Ich benötige einige Hinweise und Meinungen. Soll ich mich selbständig machen oder eventuell einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen? Aber habe ich da überhaupt eine Chance? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

JennyP

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
25 November 2019
Beiträge
11
Bewertungen
2
Hallo zusammen,

Ich würde gerne mal eure Meinung hören:
Ich habe psychische Probleme (Depression, Angststörungen), die es mir gefühlt unmöglich machen zu arbeiten.
Ein grober Überblick: ich bin 33 und hatte nach der Ausbildung schon 7 verschiedene Arbeitgeber. Mal hab ich nur 1/2 Jahr durch gehalten, mal knapp 3 Jahre. Aber volle 3 Jahre oder mehr bei einem Arbeitgeber habe noch nie geschafft. Vorher hat immer meine Psyche versagt. Aufgrund dessen habe ich die Jobs letzten Endes immer verloren.
Jetzt habe ich wieder einen neuen Job. Ich bin gerade mal eine Woche da gewesen und schon kann ich nicht mehr... Es klingt bescheuert, aber ich kann nicht mehr.
Ich habe mich bewusst für einen Job mit 6 Stunden täglich entschieden (vorher waren es immer 8), weil ich dachte, dass ich das ja wohl hin bekomme. Leider packe ich auch das nicht. Obwohl die Kollegen und der Chef echt nett sind und ich sogar meinen Hund mitbringen darf. Ich müsste super glücklich sein, bin aber echt am Boden.
Ich habe bisher 2 ambulante Therapien gemacht, eine Teilstationäre und sollte zu einer stationären Therapie, die ich aber nach der ersten Nacht schon abgebrochen habe. Ich konnte das nicht, so weit weg von zu Hause und über Nacht. Und das sollte mindestens 10 Wochen gehen. Das konnte ich nicht.
Die Tagesklinik war auch schwierig, ich war zwar 6 Wochen da, habe aber nicht ein einziges mal über mich gesprochen. Ich habe in den Gruppen einfach kein Wort raus bekommen.
Jetzt sehe ich eigentlich nur noch folgende Möglichkeiten:
Zuerst muss ich mit meinem neuen Chef sprechen, dass ich eigentlich keine Mandelentzündung habe, wie ich behauptet habe, sondern psychische Probleme. So kann er mir wenigstens eine Kündigung schreiben und sich jemand anderes suchen. Das wäre nur fair, oder?
Es muss definitiv noch eine Therapie folgen. Ich werde eine ambulante machen.
Aber wie soll es weiter gehen?
Ich habe daran gedacht, mich selbstständig zu machen, in der Hoffnung, dass ich es besser weg stecke, wenn ich mein eigener Herr bin.
Die Alternative wäre evtl. Antrag auf Erwerbsminderungsrente. Aber habe ich da überhaupt eine Chance drauf?
Da gibt es doch mit Sicherheit Menschen, denen es schlechter geht, die auch keine Bewilligung bekommen, oder?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen.
LG
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.507
Bewertungen
16.413
Guten Tag JennyP und :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder"Was kann ich tun?"
sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link
, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.657
Bewertungen
4.027
Moin @JennyP, und :welcome:

aufgrund deiner Schilderung könnte es vielleicht sein, dass du den falschen Beruf gewählt hat.

Welche Ausbildung hast du erfolgreich absolviert?
In welchen Berufszweigen hast du nach der Ausbildung gearbeitet?

Ich habe daran gedacht, mich selbstständig zu machen, in der Hoffnung, dass ich es besser weg stecke, wenn ich mein eigener Herr bin.
Eine Selbständigkeit wird dich nicht von deinen psychischen Problemen befreien. Hier stehst du nur noch mehr unter Strom, um mittels deines Gewerbes ein gesichertes Einkommen für dich gewährleisten zu können. Nur wenn du hier auch bereit bist alles dafür zu tun, um deine Selbständigkeit dauerhaft erfolgreich betreiben zu können, dann könntest du wirklich irgendwann mal dein "eigener Herr" zu sein.
Einen 8- Stundentag, generell freie Wochenende, Urlaub etc. kannst du schon mal bist es so richtig rund läuft vergessen. Ohne ein vernünftiges Konzept wirst du scheitern. In welchen Bereich hattest du eigentlich gedacht eine selbständige Tätigkeit ausüben zu wollen?
Die Alternative wäre evtl. Antrag auf Erwerbsminderungsrente. Aber habe ich da überhaupt eine Chance drauf?
Dafür bedarf es eindeutige ärztliche Atteste und diverse Gutachten, die deine Erwerbsminderung diagnostizieren. Die Deutsche Rentenversicherung wird hierüber entscheiden. Vorher wird aber meistens eine REHA erfolgen.

