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IAQ: Zeitarbeit in der Krise

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Paolo_Pinkel

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#1
Die Beschäftigung im Wirtschaftsbereich Arbeitnehmerüberlassung ist im Zuge der Krise bislang um rund ein Drittel zurückgegangen.
Die optimistische Annahme einer weitgehenden Normalisierung dieser Beschäftigungsform, die noch der Deregulierung 2003 zugrunde lag, ist nicht eingetroffen.
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IAQ-Report

Gruss

Paolo
 

mercator

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#2
Am 28.10. findet übrigens am Landesarbeitsgericht Berlin die 2. Verhandlung über die Tariffähigkeit der sog. "Christlichen Gewerkschaften" CGZP statt. Wird wieder gegen die CGZP entschieden, könnte dies das Aus für die Lohndrückergewerkschaft und damit die Unrechtmässigkeit vieler Tarifverträge bedeuten, mit fatalen Folgen für die Leiharbeitsbuden, die diese unmenschlichen Hungerlohntarife zahlt. Möglicherweise können die anschliessend noch vors BAG gehen, aber es ist nicht davon auszugehen, dass das BAG ein zweitinstanzliches Urteil des LAG Berlin kippen wird.
 

lupe

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#4
Über solche Mindestlöhne kann ich nur schmunzeln. Das ist Taschengeld und kein Mindestlohn-
 

Volker

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#5
>Tarifausschuss stimmt drei neuen Mindestlöhnen zu

Solange es diese seperaten Mindestlöhne sind, sind es eher möchtegerne
welche. Was soll es für ein Mindestlohn sein 7,51 für Grosswäscherein. Das ist doch schwere körperliche Arbeit.

:icon_neutral:

Volker
 

Irisanna

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#6
Kennt ihr den Breicht von der BAfA über die Entwicklung von ZA? Hier mal ein Link.

Interessant ist, dass dort "ausgeschreibene Stellen" als "reale Stellen" bewertet werden. Dass es allzu oft nur um "Bewerberpool-Aufstockungen" geht, wird entweder nicht erkannt- oder eben verschwiegen.

Die Entwicklung der Arbeitskräftenachfra-
ge durch die Betriebe der Zeitarbeit kann
an der Zahl der gemeldeten Stellen im
Wirtschaftszweig „Überlassung von Ar-
beitskräften“ abgelesen werden.
Quelle:Zeitarbeit - www.arbeitsagentur.de
 

ShankyTMW

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#7
Kennt ihr den Breicht von der BAfA über die Entwicklung von ZA? Hier mal ein Link.

Interessant ist, dass dort "ausgeschreibene Stellen" als "reale Stellen" bewertet werden. Dass es allzu oft nur um "Bewerberpool-Aufstockungen" geht, wird entweder nicht erkannt- oder eben verschwiegen.

Quelle:Zeitarbeit - www.arbeitsagentur.de
Naja, das wurde schon immer gemacht. Schließlich dient die AFA und ARGE auch dazu deren Bewerberpool voll zu pumpen - bzw. aus dem Bereich kommen ja die meisten "Freiwilligen" die es ohne Bewerbung sonst mit Sanktionen treffen würde und gar nciht erst bei denen Auftauchen würden.

Wenn ich an die Einführung der PSA damals zurückdenke, man hat ZAFs damals auch die sogenannten Erfolgsstatistiken für diese staatlich versteckte ZAF Subvention herangezogen und die AFA hat lustigerweise auch keein Kontrollen darüber welche Stellen denn nun da wirklich real sind. Also wen Wunderts.

Aber nach langer Zeit kann sich auch die AFA der gerade herschenden Wirklichkeit dort nicht völlig verschließen, heißt es doch auf der Seite:

AFA Seite sagte :
Neue Broschüre zu den aktuellen Entwicklungen in der Zeitarbeit Nachdem die Zeitarbeit lange Zeit zum Beschäftigungsaufbau beigetragen hat, zeigt sich nun die andere Seite ihrer Konjunkturreagibilität. Im Vergleich zum Juli 2008 ist die Zahl der Beschäftigten in der Zeitarbeit um ein Viertel zurückgegangen.
Näheres finden Sie in der Broschüre Zeitarbeit - Aktuelle Entwicklungen.

Das der Trend deutlich deswegen zurückgeht konnte man aber schon letztes Jahr spätestens im Dezember mitverfolgen. Und viele aus der ZAF Branche haben mitlerweile keinen Boden mehr unter den Füßen seither. Und wenn ich ganz ehrlich bin, es ist sogar gut so das es so ist. Das sogenannte Jobwunder udn der Jobmototr von "Sklavenhändlern" dieser Art sollte eh verboten werden. Nicht das mir die Leute nicht leid tun, aber Arbeiten zu den Hungerlöhnen udn nebenher dennoch Hartz4 beantragen um über die Runden zu kommen zu den Konditionen, da ist es besser sie kommen von dieser Art Arbeit weg. Sorry für meine Wortwahl, aber ich bin und bleibe kein Freund der ZAFs und deren Methoden ist reinste Moderne Sklaverei in meinen Augen.
 

