Hundt will gegen möglichen Mindestlohn (8.50) klagen

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Ramblin Man

Gast
Die Arbeitgeber bekommen den Hals nicht voll. Eine gierige, geizige entmenschliche Gilde, die aufkosten der Arbeitnehmer und derjenigen Arbeitslosen, die ehrlich einen existenzsichernden Job suchen, aber keinen Jobmüll haben wollen, fetter und fetter wird...

Gehälter im Mittelstand: Das verdient Ihr Chef als Rückgrat der deutschen Wirtschaft - Wirtschafts-News - FOCUS Online - Nachrichten

.....gönnt ihren Mitarbeiter ausser Schweiss und Armut rein gar nichts.

26.10.2013: Arbeitgeber drohen mit Klage gegen Mindestlohn (neues-deutschland.de)

Das Neue Deutschland schreibt:

. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes BdA, Dieter Hundt, hat die Union vor Zugeständnissen beim gesetzlichen Mindestlohn gewarnt und mit einer Klage gedroht. Er habe den »Verdacht, dass CDU und CSU zu Zugeständnissen bereit sind – was ich für den Arbeitsmarkt als äußerst schädlich betrachte«. Ein gesetzlicher Mindestlohn würde »in der Tendenz zu Arbeitsplatzvernichtung« führen, so Hundt gegenüber der »Stuttgarter Zeitung«.


Es geht diesem Unternehmer ja nun eben gerade NICHT um Arbeitsplätze, sondern um gewissenlosen Profit.

Ich bin schon sehr gespannt, was da am Ende beim ML wirklich rauskommt.
Wenn man das Gefühl hat, "sicher nichts gutes", liegt man sicher nicht falsch.
Ich habe bereits mit einigen Niedriglohnempfängern diskutiert, die keinen Mindestlohn haben wollen und fest der Argumentation von Hundt folgen, mit Stundenlöhnen von hochgerechnet 4-6€.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es von diesen Leuten so viele gibt, dass man bei einem Scheitern des ML nicht damit rechnen kann , dass es zu Protesten aus der Bevölkerung kommt.

Hat die SPD noch einen REST von Anstand(was ich aber bezweifele), stimmt sie zusammen mit Linken und Grünen für den flächendeckenden Mindestloh, falls das mit der "C"DU erfolglos bleibt und bildet mit diesen zwei kleinen Parteien die Regierung.
 

arbeitslos in holland

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der wadenbeisser kläfft immer schon im vorfeld. der weiss doch genau, dass die union durch die 5% der afd tief geschockt worden ist. sollte die union weiter ihren konservativen kern enttäuschen, werden noch mehr enttäuschte unionswähler, afd wählen.

bei der csU hieß es ja mal

rechts von uns ist nur die wand
jetzt ist da die afd.............

nur die ursel von der leiharbeit, die darf das unwort in den mund nehmen.

vllt. kann mir der realitätsverweigernde wadenbeisser mal erklären, welche negative folgen der mindestlohn in LUX, NL, F und GB hatte :icon_razz:
 
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Ramblin Man

Gast
Armut in Deutschland: Fast jeder Sechste gilt als gefährdet - SPIEGEL ONLINE

Das kommt dabei raus, wenn man den Unternehmern nur den kleinen Finger gibt; es muss nicht mal die ganze Hand sein.

Und allein schon dieser Tatbestand sollte dafür sorgen, dass man unsere Wirtschaft kleinhält und in einem allerersten Schritt dazu dafür sorgt, dass ein Mindestlohn eingeführt wird, der in jedem Fall weiter angehoben werden muss.
Hundt soll ein Vermögen von mehreren 100Millionen Euro besitzen.

Meine Hoffnung ist, dass, wenn es schon die Deutschen nicht schaffen, irgendwann aus Frankreich und anderen Ländern so viel Druck aufgebaut wird, dass ein hoher (!) Mindestlohn zur Vernichtung des deutschen Lohndumpings und zum Nutzen für unsere Bevölkerung und zur Friedenserhaltung in Europa eingeführt werden muss, ohne dass ein "Herr" Hundt dagegen auch nur einen Fingernagel abschneiden kann.
 

arbeitslos in holland

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die einführung eines einheitlichen, flächendeckenden und existenssichernden mindestlohnes, wäre gleichzeitig das ende von hartzIV :eek:
damit würde ein gesamter wirtschaftszweig krachend zusammenbrechen:

