Ich bin gesundheitlich eingeschränkt und brauche nun Hilfe / Ratschläge beim weiteren vorgehen mit dem Jobcenter.

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Evgenij

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Schönen guten Tag alle zusammen.

Vor 2 Jahren hatte ich mein letztes Gutachten im Ärztlichen Dienst. Damals hatte ich schon massive gesundheitliche Beschwerden, allerdings keine ärztlichen Befunde vorliegen. Der Amtsarzt hat mir das natürlich nicht abgekauft, dass es mir schlecht geht und mich voll arbeitsfähig eingestuft, sprich uneingeschränkt im 3-Schicht-Betrieb. Da das für mich absolut unrealistisch war, habe ich mich die letzten 2 Jahre, also jeden Monat, von meiner Hausärztin krankschreiben lassen.

Letzte Woche hatte ich dann einen Termin bei meiner neuen SB, mit der ich eine erneute Begutachtung im ärztlichen Dienst vereinbart habe. Jetzt hat Sie mir per Post den Gesundheitsfragebogen und die EGV zugeschickt. In der EGV steht: 1. Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung..., 2. Verbesserung Ihrer Leistungsfähigkeit und 3. Erstellung eines aktuellen ärztlichen Gutachtens. Bisher habe ich immer alles sofort unterschrieben und zurückgegeben. Heute weiß ich aber, dass es auch anders möglich ist. Also Punkt 1 und 2 ist für mich wie schon gesagt absolut nicht machbar, da es mein gesundheitlicher Zustand einfach nicht zulässt. In Zukunft würde ich gerne ohne jegliche Hintergedanken, wie Krankenschein, Jobcenter, Sanktionen ect., in Ruhe an meiner Genesung weiterarbeiten. Nun weiß ich nicht wie ich am besten vorgehen, bzw. was ich meiner SB antworten soll. Bitte um eure Hilfe!

Beste Grüße aus dem Schwarzwald,

Evgenij
 
E

ExUser 2606

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Schweigepflichtsentbindung und Gesundheitsfragebogen sollte man schon ausfüllen und einreichen, im verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift - Medizinische Unterlagen - Nur vom Ärztlichen Dienst zu öffnen -
Wenn man aussagekräftige medizinische Unterlagen in Kopie beilegt, braucht es keine Schweigepflichtentbindungen. Und wenn, dann bitte unbedingt die Gültigkeit begrenzen, sonst sind die nämlich 3 Jahre gültig.

Die Unterlagen botte niemals über den Schreibtisch der SB laufen lassen, sondern ausschliesslich direkt an den ärztlichen Dienst adressieren.
 

HermineL

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Muss ich mich den jetzt weiterhin krankschreiben lassen, solange keine EGV unterschrieben ist?
Du musst das nicht solltest es aber dennoch machen. Sollte es später, was man vorher nie weiß, zu einem EMR Antrag, einer Reha oder ähnlichem kommen ist es wichtig und notwendig das du weiterhin AU bist und dich in ärztlicher Behandlung befindest.
 

ZynHH

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Muss ich mich den jetzt weiterhin krankschreiben lassen, solange keine EGV unterschrieben ist?
Das würde ich machen, denn du bist ja nicht geheilt. Auch der äD kann eine AU nicht durch sein Gutachten aufheben.
Selbst wenn der also schreibt, du könntest 3>6 h arbeiten, gilt weiterhin deine AU.
Das Gutachten des äD beschreibt lediglich deine Leistungsfähigkeit für die Zeit in der du nicht AU bist.
 

saurbier

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Nun wenn der SB es bisher nicht für notwendig gehalten hat einen Termin beim äD-Gutachter zu veranlaßen, ja warum bitte solltest du dem deine EinV zukommen lassen - hallo.

Im übrigen bist du noch nicht einmal dazu verpflichtet eine EinV zu unterschreiben - und solltest es auch nach Möglichkeit nicht machen.

Wenn dem SB das nicht gefällt steht es ihm ja frei jederzeit einen VA zu erlassen.

Wie man sieht wird jetzt so langsam der erste Druck aufgebaut, um dich in Richtung Unterwürfigkeit und Gehorsam zu lenken.

Da solltest du dann eher darauf bedacht sein, deine Rechte in Anspruch zu nehmen und eben nichts zu unterschreiben was dir ggf. nicht gefällt (z.B. die EinV) und genauso keine Telefonnummer (für möglichen Telefonterror) noch E-Mail Adresse angeben.