.
 

JennyP

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
25 November 2019
Beiträge
11
Bewertungen
2
Ich bin gelernte Justizfachangestellte (Gericht und Staatsanwaltschaft) habe aber aufgrund der damaligen Wirtschaftskrise umsatteln müssen. Ich habe aber immer im Büro gearbeitet. Auch immer sehr nah am Chef.
Was eines der Probleme sein kann: ich habe immer wegen einer länger fristigen Krankheit den Job verloren. Danach bin ich immer direkt in einem neuen Unternehmen von 0 auf 100 gestartet. Ich hatte nie die Gelegenheit zur Wiedereingliederung.
Da ich nichts anderes als Büro kann, würde eine Selbstständigkeit auch auf Büroarbeit hinauslaufen. Nur halt auf selbstständiger Basis.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.642
Bewertungen
22.893
Als Justizfachangestellte sollte sich doch ein Job finden lasse, auch Teilzeit. Gerichte, Anwaltskanzleieien, die suchen doch alle Personal.

Selbständige Buerokraft Stelle ich mir schwieriger vor.
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.657
Bewertungen
4.027
Da ich nichts anderes als Büro kann...
Dies bedeutet deshalb aber auch noch lange nicht, dass du nicht befähigt bist anderweitig deinen weiteren Berufsweg gestalten zu können. Schaue dich einfach mal nach Alternativen um.

Vielleicht fehlen dir aber einfach nur einige theoretischen und fachlichen Defizite, die die Ausübung deines gelernten Berufes im Wege stehen. Hast du dich diesbezüglich schon mal bei der AfA darüber informiert, ob es nicht in deinem ausgebildeten Bereichszweig Weiterbildungsangebote oder einige Auffrischungskurse gibt.
... würde eine Selbstständigkeit auch auf Büroarbeit hinauslaufen. Nur halt auf selbstständiger Basis.
Dein Ansinnen dich als Einzelkämpferin als Bürodienstleister selbständig machen zu wollen in aller Ehren, aber du solltest hierbei bedenken, dass gerade in diesem Bereich jetzt schon ein Überangebot vorhanden sein könnte. Bevor du überhaupt irgend etwas in die Wege leitest, solltest du dringend erst einmal im Vorwege die Konkurrenzsituation in deinem Umfeld checken.

Einige Grundinformationen gibt es hier:
Ihr Brötchenbursche | Kostenlose Probelieferung anfordern!

Existenzgründerportal des BMWi
Startseite
.
 

JennyP

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
25 November 2019
Beiträge
11
Bewertungen
2
In meinen Ausbildungsberuf möchte ich gar nicht zurück.
Eigentlich möchte ich am liebsten von zu Hause aus arbeiten.
Ich kann nicht in Worte fassen, warum das so ist.
Aber im home Office ist einfach auch schlecht etwas zu bekommen.
 

