Hunderttausende schwere Fälle von Langzeitarbeitslosigkeit - FAZ 7.5.13

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Habe vorhin den Artikel auf faz.net entdeckt. Faz hat gerade selbst auferlegte "Themenwoche": Wie arbeitslos bist du denn?:biggrin:

Schwerpunkt ?Arbeit für alle?: Hunderttausende schwere Fälle von Langzeitarbeitslosigkeit - Vollbeschäftigung - FAZ

Wenn man sich die Grafik anschaut über die Hemmnisse dann kann einem nur schlecht werden. Fazit eines Lesers:
Darin steht als "starkes Hemmnis" ein Alter von 51-64 Jahren, dies steht einer Beschäftigung stärker entgegen als eine "schwere gesundheitliche Einschränkung" (mittleres Hemmnis) und sogar stärker als "kein Ausbildungsabschluss" (leichtes Hemmnis). Das heißt doch, daß das bloße Erreichen des 50ten Geburtstages bei bester Gesundheit und mit abgeschlossener Ausbildung einen Arbeitssuchenden für den Arbeitsmarkt stärker "entwertet" als einen 49jährigen mit gesundheitlichen Einschränkungen und fehlendem Ausbildungsabschluss.

Soviel zum Fachkräftemagel in D.
 

Nimschö

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"schwere Fälle von Langzeitarbeitslosigkeit" ROFL *rumkugel*

Wie nennt man denn "leichte Fälle"? Langzeit-Zeitarbeiter?
 

sixthsense

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"schwere Fälle von Langzeitarbeitslosigkeit" ROFL *rumkugel*

Wie nennt man denn "leichte Fälle"? Langzeit-Zeitarbeiter?

Schwere Fälle = Menschen die sich wehren, ihre Rechte durchsetzen und sich versuchen der Maßnahmen- und Zwangsarbeitsmaschinerie zu entziehen.

Leichte Fälle = Menschen die sich nicht wehren, ihre Rechte nicht durchsetzen und alles mit sich machen lassen.
 
E

ExitUser

Gast
Hinter vorgehaltener Hand erzählt ein Arbeitsvermittler indes, dass man diese Zahlen nicht als gottgegeben hinnehmen müsse. Vor ein paar Jahren habe er eine Gruppe von 90 Arbeitslosen, die als kaum vermittelbar galten, gemeinsam mit Psychologen „heftig beackert“. Nach einem halben Jahr mit etlichen Hilfsangeboten und intensiven Kontrollen hätten neun von ihnen eine Arbeit aufgenommen. Die 81 anderen hätten sich ohne Begründung vom Leistungsbezug abgemeldet.
"heftik beakert"..ja,das glaub ich...
von 90, 9 vermittelt[fragt sich nur in welche Arbeit]..das nenn ich doch mal ein Ergebnis...
 
E

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Gast
Artikel passt ins Hartz 4 Schema: Die Schuld keine Arbeit zu finden liegt bei den Arbeitslosen....
 
S

Steamhammer

Gast
Habe vorhin den Artikel auf faz.net entdeckt. Faz hat gerade selbst auferlegte "Themenwoche": Wie arbeitslos bist du denn?:biggrin:

Schwerpunkt ?Arbeit für alle?: Hunderttausende schwere Fälle von Langzeitarbeitslosigkeit - Vollbeschäftigung - FAZ

Wenn man sich die Grafik anschaut über die Hemmnisse dann kann einem nur schlecht werden. Fazit eines Lesers:


Soviel zum Fachkräftemagel in D.

Dann hat es ja doch einen Vorteil,Ü50 zu sein...
 
E

ExitUser0090

Gast
Ach, die FAZ. Ich glaube die versuchen schon seit letzter Woche die Vollbeschäftigung herbei zuschreiben. Hat bis jetzt noch nicht geklappt, aber vielleicht wird es noch. :icon_sleep:
 

JulieOcean

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Artikel passt ins Hartz 4 Schema: Die Schuld keine Arbeit zu finden liegt bei den Arbeitslosen....

Frei nach dem Motto: Wer Arbeit will, der findet auch welche.
Und was will uns der Artikel weismachen? Wir haben doch VOLLBESCHÄFTIGUNG! :icon_neutral:
 
E

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Gast
Eine der Lesermeinungen:

Wie wäre es damit, kein Geld auszuzahlen, wenn nicht nachgewiesen wird, dass erfolgreich die
"Hemnisse" beseitigt werden (durch Aus-/Weiterbildung, Sprachkurse, SELBST Lernen (!) etc.)? Wie soll sich denn etwas bessern, wenn man die Punkte nicht verbessert, die einer Arbeit im Wege stehen?!
Anders sieht es aus, wenn aus gesundheitlichen Gründen oder Aufgrund von Kindererziehung oder Pflege die tatsächliche Arbeitsfähigkeit bzw. die Zeit dazu nicht oder nur teilweise gegeben ist.

