Hurra, Hurra! Die sozial ungerechte Grundrente ist da (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

vidar

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Toll, dass zusätzlich zu den Beitrags - und Anrechnungszeiten jetzt nur noch bei den Beantragenden das Haushaltseinkommen (Alleinstehende 1250 / Paare 1950 €) geprüft werden soll, um in den „Genuss“ der Grundrente zu gelangen. Vorhandenes Kapital, Immobilien- und Aktienwerte und oder/auch sonstige vorhanden Vermögenswerte werden erst dann zur Einkommensermittlung mit herangezogen, wenn hieraus Einkünfte durch Zinsen, Vermietung, Dividenden oder ähnliche Gewinne erzielt werden.

Alle künftigen RentnerInnen, die nicht die vorgegebenen Mindestvoraussetzungen für den Bezug einer Grundrente nachweisen können, werden also weiterhin dazu gezwungen die Grundsicherung im Alter zu beantragen, wenn sie im Alter über die Runden kommen wollen. Die Grundsicherung gibt es hier natürlich selbstverständlich erst dann, wenn vorher die beantragende Person ihre/seine finanzielle Situation mittels einer kompletten Vermögensauskunft dargelegt hat. Sollte hier der Freibetrag von 5000 € überschritten werden, gibt es erst mal keine Grundsicherung. Der übersteigende Vermögenswert muss zuerst bis zum erreichen des Grundfreibetrags für den Lebensunterhalt genutzt werden, bevor ein neuer Antrag gestellt werden kann.

Willkommen in der unsozialen Bundesrepublik Deutschland.
.
 

Seepferdchen 2010

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Sowhat

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Ja habe es gerade im Autoradio gehört, dass die Einkommensprüfung eben nur das Einkommen erfasst und man auch Häuser und Wohnungen haben dürfte und sich nicht "quasi nackig" machen müssen, wie z.B. H4-Empfänger (O-Ton des Radiomoderators).
Ich hatte danach einen schalen Geschmack im Mund.
Mir war heute morgen schon etwas übel, als ich auf der t-online-News-Seite das Bild von Söder, AKK und ich weiss gar nicht mehr wer der/die Dritte war sah, die sich bei der Grundrente so "doll" geeinigt haben.:sick:
 

Susanne42

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Habt ihr irgendwo etwas gelesen, ob auch Erwerbsgeminderte von der Grundrente profitieren? Ich zb hätte in 22 meine 35 Jahre voll, bin aber noch weit entfernt von der Altersrente.
Was denkt ihr? Beziehe ville Erwerbsminderungsrente plus 450€ Job
 

little

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Ich habe grad den Link gelesen und grübele nun:

1) Wieviel sind 0,8 EP "wert" also in €? Edit: Laut Link sind es 32,03€ *grad gefunden*

2) Wie wird der Durchschnittslohn berechnet bzw. ermittelt?

2.1. Kann dieser D-Lohn auch ansteigen (z.B. Inflation etc.) oder bleibt der "starr"?

3) Werden nur 35 Beitragsjahre angehoben oder die individuelle "Gesamtleistung"? Edit: Es werden MAX. 35 Beitragsjahre erhöht, unabhängig wieviel darüber hinaus noch an Beitragsjahren da sind

4) Die im LinkBeispiel angegebene Friseur-Rente, ist das die Brutto-Rente oder die Netto-Rente?

5) Wer unterschiedlich verdiente (viele arbeiten sich ja im Laufe des Arbeitsleben erst "hoch"), kann derjenige diese max. 35Jahre Erhöhung aussuchen (z.B. dass nur die niedrigsten 35 Jahre herangezogen werden) oder wird das "vorgeschrieben?
 