- PAV
- ZAF
- MT
- BT

das geht ja gar nicht :icon_evil:

da wäre ein ende mit den "sprudelden steuereinnahmen" :rolleyes:
 
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KAHMANN

Gast
die einführung eines einheitlichen, flächendeckenden und existenssichernden mindestlohnes, wäre gleichzeitig das ende von hartzIV :eek:
damit würde ein gesamter wirtschaftszweig krachend zusammenbrechen:

- PAV
- ZAF
- MT
- BT

das geht ja gar nicht :icon_evil:

da wäre ein ende mit den "sprudelden steuereinnahmen" :rolleyes:


Nicht wenn man tatsächlich eine Umwandlung von Mio Festangestellten in Teilzeit beabsichtigt.

Dann kann man die Aufstockerleistungen auch als Mindestlohn deklarieren und weiter die AL Statistik fälschen.

:danke:
 

arbeitslos in holland

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natürlich wäre bei der einführung eines gesetzlichen mindeslohnes, auch die 450€-jobs sofort passé :icon_cool:
in ländern mit gesetzlichem mindestlohn gibt es keine steuer/abgabenfreien jobs........

wasch mich, aber mach' mir den pelz nicht naß, ist nicht :icon_evil:
 

2010

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#6
Verstehe ich nicht. Warum ? Bitte Erklärung. Danke
 

arbeitslos in holland

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weil die 450€-jobs eben auch mindestlohnhöhe haben müssten=für AG vollkommen uninteressant.

warum sollten einige jobs steuerfrei sein/besteuert sein ? =willkür, unvereinbar mit dem gleichheitsgrundsatz des GG

wer die einführung eines gesetzlichen mindestlohnes fordert/unterstützt, kann doch wohl nicht so doof sein und erwarten, dass man weiter mittels 450€-jobs den mindestlohn unterlaufen kann :icon_mad:

in den NL ist jeder job voll steuer/abgabenpflichtig !
 

jockel

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Die Arbeitgeber bekommen den Hals nicht voll. Eine gierige, geizige entmenschliche Gilde, die aufkosten der Arbeitnehmer und derjenigen Arbeitslosen, die ehrlich einen existenzsichernden Job suchen, aber keinen Jobmüll haben wollen, fetter und fetter wird...

Gehälter im Mittelstand: Das verdient Ihr Chef als Rückgrat der deutschen Wirtschaft - Wirtschafts-News - FOCUS Online - Nachrichten

.....gönnt ihren Mitarbeiter ausser Schweiss und Armut rein gar nichts.

26.10.2013: Arbeitgeber drohen mit Klage gegen Mindestlohn (neues-deutschland.de)

Das Neue Deutschland schreibt:




Es geht diesem Unternehmer ja nun eben gerade NICHT um Arbeitsplätze, sondern um gewissenlosen Profit.

Ich bin schon sehr gespannt, was da am Ende beim ML wirklich rauskommt.
Wenn man das Gefühl hat, "sicher nichts gutes", liegt man sicher nicht falsch.
Ich habe bereits mit einigen Niedriglohnempfängern diskutiert, die keinen Mindestlohn haben wollen und fest der Argumentation von Hundt folgen, mit Stundenlöhnen von hochgerechnet 4-6€.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es von diesen Leuten so viele gibt, dass man bei einem Scheitern des ML nicht damit rechnen kann , dass es zu Protesten aus der Bevölkerung kommt.

Hat die SPD noch einen REST von Anstand(was ich aber bezweifele), stimmt sie zusammen mit Linken und Grünen für den flächendeckenden Mindestloh, falls das mit der "C"DU erfolglos bleibt und bildet mit diesen zwei kleinen Parteien die Regierung.

Alle Parteien, die Parteispenden von Banken und Wirtschaft kasssieren. sind verfassungsfeindlich und undemokratisch im höchsten Maße. Sie streben nur nach einem Ziel: Für ihre obersten Machtfürsten und die nachfolgende Parteienclique opullente Privilegien und Pfründe schützend zu sichern.

Wir haben die reinrassigen Unternehmerparteien der raffenden Privatwirtschaft - die Pest. Und wir haben die Kapitalhinternkriecherparteien - die Cholera = SPD und BündnisGrünen.

Die BündnisGrünen sind der mit Umwelt- und Naturschutz kokettierende Nachwuchs der Unternehmerparteien, die noch nicht an die Freßtröge der Macht dürfen. Sobald aber paar aus den Pestparteien aus Alters- oder sonstigen Gründen sich zurückziehen, rücken BündnisGrüne nach und ändern nach Chameleonart schlagartig ihre Farbe und gesellschaftspolitische Einstellung.