Wenn das JC was von dir will, dann bitte immer per Post. Dann hast du zumindest im Falle des Falles auch immer einen schriftlichen Beweis den du notfalls bei Gericht vorlegen könntest.
 
H

HowEver0815

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Hallo @Evgenij,
willkommen im Forum. :)

Dir eine EGV anzubieten, bevor die Erwerbsfähigkeit nicht abgeklärt ist, das ist gar nicht zulässig. Die Prüfung der Erwerbsfähigkeit hat auch nicht Bestandteil einer EGV zu sein.

Der Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung mit einem Hilfebedürftigen mit fraglicher Erwerbsfähigkeit verstößt gegen den elementaren Leistungsgrundsatz des § 7Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB II und ist daher gem. § 58 SGB X i.V.m. § 134 BGB nichtig.
(so auch Sonnhoff in: Juris-PK SGB II, § 15 Rz. 85.1, 115.1).

Hessisches Landessozialgericht, L 7 AS 251/08 B ER und L 7 AS 252/08 B ER, 17.10.2008:
„Die Prüfung der Erwerbsfähigkeit ist nicht tauglicher Regelungsgegenstand einer Eingliederungsvereinbarung. Eine mit einem Hilfebedürftigen, dessen Erwerbsfähigkeit zweifelhaft ist, geschlossene Eingliederungsvereinbarung ist nichtig.

LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss v. 05.07.2007, Az.: L 3 ER 175/07 AS

Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 SGB II soll die Agentur für Arbeit im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jedem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen die für seine Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren (Eingliederungsvereinbarung). Die Eingliederungsvereinbarung soll insbesondere nach Satz 2 der Regelung bestimmen, welche Leistungen der Erwerbsfähige zur Eingliederung in Arbeit erhält und welche Bemühungen der erwerbsfähige Hilfebedürftige in welcher Häufigkeit zur Eingliederung in Arbeit mindestens unternehmen muss sowie in welcher Form er die Bemühungen nachzuweisen hat. Voraussetzung für den Abschluss der Eingliederungsvereinbarung ist jedoch nach § 15 Abs. 1 SGB II, dass der Hilfebedürftige erwerbsfähig ist. Damit ist ausgeschlossen, dass Gegenstand einer Eingliederungsvereinbarung die Vorfrage, ob Erwerbsfähigkeit überhaupt vorliegt, sein darf.


EGV abheften und gut ist.

Schweigepflichtsentbindung und Gesundheitsfragebogen sollte man schon ausfüllen und einreichen, im verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift - Medizinische Unterlagen - Nur vom Ärztlichen Dienst zu öffnen -
 

ZynHH

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Die Notwendigkeit besteht, meine Erfahrung, nicht wenn das Leiden/die Krankheit so gestaltet sind, das es keine Aussicht auf Besserung hat und auch keine Reha etc. etwas verbessern können, so wie bei mir.
Und dann bekommst du keine Einladungen vom jC oder musst nicht an Massnahmen teilnehmen? Ohne AU? Einfach so?
 

HermineL

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Ich habe die Em Rente beantragt und erst die Unbegrenzte, volle Em erhalten, einfach so, ohne AU seit 1-2 Jahren davor.
Ausnahmen bestätigen die Regel.


Da ich jegliche medikamentöse Behandlungen ablehne, befinde ich mich nicht wirklich in einer ärztlichen Behandlung.
Das ist natürlich deine Sache aber wenn es später einmal um eine EMR oder eine Reha geht fällt dir das auf die Füsse.


Medikamenten sind eine reine Symptom- und keine Ursachenbehandlung, vor allem was chronische Erkrankungen angeht.
Also bei aller Liebe, hör auf so einen Blödsinn zu verbreiten denn das suggeriert das man die Medikamente nicht braucht. Viele davon sind aber je nach Krankheit lebensnotwendig. Ich würde heut hier nicht mehr schreiben sondern mir die Radieschen von untern anschauen ohne meine Medikamente .


Meine Hausärztin versteht mich da sehr gut und akzeptiert das auch.
Sorry aber ein Arzt mit so einer Einstellung hat in meinen Augen den Beruf verfehlt.


