Ich bekomme ab September nichts, wenn ich noch weiter krank bin. (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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Nachdem ich meine Arbeit in der Schweiz wegen Krankheit verloren habe, habe ich wie hier schon mal berichtet, zum 31.08 die Kündigung bekommen.
Ich war bis jetzt arbeitssuchend gemeldet, wollte gestern aber schon mal den Antrag fürs Arbeitslosengeld abholen.

Und jetzt kommt es ganz dicke.
Ich bin bis zum 31.08 krankgeschrieben, was sehr wahrscheinlich auch noch verlängert wird.

Ich bekomme zur Zeit Krankengeld.
Das Krankengeld bekomme ich von meinem ehemaligen Schweizer Arbeitgeber, der extra eine Versicherung für diese Fälle hat.
Meine Schweizer Krankenversicherung, bei der ich noch bin, zahlt kein Krankengeld.

Da zum 31.08 die Kündigung wirksam wird, bekomme ich ab da auch kein Krankengeld mehr.

Und bei der Agentur für Arbeit wurde mir gestern gesagt, dass ich den Antrag fürs Arbeitslosengeld erst stellen kann, wenn ich nicht mehr krankgeschrieben bin.

Das heisst, dass ich ab September nichts mehr bekomme, weil ich ja auch noch nicht in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren kann, so lange ich nur arbeitssuchend gemeldet bin.

Ich traue mich echt nicht mehr zum Arzt zu gehen, obwohl ich es müsste, weil durch meine Lungenkrankheit auch das Herz Probleme macht.

Welche Möglichkeiten bleiben mir, ausser dass ich mich nicht länger krankschreiben lasse?

Ach ja, der nächste Termin bei der Agentur für Arbeit ist Anfang September, dann soll ich auch alle ärztliche Unterlagen und Atteste mitbringen.

Danke fürs Lesen, auch wenn es etwas lang geworden ist.
 
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Rounddancer

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Also, wenn ich meinen Wohnsitz in Deutschland hätte, dann wäre für mich in sonem Fall das Sozialamt zuständig, SGB XII, vielleicht auch das JobCenter (SGB-II),- als Grundsicherung.
 
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Gast
Also, wenn ich meinen Wohnsitz in Deutschland hätte, dann wäre für mich in sonem Fall das Sozialamt zuständig, SGB XII, vielleicht auch das JobCenter (SGB-II),- als Grundsicherung.
Hallo Rounddancer,
Und wie würde es dann mit der gesetzlichen Krankenversicherung aussehen?
Würden die die Kosten auch übernehmen?
 

Regelsatzkämpfer

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Immer daran denken: Es gibt in Ausnahmefällen immer noch die Auslandssozialhilfe für deutsche Staatsbürger über das Sozialamt.
 

Rosarot

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Das Jobcenter sollte eigentlich zuständig sein, wenn du wegen des Auslandsaufenthaltes und der fortlaufenden Krankschreibung keinen Anspruch auf ALG I hast. Du bist ja nur krankgeschrieben, nicht erwerbsunfähig.
Du solltest schnellstens einen Antrag auf ALG II stellen, denn über das ALG II bist du dann auch krankenversichert.
 
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Gast
Immer daran denken: Es gibt in Ausnahmefällen immer noch die Auslandssozialhilfe für deutsche Staatsbürger über das Sozialamt.
Danke Regelsatzkämpfer, ich habe mal ein wenig gegoogelt.
Ich verstehe es so, dass es für mich nicht zutrifft.
Während der Arbeit in der Schweiz habe ich weiterhin in Deutschland gewohnt, und einen Grenzgängerausweis gehabt.
Richtig gemeldet war ich in der Schweiz nicht.
 
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@Frank04

Bei dir ist sicher die Situation wegen der Grenzgängereigenschaft etwas kompliziert. Wenn man zwischen zwei Welten pendelt, tauchen meist Probleme auf.

Laß mich mal etwas "ins unreine überlegen".

Es ist richtig, daß du dich erst arbeitslos melden kannst, wenn du für die Vermittlung verfügbar bist, also insbesondere nicht mehr arbeitsunfähig bist. Auch dann erst bist du in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig.

