Ich bin jetzt nach einer Therapie Cannabis Patient, muß ich das dem Jobcenter mitteilen oder ist das eine private Angelegenheit?

  • Starter*in Gelöschtes Mitglied 64985
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G

Gelöschtes Mitglied 64985

Gast
Hallo

Bin nun Cannabis Patient geworden, da austherapiert.

Muss ich das dem Jobcenter mitteilen?

Oder ist das meine private Angelegenheit ?

Danke für Antworten
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
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Hallo Montenegro

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Cannabis Patient"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Nena

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Muss ich das dem Jobcenter mitteilen?
Warum solltest Du? Weder Aspirin noch Morphium noch eine Diane sind vermittlungsrelevant. Gegebenenfalls sind die Auswirkungen einer Therapie relevant für die Arbeitsvermittlung. Inwieweit bist Du damit erwerbsfähig? Ist bereits eine Einschränkung dokumentiert/attestiert?
 
G

Gelöschtes Mitglied 64985

Gast
Meine Einschränkungen sind im anderen Thread von mir dokumentiert worden. Ärztlicher Dienst hat mich ja Vollzeit erwerbsfähig beurteilt. Bin ja ganz frisch in dem Thema drin. Wie weit das mich einschränkt hat noch niemand beurteilt.
 

ZynHH

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Wie weit das mich einschränkt hat noch niemand beurteilt.

Darfst du unter Drogeneinfluss ein Kraftfahrzeug oder Maschinen bedienen?

Da wird entweder der verschreibende Arzt der Beipackzettel oder der Gesetzgeber sich zu geäußert haben. Da braucht es kein Gutachten, aber es sollte vorgesehen werden, das der Führerschein stelle zu melden durch den Arzt.
 

faalk

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Also der verantwortungsbewusste Autofahrer weiss selber, wenn er nicht fahrtüchtig ist
Richtig.
Grundsätzlich gilt in Deutschland, dass nach dem Konsum von Cannabis nicht mehr gefahren werden darf. Dies gilt jedoch nicht, wenn der Konsum von Cannabis aus medizinischen Gründen erfolgt....Die Fahrtauglichkeit muss von dem Betroffenen vor jeder Fahrt aufs Neue überprüft werden und im Zweifelsfall darf die Fahrt nicht angetreten werden.
Quelle: anwalt.de
 

saurbier

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Nun ja ZynHH,

da mußt du mal schauen wie unterschiedlich so die Richter zu BTM urteilen, wenn es denen gerade mal in den kram paßt.

Mein Freund z.B. ist Oxycodon-Patient und damit darf man nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen. Was glaubst du was das den Richter beim Sozialgericht im Rentenverfahren interessiert hat - nichts rein gar nichts. Mit dem Medikament kann er durchaus einer leichten Arbeit nachgehen, war sein Spruch und weg war die volle EMR. Der Einwand das er damit vom Land ja keine 100km in die Stadt fahren könne wurde einfach ignoriert, selbst der Hinweis darauf das das kein Verkehrsrichter mitmachen würde. Da kam nur der Spruch vom Richter - hier ist das Sozialgericht und nicht das Verkehrsgericht .. Ja Pervers.

Na wie mag das jetzt wohl ein Verkehrsrichter sehen, was glaubst du wohl. Richtig der entzieht ihm gleich mal den Führerschein für einige Zeit, eben weil fahren unter Drogeneinfluss.

Welch ein Glück das es sich da heutzutage ein klein wenig geändert hat, denn nicht jedes Medikament vorschriftsmäßig nach Weisung des Arztes genommen bedeutet gleich das man damit zu nichts mehr in der Lage ist.


Grüße saurbier
 

Birt1959

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Wenn es deine mögliche Tätigkeit nicht einschränkt, wie z. Autofahren oder das Führen von Maschinen, geht deine Medikation den JC zunächst mal nichts an. Denn dann ist die Kenntnis nicht vermittlungsrelevant.
 

ZynHH

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Nun ja ZynHH,

da mußt du mal schauen wie unterschiedlich so die Richter zu BTM urteilen, wenn es denen gerade mal in den kram paßt.

Mein Freund z.B. ist Oxycodon-Patient und damit darf man nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen. Was glaubst du was das den Richter beim Sozialgericht im Rentenverfahren interessiert hat - nichts rein gar nichts. Mit dem Medikament kann er durchaus einer leichten Arbeit nachgehen, war sein Spruch und weg war die volle EMR. Der Einwand das er damit vom Land ja keine 100km in die Stadt fahren könne wurde einfach ignoriert, selbst der Hinweis darauf das das kein Verkehrsrichter mitmachen würde. Da kam nur der Spruch vom Richter - hier ist das Sozialgericht und nicht das Verkehrsgericht .. Ja Pervers.

Na wie mag das jetzt wohl ein Verkehrsrichter sehen, was glaubst du wohl. Richtig der entzieht ihm gleich mal den Führerschein für einige Zeit, eben weil fahren unter Drogeneinfluss.

Welch ein Glück das es sich da heutzutage ein klein wenig geändert hat, denn nicht jedes Medikament vorschriftsmäßig nach Weisung des Arztes genommen bedeutet gleich das man damit zu nichts mehr in der Lage ist.