Ich hoffe sehr, dass mich der ärztliche Dienst als nicht-erwerbsfähig einstuft, damit ich meine Ruhe habe.
Der ÄD kann dich überhaupt nicht erwerbsunfähig schreiben sondern lediglich prognostisch für 6 Monate als nicht leistungsfähig einschätzen. Erwerbsunfähig kann dich ausschließlich nur der Rentenversicherungsträger schreiben. Ohne laufende ärztliche Behandlung, ohne medikamentöse Behandlung, ohne weiterhin AU zu sein und mit deiner Einstellung wird es allerdings ein schwieriges Unterfangen sein die DRV von einer Erwerbsunfähigkeit zu überzeugen. Wenn du da nicht mindestens eine unheilbare Krankheit hinter steht die zur Erwerbsunfähigkeit führt wird dies nichts werden.

Da der Rentenversicherungsträger nach dem Prinzip Reha vor Rente verfahren muss wirst du schon in der med. Reha mit deiner Einstellung scheitern. Insofern spielt eine weitere AU bei dir in der Tat keine Rolle mehr weil der Schuß sowieso nach hinten losgehen dürfte und somit wird es auch nichts mit deiner gewünschten Ruhe werden. Aber das alles ist deine eigene Entscheidung.
 

abcabc

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Hallo,
ja das bedeutet, dass das Ergebnis da ist.
Es gibt keine Pflicht mit der SB zu telefonieren. An deiner Stelle würde ich erst telefonieren, wenn du selbst eine Kopie vom Gutachten hast. Falls du den denn überhaupt Lust hast zu telefonieren...

Du könntest ihr antworten, dass du gemäß Erreichbarkeitsanordnung postalisch erreichbar bist und um Zusendung des Gutachtens bittest.
 

saurbier

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Ich würde es genauso machen wie meine Vorredner beschrieben haben.

Meide den telefonischen Kontakt, denn die SB's sind rhetorisch inzwischen gut geschult um dir so manches am Telefon zu verkaufen, was sich für dich später im Nachhinein als ungünstig herausstellen könnte.

Schreibe der SB einfach per Einschreiben und ggf. zusätzlich per Fax (z.B. Simple-Fax.de als günstige Alternative), daß sie dir das Gutachten ja jederzeit schriftlich zuschicken kann, genauso was sie mit dir gerne besprechen würde.

Parallel schreibst du an den äD-Gutachter per Übergabe-Einschreiben, daß du gem. § 25 SGB X um Übersendung des Teil-A sowie Teil-B seines ärztlichen Gutachtens an deine Postanschrift bittest. Am besten legst du dazu eine Kopie deines Perso bei, damit er sieht, daß du es bist der die Unterlagen anfordert.

Da kannst du selbst sehen wie der äD-Gutachter deine Leistungsfähigkeit eingestuft hat, als auch für welche Arbeiten er bei dir Einschränkungen sieht, an welche sich die/der SB dann bei der Arbeitsvermittlung auch zu halten hat.
 

HermineL

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Ich habe keine Rentenansprüche und Reha hilft mir bei meinen gesundheitlichen Problemen auch nicht.
Es geht dabei nicht nur um eine EMR. Wenn du gesundheitlich nicht mehr kannst wird das JC/Grundsicherungsamt (ge. § 44a SGB II) irgendwann den Rentenversicherungsträger mit der Feststellung deiner Erwerbsfähigkeit beauftragen weil nur dieser diese abschließend feststellen kann. Hält der dich dann für erwerbsfähig weil es mangels ärztlicher Behandlung und AU keine aktuellen Befundunterlagen gibt wird das Grundsicherungsamt die Leistungen verweigern und dich an das JC verweisen. Dort jedoch bist du dann auf Grund der Begutachtung des Rentenversicherungsträger voll erwerbsfähig und kannst auch vermittelt werden. Lehnst du dann einen Job oder Maßnahme ab ist die Leistung ganz oder zumindest zu 30% weg.
Wie du unschwer erkennen kannst hat dies alles nicht ausschließlich mit etwas mit einer EMR zu tun sondern ist auch für andere Leistungen von Relevanz.

Ich kann mich erinnern, dass ich bei meinem ersten ÄD vor ca. 5 Jahren, danach mind. 2 Jahre Ruhe hatte. Brauchte also weder eine AU, noch sonst was für das JC.
Das dies bei dir so war ändert nichts daran das der ÄD prognostisch nur für die nächsten 6 Monate eine Einschätzung abgeben darf und kann. Wenn das JC dich dann 2 Jahre in Ruhe gelassen hat dann hast du schlicht und ergreifend Glück gehabt.