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hansklein

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4) Die im LinkBeispiel angegebene Friseur-Rente, ist das die Brutto-Rente oder die Netto-Rente?
Brutto, wie üblich, Abziehen müsstest zumindest ca. 14%KV+evtl. KK Zusatzbeitrag und PV, bei Singles wenn ich nicht irre 2.8%. Rechnerisch könnte man schlechter dastehen als mit Grusi, je nach Wohnungskosten, Wegfall des zuschlags 17% bei Schwerbehinderung mit G etc. Dafür brauchst ja "nur noch" den um 0.6% ermäßigten KV zahlen bzw Abzug hinzunehmen ( Macht pro 10.-€ Beitrag stolze 0,006€ Ersparnis Entlastung....), steht ja hier:
Für Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, wird ein ermäßigter Beitragssatz in Höhe von 14,0 Prozent erhoben, dies soll künftig auch für Rentnerinnen und Rentner gelten, deren Beitragssatz derzeit noch bei 14,6 Prozent liegt. Damit beseitigen wir eine bestehende Ungerechtigkeit und entlasten Rentnerinnen und Rentner.
Beim Freibetrag geh ich davon aus, das damit ein Freibetrag von irgendwelchem Einkommen gemein sein soll. Stattliche bis zu 106.-€ wenns Geld nicht reicht, das reichlich zufließen soll... :sick:
Zu 5.: Ich gehe davon aus, das dort die derzeit gültigen Vorgaben der RV umgesetzt werden, nix mit Aussuchen.

Das Durchschnittsgehalt wird bei der RV jedes Jahr neu festgelegt. Wie der errechnet wird, weiss ich allerdings nicht.
 
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G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Das mit der Friseurrente ist schon fast der Idealfall.
Z. B. ist der geringste Verdienst 0,24 Entgeltpunkte und wird maximal verdoppelt. Das ist jetzt so etwas mehr als ein Minijob - so ca. 500 €.
Wen mann angenomen mal 0,25(Teilzeit mit ca. 500€) nimmt und verdoppelt.
Dann kommt man auf 35 x 0,5 = 17,5 x ca. 32 = ca. 550 € Grundrente und muss dann trotzdem noch Grundsicherung beantragen. Das ist jetzt der niedrigste Fall von Einkommensseite.
Es soll wohl bei ca. 1 250 € gedeckelt werden. Ab da gibt es dann keine Besserstellung mehr.
Hauptsächlich wird es also nur den Teilzeitbeschäftigten besser gehen.

Meine Faustregel = 0,8 mal Monatseinkommen-jetzt-netto
wenn ihr 35 Jahre voll habt und denselben Job.
 

hansklein

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Letztendlich sehe ich das als Mogelpackung, (statt bisheriger Sozialleistung), H4 für Renter, die aber zumindest - nat. völlig unbeabsichtigt - einen Zweck erfüllt - Entlastung der Kommunen, Personal bei den zuständigen Ämtern kann eingespart werden.
Zu beachten, wie Swavolt richtig beschreibt:
Anmerkung: Da Grundrentenbewertungszeiten mit weniger als durchschnittlich 0,24 Entgeltpunkten pro Jahr (kalendermonatlich weniger als 0,02 EP) nicht erhöht werden, profitieren Versicherte, die nur einen Minijob ausgeübt haben, nicht von der Grundrente.
Man muss also - im Durschnitt - immer etwas mehr wie beim Minijob verdient haben und nicht mehr, wie dem Deckel entspricht, damit da überhaupt was passiert.
 
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Woodruff

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Alle künftigen RentnerInnen, die nicht die vorgegebenen Mindestvoraussetzungen für den Bezug einer Grundrente nachweisen können, werden also weiterhin dazu gezwungen die Grundsicherung im Alter zu beantragen, wenn sie im Alter über die Runden kommen wollen. Die Grundsicherung gibt es hier natürlich selbstverständlich erst dann, wenn vorher die beantragende Person ihre/seine finanzielle Situation mittels einer kompletten Vermögensauskunft dargelegt hat. Sollte hier der Freibetrag von 5000 € überschritten werden, gibt es erst mal keine Grundsicherung. Der übersteigende Vermögenswert muss zuerst bis zum erreichen des Grundfreibetrags für den Lebensunterhalt genutzt werden, bevor ein neuer Antrag gestellt werden kann.