JennyP

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
25 November 2019
Beiträge
11
Bewertungen
2
Hallo zusammen,
ich habe hier kürzlich schon mal nach eurer Meinung gefragt, da ich der Meinung bin, nicht mehr arbeiten zu können.
Ich habe gerade bei der Rentenversicherung angerufen und mich mal ein Bisschen bzgl. Erwerbsminderungsrente schlau gemacht.
Das Thema ist Folgendes: ich habe seit gut 5 Jahren psychische Probleme. Depressionen und diverse Ängste. Da macht sich dann auch körperlich einiges bemerkbar. (Essstörungen, Schlafstörungen, Magen- Darm, häufige Infekte...)
Ich habe aufgrund der Krankheit schon mehrere Jobs verloren. Den letzten Job habe ich Ende März diesen Jahres verloren. Danach war ich noch eine Weile krank geschrieben und dann ca. 3 Monate arbeitslos.
Nun habe ich einen neuen Job gefunden. Hier arbeite ich nur 6 Stunden täglich. Ich hatte gehofft, dass ich das hin bekomme, da ich in der Vergangenheit immer eine 40 Stunden Woche hatte, war es den Versuch wert. Offenbar schaffe ich das aber auch nicht. Ich war letzte Woche arbeiten und habe in dieser Woche bereits 4 kg abgenommen. Schlafen kann ich im Schnitt 2-4 Stunden. Panikattacken, Heulkrämpfe, Antriebslosigkeit und düstere Gedankenkreise.
In den 6 Stunden im Job konnte ich das ganz gut verstecken (hab ich ja schon Übung drin). An Freizeit oder wenigstens abschalten ist aber nicht zu denken.
Diese Woche musste ich mich bereits krank schreiben lassen. Ich komme mir vor, wie ein Arschloch. Der neue Chef ist total nett, die Kollegen sind nett, die Arbeitszeiten sind super und ich darf sogar meinen Hund mitbringen. Es ist doch alles perfekt. Ich verstehe nicht, warum ich so bin, ich müsste doch total glücklich sein!
Ich stelle mir schon länger die Frage, ob ich nicht einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen sollte. Ich habe aber total Angst vor diesem Schritt.
Die Dame von der Rentenversicherung sagte, ich solle mir keinen Druck machen und es einfach mal versuchen.
Das ist einfach gesagt... was ist, wenn es abgelehnt wird? Wie lange dauert sowas? Welche Erfolgsaussichten habe ich? Was mache ich, wenn es abgelehnt wird? Was passiert, wenn es befristet bewilligt wird (was ja wahrscheinlich ist) und die Rentenzeit um ist?
Das sind unter anderem so meine Gedanken.
Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn ich mich einfach zusammenreißen könnte und diesen Job wertschätzen könnte. Das wäre so schön einfach.
Zu meiner therapeutischen Vergangenheit: ich habe 2 ambulante Therapien gemacht. Die erste mussten wir beenden, weil ich einen neuen Job hatte, der sich nicht mit den Therapiezeiten vereinbaren ließ. Ich war allerdings damals auch der Meinung, dass der Job wichtiger ist, als die Therapie. Während der ersten ambulanten Therapie war ich für 6 Wochen in einer Tagesklinik (psychosomatisch). Ich habe in den kompletten 6 Wochen nicht einmal in den Gruppentherapien etwas gesagt. Ich konnte einfach kein Wort raus bringen, obwohl die Therapeuten und mitpatienten sich alle Mühe gegeben haben. Ich konnte es nicht. Nach 6 Wochen wurde ich als arbeitsunfähig entlassen, weil ich schwanger war. Die Schwangerschaft habe ich aber abbrechen lassen, weil ich nicht in der Lage gewesen wäre, das Kind zu bekommen. Das war eine harte Zeit. Zumal ich heute diese Entscheidung bereue. Aber das ist ein anderes Thema.
Nach der Tagesklinik habe ich die ambulante Therapie weiter gemacht. Diese mussten wir ja, wie gesagt beenden, wegen des neuen Jobs. Den neuen Job habe ich noch während der Probezeit verloren. Dann habe ich wieder einen neuen Job gefunden, der um ehrlich zu sein, nicht sehr anspruchsvoll war. Zu Anfang habe ich mich trotzdem durchboxen müssen. Als ich dann gut eingearbeitet war ging es wieder los: Angststörungen, Schlafstörungen, Depression usw. Ich musste mir einen neuen Psychiater suchen (mit dem ich nicht zufrieden bin) und eine neue Therapeutin. Die Therapeutin wollte unbedingt, dass ich in eine Klinik gehe. Ich habe mich lange gewehrt, weil ich nicht so weit von zu Hause weg wollte und dann auch noch über Nacht. Trotzdem habe ich mich hinterher breit schlagen lassen. Die Klinik hat mir einen Aufenthalt von mindestens 10 Wochen vorausgesagt. Ich war völlig fertig, als ich das gehört habe. Trotzdem wollte ich es versuchen. Habe aber schon nach der ersten Nacht abgebrochen. Ich konnte es nicht. Ich musste unbedingt wieder nach Hause.
Die ambulante Therapie habe ich versucht fort zu führen. Die Therapeutin war aber nur noch auf dem Thema Klinik hängen geblieben. So ging es dann noch einige Therapiestunden: hätten sie mal den Klinikaufenthalt gemacht, versuchen Sie es doch nochmal, ich kann ihnen nicht helfen, nur die Klinik kann helfen... so waren dann alle Therapiestunden, bis wir dann die Therapie beendet haben. Wir hätten noch 2 Stunden gehabt und eine Verlängerung wollte sie nicht bei der KK beantragen.
Und so stehe ich jetzt da. Das Ganze ist ca. 1 Jahr her.
Mein damaliger Arbeitgeber war natürlich nicht begeistert von einem Klinikaufenthalt. Er hat auch Wind davon bekommen, dass ich nur eine Nacht da war. Danach war ich aber für weitere 5 Wochen krank geschrieben. Das hat er mir nicht verziehen. Im März diesen Jahres hat er das Arbeitsverhältnis gekündigt.
Knapp 5 Monate war ich dann krank geschrieben und 3 Monate arbeitslos. Und jetzt nach einer Woche arbeiten bin ich wieder völlig fertig...
Was meint ihr, besteht für mich die Chance auf Erwerbsminderungsrente? Oder kann ich mir diesen Kampf sparen?
Sorry für den langen Text.
LG
Jenny
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
17.049
Bewertungen
21.148
Oder kann ich mir diesen Kampf sparen?
Wichtig ist, das deine Ärzte dich dabei unterstützen. Du musst es nur probieren. Und wenn es nicht klappt, ist das auch kein Weltuntergang. Es geht immer weiter und es wird besser. Du musst nur mal dein Augenmerk auf deine Erfolge richten.

