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"Hört auf zu arbeiten!" - ein Plädoyer zum Tag der Arbeit

Paolo_Pinkel

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#1
"Hört auf zu arbeiten! - Eine Anstiftung das zu tun, was wirklich zählt" - dieses Buch von Anja Förster und Peter Kreuz plädiert für einen neuen Umgang mit unserer Arbeit.
Pünktlich zum "Tag der Arbeit" stellt Buchautorin und Unternehmensberaterin Anja Förster die Grundgedanken ihres Buches vor: Erst wenn wir wieder lieben, was wir tun, und aus Überzeugung arbeiten, erst wenn wir nicht mehr auf Kosten anderer Erfolg haben, werden wir das tun, was wirklich zählt. Die frühere Definition von Arbeit als moderner Tauschhandel funktioniert nicht mehr. Die Gleichung 'ich arbeite gut und verlässlich, also werde ich durch Sicherheit belohnt' ist ungültig. Denn in Zeiten von Leiharbeit, Zeitverträgen, Outsourcing und Scheinselbständigkeit gibt es immer weniger Sicherheit. Glücklich mit unserer Arbeit werden wir nur, wenn wir bei unserer Arbeit überzeugt sind, das Richtige zu tun.
==> Redezeit: "Hört auf zu arbeiten!" - ein Plädoyer zum Tag der Arbeit, 10:05: WDR 5
 

Nustel

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#2
Es wird sehr schwer werden die Bevölkerung von dieser Sichtweise zu überzeugen. Gerade dem Michel ist seine Abhängikeit wichtig, sei es ob Familie oder Umfeld ERWARTEN das man so oder so auf Brot und Spiele abfährt.

Nichts wird sich ändern. Zum Schaf geboren werden heisst auch als Schaf geschoren zu werden.
 

Steamhammer

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#3
Schade- hab die Sendung verpaßt.Scheint aber so ähnlich dem zu sein,wie ich auch denke und handle.Man kann das Programm aber bestimmt bald nachhören.

Es wird sehr schwer werden die Bevölkerung von dieser Sichtweise zu überzeugen. Gerade dem Michel ist seine Abhängikeit wichtig, sei es ob Familie oder Umfeld ERWARTEN das man so oder so auf Brot und Spiele abfährt.

Nichts wird sich ändern. Zum Schaf geboren werden heisst auch als Schaf geschoren zu werden.
Das denk ich auch.Der Durchschnittsdeutsche geht für seine dumme Arbeit sogar über den eigenen Kadaver.
 

jockel

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#4
Es wird sehr schwer werden die Bevölkerung von dieser Sichtweise zu überzeugen. Gerade dem Michel ist seine Abhängikeit wichtig, sei es ob Familie oder Umfeld ERWARTEN das man so oder so auf Brot und Spiele abfährt.

Nichts wird sich ändern. Zum Schaf geboren werden heisst auch als Schaf geschoren zu werden.
Wer kann nicht mit dem Corpus delicti "Arbeit" richtig umgehen - die Kapitalisten in den Banken, Versicherungen und der Wirtschaft, deren Bürokraten oder Lobbyisten, ihre Denfabrikanten?

oder

die Erwerbslosen und arbeitenden Menschen?

Mit einen Riesenbrimborium an Aufwand wollen uns dies Herrschaften weismachen, daß eine gute Wirtschaft nur durch Massenarbeitslosigkeit funktioniert.

Warum soll man die Notwendigkeit des Arbeitens als sinnvolle Lebenstätigkeit und soziale Gemeinschaftsbindung aufgeben, nur weil diese gierige und raffende Gaunerbande es so schlecht einrichtet?

Nein, man muß die (systemischen!!!!) Fundamente der Gesellschaftsordnung Kapitalismus beseitigen - das Privateigentum an Produktionsmitteln. Das ist das eigentliche Grundübel, warum Millionen Menschen sozial ausgegrenzt und sozial ausgeplündert werden.

Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und kann nur über seine sozialen Wechselbeziehungen menschenwürdig existieren - kollektives und arbeitsteiliges Zusdammenarbeiten ist ein wesentlicher Bausteinzum menschenwürdigen Existieren.

Die von Unternehmer-, Bürokraten- und Politikerbande ausgeheckte Methode des Verhartzens schindet und quält Millionen Menschen.
 

Nustel

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#5
Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und kann nur über seine sozialen Wechselbeziehungen menschenwürdig existieren - kollektives und arbeitsteiliges Zusdammenarbeiten ist ein wesentlicher Bausteinzum menschenwürdigen Existieren.
Und genau dies wird seitens der Eliten untergraben. Man will den Zusammenhalt der Masse (Gesellschaft ) nicht und dividiert sie auseinander indem man sie gegeneinander aufhetzt.

Festangestellter vs Leiharbeiter
Festangestellter vs Erwerbsloser
usw.

Dazu die systemischen Medien (Hartz4 TV Sender z.B)

Das Schaf (WIR) sollen nicht zusammenwachsen, um zu rebellieren, sondern um von der Wiege bis zur bahre geschoren werden um andere (Eliten Banken) zu bereichern.
 

Indeclinabilis

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#6

Steamhammer

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#7
:icon_daumen:

Sollte eigentlich die oberste Maxime des eigenen Handelns / Arbeitens sein.
Also nur das als Arbeit zu betreiben, was man auch selber machen WILL, da dieser Umstand zu Zufriedenheit, gar zu Glück, führt.

:icon_pause:
Eben. Genau so halte ich das auch.Bei mir gibt es da keinste auch noch so kleine Kompromisse. Das haben in der Vergangenheit Arbeitsgeber und aktuell das Jobcenter auch schon verstanden.
Ich würde eher das restliche Leben nur noch Möhren essen, als von dieser Maxime auch nur einen Millimeter abzuweichen.
 

zalino

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#8
Es wird sehr schwer werden die Bevölkerung von dieser Sichtweise zu überzeugen.
Das geht ja schonmal gar nicht.
Der deutsche Michel wurde in den letzten Dekaden dermaßen konditioniert, der verteidigt das, was aus ihm gemacht wurde, mit Händen und Füßen.

Die Prügel die vernünftige Menschen vom deutschen Michel beziehen, sind schlimmer als jede noch so asoziale Entscheidung aus Politik und Wirtschaft.

Vielleicht mal als Erinnerung an Robert Kurz, der vor geraumer Zeit bei einer Operation verstorben ist.

Das Manifest gegen die Arbeit (Gruppe Krisis, 1999, Robert Kurz)

1. Die Herrschaft der toten Arbeit
Ein Leichnam beherrscht die Gesellschaft – der Leichnam der Arbeit. Alle Mächte rund um den Globus haben sich zur Verteidigung dieser Herrschaft verbündet: Der Papst und die Weltbank, Tony Blair und Jörg Haider, Gewerkschaften und Unternehmer, deutsche Ökologen und französische Sozialisten. Sie alle kennen nur eine Parole: Arbeit, Arbeit, Arbeit!

Wer das Denken noch nicht verlernt hat, erkennt unschwer die Bodenlosigkeit dieser Haltung. Denn die von der Arbeit beherrschte Gesellschaft erlebt keine vorübergehende Krise, sie stößt an ihre absolute Schranke. Die Reichtumsproduktion hat sich im Gefolge der mikroelektronischen Revolution immer weiter von der Anwendung menschlicher Arbeitskraft entkoppelt – in einem Ausmaß, das bis vor wenigen Jahrzehnten nur in der Science-fiction vorstellbar war. Niemand kann ernsthaft behaupten, daß dieser Prozeß noch einmal zum Stehen kommt oder gar umgekehrt werden kann. Der Verkauf der Ware Arbeitskraft wird im 21. Jahrhundert genauso aussichtsreich sein wie im 20. Jahrhundert der Verkauf von Postkutschen. Wer aber in dieser Gesellschaft seine Arbeitskraft nicht verkaufen kann, gilt als “überflüssig” und wird auf der sozialen Müllhalde entsorgt.

