• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Ich beziehe befristete Erwerbsminderungsrente. Wann stelle ich am besten den Weiterbewilligungsantrag?

ckl1969

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
11 Aug 2017
Beiträge
338
Gefällt mir
208
#1
Hallo!

Mir wurde vor ca. 2,5 Jahren die Rente wegen voller Erwerbsminderung befristet bis 31. Mai 2018 bewilligt.

Ich frage mich nun, wann ich den Weiterbewilligungsantrag stellen soll.

Möglichst früh oder eher möglichst spät?

Meine Sorge ist, dass wenn ich den Antrag zum Beispiel im Oktober oder November stelle und die DRV dann nicht mehr weiterbewilligt, mir die Rente dann evtl. schon vor dem 31. Mai 2018 nicht mehr gezahlt wird. Kann das passieren oder ist mir die Rente auf jeden Fall bis 31. Mai 2018 sicher?
 
E

ExitUser

Gast
#2
AW: befristete Erwerbsminderungsrente/Wann am besten Weiterbewilligungsantrag stellen?

Die Rente ist dir bis zum Ende des Bewilligungszeitraumes sicher!

Oftmals bekommt man etwa 5 Monate vor Ende der Befristung von der DRV ein Schreiben zugesandt wo man darauf hingewiesen wird das selbige bald endet und sollte man sich weiterhin für erwerbsgemindert halten einen Antrag auf Weiterzahlung stellen soll dieser liegt (normalerweise) bei.

Spätestens in diesem Zeitraum (also etwa 5 Monate vor Ablauf) auch wenn noch nix von der DRV gekommen ist würde ich den Antrag stellen.


liesa
 

ckl1969

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
11 Aug 2017
Beiträge
338
Gefällt mir
208
#3
Danke für die Antwort!

Eine Frage hätte ich noch.

Ich habe im Bekanntenkreis gehört, dass es bei einem Erstantrag zu einer EM Rente so sein soll, dass der Antragsteller der DRV mehr oder weniger "beweisen" muss, dass er erwerbsunfähig ist. Bei einem Folgeantrag bzw. Weiterbewilligungsantrag soll es dann jedoch genau umgekehrt sein. Falls die DRV die Weiterbewilligung verweigern will, muss sie dann dem Versicherten nachweisen/"beweisen" dass er wieder, zumindest teilweise, erwerbsfähig ist.

Stimmt das?

Wird bei einem solchen Verfahren eigentlich auch die Zukunftsaussicht in Betracht gezogen?

Also bei mir ist es so, dass ich hauptsächlich aufgrund der Psyche und einer Stoffwechselstörung verrentet wurde. Da hat sich seit Rentenbeginn auch nichts grossartig geändert.

Nun ist es so, dass mir im Mai bei einer Untersuchung in der Uni Augenklinik gesagt wurde, dass ich in den kommenden 3 bis 5 Jahren mit mindestens 4 mehr oder weniger schweren Augenoperationen zu rechnen habe. 2 mal Linsentausch, was eher harmlos ist. Dann aber auch noch 2 (neue/wiederholte) Hornhauttransplantationen. Die OP's an sich sind jetzt nicht unbedingt dramatisch, ziehen aber eine sehr lange Heilungszeit nach sich. Man hat dann halt 12 bis 18 Monate Fäden im Auge, die Sehschärfe verändert sich in der Zeit ständig, eine Korrektur mit Brille oder Linsen ist in der Zeit nahezu kaum möglich. Berücksichtigen die sowas? Wenn also neue Arbeitsausfälle/Arbeitsunfähigkeiten quasi absehbar sind?
 
E

ExitUser

Gast
#4
Der Antrag auf Weiterbewilligung ist dahingehend schon etwas unkomplizierter zu sehen als ein Erstantrag. Wenn sich keine Besserung des Gesundheitszustandes ergeben hat und deine Ärzte dies der DRV so mitteilen (sollten selbige angeschrieben bzw. den Befundbericht welcher sicherlich dir zugeschickt wird zur Weiterleitung an deine Ärzte dementsprechend aussagekräftig ausfüllen) sollte es eigentlich keine Probleme geben.

