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Hohe Hürden - Erwerbsminderungsrente

Soistes

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23 Aug 2018
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#1
Arbeitsunfähig, Reha, Gutachten, Antrag auf Erwerbsminderung
Wir müssen uns zusammenschließen und eine Gemeinschaft bilden!

Liebe Betroffene, die Ihr – wie ich - in der Patsche steckt und Euch eine Hilfe über die Erwerbsminderungsrente erhofft.
Ich fasse nur einige Teilaspekte meiner Eindrücke zusammen: Wer krank ist oder krank wird, darf sich schon mal wie ein Sozialschmarotzer vorkommen. Sind wir krank geworden, weil wir Geld aus den Sozialkassen beziehen wollen?
Wird jemand arbeitsunfähig, kommt als erstes die Krankenkasse, sobald das Krankengeld ansteht. Da hat sicherlich jeder seine eigenen Erfahrungen. Danach geht es irgendwann weiter mit Gutachten, sei es vom MdK oder der Reha. Die Gutachten werden nach meinem Eindruck, nicht so geschrieben, damit irgendwer einen Anspruch auf Erwerbsminderung hat.
Steht dann ein Antrag auf Erwerbminderung an, kommen die nächsten hohen Hürden. Hürden lassen sich immer so kreieren, dass die Wahrscheinlichkeit des Antragstellers auf einen Anspruch auf ein Minimum sinkt.

Was ich eigentlich sagen wollte: Jeder Einzelne von uns geht zu irgendeiner Sozialrechtsstelle und die geben bestimmt auch Ihr Bestes für den Einzelnen. Doch das Ganze fängt schon viel früher an, wie, bei in Schönschrift abgefassten Gutachten und hohen gesetzlichen Hürden.
Was können wir tun? Welche Möglichkeiten seht Ihr, damit Betroffene sich zusammenschließen können?
Freue mich auf Eure Ideen.
 

Muzel

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#2
Wie konkret stellst du dir die Lösung dieses schwierigen Problems vor?
 

RobbiRob

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#3
Zunächst bleibt aber festzustellen, dass sowohl Krankengeld, Alg1 und auch Erwerbsminderungsrente eine Versicherungsleistung ist.

Hier sind doch genügend die sich zusammen mit dem Problem beschäftigen.
Einige davon mit exzellentem Wissen.

Egal wo im Internet, die richtigen Infos zu bewerten und für sich und seinen Fall anzuwenden, ist am Ende immer noch Selbstverantwortung.

Außerdem hat auch jeder andere Erfahrungen.
Ich hatte in der Vergangenheit eher schlechte Erfahrungen mit der Krankenkasse, aber in jüngster Zeit sehr gute Erfahrungen mit der DRV.

Dass in einem Forum die negativen Erfahrungen überrepräsentiert sind, ist auch normal.

Soll jetzt nicht bedeuten, dass wir hier von Einzelfällen reden, gerade im Bereich kranke Kassen kenne ich einige Wunderheilungen nach Aktenlage in den letzten Jahren.
Die informieren sich aber eher selten.
 

AsbachUralt

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#4
Ich sehe ein Problem darin, dass viele das subjektive Gefühl haben, erwerbsunfähig zu sein, die Auswirkungen ihrer Krankheit aber von den Gutachtern und der DRV anders gesehen werden.
Erwerbsunfähig ist man nicht, weil man Rückenschmerzen hat oder einen Arm nicht richtig bewegen kann, schließlich sind auch Rollstuhlfahrer mit GdB 100 oft Vollschichtig tätig.
Die Kriterien nach denen die DRV urteilt sind schon sehr hoch angelegt.
Von daher stimmt das eigene subjektive Gefühl oft nicht mit den Anforderungen die der Gesetzgeber stellt, oft nicht miteinander überein, so dass bei den Betroffenen das Gefühl entsteht, von der DRV um die EM-Rente betrogen zu werden.

Natürlich reicht das Spektrum von sofortige EM-Rente innerhalb weniger Wochen bis hin zu Klagen über mehrere Instanzen. Leider gibt es bisher keinen Computer der darüber nach klaren Vorgaben entscheidet, so ganz ohne die menschlichen Fehler, die es jetzt noch dabei gibt.
 

Muzel

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#5
Inzwischen gibt es auch Bücher mit Richtlinien für die sozial medizinische Beurteilungen von Erkrankungen. Vielleicht sollte man versuchen an diese Einschätzungen etwas zu ändern. Es gibt jedes Jahr auch Änderungen, was eine Berufserkrankung ist und ob sie anerkannt werden kann.
 

cibernauta

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#6
Es ist ein Lotteriespiel. Einige bekommen ohne Probleme die Rente durch obwohl vergleichsweise fit, andere finden aufgrund ihrer Erkrankung seit Jahren keine Arbeit mehr und müssen sich mit Alg-II über Wasser halten.