Weiterlesen: krisis » Blog Archiv » Manifest gegen die Arbeit

Bon appétit,
Zalino
 

olivera

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#10
...Also nur das als Arbeit zu betreiben, was man auch selber machen WILL, da dieser Umstand zu Zufriedenheit, gar zu Glück, führt.

:icon_pause:
Genau, kalter :icon_pause: ist das, hatten wir schonmal. Nannte sich 'Rückzug ins Private' und 'Nischenkultur' für die Einen, während die Andern 'durch die Institutionen marschiert' sind, nur um sich ihnen letztlich anzupassen. Beide Gruppen endeten im postmodern-beliebigen Hedonismus. 'Das Private ist politisch' - längst vergessen. Auf Biedermeier folgt Restauration.
... Das Schaf (WIR) sollen nicht zusammenwachsen, um zu rebellieren, sondern um von der Wiege bis zur bahre geschoren werden um andere (Eliten Banken) zu bereichern.
Der Kongress tanzt: Nicht einmal die Hände in den Schoß zu legen ist erlaubt - was das einzig Gute an der Zuspitzung der Verhältnisse sein dürfte. Man muss sich also doch schon an die Arbeit des Widerstehens machen: Wer nicht kämpft - wird dement; wenn er nicht sowieso schon so debil ist, sich mit dem Soma des 'kleinen Glücks' zufrieden zu geben.
 
E

ExitUser

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#12
Es gibt nur noch eine Wahl für uns: Die APPD! :icon_wink:

Die deutschen Pogo-Anarchisten sind entschlossen, die Einheit der sog. "Asozialen" in Deutschland zu verwirklichen und die dieser Bevölkerungsschicht innewohnenden Kraft zu innovativen Visionen in eine für alle gesellschaftlichen Schichten nutzbringende Politik umzusetzen. Zu diesem Zweck wurde 1981 die "Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands" (APPD) in Hannover gegründet. Die APPD verpflichtet sich allen gescheiterten Existenzen und wendet sich in erster Linie an die bisherigen Nichtwähler und fordert eine lustvolle Umgestaltung der Gesellschaft. Die APPD steht für Frieden, Freiheit und Abenteuer sowie das Recht auf Arbeitslosigkeit, für die Balkanisierung Deutschlands und die totale Rückverdummung der Menschheit ein. Mit diesen Mitteln verschafft sie allen Menschen ein Leben in Wohlstand und Selbstbestimmung. Mit einer Kombination aus Digitalisierung des täglichen Lebens und Wiederherstellung des menschlichen Urzustandes wird die APPD die Befreiung des Menschen von allen krankmachenden zivilisatorischen Zwängen auf parlamentarisch-demokratischem Wege erringen.


Quelle: APPD - Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands - Doktrin der APPD

:icon_twisted:
 

jockel

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#14
E

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#16
Was soll der hirnrissige, geistlose Anarchokram vom Recht auf Faulheit?

Wer soll Dein Leben und für die Wechselfälle des Lebens finanzieren?

Das geht nur über lohnsteuerpflichtige und sv-beitragspflichtige, tariflich bezahlte Arbeit.

Hanns Eisler - Solidaritätslied aus dem Film Kuhle Wampe - YouTube
Marius Müller Westernhagen - Geiler is' schon 1983 - YouTube :rolleyes:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ironie
https://de.wikipedia.org/wiki/Smiley
https://de.wikipedia.org/wiki/Emoticon

Augen auf, und mal versuchen ohne selektive Wahrnehmung und mit einem kurzem Verzicht auf die subjektive politische Weltanschauung der eigenen Person, die Intention der Beiträge (inclusive Smileys) anderer User im Ganzen zu erfassen und verstehen zu lernen... ohne gleich cholerisch und reflexartig moralinsaure Gemeinplätze in die Tasten zu hauen...:icon_wink:

Übrigens habe ich trotz meiner genetisch bedingten und von der Evolution hervorgebrachten Faulheit und/oder dem Hang zum Müßiggang unter anderem als Maler und im Gerüstbau geknechtet, im Schichtbetrieb hunderttausende Fernseher verpackt, in der Gießerei und im Lackierbereich der Galvanik in Schicht malocht...usw...und ich bin sogar noch (wenn auch unzufrieden) seit 1979 in der IG-Metall, also ich bin auch nicht erst seit gestern auf der Welt oder schlafe noch auf'm Baum und habe schon mal was von Erwerbsarbeit und Solidarität mitbekommen...:icon_stern:
 

zalino

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#17
Was soll der hirnrissige, geistlose Anarchokram vom Recht auf Faulheit?

Wer soll Dein Leben und für die Wechselfälle des Lebens finanzieren?

Das geht nur über lohnsteuerpflichtige und sv-beitragspflichtige, tariflich bezahlte Arbeit.
Ein ewig Gestriger...

LOB DES MÜSSIGGANGS Bertrand Russel
Link: Lob Des Müssiggangs (Bertrand Russel)

Müßiggang
Link: Müßiggang ? Wikipedia

Das Recht auf Faulheit
Link: Das Recht auf Faulheit ? Wikipedia


Dabei geht es doch heute gar nicht mehr so um Arbeit und Müßiggang.

Es geht heute um die Konservativen und darum, das die in einer immer komplexer werdenden Welt die Felle wegschwimmen. Konservative haben habituell keine Möglichkeit diese komplexe Welt auch nur annähernd zu verstehen, geschweige denn sich in ihr zurecht_zu_finden.

Konservative mögen es schlicht und einfach, schwarz und weiß, und es sollte stets klar sein wo oben und unten ist.
Eine komplexe Welt wie die heutige verunsichert und verängstigt Konservative,denn unter anderem können sie eine solche Welt nicht kontrollieren.

Entscheidungen die Konservative heute treffen, schädigen die Komplexität unserer Welt. Daher macht Merkel auch keine Politik, sie verteidigt mit aggressivsten Mitteln den Konservatismus, die Konservativen in Europa.
Das hierbei über Leichen gegangen wird entspricht der Kaltschnäuzigkeit der Konservativen.

Etwas Positives, etwas Konstruktives haben konservative Politiker noch niemals zustande gebracht. Das einzige zu dem sie fähig sind, ist die Verteidigung und Erhaltung des Status Quo, und dabei ist jedes Mittel recht.
Entwicklungen, vor allen Dingen Entwicklungen die sie nicht verstehen(zu komplex und einfach nicht einfach) und daher auch nicht kontrollieren können, sind ihnen ein Greuel.

Die Ablenkung "Arbeit" und die Sklavenfessel Arbeit ist ihnen nur recht(der deutsche Michel sagt Danke hierzu), denn es lenkt von der Unfähigkeit und der grenzenlosen Dummheit des Konservativen nur ab.

Die Konservativen, ihre innere Leere, ihre Dummheit bei gleichzeitiger Ungebildetheit, ihre Unfähigkeit auf allen Ebenen....

...sind das Problem heute!

Zalino
 

Steamhammer

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#18
Marius Müller Westernhagen - Geiler is' schon 1983 - YouTube :rolleyes:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ironie
https://de.wikipedia.org/wiki/Smiley
https://de.wikipedia.org/wiki/Emoticon

Augen auf, und mal versuchen ohne selektive Wahrnehmung und mit einem kurzem Verzicht auf die subjektive politische Weltanschauung der eigenen Person, die Intention der Beiträge (inclusive Smileys) anderer User im Ganzen zu erfassen und verstehen zu lernen... ohne gleich cholerisch und reflexartig moralinsaure Gemeinplätze in die Tasten zu hauen...:icon_wink:

Übrigens habe ich trotz meiner genetisch bedingten und von der Evolution hervorgebrachten Faulheit und/oder dem Hang zum Müßiggang unter anderem als Maler und im Gerüstbau geknechtet, im Schichtbetrieb hunderttausende Fernseher verpackt, in der Gießerei und im Lackierbereich der Galvanik in Schicht malocht...usw...und ich bin sogar noch (wenn auch unzufrieden) seit 1979 in der IG-Metall, also ich bin auch nicht erst seit gestern auf der Welt oder schlafe noch auf'm Baum und habe schon mal was von Erwerbsarbeit und Solidarität mitbekommen...:icon_stern:
Ich hab auch noch Musik:

Grateful Dead - Workingman's Dead (FULL ALBUM) - YouTube
 
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#20
Das schlimme ist halt, dass sich viele rein über ihren Job definieren. Besonders die älteren Semester.
Man ist oftmals "Stolz" darauf, wenn man selbst als Hilfsarbeiter 30 Jahre oder mehr in einer Firma beschäftigt ist/war und sich dadurch nicht eingestehen muss, dass man genaugenommen nur der **** vom Dienst ist/war.