So etwas ärgert mich immer am meisten. Warum begreifen die Leute nicht, dass es gar keine Angebote für auf dem Arbeitsmarkt gefragte Qualifikationen gibt. Daneben ist ja auch keine Kommunikation zwischen AG und AfA vorhanden, wie man das Weiterbildungsprozedere mal etwas zielgerichteter gestalten könnte.

Als ich erwerbslos wurde (ohne Leistungsbezug) wollte ich eine Umschulung machen, die ein halbes Jahr gedauert hätte und ca. 10.000 Euro kostetet. Das wurde abgelehnt.

Dann wurde ich krank und musste eine berufliche Reha machen, die ein Vielfaches kostete. Jetzt stehe ich wieder ohne Job da, vermutlich auch weil ich heute älter bin und natürlich das Stigma behindert trage.
 
E

ExitUser0090

Gast
Das Beste haben sie sich bis zum Schluss aufbewahrt:
Hinter vorgehaltener Hand erzählt ein Arbeitsvermittler indes, dass man diese Zahlen nicht als gottgegeben hinnehmen müsse. Vor ein paar Jahren habe er eine Gruppe von 90 Arbeitslosen, die als kaum vermittelbar galten, gemeinsam mit Psychologen „heftig beackert“. Nach einem halben Jahr mit etlichen Hilfsangeboten und intensiven Kontrollen hätten neun von ihnen eine Arbeit aufgenommen. Die 81 anderen hätten sich ohne Begründung vom Leistungsbezug abgemeldet.
Nette Geschichte und netter Propaganda-Artikel
 

XxMikexX

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Nach meinem letzten Besuch beim "Jobcenter", kann ich mir gut vorstellen, was mit "Beackerung" gemeint ist.

Die Zahlen sind aber unglaubhaft, 100% "Erfolgsquote" sind absolut unwahrscheinlich.
 

JulieOcean

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Nach meinem letzten Besuch beim "Jobcenter", kann ich mir gut vorstellen, was mit "Beackerung" gemeint ist.

Ich denke, mit dem neuen Wust an Maßnahmen wie den Job-Offensiven, der Intensiv-Vermittlung oder Lohnzuschüssen an Betriebe wird die "Beackerung" ein gänzlich neues Niveau erreichen. :icon_kotz:

Am Ende steht die geschönte Statistik - und den Leuten wird es nicht mehr nur als "Jobwunder" sondern als "Vollbeschäftigung" verkauft. Die FAZ hat damit ganz unverschämt schon angefangen.
 

zalino

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Soviel zum Fachkräftemagel in D.

Im IT Bereich, eine Ecke aus der ich unter anderem komme, ist das ganz besonders deutlich und markant.

Wir möchten das die Leute bis zum Burnout arbeiten, aber wir möchten nichts dafür zahlen. Unter den lieben Inderlein gibt es welche, die sowas mitmachen. Wenn die dann nicht mehr können, dann kann man sie bequem zurückschicken.
Das aber hat sich unter den lieben Inderleins bereits herumgesprochen und nun zieren sich diese Püppschen...

"Schwere Fälle von Arbeitslosigkeit" sind nix weiter als die typischen arroganten, zynischen und ignoranten Statements zu bestimmten Zwecken.

Zalino
 

KristinaMN

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Die ohne Begründung abgemeldeten 81 MENSCHEN wurden wahrscheinlich psychisch und physisch noch endgültig zu Grunde gerichtet .....

Die Schw ... sollten sich schämen !
 

Hamburgeryn1

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Der Überschrift nach, ist Arbeitslosigkeit doch eher im pathologischen Bereich anzusiedeln, ..... :cool:
 
E

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Gast
"starkes Hemmnis" ein Alter von 51-64 Jahren

Und was unternehmen die Betroffenen gegen dieses Hemmnis? Nichts! Im Gegenteil, sie sehen einfach zu, wie sich dieses ohnehin schon starke Hemmnis immer weiter verstärt, ohne einzugreifen, ohne etwas dagegen zu tun.

Und das Jobcenter? Bleibt tatenlos, wie immer.

:icon_stern:
 

ethos07

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Und noch was 'Schönes' logisch zu Ende gedacht aus diesem FAZ-Geschmiere zur 'Pathologie' der Langzeitfaulenzer:

Burkhard Walter (...), Leiter des Arbeitgeberservice im Jobcenter der Stadt Kassel (...):
„Die Firmen kommen zu mir und sagen: ,Gib mir einen, der wenigstens schon mal ein Kabel und eine Zange in der Hand hatte.“ Trotzdem habe er noch immer viele Menschen zu vermitteln, die er „nie irgendwo unterbringen werde“. Viele Jugendliche ohne Schulabschluss etwa, alleinerziehende Mütter mit Kleinkindern oder ältere Langzeitarbeitslose.

Also, ältere Leistungsbezieher_innen aufgepasst! Bei der nächsten Sinnlos-Bewerbung sagt einfach, es wäre neueste verbriefte Erkenntnis der Jobcenter , dass mensch wegen (der Krankheit) "Alter Ü 50" kein Kabel und keine Zange in die Hand zu nehmen vermöge und DESHALB die vielen, händeringend nach handwerklich begabten Arbeitskräften suchenden, Firmen dich nicht mehr brauchen könnten.
Soooo logisch, was?!