Die BündnisGrünen sind keine hungrigen, idealisierten Umwelt- und Naturschützer mehr, sondern junge, vollgefressene Elitepfeffersäcke, die noch nicht an den politischen Drücker ihrer Elternvertreter dürfen.

Sie vertreten allesamt nicht die Interessen der Bevölkerung, sondern ausschließlich ihre eigenen Machtinteressen. Und damit sind sie nicht zu akzeptieren, sind verlogen, hinterhältig, heimtückisch, vom politischen Charakter her abgrundtief verdorben.

Die einzigen Hoffnungsträger, auch in arbeits- und sozialrechtlichen Belangen, sehe ich in den Linken. Alle anderen Parteien sind durchgängig politischer Schrott.

Wer's nicht glaubt, soll sich doch mal an diese Pest- und Choleraparteienfunktionäre mit seinen Sorgen und Nöten wenden, und um Hilfe und Unterstützung bitten, wobei man zeitgleich seine bescheidene Lebenslage unterstreichend beschreibt. Das geht diesen Herrschaften so was am Ehrenwerten vorbei. Interessiert die absolut nicht.

Innerhalb ihrer Parteien gibt es zusätzlich noch Hackordnungen, womit man sich gegenseitig bekämpft. Ein einziges Hauen und Stechen um die Privilegien und Pfründe.

Wenn man sich die ehrenwerten, hehren Ziele aus den Grundgesetz danebenstellt, dann kommt man schnell zu den Schluß, daß dieser Verfassungsfurz eben die Eliten nicht berührt, nicht interessiert, sondern wie die Bibel als besoffenmachendes Märchenbuch fürs dummzuhaltende, konsumierende Volk gebraucht wird, um ihm die Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit vorzugauckeln.

Es gilt schon seit Jahrzehnten nicht mehr der Grundsatz des Leben und Leben lassens. Spätestens mit der Einheitszwangswende hat man das Märchen von der Sozialpartnerschaft und der Humanisierung der Arbeit völlig in die Tonne getreten. Es gibt diese beiden Dinge nicht mehr, wenn es sie den überhaupt vorher gegeben hatte, das Soziale an der Marktwirtschaft hat sich erledigt.

Die deutsche, vom Westen von oben verordnete Zwangseinheit der beiden deutschen Staaten war ein westdeutscher Raub- und Beutezug, um über die Liegenschaften der Wirtschaft an die Immobilien schachernd ranzukommen und die ostdeutsche Bevölkerung bis aufs Letzte ausplündern zu können. Den wenigsten Ostdeutschen geht es jetzt besser als vorher und die blühenden Landschaften (kommunale Infrastrukturen) dienen nur der bequemen Kolonailbesatzung und -verwaltung der ostdeutschen Untertanen. Die wenigsten Ostdeutschen sind durch die eingeführte Massenarbeitslosikeit noch Bürger, sondern nur noch ein Stück Untertanendreck, auf dem rumgetrampelt wird.

Unseren westdeutschen sozial geschundenen Mitbürgern geht's genauso. Wir sind zwar vereint, aber nicht gesamtdeutsch über alle soziale Standesebenen hinweg, sondern geteilt und ebenenmäßig zersplittert. Es wächst Ost und West, Nord und Süd zusammen, aber reich zu reich und arm zu arm. Einem Untertanen, den man um sein Hab und Gut bringt, raubt man die Bürgerrechte und Menschenwürde. Hab und Gut und leistungsgerecht erhaltener Arbeitsverdienst und davon abzuleitende Sozialbeiträge und Steuern machen erst die Sicherheit möglich mit der man sich Bürgerrechte leisten darf. Steuern und Sozialbeiträge sind der Eigenbeitrag an einem Funktionierenlassen und -halten eines kommunalen Gemein- und Staatswesen. Das ist zwingend notwendig. Wenn man dann noch sieht, daß Unternehmer ihre eigene Mitwirkungspflicht am Funktionierenlassen des Kommunal- und Staatswesens durch Steuer- und Beitragsminderungen und -hinterziehung völlig entziehern, dann platzt mir der Kragen bei soviel privatwirtschaftlicher Raffgier und Unvernunft. Solchen Unternehmern und gekauften Lobbyisten wie Politikern muß man kräftig auf die gierigen Pfoten kloppen und ihnen die Machtgrundlage sofort entziehen. Das ist keine Demokratie und kein Rechtsstaat, sondern eine Diktatur von Kaptal und Profit.

