenn man bis 62 Jahre oder so gearbeitet hätte und das auch bei recht jungen Leuten. die nur ein oder zwei Jahre in ihrem Leben einzahlen konnten.
Und ich meine wenn man z.B. mit 28 in EMR-Rente landet (ja das sind sehr kranke Menschen, und haben es wirklich verdient, ich weiss) aber dann wird ihnen ein fingiertes Gehalt hochgerechnet bis zu ihrer Altersrente. Dann hätte meine EMR Rente wohl mit Wohngeld gereicht.
Aber da schaut man halt mit 58 Jahren nur traurig zu.

Aber ja wenn alles normal läuft, habe ich endlich meine Ruhe und das wollte ich so. Hatte aber zusammen mit meinem Psych gehofft, dass sie mir doch die EMR-Rente geben. Satz mit X war halt nix.
Wenn ich dann mal den Löffel abgebe, werde ich wohl mit vielen anderen Sozialhilfe-Toten nach Tschechien (ist hier am billigsten das Krematorium, da fahren immer ganze LKW-Ladungen hin) gebracht und dann werden wir auf billige Pappurnen verteilt und in einem Sozialhilfe-Massen-Grab verscharrt. Irgendwie ein trauriger Gedanke, kann mir aber dann ja auch egal sein.
Ich hoffe nur, dass wir da wo wir alle mal landen nicht auch in arm und reich geteilt werden. Sorry habe gerade kürzlich erst meinen Bruder an eine schwere Krankheit verloren, er ist wegen Corona noch nicht beerdigt worden und eine gute Bekannte ist jetzt auch so schwer krank.

Kann man bei Sozialhilfe eigentlich 3 Stunden dazuarbeiten irgendwann?
Habs erst mal nicht vor, aber bei EMR-Rente geht das doch.
Musss mir jetzt an Pfingsten mal den Antrag anschauen, die wollen sicherlich alles bis zur Wäschegrösse wissen.
 
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avrschmitz

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Ich dachte immer EMR-Rente wird hochgerechet, als wenn man bis 62 Jahre oder so gearbeitet hätte und das auch bei recht jungen Leuten.
Nee, wird es nicht. Das hängt mit der Zeit zusammen, wo Du tatsächlich in die Rente eingezahlt hast. Genau weiss ich auch nicht Bescheid. Da wird bestimmt von anderen noch qualifizierteres kommen.
 

grün_fink

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Mal für dich die Reihenfolge:
Den dummen Fehler hab ich vor knapp 30 Jahren gemacht. Danach wurde irgendwie nix mehr, war etwas kaputt gegangen bei mir. Die Rente hab ich seit etwa 10 Jahren, nachdem ich etwa 6 Jahre lang pingpongmäßig zwischen JC/ärztl. Dienst AfA und Sozi/Rentengutachter hin und her gespielt wurde.
Die Regelung mit dem Hochrechnen der Rente gibt es erst seit kurzem für die Neufälle.
 

Sowhat

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Doch es wird bei ganz jungen Leuten, die nur ein oder zwei Jahre einbezahlt haben hochgerechnet bis 62 Jahre hiess es mal.
Aber ab einem gewissen Geburtsjahrgang wird das nicht mal gemacht und ich mit JG62 falle sowieso durch alle Raster. Es gibt glaube ich nur einen JG der noch ein Jahr später seine Altersrente bekommt.
Diese Gesetze gehören überarbeitet, man kann nicht den Menschen die 10 oder 20 Jahre einbezahlt hatten und noch Kinderrziehungszeiten aufweisen können, alles nehmen und es den anderen auszahlen. Das ist nicht gerecht.
Aber es wird ja immer nur ins Leere gefordert und ändern tut sich nichts. Vor den Wahlen tut man immer so als ob.
Man könnte schon einen Frust kriegen, aber nutzt ja nichts.

