Ich bekomme nur Privatrezepte - wie soll ich die zahlen ?

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DieKleineMaus

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Hallo,

vorweg, ich arbeite Teilzeit, bekomme Hartz 4 KdU + 60 Euro (gegengerechnet)

Nun musste ich am Freitag zum Arzt auf Grund starker Hals und Ohrenschmerzen.
Arzt meinte ich hätte die Lymphdrüsen entzündet und gab mir ein Privatrezept.
Erstmal musste ich noch die 10 Euro zahlen und dann in der Apotheke kam der erste Schock - 20,56 Euro für 3 Tabletten-Sorten.

Nun gut, bezahlt und Tabletten eingenommen. Am Montag fing es dann an, meine Zunge schmerzte, brannte wie Feuer. Da ich Frühschicht hatte konnte ich nicht zum Arzt, weil der nur von 8 - 11 Uhr arbeitet.
Also noch den Dienstag "abgewartet", aber es wurde noch schlimmer, sodass ich nach der Arbeit nur noch zum Arzt wollte, was nicht ging, da nur früh Sprechstunde.

Also bin ich zum HNO-Arzt. Wieder 10 Euro gezahlt, da keine Überweisung.
HNO-Arzt behandelt Zunge mit Spray und verschreibt Spray - natürlich auf Privatrezept.
Ich in die Apotheke - zweiter Schock 12,95 Euro für das verdammte Spray.

Donnerstag, ich halte es nicht mehr aus. HNO-Arzt hat zu, Hausarzt hat Sprechstunde.
Ich zum Hausarzt, der schaut sich meine Zunge an und meint, falsche Behandlung - NICHT den Spray nutzen, der verschlimmert es nur.

Folge - Blutuntersuchung im Krankenhaus und anschließend Privatrezept. + normales Rezept.

Privatrezept: 2 Medikamente -> 14,79 Euro. Schock Nummer 3.
Normales Rezept - kostenlos. Puuuuhh. :-D

Nun habe ich um die 65 Euro bezahlt von dem bisschen was ich habe - in einer Woche und dabei waren die falschen Medikamente nichteinmal meine Schuld.

Krankenkasse lehnt Zuzahlung ab, weil Privatrezept.
Nützt es was einen Antrag bei der Arge zu stellen oder nicht ?

PS: Vielen Dank fürs lesen.

MfG
 

FAR2009

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Bist Du nicht krankenversichert, also über Teilzeit oder Arge???
 

DieKleineMaus

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Doch, ich zahle von meinem Gehalt in die gesetzliche (BARMER) ein.

Und ich bin zu die hin und die von der Barmer meinte, ich hätte sagen sollen das ich kein Privatrezept möchte, sondern etwas gleichwertiges.

Nur ich bin seit Jahren chronisch Nierenkrank (deshalb die Blutuntersuchung im KH), somit verschreibt meine Hausärztin immer etwas in Richtung Homöopathie.

MfG
 

FAR2009

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Du hast doch bestimmt ein Kärtchen von deiner Versicherung?
Wurdest Du beim Arzt nicht danach gefragt?
Ich werde normalerweise immer gefragt ob privat oder Kasse.
(Und dann leider auch entsprechend behandelt ...)
 

Muzel

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Diese Ärzte sind Abzocker. Du solltest sie wechseln. Wenn dir ein Arzt ein grünes Rezept statt ein rotes solltest du ihn wechseln, vor allem, wenn er weiß, dass du ein elo bist.
 

DieKleineMaus

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Ja, die Karte ziehen die ja als erstes durch.

Ob privat oder Kasse wurde ich noch nie gefragt.

Der Arzt hat mich auch gefragt wo ich arbeite und er fragt mich ständig ob ich einen Krankenschein möchte und wenn ich verneine gibt es das Privatrezept - so scheint mir das langsam.

MfG
 

FAR2009

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Komischer Arzt!?!? Vielleicht blickt er was nicht richtig und meints ja vielleicht sogar gut-wer weiss? Oder die Damen an der Rezeption sind nicht so ganz im Bild. Eine Behandlungsrechnug hast Du noch nicht bekommen? Weil das wär normal als Privatpatient. Aber nur das Rezept?

Gehst Du oft zum Arzt? Er hat für Kassenpatienten dank der Gesundheitsform ja nur eine begrenztes Budget je Patient im Quartal, vielleicht will er deshalb das Geld für "unbezahlte" Behandlungen von Kassenpatienten über die Privatrezepte-Gebühr wieder reinholen?

Du solltest dich jedenfalls bei deiner Kasse erkundigen wer da Fehler auf deine Kosten macht.
 

DieKleineMaus

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Nein, eine Behandlungsrechnung habe ich nicht bekommen. Ich bin ja Kassenpatient.