Ich habe meine Befunde schwarz-auf-weiß. Ich hoffe, das genügt.
Hoffentlich auch aktuell, denn Befunde die älter als 1-2 Jahre sind reichen, je nachdem wer diese für eine Begutachtung haben will, nicht aus. Dann werden aktuelle benötigt. Das wiederum gestaltet sich aber schwierig wenn du nicht in ärztlicher Behandlung bist.

Aber da du das alles ja offensichtlich besser weißt als alle die sich seit Jahren mit der Materie beschäftigen und sich daher auskennen bin ich hier raus. Nur frage ich mich dann wofür du hier überhaupt nach Hilfe gefragt hast. Letztlich bist du aber selber dafür verantwortlich was du tust und wie du vorgehst, auch wenn dies dann aufgrund dessen in die Hose geht.
 

HermineL

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Das kommt aber auch auf de Art der Beeinträchtigung an. wenn sich da nichts ändert, dann können auch alte Befunde ausreichen.
Was glaubst du warum ich schrieb:
je nachdem wer diese für eine Begutachtung haben will
Gerade bei GDB bestehen die zuständigen Ämter in der Regel auf Befunden die nicht älter als 2 Jahre sind, ob das nun rechtlich korrekt ist oder nicht. Manch eine DRV oder ein ärztlicher Dienst stellt sich genau so an.

Ich mussda immer an eine Freundien von mir denken, die ohne Arme und Beine geboren wurde.
Nette Geschichte aber du vergleichst Äpfel mit Birnen. Bei fehlenden Gliedmaßen ergibt sich das von selber. Dies meisten Krankheiten sind aber innere Erkrankungen oder psychische und die kann man eben nicht direkt erkennen. Ganz davon abgesehen das diese Beschwerden, im Gegensatz zu dem Verlust von Gliedmaßen, auch wieder verschwinden können.

Natürlich kann es durchaus auch sein das man alles was man will mit alten Befunden, ohne AU und auch ohne aktuelle ärztliche Behandlung erreicht aber das ist nicht die Regel sondern die Ausnahme. Von daher macht es keinen Sinn das was ich zuvor geschrieben habe mit aller Gewalt negieren zu wollen es sei denn man möchte das andere damit auf die Nase fallen könnten. Hilfesuchende die hier Rat suchen und die man nicht auf so die Risiken hingewiesen hat werden sicherlich hinterher das Forum als gute Anlaufstelle weiterempfehlen.
 

Ruhrpottmensch

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Hallo

Ja, sieht so aus als hätte SB schon Teil B vom Gutachten auf dem Tisch liegen.

Falls bis Montag nichts bei Dir in der Post ist, würde ich SB im selben Zug bitten Dir doch eine Kopie vom Teil B zu schicken. Gleichzeitig könntest Du beim ÄD anfragen, ob Sie Dir nicht auch Teil A des Gutachten schicken können (Dort wird wesentlich genauer auf die Begutachtung eingegangen).

Wie Du das Gutachten gemeinsam mit der SB "besprechen" möchtest, musst Du entscheiden. Per Telefon ist es keine (gesetzliche) Vorgabe. Du könntest es momentan auch alles Postalisch machen...
 

HermineL

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.


Stell dir einfach folgende Situation vor und frage dich selbst, ob du so auch mit deinen Mitmenschen kommunizierst:

GanzGeheim: "Hey du, ich brauch mal Hilfe."
Helfer: "Was gibt's denn?"
GanzGeheim: "Chronische Erkrankung, Begutachtung im Ärztlichen Dienst, EGV"
Helfer: "????..... Und wie ist jetzt deine Frage?...."
 

Evgenij

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Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!

Schweigepflichtentbindung und Gesundheitsfragebogen ausfüllen ist für mich kein Problem. Aber keine Ahnung wie ich die Gültigkeit kürzen kann. Da muss ich wohl meine eigene bearbeitetet Schweigepflichtentbindung am PC schreiben und dann ausdrucken oder wie macht ihr das?

Muss ich mich den jetzt weiterhin krankschreiben lassen, solange keine EGV unterschrieben ist?
 