Fair ist das nicht, dass man nach all den Jahren Ausbildung, Berufsjahre und Kindererziehung (Kinder die schon wieder Steuern zahlen noch dazu) und Minijob auf exakt die gleiche Stufe gestellt wird, wie jeder der ins Land kommt und hier noch nie etwas gearbeitet hat. (ich gönne allen ihr Leben aber mir hätte halt auch etwas Annerkennung gegönnt, ein bisschen Leistung habe ich schon auch gebracht. Und das nur weil man schwer krank geworden ist. Als hätte man sich das alles gewünscht. man hingestellt als hätte man sich sein leben lang nur durchschmarotzt.
Ich gehöre halt nirgendwo mehr dazu, meine Freundinnen haben fast alle Partner bzw. Ehemänner und ein kompaktes Leben. 🤮Die Frauen arbeiten meist nicht mehr in meinem Alter, würden aber nie wie ich einfach entsorgt werden. Haben ein Haus oder eine Eigentumswohnung.
Nur ich gehöre nirgendwo mehr mit dazu.
Wenn man mir vor 12 Jahren (so lange ist mein Schlaganfall jetzt her) prophezeit hätte wo ich mal ende, ich hätte gebeten mich nicht mehr aus dem Koma zu holen. Das kommt davon wenn man der Natur ins Handwerk pfuscht.
Ich weiss manchmal wirklich nicht wozu. Na gut vermutlich musste ich noch die Kinder auf den Weg bringen.
Sie machen es gut, haben gute Jobs, der Jüngere eine Eigentumswohnung und der Große arbeitet im Jurastudium auf das zweite Staatsexamen, das erste hat er schon. Habe vielleicht doch nicht alles falsch gemacht.
So, Sorry musste mal wieder etwas jammern und mich
Und ich weiss dazu seit ihr nicht da.

Tut mir leid
gute Nacht
 

grün_fink

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Ja da war tatsächlich mal so etwas, dass die ganz jungen Leute irgendwie hochgerechnet viel Rente bekommen konnten.
Ich bin auch immer durch alle Raster gefallen und tue das heute auch noch. Damit muss man leider leben.
Gerecht geht es nicht unbedingt zu, und Frauen fallen oft durch. Aber man hat sich ja oft auf den Mannesverdienst verlassen, oder dass die Typen recht haben werden. Man hätt ja oft auch nein sagen können oder sich wehren, oder diskutieren und etwas verlangen. Das ist jetzt vorbei.

Bei mir gab es in jungen Jahren auch schon die ersten gesundheitlichen Probleme, so dass ich wahrscheinlich nichtmal Kinder hätte bekommen können. Beruflich 3mal neu angefangen, Privatleben immer hinten an gestellt. Mehrmals im Leben sehr viel Zeit dafür geopfert. Ich steh jetz auch doof da ohne normales Leben und wundere mich. Das kann man nichtmal jemandem erklären.

Nochmal zu deiner Frage mit dem Arbeiten:
Bei der Rente darf man bis weniger als 3 Stunden täglich (Definition volle Erwerbsminderung: unter 15 Std. wöchentlich).
Mit dem Mindestlohn kommt man allerdings bei dieser Stundenzahl in den versicherungspflichtigen Bereich, also schön aufpassen, dass man nicht zuviel arbeitet. Übrig bleiben von den vielen Arbeitsstunden pro Monat dürften max. etwa 130€. Ehrenamtspauschale könnte lukrativer sein oder andere Sachen.

Versuche, etwas abzuschalten vor dem Schlafen und an etwas Schönes zu denken vor dem Einschlafen, nich nur an die schweren Sachen denken. Da geht's dir etwas besser.
 

Fabiola

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Kann man bei Sozialhilfe eigentlich 3 Stunden dazuarbeiten irgendwann?
Du dürftest nur unter drei Stunden täglich arbeiten (also maximal 2 Stunden und 59 Minuten)
Sozialhilfeempfänger können 30 % des aus Erwerbstätigkeit erzielten Einkommens, höchstens jedoch 216 € (= 50 % der Regelbedarfsstufe 1) für sich behalten. Hier wird davon ausgegangen, dass eine Erwerbstätigkeit eines Sozialhilfeempfängers einen geringeren Umfang als 3 Stunden pro Tag hat, denn bei höherer Leistungsfähigkeit würde er in den Leistungsbereich des SGB II übergehen.
Nachzulesen hier unter Punkt 5. Hinzuverdienst:
Gibt sicher bessere Quellen im I-Net, hab nur dies hier auf die Schnelle gefunden.
 

Sowhat

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Danke. ja werde nicht mehr so viel grübeln. Ist einfach etwas viel in letzter Zeit. Und verstehen muss man sowieso nicht mehr alles.
 
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Kerstin_K

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Wenn ich dann mal den Löffel abgebe, werde ich wohl mit vielen anderen Sozialhilfe-Toten nach Tschechien (ist hier am billigsten das Krematorium, da fahren immer ganze LKW-Ladungen hin) gebracht und dann werden wir auf billige Pappurnen verteilt und in einem Sozialhilfe-Massen-Grab verscharrt. Irgendwie ein trauriger Gedanke, kann mir aber dann ja auch egal sein.
Das kannst du übrigens auch gleich mal vergessen. Wenn es mal soweit ist, dann sind erstmal Deine Esltern und deine Söhne bestattungspflichtig und erst wenn se die Kosten dafür nicht tragen können, tritt das Sozialamt ein. Aber auch das heisst nicht Massengrab, auch dann hat man noch das Recht, eie einfache Bestattung selber zu gestalten.
 

