Ich bin der ZAF nur eine Postkarte wert

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Holler2008

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Es ging das übliche Spiel voraus.

VV mit RFB und bevor die Bewerbung raus ist kommt Post man soll anrufen.
Natürlich bekommen die einen Brief, dass ich jederzeit per Post zur Verfügung stehe.

Aber ich bekam von denen keinen Brief. Es ist eine Postkarte.
Wo bleibt da der Datenschutz?

"Name ZAF

Bitte rufen Sie doch kurz an, denn wir haben ein Stellenangebot für Sie

Ihr Ansprechpartner:

Postadresse der ZAF

Telefon
Email"

Das zweite Ärgernis ist hier für mich, dass so schön "Ansprechpartner:" da steht aber kein Ansprechpartner.

Bewerbung ist jetzt raus und wenn in 1-2 Tagen nichts kommt bekommen die den Brief, dass ich per Post jederzeit erreichbar bin.
 
Zuletzt bearbeitet:

Regensburg

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Moin :)

ich persönlich sehe die Postkarte aus Datenschutzsicht sehr kritisch.

Du wirst öffentlich als Arbeitssuchend auf Pranger gestellt / geoutet.
 

Matt45

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Ich würde mal den Beauftragten des Datenschutzes zu Rate ziehen.

Ist aber wirklich eine Frechheit!
 

erwerbsuchend

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Du wirst öffentlich als Arbeitssuchend auf Pranger gestellt / geoutet.

Das heißt aber nicht, dass man gleichzeitig auch Leistungen nach dem SGB bezieht. Man kann auch arbeitssuchend sein, obwohl man bereits einen Job hat. Eine Outung als Sozialleistungsbezieher wäre es erst dann, wenn dies auch so auf der Postkarte stehen würde.

Aber warten wir hier mal ab, was der Datenschützer dazu sagen wird.
 
E

ExitUser

Gast
dass meine Daten auch dem Beschwerde-Gegner übermittelt werden, will ich meinen WBA abwarten bevor die Beschwerde raus geht.

Eine Beschwerde darf sich nicht auf die WB auswirken! Das wäre höchst rechtswidrig. Aber schon klar, wer will nachweisen, dass die das deswegen sehr rauszögern. Rechtsmittel (ER) hätte man zwar, aber nervt halt.
 

Regensburg

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@erwerbsuchend:

dann frage ich mich, warum der Briefumschlag erfunden wurde und so beliebt ist, um die Privatsphäre zu schützen.

Was denkt sich so ein Postzusteller wohl beim Einwurf?
Schon wieder eine (mögliche) ZAF Opfer...
 

Sowhat

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Also eine Postkarte könnte bei mir leicht mit der ganzen Werbung, die man ständig bekommt im Papiermüll landen.
Es sei denn es wäre eine Ansichtskarte, aber da bekomme ich fast keine mehr.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Was denkt sich wohl ein Postbote, wenn er Briefe von ZAF zustellt? Ach, der oder die arbeitet bei der ZAF oder hat sich dort beworben?
Ich glaube nicht, dass du in der heutigen Zeit noch sehr viele Postboten findest, welche über genügend Zeit für derartige Überlegungen verfügen. :wink:
 

Regensburg

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Moin :)

Zeiten ändern sich (Bushido).

Wie viele Postkarten hat ein Postbote zuzustellen ?
2 Postkarten in 3 Monaten?
Und es ist einfach menschlich darauf ein Blick zu werfen.
Postkarte ist de Facto ausgestorben.

Ich persönlich (Privatperson) entscheide ob ich eine Postkarte schicke, mit dem wissen, das ich hiermit auf das Brief / Postgeheimnis verzichte. Und nicht nur ich, in diesem Fall gezwungener weiße auch der Empfänger.

Des weiteren ordne ich die ZAF Postkarte als geschäftlicher Postverkehr zu und hier soll auf "Veröffentlichung" verzichtet werden / müssen.
 

franky0815

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Wie viele Postkarten hat ein Postbote zuzustellen ?
2 Postkarten in 3 Monaten?
Und es ist einfach menschlich darauf ein Blick zu werfen.
Postkarte ist de Facto ausgestorben.

Ich glaube da täuschst du dich, dass sind wesentlich mehr als du denkst, interessant für den Pöstler sind die aber nur wenn er die Person kennt.
 

Couchhartzer

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Aber ich bekam von denen keinen Brief. Es ist eine Postkarte.
Wo bleibt da der Datenschutz?


Der ist komplett gewährleistet, denn dort steht sehr deutlich. nach deiner eigenen Beschreibung, nachlesbar ausschliesslich:
"Name ZAF

Bitte rufen Sie doch kurz an, denn wir haben ein Stellenangebot für Sie

Ihr Ansprechpartner:

Postadresse der ZAF

Telefon
Email"
und nicht einmal ansatzweise irgend etwas davon, dass du auch erwerblos bist.
Wenn man personalisierte Werbung mit Name und Anschrift von irgendwelchen Firmen erhält ist das letztlich nichts Anderes, denn aus der Werbung kann auch nicht im Geringsten abgeleitet werden, dass du die Beworbenen Artikel, Waren, Dienstleistungen nicht bereits hast. Somit kann auch aus dem Satz "Bitte rufen Sie doch kurz an, denn wir haben ein Stellenangebot für Sie" rein gar nichts zu deinem tatsächlichen Status einer Berufstätigkeit abgeleitet werden, sondern ausschliesslich, dass man dir als "Werbung" offeriert eine eventuell interessante Stelle zu haben. Nicht mehr und nicht weniger!
Und die Daten wie Firmenname, Ansprechpartner, Telefonnummer, Abschrift usw. der Firma dürften wohl kaum den Schutz deiner persönlichen Daten betreffen, womit dir schlichtweg jegliche Aktivlegitimation, bezüglich einer tatsächlich dich betreffenden Datenschutzverletzung zur Beschwerde oder gar einem Rechtsweg, fehlt.
 
