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Hochzeitspläne trotz Studium und Hartz IV

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Nicht offen für weitere Antworten.

Vida

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
13 Sep 2007
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#1
Hallo zusammen,
ich bin bei der Suche durch das Internet grade auf Euer Forum aufmerksam geworden und hoffe, vielleicht hier Hilfe bekommen zu können.

Ich selbst bin zur Zeit in der Uni als Studentin (Erstausbildung) eingeschrieben, wobei ich mich jedoch zur Zeit im Krankheitssemester befinde.
Vor einer Woche habe ich jetzt auch auf Grund einer schweren psychischen Erkrankung einen Schwerbehindertenausweis erhalten.
Zur Zeit habe ich, von Kindergeld abgesehen, keinerlei Einkommen.

Mein Lebensgefährte, mit dem ich zusammenlebe, ist Hartz IV-Empfänger und ist zur Zeit in einem der grandiosen 1€-Jobs tätig, aber selbst nicht schwer belastbar, weil auch er psychisch extrem angeknackt ist (Burn-out-Syndrom mit mittelschweren Depressionen).

Wir möchten gern heiraten, doch stellt sich natürlich schon die Frage, in wieweit das überhaupt sinnvoll ist.
Unsere momentane Überlegung wird vor allen Dingen davon angestoßen, das ich als Studentin mich natürlich selbst freiwillig gesetzlich versichern musste und ich natürlich auch weiterhin meine Versicherung zahlen muss.
Wenn wir heiraten täten, dann würde ich ja über ihn versichert werden können, so dass ich mir dann darüber keine Gedanken mehr machen müsste, da ich der Zeit absolut Arbeits unfähig bin.

Die Frage, die sich desweiteren stellt ist, in wieweit mein Studium (neben dem Studentenwerksbeitrag von 92,- € kommen da ja seit dem SS diesen Jahres ja auch noch die 500,-€ Studiengebühren hinzu) bzw. die daraus resultierenden Kosten dann bei meinem zukünftigen Gatten bei seinem Hartz IV angerechnet wird, da er ja dann für mich als BAföG-Empfängerin unterhaltspflichtig ist.
Haben wir dann noch weitere Möglichkeiten, uns irgendwie staatliche Hilfe zu holen?!

Eine weitere Frage, die mich beschäftig ist, ob es möglich ist, trotz Hartz IV eine freiwillige Steuererklärung einzureichen, wo dies vielleicht mit berücksicht werden könnte?!




LG
Vida
 
E

ExitUser

Gast
#2
grob geraten....

Hallo Vida,

als Studentin ist nicht dein Mann, also die ARGE, für dich unterhaltspflichtig, sondern das Bafögamt. Will sagen: wenn du Bafög bekommst, dann wird es deinem Mann als Einkommen abgezogen; wenn du keines bekommst, dann bekommst du vom Hartzamt auch nichts.

Vermutlich bildet ihr schon eine Bedarfsgemeinschaft und wohnt zusammen. Dein Verlobter hat kein Einkommen, deswegen bekommt er Hartzmurks-Geld und wurde zu einen Sklavenjob vermittelt.
Du hast die Einkommensarten:
1. Bafög
2. Kindergeld
3. Nebenjobs.
Diese Einkommen müßten bereits im Hartzmurks-Geld deines Verlobten berücksichtigt sein. Ob ihr heiratet oder nicht, wird an dieser Einkommensituation nichts ändern.
Auf der Ausgabenseite habt ihr gemeinsam die Wohung und was ihr zum Leben braucht. Und dann hast du die gebundenen Ausgaben des Semesterbeitrags, der (drohenden) Studiengebühr und deine Extraversicherung.
Den Semesterbeitrag konntest du jetzt schon als erzwungene Ausgabe, als gebundenes Einkommen, geltend machen. Das bleibt auch wie gehabt.
Die Studiengebühren wirst du ähnlich behandeln. Falls du ein Darlehen, ein Stipendium oder eine staatliche Auslage bekommst, wird dieses wohl nicht auf euer Einkommen angerechnet.
Deine Versicherung kannst du jetzt noch als gebundes Einkommen geltend machen (denn du mußt versichert sein). Aber dieses Geld wird nach der Heirat frei werden! Wird beim Einkommen berücksichtigt und mindert euren Bedarf um denselben Betrag.

So grob betrachtet (und ich kann hier nur spekulieren) ist es dem Hartzamt schnuppe ob ihr in offizieller oder wilder Ehe lebt. Ihr gewinnt nichts durch eine Heirat; falls doch, wird es euch vom Amt genommen.

(Zwecks Steuererklärung mußt du auf andere Foristen hoffen...)
 

Hartz Vier

Elo-User/in
Mitglied seit
15 Jun 2007
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#3
Die Steuererklärung könnt ihr gemeinsam machen. Das ist kein Problem, bringt aber nix. Wer keine Steuern zahlt, kriegt keine zurück.

Familienversichern kannst du dich auf jedem Fall bei deinem Mann. Da reicht ein Antrag bei seiner Krankenkasse.

Sein Hartz IV wird aber unter Umständen um 64 Euro gekürzt. Das ist die Summe, die dir nach BAFÖG für die Unterkunftskosten zustehen würde. Ob du nun BAFÖG kriegst oder nicht ist der ARGE egal.
Aber Achtung, die ARGE kürzt die Unterkunftskosten gern um 50 Prozent mit der Begründung, sie wäre nur für deinen Mann, aber nicht für dich zuständig. Ihr bewohnt schließlich die Wohnung je zur Hälfte. Wenn es so ist, verweise auf § 22 (7) SGB II.

Kindergeld gibts nach Heirat vom Grundsatz her nicht mehr. Bei dir gibt es eine Ausnahme. Dein Mann verdient so wenig, dass er deinen Unterhalt nicht sicherstellen kann. Also gibts weiter Kindergeld. Du musst diese Änderung (Heirat) aber deiner Kindergeldstelle melden. Gib gleich an, dass dein Mann Hartz IV kriegt, dann schicken die dir einen Fragebogen, in dem gehts um das Einkommen deines Mannes. Aber nicht auf einen Bescheid warten. Den gibts nur, wenn sich mit dem Kindergeld was ändert. Du kriegst also nicht bescheid, wenn die Kindergeldstelle der Meinung ist, dir steht die Kohle weiter zu. Dann laufen einfach die Zahlungen weiter.

Alles natürlich ohne gewähr!
 
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