Sollte! Denn es gibt durchaus auch Fälle wo auf einmal eine "Wunderheilung" aus Sicht der DRV eingetreten sein sollte, oder mal aus einer aus rein medizinischen Gründen vollen EM-Rente plötzlich eine Arbeitsmarktrente wird...

Im allgemeinen gehen aber Weiterbewilligungen relativ unkompliziert über die Bühne, auch oftmals ohne das ein erneuter Gutachter eingeschaltet wird.

Allerdings ist die "nervliche Belastung" beim warten auf den neuen Bescheid keinesfalls geringer als beim Erstantrag...:wink:

liesa
 

ckl1969

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
11 Aug 2017
Beiträge
338
Gefällt mir
208
#5
Im allgemeinen gehen aber Weiterbewilligungen relativ unkompliziert über die Bühne, auch oftmals ohne das ein erneuter Gutachter eingeschaltet wird.

Allerdings ist die "nervliche Belastung" beim warten auf den neuen Bescheid keinesfalls geringer als beim Erstantrag...:wink:

liesa
Danke für deine Antwort! :)

Ich muss gestehen, ich fand weder die Antragstellung noch das Verfahren sonderlich kompliziert. Das hat mir zum Glück weder Stress gemacht noch mich sonst irgendwie belastet. Wenn ich lese, was anderen hier so widerfährt, war ich in dem Punkt bisher ein echter Glückspilz. Ich habe sogar die besten Tipps für die Antragstellung, das Antragsverfahren, damals tatsächlich von den MitarbeiternInnen der DRV bekommen.

Also gut, ein Punkt hat mir tatsächlich ordentlich Stress gemacht. War aber mehr ein Nebenkriegsschauplatz. Die KV Zeiten für die Rentenversicherung der Rentner nachzuweisen, dass war echt kein Spass. Das Problem war, dass ich keine Unterlagen mehr für die Zeit von vor 2005 hatte. Die wurden leider, ungewollt, alle vernichtet. Die Versicherungen, bei denen ich vorher versichert war, gab es alle nicht mehr und da war echt Suchen angesagt, wer da nun jetzt Nachfolger ist und woher die Bescheinigungen dafür kommen.

Aber ich glaube, wer Widerspruchsverfahren und gar Klageverfahren vor dem Sozialgericht überstehen musste, der würde in dem Punkt sofort mit mir tauschen.

Von daher, bis heute habe ich nicht einen Grund mich zu beschweren und hoffe, dass das auch beim Weiterbewilligungsantrag so bleibt.
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.916
Gefällt mir
12.223
#6
Hallo ckl1969,

Ich habe im Bekanntenkreis gehört, dass es bei einem Erstantrag zu einer EM Rente so sein soll, dass der Antragsteller der DRV mehr oder weniger "beweisen" muss, dass er erwerbsunfähig ist.
Das sollte zwar nicht so sein aber es ist leider meist so, dass die DRV nur wenig wirklich selbst überprüft zum Gesundheitszustamd der Antragsteller und gerne nur (vorwiegend positive) schon vorhandene Reha-Berichte auswertet.

Es ist daher ratsam schon bei der Antragstellung selbst medizinische Unterlagen der behandelnden Ärzte (in Kopie) mit einzureichen oder relativ aktuelle Klinikberichte, denn wirklich angeschrieben werden diese Ärzte / Kliniken eher selten.

Bei einem Folgeantrag bzw. Weiterbewilligungsantrag soll es dann jedoch genau umgekehrt sein. Falls die DRV die Weiterbewilligung verweigern will, muss sie dann dem Versicherten nachweisen/"beweisen" dass er wieder, zumindest teilweise, erwerbsfähig ist.

