Holland- Massenanträge an Stadtverwaltung bis zu 70 Briefe am Tag.

Stuhoy

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Da hat jemand viel Zeit.

Bis zu 70 Briefe schreibt Mustafa Karasahin pro Tag an die niederländische Stadt Dordrecht. Die Antworten sind ihm egal, er will das Rathaus lahmlegen. Nun soll ein Gericht ihn stoppen.

Im Rathaus werden die Briefe in mehreren Schränken aufbewahrt. Sie haben alle denselben Absender: Mustafa Karasahin aus Dordrecht, eine Stadt zehn Kilometer südlich von Rotterdam. Seit mehreren Jahren stellt er Anträge an die Gemeindeverwaltung, Hunderte pro Monat, an manchen Tagen sind es bis zu siebzig Briefe. Die Beamten sind gesetzlich verpflichtet, jede einzelne Anfrage zu beantworten. Karasahin nutzt das aus. In der Behörde spricht man von "Briefterror". Quelle:Niederlande: Mustafa Karasahin kämpft mit Briefen gegen Dordrecht - SPIEGEL ONLINE
 
E

ExitUser

Gast
Oder er bessert sein Einkommen auf

Jeder Bürger hat das Recht auf Zugang zu amtlichen Informationen. In den Niederlanden sind Behörden verpflichtet, eine Anfrage innerhalb von vier Wochen zu beantworten. Schafft es eine Behörde nicht innerhalb dieser Frist, muss sie den Bürger für jeden Tag Verspätung entschädigen und bis zu 1260 Euro zahlen.
Ob Deutschland so schon pleite wäre?
 
D

Don Vittorio

Gast
Er sollte aufpassen,nicht das ihm ein paar weissgekleidete Herren ein Hemd mit langen Ärmel anziehen,das auf dem Rücken zugebunden wird.:biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
Der Mann schafft Arbeitsplätze! Dafür würde er hier das Bundesverdienstkreuz kriegen.

...
Karasahin stellt so viele Anfragen, dass die Gemeinde bereits extra Mitarbeiter einstellen musste, um alle Briefe fristgerecht zu beantworten. Zweieinhalb Vollzeitstellen wurden seinetwegen im Rathaus geschaffen. Drei bis vier Mitarbeiter sind den ganzen Tag damit beschäftigt, Karasahins Anfragen zu beantworten.
...
 

KristinaMN

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Seine geschätzten Übrigen 40 Häuser scheint er nich mehr zu besitzen, ansonsten hätten die Behörden die Gelder hierüber eingetrieben.

Wie kann man als Stadt sich so vorführen lassen?
 
E

ExitUser

Gast
Seine geschätzten Übrigen 40 Häuser scheint er nich mehr zu besitzen, ansonsten hätten die Behörden die Gelder hierüber eingetrieben.
Vielleicht sind die Häuser hoffnungslos überschuldet oder bausubstanzlos ... Die Behörden können zwar Zwangshypotheken im Grundbuch eintragen. Das bringt ihnen aber nichts, wenn in der folgenden Zwangsversteigerung keiner etwas auf so eine Hütte bietet.

Wie kann man als Stadt sich so vorführen lassen?
Gute Frage. Zum einen habven die Niederländer offenbar ein Demokratieverständnis, welches auch dem Deutschen Michel ganz gut zu Gesicht stünde. Da stellt sich keiner hin und bestimmt, was der Bürger wissen darf und was nicht. Zumindest pro forma muß es dort auf eine Frage auch eine Antwort geben. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Daß der Mann seinen Landsleuten also an der Stelle einen Bärendienst erweist, scheint noch keiner gemerkt zu haben.
 

Lecarior

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Gute Frage. Zum einen habven die Niederländer offenbar ein Demokratieverständnis, welches auch dem Deutschen Michel ganz gut zu Gesicht stünde. Da stellt sich keiner hin und bestimmt, was der Bürger wissen darf und was nicht. Zumindest pro forma muß es dort auf eine Frage auch eine Antwort geben. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit.
Eben nicht. Der Herr sagt doch selbst, dass alle Antworten in der Rundablage landen und er die Anfragen nur stellt, um der Stadt zu schaden. Nach deutschem Recht wäre die Rechtsausübung wegen eines Verstoßes gegen das Schikaneverbot unzulässig und auf die Anfragen bräuchte es keine Antworten zu geben. So hat es das BVerfG bereits in den 50ern zu wiederholten Petitionen gleichen Inhalts entschieden - völlig zu recht, meiner Meinung nach.
 

n2ame22

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Er sagt doch selbst:
"Im Gefängnis habe ich noch mehr Zeit, um noch mehr Briefe zu schreiben."
Wieviele Anträge dürfen die 100te oder 1000de JC Kunden monatlich bei ihrem Lieblings- JC einreichen? :icon_hihi:
 

blinky

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Wer weiß ob nicht ich bald ins Gefängnis muss.

Bei über 73 Klagen gegen Jobcenter und drei Verfassungsbeschwerden
müsste ich bald dran sein, weil ich das Jobcenter lahm lege.
 
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