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Hochschule der Arbeitsagentur: Wir studieren Hartz IV

XxMikexX

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Mir tun diese Studenten leid. Da sind bestimmt viele dabei, die ein gutes Herz haben und wirklich den Menschen helfen wollen, aber wenn sie erstmal in der Alltagswelt eines Jobvermittlers angekommen sind und sich mit immer mehr unsinnigen Vorschriften rumärgern dürfen, wird ihnen dieser Optimismus schnell vergehen.
 

Walter999

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Zumindest sollten diese Studenten dann später keine Probleme beim Ausfüllen ihrer H4 Anträge haben. :popcorn:
 

utafu

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Das zeigt uns das ein Ende diese Systems nicht zu erwarten ist.
 

quinto

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"Es gibt auch Momente, da braucht jemand genau jetzt eine Beratung und nicht erst morgen oder übermorgen", sagt Frey. Eine Lösung seien Chats und Videokonferenzen.
Ahja. Damit sind wohl Vermittlungen in Betriebe gemeint, die ihre Betriebskosten auf Kosten der Allgemeinheit sozialisieren bzw. Vermittlungen in Zeitarbeit, weil zufälligerweise am selben ein Helfer krank geworden ist. Ein Unternehmen, welches so dringend Arbeitskräfte benötigt, muss zwingenderweise betriebswirtschaftlich falsch handeln respektive sehr unorganisiert sein.

Die Vermittler der Zukunft müssten sich deshalb mehr Zeit für die harten Fälle wie Langzeitarbeitslose nehmen und sie individueller betreuen. "Die gehen dann eher nicht in einen Videochat"
Warum sollte man sich in seinen eigenen vier Wänden noch schikanieren lassen?

Ich befürchte, das es darum gibt ein falsches "Fraternisierungs"gefühl" beim Erwerbslosen zu erzeugen, sodaß er Fehler macht und sich um Kopf und Kragen redet und sein Privatleben preisgibt, damit man gezielt seinen Willen brechen kann. Hat was von der Methode "operative Zersetzung". Wohl dem wer seinen eignen Kopf hat und so einen Unfug nicht freiwillig mitmacht!
 

JulieOcean

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:eek::eek::eek:
Maria Körner, 27, will helfen. (...) Nach einem medienwissenschaftlichen Studium und Berufserfahrung in einer Hamburger IT-Firma weiß sie jetzt, wo es für sie beruflich weitergehen soll: In die Bundesagentur für Arbeit (BA) - nicht als Jobsuchende, sondern als Jobvermittlerin.
Entweder sie ist naiv, gutgläubig oder schlichtweg blöd. Vermutlich alles zusammen.
 

0zymandias

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[...]Lernziele: täuschen und tricksen mit wahrscheinlich 40 Semesterwochenstunden! :icon_mrgreen:
Anachronistische Datenpräsentation I (Wir lernen mit den Fehlern der Vergangenheit zu leben und vergessen einfach die Nicht-Sanktion bei einer Nicht-Unterschrift einer EGV von 2011 oder die klitzekleinen Änderungen im SGB III von 4/2012)

Mitwirkungspflicht 1.01 (Wird nur im Sommersemester gelesen) - Geht nicht gibt's nicht, dafür hamma Mitwirkungspflicht

Psychologische Kriegsführung - Warum der Typ auf der anderen Schreibtischseite alles schuld ist (Kurs kommt ab 30 Teilnehmern zustande)

Heuristische Datenpräsentation BA-Plus-FutureFIT-supergut (Pflichtkurs) - Vollbeschäftigung ist nur eine Frage des scharfen Hinsehens, Aufstocker sind voll integriert, Maßgenommene nehmen Platz auf der Haben-Seite der Statistik, FSJ steht für Freies Statistik-Jonglieren, ...

Postwesen - Abwehr, Blocken, Ausweichen. Kein Antrag ist kein Antrag, und Schnaps ist Schnaps. Fertig, Nächster.

(Ja, die verlangen schon viel heutzutage.)
 

USERIN

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Anachronistische Datenpräsentation I (Wir lernen mit den Fehlern der Vergangenheit zu leben und vergessen einfach die Nicht-Sanktion bei einer Nicht-Unterschrift einer EGV von 2011 oder die klitzekleinen Änderungen im SGB III von 4/2012)

Mitwirkungspflicht 1.01 (Wird nur im Sommersemester gelesen) - Geht nicht gibt's nicht, dafür hamma Mitwirkungspflicht

Psychologische Kriegsführung - Warum der Typ auf der anderen Schreibtischseite alles schuld ist (Kurs kommt ab 30 Teilnehmern zustande)

Heuristische Datenpräsentation BA-Plus-FutureFIT-supergut (Pflichtkurs) - Vollbeschäftigung ist nur eine Frage des scharfen Hinsehens, Aufstocker sind voll integriert, Maßgenommene nehmen Platz auf der Haben-Seite der Statistik, FSJ steht für Freies Statistik-Jonglieren, ...

Postwesen - Abwehr, Blocken, Ausweichen. Kein Antrag ist kein Antrag, und Schnaps ist Schnaps. Fertig, Nächster.

(Ja, die verlangen schon viel heutzutage.)

Vergiss das Seminar-Leckerli nicht:


Rechtswidrige Ausgestaltung von Verwaltungsakten - Kampf der Langeweile in den Rechtsabteilungen und Sozialgerichten!




(Anfänger-Kurse: "Copy&paste-Bausteinzusammenklatschen in EGV" - geht fast immer daneben im Fall der gerichtlichen Überprüfung ODER "Wie erwischt man aber auch alle SGB-II-Fettnäpfchen bei der EGVpVA?")
 

götzb

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Helfen könnte die Erkenntnis beinhalten, das Hilfe eben nicht zwangsläufig immer Arbeit ist, sondern die Freiheit seiner eigenen Entscheidung, ohne vom Gefühl verfolgt zu werden, seine Existenz zu verlieren.
 

XxMikexX

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Die Monsterbehörde BA hat sich völlig verselbständigt und befindet sich zur Zeit in einer Parallel-Welt.

