Ich bekam eine Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion und eine Einladung für nächsten Monat. (2 Betrachter)

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HerrLuchs

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Hi,

ich (ü30) habe scheinbar einen neuen Sachbearbeiter, ich war aber noch nicht bei ihm.
Aber es kam jetzt Post von ihm. Mein Problem ist, ich weiß nicht, wie man das formuliert und was das bei der Einladung alles bedeutet.

1.
Wie gehe ich gegen die Anhörung zum möglichen Eintritt einer Sanktion vor, weil ich einen Meldetermin / Einladungsbrief nicht erhalten habe?
Ich habe keinen Brief (Einladung) erhalten. Soll ich in die Anhörung schreiben, dass ich nichts erhalten habe und gut ist?
Dazu habe ich das hier gefunden, das klingt aber recht hart...

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit äußere ich mich wie folgt zu Ihrem Vorwurf. Ich habe das von Ihnen erwähnte Schreiben nicht erhalten. Die besagte schriftliche Einladung zum Termin am xx.xx.xxxx ist bei mir nicht eingegangen.
Laut Gesetz und Rechtsprechung ist das Jobcenter in der Beweispflicht, den Nachweis über die erfolgreiche Zustellung Ihrer Schreiben zu erbringen. Die bloße Behauptung, dass ein Schreiben übergeben oder abgeschickt/es ausgedruckt wurde, reicht nicht aus. Bitte erbringen Sie mir den Nachweis, dass und wann ich mit meiner Unterschrift den Erhalt Ihres Schreibens bestätigt habe. Sollten Sie trotzdem eine Sanktion erlassen, werde ich mich unverzüglich an das hiesige Sozialgericht wenden.

Mit freundlichen Grüßen



2.
Ich bekam eine Einladung für nächsten Monat und ich soll ausgedruckte Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf und Kopie vom letzten Zeugnis machen.
Was meint der Sachbearbeiter mit Bewerbungsunterlagen? Wo ich mich beworben habe oder mein allgemeines Anschreiben?
Muss ich das alles selber ausdrucken oder kann ich ihm das auch e-mailen?

Danke im Voraus.

Im Anhang: Anhörung und Einladung
 

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ZynHH

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Wo ich mich beworben habe oder mein allgemeines Anschreiben?
Beides könnte man annehmen.
Von den getätigten Bewerbungen würde ich nur eine Excel-Liste erstellen, wann beworben, wo ( Firmenname) , als was, und ob es bereits eine Rückmeldung gab.

Und ansonsten nur ein Bewerbungsschreiben, das du auch benutzen würdest, wenn du eine Stelle unbedingt haben willst und einen vollständigen Lebenslauf.
 

ZynHH

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Laut Gesetz und Rechtsprechung ist das Jobcenter in der Beweispflicht, den Nachweis über die erfolgreiche Zustellung Ihrer Schreiben zu erbringen. Die bloße Behauptung, dass ein Schreiben übergeben oder abgeschickt/es ausgedruckt wurde, reicht nicht aus. Bitte erbringen Sie mir den Nachweis, dass und wann ich mit meiner Unterschrift den Erhalt Ihres Schreibens bestätigt habe.
Das finde ich persönlich zu viel.
 

Holler2008

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zu 2.
Hier würde ich unbedingt keine Email schicken. Alles ausgedruckt vorzeigen und NICHT abgeben oder kopieren lassen. Meinetwegen eine Auflistung, wann du dich wo als was beworben hast, abgeben.
"Alles" wäre bei mir eine Musterbewerbung mit Lebenslauf und Zeugnissen. Die kann der SB anschauen und sich Notizen machen, von mir aus auch abschreiben aber nicht behalten und nicht kopieren.
 

saurbier

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Hallo HerrLuchs,

Wie gehe ich gegen die Anhörung zum Eintritt einer Sanktion vor, weil ich einen Meldetermin / Einladungsbrief nicht erhalten habe?
Also das Musterschreiben würde ich eher so nicht verwenden wollen, vielleicht so,


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit äußere ich mich wie folgt zu Ihrem Vorwurf - Mit schreiben vom 16.01.2020 wurden Sie zu dem Meldetermin am 21.01.2020 eingeladen -.

Zu meinem bedauern habe ich das von Ihnen erwähnte Schreiben leider nicht erhalten, womit es mir auch nicht möglich war Ihrer Vorladung zum 21.01.2020 entsprechend Folge zu leisten.


mfg
Anfangs lieber etwas freundlicher und kurz angebunden und nicht gleich mit der Keule drohen. Vor allem solltest du nicht gleich das Pulver verschiessen und dem SB zeigen, daß er bei dir mit den schriftlichen Einladungen vorsicht walten lassen muß, denn sowas macht man nur einmal mit den SB´s.

Sollte der SB dies nicht als ausreichenden Grund ansehen (bei manchem kann man davon ausgehen), dann bleibt dir als nächstes halt nur der Rechtsweg über Widerspruch und ggf. Klage, bei dem du dann selbstverständlich auf die Rechtslage verweisen mußt - also das das JC den Nachweis zu erbringen hat das dich das Schreiben auch rechtzeitig erreicht hat -. Alleine der Umstand das das JC die Vorladung verschickt hat reicht hier ja pauschal auch nicht, denn die muß dich auch rechtzeitig vor dem Termin erreicht haben, also spätestens am 20.01.2020 damit du darauf reagieren hättest können.

Zur zweiten Frage siehe bisherige Tipps.


Grüße saurbier
 

Echogamer

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Hallo HerrLuchs,

ich würde zu den bisherigen Tipps ergänzend noch empfehlen am besten mit einem Beistand zum nächsten Termin zu gehen.

Da das Jobcenter Dir den Zugang der Einladung gem. § 37 Abs 2 Satz 3 SGB X nachweisen muss, sollte die Sache mit der Sanktionsanhörung schnell vom Tisch sein :wink:
 
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Ghansafan

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Hallo @HerrLuchs,

hab Dir mal was angehängt - eine Stellungnahme zur Anhörung (Meldetermin). Nur noch ergänzen, Anschrift, etc. und bitte nachweislich beim JC einreichen (am besten auf einer Kopie den Empfang bestätigen lassen).

Nimmst dieses separate Schreiben und nicht den Vordruck vom JC (Erklärung zu Ihrem Anhörungsschreiben vom 21.01.2020).
 

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saurbier

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Hallo Ghansafan,

warum so hart und umfänglich vormuliert.

Meinst du nicht das solch ein Schreiben einen SB auf Stur schalten lassen dürfte.

Warum nicht schlicht kurz und bündig anfangen und erst wenn der SB meint hier dennoch seinen eigenen Kopf durchsetzen zu müssen (eben weil er/das JC auf Sanktionsgründe aus ist) mit der Keule zu kommen.


Grüße saurbier
 
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