Mal angenommen, dein Gesundheitszustand würde sich kurzfristig bessern, so daß dein Arzt dich nicht mehr krankschriebe. Dann könntest du dich arbeitslos melden und wärest auch pflichtversichert. Solltest du erneut erkranken (mit welcher Diagnose auch immer), würden dir bis zu sechs Wochen ALG-Leistungsfortzahlung zustehen und anschließend Krankengeld. Für die Leistungsfortzahlung würde bereits ein Tag ALG-Bezug genügen.

Das ist natürlich von deinem Gesundheitszustand abhängig, den man nicht aus der Ferne beurteilen kann. Überleg mal in diese Richtung. Eine andere Möglichkeit fällt mir leider nicht ein.
 

Smiley32

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Als Grenzgänger hattest doch auch eine deutsche Krankenversicherung. Auf der Karte war dann der Status Grenzgänger vermerkt, oder?
Ggf. hätte die Schweizer Krankenversicherung im "Schadensfall" das Geld von der deutschen Krankenversicherung wieder geholt.

Keine Ahnung ob es als Grenzgänger zur Schweiz besondere Regeln gibt, aber normal hat man Anspruch auf ALG1 in Deutschland wenn man Grenzgänger ist! Arbeitslosenversicherung im arbeitenden Ausland wird nicht benötigt. So läuft es zumindest zwischen Deutschland-Dänemark.

Gibts in Deiner Nähe vielleicht eine Grenzpendlerinfo? Für Dänemark und Luxemburg gibt es welche. Vielleicht gibts ja eine an der Schweizergrenze.....
So eine Grenzpendlerinfo kennt sich besser aus. Die Arge/ JC haben von Grenzpendlern keine Ahnung.

Du könntest auch mal bei einem EURES Berater nachfragen...

Nachtrag: Von der Arge gibts einen Grenzgänger-Fragebogen. Bei dem aufpassen! Dein Lebensmittelpunkt muss in Deutschland gewesen sein, sonst gibts Probleme!
 
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@Frank04

Noch ein Nachtrag, weil erst jetzt gesehen:
Ach ja, der nächste Termin bei der Agentur für Arbeit ist Anfang September, dann soll ich auch alle ärztliche Unterlagen und Atteste mitbringen.
Letzteres läßt du mal schön bleiben. Arztberichte und detaillierte Atteste mit Diagnosen und sonstigen Einzelheiten gehen den Arbeitsvermittler nicht das geringste an, einfach weil er keine medizinischen Fachkenntnisse hat. Er könnte dich lediglich an den ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur verweisen, der dann ein Gutachten erstellt, was in allgemeiner(!) Form dem SB zugeht.

Zu einem solchen Untersuchungstermin mußt du gehen, aber ob du dort Unterlagen mitbringst oder Schweigepflichtsentbindungen erteilst, ist dir überlassen. Überlege dir sehr genau, und vor allem vorher, was du an Informationen über dich preisgibst, denn was einmal in den Akten steht, ist später nur schwer wieder herauszubekommen.
 

Holger01

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Hierin liegt die einzig richtige soziale Lösung:

dein Gesundheitszustand würde sich kurzfristig bessern, so daß dein Arzt dich nicht mehr krankschriebe. Dann könntest du dich arbeitslos melden und wärest auch pflichtversichert.
Wobei ich ergänzen möchte, dass sich dein Gesundheitszustand gar nicht verbessern braucht. Schließlich enden am 31.8. sowohl dein schweizer Arbeitsverhältnis als auch deine schweizer AU.

Eine deutsche AU brauchst du zunächst gar nicht, wohl aber einen deutschen Arzt.

Also meldest du dich am 3.9. (nachträglich, weil 1.9. ein Samstag) bei der AfA deines deutschen Wohnortes arbeitslos und stellst dich dem Arbeitsmarkt vollumfänglich zur Verfügung.

Solltest du am 3.9. nach der Arbeitslosmeldung vom deutschen Arzt, aus welchen Gründen auch immer, eine AU erhalten - was soll's! Du bist rückwirkend seit 1.9. wieder im deutschen Sozialnetz aufgefangen und erhältst auf jeden Fall weitere Krankenbehandlung!