Sie beschließt ihre Gesetze selber (Durchführungsbestimmungen) und hat auch eine eigene Universität, wo die Hartz-Doktrin einen pseudo-wissenschaftlichen Anspruch erhält.

Wer hier abschließt ist völlig auf Linie getrimmt und für vernünftige Argumente nicht mehr zugänglich.
 

quinto

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Helfen könnte die Erkenntnis beinhalten, das Hilfe eben nicht zwangsläufig immer Arbeit ist, sondern die Freiheit seiner eigenen Entscheidung, ohne vom Gefühl verfolgt zu werden, seine Existenz zu verlieren.
Mach aus dem "könnte" ein "müsste" und dann passt es.
Es nützt weder dem Erwerbslosen noch dem Unternehmer, wenn er auf Teufel komm raus zu irgendetwas gezwungen wird. Geld möchten wir alle, um unsere Wünsche zu erfüllen.

Ich vermute mal das ohne EGV und EGV-VA die Vermittlung sogar erfolgreicher wäre, aber von dem Müll werden sie wohl nicht ablassen.
 

wolliohne

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was regt ihr euch auf ?
Hier wird doch nur eine Politische Vorgabe umgesetzt was jeder Polizeibeamte bei Kontrollen vor Ort genau so tut !

Die nächste Wahl kommt bestimmt.
 

Texter50

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Die nächste Wahl kommt bestimmt.
Danke, der war echt gut, das rettet den Vormittach! :icon_lol:

Und dann passiert bitte was?
Dann gehen se hin und wählen Mutti. :icon_motz:
Die hat den Mindestlohn gebracht - ok, nicht für ELOs, aber immerhin...

Da fällt mir ganz spontan zu ein:
Bertold Brecht: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.“
 
E

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Zumindest sollten diese Studenten dann später keine Probleme beim Ausfüllen ihrer H4 Anträge haben. :popcorn:
Da bin ich mir nicht so sicher, aber vermutlich werden sie es nicht merken, wenn sie etwas falsch ausfüllen und dann weniger bekommen, als ihnen dem Gesetz nach zusteht.
 

Maximus Decimus

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Ihr solltest vielleicht mal an den Unterschied zwischen Theorie und Praxis denken. Das was die da in dem Studium vermittelt bekommen sind nur reine theoretische Kenntnisse, und wieviel man davon nach dem Studium noch braucht, sollten die Leute zumindest wissen die auch mal studiert haben. Viele Dozenten sind einfach nur total praxisfern, weil sie von den praktischen Tätigkeiten mittlerweile überhaupt keine Ahnung mehr haben. Das Studium ist auch kein typisches wie es an einer FH/Universität abläuft.
 

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Ihr solltest vielleicht mal an den Unterschied zwischen Theorie und Praxis denken. Das was die da in dem Studium vermittelt bekommen sind nur reine theoretische Kenntnisse, und wieviel man davon nach dem Studium noch braucht, sollten die Leute zumindest wissen die auch mal studiert haben. Viele Dozenten sind einfach nur total praxisfern, weil sie von den praktischen Tätigkeiten mittlerweile überhaupt keine Ahnung mehr haben. Das Studium ist auch kein typisches wie es an einer FH/Universität abläuft.
Naja.... da die Arbeitsgrundlage (Gesetze) meist sehr textbasiert ist, würde ich schon die Behauptung wagen, dass eine gute Kenntnis der Theorie auch für die Praxis reicht.

Ausserdem bescheidet die BA (und deren Anhängsel) gern nach dem Prinzip:

Raus damit - wird schon kaum einer Widerspruch erheben (die "dumme" Masse macht´s)
 

0zymandias

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Vor allen Dingen darf man nicht verwechseln, dass es keine rechte Fern-Uni ist, sondern eine rechtsferne Uni.
 

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was regt ihr euch auf ?
Hier wird doch nur eine Politische Vorgabe umgesetzt was jeder Polizeibeamte bei Kontrollen vor Ort genau so tut !

Die nächste Wahl kommt bestimmt.
Mal ehrlich:

Braucht man dafür 12 SGB´s und etliche Nebengesetze?

Das dürfte für einen normalen Streifenbeamten wesentlich übersichtlicher sein....
 

USERIN

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Danke, der war echt gut, das rettet den Vormittach! :icon_lol:

Und dann passiert bitte was?
Dann gehen se hin und wählen Mutti. :icon_motz:
Die hat den Mindestlohn gebracht - ok, nicht für ELOs, aber immerhin...

Da fällt mir ganz spontan zu ein:
Die besten Witze stehen eh im SGB:

z.B.

§ 2 Abs. 2 SGB I Soziale Rechte


(2) Die nachfolgenden sozialen Rechte sind bei der Auslegung der Vorschriften dieses Gesetzbuchs und bei der Ausübung von Ermessen zu beachten; dabei ist sicherzustellen, daß die sozialen Rechte möglichst weitgehend verwirklicht werden.


:icon_lol:
 

Roter Bock

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Machen die auch Praktikum?

z. B. so: 3 Monate leben vom Regelsatz, praktische Übung für Vermittler..

Roter Bock
 
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Machen die auch Praktikum?
Ja, es gibt mehrmonatige Praktika (mehrer Trimestern). Das gesamte Studium ist sehr praxisorientiert und stark auf die Vermittlertätigkeit bzw. Leistungssachbearbeitung zugeschnitten. Ich halte das für sehr bedenklich, denn wenn einem der Job doch nicht zusagt oder man später was anderes machen will, hat man mit dem HdBA-Studium wenig Chancen. Es ist einfach viel zu spezifisch auf einen einzigen Arbeitgeber, eben die BA, zugeschnitten. Es sollen dort die Verwaltungskräfte (üblicherweise TE IV bis III) herangezüchtet werde. Die "höheren" Führungskräfte kommen übrigens sehr selten von der BA-Hochschule, weil bei denen (ab TE II / Bereichsleiter) gerne eine wissenschaftliches Hochschulstudium gesehen wird (Master-Niveau), die HdBA aber nur einen Bachelor (früher FH-Diplom) vergibt.
 