Ich findes es bemerkenswert, wie du bisher gekämpft hast. Und du hast nichts verloren durch den Kampf.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63606

Gast
Hallo Jenny,
ich habe deine beiden Fragen und Schilderungen gelesen und dazu ist mir etwas eingefallen, was dir vermutlich Angst macht. Dennoch möchte ich es als Hinweis ansprechen.
Mir fällt auf, dass du unter deiner Situation leidest und verzweifelt einen Ausweg suchst, das tut mir leid.
Es ist aber bewunderswert wie du kämpst.

Du bist noch sehr jung, es entsteht der Eindruck du seist nicht richtig therapiert.

Sich einfach zusammenreissen geht da einfach nicht.
Die Auswege, die du suchst (deine vorige Frage), wie Selbstständigkeit (viel Druck) werden dich nicht gesund machen.
Eine (vorübergehende) Mindererwerbstätigkeitsrente ist vermutlich erstmal nur eine Entlastung- dazu können sicher erfahrene user mehr schreiben.
Was ich dir gerne mitteilen möchte, aber ohne Zwang, verliere den Genesungsprozess nicht aus den Augen:

Denke nochmal über den Rat deiner Therapeutin nach, Vielleicht war es einfach auch die falsche Klinik.
Eine Idee wäre noch ein Reha und anschließend Teilhabe am Arbeitsleben, um später doch noch wieder zu arbeiten-
Falls du dich auf so etwas einlassen kannst.

Dazu (Reha und LTA) gibt es natürlich unterschiedliche Erfahrungen, wie man hier im Forum lesen kann. Man muss wohl Glück haben, um an die richtigen Leute zu geraten. Sowohl bei der Behandlung als auch bei den Sozialen Diensten der Kliniken, die dir eventuelle einen wieteren Weg weisen können. Und natürlich auch mit der Retenversicherung.


Warst du schon mal bei einem sozialpsychiarischen Dienst? Hast du einen guten Psychiater, der alles in den Händen hält?

Ich denke, eine Begleitung wäre im realen Leben wichtig für dich, wenn du derzeit keine ambulante Therapie hast.
Deinem Chef würde ich jetzt ersteinmal noch nichts sagen (deine andere Frage), sortiere ersteinmal alle Wege.
Alles Gute!
 

JennyP

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
25 November 2019
Beiträge
11
Bewertungen
2
Danke für eure Meinungen!
Ich habe zwar einen Psychiater, allerdings bin ich mit ihm nicht zufrieden. Er ist immer so heute hü, morgen hott. Er erzählt mir auch jedes mal was anderes. Ich hatte vorher einen anderen Psychiater, der war super. Leider macht er nur noch Privatpatienten.
Mein Hausarzt ist aber auch sehr gut. Der würde mir definitiv zur Seite stehen.
Eine stationäre Behandlung kommt für mich nicht in Frage. Das kann ich nicht.
Aber eine ambulante strebe ich definitiv an. Leider bewilligt die KK ja erst nach 2 Jahren eine erneute ambulante Therapie. Somit muss ich noch bis Mitte/Ende nächsten Jahres warten.
Magistra77: du sagst, ich soll meinem Chef erst mal nichts sagen. Ich müsste aber prinzipiell Montag wieder hin. Ich habe also nur die Wahl, Montag wieder hin zu gehen, oder ihm die Wahrheit zu sagen.
Aber einen so tollen Job bekomme ich nie wieder. Es ist alles gerade total furchtbar in meinem Kopf.
Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich erst mal 3 Jahre Erwerbsminderungsrente machen und mich in der Zeit darauf konzentrieren, gesund zu werden.
Es herrscht nur gerade so viel Chaos im Kopf, dass ich auch vor diesem Schritt Angst habe.
Und du sagst, dir ist etwas eingefallen, was mir Angst macht. Was wäre denn das? Das konnte ich nicht aus deinem Post erkennen.
LG
 
G

Gelöschtes Mitglied 63606

Gast
Die Angst hast du vor der stationären Behandlung oder Reha, die ich nochmals mit anschließender LTA zum Überdenken anriet.

