Hochschule der Arbeitsagentur: Wir studieren Hartz IV

Roter Bock

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@ BurnsTorn, NLP ist nichts weiter, als üble Manipulationsmethode. Soweit erkannt ist, zuwas es dient, zeigt die Mitwirkung von BA Mitarbeitern an solchen Kursen nur, das kritiklos einfach alles übernommen wird.


Es handelt sich bei NLP und dem "systemischen" Ansätzen um üble Manipulationsmethoden. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber waren NLP Kurse für das mittlere Managament üblich, um den Willen des Arbeitgebers sowohl bei Kunden, wie auch bei Mitarbeitern durchzusetzen. Diese vulgärpsychologische Überfrachtung der Arbeitsumgebung mit Pseudowissenschaften, die per Manipulationsseminar auf alle heruntergebrochen werden sollten, war ein Grund für meinen Abgang dort.

Mich wundert nicht, das es im Umfeld der JC und Afa benutzt wird.

Jede Nutzung von Psychologie die nicht der Heilung einer Erkrankung dient und zwangsweise ohne eine Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient aufgezwungen wird, lehne ich ab.

Roter Bock
 

Pinhead Larry

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Es gibt wirklich Schulungen en masse. Zu nennen sind in diesem Kontext insbesondere die BeKo-Schulungen, die für alle Mitarbeiter ab pAp/FM-Level verpflichtend sind und die in Grundlagen- und Fortgeschrittenenkurse von mehreren Tagen angeboten werden. Basis dafür ist ein ca 400 Seiten starkes BeKo-NLP-Sprech-Werk (steht im BA-Intranet).
Mann, da bin ich aber froh, das ich zu meinen eigenen Studienzeiten als BWLer an der FH auch einen Grundlagenkurs in NLP besuchen konnte (ca. 1 Woche Vollzeit, gratis!).

Da stelle ich mir schon die kleine Gesprächsrunde in der Vermittlung vor:

"Na, Herr Fallmanager, über welchen Kanal kommunizieren wir denn heute? Auditiv? Visuell? Kinästhetisch?" :biggrin:

Aber das steht auch in meinem Lebenslauf. Vielleicht laden die mich deshalb nie zur regelmässigen Gesichtskontrolle vor.
 

Roter Bock

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"NLP" und "systemisch" sind die aktuellen Arbeitsmittel. Damit wird eine Gewalt auf Menschen ausgeübt, die sich von der faschistischen Gewalt nur durch die Wahl der Mittel unterscheidet.

Das Ziel ist das gleiche! Damals von 33 - 45 und heute. In sofern liegt Markus1977 nicht mit seinen Einwürfen daneben. Im Gegenteil. Die Durchsetzung faschistischer Gewalt in Deutschland braucht dabei aber nicht Unterstützung von alten MfS - Kadern, nein das ist nicht nötig. Wir haben genug Kreuzlahme, die mittlerweile "verbildet" sind und auch an Hochschulen Ihren Verstand in der Schublade gelassen haben.

Zum einseitigen Wohle der Besitzenden. Oder...wie errichte ich einen neuen Faschismus der wie eine Demokratie aussieht.

Roter Bock
 
E

ExitUser

Gast
"NLP" und "systemisch" sind die aktuellen Arbeitsmittel. Damit wird eine Gewalt auf Menschen ausgeübt, die sich von der faschistischen Gewalt nur durch die Wahl der Mittel unterscheidet.
Mir scheint, du hast keine Ahnung davon, was "systemisches Denken/Handeln" ausmacht. Das ist nämlich mitnichten mit NLP gleichzusetzen. Der systemische Ansatz geht - mal stark vereinfacht ausgedrückt - von der Prämisse aus, dass unterschiedliche Dinge (Menschen, Kommunikation, Prozesse etc.) aufeinander bezogen sind, so dass nur bedingt von kausalen Ursache-Wirkungs-Ketten gesprochen werden kann.