E

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Gast
Vor allen Dingen darf man nicht verwechseln, dass es keine rechte Fern-Uni ist, sondern eine rechtsferne Uni.
Genau genommen eine rechtsferne - und nicht minder lebensferne - (Fach)Hochschule, auf der man lernt, die hohe Kunst des bedingungslosen Gehorchens geschickt mit dem eloquenten Zitieren von fachlichen Hinweisen und ermessenslenkenden Weisungen zu kombinieren, wärend man gegenüber Vorgesetzten einen Dauerbuckel macht und beständig nach unten tritt, um die eigenen Minderwertigkeitskomplexe an denen auszuleben, die sich bedingt duch ihre existentielle Furcht vor Sanktionsgewalt kaum zu helfen wissen. Mit anderen Worten: An der HdBA wird das humanistische Bildungsideal gelebt. Humboldt wäre stolz. Würde da auch noch Ironie gelehrt, wäre es perfekt.
 

0zymandias

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Man fragt sich vielleicht, warum die BA bei tausenden eingearbeiteten Mitarbeitern lieber nicht weiterbefristet und unter Millionen möglichen Quereinsteigern die Auswahl scheut, nur um sich dann eine eigene Kaderschmiede zu basteln.

Aber wenn Arbeitnehmer bei Impertinenzen wie Kritik oder Verhandeln auf Augenhöhe plötzlich ohne Berufsbildung dastehen, hat das für den Arbeitgeber schon eine gewisse Folgerichtigkeit, oder?

[...]Würde da auch noch Ironie gelehrt, wäre es perfekt.
Häresie. Das sind ja schon Kallwassinitische Umtriebe. :biggrin:

Schließlich sagt die BA, dass sie perfekt ist. Und die BA, die BA, die BA hat immer recht.

Wenn man Ironie über den Zwiespalt zwischen Wortsinn und Wortbedeutung definiert, wird Ironie dort bis zum Eintritt des Sarkasmus gelebt.
Wenn einem erst eine SB und dann deren Teamleiterin erklärt, dass eine EGV-Unterschrift zu den Mitwirkungspflichten gehört, dann wird da Hektoliterweise vor sich hin ironiert, vielleicht entsteht sogar ein neuer Fluss namens Ironia.

Als wir Kinder waren, nannten wir scherzhafter Weise (Vorteil der neuen Rechtschreibung) das wissentliche Unwahrheit-Sagen unter Vorteilsnahme "Lügen".
Heute mündet nur der Nürnberger Fluss Ironia im ironischen Ozean.

Jetzt müssen wir es nur noch alle ganz toll finden. :biggrin:
 

USERIN

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Jetzt müssen wir es nur noch alle ganz toll finden. :biggrin:
Die Wahlergebnisse der letzten Jahrzehnte zeigen, dass der Beitrags - und auch Steuerzahler das Modell wohl zumindest akzeptabel findet.

Personalintensiv viel Geld für viel sinnloses Elend aus dem dem Fenster werfen, das ist wohl eine der Kernkompetenzen der BA.
 

quinto

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Genau genommen eine rechtsferne - und nicht minder lebensferne - (Fach)Hochschule, auf der man lernt, die hohe Kunst des bedingungslosen Gehorchens geschickt mit dem eloquenten Zitieren von fachlichen Hinweisen und ermessenslenkenden Weisungen zu kombinieren, wärend man gegenüber Vorgesetzten einen Dauerbuckel macht und beständig nach unten tritt,
Das Milgram-Experiment im universitären Großversuch? :icon_kinn:

Man muss davon ausgehen, dass es sich bei den Studenten um oftmals nicht gefestigte Persönlichkeiten handelt, die eben diese von der Autorität vorgelebten Lebensweise verinnerlichen, weil von der Hochschule als auch Arbeitgeber unterschwellig eine Erziehungsfunktion wahrgenommen wird. Die würden wohl ein Teufel tun, das Milgram-Experiment in deren Curriculum aufzunehmen.
 
E

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Gast
Die würden wohl ein Teufel tun, das Milgram-Experiment in deren Curriculum aufzunehmen.
Selbstverständlich ist das im Lehrplan mit drinnen. Das (Milgram, Zimbardo, Asch und co.) lernt jeder Erstsemestler im Bereich Organisationssoziologie. Völlig normal.
 
E

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ich giggle gerade, wenn ich eure Kommentare lese :)

quinto:

Ich befürchte, das es darum gibt ein falsches "Fraternisierungs"gefühl" beim Erwerbslosen zu erzeugen, sodaß er Fehler macht und sich um Kopf und Kragen redet und sein Privatleben preisgibt, damit man gezielt seinen Willen brechen kann. Hat was von der Methode "operative Zersetzung". Wohl dem wer seinen eignen Kopf hat und so einen Unfug nicht freiwillig mitmacht!
Macnhmal habe ich auch den Eindruck. Aber das kann überall passieren. Der Interviewer vor der laufendem Kamera bei einem Kamera-Ungeübten, beim Rechtsanwalt u.ä. - also: schweigen ist manchmal eben doch Gold. Beim Maßnahme-Personal sollte man das schon wichtig nehmen und beim SB sowieso.

Das mit der eigenen Hochschule weiß ich schon länger. Aber bilden tun die wohl nicht. Meine SB meinte letztens, wenn ich mich nicht kooperativer (systemgetreuer) verhalte, würde ich in eine niederschwellige Maßnahme geschickt. Also, besprochen wird dann wohl nichts mehr? Das hört sich wie eine unterschwellige Drohung für mich an. Und das, obwohl ich ihr sagte, ich hätte die Maßnahme-Unterlagen unterschrieben (ich weiß, ich weiß) obwohl ich nicht verstehe, dass einerseits freiwillig darauf steht und ich aber andererseits es doch unterschreiben muss.
Den schadenfrohen Blick dabei hättet ihr mal sehen sollen. Also, ich würde das bei niemandem so sagen können.