Willkommen in der unsozialen Bundesrepublik Deutschland.

Wirklich gute und genaue Infos in den Medien findet man bisher nicht. Vor allem findet man keine Informationen dazu, wie z. B. jemand der 5 Jahre ALG II bezogen hat, mit der Grundrente dastehen wird?

Warum kann eine Grundrente wie in den Niederlanden nicht bei uns funktionieren?

Jeder bekommt dort vom Staat eine Grundrente.

Im Gegensatz zu Deutschland ist es in den Niederlanden auch so, dass sich niemand darüber ärgert, dass auch Bürger Geld aus der Rentenkasse bekommen, die niemals eingezahlt haben.

Quelle:
Focus Online
St.-Martin-Straße 66
81541 München


 

Silvia123

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So wie ich das sehe werden ALG Zeiten nicht berücksichtigt bei den 35 Jahren. Bei ALG1 wird von 80% auf 100% Rentenanwartschaften aufgerundet, bei ALG!! wohl nichts.
 

Heidschnucke

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Ich denke mal, das ALG II Zeiten nicht mit angerechnet werden, denn dafür werden ja auch keine Rentenbeiträge gezahlt, das wurde ja vor Jahren eingestellt.
 

Silvia123

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Da steht dass ALG Zeiten von 80% auf 100% angehoben werden, somit kann nur ALG1 gemeint sein, und wenn das angehoben wird gehe ich davon aus dass diese Zeiten nicht bei den 35 Jahren berücksichtigt werden. Bis, ich glaube 2011, wurden auch bei ALGII Beiträge entrichtet, aber niedrig, deshalb werden die sicher nicht angehoben, waren ja keine 80%. Somit gilt Arbeitslosigkeit nicht als zu berücksichtigende Zeit, meine ich?
 

Heidschnucke

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Da steht dass ALG Zeiten von 80% auf 100% angehoben werden, somit kann nur ALG1 gemeint sein, und wenn das angehoben wird gehe ich davon aus dass diese Zeiten nicht bei den 35 Jahren berücksichtigt werden. Bis, ich glaube 2011, wurden auch bei ALGII Beiträge entrichtet, aber niedrig, deshalb werden die sicher nicht angehoben, waren ja keine 80%. Somit gilt Arbeitslosigkeit nicht als zu berücksichtigende Zeit, meine ich?
Das denke ich auch, und somit wird der der ALG II leben muss ein weiteres mal Beschissen, man sollte es Umbenennen, in "Armut per Gesetz!"
 

hansklein

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Das leider nur ALG1 berücksichtigt wird, zumindest seit dem keine Beiträge mehr entrichtet werden in der RV, ist richtig.
Das denke ich auch, und somit wird der der ALG II leben muss ein weiteres mal Beschissen, man sollte es Umbenennen, in "Armut per Gesetz!"
Solange es kein BGE gibt, ist das so. Es wäre Öffentlich auch nicht plausibel erklärbar, wenn jemand der sehr hohe Zeiten mit lediglich ALG2 Bezug hat, gleichgestellt würde mit einem, der langjährig Beiträge gezahlt hat.
 

verona

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In den ersten jahren wurde doch bei ALG 2 Rentenbeiträge gezahlt. Die müssten m.E. einfließen. Oder?
 

vidar

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Bis 31.12.2010 wurden für die Zeit des ALG-2 Bezugs auch (Mini) Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt. Diese Zahlung bewirkte, dass pro Jahr des ALG-2 - Bezug ca. ein monatlicher Rentenspruch von 2,09 € aufgebaut wurde. Diese geleisteten Zahlungen müssen demnach mMn auch als Pflichtbeitragzahlungen bewertet werden.

Sehr gute Hintergrundinformation hierzu gibt es von Tacheles e.V. aus dem Jahr 2011.

Welche Auswirkungen hat die Streichung von Rentenbeiträgen im Zuge des Haushaltsbegleitgesetzes 2011 für Arbeitslosengeld-II-Bezieher?
.
 