Stimmt das?
Nein, das stimmt so NICHT, auch bei den Verlängerungsanträgen sollte man immer nachweisen können, wie die gesundheitliche Entwicklung weiter gegangen ist und dass man weiter regelmäßig in ärztlicher Behandlung war.

Da wurde wohl was verwechselt mit einer EM-Voll-Rente auf "unbestimmte Dauer" (also direkt bis zur Altersrente / "unbefristet" bewilligt) ... die könnte nur (noch) aufgehoben werden wenn die DRV eine vollständige Genesung und Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit auch medizinisch beweisen würde ...

Bis dahin ist diese EM-Rente weiter zu zahlen, was ja bei einer EM-Rente auf Befristung (bis zu 3 Jahren am Stück höchstens) entfällt, wenn die abgelaufen ist, wird ohne Verlängerungs-Bescheid auch keine Rente mehr überwiesen. :icon_evil:

Wird bei einem solchen Verfahren eigentlich auch die Zukunftsaussicht in Betracht gezogen?
In gewissen Grenzen schon, sonst könnte es ja keine Berentungen "ohne Befristung" geben, das wird ja nur gemacht wenn die Zukunfts-Prognose auch nicht besser sein wird (mit hoher Wahscheinlichkeit).

Also bei mir ist es so, dass ich hauptsächlich aufgrund der Psyche und einer Stoffwechselstörung verrentet wurde. Da hat sich seit Rentenbeginn auch nichts grossartig geändert.
Dann solltest du laufende Behandlungsberichte mitschicken beim Verlängerungs-Antrag auch wenn das nicht extra gefordert wird in dem Anschreiben was du erhalten wirst.
Manchmal sind auch Befund-Formulare dabei, die du von bestimmten Ärzten ausfüllen lassen sollst ...

Nun ist es so, dass mir im Mai bei einer Untersuchung in der Uni Augenklinik gesagt wurde, dass ich in den kommenden 3 bis 5 Jahren mit mindestens 4 mehr oder weniger schweren Augenoperationen zu rechnen habe. 2 mal Linsentausch, was eher harmlos ist. ...
Ob das schon Bedeutung erlangen wird für die aktuelle Entscheidung ist fraglich, dazu solltest du die DRV informieren wenn es aktuell ist (oder bei der nächsten Verlängerung schon spruchreif ist) ... ich denke nicht dass man zukünftig geplante OP und die eventuell möglichen Folgen und eventuell häufigere AU-Zeiten da schon mit berücksichtigen wird. :icon_evil:

Wenn also neue Arbeitsausfälle/Arbeitsunfähigkeiten quasi absehbar sind?
Das alleine ist ja kein Grund für eine EM-Rente, wenn die anderen Gesundheits-Probleme soweit gebessert sein sollten, dass die EM-Rente (aus Sicht der DRV) nicht mehr nötig ist, dann wird man das nicht einbeziehen, was da mal in der Zukunft (theoretisch) "sein könnte" ...

Es ist zwar richtig, dass die Verlängerungen oft problemloser durchgehen als der Erst-Antrag aber dafür sollte man auch die notwendigen medizinischen Nachweise mit einreichen ... die letzte Entscheidung dazu trifft immer noch die DRV, ob ihr das dann genügen wird.