Selbstverständlich gibt es auch noch Jobs, die einen angemessen entlohnen und wo auch die persönliche Würde gewahrt bleibt. Nur werden das täglich weniger.
 
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#21
Die Arbeit nieder!

Der deutschnationale Arbeitsfetisch ist ein krankhaftes Symptom neoliberaler Gehirnwäsche, welches bereits seit Generationen vom Grundschulalter in die Hirne gepflanzt wird - und selbst von vermeintlich "Linken", allen voran der Gewerkschaftsfraktion zur Ersatzreligion hochstilisiert wurde. Hier reichen sich Kapital und Proletariat die Hand. Deshalb: Faust zeigen! Lohnarbeit zerschlagen!

Für den libertären Sozialismus!

jungle-world.com - Archiv - 17/2012 - Dschungel - Die Linke, die Arbeit und der 1. Mai
 

Sinuhe

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#22
Selbst die Neandertaler mußten hart arbeiten um nicht zu verhungern.
Gebratene Tauben fliegen selten in den offenen Mund.

Dieser "Verzicht auf Arbeit"soll natürlich nur so weit gehen,dass man selbst keine Nachteile davon hat.
Wenn der Bauer nicht mehr sät und der Bäcker kein Brot backt,oder der Diabetiker seine Medis nicht mehr erhält und tausend andere Beispiele,dann ist es vorbei mit Lustig.Mit dem Posten in Foren übigens auch.
Dann sollten doch noch genügend Volldeppen arbeiten gehen,um den eigenen Verzicht auf Arbeit zu Gewährleisten.
 
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#23
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#24
Selbst die Neandertaler mußten hart arbeiten um nicht zu verhungern.
Gebratene Tauben fliegen selten in den offenen Mund.
Das ist zu oberflächig betrachtet. Die ganze Thematik ist wesentlich vielschichtiger. Schon mal überlegt, warum man eine 40h/Woche oder mehr hat? Oder besser gesagt, warum man wenigstens diese Anzahl von Stunden ableisten soll, um davon leben zu können? Wobei das heutzutage ja auch nicht mehr automatisch gewährleistet ist.
Oder warum die überwiegende Mehrheit der Ausbildungsberufe ziemlich genau 3 Jahre benötigen um einen Abschluss zu erlangen? Trotz völlig unterschiedlicher Sparten, Anforderungen etc.?
Das nur als 2 kleine Beispiele.
Dazu kommt noch das gesamte Finanz- und Geldsystem. Da greift eines ins andere.

Deshalb "arbeiten" Naturvölker auch nicht mehr als 3-4 Stunden am Tag ... und sind dem "zivilisierten" Dumm-Michel und Konsum-Zombie geistig und menschlich um Welten voraus!
Ich bin ja nicht oft mit Ziviler Ungehorsam einer Meinung, aber wo er Recht hat hat er Recht. :icon_daumen:

Man will den Zusammenhalt der Masse (Gesellschaft ) nicht und dividiert sie auseinander indem man sie gegeneinander aufhetzt.

Festangestellter vs Leiharbeiter
Festangestellter vs Erwerbsloser
usw.
SB vs. ALGII Empfänger.
Auch wenns die meisten der Erstgenannten nicht wahrhaben wollen aber im globalen Spiel der Mächte sind sie keinen Furz bessergestellt als Letztgenannte. Höchstens schuldiger am allgemeinen Ausverkauf von grundlegendem gesellschaftlichen Zusammenhang und Werten.
 

Sinuhe

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#25
Deshalb "arbeiten" Naturvölker auch nicht mehr als 3-4 Stunden am Tag ... und sind dem "zivilisierten" Dumm-Michel und Konsum-Zombie geistig und menschlich um Welten voraus!

Deutsches Koloniallexikon 1920, SCHNEE, H.(Buchstabe: Arbeitsweise_der_Naturvlker)
Deshalb haben sie auch keine beheizten Wohnungen mit TV und Internet,PKW oder Fahrräder,keine Krankenhäuser,keine Waschmaschine,keinen Kühlschrank und viele andere Dinge,ohne die die meisten von uns garnicht leben wollten.Dazu meist eine sehr einseitige Ernährung ohne Eiscreme,Cola,Bier und Wein.

Und was Deine Quelle angeht,damals hielt man diese Vöker ja auch noch für Untermenschen und stellte sie bei Hagenbeck zur Schau.
Oder ein paar Jahre vorher war diese Deutsche Glanzleistung zu verzeichnen;

Mit insgesamt etwa 15.000 Mann unter Generalleutnant Lothar von Trotha wurde der Aufstand der Herero im August 1904 in der Schlacht am Waterberg niedergeschlagen. Von Trotha ließ die in die Wüste geflohenen Hereros mitsamt ihrer Familien dort verdursten. Er erließ den sogenannten Vernichtungsbefehl, nach dem Überlebende in die Wüste zurückgetrieben wurden. Damit begann eine Phase des Völkermords, die bis 1908 bis 80 Prozent des Hererovolkes, bis zu 80.000 Menschen, das Leben kostete. Mit 10.000 Opfern kam auch rund die Hälfte der Nama ums Leben. Diese hatten zuvor noch auf Seiten der Deutschen als Hilfstruppe bis Ende 1904 gegen die Herero gekämpft.[32]
Deutsche Kolonien und Schutzgebiete ? Wikipedia
 
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#26
Deshalb haben sie auch keine beheizten Wohnungen mit TV und Internet,PKW oder Fahrräder,keine Krankenhäuser,keine Waschmaschine,keinen Kühlschrank und viele andere Dinge,ohne die die meisten von uns garnicht leben wollten.
Schön, dass Du all die vermeintlich lebensnotwendigen "Dinge" aufzählst, die sich in der "zivilisierten" Welt immer weniger Menschen leisten können.

Aber es geht doch gar nicht darum, ohne jeglichen Konsum zu leben, sondern darum, dass ein solcher auch ohne kapitalistische Überproduktion mit einhergehendem Arbeitswahn und -zwang möglich wäre!

Dazu meist eine sehr einseitige Ernährung ohne Eiscreme,Cola,Bier und Wein.
Das ist wohl ironisch gemeint, oder? Denn wie Du schon richtig erkannt hast, ein thailändischer Ureinwohner kennt an die 150 Geschmacksrichtungen durch unterschiedliche Kräuter- und Gewürzkombinationen, während die Geschmacksnerven des Durchschnitts-Michel vermutlich nicht einmal altes von frischem Frittenfett unterscheiden können, abgesehen davon, dass die Nahrung der westlichen Arbeitsfetischisten ohnehin zu 90% aus chemischen Aromen, Farbstoffen, Bindemitteln und sonstigen Zusatzstoffen besteht. Für diesen Fraß und Dreck geht er schließlich Tag für Tag malochen - der Dumm-Michel halt.

Und was Deine Quelle angeht,damals hielt man diese Vöker ja auch noch für Untermenschen und stellte sie bei Hagenbeck zur Schau.
Ganz Deiner Meinung, solche Quellen sind dennoch historisch wertvoll, gerade um zu belegen, wohin Arbeitszwang führt, der ja auf barbarische und imperialistische Art und Weise auch, oder vor allem, auf dem afrikanischen Kontinent eingeführt bzw. von dort exportiert wurde.