Silvia123

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Ich weise daraufhin was ich weiter oben geschrieben habe. Diese Zahlungen wirken sich, so lese ich das raus, nicht aus. Genauso wie ALG1 oder ein Minijob. Zumindest was die Grundrente betrifft.

ALG1 wird nicht berücksichtigt sondern von 80% auf 100% aufgestockt, steht da. Die werden das doch nicht aufstocken und mit rein nehmen?
 

hansklein

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Ich weise daraufhin was ich weiter oben geschrieben habe. Diese Zahlungen wirken sich, so lese ich das raus, nicht aus. Genauso wie ALG1 oder ein Minijob. Zumindest was die Grundrente betrifft.

ALG1 wird nicht berücksichtigt sondern von 80% auf 100% aufgestockt, steht da. Die werden das doch nicht aufstocken und mit rein nehmen?
Da steht doch:
Rentenansprüche für Zeiten der Arbeitslosigkeit, Übergangsgeld oder Kurzarbeit wurden bislang nur bis 80 Prozent des Arbeitsentgelts berücksichtigt. Die Folge sind später geringere Rentenansprüche. Diese Nachteile werden wir beheben, indem die Bemessungsgrundlage auf 100 Prozent angehoben wird. Höhere Renten für im Erwerbsleben arbeitslos gewordene Rentnerinnen und Rentner sind so möglich.
D.h. statt mit 80% des Arbeitsentgelts werden diese Zeiten (ALG1!, Übergangsgeld (z.b. bei Reha, Umschulung), Kurzarbeit) jetzt mit 100% bewertet, als ob man voll eingezahlt hätte.
 

hansklein

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Naja, bei Hartz4 gibts aber kein Bemessungsentgelt und dementsprechend keine rechnerischen Beitragszahlungen vom JC .Da wird das Problem liegen.

Unter Bemessungsentgelt versteht man das (beitragspflichtige) Bruttoarbeitsentgelt, das ein Arbeitsloser beziehungsweise eine Arbeitslose im Jahr vor der Arbeitslosigkeit erwirtschaftet hat. Das Bemessungsentgelt wird berechnet, indem das Entgelt im Bemessungszeitraum durch die Zahl der Tage geteilt wird, für die es gezahlt worden ist. So können auch Schwankungen im Einkommen berücksichtigt werden.

Zur Bemessung des Arbeitslosengeldes wird das Arbeitsentgelt aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen herangezogen. Auch Einmalzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld werden hinzugerechnet. Andere Zahlungen (zum Beispiel Krankengeld oder Abfindungen) werden nicht zur Bemessung herangezogen. Vom Bemessungsentgelt werden die Beiträge zur Sozialversicherung (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung - pauschal 20 Prozent), die Lohnsteuer und der Solidaritätszuschlag abgezogen. Daraus ergibt sich das Leistungsentgelt, auch pauschaliertes Nettoentgelt genannt.
 

ABSW

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Der Flickenteppich bei der Rente geht weiter. Viele Millionen Betroffene haben überhaupt
nichts von dieser "Grundrente"
Konzept der „Grundrente“ - Fakten von Portal-Sozialpolitik

Erläuterungen zum Beschluss
Rentnerinnen und Rentner erhalten ab 2021 unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschlag zur Rente (Grundrente):

Die Wartezeit muss erfüllt sein. - Die Wartezeit beträgt mindestens 35 Versicherungsjahre; hierzu zählen Pflichtbeitragszeiten für versicherte Beschäftigung und Tätigkeit, Beitragszeiten aufgrund von Kindererziehung, Pflege und aufgrund der Antragspflichtversicherung für Selbstständige, rentenrechtliche Zeiten wegen des Bezugs von Leistungen bei Krankheit und Rehabilitation, Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung und Pflege sowie Ersatzzeiten. - Zeiten des Bezugs von ALG, ALHI oder ALG II werden nicht auf die Wartezeit angerechnet; auch Rentenbezugszeiten, denen eine Zurechnungszeit zugrunde lag (EM-Rente), werden nicht berücksichtigt.
Weitere Fakten unter:
 

hansklein

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Der Flickenteppich bei der Rente geht weiter. Viele Millionen Betroffene haben überhaupt
nichts von dieser "Grundrente"
Konzept der „Grundrente“ - Fakten von Portal-Sozialpolitik