Erstens würde ich mich für diesen niederschwelligen Schei* schämen, zweitens käme ich überhaupt nicht damit klar, leidgeprüfte Leute noch mehr Leid zuzufügen, überhaupt käme ich drittens mit diesem ganzen Schikane und Schulbub (bei erwachsenen Menschen) und Oberlehrer-Verhalten nicht klar und damit, dass ich schikanierende Knöpfe drücken und grundgesetzgefährdende Papiere auszudrucken hätte sowieso nicht klar.
Für Sadisten könnte das allerdings der richtige Ort sein.

Gegen Beamten-Status hätte ich persönlich nichts einzuwenden, aber das Arbeitsamt sollte es definitiv nicht sein.
 

Markus1977

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Die BA ist für mich genau wie Geheimdienste ein Staat im Staat geworden, MfS gleich, soweit man die Methoden erkennen kann.
Ist ja nicht unclever. Man baut den staatlichen Geheimdienst hinter der Fassade der Bundesagentur für Arbeit auf, Damit es nicht auffällt.

Mich würde interessieren, wieviele Stasi-Ausbilder Dort an der Hochschule agieren.
 
E

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Mich würde interessieren, wieviele Stasi-Ausbilder Dort an der Hochschule agieren.
Ganz einfach: 0,00%. Die Lebensläufe der dortigen Dozenten/Profs. kannst du ja selbst via google recherchieren. Es sind ganz normale Wirtschaft- Sozial- und Rechtswissenschaftler, die an ganz normalen Hochschulen studiert und promoviert haben. Ich würde, erhielte ich ein Angebot, übrigens auch sofort bei der HdBA anfangen. Ein Professoren-Gehalt (+ die Sicherheit) sind ja nicht zu verachten.

Und Stichwort: Villa Sauckel. Was soll das bitte aussagen? Was folgt deiner Meinung nach denn daraus, dass die BA dort eine Schulungsstätte unterhält? Sollen Gebäude, die in der Nazi-Zeit von den Nazis verwendet wurden, deshalb heute nicht mehr genutzt werden? Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. Viele Amtsgebäude wurden vom Nazi-Regime benutzt. Dadurch, dass dort einmal Unrecht veranlasst wurde, wird das Gebäude aber wohl kaum diskreditiert.

Die Stasi- und/oder Nazi-Keule, die manche hier im Forum so gerne schwingen, wenn es auf die BA zu sprechen kommt, ist wirklich ziemlich abwegig. Und sie ist auch einer der Gründe dafür, warum Arbeitslose, die ständig Vergleiche mit der Nazi-Zeit bringen, selten ernstgenommen werden. Und ich meine ganz ehrlich: Zum Glück werden sie nicht ernst genommen! Denn es mangelt ihnen ja offenkundig an dem gebotenen Ernst. Die Verfolgten der Nazis bzw. der Stasi wären jedenfalls heilfroh gewesen, durch ihre Verfolger eine solche Behandlung zu erfahren wie die, die den Sozialleistungsempfängern in diesem Land heute zuteil wird.

Sicher läuft durch Hartz IV manches aus dem Ruder. Die BA kann als Vollstreckungsbehörde einer fragwürdigen Sozialpolitik gesehen werden. Sie nimmt sich teilweise Sachen heraus, die unter aller Sau sind! Sie behandelt Menschen nicht immer gut, das ist ohne Frage richtig. Aber deshalb Assoziationen von Diktaturen das Wort zu reden, in denen der Auftrag von Institutionen wie der Gestapo oder der Stasi die Vernichtung von Menschenleben war, ist absurd. Denn das Kernanliegen der BA ist - so verbesserungswürdig sie auch ist - ein völlig anderens.

Es geht beim Handeln der BA primär schlicht und einfach um Statistikbereinigung, Geldeinsparung, Auszahlung von Versicherungsleistungen und Arbeitslosenverwaltung. Das mit dem Agieren der Stasi, der Gestapo oder der NSDAP gleichzusetzen, ist abwegig. Solche Gleichsetzungen sind einfach unzutreffend und bisweilen auch zynisch, weil wirkliche Stasi- und Nazi-Opfer sich verhöhnt vorkommen können, wenn das, was sie an echter Verfolgung und Lebenszerstörung erlebt haben, hier leichtfertig mit dem gleichgesetzt wird, was heute seitens der BA geschieht.

Sicher: Die BA ist - so meine Überzeugung - eine mit Denkverboten durchtränkte, hierarchiefixierte, an das Militär erinnernde, auf KVP getrimmte Mammutbehörde, die der Verbreitung eines fragwürdigen Menschenbildes Vorschub leistet. Aber das hat nix mit Stasi- und Nazi-Zeit zu tun. Das ist einfach die Inkorporation des neoliberalen Zeitgeistes. Gegen diesen Zeitgeist kann man durch politisches Engagement vorgehen, ganz ohne Diktatur-Keule.
 

Markus1977

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Deine Antwort macht Dich schon verdächtig, weil Du versuchst zu besänftigen!

Wer für einen staatlichen Terror-Apparat arbeitet, der bewusst und offenkundig Menschenleben zerbricht, Der ist Mittäter, ganz einfach.

Ihr Menschenrechtsverbrecher habt die schwarze Uniform an, So siehts aus!
 
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Sicher: Die BA ist - so meine Überzeugung - eine mit Denkverboten durchtränkte, hierarchiefixierte, an das Militär erinnernde, auf KVP getrimmte Mammutbehörde, die der Verbreitung eines fragwürdigen Menschenbildes Vorschub leistet. .
Schön formuliert,Weise einer der bei der BW sein Auskommen hatte und nun seine gehirngewaschene Befehlsstruktur bei der BA auslebt.
Der stammt aus einer Zeit,bei der es noch genug Nazis in der BW gab.
Die alten Preußen hatten auch noch ihr Andenken in so manchen Köpfen.:icon_hihi:
 
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Kadavergehorsam, siehe #3. Der ist eiskalt abserviert worden.
Er war vorher schon abgemahnt worden. Man kann seinen Rauswurf auch nicht mit der Exmatrikulation an einer normalen Hochschule vergleichen, denn die Studenten der HdBA verdienen im Studium bereits Geld. Die BA ist ihr Arbeitgeber schon im Studium. Und da hat man - auch wenn viele das nicht einsehen wollen - schlicht und einfach ein gewisses Maß an Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber zu zeigen.