Privatwirtschaft - unter diesen Bedingungen kann man die BRD völlig vergessen.

Mir wäre eine basisdemokratisch, bürgernah geführte Republik mit sozialen Charakter der Runden Tische viel lieber als diese administrativ geführte Gauner- und Schmierfilzgesellschaft der privatwirtschaftenden, in die eigene Tasche raffenden Unternehmer unter Mutti Merkel.

Privatwirtschaft darf man nicht groß werden lassen. Dann erkauft sie sich lokale, regionale und staatliche Politik. Das steht ihr nicht zu. Privatwirtschaft muß in den Betriebsgrößen klein gehalten werden. Konzerne und Monopolunternehmen schaden der Gesellschaft, weil sie alles käuflich machen.

Wenn große Privatunternehmen und Monopole, Regionen, Landesteile, Staaten überschreiten und sich in zig Staaten nur ihre Rosinen rauspicken, dann ist es vorbei mit der Demokratie. Dann beherrscht die Wirtschaft jede Form von lokaler, regionaler und staatlicher Politik. Dann geht's in Richtung Imperialismus = Weltherrschaft. Imperialismus ist die höchste, konzentrierte Form kapitalistisch organisierter Privatwirtschaft und kann schnell in offen, aggressive Terrorherrschaft des Faschismus umschlagen. Wesenseigen von Privatwirtschaft ist die ständige Konzentrierung von Kapital und Profit in immer weniger, machtgeile, raffende Hände durch ständigen Konkurrenzkanpf. So vernichtet man unter den Menschen Kreativität und Erfindungsgeist, weil man diese nicht zum Allgemeinwohl Aller, sondern nur zum Eigennutz einer Unternehmerclque mißbraucht.

Es wird höchst bedenklich, wenn ein oder viele Privatunternehmer sich für Gesellschaftspolitik interessieren. Dann demontieren sie Demokratie und ersetzen Sie durch großflächige Firmendiktaturen. Und der heuchelnde, verlogene Gauner Hundt vertritt solche Machtinteressen.

Ich sehe in volkseigenen und genossenschaftlichen Betrieben die einzige Lösung, Arbeitsplätze zu erhalten, zu schützen und neue zu schaffen. Denn da steckt der solidarische Gedanke, sich in der Not als zusammengeschlossene Belegschaft sich gegenseitig zu helfen - ganz im Sinne von Raiffeisen - allen zum Wohle und nicht nur zum Wohle eines einzelnen Privatunternehmers, dem die Belegschaft untertänig hörig sein muß.
 

Existenzminimum

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Was für ein mieser Hund(t).

Vorschlag: alle die hier mitlesen und posten nehmen ihn beim Wort, schreiben ihm (und/oder seinem Arbeitgeber), und fordern ihn auf, sein Gehahlt auf umgerechnet unter 8,50 Euro/Stunde auszurichten.

Das sollte doch einen schon spürbaren Beitrag auf die Wettberwerbsfähigkeit und auf dass Potential eines größeren Arbeitsangebots seines Arbeitgebers haben.

Sollte man wirklich tun. Kein großer Aufwand.
 

jockel

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Genossenschaften gibt es in Deutschland. Wieso arbeitest Du dort nicht mit?

Wir sind

Weil bundesdeutsche Genossenschaften keine neuen Mitglieder (Genossen) aufnehmen. Sie werden regelrecht von den Großunternehmen als Zulieferer erpresst und zerquetscht.

Gleiches gilt für gemeinnützige Verbände und Organisationen. Schon alles mit Bewerben im Tagespendelbereich und bei behindertorientierten Firmen versucht, die in der Rehadat-Datenbank registriert sind. Solche Genossenschaften kämpfen ums Überleben.

Man muß Privatwirtschaft in ihren Betriebsgrößen kleinhalten, dann kann man sie mit Kommunalpolitik in die richtige Richtung zum Wohle der Allgemeinheit lenken und steuern. Wird Privatwirtschaft zu groß, wird sie korrupt und unbeherrschbar.

Nun erklärt sich an Hand der westdeutschen Praxisbedingungen großer Privatwirtschaft in Größenordnungen von Konzernen und Monopolen, warum in der DDR die Unternehmensbesteuerung der dort angesiedelten Privatwirtschaft hoch ausfiel.