Erläuterungen zum Beschluss
Rentnerinnen und Rentner erhalten ab 2021 unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschlag zur Rente (Grundrente):

Die Wartezeit muss erfüllt sein. - Die Wartezeit beträgt mindestens 35 Versicherungsjahre; hierzu zählen Pflichtbeitragszeiten für versicherte Beschäftigung und Tätigkeit, Beitragszeiten aufgrund von Kindererziehung, Pflege und aufgrund der Antragspflichtversicherung für Selbstständige, rentenrechtliche Zeiten wegen des Bezugs von Leistungen bei Krankheit und Rehabilitation, Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung und Pflege sowie Ersatzzeiten. - Zeiten des Bezugs von ALG, ALHI oder ALG II werden nicht auf die Wartezeit angerechnet; auch Rentenbezugszeiten, denen eine Zurechnungszeit zugrunde lag (EM-Rente), werden nicht berücksichtigt.
Weitere Fakten unter:
Also werden die Regeln der DRV neu gemacht, so das weniger Menschen die Wartezeit erfüllen, wenn ich das richtig verstehe? Das wäre mehr wie eine Mogelpackung, dann bekämen viele weniger Geldleistung aus der RV wie bisher, dafür eine höhere Grusi?!?.Gleichzeitig würde aber die Grusi angehoben? Etwas obskur das ganze konstrukt.
Bei Bezug von Grundsicherung im Alter wird ein Freibetrag für das Einkommen aus der gesetzlichen Rente in Höhe von 100 Euro zuzüglich 30 Prozent der darüber hinaus gehenden Ansprüche aus der gesetzlichen Renten bis maximal 50 Prozent der Regelbedarfsstufe 1 (analog und zusätzlich zur bestehenden Regelung für Einkommen aus betrieblicher und privater Vorsorge; aktuell: 212 Euro) eingeführt. - Ein Renten-Freibetrag in der Alters-Grundsicherung wirkt (bezogen auf das am Ende verfügbare Einkommen) wie eine entsprechende Erhöhung des Bruttobedarfs.
Bisher gilt bei der DRV:
Wartezeit von 35 Jahren
Die Wartezeit von 35 Jahren ist Voraussetzung für die Altersrente für langjährig Versicherte und die Altersrente für schwerbehinderte Menschen.
Auf die Wartezeit von 35 Jahren werden alle rentenrechtlichen Zeiten angerechnet. Rentenrechtliche Zeiten sind neben Beitragszeiten und Ersatzzeiten (zum Beispiel Zeiten der politischen Verfolgung in der ehemaligen DDR) auch Anrechnungszeiten und Berücksichtigungszeiten. Anrechnungszeiten können beispielsweise Zeiten sein, in denen sie krank, schwanger, arbeitslos waren oder auch Zeiten der Schulausbildung und des Studiums. Berücksichtigungszeiten sind zum Beispiel Zeiten der Erziehung eines Kindes, das noch keine 10 Jahre alt ist.
 

ABSW

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Hallo Hansklein,

es geht hier um die Grundrente und nicht um die div. Altersrenten.

Die Grundrente wird in Deutschland neu eingeführt. Die Lobeshymnen der Sozialverbände,
Gewerkschaften usw. sehen dies alles "positiv" Hier ist deutlich erkennbar wie die eigenen Mitglieder
belogen werden.

Besser wäre die Einführung der Mindesrente. Aber dazu ist die Groko nicht in der Lage.
Hauptsache die Groko hat weiterhin Bestand.

Armes Deutschland.
 
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