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ExUser 1309

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Du musst das nicht solltest es aber dennoch machen. Sollte es später, was man vorher nie weiß, zu einem EMR Antrag, einer Reha oder ähnlichem kommen ist es wichtig und notwendig das du weiterhin AU bist und dich in ärztlicher Behandlung befindest.
Die Notwendigkeit besteht, meine Erfahrung, nicht wenn das Leiden/die Krankheit so gestaltet sind, das es keine Aussicht auf Besserung hat und auch keine Reha etc. etwas verbessern können, so wie bei mir. Kommt halt immer darauf an. Im Zweifel ist eine AU nat. ein Beleg dafür, das der Arzt einen krankgeschrieben hat und mit welcher Diagnose.
Für das JC finde ich es gut, sich krankschreiben zu lassen. Das kann manchmal hilfreich sein., solange nicht festgestellt wurde, welche Einschränkungen man hat bzw. solange ich krank bin, können sie mir auch nix.
 

Evgenij

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Da ich jegliche medikamentöse Behandlungen ablehne, befinde ich mich nicht wirklich in einer ärztlichen Behandlung. Medikamenten sind eine reine Symptom- und keine Ursachenbehandlung, vor allem was chronische Erkrankungen angeht. Meine Hausärztin versteht mich da sehr gut und akzeptiert das auch. Bei chronischen Baustellen ist man praktisch auf sich selbst gestellt, außer halt ein Privatarzt, aber wie soll das ein Hartz4-Empfänger schon bezahlen? Unmöglich! Beim Besuch meiner Hausärztin geht es mir lediglich um die Krankschreibung (weil der JC mich sonst sanktioniert) oder halt um neue Bluttests durchzuführen, die ich übrigens auch selber per IGeL-Leistung bezahlen muss, da solche Tests von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden. Deswegen, wenn ich mich nicht weiter wegen dem JC krankschreiben lassen muss (?), mache ich das auch nicht mehr. Ich hoffe sehr, dass mich der ärztliche Dienst als nicht-erwerbsfähig einstuft, damit ich meine Ruhe habe.
 
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ExUser 1309

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Und dann bekommst du keine Einladungen vom jC oder musst nicht an Massnahmen teilnehmen? Ohne AU? Einfach so?
Ich habe die Em Rente beantragt und erst die Unbegrenzte, volle Em erhalten, einfach so, ohne AU seit 1-2 Jahren davor. Das würde dann mit Arbeitsaufnahme durch mich umgewandelt in tw. EM Rente unter 6Std. Das JC hat mich lediglich zum Ärztlichen Dienst geschickt, als ich angab, keine Vollzeitstelle machen zu koennen und das Ergebnis erhalten unter 3 Std. Arbeitsfähig, mussten sie auch, nach Feststellung Schwerbehindert mit G und meinen Einschraenkungen. Damit konnten sie mir nix. Außer nat. EM Rente empfehlen. Ich selber hielt mich allerdings für 3-unter 6 Std arbeitsfähig, von Anfang an.

Das funktioniert nat. Nur, wenn das Krankheitsbild das hergibt und ich war nat. In fachärztlicher Behandlung. Die DRV ließ dann noch mein 3 eigene Gutachten erstellen. Reha wurde mir trotz Empfehlung nicht gewährt, weil keine Aussicht auf Besserung durch Reha.

@Evgenij ich würde auf jeden Fall raten, vom Facharzt bestätigen zu lassen, was Sache ist. Das ist definitiv hilfreich, der DRV Arzt kannte sogar zufällig meinen Facharzt, das erleichterte ihm, der Diagnose zu folgen, wobei er nat. auch ein paar Tests gemacht hat.
 

Evgenij

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Das ist natürlich deine Sache aber wenn es später einmal um eine EMR oder eine Reha geht fällt dir das auf die Füsse.
Ich habe keine Rentenansprüche und Reha hilft mir bei meinen gesundheitlichen Problemen auch nicht.
Der ÄD kann dich überhaupt nicht erwerbsunfähig schreiben sondern lediglich prognostisch für 6 Monate als nicht leistungsfähig einschätzen.
Ich kann mich erinnern, dass ich bei meinem ersten ÄD vor ca. 5 Jahren, danach mind. 2 Jahre Ruhe hatte. Brauchte also weder eine AU, noch sonst was für das JC.
@Evgenij ich würde auf jeden Fall raten, vom Facharzt bestätigen zu lassen, was Sache ist. Das ist definitiv hilfreich, der DRV Arzt kannte sogar zufällig meinen Facharzt, das erleichterte ihm, der Diagnose zu folgen, wobei er nat. auch ein paar Tests gemacht hat.
Ich habe meine Befunde schwarz-auf-weiß. Ich hoffe, das genügt.
 

saurbier

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Und um die Ausführungen von HermineL noch ein klein wenig zu verdeutlichen, du bist auch verpflichtet zur Erhaltung deines Gesundheitszustandes und damit der Erhaltung deiner Leistungsfähigkeit mitzuwirken siehe z.B. § 65 SGB I.