Ganz ohne dieser geht's nicht. Das sah man im politischen Fehler gut gehende PGHs (= Produktionsgenossenschaften des Handwerks) und halbstaatliche Betriebe 1971 zu volkseigene Betriebe zu verstaatlichen.

Man merkte den Fehler schnell als man in den VEBs auf einmal Konsumgüterabteilungen gründete, die ein Warensortiment produzierten, was völlig am Hauptsortiment des Betriebes vorbeiging.

Nur bei den Westgenossenschaften, die Zuliefererfunktionen für die Großkonzerne ausüben, geht es richtig schäbig, existenzbedrohend und arbeitsplatzvernichtend zu, wenn sie dem Preis- und Lieferdiktat nicht Folge leisten.

So was Ähnliches wie Genossenschaften gibt es dann unter Westbedingungen auch noch. Die Betriebsteile, die

  • outgesourct wurden und
  • die Betriebe die als MBO = Management by out - laufen. Die können auch nicht jeden Bewerber gebrauchen, sondern welche mit mehreren Berufsabschlüssen und praktischen Berufserfahrungen in den Berufen und Arbeitstätigkeiten gleichzeitig, um als Springer, dorthin zu marschieren, wo man auftragsgebunden gebraucht wird.
Es ist nicht leicht, aber leicht hat's einem am Wickel!


In Chemnitz gibt es einen sehr bekannten MBO mit gutem internationalem Ruf zu DDR- und Bundeszeiten. Das Werkzeugmaschinenwerk "Fritz Heckert" - die heutige Union Werkzeugmaschinen GmbH Chemnitz. Das Fritz-Heckert-Werk war mal in der DDR Teil der VVB Werkzeugmaschinen und Werkzeuge -> VVB = Vereinigung volkseigener Betriebe. VVB war die Vorläuferbezeichnung für die Kombinate. Das Kombinats-Gegenstück, aber nur maximal republikgebunden zum Westen, sind die Konzerne.
 
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Weil bundesdeutsche Genossenschaften keine neuen Mitglieder (Genossen) aufnehmen. Sie werden regelrecht von den Großunternehmen als Zulieferer erpresst und zerquetscht.

Hä? Genossenschaftlich organisierte Wohnungsbauunternehmen und Brauereien werden "von Großunternehmen als Zulieferer erpresst"? Wie soll das denn gehen?

Mal ehrlich: Du suchst verzweifelt eine Ausrede, um nicht arbeiten gehen zu müssen.
 

jockel

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Hä? Genossenschaftlich organisierte Wohnungsbauunternehmen und Brauereien werden "von Großunternehmen als Zulieferer erpresst"? Wie soll das denn gehen?

Mal ehrlich: Du suchst verzweifelt eine Ausrede, um nicht arbeiten gehen zu müssen.

Hast Du schon mal was von Genossenschaften gehört, die Produktionsaufgaben als Zulieferer erfüllen?

Davon spreche ich. In meiner Heimatstast gibt es 3 ehemalige Konsum-Genossenschaftsbetriebe mit Produktionscharakter, allerdings in dem Fall nicht als Zulieferer, sondern als Finalproduzent. Mit der Wende hatte man den Konsumbetriebe zerschlagen und privatisiert

Aus der RIWA-Seife wurde Seife von Kappus - Kappus-Seifen | Standorte Offenbach am Main, Riesa, Dreiring Werk Krefeld
Aus den Konsum-Teigwaren - RIESA
Aus Riesaer Zündhölzern - https://www.zuendholzriesa.de/anzunder/naturholz-anzunder/?lstore=de von AD-ACCESS

Ich suche seit 09/2001 vergeblich nach Arbeit.

Es wird reihenweise abgewunken, obwohl ich 5 Berufsabschlüsse, davon 2 hochwertige habe und in 4 Berufen eine praktische Berufserfahring über 5 Jahren.

Die Ausschlußbedingungen:

  • zu lange Arbeitslosigkeit
  • Körperbehinderung
  • durch Arbeitslosigkeit amtlich erklärte Dequalifiziertung
  • zu alt mit 58
Also:


Solche Menschen am besten sozial durch Verhatzung verrotten lassen, gesundheitlich schlecht versorgen, arm machen, damit sie schnell abkratzen. So läuft der Hase.


Arbeitslosigkeit auf Dauer macht körperlich und geistig krank und krank macht arm!!!! So sieht bundesdeutsche Nächstenliebe und Menschenwürde aus.


