Ich bin im ALG1-Bezug und selbstständig. Was muss ich dem Amt mitteilen?

Djang

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Hallo,
ich bin in einer verzwickten Sitauation.
Ich bin schon vor meiner jetzigen Arbeitslosigkeit selbständig in der Personalrecruitierung gewesen. Hatte eine 5 monatige unselbständige Beschäftigung dazwischen und bin seit dem 01.03.2020 wieder in ALG1 Bezug. (Hatte noch einen großen Restanspruch) Der ALG1 Bezug sollte am 19.11.2020 enden, + 3 Monate Corona Verlängerung bis zum 19.02.2021.
In dieser Zeit war ich als "Hobbyheadhunter" selbständig. Mein Arbeitsaufwand war seitdem < 10h/Woche. Rechnungen habe ich nicht gestellt, obwohl ich etwa 4.000€ bekommen hätte für einige Vermittlungen. Ich wollte mich nach Rücksprache mit dem Jobcenter (Klärung der Beibehaltung meiner 3 Monate Corona ALG1 Zeit) eigentlich ab dem 01.12.2020 für ca. 3 Wochen abmelden. In dieser Zeit hätte ich meine Rechnungen gestellt. Soweit der Plan....
Meine Jobvermittlerin hat gewechselt und die neue hat sich bei mir telefonisch vorgestellt (Vorab SMS mit Anrufzeit erhalten).
Ich habe sie nach einigen Punkten von ihr gefragt, wie es mit meiner Abmeldung / Selbständigkeit aussieht. Ich bin davon ausgegangen, dass sie das wusste, da ich in 2019 als ich damals auch ALG1 bezog, dies auch beantragt und genemigt bekam. Als ich mich in 2020 erneut arbeitslos meldete, dachte ich, dass die davon wüssten. Und nein, das wissen sie nicht wurde mir gesagt....
Sie meinte, ich soll das in der Leistungsabteilung klären lassen und sie würde mich in 10 Tagen etwa wieder anrufen.
Es könne sein meinte sie, dass ich das monatlich nachweisen muss und die Leistungsabteilung, unabhängig ob für meine Leistungen Geld in den einzelnen Monaten geflossen ist oder nicht, das ALG1 um diesen Betrag kürzt.
Außerdem soll ich auch von der Leistungsabteilung klären lassen, ob eine Ab- und wieder Anmeldung für 3 Wochen unschädlich für die 3 Monate Corona Verlängerung sind.
Wie ist eure Meinung dazu?
 

BerndB

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Ich wollte mich nach Rücksprache mit dem Jobcenter (Klärung der Beibehaltung meiner 3 Monate Corona ALG1 Zeit) eigentlich ab dem 01.12.2020 für ca. 3 Wochen abmelden. In dieser Zeit hätte ich meine Rechnungen gestellt.
Nur mal so allgemein:
Alg I erhält man nicht vom Jobcenter, sondern von der Agentur für Arbeit.
Ein Nebenverdienst wird dann angerechnet wenn der Verdienst erwirtschaftet wurde, nicht wann er zugeflossen ist.
Eine angemeldete Selbstständigkeit schadet nicht der Arbeitslosigkeit. Es geht um die tatsächliche Ausübung und deren Umfang. Natürlich musst du der AA ggf. regelmäßig melden, ob und wieviel ....
 

Djang

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Nur mal so allgemein:
Alg I erhält man nicht vom Jobcenter, sondern von der Agentur für Arbeit.
Ein Nebenverdienst wird dann angerechnet wenn der Verdienst erwirtschaftet wurde, nicht wann er zugeflossen ist.
Eine angemeldete Selbstständigkeit schadet nicht der Arbeitslosigkeit. Es geht um die tatsächliche Ausübung und deren Umfang. Natürlich musst du der AA ggf. regelmäßig melden, ob und wieviel ....
...Ein Nebenverdienst wird dann angerechnet wenn der Verdienst erwirtschaftet wurde, nicht wann er zugeflossen ist....
Meine ehem. Betreuerin wußte, dass ich in sehr geringem Umfang selbständig arbeite. Meine neue Betreuerin angeblich nicht.
Ich werde der Leistungsabteilung kommende Woche schreiben.
Wenn die "Coronaverlängerungsunterbrechung" nicht funktioniert, werde ich trotzdem alle Rechnungen im November stellen und melden.
Der aufgelaufene Umsatz aus 2020 entspricht in etwa dem 3fachen des ALG1 eines Monats.
 

BerndB

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Der aufgelaufene Umsatz aus 2020 entspricht in etwa dem 3fachen des ALG1 eines Monats.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass, falls die Tatsache der Nebentätigkeit bei der AA bekannt ist, nicht schon lange eine Aufforderung zur Konkretisierung der Tätigkeit erfolgt ist.
 
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Djang

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Die Nebentätigkeit ist deshalb meiner Ex Betreuerin bekannt, weil ich zu Beginn de Arbeitslosigkeit mit ihr geklärt habe, dass ich von einem meiner Auftraggeber fest übernommen werden sollte. Wg. Corona ist daraus nichts geworden. Das wusste sie auch.
 

Djang

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Wenn das seit Beginn der Arbeitslosigkeit bekannt ist, ist es ja sicher auch im Alg-Antrag genannt worden.
Ich habe es meiner Betreuerin bei meinem Erstgespräche etwa 1 Monat nach Beginn der Arbeitslosigkeit mitgeteilt.
Vereinbart habe ich jetzt, dass ich mich wg. eines selbständigen Auftrags für 3 Wochen befristet abmelde. Evtl. nNacharbeiten muss ich dann monatlich mit Eingang belegen. Die Abmeldezeit wird definitiv hinten angehängt.
 
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