In diesem Sinne,

Der Arbeiter fühlt sich daher erst außer der Arbeit bei sich und in der Arbeit außer sich. Zu Hause ist er, wenn er nicht arbeitet, und wenn er arbeitet ist er nicht zu Haus. Seine Arbeit ist daher nicht freiwillig, sondern gezwungen, Zwangsarbeit. Sie ist daher nicht die Befrieidgung eines Bedürfnisses, sondern sie ist nur ein Mittel, um Bedürfnisse außer ihr zu befriedigen. Ihre Fremdheit tritt darin rein hervor, daß, sobald kein physischer oder sonstiger Zwang existiert, die Arbeit als eine Pest geflohen wird.

(Karl Marx, Ökonomisch-philosophische Manuskripte, 1844)

Die “Arbeit” ist ihrem Wesen nach die unfreie, unmenschliche, ungesellschaftliche, vom Privateigentum bedingte und das Privateigentum schaffende Tätigkeit. Die Aufhebung des Privateigentums wird also erst zu einer Wirklichkeit, wenn sie als Aufhebung der “Arbeit” gefaßt wird.

(Karl Marx, Über Friedrich Lists Buch “Das nationale System der politischen Ökonomie”, 1845)
 

zalino

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#27
Das schlimme ist halt, dass sich viele rein über ihren Job definieren. Besonders die älteren Semester.
Und im Winter seines Lebens das Bekenntnis:

"Ich habe mein Leben lang gearbeitet"

ist wohl eher das Bekenntnis zu einer traurigen und armseligen Existenz, wie in der völlig inhaltslos und sinnfreien Existenzweise des Westens üblich...


Zalino
 

roterhusar

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#32
Um noch mal auf die Überscrift und den radiobeitrag zurückzukommen, sie bewegt sich hart an der Grenze zu Orwell`schem Neusprech, wenn sie fordert, dass die Menschen nur noch gut gelaunt zur Arbeit gehen sollen.
 

zalino

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#33
Da haben sich die Alliierten nach dem Weltkrieg II eine solche Mühre gegeben, um die Deutschen ihrer preußischen Mentalität zu entwöhnen..., und nun das!

Die Deutschen aber haben keine Identität und sie haben auch keine Kultur.
Es ist eine dumpfe Dressur zur Untertanenmentalität die jegliche Identität negiert. Durchaus preußisch...

Von daher kann es nichts Aufrechtes geben, da es keine Identität gibt, zu der man stehen könnte. Schon immer waren die Deutschen ein kulturell gleichgültiges Volk. Aus der Kultur aber erwächst Identität.

Voltaire ist für die Franzosen ein durchaus kulturelles soziales und philosophisches Wesen, das als Vorbild identitätsanregend ist, nur um ein kleines und minimales Beispiel zu nennen.

Zalino
 

Sinuhe

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#34
Und im Winter seines Lebens das Bekenntnis:

"Ich habe mein Leben lang gearbeitet"

ist wohl eher das Bekenntnis zu einer traurigen und armseligen Existenz, wie in der völlig inhaltslos und sinnfreien Existenzweise des Westens üblich...


Zalino

Nun,auch ich habe 40 Jahre gearbeitet und bin glücklich nun die Früchte meiner Arbeit zu geniessen.
Wenn ich etwas möchte,dann kaufe ich es mir einfach ohne groß nachzudenken.
Und besonders hat sich das während meiner langen Rekonvalesenz nach meinem schweren Unfall bewährt.Die KK bewilligt nur 2 mal Physio die Woche,gut dann zahl ich 2 zusätzliche aus eigener Tasche und bin schneller wieder auf den Beinen..
Das ist meine persönliche Freiheit im Alter,von daher bereue ich nicht 1 Tag an dem ich gearbeitet habe.
Aber das soll jeder selbst für sich entscheiden,mit allen Konsequenzen.
 

zalino

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#35
Wenn ich etwas möchte,dann kaufe ich es mir einfach ohne groß nachzudenken.
Ahhh, da haben wir es wieder!
Der Sinn der menschlichen Existenz ist Kaufen! Der Konsument, der Mensch unserer Epoche.

In den 70iger Jahren kam sowas wie eine Metapher in die Kinos, die in vorauseilenden Ahnungen den Menschen unserer Epoche ein wenig drastisch dargestellt haben. Genau: Zombies

Arbeiten gehen, Geld verdienen, Geld ausgeben, Shoppen gehen..., und das war´s?

Zalino
 

Sinuhe

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#36
Ahhh, da haben wir es wieder!
Der Sinn der menschlichen Existenz ist Kaufen! Der Konsument, der Mensch unserer Epoche.
Läufst Du nackisch durch die Gegend und lebst Du in einer unbeheizten Höhle?
Und einen PC mit I-net hast Du seltsamerweise auch,.bestimmt auch einen Kühlschrank usw.,obwohl Dich Konsum so anwiedert.

Sorry,wenn Du so unbelastet von Konsum leben willst,dann versuche es einmal in Amazonien.
Ich wurde in diese Gesellschaft hereingeboren und sehe keinen Grund,warum ich sie ablehnen sollte,auch wenn vieles im Argen liegt,aber etwas besseres gabs bisher noch nicht.
Wie es sich in der weiteren Zukunft entwickeln wird,kann niemand vorhersagen,deshalb lebe ich im Jetzt.
 

olivera

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#37
Amazonien wird leider abgeholzt - nicht zuletzt für deutschen Konsum

egal, wir schaffen das schon: work, obey, consume, die...
 

Pony und Kleid

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#38
Deshalb haben sie auch keine beheizten Wohnungen mit TV und Internet,PKW oder Fahrräder,keine Krankenhäuser,keine Waschmaschine,keinen Kühlschrank und viele andere Dinge,ohne die die meisten von uns garnicht leben wollten.Dazu meist eine sehr einseitige Ernährung ohne Eiscreme,Cola,Bier und Wein.




Haben will man alles aber erarbeiten dann doch der dumm-deutsche Michel. Ich frage mich, wozu man dann noch einen Mindestlohn von 10 € haben will oder gar einen Eckregelsatz von 500 Schlappen.

Konsum usw. ist doch nur was für Dumm-Michel. Alle anderen brauchen kein Geld. Die Natur gibt alles her, was man zum Leben braucht.



Läufst Du nackisch durch die Gegend und lebst Du in einer unbeheizten Höhle?
Und einen PC mit I-net hast Du seltsamerweise auch,.bestimmt auch einen Kühlschrank usw.,obwohl Dich Konsum so anwiedert.

Sorry,wenn Du so unbelastet von Konsum leben willst,dann versuche es einmal in Amazonien.
Ich wurde in diese Gesellschaft hereingeboren und sehe keinen Grund,warum ich sie ablehnen sollte,auch wenn vieles im Argen liegt,aber etwas besseres gabs bisher noch nicht.
Wie es sich in der weiteren Zukunft entwickeln wird,kann niemand vorhersagen,deshalb lebe ich im Jetzt.
Dem gibts eigentlich nix mehr hinzu zu fügen.
 

Steamhammer

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#39
Da haben sich die Alliierten nach dem Weltkrieg II eine solche Mühre gegeben, um die Deutschen ihrer preußischen Mentalität zu entwöhnen..., und nun das!

Die Deutschen aber haben keine Identität und sie haben auch keine Kultur.
Es ist eine dumpfe Dressur zur Untertanenmentalität die jegliche Identität negiert. Durchaus preußisch...

Von daher kann es nichts Aufrechtes geben, da es keine Identität gibt, zu der man stehen könnte. Schon immer waren die Deutschen ein kulturell gleichgültiges Volk. Aus der Kultur aber erwächst Identität.

Voltaire ist für die Franzosen ein durchaus kulturelles soziales und philosophisches Wesen, das als Vorbild identitätsanregend ist, nur um ein kleines und minimales Beispiel zu nennen.

Zalino
Dem stimme ich voll zu.
 