:icon_neutral: :icon_eek:
 
E

ExitUser

Gast
Das ist ja alles erstunken und erlogen. Ich kann auch eine Zange halten und noch viel mehr.

Mich würde trotzdem weder ein Handwerksbetrieb einstellen, noch das JC mir eine solche Arbeit vermitteln.

Ohne Kammer-Abschluss geht gar nichts in Deutschland.

Ähnlich ist das bei Bürojobs. Viele Erwerbslose können ganz gut mit dem Computer umgehen, kennen die gängigen Office-Programme, bzw. lernt man neue innerhalb von wenigen Wochen.

Da haben sie mir vor Jahren gesagt, ich könne mich mit Abitur auch ohne Abschluss im kaufmännischen Bereich bewerben.

Nur, kennt ihr jemanden, der das geschafft hat?
 
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Und noch was 'Schönes' logisch zu Ende gedacht aus diesem FAZ-Geschmiere zur 'Pathologie' der Langzeitfaulenzer:



Also, ältere Leistungsbezieher_innen aufgepasst! Bei der nächsten Sinnlos-Bewerbung sagt einfach, es wäre neueste verbriefte Erkenntnis der Jobcenter , dass mensch wegen (der Krankheit) "Alter Ü 50" kein Kabel und keine Zange in die Hand zu nehmen vermöge und DESHALB die vielen, händeringend nach handwerklich begabten Arbeitskräften suchenden, Firmen dich nicht mehr brauchen könnten.
Soooo logisch, was?!

:icon_neutral: :icon_eek:

:icon_klatsch: Das ist ja auch so.
Hatte die Tage mal wieder so eine Begegnung der dritten Art im Hausflur.
Mein Nachbar, selbst Ü60 sah mich und fragte mich: Na, liebe azra, hast du immer noch keine Arbeit? Wer sucht der findet auch.:icon_laber:
Er hätte schließlich mit Ü60 noch gefunden, also dürfte mir das doch mit Ü50 nicht allzu schwer fallen. Man müsse halt seine überzogene Ansprüche etwas runter schrauben.:icon_neutral:
Darauf sagte ich ganz cool, nun denn,wenn du so blöd bist für einen Hungerlohn zu schuften, bitte. Ich nicht!
Wahrscheinlich habe ich jetzt bei ihm versch... :icon_twisted:
azra
 

Lilastern

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:icon_klatsch: Das ist ja auch so.
Hatte die Tage mal wieder so eine Begegnung der dritten Art im Hausflur.
Mein Nachbar, selbst Ü60 sah mich und fragte mich: Na, liebe azra, hast du immer noch keine Arbeit? Wer sucht der findet auch.:icon_laber:
Er hätte schließlich mit Ü60 noch gefunden, also dürfte mir das doch mit Ü50 nicht allzu schwer fallen. Man müsse halt seine überzogene Ansprüche etwas runter schrauben.:icon_neutral:
Darauf sagte ich ganz cool, nun denn,wenn du so blöd bist für einen Hungerlohn zu schuften, bitte. Ich nicht!
Wahrscheinlich habe ich jetzt bei ihm versch... :icon_twisted:
azra


Auf solche dummen Sprüche muss man so schlagfertig reagieren, dann halten die von ganz alleine den Mund.

Oder ich muss mir ständig anhören. Hauptsache Arbeit egal zu welcher Entlohnung und zu welchen Bedingungen.

Derjenige der eine Arbeit hat sollte dankbar sein.
 

Lilastern

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Ich meine doch damit, die Leute reden Unsinn daher, daß sie etwas geredet haben.

Aber welchen Schwachsinn, das merken die oft gar nicht.
 
S

Steamhammer

Gast
Ich meine doch damit, die Leute reden Unsinn daher, daß sie etwas geredet haben.

Aber welchen Schwachsinn, das merken die oft gar nicht.

Nein, die bemerken das nicht. Diese Dummheit, diese dämliche Arroganz dieser Leute. Ich habe schon mal geschrieben, dass ich so welche schon mal zum heulen brachte, die gegenüber mir so begannen. Ob aus Wut auf mich oder Selbsterkenntnis, kann ich nicht sagen.

Diese arbeitssamen Typen sind übrigens die grössten Feiglinge, wenn es einmal wirklich um Zivilcourage geht.
 
E

ExitUser

Gast
Nein, die bemerken das nicht. Diese Dummheit, diese dämliche Arroganz dieser Leute. Ich habe schon mal geschrieben, dass ich so welche schon mal zum heulen brachte, die gegenüber mir so begannen. Ob aus Wut auf mich oder Selbsterkenntnis, kann ich nicht sagen.

Diese arbeitssamen Typen sind übrigens die grössten Feiglinge, wenn es einmal wirklich um Zivilcourage geht.

Klar, nach unten treten, nach oben buckeln.
 
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