Grüße saurbier


Ich bin auch oxy-Patient und fahre freiwillig kein Auto mehr, ich merke die Wirkung sehr deutlich, aber hey, ich bin wenigstens schmerzfrei die letzten Jahre.
Ich sagte ausserdem, Alkohol am Steuer ist ja auch erlaubt.... auch hier wird es dem Autofahrer überlassen, zu entscheiden, ob er noch fahrtüchtig ist, ohne das der Fahrer das beurteilen kann.

Geh mal auf ein mehrtägiges Festival, rauche am ersten Tag einen joint und komme am Abreisetag in eine Drogenkontrolle...Die Fahrerlaubnis ist weg und du musst zur Blutentnahme. Egal ob du auf Rezept, illegal oder sogar legal eines der neuen kombinierten thc freien Kekse oder Cremes genutzt hast.... Der Test teilt mit, du hast illegale Stoffe zu dir genommen und ein kfz geführt.

Das gleiche passiert, wenn du im Betrieb maschinen steuerst.


Andererseits hat der Richter am Sozialgericht Recht, du kannst, weil du Schmerzfrei bist, leichte Tätigkeiten ausüben. Das das Menschenverachtend ist, interessiert den Sozialrichter nicht. Ich würde ihm sagen, dann könnte ich seinen Job mit der Medikation ja auch ausüben.
Da braucht du dann eine andere Begründung finden, als das du nicht mehr Auto fahren kannst.
 

HermineL

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Mein Freund z.B. ist Oxycodon-Patient und damit darf man nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen.
Das ist so wie du es schreibst nicht korrekt. Es ist immer einen Einzelfallentscheidung ob man mit Opioiden
noch fahren darf oder nicht. Hierüber kann der Arzt entscheiden und entweder der Fahrtüchtigkeit widersprechen
oder selbige bestätigen. Eine pauschale Verkehrsuntauglichkeit bei Opioiden gibt es in der Form nicht.
Ich nehme selber Oxycodon und wenn es ganz dicke kommt auch Fentanyl. Ich habe einen Opiat-Ausweis
von meinem Doc und eine Bestätigung der Fahrtüchtigkeit auch unter Einnahme.

Mehr Infos:
 

ZynHH

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Das ist so wie du es schreibst nicht korrekt. Es ist immer einen Einzelfallentscheidung ob man mit Opioiden
noch fahren darf oder nicht. Hierüber kann der Arzt entscheiden und entweder der Fahrtüchtigkeit widersprechen
oder selbige bestätigen. Eine pauschale Verkehrsuntauglichkeit bei Opioiden gibt es in der Form nicht.
Ich nehme selber Oxycodon und wenn es ganz dicke kommt auch Fentanyl. Ich habe einen Opiat-Ausweis
von meinem Doc und eine Bestätigung der Fahrtüchtigkeit auch unter Einnahme.

Mehr Infos:

Super Hinweis, werde meine Ärztin mal darauf ansprechen, wie das bei meiner Dosierung aussieht.
 

HermineL

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Geh mal auf ein mehrtägiges Festival, rauche am ersten Tag einen joint und komme am Abreisetag in eine Drogenkontrolle...Die Fahrerlaubnis ist weg und du musst zur Blutentnahme.
Gerade auch dafür ist der Opiat-Ausweis sinnvoll. Da ich in der Nähe der tschechischen Grenze lebe habe ich mir das Dingen ausstellen lassen um keine Probleme bei Zollkontrollen zu haben weil hier jede Menge Crystal verschoben wird.

Bedenke aber auch das der Arzt der Auffassung sein kann das du nicht fahrtüchig bist. Es ist seine Ermessensentscheidung.
 

ZynHH

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Bedenke aber auch das der Arzt der Auffassung sein kann das du nicht fahrtüchig bist.

Der Meinung bin ich ja schon, wenn ich nur an meine Augen denke, die sich seit der Einnahme verändert haben.
Oder das ich einfach einschlafe, sobald ich zur Ruhe komme.... Ich bin einfach mal gespannt auf die Reaktion der Ärztin.
 

saurbier

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Hallo HermineL,

also ich hab von meinem Schmerztherapeuten direkt von Anfang an so einen Medikamentenausweis. Da steht dann drin was ich einnehme sowie die Dosierung. Ist leider inzwischen etwas mehr geworden, aber ich bin ja im November wieder mal beim Doc.

Ich hab den Schmerztherapeuten damals ja auch direkt darauf angesprochen wie es denn mit meiner Arbeit (Maschinenbau) aber auch dem Autofahren aussieht. Der hat mir dann gesagt, ich möge mir mal überlegen wie ich wohl besser Auto fahren könne, mit starken Schmerzen oder aber mit so gut wie keinen Schmerzen.

Ich hab mal eine Zeit lang auch Amitriptylin genommen und da mein Hausarzt mir strikt verboten Auto zu fahren, aber hallo das hätte ich eh nicht gekonnnt so wie ich neben der Spur war.

Unser Problem dürfte eher die Politzeikontrolle selbst sein und mit viel Pech alte verbohrte Ärzte die was gegen Opiate grundsätzlich haben (kenn einige). Die Polizei interessiert sich halt wenig dafür was unsereins der Arzt erlaubt oder nicht, die haben halt ihre Vorschriften.


Grüße saurbier
 
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