IAB-Studie: EGVs zu wenig individuell

ethos07

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aus KEA-Nachrichten vom 13.09.2011:


Eingliederungsvereinbarungen für Arbeitslose zu wenig individuell

13. September 2011 - haeppi

Arbeitsvermittler müssen mit allen Arbeitsuchenden sogenannte
Eingliederungsvereinbarungen abschließen. Der Gesetzgeber wollte damit
angeblich erreichen, dass die Arbeitslosen besser in den
Vermittlungsprozess einbezogen werden. Tatsächlich aber werden sie dazu
genutzt, dass Erwerbslose "freiwillig" Verpflichtungen eingehen, die so
per Gesetzt nicht verogesehen werden. Das so genannte "Fördern und
Fordern" ist in den Eingliederungsvereinbarungen häufig nicht
ausbalanciert, wie die mittlerweile langjährige Erfahrung zeigt. Das
geht aber auch aus einer am 13.09.2011 veröffentlichten Studie des
Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. "Die
Kundenpflichten werden häufig konkret, die Leistungen der Einrichtungen
eher vage benannt"
, stellen die Arbeitsmarktforscher fest.

Nicht selten werde die Anzahl der Bewerbungen festgelegt, die der
Arbeitsuchende zu erbringen hat. Zur Anzahl der Vermittlungsvorschläge
gebe es jedoch meist keine konkreten Angaben. "Insgesamt folgen die
Inhalte der untersuchten Eingliederungsvereinbarungen standardisierten
Mustern und lassen einen individuellen Zuschnitt auf die Kundinnen und
Kunden vermissen. Sie basieren zudem meistens nicht auf einem
gemeinsamen Prozess der Zielfindung", schreiben die Autoren der
IAB-Studie. Mit der Betonung der Kundenpflichten und möglicher
Sanktionen folge die Umsetzung der Eingliederungsvereinbarung eher einer
bürokratischen Logik als der einer kundenorientierten Dienstleistung, so
das IAB. Zudem würden die Studienergebnisse zeigen, dass viele
Vermittlungsfachkräfte die Rechtsverbindlichkeit der Vereinbarung nicht
deutlich genug erklären.

Die Mehrheit der Vermittler sieht das Instrument der
Eingliederungsvereinbarung grundsätzlich positiv. Die gegenseitige
Vereinbarung verpflichtender Aufgaben sei nützlich und könne auch den
Arbeitslosen dienen. Andere halten dies bei vielen Arbeitslosen nicht
für nötig: Ein Drittel der Vermittler in den Arbeitsagenturen äußern
sich laut IAB-Studie kritisch zur gesetzlichen Pflicht, mit allen
Arbeitsuchenden Eingliederungsvereinbarungen abschließen zu müssen. Von
den Vermittlern in den Jobcentern, die für Arbeitslosengeld-II-Empfänger
zuständig sind, lehnen 15 Prozent das Instrument
Eingliederungsvereinbarung ab.
Die IAB-Studie im Internet: <https://doku.iab.de/kurzber/2011/kb1811.pdf>.
 

ethos07

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Hmm... :icon_kinn:

Ob es da einer IAB-Studie bedarf?
Also für uns hier natürlich nicht.

Aber es ist doch nützlich, das schwarz-auf-weiss zu haben.

Z.B. bei dafür geeigneten Begleitungen: wir könnten den SB mit Berufung auf diese hohe Wissenschaft ewig und dreifach darauf festnageln, er/sie solle uns nun doch bitte sehr noch dieses und jenes Detail aus "seinen" Leistungsbauchladen, welches er für uns ganz ganz individuell :icon_party: zu erbringen gedenkt darlegen und nochmals darlegen - sein ganz individueller Einsatz für unsere Einpflügung in die nichtexistierenden Arbeitsmärkte...
:biggrin:
 
B

Biestchen

Gast
Wenigstens wurde festgestellt, dass die EGV genutzt werden, Erwerbslose freiwillig zu Sachen zu verpflichten, die im Gesetz nicht vorgesehen sind ! :icon_klatsch:

Missbraucht, wäre treffender ! :eek:

Das Theater mit den EGV abzuschaffen, wäre sinnvoller !
Dafür sollten die sich einsetzen !
 

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