Irisanna

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#8
.....Und wenn ich ganz ehrlich bin, es ist sogar gut so das es so ist. Das sogenannte Jobwunder udn der Jobmototr von "Sklavenhändlern" dieser Art sollte eh verboten werden. Nicht das mir die Leute nicht leid tun, aber Arbeiten zu den Hungerlöhnen udn nebenher dennoch Hartz4 beantragen um über die Runden zu kommen zu den Konditionen, da ist es besser sie kommen von dieser Art Arbeit weg. Sorry für meine Wortwahl, aber ich bin und bleibe kein Freund der ZAFs und deren Methoden ist reinste Moderne Sklaverei in meinen Augen.
Ich stimme dir da zu 100% zu!!
Der Leiharbeitnehmer finanziert mit seiner in der Regel unterbezahlten Arbeit von den Büros über die Disponenten, die PKWs bis zum Klopapier einfach alles!
Der Leiharbeitehmer wird, u.a. durch die Agenturen für Arbeit, massiv unter Druck gesetzt und in Jobs bei ZAF reingenötigt, deren Bezahlung deutlich unter dem liegt, was reguläre Arbeitnehmer verdienen.

Ich sehe mit lachenden Augen und einem dicken Grinsen, wie die ZAF zu strampeln beginnen, wie mittlerweile Arbeitgeber keine Leiharbeiter mehr möchten, weil sie erkannt haben, dass ein fest und selbst eingestellter AN der bessere und motiviertere, sich mit dem Betrieb verbundene Arbeitnehmer ist.

Mein Freund sollte in der Leiharbeit in Kurzarbeit gehen. Er weigerte sich, den Kurzarbeitvertrag zu unterschreiben, wurde gekündigt, bekam eine Abfindung und hat nun eine Festanstellung gefunden- ganz regulär in einem Betrieb. :icon_klatsch:

Zeitarbeit, wie sie heute durchgeführt wird, IST Sklavenhandel!
 

ShankyTMW

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#9
...Der Leiharbeitehmer wird, u.a. durch die Agenturen für Arbeit, massiv unter Druck gesetzt und in Jobs bei ZAF reingenötigt, deren Bezahlung deutlich unter dem liegt, was reguläre Arbeitnehmer verdienen.
Ich hatte das mal in einem anderem Thread erwähnt: Die BA und ARGEn/JobCenter haben auch nichts anderes. Firmen suchen sich ihre Leute lieber auf anderen Weg weil die BA die Leute Willkürlich und unpassend zu den AG hinschickt. Eine Unsitte die es schon vor den ganzehn Hartz Reformen gab. Und seit HArtz wurde der Trend dazu, die freien Stellen nciht mehr bei der BA zu melden noch dramatischer. 90% aller VAM Anzeigen gehören zu irgendwelchen Leihsklavenbuden oder Arbeitsermittlern - die auch nur zu ZAFs vermitteln.

Ich sehe mit lachenden Augen und einem dicken Grinsen, wie die ZAF zu strampeln beginnen, wie mittlerweile Arbeitgeber keine Leiharbeiter mehr möchten, weil sie erkannt haben, dass ein fest und selbst eingestellter AN der bessere und motiviertere, sich mit dem Betrieb verbundene Arbeitnehmer ist.
Naja, das Instrument Kurzarbeit und ncoh einiges mehr schöpfen die auch aus. Da braucht man dann eh keien Leiharbeiter.

Mein Freund sollte in der Leiharbeit in Kurzarbeit gehen. Er weigerte sich, den Kurzarbeitvertrag zu unterschreiben, wurde gekündigt, bekam eine Abfindung und hat nun eine Festanstellung gefunden- ganz regulär in einem Betrieb. :icon_klatsch:
Unbekannterweise meine ehrlichen Glückwünsche. Wie das ausschaut mit der ZAF-Kurzarbeit wissen wir ja. Die lassen sich von der BA dann diverse Bildungskurse bezahlen um ihre übriggebliebenen Kurzarbeiter zu schulen. Oft sinnlos Schulungen, nur selten was positives. Aber hauptsache es sparrt den ZAFs Geld.
 

mercator

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#10
Am 28.10. findet übrigens am Landesarbeitsgericht Berlin die 2. Verhandlung über die Tariffähigkeit der sog. "Christlichen Gewerkschaften" CGZP statt. Wird wieder gegen die CGZP entschieden, könnte dies das Aus für die Lohndrückergewerkschaft und damit die Unrechtmässigkeit vieler Tarifverträge bedeuten, mit fatalen Folgen für die Leiharbeitsbuden, die diese unmenschlichen Hungerlohntarife zahlt. Möglicherweise können die anschliessend noch vors BAG gehen, aber es ist nicht davon auszugehen, dass das BAG ein zweitinstanzliches Urteil des LAG Berlin kippen wird.
Der Thread hier ist zwar schon älter, aber möglicherweise interessiert es den einen oder anderen:

Die Verhandlung über die Tariffähigkeit der CGZP, eigentlich vorgesehen für den 28.10., wurde verschoben aufgrund einer Erkrankung des Prozessvertreters der CGZP. Die Verhandlung wurde verschoben auf den 07.12. Eine neuerliche Erkrankung des Prozessvertreters werde nicht mehr zu einer Verschiebung der Verhandlung führen, so der vorsitzende Richter.
 
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