Edit: Dann hat die AfA auch überhaupt keinen Grund mehr, Krankenblätter und Schweigepflichtsentbindungen zu verlangen.
 
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@Frank04

Noch ein Nachtrag, weil erst jetzt gesehen:
Letzteres läßt du mal schön bleiben. Arztberichte und detaillierte Atteste mit Diagnosen und sonstigen Einzelheiten gehen den Arbeitsvermittler nicht das geringste an, einfach weil er keine medizinischen Fachkenntnisse hat. Er könnte dich lediglich an den ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur verweisen, der dann ein Gutachten erstellt, was in allgemeiner(!) Form dem SB zugeht.

Zu einem solchen Untersuchungstermin mußt du gehen, aber ob du dort Unterlagen mitbringst oder Schweigepflichtsentbindungen erteilst, ist dir überlassen. Überlege dir sehr genau, und vor allem vorher, was du an Informationen über dich preisgibst, denn was einmal in den Akten steht, ist später nur schwer wieder herauszubekommen.
Die Unterlagen wollen sie sehen, um zu entscheiden, ob ich zum Ärztlichen Dienst geschickt werden soll.
Kopieren lassen werde ich sie auf gar keinen Fall.
Oder dürfen sie auch noch nicht einmal einen Blick darauf werfen?
Dann nehme ich sie erst gar nicht mit zum Termin, und werden direkt auf den Ärztlichen Dienst bestehen.
 

Rosarot

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Dann nehme ich sie erst gar nicht mit zum Termin, und werden direkt auf den Ärztlichen Dienst bestehen.
Genauso! Jeder Blick eines SB auf deine medizinischen Unterlagen ist einer zuviel. ;)
Für die medizinischen Angelegenheiten, die Beurteilung deiner Arbeits- und Erwerbsfähigkeit gibt es den Ärztlichen Dienst!
 
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Immer daran denken: Es gibt in Ausnahmefällen immer noch die Auslandssozialhilfe für deutsche Staatsbürger über das Sozialamt.

Da solltest du dir aber mal den § 24 SGB XII durchlesen. Das Thema hatte ich schon vor 3 Jahren und obwohl
durch eine finanzielle Notlage sogar das Kindeswohl unseres Nachwuchses gefdährdet war gabe es Nada.
Einzig die Botschaft hat geholfen.
 
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Das Jobcenter sollte eigentlich zuständig sein, wenn du wegen des Auslandsaufenthaltes und der fortlaufenden Krankschreibung keinen Anspruch auf ALG I hast. Du bist ja nur krankgeschrieben, nicht erwerbsunfähig.
Du solltest schnellstens einen Antrag auf ALG II stellen, denn über das ALG II bist du dann auch krankenversichert.
Genau, denn bis zu einer medizinischen Feststellung hat TE Anspruch auf ALG II und nicht auf Sozialhilfe.
 
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Nachdem ich meine Arbeit in der Schweiz wegen Krankheit verloren habe, habe ich wie hier schon mal berichtet, zum 31.08 die Kündigung bekommen.
Ich war bis jetzt arbeitssuchend gemeldet, wollte gestern aber schon mal den Antrag fürs Arbeitslosengeld abholen.

Und jetzt kommt es ganz dicke.
Ich bin bis zum 31.08 krankgeschrieben, was sehr wahrscheinlich auch noch verlängert wird.

Ich bekomme zur Zeit Krankengeld.
Das Krankengeld bekomme ich von meinem ehemaligen Schweizer Arbeitgeber, der extra eine Versicherung für diese Fälle hat.
Meine Schweizer Krankenversicherung, bei der ich noch bin, zahlt kein Krankengeld.

Da zum 31.08 die Kündigung wirksam wird, bekomme ich ab da auch kein Krankengeld mehr.

Und bei der Agentur für Arbeit wurde mir gestern gesagt, dass ich den Antrag fürs Arbeitslosengeld erst stellen kann, wenn ich nicht mehr krankgeschrieben bin.

Das heisst, dass ich ab September nichts mehr bekomme, weil ich ja auch noch nicht in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren kann, so lange ich nur arbeitssuchend gemeldet bin.