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#40
Es muss doch auch gar nicht "die Bevölkerung" oder "der Michel" oder "die Deutschen" von irgendwas überzeugt werden.
Wer Arbeit um der Arbeit willen verrichten will, kann das doch machen. Wem das Spaß macht, warum denn nicht!? Wer's mag ...
Das wäre auch unrealistisch, irgendwie Menschen ändern zu wollen.
Es kann m.E. nur darum gehen, wie die Menschen, die gerne weniger arbeiten (und mehr leben;) wollen, das möglich machen können. Schon länger machen sich etliche vor allem deshalb selbstständig, damit sie sich ihre Zeit selber einteilen können und verdienen dabei vergleichsweise wenig Geld, machen es aber trotzdem lieber so mit etwas weniger Geld und etwas mehr Zeit oder wenigstens etwas mehr zeitlicher Flexibilität.

MfG
 

Pony und Kleid

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#41
Da haben sich die Alliierten nach dem Weltkrieg II eine solche Mühre gegeben, um die Deutschen ihrer preußischen Mentalität zu entwöhnen..., und nun das!
Ja, sowas aber auch. Da kommt da der Ami her und will mal schnell ein Völkchen umerziehen und wundert sich, dass das zum scheitern verurteilt ist. Woran liegts?

Die Deutschen aber haben keine Identität und sie haben auch keine Kultur.
Es ist eine dumpfe Dressur zur Untertanenmentalität die jegliche Identität negiert. Durchaus preußisch...
Ach, daran hats dann gelegen? Nun, müsste es denn nicht rückführend auf deine Aussage eben genau andersherum gelaufen sein?

Ok, dann mal etwas zur Verdeutlichung:

Kultur

Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Kulturleistungen sind alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, wie in der Technik oder der bildenden Kunst, aber auch geistige Gebilde wie etwa Recht, Moral, Religion, Wirtschaft und Wissenschaft.
Der Kulturbegriff ist im Laufe der Geschichte immer wieder von unterschiedlichen Seiten einer Bestimmung unterzogen worden.[1] Je nachdem drücken sich in ihm das jeweils lebendige Selbstverständnis und der Zeitgeist einer Epoche aus, der Herrschaftsstatus oder -anspruch bestimmter Klassen oder auch wissenschaftliche und philosophisch-anthropologische Anschauungen. Die Bandbreite seiner Bedeutung ist dementsprechend groß: Sie reicht von einer rein beschreibenden (deskriptiven) Verwendung („Die Kultur jener Zeit.“) hin zu vorschreibenden (normativen), wenn bei letzterem mit dem Begriff der Kultur zu erfüllende Ansprüche verbunden werden.
Der Begriff kann sich auf eine enge Gruppe von Menschen beziehen, denen allein Kultur zugesprochen wird, oder er bezeichnet das, was allen Menschen als Menschen zukommt, insofern es sie beispielsweise vom Tier unterscheidet. Während die engere Bestimmung des Begriffs meist mit einem Gebrauch im Singular („die Kultur“) verbunden ist, kann ein weiter gefasster Begriff auch von „den Kulturen“ im Plural sprechen.
Wiki

Kultur haben wir als Deutsche ergo nicht?

Und nun folgt stehenden Fußes die Identität

Identität und Selbstwert

Für Menschen ist ein ungewollter Identitätsverlust psychisch ein großes Problem, wenn wichtige Gruppenzugehörigkeiten (z. B. Familie, Volk bzw. Nation, Religion, Freunde, Informelle Gruppe) verloren gehen. Sofern die Person sich nicht mehr mit diesen Gruppen identifiziert oder identifizieren kann, wird sie physisch und psychisch isoliert.
Im Feminismus und anderen Strömungen wird der Ausbruch aus einer festgelegten Identität allerdings auch positiv bewertet: weibliche Identität wird nicht mehr als Ideal empfunden, sondern als fremdbestimmte Sammlung von Verhaltensmustern, Stereotypen und Erwartungen. Männlichkeit oder „nationale Identität“ erscheinen ähnlich problematisch. Identität als Identifikation mit einer Gruppe ist oftmals auch das Ergebnis von Erziehung und äußeren Zwängen, der Ausbruch aus der bisherigen Identität kann ein Akt der Emanzipation sein. Ziel dieser Emanzipation ist nicht die Isolation, wohl aber die Lösung von fremdbestimmten Identitäten – hier bewusst im Plural, denn ein Individuum verkörpert stets mehrere sich überschneidende Identitäten: z. B. als Mann, als Europäer, als Intellektueller…
Allgemein verliert ein Mensch dann seine Identität, wenn er sich so verändert bzw. von außen beeinflusst wird, dass wesentliche Kriterien entfallen, anhand derer er identifiziert wird und sich identifiziert, oder wenn wesentliche Instanzen, welche die Identifizierung vornehmen, entfallen oder wesentliche Kriterien der Identifizierung geändert werden (z. B. Verlust einer Staatszugehörigkeit).
Zu den gesellschaftlichen Identitäts-Werten zählen heute beispielsweise eine passende Erwerbstätigkeit und eine harmonische Familie: Ohne berufliche Anbindung kann jemand vielleicht ein Ehrenamt ausüben oder vorübergehend nur Freizeitwerte pflegen. Insbesondere für Alleinstehende, die ihre maßgebliche Identität über ihren Beruf beziehen, kann Arbeitslosigkeit aber ein großes Problem werden. Wer keine familiäre Anbindung hat, kann sich in eine Ersatzfamilie integrieren. Insbesondere für Arbeitslose, die ihre maßgebliche Identität über ihre Familie beziehen, kann Familienlosigkeit aber ein großes Problem werden. In Krisensituationen kann die psychohygienische/-therapeutische Stabilisierung einer Identität helfen.
auch Wiki

So, und diese nichtssagende Floskel Identität haben wir auch nicht. Nicht mal eine sexuelle oder persönliche.

Ok, wenn ich mich nun persönlich mit meinem Heimatland verbunden fühle, wegen seiner Errungenschaften, seiner Menthalität und Kultur, dann bin ich sicherlich wie jeder, der das für sich in Anspruch nimmt ein Nationalist, ergo ein Rechter



Von daher kann es nichts Aufrechtes geben, da es keine Identität gibt, zu der man stehen könnte. Schon immer waren die Deutschen ein kulturell gleichgültiges Volk. Aus der Kultur aber erwächst Identität.
Von daher ist es völliger Humbug den du hier schreibst.


Und Steamhammer, welcher sich beispielsweise mit Steamhammer, welche von Quittenton und White gegründet wurden identifiziert ist ebenfalls der Auffassung wir haben keine Identität. Klingelts eigentlich noch nicht?
 

Steamhammer

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#42
Und Steamhammer, welcher sich beispielsweise mit Steamhammer, welche von Quittenton und White gegründet wurden identifiziert ist ebenfalls der Auffassung wir haben keine Identität. Klingelts eigentlich noch nicht?
Mit Kieran White`s Musik, Quittenton war ja nur anfangs dabei und beiu der grossartigen Mountain-LP nicht mehr.

Welche Identität haben denn die Deutschen? Merkel hat schon mehrmals gesagt, die Staatsräson der Deutschen wäre Auschwitz und die Liebe zu Israel..

Dann kommen Andere daher, die behaupten, die Identität der Deutschen sei ihr (blinder) Fleiss. OK, "blinde" hab ich eingefügt. Ihr Arbeitsethos also.Fleiss ohne Sinn und Verstand, Hauptsache malochen. Dass es den meisten Deutschen dadurch immer mieser geht, egal.

Nach oben buckeln, nach unten treten. Schon immer ein Merkmal des Nirmaldeutschen.Als die Polen schon x jahrelang unter Lebensgefahr das Jaruzelski-Regime bekämpften und Lech Walesa schon verbraucht war von seinen vielen Einsätzen und es sich abzeichnete, dass der Westen die Überhand gewinnt,und zwar schrankenlos, kamen auch die Ostdeutschen dazu, die Seiten zu wechseln. Aber erst dann, eben.