Die Möglichkeiten der Teilhabe am Arbeitsmarkt sind für Behinderte gering. Man kann dann natürlich auch die RV verstehen, dass sie diese Versäumnisse nicht grenzenlos durch vermehrte EM-Rentenzahlungen ausgleichen kann. Da gerät das Umlagevefahren irgendwann an seine Grenzen.

Das nächste Problem ist, dass viele Einkommen heute überhaupt nicht mehr reichen, um eine auskömmliche EM-Rente zu erhalten.

Der Fokus sollte demnach auf einer ordentlichen Absicherung für alle Menschen liegen.
 

Kerstin_K

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#7
Das Problem setzt doch ganz wo anders an.

Es geht doc heute bei ALLEN Sozialleistungsträgern mehr darum, Leistungen abzuwehren, als dass man dfür sogt, dass jeder, dem eine Leistung usteht, diese auch zügig ehält, wie es im Gesetzt eigentlich vorgesehen ist.

FRüher wirde man doch sogar noch beraten, was man noch zusätzlich beantragen könnte. Habe ich schon lange nicht mehr gehört.

Speziell bei der Erweebsninderungsrente kommt noch das Gutachter-Problem hinzu. Die wenigsten Gutachten sind objektiv, weil die Gutachter befürchten, dann keine Aufträge mehr zu bekommen. Gerade bei der Macht, die die DRV hat, immerhin ist ihr Urteil für alle anderen Sozialleistungsträger verbindlich (Weiss eigentlich jemand, we das rechtsgeschichtlich entstanden ist, dass es gerade die DRV ist und nicht ein enderere Sozialleistungsträger?), wäre es dringend notwendig, dass hier unabhängige Gitachter eingesetzt werden.

Streitfälle wird es immer geben, weil man Gesundheit nunmal nicht so einfach messen kann und weil sich zudem die Anfordrungen im Berufsleben verändern. Aber so wie es zur Zeit läuft, das hat für mich nichts mehr mit Sozialstaaat zu tun und zudem ist es ineffizient und verursacht zusätzliche Kosten in ungeahnter Höhe.
 

Sowhat

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#8
Es fing doch schon mit dieser Gesetzesregelung der drei In fünf Jahre Regel an.
Ich z.B. habe eine kaufmännische Ausbildung und 15 Jahre fest angestellt gearbeitet Vollzeit. Dann zwei Kinder bekommen und großgezogen (sind heute beide erwachsen alt und es gab damals keine Kitas oder kaum und Kindergarten ab drei Jahre und für verheiratete nur halbtags, wenn man eh nicht arbeitete - und ich hatte schon das zweite Baby, als der erste in den Kindergarten kam. Oma gab es in der Nähe nicht).

Dann als das zweite Kind auch in den Kindergarten ging, arbeitete ich 10 Jahre auf 450€ Basis und mein AG (indem Fall mein Exmann) musste wie jeder Arbeitgeber 35€ ca. monatlich für mich an die Rentenversicherung bezahlen. Aber die zählen nicht und dummerweise habe ich nicht selbst zugezahlt. Mein Ex wollte sich um meine Altersvorsorge kümmern, es war ja sein Beruf (er ist Akademiker).

Ja und dann mit 44 bekam ich einen schweren Schlaganfall. Mühsam habe ich wieder laufen gelernt, kann ich wieder aber ich bin schwerbehindert GdB 50 und auch psychisch sehr angeschlagen.
Denn als ich von der Reha kam, ging mein Exmann und als Selbständiger musste er für mich keinen Cent zahlen. Ich schlage mich seitdem mit H4 durch, denn die drei Jahre nachzahlen für EM-Rente wurde auch gesetzlich abgeschafft. Diese 14€ pro Monat für drei Jahre hätte ich von meinem Miniversorgungsausgleich bezahlen können. Aber das darf man nicht mehr. Bin GJ 62 und falle somit durch jedes Raster.
EM-Rente wurde deswegen abgelehnt, krankheitsmäßig wäre es gegangen zumal ich auch psychisch sehr angeschlagen bin (das Trauma des Hirninfarktes, der Rosenkrieg der Scheidung und jetzt noch jahrelang JC haben mich relativ kaputt gemacht - eine Arbeit habe ich leider nie mehr gefunden).