Wer bei der BA arbeitet, kann denken, was er will. Er darf aber nicht alles sagen, was er denkt, wenn das seinen Arbeitgeber in einem schlechten Licht erscheinen lässt. Diese Loyalitätspflicht gilt in jedem Arbeitsverhältnis, das ist kein Spezifikum der BA oder der HdBA. Man hat einfach nicht offen zum Widerstand gegen seinen Brötchengeber aufzurufen, solange dieser bestehendes Recht umsetzt.

Man darf das tun, keine Frage. Schließlich herrscht Meinungsfreiheit. Man muss dann aber eben auch mit den Konsequenzen leben. BA-Arbeitnehmer (und HdBA-Student) zu sein heißt: sich anpassen. Das ist erforderlich, ganz einfach. Man hat als Arbeitnehmer nicht offen zu sagen, dass man nicht bereit ist, bestehendes Recht umzusetzen. M.K. tat genau das aber. Daher musste er in den Augen der BA gehen. Ich finde das nicht richtig, kann die Reaktion der BA also nicht gutheißen, wohl aber nachvollziehen.

Ich bedauere, dass M.K. bei der HdBA rausgeflogen ist. Denn gerade eine Hochschule sollte kritischen Disput aushalten und gutheißen! Das habe ich hier auch schon umfassend dargelegt. Nur ist die HdBA eben keine normale Hochschule. Sie ist eine Institution, die Linientreue will, nicht Freidenkertum. Da gelten andere Regeln. Wer die nicht befolgt, fliegt raus.
 

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Die BA ist für mich genau wie Geheimdienste ein Staat im Staat geworden, MfS gleich, soweit man die Methoden erkennen kann.
Ist ja nicht unclever. Man baut den staatlichen Geheimdienst hinter der Fassade der Bundesagentur für Arbeit auf, Damit es nicht auffällt.

Mich würde interessieren, wieviele Stasi-Ausbilder Dort an der Hochschule agieren.
Keine würde ich auch vermuten. (# 38 / 0,00%)

Denn wären Mitarbeiter der BA entsprechend der MfS-Vorgaben geschult, gäbe es wohl kaum belanglose Einladungen, sondern sehr "konstruktive" Gespräche.

Alleine im Bereich der operativen Psychologie (Lehrfach an der Juristischen Hochschule des MfS) kann die BA dem MfS ganz sicher kaum das Wasser reichen.

Wäre die BA mit allen MfS- Wassern gewaschen, wäre die BRD ein Vollbeschäftigungsstaat, in dem man sich notfalls per Pfandflaschensammeln "glücklich" vom JC fernhält.
 

USERIN

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Deine Antwort macht Dich schon verdächtig, weil Du versuchst zu besänftigen!

Wer für einen staatlichen Terror-Apparat arbeitet, der bewusst und offenkundig Menschenleben zerbricht, Der ist Mittäter, ganz einfach.

Ihr Menschenrechtsverbrecher habt die schwarze Uniform an, So siehts aus!
"MfS-gleich" (meinetwegen kannst du hier auf das MfS einschlagen, aber deine Polemik dürfte wohl bei vielen MfS-Opfern für ein - nicht nur leichtes -Befremden sorgen)

Wer ist denn schonmal beim JC zu einer Maßnahme gezwungen worden, in dem subtil gedroht wurde, dass einem Verwandten "das und das" passieren könnte (z.B. keine Zulassung zum Studium etc.) ?

Hausbesuche im "MfS-Style" hatten ganz sicher auch eine andere Qualität!


P.S.

1. Das MfS kam gern in zivil (hornhautumbra oder völkerfreundschaftsgrau) und im Schnitt gern im "klassischen West-Rentner-Look"

2. Kein JC wird dich auf dem Weg durch die Gerichtsbarkeit aufhalten (der EGMR wartet schon freudig erregt auf Leute wie dich), anstatt hier rumzupolemisieren einfach mal klagen (ergo: machen) !
 

götzb

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Gibt es dort auch das Fach
Erzeugen von Psychoterror, Indoktrination, Formulierung und Argumentation von Halbwahrheiten ? :icon_frown:

Zumal die Technologie ist doch so vorangeschritten, kann man doch Roboter in den JC einsetzen. Die Unterschiede zu echte JC MA u.U. kaum merkbar sind.

Nazivergleiche sind immer fehl am Platze, allerdings ist manche Denke der Effektivität in Nuancen vergleichbar. -> Arbeit als Bestrafung, als Erziehungsmaßnahme.
 

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Gibt es dort auch das Fach
Erzeugen von Psychoterror, Indoktrination, Formulierung und Argumentation von Halbwahrheiten ? :icon_frown:

Zumal die Technologie ist doch so vorangeschritten, kann man doch Roboter in den JC einsetzen. Die Unterschiede zu echte JC MA u.U. kaum merkbar sind.

Nazivergleiche sind immer fehl am Platze, allerdings ist manche Denke der Effektivität in Nuancen vergleichbar. -> Arbeit als Bestrafung, als Erziehungsmaßnahme.
Wenn ja, hat die BA das mangelhaft umgesetzt.

Wird ein Gespräch beim JC unsachlich, breche ich es ab und verweise auf den Schriftweg.

Vorträge über "MfS/Gestapo-Vergleiche" sind erstens daneben und zweitens sinnlos.

Meist wird es dort sachlicher und ggf. steht es dem JC ja offen, seine Position vor dem Sozialgericht vorzutragen (meist ist dort die Luft raus).

Dass die BA bzw. JC die Grundsätze aus dem SGB (Meistbegünstigung um mal ein Stichwort zu nennen) kaum zu Gunsten des Leistungsberechtigten anwenden, dürfte einem nach sehr wenigen Terminen/Schreiben klar sein.

Wer sich dann nicht fundiert mit den Grundlagen des Sozial(verfahrens)rechts auseinandersetzt, wird eben weiter aus Schaden klug werden müssen.
 