Die Dritten, namentlich die Grünen, meinen, man müsse die Deutschen nach innen verdünnen, und daher möglichst viele Menschen ins Land holen, einfach so. Sie sind hochbeliebt bei den Deustchen, die Grünen und Trittin gehört zu den beliebtesten 10 Politikern im Lande.(Dass bei dieser deutschen Mentalität das Auffrischen kaum von Schaden ist, nimmt man Einwanderer aus der nicht muslimischen Welt, ist schon sonnenklar; aber man sagt sowas als Politiker nicht und die Deutschen feiern das noch. Wäre so, als würde jemand seinen Nachbarn sagen, er möge gefälligst die eigene Frau wegwerfen)

Dann haben wir noch die deutsche Wirtschaft, die die eigene Bvevölkerung ausplündert und dazu noch ganz Europa zum Hass aufstachelt, weil sie diese "Aufschwünge" mit Mitteln fabriziert, die tief unter die Gürtellinie gehen und schonmal, gehts so weiter, wieder zu Krieg führen können.

Nee, auf so ne Identität kann man keinen Pfifferling setzen.

Vielleicht hast Du ja nen anderen Vorschlag zur heutigen deutschen Identität.
 

Pony und Kleid

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#43
Welche Identität haben denn die Deutschen? Merkel hat schon mehrmals gesagt, die Staatsräson der Deutschen wäre Auschwitz und die Liebe zu Israel..

[...]

Nun ja, Merkels Staatsreson hat ja nix mit der Identität der Deutschen zu tun. Das ist eben politische Spielwiese.

Es ist schon richtig, dass sich die Mehrheit der Deutschen über ihre Arbeit definieren, weils das Selbstverständnis der Deutschen prägt. Protestantische Arbeitsethik eben. Dies ist aber nur ein Teil des Ganzen.

Viele Deutsche Identifizieren sich meinetwegen mit deutschen Automarken, mit Sport (Fußball), mit typisch deutschen Traditionen, mit Ideologien, mit der Vielfalt im Lande, mit der Sozialstaatlichkeit, mit der deutschen Küche (Bratwurst), dem deutschen Bier usw.


Klar muss man vieles nicht teilen oder man könne vieles durch eigene Identitäten zum Heimatland ersetzen. Die Deutschen schwärmen von der Arbeit, ja und, das ist noch mal ne Macke von denen. Dafür interessieren sich die Amis nicht für Politik. Was ist nun fataler, wenn man das gegenüberstellen würde?


In Gesprächen wurde ich auch schon oft gefragt, warum die Deutschen ihre Arbeit so wichtig nehmen und dies oft als erstes in einem Gespräch zum Thema machen. Ich kann da auch nur mit den Achseln zucken und raten, sich mit Arbeitslosen zu unterhalten, dort würde man sicherlich bei dem einen oder anderen ewig auf diese Thematik warten.


Ich bin ja der selben Meinung, dass Arbeit heute völlig überbewertet wird aber daraus gleich den Deutschen insgesamt als dämlich und Konsumvieh hinzustellen, halte ich für übertrieben.

Menschen anderer Nationen labern den ganzen Tag von Essen oder Hobbies oder sonst was, dann ist das mMn auch nicht unbedingt erstrebenswert.



Und, die neuste deutsche Identität, diese kam ja erst kürzlich zur neuen Papstwahl, festgestellt vorm Petersdom: Die Deutschen identifizieren sich mit Jack Wofskin.

Selbst der damalige Reporter fasste zusammen: Die Deutschen hier in der Menge sind eben an Jack Wolfskin zu erkennen



Zumindest beten die Deutschen nicht den ganzen Tag ihre Flagge an, wie die Amis, denn das wäre ohnehin haram, weil wir ja dann alle Nazis wären.
 

olivera

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#45
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen (Schiller)
Dieser Klassiker Schiller ist/war auch Teil dt. 'National'Kultur: Land der Freiheit , des Rechts und der Einigkeit, der Dichter und Denker, woraus wurde "der Richter und Henker" - die kulturelle Identität der 'verspäteten Nation' ist seit '45 eine gebrochene, bzw. aA seit irgendwann nach '33, als 'Kultur' in Barbarei umschlug, so jedenfals der Ansatz der Debatte um Kultur versus Zivilisation, wobei die (westl.) Alliierten als vglw. 'alte' Demokratien für civilisation stehen, in denen ein holocaust angebl. niemals hätte stattfinden können (Singularitätsdeb. ; Historikerstreit..) - dessen Ursachen werden denn gerne im 'Deutschen Idealismus' (Kant) verortet ('Deutsch sein heißt, sachlich sein, etwas um seiner Selbst willen zu tun'), ggü. dem anglo-amerikanischen 'Pragmatismus' oder 'Universalismus', mit dem imperialist. Kriege als humanitäre Intervention gerechtferigt werden...:icon_pfeiff:

Was blieb nach '45? - Nun, sicher mehr als nur 'ein Tisch, ein Stuhl, ein Bett...' (G. Eich, 'kahlschlagliteratur' Gruppe '47), immer noch Perfektionismus, als Effizienz im der Wirtschaft ('Arrrrbeit!'), als Musterknabe in der internat. Politik ('Scheckbuchdiplomatie'), ein aufs Funktionieren gerichteter Verfassungs(GG)patriotismus und eine AllZuständigkeit der BRD für die Leiden der Welt, ein nunmehr pazifistisch gewendetes 'Am deutschen Wesen soll die Welt genesen' bis hin zu Negation der nationalen Zugehörigkeit: die Parole 'Gegen Deutschland geht immer' ist zum 'guten Ton' gehöriger Auffang-Konsens aller voneinander geschiedenen oder sonstwie zerstrittenen Gruppierungen ('Sektionen') auf Seiten der 'Linken', wie sie gestern etwa auf der 1. mai - Demo zur belustigten Selbstbespassung gerne skandiert wurden. Puristische Überforderung der Begriffe wie Demokratie, Gerechtigkeit oder Gleichstellung führt auch gerne ins Totalitäre , historische Verpflichtungen zu Fieden und Toleranz können nach dem Motte des 'Allen-wohl-und-Keinem-wehe' in allseitigen Unterwerfungsgestus umschlagen (Israel Staatsraison - Islam gehört zu D'schland; 'ohne € kein Europa - 'mir gebet nix') . Wie kompliziert deutsche Identität ist (oder wäre, wollte man denn 'Deutsch' sein - welcher Migrant möchte sich schon bewußt in einem 'Land der Schuld' ansiedeln?), kann man an den regelmässig verunglückenden Verbalverrenkungen der jugendlichen 'Rechten' wie den 'Identitären' erkennen, die krampfhaft um Abgrenzung bemüht sind gegen etablierten Links-Jargon, der in seiner Vulgärform wiederum für jede Kritik an ''herrschenden Zuständen' mit 2 Schlagwörtern auskommt, wie sie die gestrige Demo bestimmt haben: neben 'Faschismus' der Pauschalvorwurf des 'Rassismus', unter den jede Benachteiligung subsumiert werden kann - in bezug auf AlGII u Sanktionen in Form des 'Sozialrassismus'. Kann also so gesehen kein Elo behaupten, seine Interessen wären nicht vertreten gewesen bei der 'revolutionären 1.Mai-Demo' ...
 

Steamhammer

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#46
Nun ja, Merkels Staatsreson hat ja nix mit der Identität der Deutschen zu tun. Das ist eben politische Spielwiese.
Eine sehr teuere Spielwiese sogar.Jedenfalls für den Lohnsteuerzahler.

Es ist schon richtig, dass sich die Mehrheit der Deutschen über ihre Arbeit definieren, weils das Selbstverständnis der Deutschen prägt. Protestantische Arbeitsethik eben. Dies ist aber nur ein Teil des Ganzen.
Zocker in aller Welt sind nun entzückt.Die Definition eines Lebens über "Arbeit" ist so verrückt als wenn sich eine Kuh über ihren Schlachter definieren würde.

Ich selbst kann mit solchen Leute minus null anfangen, die sich über Arbeit definieren.