Damit hier jetzt keine Missverständisse auftauchen, mitzuwirken bedeutet nicht fragwürdige medizinische Maßnahmen zu dulden.

Allerdings wenn du ernsthaft meinst z.B. eine anerkannte medizinische Maßnahme ablehnen (sofern es sich nicht um körperliche Eingriffe handelt bei welcher Gesundheit bzw. Leben auf dem Spiel stehen könnte bzw. mit welcher eine entsprechende Gefährdung besteht) zu müssen, dann kann die DRV durchaus auch eine EMR ablehnen, dazu hat auch das BSG schon entsprechend geurteilt.

Und nehme ich jetzt deine zuvor getätigte Aussage, dann stellt sich schon die Frage womit der äD-Gutachter zu seiner Entscheidung kam wenn es bei dir keine entsprechenden medizinischen Befunde gab/gibt.

Du hast natürlich recht, solange du dem JC mit deiner Leistungsfähigkeit zur Verfügung stehst spielt all das nur eine untergeordnete Rolle. Ganz anders sieht es hingegen aus, wenn du dort aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vermittelbar bist, denn dann bedarf es einem Nachweis deinerseits und sollte das JC daraufhin ggf. versuchen dich ans SGB XII abzuschieben (aus Kostengründen) dann wird auch die DRV zwecks Gutachten nach § 109a SGB VI eingeschaltet.
 
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ExUser 2606

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Hoffentlich auch aktuell, denn Befunde die älter als 1-2 Jahre sind reichen, je nachdem wer diese für eine Begutachtung haben will, nicht aus. Dann werden aktuelle benötigt. Das wiederum gestaltet sich aber schwierig wenn du nicht in ärztlicher Behandlung bist.
Das kommt aber auch auf de Art der Beeinträchtigung an. wenn sich da nichts ändert, dann können auch alte Befunde ausreichen.

Ich mussda immer an eine Freundien von mir denken, die ohne Arme und Beine geboren wurde. Bei ihr wurde alsKind mal geröntgt, weil die Ärte wissen wollten, wie Ihre Hüft- und Schultergelenke aussehen, aber ansonsten gibt es da ja nichts neues zu befunden ausser vieleicht Verschlechterung durch Folgeschäden zum Beispeil an der Halswirbelsäule, weil die bei ihr stärker beansprucht wird.

Nach 20 Jahren oder so war dann mal eine neue Areitsplatzausstattung fällig, der höhenverstellbare Tisch funktionierte nicht mehr richtig und das passte auch alles nicht mehr richtig, weil ihr Arbeitgeber umbaute und sie in einen anderen Raum umzog. Die DRV lehnte ab, weil sie nicht ausreichend nachgewiesen hätte, dass ihre Behinderung noch bestehe. Der Hausarzt schrieb, er könne keine Anzeichen erkennen, dass seiner Patientin inzwischen Gliedmassen nachgewachden seien und das sei aus medizinischer sicht auch nicht zu erwarten. Sie lehnte es ab, sich nochmals röntgen zu lassen. Man traf sich vor Gericht, der Richter sah sie und fragte den Vertreter der DRV "Müssen wir das wirklich noch lange verhandeln?"
 

Evgenij

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Hallo zusammen,

ich habe jetzt nach gut zweieinhalb Monaten ein E-Mail von meiner SB erhalten:
Sehr geehrter Herr ***,

ich hatte Ihnen im September die aktuelle Eingliederungsvereinbarung in 2- facher Ausfertigung zugesandt mit der Bitte, ein Exemplar unterschrieben zurückzusenden. Bisher konnte ich keinen Eingang verzeichnen. Bitte reichen Sie noch ein Exemplar unterschreiben im Jobcenter ein.

Desweitern liegt mir von Ihnen keine Telefonnummer vor. Bitte teilen Sie mir dies bitte per email oder über das Servicecenter *** mit.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen ***, Jobcenter ***
Ich hatte der SB im Oktober den ausgefüllten Gesundheitsfragebogen zugeschickt. Bisher aber noch kein Termin vom ÄD erhalten.

Wie soll ich da jetzt vorgehen, bzw. antworten?
 
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