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Gibt es dort auch das Fach
Erzeugen von Psychoterror, Indoktrination, Formulierung und Argumentation von Halbwahrheiten ? :icon_frown:
Meines Wissens nach nicht an der HdBA direkt. Ich habe da selbst auch nicht studiert, sondern an einer gewöhnlichen Uni. Ich kenne aber diverse Leute, die an der HdBA studiert haben.

Wie man als pAp rhetorisch geschickt Dinge rüberbringt (Grundlagen des NLP, Indoktrination, Halbwahrheiten etc.) wird in BA-internen Schulungskursen aber durchaus gelehrt. Was das angeht, ist die BA wirklich - und das meine ich jetzt ohne Ironie - ein löblicher Arbeitgeber. In meinen 2 Jahren dort hatte ich an die 30 Tage Vollzeit-Schulungen. Zudem bestand die Möglichkeit, freiwillig noch weit mehr Schulungen zu belegen. Vieles davon kannte ich aus meinem Studium (Philosophie und Arbeitssoziologie) aber schon.

Es gibt wirklich Schulungen en masse. Zu nennen sind in diesem Kontext insbesondere die BeKo-Schulungen, die für alle Mitarbeiter ab pAp/FM-Level verpflichtend sind und die in Grundlagen- und Fortgeschrittenenkurse von mehreren Tagen angeboten werden. Basis dafür ist ein ca 400 Seiten starkes BeKo-NLP-Sprech-Werk (steht im BA-Intranet).

Ich habe das selbst mitgemacht und kann daher sagen: Das kommt Indoktrination schon sehr nahe. Das Motto ist einfach: Den Kunden geschickt steuern. Mal abgesehen vom fragwürdigen Inhalt war die didaktische Qualität der Schulung aber wirklich gut! Und der Kaffee und die Schnittchen waren auch nicht zu verachten. :biggrin:
 
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Zumal die Technologie ist doch so vorangeschritten, kann man doch Roboter in den JC einsetzen. Die Unterschiede zu echte JC MA u.U. kaum merkbar sind.
Da ist wohl was dran. Im Prinzip muss man eigentlich nur eine Gummi-Puppe auf den Platz des pAp setzen und der ein Diktiergerät auf den Rücken kleben, das dann in Dauerschleife die folgenden fünf Sätze abspielt:

  • Sie müssen sich intensiver bewerben!
  • Ich kann Ihnen da nicht helfen!
  • Bei Fragen wenden Sie sich an wen anders!
  • Manchen Sie mal ne Maßnahme!
  • Wenn Sie nicht spuren, gibt's ne Sanktion!
Einmal morgens die Puppe am Schreibtisch platziert, kann man dann mit den Kollegen von 09:00 - 13:00 Uhr frühstücken gehen und muss nach dem Mittag nur noch kurz per Copy & Paste ein paar Beratungsvermerke schreiben und EGV-VAs wegschicken. Ja, Technisierung ist schon was feines! :smile:
 

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Wie man als pAp rhetorisch geschickt Dinge rüberbringt (Grundlagen des NLP, Indoktrination, Halbwahrheiten etc.) wird in BA-internen Schulungskursen aber durchaus gelehrt.
Aber auch verstanden?

Das was ich bisher an SB´s kennenlernen durfte, hatte eher keine ausreichenden Fähigkeiten und Kenntnisse im o.a. Sinne.

Gewisse "soft-skills" hat man oder eben nicht (Beispiel wäre der Verkäuferberuf, dort gibt es Menschen die wecken Begehrlichkeiten, die man vorher nicht kannte und im Gegensatz Menschen, die ein Top-Produkt zum günstigen Preis zum Verrecken nicht an den Kunden bekommen)

Grundregeln beim JC:

Sachlich bleiben und "wer fragt, der führt" z.B.=> "Es wäre nett, wenn Sie mir Ihre Auffassung nochmal schriftlich zukommen lassen. Das wäre doch sicher auch in Ihrem Sinne? Danke!"

So lassen sich plumpe Indoktrinationsversuche im Keim ersticken.
 

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Da ist wohl was dran. Im Prinzip muss man eigentlich nur eine Gummi-Puppe auf den Platz des pAp setzen und der ein Diktiergerät auf den Rücken kleben, das dann in Dauerschleife die folgenden fünf Sätze abspielt:

  • Sie müssen sich intensiver bewerben! Sie müssen mich entsprechend intensiver fördern!
  • Ich kann Ihnen da nicht helfen! Als ausgewiesene Fachkraft ist Ihnen das nicht möglich? Dann bitte VA dazu!
  • Bei Fragen wenden Sie sich an wen anders! Das sieht das SGB I (II) aber anders vor! Leiten Sie ggf. das Anliegen entsprechend gesetzeskonform weiter
  • Manchen Sie mal ne Maßnahme! Machen Sie doch erstmal eines Ihrer professionellen Profilings - dann besprechen wir die erforderlichen Details dazu! Ggf. muss ich das auch mit Dritten erörtern (Arzt, RA, etc.)
  • Wenn Sie nicht spuren, gibt's ne Sanktion! Diese Form der Rechtsfolgenbelehrung hätte ich gern schriftlich! Danke!
Einmal morgens die Puppe am Schreibtisch platziert, kann man dann mit den Kollegen von 09:00 - 13:00 Uhr frühstücken gehen und muss nach dem Mittag nur noch kurz per Copy & Paste ein paar Beratungsvermerke schreiben und EGV-VAs wegschicken. Ja, Technisierung ist schon was feines! :smile:
ELOquenter-Dummy
 

ThisIsTheEnd

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OT: Elysium ist ein netter Film. Gerade Jodie Foster als fiese Präsidentin gefällt.

Da ist wohl was dran. Im Prinzip muss man eigentlich nur eine Gummi-Puppe auf den Platz des pAp setzen und der ein Diktiergerät auf den Rücken kleben, das dann in Dauerschleife die folgenden fünf Sätze abspielt:
Innovativer Vorschlag!
 

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Also ich habe da die Igno-Funktion genutzt.....