Viele Deutsche Identifizieren sich meinetwegen mit deutschen Automarken, mit Sport (Fußball), mit typisch deutschen Traditionen, mit Ideologien, mit der Vielfalt im Lande, mit der Sozialstaatlichkeit, mit der deutschen Küche (Bratwurst), dem deutschen Bier usw.
Ja gut, Fussball ist sicher DAS Kulturmerkmal der Deutschen geworden. Da verblassen doch Nietzsche, Goethe oder Brecht dagegen vollends...
Und Sozialstaatlichkeit? Wo denn? Du meisnt diese Almosen, die sich der nich Gewiefte (und das sind die meisten) mit Unterwerfung, Zwang zur Ausplünderung und Geächtetwerden bitter erkaufen muss?
Deustche Traditionen? Mir will eben nur der wilhelminische Untertanengeist einfallen, der sich aber gleich wie ein Fächer, voll entfaltet hat.

Ansonsten haben die Deutschen ihre Traditionen doch ziemlich satt und probieren es mal mit dem Islam, vielleicht hat der ja Traditionen.

Die Deutschen hier in der Menge sind eben an Jack Wolfskin zu erkennen
Made in Vietnam, dieses Jack Wolfskin. Habe ich schon öfter gesehen, an den Schildchen da drin in den Jacken.Kosten dort 50€, hier gleich 300.


Zumindest beten die Deutschen nicht den ganzen Tag ihre Flagge an, wie die Amis, denn das wäre ohnehin haram, weil wir ja dann alle Nazis wären.
Mit der türkischen Flagge an den Häusern, das würden Alle toll finden, na ja, wenigstens die meisten.Man wäre ein Vorbild in Sachen Toleranz und niemals nazi. Selbst nicht wenn man von morgens bis abends ergriffen auf dem Markt deren Hymne sänge.

Im Endergebnis bleibt:Wer würde seine ganze Kraft und sein Geld in eine wurmstichige Ruine stecken, die als Mehl zusammenfällt? Ich jedenfalls nicht.
 

Pony und Kleid

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#47
Im Endergebnis bleibt:Wer würde seine ganze Kraft und sein Geld in eine wurmstichige Ruine stecken, die als Mehl zusammenfällt? Ich jedenfalls nicht.

Ok, dann mal Tacheles: Was wünschen denn der Herr? Spielen wir mal "Wünsch dir was"

Bis zum heutigen Tage lese ich und auch gerade von dir: Deutschland ist schei.sse, die Deutschen sind schei.sse, ihre Moral ist schei.sse, die sind dumm, dämlich nur Konsumvieh, denken nur an Geld und an Arbeit. Was wünscht sich denn der Herr Steamhammer in diesem Land, nach dem er nach 40 Jahren Arbeitsleben festgestellt hat, dass arbeiten ja doch schei.sse ist und Konsum was für Neandertaler, abgesehen von den eigenen Bedürfnissen, wie PC, Klamotten, sich auch mal das leckere Steak gönnen usw.? Das würde mich persönlich jetzt mal interessieren. Bekomme ich da Auskunft von dir?
 

Steamhammer

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#48
Hab ich doch schonmal geschrieben: Gesundheit bis ins hohe Alter.Den Rest wirst Du mir dann entlocken, wenn es mir passt.
 

Pony und Kleid

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#49
Hab ich doch schonmal geschrieben: Gesundheit bis ins hohe Alter.Den Rest wirst Du mir dann entlocken, wenn es mir passt.

Gesundheit ist also dein hohes Ziel. Ja, sehr ehrenwert. Und wie stellst du das an? Auch so mit Routineuntersuchung beim Arzt deines Vertrauens, der undankbarer Weise auch noch in der kassenärztlichen Vereinigung ist und Potz Blitz noch Medis verschreibt, die der Pharma-Mafia nur noch den Rest in den vollen Hals stopft?

Aber ja, es gibt ja Homöopathie...

Aber ich verstehe schon, du bist bescheiden. Gesund sollen alle sein, der Rest ist egal. So einfach kann manchmal die Welt sein.
 

olivera

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#50
...Gesundheit bis ins hohe Alter...
Wünsch ich Dir gerne, dazu noch, wenn Du dann alt bist: Milde :icon_wink: bekommt einem im Alter besser, schon herz-/kreislaufmässig... & wirkt gegen isolation+Starrsinn: an oalten Grantler moag koaner..
 
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#53
Ok, wenn ich mich nun persönlich mit meinem Heimatland verbunden fühle, wegen seiner Errungenschaften, seiner Menthalität und Kultur, dann bin ich sicherlich wie jeder, der das für sich in Anspruch nimmt ein Nationalist, ergo ein Rechter
Deswegen hilft gegen Nationalismus ja auch so gut, schon mit Kindern andere Länder zu bereisen. Denn wer die Errungenschaften, die Mentalität und die Kultur anderer Länder erfahren hat, kann die seines Heimatlandes vergleichend betrachten.:icon_cool:

MfG
 

Pony und Kleid

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#54
Deswegen hilft gegen Nationalismus ja auch so gut, schon mit Kindern andere Länder zu bereisen. Denn wer die Errungenschaften, die Mentalität und die Kultur anderer Länder erfahren hat, kann die seines Heimatlandes vergleichend betrachten.:icon_cool:

MfG


Ja, dann fahre mal nach Polen, dagegen sind die hier in Deutschland ja noch human, was Verbundenheit mit dem eigenen Land betrifft.
 
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#55
btt:
Die Frage ist doch, braucht man 100 verschiedene Automarken, tausende verschiedene Handys, im Supermarkt 50 verschiedene Fischsorten, tausende unterschiedliche Konserven etc. (obendrein, wenn anderswo Leute elendig an Hunger verrecken, das ist aber ein anderes Thema)?

Der sog. freie Markt, der ja angeblich ständig wachsen muss, ist rein auf Gewinnmaximierung der Unternehmerschaft und Profit Profit und obendrein auf Profit ausgelegt.
Auch daraus resultiert unsere starre Arbeitswelt, wie wir sie kennen und deren negative Auswüchse für Mensch (und Natur, ebenso ein anderes Thema) von Jahr zu Jahr deutlicher werden.

Mir fällt gerade das Lied "Arbeit" dazu ein:
Kurt_Ostbahn_Arbeit - YouTube

Wer es nicht versteht, möge nach dem Text googeln, oder auch nicht und weiterhin dem Arbeits- und Konsumwahn fröhnen, mir wurscht. :icon_cool:
 
E

ExitUser

Gast
#56
Ja, dann fahre mal nach Polen, dagegen sind die hier in Deutschland ja noch human, was Verbundenheit mit dem eigenen Land betrifft.
Das mag vielleicht bis vor einigen Jahren so gewesen sein, aber seit die Bild erklärt hat, wegen eines Fußballturniers sei Nationalismus wieder was tolles ...

MfG
 

Sinuhe

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#57
Schon länger machen sich etliche vor allem deshalb selbstständig, damit sie sich ihre Zeit selber einteilen können und verdienen dabei vergleichsweise wenig Geld, machen es aber trotzdem lieber so mit etwas weniger Geld und etwas mehr Zeit oder wenigstens etwas mehr zeitlicher Flexibilität.

MfG
Schön und gut,aber wenn sie kaum verdienen,zahlen sie auch keine Steuern,nutzen aber trotzdem die Infrastrukur des Landes,für die dann andere Steuerzahler aufkommen.
So einfach ist es nunmal nicht sich aus dem Konsum abzumelden,dann muß man schon in den tiefen Wald ziehen.
 

zalino

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#58
Viele Deutsche Identifizieren sich meinetwegen mit deutschen Automarken, mit Sport (Fußball), mit typisch deutschen Traditionen, mit Ideologien, mit der Vielfalt im Lande, mit der Sozialstaatlichkeit, mit der deutschen Küche (Bratwurst), dem deutschen Bier usw.
Konsum und deutsche Folklore(Fussball) als Identifikation.
Mich überkommt gerade das Gefühl, das Amöben einen doch viel höheren IQ haben, als wir uns selber andichten.

mit Ideologien? Welche umd warum?
mit der Vielfalt im Lande? Welche und warum?

Die Frage ist doch, braucht man 100 verschiedene Automarken, tausende verschiedene Handys, im Supermarkt 50 verschiedene Fischsorten, tausende unterschiedliche Konserven etc.
Das läßt sich beliebig erweitern.
Krankenkassen, Versicherungen, Sportvereine, etc.

