Hungerlohn im Cockpit (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.614
Bewertungen
2.630
Kaum zu glauben...also Vooorsicht wenn das JC einem einen Piloten-Job schmackhaft machen will.....

Dumpingloehne im Cockpit von Air Berlin - SPIEGEL ONLINE


Netto bleiben dem jungen LGW-Angestellten monatlich rund 1635 Euro. Die Summe sieht auf den ersten Blick nicht nach Dumpinglohn aus.

Doch von diesem Geld müssen die Piloten noch ihren Ausbildungskredit abbezahlen, denn der Weg ins Cockpit führt in der Regel über die Pilotenausbildung bei einer Fluglinie.

Schülerkostenanteil: 75.000 Euro bei Air Berlin. Ohne wohlhabende Eltern oder dickes Sparbuch können das viele nur mit einem Kredit stemmen. Das Geld gibt es zwar zu niedrigen Zinsen, aber die monatlichen Raten sind hoch.

Wenn dann von 1635 Euro rund die Hälfte für die Rückzahlung aufgewendet werden muss, sinkt das Einkommen bisweilen nahe ans Existenzminimum.
 
M

Minimina

Gast
Netto bleiben dem jungen LGW-Angestellten monatlich rund 1635 Euro. Die Summe sieht auf den ersten Blick nicht nach Dumpinglohn aus.
Gut zu wissen :icon_confused:Im Klartext: Um Air Berlin einen grossen Bogen machen. Vielleicht sitzt im Cockpit ein Selbstmordattentäter der seinen Ausbidlungskeredit nicht zurückzahlen kann, oder aus Mangelerscheinungen durch Hunger mitten über Berlin erblindet :icon_neutral:

LG MM
 

saida25

Elo-User*in
Mitglied seit
1 September 2006
Beiträge
438
Bewertungen
41
Im Allgemeinen fängt es am Flughafen schon bei der Abfertigung
an.

Auch dort werden nicht mehr die Löhne gezahlt wie früher.

Und dann das Sicherheitspersonal: Arbeitslose (ALGII) werden
bei bestimmten Trägern geschult. Maßnahmeträger!!
Verscherbelt an Sicherheitsfirmen (z.B. Klüh)
(womöglich auch noch mit Zuschuss vom
Amt),
wo sie dann für Hungerlöhne arbeiten müssen,
ständige Erreichbarkeit per Handy ,falls andere Mitarbeiter ausfallen.

Arbeitsverträge werden nicht alle verlängert. Kommen ja die nächsten.

Eine Stewardess der Lufthansa erzählte mir mal, dass sie froh sei,
noch den alten Vertrag zu alten Konditionen zu haben.

Bei den neuen Verträgen könne man nur noch mit dem Kopf
schütteln.
 

ela1953

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.464
Bewertungen
1.667
Im Allgemeinen fängt es am Flughafen schon bei der Abfertigung
an.

Auch dort werden nicht mehr die Löhne gezahlt wie früher.

Und dann das Sicherheitspersonal: Arbeitslose (ALGII) werden
bei bestimmten Trägern geschult. Maßnahmeträger!!
Verscherbelt an Sicherheitsfirmen (z.B. Klüh)
(womöglich auch noch mit Zuschuss vom
Amt),
wo sie dann für Hungerlöhne arbeiten müssen,
ständige Erreichbarkeit per Handy ,falls andere Mitarbeiter ausfallen.

Arbeitsverträge werden nicht alle verlängert. Kommen ja die nächsten.

Eine Stewardess der Lufthansa erzählte mir mal, dass sie froh sei,
noch den alten Vertrag zu alten Konditionen zu haben.

Bei den neuen Verträgen könne man nur noch mit dem Kopf
schütteln.

Nicht nur bei der Lufthansa (ist das öffentlicher Dienst?) Wer im öffentlichen Dienst nach BAT bezahlt wird, hat Glück. Nach dem neuen TvöD bekommt ein junger Mann ca 400 Euro brutto weniger als sein Kollege, der nur einige Wochen vor ihm angefangen hatte und nach BAT eingestuft wurde.
Es gibt viele Beschäftigte, die noch ergänzende Leistung beim Jobcenter beantragen können.
 

hemmi

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 Juni 2010
Beiträge
2.161
Bewertungen
52
Und wer ist Chef bei Air Börlin ein gewisser Herr Mehdorn, der hat schon mal versucht die Bahn hinzurichten und noch einige Andere immer wurde er gefeuert.:biggrin:
 

rechtspfleger

Foren-Moderation
Mitglied seit
17 April 2011
Beiträge
921
Bewertungen
321
[...] Im Klartext: Um Air Berlin einen grossen Bogen machen. Vielleicht sitzt im Cockpit ein Selbstmordattentäter der seinen Ausbidlungskeredit nicht zurückzahlen kann, oder aus Mangelerscheinungen durch Hunger mitten über Berlin erblindet :icon_neutral:
Es geht nicht um jedwede Co-Piloten von Air Berlin, sondern um diejenigen von LGW. Das ist - vereinfacht gesagt - eine Subunternehmerin von Air Berlin, die mit diesen Flugzeugen herumfliegt.