Das hat in keiner Weise was mit "Gewalt auf Menschen" ausüben zu tun. Im Gegenteil: Der systemische Ansatz ist ein Ansatz, um gewaltfreie Kommunikation - durch ein Mehr an Verständnis für Zusammenhänge - zu ermöglichen (vgl. etwa die Konzepte von Schulz von Thun, Watzlawick und Rosenberg).

Es geht darum, Verständnis für Prozesse zu erzeugen, die ob ihres aufeinander-in-Bezug-Stehens über einfaches Ursache-Wirkungs-Denken nicht erklärt werden können. Wer versteht, dass nicht eine Person notgedrungen immer "Schuld" ist an einer Situation, sondern dass es diverse, sich gegenseitig verstärkende und aufeinander wirkende Faktoren gibt, ist eher bereit, zu akzeptieren, dass der andere auch Recht haben kann bzw. dass es keine absolute Wahrheit gibt.

Systemisches Denken fördert so gesehen ein Mehr an Akzeptanz. Sicher kann systemisches Argumentieren auch als Ausrede herhalten (Motto: Ich bin nicht schuld, das liegt an den Umständen!) und man kann ganz sicher nicht alles systemische erklären. Auch entbindet der systemische Blich nicht von individueller Verantwortung!

Aber manipulativ ist der systemische Ansatz sicher nicht. Beispielhaft verdeutlicht: Ein Mann und eine Frau streiten. Die Frau sagt: "Ich bin sauer auf dich, weil du dich immer zurückziehst und nie mit mir sprichts." Der Mann antwortet darauf: "Ich ziehe mich zurück, weil du immer sauer auf mich bist".

Das ist ein Teufelskreis, denn beide müssen reflektieren, dass Verhalten A Verhalten B bedingt, was dann wieder Verhalten A bedingt usw. Das meint systemisch. Es liegt nicht an der einen Person. Und mit solchen Erkenntnissen kann man vieles besser verstehen. Das hat doch nichts mit Manipulation zu tun.
 
E

ExitUser0090

Gast
^ Versuch das den drei Onkels im Vorstand zu vermitteln. Wahlweise auch Tante Nahles. :biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
Die BA benötigt eine Leistungsabteilung und der Rest kann geschlossen werden.
Das sehen übrigens nicht wenige Mitarbeiter bei der BA ganz genauso! Da herrscht keinesfalls Begeisterung über all die Konzepte, Projekte und Maßnahmen, die sich gewisse Führungskräfte ständig ausdenken. Man muss da nur mal mit BA-Betriebsräten sprechen. Das gelangt nur selten an die Öffentlichkeit.
 

quinto

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Selbstverständlich ist das im Lehrplan mit drinnen. Das (Milgram, Zimbardo, Asch und co.) lernt jeder Erstsemestler im Bereich Organisationssoziologie. Völlig normal.
Bei dem Wissen darum müssten doch mehr Menschen von dort ein schlechtes Gewissen haben. Sollte man jedenfalls meinen.

Fakt ist: Die BA hat sich seit 2005 menschlich erheblich verschlechtert, und schleichend werden die Frechheiten immer größer.

Und wer Menschen helfen will, muss anderen auch genug Freiräume geben um sich zu entwickeln. Mit einem "Mach gefälligst alles was ich will so wie ich will!"-SB ist niemanden geholfen.

Ein Mensch, der seine Freiräume ausleben will, macht letztendlich auch das was er machen will.
 

XxMikexX

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Mir tun diese Studenten leid. Da sind bestimmt viele dabei, die ein gutes Herz haben und wirklich den Menschen helfen wollen, aber wenn sie erstmal in der Alltagswelt eines Jobvermittlers angekommen sind und sich mit immer mehr unsinnigen Vorschriften rumärgern dürfen, wird ihnen dieser Optimismus schnell vergehen.
Ich stimme dir zu, da werden einige Naive, Gutgläubige gelockt.

Wenn sie gecheckt haben wie der Hase läuft, kommen sie da nicht mehr so einfach raus, weil die Ausbildung nur für die BA brauchbar ist.

Und dann, weitermachen!:eek:
 
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