Sowhat

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Das werden meine Eltern hoffentlich nicht mehr erleben müssen, sie tragen demnächst schon ein ein Kind zu Grabe und sind schon 80. Meine Söhne wollen beide irgendwann auswandern.
Aber das ist auch egal. Ich hatte nur gestern meinen moralischen, wieder mal und ich sehe wohl definitiv zu viel fern.
Da war mal in einem Franken-Krimi ein LKW, der voll mit Särgen nach Tschechien fuhr und mit den Urnen zurückkam.

Aber voila, jetzt leben wir. Das Wetter ist schön und alle Paare und Familien freuen sich auf Pfingsten und die Einsamen Almosenempfänger können dann ja ihre Sozialhilfeformulare ausfüllen.;)Oder am Samstag ihre JC-Post aus dem Briefkasten holen.
 
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bondul

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Ich dachte immer EMR-Rente wird hochgerechet, als wenn man bis 62 Jahre oder so gearbeitet hätte und das auch bei recht jungen Leuten. die nur ein oder zwei Jahre in ihrem Leben einzahlen konnten.

Richtig, für fehlende Beitragsjahre erhält man Zurechnungszeiten:

Zurechnungszeit erhöht Rentenzahlung
Erwerbsgeminderten fehlen oft viele Jahre bis zum Beginn ihrer regulären Altersrente – und somit auch viele Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung. Für diese Zeit erhalten sie einen Ausgleich in Form einer sogenannten Zurechnungszeit. Es wird dann rechnerisch so getan, als ob die Person weitergearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt hätte. Vor 2018 wurde eine Zurechnungszeit bis zum 62. Geburtstag zugrunde gelegt. Für alle, die im Jahr 2018 eine Erwerbsminderungsrente beantragten, erhöhte sich die Zurechnungszeit auf 62 Jahre und drei Monate. Die günstigere Regelung gilt nur für Neurentner, nicht für diejenigen, die schon eine Rente erhalten.
Zurechnungszeit seit 2019 sprunghaft gestiegen
Menschen, die seit 2019 eine Erwerbsminderungsrente beantragen, sind deutlich besser gestellt. Die Zurechnungszeit war in diesem Jahr sprunghaft auf 65 Jahre und acht Monate gestiegen. 2020 liegt sie bei 65 Jahren und neun Monaten. Bis 2031 erhöht sie sich weiter schrittweise auf dann 67 Jahre.
test.de

lg, bondul
 

Sowhat

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@ Bondul danke. Das ist doch wunderschön für die, die 2019 EMR-Rente erhalten haben. Glückwunsch.
Die, die ihr ganzes Leben nur ein oder zwei Jahre einbezahlt haben bekommen bis zum 62. oder jetzt auch länger Zurechnungszeit. Aber wie schon erwähnt, ich gönne es jedem von Herzen. Nur selbst wäre man halt auch gerne dabei und nicht einfach wie Dreck aus der Gesellschaft gekickt worden. Sowas hat niemand verdient.

Aber die , die 15 Jahre inkl. Ausbildung einbezahlt und gearbeitet haben, zwei Kinder geboren und grossgezogen haben und noch 10 Jahre im Minijob gearbeitet haben, bekommen nichts. Das weiss ich heute auch.

Mein Ex, seines Zeichens studierter Vermögensberater hat immer gesagt, er sorge für unser Alter vor, wäre ja schliesslich sein Job (ausgebildeter Banker war er ja auch)und ich habe ihm dummerweise vertraut.
Blöd gelaufen (mein Schlaganfall war ja auch nicht geplant) und unsere Gesetze spielen solchen Menschen halt in die Hände.
Was solls, das Leben geht irgendwie weiter.

Und jetzt, wo wegen Corona mit vollen Händen verteilt wird von den Politikern, wird es vermutlich noch schlimmer werden.
Irgendwo wird man da halt wieder was streichen müssen.
 
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grün_fink

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Dir fehlen ja die Beitragsjahre. Da kommt die Regelung mit den Zurechnungszeiten gar nicht zum Tragen.
Leider ist das so.
 

bondul

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Die, die ihr ganzes Leben nur ein oder zwei Jahre einbezahlt haben ...