Ozy! Das hättest du nicht posten dürfen.... nun bin ich im Sinne des SGB II so "destabilisiert", dass ich nächste Woche einen Facharzttermin brauche.

Der wird mich aufgrund des Threadauszugs sicher erstmal eine Weile krankschreiben und sicher davon abraten eine Arbeitssuche zu intensivieren. Heul, heul.....:wink:

Derweil kann man ja auch etwas "Hartz-IV" studieren.... mal gucken ob man über das neue BVerfG-Urteil eine neue Waschmaschine generieren kann (meine ist gerade zufällig kaputt gegangen, weil ganz schlümmer (!) Wutanfall wegen Schornstein).

Ob man wegen des Kleinkindes ggf. einen SchnellwaschganG betreibt ? Es gibt hier in HH wenig Schornsteine die qualmen, aber das Kleinkind muss doch eine saubere Büx anhaben, bevor die in der Kita vollgesudelt wird?
 
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Die Statistik bringt nichts,Mitgliedszeit schon einberechnet?
Darfst die gerne unterstützen,wenn dir ihre Beiträge so gefallen.
Desweiteren habe ich nicht vor in Kürze hier die 1000er Marke zu erreichen,das kann dann eventuell schon noch ein paar Jahre dauern.
Wir wollens hier doch nicht maßlos übertreiben.
 

0zymandias

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[...]Wie man als pAp rhetorisch geschickt Dinge rüberbringt (Grundlagen des NLP, Indoktrination, Halbwahrheiten etc.) wird in BA-internen Schulungskursen aber durchaus gelehrt. [...]
Sind da wirklich NLP-Kurse dabei oder übersehe ich da gerade Ironie? :biggrin:
NLP ist ja nichts Wissenschaftliches, deswegen bin ich da schon ein wenig verwundert. (Oder steht das einfach nur für "Nörgeln, Lamentieren, Predigen"? Das würde passen und das würde die Empirie durchaus hergeben.)

Irgendwann muss ich da mal einen Humanoperator beantragen; die Multiple-Choice-Wesenheiten bringen mich irgendwie nicht weiter.

[...]
Ozy! Das hättest du nicht posten dürfen.... nun bin ich im Sinne des SGB II so "destabilisiert", dass ich nächste Woche einen Facharzttermin brauche.
[...]
Och, so kurz vor dem Wochenende kann man noch mal ein wenig Gas geben. :wink:
 
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Sind da wirklich NLP-Kurse dabei
Jein. Die Kurse werden nicht als NLP-Kurse deklariert, aber NLP-Inhalte kommt darin klar zur Anwendung. Das ist bei ganz vielen Fortbildungen der Fall. Bei BeKO ist das ganz offensichtlich. Manche BA-Dozenten sind definitiv NLP-geschult (und die sind gar nicht mal schlecht!). Ein Ex-Kollege von mir (einfacher pAp) war ebenfalls NLP-Master.

Dass NLP nicht wissenschaftlich fundiert ist, spielt dabei keine wirkliche Rolle. In der BA entbehrt vieles der wissenschaftlichen Grundlage. Von daher passt das ins Bild. Aber seine wir ehrlich: In der gesamten Coaching-Szene finden sich doch ganz viele Ansätze (Aufstellungen, Hypnose, systemisches dies und das, Führen mit Pferden etc.), was - in der Form, wie es zur Anwendung kommen - nur sehr bedingt wissenschaftlchen Ansprüchen genügen.

Ich selbst bin u.a. Case Manager und systemischer Berater. Und ich kann sagen, dass vieles, was in beiden Ausbildungen vermittelt wurde, doch teils sehr pseudowissenschaftlich anmutet. Ich habe auch mal einen viertägigen NLP-Kurs als Bildungsurlaub absolviert, obwohl ich von dem ganzen Hokus-Pokus-NLP nun wirklich nichts halte. Aber die NLP-Fortbildung (da, wo die Bildung fort geht) bekam ich umsonst.

Und 4 Tage NLP waren mir immer noch lieber als 4 Tage arbeiten. Also habe ich es mitgenommen und dabei gelernt, dass man als denkender Mensch vor NLP wirklich keine Angst haben muss. Manches ist einfach nur lächerlich, was NLP-Gurus einem weißmachen wollen. :biggrin:
 

Roter Bock

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@ BurnsTorn, NLP ist nichts weiter, als üble Manipulationsmethode. Soweit erkannt ist, zuwas es dient, zeigt die Mitwirkung von BA Mitarbeitern an solchen Kursen nur, das kritiklos einfach alles übernommen wird.


Es handelt sich bei NLP und dem "systemischen" Ansätzen um üble Manipulationsmethoden. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber waren NLP Kurse für das mittlere Managament üblich, um den Willen des Arbeitgebers sowohl bei Kunden, wie auch bei Mitarbeitern durchzusetzen. Diese vulgärpsychologische Überfrachtung der Arbeitsumgebung mit Pseudowissenschaften, die per Manipulationsseminar auf alle heruntergebrochen werden sollten, war ein Grund für meinen Abgang dort.

Mich wundert nicht, das es im Umfeld der JC und Afa benutzt wird.

Jede Nutzung von Psychologie die nicht der Heilung einer Erkrankung dient und zwangsweise ohne eine Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient aufgezwungen wird, lehne ich ab.

Roter Bock
 

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Es gibt wirklich Schulungen en masse. Zu nennen sind in diesem Kontext insbesondere die BeKo-Schulungen, die für alle Mitarbeiter ab pAp/FM-Level verpflichtend sind und die in Grundlagen- und Fortgeschrittenenkurse von mehreren Tagen angeboten werden. Basis dafür ist ein ca 400 Seiten starkes BeKo-NLP-Sprech-Werk (steht im BA-Intranet).
Mann, da bin ich aber froh, das ich zu meinen eigenen Studienzeiten als BWLer an der FH auch einen Grundlagenkurs in NLP besuchen konnte (ca. 1 Woche Vollzeit, gratis!).