Warum es das gibt und wozu?
Wir können ja mal mit Hazel Henderson, Wirtschaftswissenschaftlerin, einen kurzen Blick hinter die Kulissen werfen. Dieser ganze Irsinn fällt ja nicht vom Himmel, sondern wurde von Menschen für Menschen konstruiert.

Sinngemäß äußert sie sich:

Es sind die Kopflosen ohne inneren Mittelpunkt und innere Heimat.
Das wofür sie stehen, und das was sie sind, ist beliebig austauschbar.
Tagtäglich laufen sie vor sich selbst davon,
und ziehen die innere Leere hinter sich her, vor der sie panische
Angst haben, und fürchten von ihr eingeholt zu werden.


Hazel Henderson in "Das Ende der Ökonomie" und aus "Soziale Auswirkungen des nachökonomischen Paradigmas".

Die Zerstörungen und Zertrümmerungen die dabei angerichtet werden, in der Natur, in den zwischenmenschlichen Beziehungen sind Legion. Das hält die Kopflosen nicht davon ab, weiterzumachen wie bisher.

So einfach ist es nunmal nicht sich aus dem Konsum abzumelden,dann muß man schon in den tiefen Wald ziehen.
Schon klar...
Die Möglichkeit zu verifiziern scheint nicht vorhanden zu sein.
Sich einen Kühlschrank anzuschaffen dient einem bestimmten Zweck.
Welchen wohl?
Wenn Künstler sich mit Materialien eindecken, dann tun sie dies als Mittel zum Zweck. Das hat wenig mit Konsum zu tun.

Maler decken sich mit Leinwand und Farben ein, Musiker legen sich Musikinstrumente zu, Wissenschaftler....

Konsum ist etwas, was völlig sinnbefreit ist und nur einem einzigen Zweck dient: der ständigen und fortgesetzten Sinnentleerung des Daseins.

Menschliche Eigenschaften wie Neugierde, Fragen zu stellen, Konzentration und Durchaltevermögen, sowas braucht man, wenn man Fragen stellt und sich auf die Suche nach Antworten macht..., bleiben völlig auf der Strecke.

Lebensfreude ist ein Zustand, der sich niemals über Konsum erreichen läßt.
Wer in Deutschland trotz aller Widrigkeiten hin und wieder unter Lebensfreude "leidet", macht sich verdächtig.

Zalino
 

Sinuhe

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#59
Sich einen Kühlschrank anzuschaffen dient einem bestimmten Zweck.
Welchen wohl?
Wenn Künstler sich mit Materialien eindecken, dann tun sie dies als Mittel zum Zweck. Das hat wenig mit Konsum zu tun.
Und wer soll das Material der Maler herstellen?
Man kann nicht Arbeit ablehnen aber trotzdem einen Kühlschrank brauchen,(ging früher übrigens auch ohne)oder im Internet Postings absetzen,oder mit dem ÖPNV fahren usw.,das funktionoert halt nicht.

Ein bisschen Schwanger gibt es eben nicht.
 

zalino

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#60
Man kann nicht Arbeit ablehnen aber trotzdem einen Kühlschrank brauchen...
Darum geht es ja auch gar nicht.

Worum es geht ist: selbstentfremdete Arbeit, eine Arbeit, ein Tun, zu dem ich keinen inneren Bezug habe.

Worum es geht ist: selbstbestimmende Arbeit, eine Arbeit, ein Tun, zu dem ich einen inneren Bezug habe.

Bertrand Russel war sich des Problems schon sehr bewußt und er äußerte sich folgendermaßen:

Um unsere Spezie zu erhalten müssen natürlich Dinge getan werden zu denen wenige Lust und Laune verspüren, die aber für das Allgemeinwohl unabdingbar sind. Darum plädierte er, das sich ALLE mit 4 Stunden Arbeit an allen anfallenden Arbeiten beteiligen um unser Überleben zu sichern. Hernach, nach diesen 4 Stunden, können wir uns ja den Dingen zuwenden, die uns am Herzen liegen, die wir gerne mögen und die uns etwas bedeuten.

Zalino
 
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#61
Bertrand Russel war sich des Problems schon sehr bewußt und er äußerte sich folgendermaßen:

Um unsere Spezie zu erhalten müssen natürlich Dinge getan werden zu denen wenige Lust und Laune verspüren, die aber für das Allgemeinwohl unabdingbar sind. Darum plädierte er, das sich ALLE mit 4 Stunden Arbeit an allen anfallenden Arbeiten beteiligen um unser Überleben zu sichern. Hernach, nach diesen 4 Stunden, können wir uns ja den Dingen zuwenden, die uns am Herzen liegen, die wir gerne mögen und die uns etwas bedeuten.
Wenn damit angefangen werden würde und das nachhaltig sein sollte, dann würde das zuerst die Kinder betreffen - und da beißt sich die Katze oder der Kater in den Schwanz.

MfG
 

olivera

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#62
Wenn damit angefangen werden würde und das nachhaltig sein sollte, dann würde das zuerst die Kinder betreffen - und da beißt sich die Katze oder der Kater in den Schwanz.

MfG
Nö, 'die Kinder fressen die Revolution' - um mal die Schräglage Deines Vergleichs zu wahren...:icon_hug:

Habe kein Problem mit KinderA..:tongue:..nstrengung - Schule, Familie, Verein, (K-)Garten sind LernArbeitsstätten, an denen von Kindern mehr als 4 h täglich Aufmerksamkeit, Interesse und Umsetzung dessen abverlangt wird, was Erwachsene für ihre Zukunft als zu Erlernendes wichtig und sinnvoll befinden. Das ist produktive Tätigkeit ('Formen des eigenen Geistes & Charakter'), wenngleich nicht unmittelbar verwertbar (erst später als 'human resources' mit Bildungskapital(!) zB, so grauslich sich das auch anhört - aber Kinder waren immer, man mache sich da nichts vor, auch Investition in Zukunft, Versorgung/Vorsorge fürs Alter, nicht nur, je nachdem, positive oder negative 'Begleit-/Folgeerscheinung von Triebbefriedigung...).
Nach dem Motto 'suum cuique' (nicht im pervertierten Buchenwald-Sinn) wäre auch völlig in Ordnung, wenn jemand länger lernen wollte (um später die komplizierteren Aufgaben zu übernehmen und 'der Muse zu frönen') oder früher 'werktätig' werden, um schneller die ungeliebte Arbeit hinter sich zu bringen und 'mehr vom Leben' zu haben - Muße, Müßiggang wäre beiden, allen vergönnt, nicht wie heute denen, die nur vom Zins, erwirtschaftet aus der Arbeit Anderer, leben und Halligalli machen (wer möchte bitteschön wirklich in der 'Geißens' Haut stecken?)
Ob mit den 4h, die Russel nennt, auszukommen ist, hängt wieder von der Organisation der 'notwendigen Arbeit' ab - mancher macht sie gern & ordentlich, lebt darin und braucht länger für 'gute Ergebnisse' (Qualität -> Kunst), während ein anderer sich lieber akkordmäßig auspowert, um hinterher seinem 'dolce vita' nachzugehen. Gerechte Arbeitsteilung eben. Plan oder Markt ist dann wieder die Frage. Oder i-was Drittes, Chaos & Spontaneität zB...
...Wer in Deutschland trotz aller Widrigkeiten hin und wieder unter Lebensfreude "leidet", macht sich verdächtig...
Wieder 'Die Geißens' am Pranger? Antwort siehe oben.. - Nein, Frohsinn scheint manchmal in Deutschland wie "Achtung Baby! - verboten!" - weil als unseriös, mediterran, schludrig angesehen, vor allem aber: nicht kriecherisch genug. Der Untertan wieder.
Vielleicht ist am Gebot 'Werdet wie die Kinder" mehr Wahres dran als uns ollen Säcken, die wir nicht mehr aus unserer Haut können, lieb ist. Wär auch gar zu furchtbar: "Wir werden in Grund & Boden gelacht - Kinder an die Macht!"
 
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