Heute bin ich 56 Jahre alt und EM bekomme ich nicht, das JC schiebt mich gerade ans Sozialamt ab, weil ich seit zwei Jahren AU bin und der ÄD es bestätigt hat. Ich habe zweimal den Antrag auf EM-Rente gestellt, einmal selbst und einmal mit Hilfe des VdK, aber mir steht nun mal nichts zu.
Ich bin am Ende der Fahnenstange angekommen. Denn bei Sozialhilfe hat man zwar Ruhe vorm JC, aber man darf kaum Schonvermögen haben und jeder kleinste Nebenjob wird komplett angerechnet.
Mit 66,8 Jahren soll ich meine Altersrente bekommen, trotz Behinderung erst so spät. Aber wenn es so weiter geht, werde ich das nicht mehr erleben.
Ich finde es entsetzlich, wie unser Land mit Menschen umgeht die hier geboren und aufgewachsen sind, jahrelang sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, diesem Land Kinder geboren, großgezogen und zu Steuerzahlern gemacht haben.
Man wird fallen gelassen, wie eine ein wertloses Stück Müll.

Ich weiss es ist nunmal nicht zu ändern. Musste aber mal raus.
Andere bekommen mit Mitte 20 bereits EM Rente, haben nicht mal ihre Ausbildung fertig, aber es wird einfach hochgerechnet bis auf das was sie in dem angestrebten Beruf mit 62 oder 65 verdient hätten und das bekommen sie ein Leben lang als Rente. Ich gönne es jedem von Herzen, denn es sind sicher sehr kranke Menschen, aber mir würde ich es auch gönnen. Ich habe mir meine Krankheit nämlich auch nicht ausgesucht.

Ich weiss natürlich, dass es viele Menschen gibt, die von der Regierung, der Gesellschaft einfach abgehängt werden wie ich.
Aber was man dagegen tun könnte, das weiss ich leider nicht.
 

cibernauta

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#9
Das kann man so pauschal nicht sagen. Ich kenne Fälle, wo die Bewilligung reibungslos und zügig vonstatten ging.

Auch kenne ich sehr humane und verständnisvolle Gutachter.
Diese Stimmen hört man halt in so einem Forum nicht oder selten.

Dann gibt es wiederum Bereiche, wo die Verrentung auch mal genutzt wird, um unbequeme Leute loszuwerden oder einen Sozialplan zu erfüllen.
 

Muzel

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#10
Kerstin, hast du schon einmal versucht über deine psychische Einschränkungen an die EM zu kommen?
Als ich mich für einen Praktikumsplatz mit 2 Krücken beworben habe, hat mich das Vorzimmer nur von oben bis unten angeschaut. Das war ziemlich schlimm für mich. Natürlich wird man auch geoutet wenn man gravierende physische Probleme hat.
Tatsache ist nun mal, dass eine lange Arbeitslosigkeit psychische Schäden verursachen kann.
 

Fabiola

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#11
Speziell bei der Erwerbsninderungsrente kommt noch das Gutachter-Problem hinzu. Die wenigsten Gutachten sind objektiv, weil die Gutachter befürchten, dann keine Aufträge mehr zu bekommen. Gerade bei der Macht, die die DRV hat, immerhin ist ihr Urteil für alle anderen Sozialleistungsträger verbindlich.
Eine Entscheidung der DRV fußt nicht ausschließlich auf der Beurteilung eines Gutachters. Das Gutachten wird von der DRV als Empfehlung gewertet, ist aber nicht bindend für die DRV. Eine abschließende Entscheidung fällt ein (Ärzte)Team bei der DRV auf Grundlage der eingereichten Krankheits-, Arzt-, Reha-, Klinikunterlagen etc. sowie Beurteilung durch einen Gutachter.
Heißt: Nicht allein die Beurteilung des Gutachters führt zu einer Anerkennung oder auch Ablehnung.
 

Muzel

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#12
Bei mir hat auch der sozialmedizinische Dienst der DRV sich über das Gutachten hinweggesetzt und mir statt einem Jahr die volle EM bis Z-Grabstein bewilligt.
Man sollte sich also immer die sie Beurteilung extra anfordern. Automatisch mit Anforderung des Gutachtens der DRV wurde sie bei mir nicht versandt.
 

Kerstin_K

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#13
cibernauta:

natürlich gibt es Fälle, wo es zügig geht. Und es gibt Gitachter, die in Ordnung sind.

Aber leider ist meine Erfahrung der letzten Jahre, dass es immer länger dauert, dass die DRV jede Möglichkeit nutzt, um Dinge zu verzögern, lies einfach mal meie Beiträge nach.