Zuletzt bearbeitet:

0zymandias

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Aber gerade die werbliche Ansprache hier könnte durchaus einen Datenschutzverstoß gegen Artikel 7 DSGVO darstellen (vgl. Link). :biggrin:

Die Einwilligung dazu, mit einem Postkärtchen reich beschenkt zu werden, kann nicht konkludent (OPT-OUT) gegeben werden, sondern muss ausdrücklich und freiwillig erfolgen.

Nachweispflichtig für die Einwilligung ist der Verantwortliche und das könnte für ihn aufregend sein, wenn der Datenschutzbeauftragte nachfragt. :biggrin:
 

Holler2008

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Meine Beschwerden wegen Datenschutz und nochmal speziell wegen Werbung werden seit einigen Wochen bearbeitet. Ist entweder ein langsamer Landesdatenschützer oder einer, der keine Rückmeldung gibt.
 

Dagegen72

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für mich ist die Zaf noch nicht einmal eine Postkarte wird - ich hoffe, du kommst hier zu deinen Rechten
 

Holler2008

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Auf meine erneute Nachfrage vom 18.12.2018 kam jetzt, dass es noch länger dauern wird. Wenigstens wurde es nicht vergessen.
 

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Holler2008

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Der Landesdatenschutz Bayern sieht weder die offen lesbare Postkarte als Verstoß gegen den Datenschutz noch sehen die unlauteren Wettbewerb wenn die ZAF meine Adresse durch eine Bewerbung hat und mir daraufhin Werbung schickt. @0zymandias
(Mittlerweile kam noch einiges an Werbung und das hatte ich alles dem Datenschützer unter meinem Aktenzeichen nachgereicht.)

Az. LDA-xxx

Sehr geehrt xxx,

wegen der Unmassen an Beschwerden und Anfragen seit Wirksamwerden der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) am 25.05.2018 kommen wir leider erst jetzt zur Bearbeitung Ihrer Online-Beschwerde vom xxx.2018 und bitten, dies zu entschuldigen.

Zu den von Ihnen angesprochenen zwei Punkten können wir Ihnen folgendes mitteilen:

1.
Die Postwerbung per Brief, Postkarte, Postwurfsendung etc., ist von § 7 Abs. 1 UWG relativ großzügig geregelt und regelmäßig erlaubt, solange kein konkreter Widerspruch der betroffenen Person dagegen vorliegt. Siehe dazu z. B. das anliegende Info-Blatt von uns, dort unter Nr. 1.

Eine andere Frage wäre noch, ob die Postkarte als werbliche Maßnahme oder eher als Kontaktaufnahme im Rahmen einer Arbeitsplatzverschaffung einzuordnen ist, wobei wir hier dem letzteren zuneigen. In Streitfällen wird dies von den Zivilgerichten entschieden.

2.
Der Posttransportweg durch Postdienstleister ist durch das strafbewehrte Postgeheimnis geschützt (siehe Art. 10 Abs. 1 des Grundgesetzes, § 39 des Postgesetzes und § 206 des Strafgesetzbuches).

Nachrichten-Versendungen per Postkarte sind deshalb nicht grundsätzlich problematisch, sondern anhand der Sensibilität der betroffenen personenbezogenen Daten unter dem Gesichtspunkt von angemessenen Datensicherheitsmaßnahmen zu beurteilen.

Die von Ihnen übersandte Postkarte enthält aus unserer Sicht keine sensiblen oder ehrenrührigen Informationen zu Ihre Adresse, wenn dort die xxxGmbH mit dem Text „Bitte rufen Sie doch kurz an, denn wir haben ein Stellenangebot für Sie.“ genannt wird.

Zum einen ist daraus nicht erkennbar, ob es um eine Stelle bei der xxxxGmbH selbst oder um eine Vermittlung an einen anderen Arbeitgeber geht, zum anderen sind Arbeitsplatz-Wechsel, Stellensuchen, Stellenvermittlungen usw. heutzutage in der mobiler gewordenen Arbeitswelt alltäglich und absolut nichts ehrenrühriges.


Wir sehen daher insoweit keinen Anlass, datenschutzrechtlich gegen die xxxx vorzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Ilgenfritz
Referatsleiter
Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht
Promenade 18, 91522 Ansbach
 

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  • Info-Blatt_Verbraucher_Datenverwendung_für_persönliche_Werbung_ 3-2019.pdf
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H

Helia

Gast
:)
Sehr geehrt xxx,

wegen der Unmassen an Beschwerden und Anfragen seit Wirksamwerden der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) am 25.05.2018
ja mei, die scheinen arg überfordert zu sein die armen Behörden *hüstel* - diese blöde EU aber auch, tststs... ;)

Hast du schon mal Beschwerde bei der Bundesnetzagentur eingelegt wegen unerwünschter Werbung?
 
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