Ach, Mensch, es findet sich doch für alles eine Lösung. Erstmal durchatmen.

Geh doch mal zu einem Spzialpsychiatrischen Dienst- kann das wirklich empfehlen. Die kommen auch nach Hause. Dann kannst du mit der Person alles ordnen.

Einen guten Facharzt zu finden ist schwer. Wende dich in dem Fall auf jeden Fall an deinen HA. Wenn es Montag immer noch nicht geht, dann kann er dich auch erstmal weiter krank schreiben.

Zum Chef: Ich kenne ihn nicht und es ist
natürlich nur meine persönliche Meinung. Der Grund der AU geht den AG in meinen Augen nichts an, man weiß nie wie reagiert wird, nett hin oder her.
Daher würde ich mich zumindestens erstmal bedeckt halten. Damit meine ich, du musst doch nicht direkt am Montag etwas sagen, zumindestens nicht bevor du weißt, wie es weiter geht.


Kann ganz gut verstehen, dass du jetzt eine Auszeit willst. Du hast ja auch offenbar auch gerade keine Behandlung, da würde ich nochmal mit dem HA sprechen. Insgesamt geht die Gesundheit vor. so wie du schreibst, hälst du nicht lange durch und dann noch ohne Therapie.
Insofern ist eine Auszeit, egal in welcher Form eine gute Idee.

Zur der Mindererwerbstätigenrente kann aber ich leider nichts Fundiertes sagen.
LG
 

JennyP

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
25 November 2019
Beiträge
11
Bewertungen
2
Ja, vor einer stationären Behandlung habe ich definitiv Angst. Das ist wahr. Extrem sogar.
Das einzige, das mich stärkt wäre für lange Zeit weit weg: mein Mann, mein Hund, mein Haus. Das sind die 3 Dinge, weshalb ich überhaupt durch halte.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Kann ich denn gezwungen werden, eine stationäre Geschichte zu machen, oder kann mich da keiner zu zwingen?
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 63606

Gast
Ja, verstehe- habe ich mir schon gedacht.

"Kann ich denn gezwungen werden, eine stationäre Geschichte zu machen, oder kann mich da keiner zu zwingen?"



Weiß ich leider nicht... Denke erstmal ja nicht, bist doch ein freier Mensch. Kenn es nur so, dass man bei längerem Krankengeldbezug von der GKV aufgefordert wird eine Reha zu machen, mehr kann ich lieder fundiert nicht beitragen-sorry!
Wie gesagt zu den Voraussetzungen für die MER kommem vllt. noch Hinweise, vielleicht musst du dein Anliegen noch woanders hin verschieben?
Alles Gute!
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
2.551
Bewertungen
973
Hallo JennyP,

Mein Hausarzt ist aber auch sehr gut.

Wichtig ist ja, dass Du wieder eine gewisse gesundheitliche Stabilität erreichst. Da ist ist es wirklich gut, einen kompetenten Hausarzt zu haben, zu dem man ein gutes Vertrauensverhältnis hat.

Aber wie soll es weiter gehen?
Hast Du schon einmal über eine Berufliche Rehabilitation (Umschulung) nachgedacht?
Vielleicht hättest Du ja schon eine gewisse Vorstellung von einem Beruf der Dich interessieren würde. Diese Umschulungen dauern in der Regel ca. 2 Jahre. Du kannst Dich bei einem Rehaberater/in der DRV in einem persönlichen Gespräch darüber informieren welche Voraussetzungen notwendig sind.

So hättest Du ein neues Ziel in Deinem Leben. Dann geht es vorwärts und nicht zurück.

Wie ich bereits schon erwähnt habe, ist für dieses evtl. neue Ziel die gesundheitliche Stabilität wichtig.
Darauf kannst Du langsam nach und nach hinarbeiten.

Anbei noch ein paar Infos für Dich:


Quelle:
Deutsche Rentenversicherung Bund
Bereich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation
Ruhrstraße 2, 10709 Berlin


Quelle:
beta Institut gemeinnützige GmbH
Kobelweg 95, 86156 Augsburg

LG
 
Oben Unten