Und auch wenn Begitachtungen in Ordnung sind, bleibe ich dabei: Es wird Zeit für unabhängige Gutachter. Bei Gutachterm, dei von der DRV bezahlt werden, und wo auch de DRV entscheidet, ob sie weiter mit Gutachten beauftragt werden, besteht immer die Gefahr, dass sich diese Gutachter eher im Sinne ihres Geldgebers begutachten. Es mag sein, dass das für viele Gitachter keine Rolle spielt, aber auszuschliessen ist es nicht. Gleiches gilt übrigens für die DRV-Rehakliniken. AUch hier drängt sich der verdacht auf, dass die Abschlussberichte eher im Sinne der DRV geschrieben werden.

Eigentlich sollte docj eie Reha mal der Gesundung der Patienten dienen, und nicht nur als Langzeitgitachten für die DRV.

Muzel:

Wie kommst Du darauf, dass ich psychische Beeinträchtigungen habe? Ich habe eine Körperbehinderung durch Sauerstoffmangel während der Geburt. Das war´s.

Psychische Beeinträchtigungen sind nunmal schwer messbar, das macht eine Bewertung nicht so einfach.

Fabiaola

Dass st mir bekannt, dass der sozialmedizinische Dinst der DRV die Entscheidung trifft. Aber de kann nunmal nur nach Aktenlage entscheiden. Und wenn die Gitachten eine bestimmte Tendenz haben, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er sich dieser Meinung anschliesst. Sollte er das nicht tun, müssten schon aussagekräftige Unterlagen vorhanden sein, die diese Ansicht stützen.
 

Muzel

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#14
Liebe Kerstin, Das LSG hat nun für mich eine Gutachterin angeschrieben. Du glaubst gar nicht, was mich das belastet. Das fängt schon damit an, dass ich gar nicht weiß, wer und ob überhaupt mich irgendjemand begleiten darf.
Wenn man so einen Mist über viele Jahre mitmachen muss, dann bleibt das nicht in der Unterwäsche stecken.
 

Kreativlos

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#15
Ich bin psychisch krank, und da hab ich weder Kraft noch Lust, mir um irgendwelche Gutachter Gedanken zu machen. Krank ist krank. Und das ist nun mal so.
Dir ist aber schon bewusst, dass es sehr große Unterschiede gibt, was Psychische Erkrankungen angeht?
Sogar bei Depressionen gibt es Unterschiede.
 

Muzel

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#17
Hallo Armnochdran!
Deinen Satz kann man aber umdrehen:
Nur wenn einer wirklich krank ist, geht er zum Arzt, tut er das nicht, ist er auch nicht krank.
Mit diesem Satz schlägt man mich tot.
Eine weitere Variante ist, dass, wenn man nicht zum Arzt geht, seinen Mitwirkungspflichten nicht nach kommt.
 

Dinobot

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#18
Es geht doc heute bei ALLEN Sozialleistungsträgern mehr darum, Leistungen abzuwehren, als dass man dfür sogt, dass jeder, dem eine Leistung usteht, diese auch zügig ehält, wie es im Gesetzt eigentlich vorgesehen ist.
EXAKT. Genau deswegen hat man jetzt Rehapro ausgeschreiben -um zu verhindern, dass mehr in Erwerbsminderungsrente gehen können. Mit einem Förderprogramm, welches sich abzeichnende Kandidaten mögkichst lannge davon abhalten soll. Infos:

https://www.modellvorhaben-rehapro....l;jsessionid=E0F778B0AD586FC21A08E0BC66FE4E1D

Und wer sitzt in diesem Modellvorhaben im Beirat? Leicht zu erraten -die Rentenversicherung.

Übrigens: Für durch Sb der JC eingeschätzte und vermutete Kandidaten im SGB II werden aktuell über die BA Maßnahmen ausgeschrieiben, die dann den Trägern mithin überlassen, ob der jenige dann in den sozialen Arbeitsmarkt "überführt" wird oder gar zum Rehapro Verfahren.

Den Anfang macht hier das JC Hannover im Januar 2019. Wer also dort mit der Maßnahme GO konfrontiert wird, der wird mit der Abwehr dessen beschäftigt sein oder mit den angedachten Methoden des Trägers.

Da wird den Betroffenen nicht viel Freiraum oder Zeit für andere Aktionen bleiben. -befürchte ich.

Studie – September 2018
Zugangssteuerung in Erwerbsminderungsrenten
Die wird auch davon bestimmt, ob die Jobcenter eigene Gutachter und Ärzte bevorzugen und solche Dienstleistungen haben. Der Trend geht dahin. Aktuell auch bei den OK. Neueste Ausschreibung:

https://vergabemarktplatz.brandenburg.de/VMPSatellite/public/company/project/CXP9YEJD4NA/de/overview

Die Gefahr von Gefälligkeitsgutachten besteht dann allemal.
 
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