MfG Doppeloma
 

Zwergin

Elo-User/in
Mitglied seit
29 Jul 2015
Beiträge
248
Gefällt mir
104
#7
Ich habe im Bekanntenkreis gehört, dass es bei einem Erstantrag zu einer EM Rente so sein soll, dass der Antragsteller der DRV mehr oder weniger "beweisen" muss, dass er erwerbsunfähig ist. Bei einem Folgeantrag bzw. Weiterbewilligungsantrag soll es dann jedoch genau umgekehrt sein. Falls die DRV die Weiterbewilligung verweigern will, muss sie dann dem Versicherten nachweisen/"beweisen" dass er wieder, zumindest teilweise, erwerbsfähig ist.
Das wurde mir auch so gesagt, zumindest auch von einer Reha-Einrichtung, die täglich mit Gutachten, Rentenanträgen und Verlängerungsanträgen zu tun hat. Als es bei mir zur Verlängerung kam, habe ich nochmal mit denen gesprochen und eben diese Aussage bekommen. Ebenso hat es mein behandelnder Arzt formuliert. Man gilt ja bisher als erwerbsunfähig, wichtig ist eben nur, dass du weiter nachweisen kannst, dass sich dein Gesundheitszustand nicht gebessert hat. Also auf jeden Fall für aussagekräftige Arzberichte sorgen und regelmäßig den Arzt auch aufsuchen.

Aber wie gesagt, es scheint ja auch andere Fälle zu geben, wie man hier immer wieder lesen kann. Mich zumindest haben diese Aussagen beruhigt und letztendlich kam es auch jedesmal so bei mir...

Ich habe ca. fünf Monate vor Ablauf der Rente ein entsprechendes Schreiben bekommen, wo auch gleich die Vordrucke für den Arzt dabei waren. Du könntest auch mal unverbindlich anfragen, ob du dieses Schreiben bekommen wirst und wann. Oder ob du dir den Antrag selbst ausdrucken sollst.
 

Tica

Elo-User/in
Mitglied seit
29 Okt 2013
Beiträge
210
Gefällt mir
142
#8
...

Ich muss gestehen, ich fand weder die Antragstellung noch das Verfahren sonderlich kompliziert. Das hat mir zum Glück weder Stress gemacht noch mich sonst irgendwie belastet. Wenn ich lese, was anderen hier so widerfährt, war ich in dem Punkt bisher ein echter Glückspilz. Ich habe sogar die besten Tipps für die Antragstellung, das Antragsverfahren, damals tatsächlich von den MitarbeiternInnen der DRV bekommen.

....

Meine Erstbewilligung ging auch locker vom Hocker durch. Zwei Monate von Antragstellung bis Bewilligung und ohne Gutachter (aber mit Reha vorher).

Dafür bei der 1. bis 3. Verlängerung nur Heckmeck und Theater!
Es ist jedes Mal wie Lotto spielen.

Und das da irgendwelche Tipps helfen... nein, das glaube ich nicht. Wenn Du an eine Gutachter gerätst, der nicht will, dann beißt Du Dir an dem die Zähne aus.

Ich hoffe für dich, dass Du wieder Glück hast!
 

Janeway

Elo-User/in
Mitglied seit
29 Aug 2017
Beiträge
1
Gefällt mir
1
#9
Hallo!

Mir wurde vor ca. 2,5 Jahren die Rente wegen voller Erwerbsminderung befristet bis 31. Mai 2018 bewilligt.

Ich frage mich nun, wann ich den Weiterbewilligungsantrag stellen soll.

Möglichst früh oder eher möglichst spät?

Meine Sorge ist, dass wenn ich den Antrag zum Beispiel im Oktober oder November stelle und die DRV dann nicht mehr weiterbewilligt, mir die Rente dann evtl. schon vor dem 31. Mai 2018 nicht mehr gezahlt wird. Kann das passieren oder ist mir die Rente auf jeden Fall bis 31. Mai 2018 sicher?

Meine volle Erwerbsminderungsrente läuft bis 02/2018. Den Verlängerungsantrag habe ich am 14.08.2017 gestellt. Also gestern vor 14 Tagen. Heute habe ich die Antwort von der DRV bekommen. Meine Rente wurde bis 02/2021 verlängert!!! Wieder 3 Jahre. Ich habe drei Berichte von Ärzten im Antrag dazugelegt. Mehr nicht. Ich wollte das mal schreiben und alle die beruhigen, die einen Folgeantrag stellen müssen. Ich bin 52 Jahre und habe schwere Depressionen.
 
Oben Unten