Das letzte Mal war ich im März 2008 beim Arzt wegen Angina.

Ja, ich glaube ich werde dann nochmal die Geschäftsstelle der Barmer anschreiben.

MfG
 
R

Rounddancer

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Das Problem hier fußt auf der "Gesundheitsreform",- denn die hat fast alle Medikamente im HNO-Bereich aus der Liste der Medikamente genommen, die auf rotes Rezept verschrieben werden dürfen,- genauer: Die meichen HNO-Medikamente sind nicht mehr verschreibungspflichtig,- und dann darf sie die Kasse nur in seltensten Ausnahmefällen noch zahlen.
Und die Ärzte schreiben so diese Medikamente nicht auf rotes, sondern in der Regel auf grünes Rezept aus. Wobei das grüne Rezept ja kein Rezept ist, sondern nur eine Empfehlung. Richtiges Privatrezept, also wür privat Verschreibungspflichtiges, ist blau.

Was tun? Deine Kasse wies Dir den richtigen Weg:

Etliche Medikamente, die in niedriger Dosierung rezeptfrei sind, und darum auf grünem Zettel aufgeschrieben werden, gibts auch in höherer Dosierung,- dann aber rezeptpflichtig, und damit auf rotes Rezept. Bei Salben kann man das mit der Dosierung anpassen, schmiert halt weniger drauf,- bei teilbaren Tabletten teilt man eben ...
Die Ärzte versuchen natürlich, die verschreibungspflichtigen Dosen auf grünes "Rezept" zu schreiben,- denn jedes rote Rezept geht auf ihr Budget. Da heißt es in der Tat dann handeln mit dem Arzt, damit der die höherdosierte Version auf rotes Rezept verschreibt und man dann z.B. nur eine halbe, statt ner ganzen Pille nimmt.

Ach ja, es kann sich auch lohnen, nach Arztmustern beim Arzt zu fragen ...

Heinz
 

DieKleineMaus

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Okay. :)

Aber wenn die sich gegenstellen ist man doch als Hartz4-Empfänger in schlechter Position.

MfG
 
R

Rounddancer

Gast
Ja, leider.

Hm, vielleicht nutzt es bei manchen Ärzten ja was, wenn man ihnen nicht nur sagt, daß man Alg II, SH, oder GruSi-Empfänger ist, sondern ganz klar, daß man das Medikament, das er auf ein grünes "Rezept", oder ein blaues Rezept aufschreibt, mangels Geld leider weder bei der Apotheke abholen, noch schicken lassen, und erst recht nicht bezahlen können, und sich somit der eigene Zustand nicht bessern, jedoch möglicherweise verschlechtern wird.

Doch wichtig ist es, daß wir laut geben, wenn er zum grünen oder blauen Block greift,- mit: "Ham'se nicht eine Variante, die auf Kassenrezept geht,- oder ein Muster, ich bin leider pleite/arbeitslos/..., und kann Selbstzahl-Medikamente leider nicht kaufen ..." oder so.

Der Griff zum grünen oder blauen Block/Rezeptstapel braucht noch nichts Böses vom Arzt sein, meist isser einfach Routine.


(Mein HNO ist ausgerechnet einer der, die öffentlich in erster Reihe für die Erhöhung der Facharzthonorare und die Reduzierung der Leistung der Kassen an Patienten eintreten,- der sieht mich so schnell nicht wieder).
 
E

ExitUser

Gast
Ich geh äusserst selten zum Arzt.
Wenn es denn doch mal sein muss, und ich bekomme ein Rezept, egal ob grün, rot, blau, dann sag ich immer sofort, dass ich das nicht zahlen kann. Es kommen ja noch die Zuzahlungsgebühren dazu. Und wenn du schon 10€ löhnen musstest, dann ist die Schmerzgrenze schon erreicht.
Manchmal muss ich dann ohne Rezept gehen, oft bekomme ic haber vom Dok die Medis dann mit.
Sollte sich ein Arzt querstellen dann wechsel ich.

Mein HNO- Arzt kennt meine Situation und gibt mir immer aus der Praxis was mit, wenn er es für notwendig hält.
 

DieKleineMaus

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Ja, dann werde ich versuchen das demnächst auch so zu machen.

Ich getraue mich zwar soetwas nicht immer, aber heutzutage muss man wohl einfach "frech" sein.

Vielen Dank für die vielen Antworten.
 

Muzel

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Du bist überhaupt nicht frecht, kleine Maus. Du hast das Geld nicht für die teuren Medikamente. Das ist eine traurige Tatsache. Wenn der Arzt die Medizin für wichtig hält, sollte er dir helfen, damit du sie auch bekommst. Ansonsten kann er sich seine Verordnung sparen.
 
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