Da stelle ich mir schon die kleine Gesprächsrunde in der Vermittlung vor:

"Na, Herr Fallmanager, über welchen Kanal kommunizieren wir denn heute? Auditiv? Visuell? Kinästhetisch?" :biggrin:

Aber das steht auch in meinem Lebenslauf. Vielleicht laden die mich deshalb nie zur regelmässigen Gesichtskontrolle vor.
 

Roter Bock

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"NLP" und "systemisch" sind die aktuellen Arbeitsmittel. Damit wird eine Gewalt auf Menschen ausgeübt, die sich von der faschistischen Gewalt nur durch die Wahl der Mittel unterscheidet.

Das Ziel ist das gleiche! Damals von 33 - 45 und heute. In sofern liegt Markus1977 nicht mit seinen Einwürfen daneben. Im Gegenteil. Die Durchsetzung faschistischer Gewalt in Deutschland braucht dabei aber nicht Unterstützung von alten MfS - Kadern, nein das ist nicht nötig. Wir haben genug Kreuzlahme, die mittlerweile "verbildet" sind und auch an Hochschulen Ihren Verstand in der Schublade gelassen haben.

Zum einseitigen Wohle der Besitzenden. Oder...wie errichte ich einen neuen Faschismus der wie eine Demokratie aussieht.

Roter Bock
 
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"NLP" und "systemisch" sind die aktuellen Arbeitsmittel. Damit wird eine Gewalt auf Menschen ausgeübt, die sich von der faschistischen Gewalt nur durch die Wahl der Mittel unterscheidet.
Mir scheint, du hast keine Ahnung davon, was "systemisches Denken/Handeln" ausmacht. Das ist nämlich mitnichten mit NLP gleichzusetzen. Der systemische Ansatz geht - mal stark vereinfacht ausgedrückt - von der Prämisse aus, dass unterschiedliche Dinge (Menschen, Kommunikation, Prozesse etc.) aufeinander bezogen sind, so dass nur bedingt von kausalen Ursache-Wirkungs-Ketten gesprochen werden kann.

Das hat in keiner Weise was mit "Gewalt auf Menschen" ausüben zu tun. Im Gegenteil: Der systemische Ansatz ist ein Ansatz, um gewaltfreie Kommunikation - durch ein Mehr an Verständnis für Zusammenhänge - zu ermöglichen (vgl. etwa die Konzepte von Schulz von Thun, Watzlawick und Rosenberg).

Es geht darum, Verständnis für Prozesse zu erzeugen, die ob ihres aufeinander-in-Bezug-Stehens über einfaches Ursache-Wirkungs-Denken nicht erklärt werden können. Wer versteht, dass nicht eine Person notgedrungen immer "Schuld" ist an einer Situation, sondern dass es diverse, sich gegenseitig verstärkende und aufeinander wirkende Faktoren gibt, ist eher bereit, zu akzeptieren, dass der andere auch Recht haben kann bzw. dass es keine absolute Wahrheit gibt.

Systemisches Denken fördert so gesehen ein Mehr an Akzeptanz. Sicher kann systemisches Argumentieren auch als Ausrede herhalten (Motto: Ich bin nicht schuld, das liegt an den Umständen!) und man kann ganz sicher nicht alles systemische erklären. Auch entbindet der systemische Blich nicht von individueller Verantwortung!

Aber manipulativ ist der systemische Ansatz sicher nicht. Beispielhaft verdeutlicht: Ein Mann und eine Frau streiten. Die Frau sagt: "Ich bin sauer auf dich, weil du dich immer zurückziehst und nie mit mir sprichts." Der Mann antwortet darauf: "Ich ziehe mich zurück, weil du immer sauer auf mich bist".

Das ist ein Teufelskreis, denn beide müssen reflektieren, dass Verhalten A Verhalten B bedingt, was dann wieder Verhalten A bedingt usw. Das meint systemisch. Es liegt nicht an der einen Person. Und mit solchen Erkenntnissen kann man vieles besser verstehen. Das hat doch nichts mit Manipulation zu tun.
 

ThisIsTheEnd

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^ Versuch das den drei Onkels im Vorstand zu vermitteln. Wahlweise auch Tante Nahles. :biggrin:
 
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Die BA benötigt eine Leistungsabteilung und der Rest kann geschlossen werden.
Das sehen übrigens nicht wenige Mitarbeiter bei der BA ganz genauso! Da herrscht keinesfalls Begeisterung über all die Konzepte, Projekte und Maßnahmen, die sich gewisse Führungskräfte ständig ausdenken. Man muss da nur mal mit BA-Betriebsräten sprechen. Das gelangt nur selten an die Öffentlichkeit.
 

quinto

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Selbstverständlich ist das im Lehrplan mit drinnen. Das (Milgram, Zimbardo, Asch und co.) lernt jeder Erstsemestler im Bereich Organisationssoziologie. Völlig normal.
Bei dem Wissen darum müssten doch mehr Menschen von dort ein schlechtes Gewissen haben. Sollte man jedenfalls meinen.

Fakt ist: Die BA hat sich seit 2005 menschlich erheblich verschlechtert, und schleichend werden die Frechheiten immer größer.

Und wer Menschen helfen will, muss anderen auch genug Freiräume geben um sich zu entwickeln. Mit einem "Mach gefälligst alles was ich will so wie ich will!"-SB ist niemanden geholfen.

Ein Mensch, der seine Freiräume ausleben will, macht letztendlich auch das was er machen will.
 

XxMikexX

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Mir tun diese Studenten leid. Da sind bestimmt viele dabei, die ein gutes Herz haben und wirklich den Menschen helfen wollen, aber wenn sie erstmal in der Alltagswelt eines Jobvermittlers angekommen sind und sich mit immer mehr unsinnigen Vorschriften rumärgern dürfen, wird ihnen dieser Optimismus schnell vergehen.
Ich stimme dir zu, da werden einige Naive, Gutgläubige gelockt.

Wenn sie gecheckt haben wie der Hase läuft, kommen sie da nicht mehr so einfach raus, weil die Ausbildung nur für die BA brauchbar ist.

Und dann, weitermachen!:eek:
 
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