Dann stell dir 'mal vor, du hättest deinen Schlaganfall bereits mit 21 Jahren erlitten und danach Jahrzehnte halbseitig gelähmt im Rollstuhl verbracht. Du wärst durch die EM Rente zwar abgesichert – mehr aber auch nicht, die Möglichkeiten, die andere 21-jährige noch hätten, blieben dir verschlossen. Dafür die Zurechnungszeiten - als Ausgleich.

lg, bondul
 

Fabiola

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Dir fehlen ja die Beitragsjahre. Da kommt die Regelung mit den Zurechnungszeiten gar nicht zum Tragen.
Ich verstehe nicht genügend vom DRV-Recht.
Doch wenn ca. 15 Jahre Versicherungsbeiträge gezahlt wurden, allerdings eine Versicherungsleistung wg. gesetzlicher Bestimmungen nicht möglich ist, dann sollten doch zumindest (aus Gerechtigkeitsgründen) die geleisteten Beiträge erstattet werden - und zwar als (vor dem SGB-Leistungsbezug erworbenes) Vermögen und nicht als Einnahme.
 

Sowhat

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So denke ich auch @ Fabiola, ist aber leider nicht so. Das Geld wird halt für solche Fälle wie von @bondul geschrieben, gebraucht.
Ist ja gut. Aber ich habe die Chancen , die so ein 21jähriger nicht hat auch nicht mehr mit meinen 58 Jahren. Warum muss er nicht von Sozialhilfe leben und andere haben 15 Jahre einbezahlt und noch Erziehungszeiten.? Ist vergönnt, aber nicht gerecht.
Aber ist auch egal und nicht zu ändern.
Nächstes Jahr wird es wohl aus Wahlkampftaktischen Gründen wieder Rentenerhöhungen und Grundrente und etc. geben. Aber da ist ja für solche wie meine Wenigkeit auch nichts dabei. Ich wünsche euche, dass ihr da was von habt.

Macht jetzt aber nichts. Mein Sohn war eben da, hat mir einen neuen Wassenhahn in der Küche eingebaut (der andere war kaputt) und einige Gardinen aufgemacht und ein paar Bilder. Jetzt sieht meine langsam Wohnung richtig gemütlich aus.
 

grün_fink

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Weißt du Sowhat, ich war (jetzt im Nachhinein betrachtet) schon mit 25 Jahren ungefähr raus aus dem Leben. Ich war im Studium recht erfolgreich. Danach habe ich einen Deppenjob gemacht, wo ein schlechter Hauptschulabschluss gereicht hätte. Dafür bin ich einige Jahre lang noch 20-40 Stunden pro Woche gependelt, also nur Fahrzeit. Mit 30 war ich raus aus allem. Ab diesem Alter hätte ich erstmal eine wirksame Therapie gebraucht, die nicht mehr recht möglich war, auch weil ich mir nicht vorstellen konnte, in Sozialhilfe zu leben. Denn verdient habe ich da natürlich trotz der Vollzeitarbeit nur soviel wie ein Hilfsarbeiter, und was dabei an Sozialleistung rum kommt, kannst du dir sicher vorstellen. Damals in dieser Zeit hatte ich soviel mit meiner Gesundheit zu tun, dass ich gar keine Kinder hätte bekommen können. Nachdem ich hierher gezogen war, bemerkte ich, dass ein Facharbeiter bei den hiesigen Metallfirmen... Achnee das merkte ich viel später, dass wenn ich so einen gehabt hätte, dass meine vorherigen Schulden im Nullkommanix hätten bezahlt sein können. Ich hätte es viel leichter haben können, kam aber gar nicht auf diese Idee. Im Nachhinein betrachtet, wäre ich auch solch ein "Milliardengrab" als Frau gewesen, wenn vielleicht auch nur anfangs.

Und es sind auch Altersrentner, die jetzt daran denken, hier aus der Gegend weg zu ziehen, auch Männer. Ich bin heute erst gefragt worden, ob ich in eine ostdeutsche Stadt zurück ziehe, mit 2en von denen, die allerdings aus dem wesdteutschen Teil kommen, und zwar aus Kostengründen.

Ich stelle mir grade vor, dass jeder der Rentner, die so beschissen wurden, einfach sein Recht einfordert: Bei der DRV, dem Gatten, bei denen, die einen sonstwie beschissen haben.
Ich stelle mir gerade vor, ich würde eine Rente bekommen, und zwar hochgerechnet nach meiner Ausbildung berechnet. Na dafür hätte ich dann nichtmal arbeiten gehen müssen zu diesen Bedingungen damals. Ich hätte ausgesorgt, wäre frei. Vielleicht hätte sich der Körper erholen können, ich Kinder bekommen, mich darum kümmern, und neue Chancen ergreifen. Dann hätte ich im Alter vielleicht auch Hilfe, und vorher vielleicht ein schöneres Leben.
Ich hätte dann vielleicht etwa 4mal soviel Rente wie jetzt, das wäre doch was. Eine nette Rückzahlungssumme dazu, und es wäre ein dickes Polster da, viel mehr als ich brauchen könnte.