Ich traue mich echt nicht mehr zum Arzt zu gehen, obwohl ich es müsste, weil durch meine Lungenkrankheit auch das Herz Probleme macht.

Welche Möglichkeiten bleiben mir, ausser dass ich mich nicht länger krankschreiben lasse?

Ach ja, der nächste Termin bei der Agentur für Arbeit ist Anfang September, dann soll ich auch alle ärztliche Unterlagen und Atteste mitbringen.

Danke fürs Lesen, auch wenn es etwas lang geworden ist.
Es gibt keinen Grund, weshalb dich die gesetzliche Krankenversicherung nicht aufnehmen sollte. Lies mal hier:

Krankenkassen.de - Krankenversicherung nach der Rückkehr aus dem Ausland

Ich würde auf jeden Fall einen Antrag stellen! :icon_kinn:

PS: Die GKV hat sogar die Pflicht, dich aufzunehmen unabhängig von Alter, Einkommen, Vorerkrankungen oder Pflegebedürftigkeit.

https://www.dasgesundheitsportal.de/aufnahmepflicht_versicherter_in_der_gesetzlichen_krankenversicherung.html
 
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ExitUser

Gast
Es gibt keinen Grund, weshalb dich die gesetzliche Krankenversicherung nicht aufnehmen sollte. Lies mal hier:

Krankenkassen.de - Krankenversicherung nach der Rückkehr aus dem Ausland

Ich würde auf jeden Fall einen Antrag stellen! :icon_kinn:

PS: Die GKV hat sogar die Pflicht, dich aufzunehmen unabhängig von Alter, Einkommen, Vorerkrankungen oder Pflegebedürftigkeit.

Aufnahmepflicht Versicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung | DasGesundheitsportal.de

Und wer bezahlt die dann?
Ich bin zur Zeit nur arbeitssuchend gemeldet.
Also wird die Agentur für Arbeit nichts zahlen.
Und auch ist fraglich, ob mir die GKV dann auch sofort Krankengeld zahlen würde.
Ich werde mich morgen aber trotzdem mal bei meiner alten GKV informieren, ob irgendwas zu machen ist.
 

Holger01

Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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Und wer bezahlt die dann?
Lies doch nochmal #12:

Also meldest du dich am 3.9. (nachträglich, weil 1.9. ein Samstag) bei der AfA deines deutschen Wohnortes arbeitslos und stellst dich dem Arbeitsmarkt vollumfänglich zur Verfügung.

Solltest du am 3.9. nach der Arbeitslosmeldung vom deutschen Arzt, aus welchen Gründen auch immer, eine AU erhalten - was soll's! Du bist rückwirkend seit 1.9. wieder im deutschen Sozialnetz aufgefangen und erhältst auf jeden Fall weitere Krankenbehandlung!
Denn bei Arbeitslosmeldung bist du natürlich (!) sofort krankenversichert. Die AfA zahlt dafür die Beiträge, übrigens auch zur RV und zur PV.
 
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Rounddancer

Gast
Ich würde da sofort Antrag auf Arbeitslosengeld II stellen. Das geht auch formlos, wenn es sein muß auf dem berühmten Bierdeckel oder dem Rand der Bildzeitung.

Hauptsache: Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum, aktuelles Datum und Unterschrift, und sowas wie der Satz: "Hiermit beantrage ich Arbeitslosengeld II." Das JobCenter muß den Antrag in die Pfoten bekommen,- denn ab da zählt er.

Am Besten Eingang bestätigen lassen. Bestätigung aufbewahren.

Den nötigen Papierkrieg krieg ich dann mit (oder er liegt schon im Flur des Amtes bereit, samt Zettel, was ich alles brauche),- und dann krieg ich nen Abgabetermin dazu,- den den Erstantrag (also den Papierkrieg) muß man persönlich abgeben, damit der Amtsmitarbeiter das durchguckt und ggf., vermerkt, welche Belege vorgelegt wurden, und mir sagt/aufschreibt, was noch ggf. fehlt.

Aber Datum des Antrags ist immer das Datum des formlosen Antrages. Und damit auch ggf. Deckungsstart bei der kranken Kasse.
 
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