Wenn ich die scheinheiligen Absagen von Unternehmern lese, wird mir regelmäßig schlecht.
 
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Don Vittorio

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Ich sehe in volkseigenen und genossenschaftlichen Betrieben die einzige Lösung, Arbeitsplätze zu erhalten, zu schützen und neue zu schaffen. Denn da steckt der solidarische Gedanke, sich in der Not als zusammengeschlossene Belegschaft sich gegenseitig zu helfen - ganz im Sinne von Raiffeisen - allen zum Wohle und nicht nur zum Wohle eines einzelnen Privatunternehmers, dem die Belegschaft untertänig hörig sein muß.

Das hat ja in der Vergangenheit auch immer wunderbar funktioniert. :rolleyes:

Leider wird immer eine Tatsache vergessen,es gibt bald 8 Milliarden Menschen auf dieser Welt,aber Arbeit wird immer weniger und beschert vielleicht nur,wenn überhaupt,20 % ein existenzsicherndes Einkommen.
Die Lösung dieses Problems entspräche der Lösung für die Quadratur des Kreises.
Da kann man noch solange diskutieren,es ändert sich nichts daran.
Und in Zukunft werden in Deutschland noch viel mehr Arbeitsplätze wegfallen,da sich die Produzierende Industrie immer weiter aus Deutschland zurückziehen wird.
Und auch Deutschlands Vorzeigeindustrie,der Automobilbau, hat hier schon ein MHD,denn die Konkurrenz schläft nicht.
 

Vincet

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Wenn Du Arbeit grundsätzlich ablehnst, stellst Du Dich völlig außerhalb der Gesellschaft. Aber das ist dann Dein Problem.

Schreib nicht so einen Müll. Hier in Deutschland wird jeder Mensch nach Arbeit definiert. Wer keine Arbeit hat, ist mittlerweile ein Aussätziger. Das ist das Problem. Deswegen gibt es auch viele Verblendete, die lieber für 1,50 die Stunde arbeiten gehen als gar nichts zu tun. Denen ist Arbeit so wichtig, dass die ihre Arbeitskraft quasi herschenken. "Wenigstens Arbeiten!" das ist die Devise. Die Menschen, die zu stolz sind, ihre Arbeitskraft unter Wert zu verkaufen, werden dann wie Außenseiter behandelt, denen wird Faulheit unterstellt, Arbeitsunwillen, etc. Das ist nicht wahr!

Es sollte doch attraktiver sein zu arbeiten als arbeitslos zu sein. Allein finanziell sollte es doch besser sein zu arbeiten. Das ist es aber nicht. Natürlich kommt man sich dann verarscht vor, wenn man arbeitet und am Ende des Monats paar Kröten mehr hat als wenn man arbeitslos wäre und Arbeitslosengeld bekommt. Allein deswegen brauchen wir endlich einen Mindestlohn. Arbeiten muss sich lohnen. Wenn ich Arbeit aufnehme, will ich das Gefühl haben, etwas wert zu sein. Ich will ordentlich für meine Leistung, Mühe, Hingabe entlohnt werden. Bei vielen vermisse ich das.
Und wenn ich jetzt die Wahl habe: 600 Euro Arbeitslosengeld oder 700 Euro (netto) harte Arbeit in einer 40-Stunden-Woche, dann entscheide ich mich für die Arbeitslosigkeit. Arbeit mit so einem geringen Lohn ist doch ein Witz.
Mir sollte keiner nachsagen, dass ich Arbeit ablehne. Aber ich arbeite nicht um jeden Preis. Und Arbeit ist bei mir nicht die Nummer Eins im Leben. Familie und Gesundheit sind mir wichtiger.
 

Neudenkender

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Arbeitslosigkeit auf Dauer macht körperlich und geistig krank und krank macht arm!!!!

Nö. Nicht zwingend. Schlecht bezahlte und blöde Arbeit macht eher arm und/oder krank. Und dann noch so schnell, dass man es manchmal gar nicht richtig mitbekommt ...
 
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Ramblin Man

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Wenn Du Arbeit grundsätzlich ablehnst, stellst Du Dich völlig außerhalb der Gesellschaft. Aber das ist dann Dein Problem.

Ich habe festgestellt, Du schreibst fast immer arrogant wirkenden Unfug ohne irgendein Niveau.

Merkst Du das selber nicht? Zumindest mir fällt es schwer, so mit Dir zu diskutieren, da ich immer das Gefühl habe, Du willst gar nichts mitbekommen und bekommst es auch nicht.
 
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