Und weißt du was? Wieso soll das nicht jeder haben? Wir müssen hier keinen Wettkampf machen, welcher Arme es noch viel besser hat als der andere. Dieser Neid entzweit nur die Armen voneinander, treibt sie auseinander, bis die meisten von ihnen noch mehr der Mut verlässt.
Lieber schöne Träume von einer schöneren Welt für alle haben, finde ich zumindest.
 

bondul

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Wieso soll das nicht jeder haben?

Das ist eine Frage, die ich mir seit meiner Jugend stelle, Grundeinkommen/-rente für alle Bürger – warum soll das in DE nicht möglich sein, wir sehen es ja in anderen Staaten, dass es umsetzbar ist.

Doch in unserem Staat herrscht weiterhin eine andere Realität:

[..] Für Millionen Arbeitnehmer im unteren Bereich der Einkommensverteilung kumulieren sich die Risiken. Die Beschäftigten dort verdienen nicht nur deutlich unter dem Durchschnittsentgelt, sie arbeiten auch überdurchschnittlich oft in Branchen und Unternehmen, in denen es keine betriebliche Altersvorsorge gibt und das laufende Einkommen dieser Menschen ist oftmals so niedrig, dass es von den laufenden Kosten der Lebensführung wie beispielsweise Miete, Strom, Benzin und Lebensmittel aufgefressen wird, so dass auch keine private Vermögensbildung in nennenswertem Umfang betrieben werden kann. Viele von ihnen werden im Alter überwiegend und ausschließlich auf die Leistungen aus der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung angewiesen sein. Deren Leistungen zugleich in den vergangenen Jahren deutlich abgesenkt wurden. Und man erkennt an den Daten auch die weiter existierenden Geschlechterunterschiede, denn die Frauen sind in dem unteren Einkommensbereich immer noch überdurchschnittlich stark vertreten. [..]
Stefan Sell

In meinem Beispiel von der 21-jährigen zielte ich eher darauf ab, dass bereits am Beginn des Berufslebens die Möglichkeit der Absicherung durch EM Rente besteht – wenn jemand auch wirklich gerade arbeitet – bei Arbeitslosigkeit, Minijob etc. sieht es meines Wissens ganz anders aus.

lg, bondul
 

Sowhat

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Ja du hast natürlich recht, Grünfink. Dein Leben war und ist auch kein reines Zucker schlecken.
Wir haben nunmal keine Lobby.

Und ja @bondul ich habe auch gearbeitet und mir eigentlich Anrechte auf EMR Rente erarbeitet. Stand sogar mal was von 800€ in meiner Renteninformation, aber da war ich 40 Jahre jung und noch gesund.
Plötzlich wird einem das halt alles gestrichen und das ärgert mich manchmal.
Aber Schwamm drüber. Solche Menschen wie ich haben keine Lobby und Punkt, die fallen einfach hinten runter.

Ich höre jetzt auch wieder auf zu jammern. Immerhin habe ich eine nette Wohnung gefunden und trotz leicht zu hoher KdU erkämpft. Um die Umzugskosten kämpfe ich zwar immer noch, aber was solls.
Ich bin nicht obdachlos geworden, und die Angst hatte ich ja.
Ausserdem komme ich wohl vom JC weg und das wollte ich ja.
Ob ich da dann mal so drei Tage wegfahren darf? Ortsabwesenheit braucht man ja nicht mehr beantragen, oder? Ich meine wenn das alles über die Bühne ist und ich hoffentlich vom Sozialamt mein Existenzminimum bekomme.
Ach ja mein letztes Geld vom Jobcenter ist gestern übrigens auch eingegangen.
 

Sowhat

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Das Gefühl mal ein paar Tage jemanden besuchen können, ohne Angst, dass dann eine Vorladung vom JC im Briefkasten liegt, oder eine Maßnahme oder ein Gutachten ansteht, stelle ich mir schon befreiend vor. Fühlte mich da ja jetzt schon viele, viele Jahre ein bisschen wie eine Gefangene.
Aber eigentlich fahre ich ja sowieso nie weg, wovon und mit wem?
Sind nur so wirre Phantasien.

Schöne Pfingsten euch Allen.
 
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