Im Allgemeinen fängt es am Flughafen schon bei der Abfertigung
an.

Auch dort werden nicht mehr die Löhne gezahlt wie früher.

Und dann das Sicherheitspersonal: Arbeitslose (ALGII) werden
bei bestimmten Trägern geschult. Maßnahmeträger!!
Verscherbelt an Sicherheitsfirmen (z.B. Klüh)
(womöglich auch noch mit Zuschuss vom
Amt),
wo sie dann für Hungerlöhne arbeiten müssen,
ständige Erreichbarkeit per Handy ,falls andere Mitarbeiter ausfallen.
Das stimmt. Die Vergütung ist sowieso mies, und auch die Arbeitszeiten sind krude. Damit meine ich nicht, dass man ggf. vielleicht um 04.00 oder 05.00 Uhr Dienstbeginn zur Frühschicht hat, sondern eine Aufsplittung der täglichen Arbeitszeit. Was es nämlich auch geben soll (jedenfalls bei der Abfertigung), sind Arbeitszeiten wie z.B. ein paar Stunden morgens und ein paar Stunden nachmittags/abends.

Ich kenne jemand, der mal einige Zeit an die Siko am Frankfurter Flughafen gearbeitet hat. Soweit ich mich erinnere, aus freien Stücken, da er es immer vermeiden wollte, in die Fänge von AA bzw. JC zu geraten. Da er sehr weit entfernt wird, war das für ihn nach eigener Aussage schon wegen Fahrtkosten und -zeit rechnerisch nicht der Brüller, um es mal so zu sagen. Den Job an sich hat er nach eigener Aussage gerne gemacht, da er wohl aus dem Wissen um die Verantwortung auch die Motivation gezogen hat.

Eine Stewardess der Lufthansa erzählte mir mal, dass sie froh sei,
noch den alten Vertrag zu alten Konditionen zu haben.

Bei den neuen Verträgen könne man nur noch mit dem Kopf
schütteln.
Das stimmt. Der Haken der neuen Verträge liegt u.a. darin, dass gegenüber der ursprünglichen Einstiegsvergütung abgesenkte Vergütungsstufen eingeführt wurden, die man erst durchlaufen muss.

Nicht nur bei der Lufthansa (ist das öffentlicher Dienst?) Wer im öffentlichen Dienst nach BAT bezahlt wird, hat Glück. Nach dem neuen TvöD bekommt ein junger Mann ca 400 Euro brutto weniger als sein Kollege, der nur einige Wochen vor ihm angefangen hatte und nach BAT eingestuft wurde.
Es gibt viele Beschäftigte, die noch ergänzende Leistung beim Jobcenter beantragen können.
Lufthansa war zwar ein Staatsunternehmen, hat aber nicht nach den Regelungen für den öffentlichen Dienst bezahlt.

Im Gegensatz zum BAT gibt es nach dem TVöD auch nicht mehr die tarifliche Unkündbarkeit.

Das mit den ergänzenden Leistungen des JC stimmt leider, mir ist zumindest ein konkreter Fall bekannt, in dem selbige bezogen werden.
 
E

ExitUser

Gast
Im Tarifgebiet West gilt auch nach TVöD ein besonderer Kündigungschutz nach 15 Jahren Beschäftigungszeit und ab einem Alter von 40 Jahren. Allerdings kann, wer das 2005 noch nicht erreicht hatte, aus dienstlich wichtigem Grund gekündigt werden. Ansonsten sind nur verhaltens- oder personenbedingte Kündigungen möglich.
 
Mitglied seit
4 September 2008
Beiträge
1.243
Bewertungen
75
Ich sags nicht gerne, aber:
werden die Geringlöhner mit Waffe gezwungen, für den Lohn arbeiten zu gehen? Wenn ja, bitte ich um Entschuldigung.
Zum ausnutzen gehören immer noch 2 und ein "ja, aber besser als daheim zu sitzen" ist KEIN Grund!
 
Oben Unten