Hinzuverdienst bei Rente wegen voller Erwerbsminderung? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Amundo

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Hallo,

ich beziehe eine Rente wegen voller Erwerbsminderung. Jetzt reicht das Geld aber nicht monatlich, ich bekomme kein Alg2, da ja erwerbsgemindert, Sozialhilfe bekomme ich nicht da ich ein Auto habe das ich brauche und vermutlich erst verkaufen müsste wegen der geringen Vermögensfreigrenzen bei Sozialhilfe und Wohngeld bekomme ich nicht weil mein Einkommen nicht ausreicht.

Ich muss also schauen wie ich an Geld gelange. Ich muss 300€ Krankenkasse TK bezahlen monatlich weil ich im letzten Jahr Einkünfte aus Kapitalvermögen hatte, das gibt es aber jetzt nicht mehr. Trotzdem muss ich nach Gesetz Beiträge so zahlen wie der Steuerbescheid vom letzten Jahr zeigt. Egal ob ich mir das jetzt leisten kann. Das ist ziemlich ungerecht.

Gegen Arbeit habe ich nichts auch wenn ich nicht weiß wie sinnvoll ich für einen Arbeitgeber sein könnte.

Ich war auch schon bei einem potentiellen Arbeitgeber, der mich aufgrund schlechter Erfahrungen aber nur selbständig beschäftigen will. Ist kein Problem da ich noch eine Selbständigkeit habe die allerdings momentan kein Einkommen generiert.

Ich würde für ihn arbeiten wollen aber ich habe mich gefragt ob ich, mit der ersten geleisteten Arbeitsstunde, sofort meine Rente verliere. Ich beim Rentenamt angerufen und man sagte mir ich könne arbeiten "auf Kosten meiner Gesundheit" und ich kann wohl 450€ verdienen. Also scheinbar auf Level einer geringfügigen Beschäftigung. Es würde aber angerechnet. Und nur wenn ich mehr verdiene dauerhaft würde über die Rente noch mal nachgedacht.

Jetzt habe ich google gefragt und die sagen es gibt eine Freigrenze bei solchen Renten die vor 2001 abgeschlossen wurden. Was bedeutet das jetzt? Meine Rente wurde danach bewilligt und beantragt.

Kann ich jetzt 450€ dazuverdienen oder wird das direkt von der Rente abgezogen?

Kann mir jemand mehr dazu sagen? Kommt es auf die Anzahl an Stunden an die ich arbeite oder nur auf das eingenommene Geld?

Danke!
 
E

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Du kannst 450 Öcken dazu verdienen u. von einer "Anrechnung" dabei habe ich noch nicht gehört.
 

Ines2003

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Du kannst bis zu 450 EUR dazu verdienen, ohne das deine Rente gekürzt wird.
Aber das ist immer si eine Sache, die DRV könnte denken, wenn jemand für 450 EUR Arbeiten gehen kann, kann die festgestellte Erwerbsminderung nicht mehr so schlimm sein und dir deine Rente wieder entziehen.

Aber das musst du wissen.
 
E

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So leicht ist das wohl nicht. Auch bei EMR gibt es einen gültigen Bescheid. Den einfach entziehen, wenn man gegen nichts verstoßen hat? Nöö!
Die 450 Öcken Zuverdienst sind Gesetz u. fertig.
Aber bei befristeter EMR u. wenn man dann später nochmal neu beantragen oder verlängern muß, da könnte das evtl. schon schädlich sein.
 

Ines2003

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@ en Jordi

Die Wohngeldberechnung, bzw die Rechtslage dazu ist m.E nach schwachsein.

Ich z.B habe Leistungen nach dem SGB XII erhalten, Wohngeld danach aber nicht, da dort Kraft Gesetzes unrerfamiloiien Angehörigen, ich nennen es mal BG besteht.

Bei SGB XII hingegen, wo es doch schon viele angerechnet wird jedoch nicht.

@ Cerberus
Ich bin da immer ein bisschen vorsichtiger, auch eine unbefristete Rente kann bei einer Nachprüfung entzogen werden, das wäre mir ein viel zu hohes Risiko.
 
E

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Man kann aber m.M.n. nicht 450 € als Zuverdienst erlauben u. wenn das jemand dann nutzt, es als Grund zur Entziehung der Rente hernehmen. Das paßt ja mal gar nicht, denke ich.
 

Ines2003

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Aber man könnte, wo würde ich vermuten damit eine Überprüfung der Erwerbsfähigkeit begründen können und was dann bei dieser Überprüfung heraus kommt...
 

Amundo

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Du kannst 450 Öcken dazu verdienen u. von einer "Anrechnung" dabei habe ich noch nicht gehört.
Vielleicht meinte sie dass alles was darüber hinaus geht angerechnet wird? Eigentlich hatte ich viele Nachfragen gestellt aber hinterher hab ich dann doch gezweifelt ob ich es richtig verstanden habe.
 

Amundo

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So leicht ist das wohl nicht. Auch bei EMR gibt es einen gültigen Bescheid. Den einfach entziehen, wenn man gegen nichts verstoßen hat? Nöö!
Die 450 Öcken Zuverdienst sind Gesetz u. fertig.
Aber bei befristeter EMR u. wenn man dann später nochmal neu beantragen oder verlängern muß, da könnte das evtl. schon schädlich sein.
Ja, das ist auch meine Befürchtung. Ich habe, auf Antrag, einen Bescheid bekommen dass meine Rente über den 1.1.15 hinaus gezahlt wird. Die Rente fällt mit Ablauf 12.2016 weg bzw müsste dann neu beantragt werden.

Das ist eine lange Zeit in der ich hoffentlich auch von alleine auf die Beine komme. Wenn nicht dann würde ich vermutlich auch nicht mehr selbständige Einnahmen haben und dann wäre es wieder plausibel dass ich die Rente brauche. Denke ich mal.

Ich vermute mal das Risiko dürfte nicht so groß sein.
 

Amundo

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Hallo!

Die Stundenzahl ist entscheidend:

https://de.wikipedia.org/wiki/Verminderte_Erwerbsfähigkeit

Bei der Krankenkasse kannst du deine aktuelle Situation darlegen und den Beitrag verringern.
Die Ablehnung vom Wohngeld würde mich interessieren. Dein Einkommen reicht wofür nicht? Ich denke, du bist leistungsberechtigt nach SGB XII. Daher ist WG nachrangig.
Ist das mit der Stundenzahl nicht eher nur für den Antrag relevant? Nur wer weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten kann kann wird als nicht arbeitsfähig angesehen. Das ist auch der Unterschied zwischen Alg2 oder Sozialhilfe. Und bei der Rente zwischen voller und teilweiser Erwerbsminderung.

Das ist also zumindest für die Feststellung wichtig ob man berechtigt ist. Aber ist das auch relevant für die Nebeneinkünfte?

Bei Wikipedia steht aber noch mal dass die Einkünfte erst angerechnet werden wenn man die 450€ überschreitet. Das klingt schon mal gut. :)

Wegen Krankenkasse. Ich habe versucht denen zu erklären dass ich momentan nur meine Rente als Einkommen habe. Die sagen aber die können da gar nichts machen. Die müssen für das aktuelle Jahr die Beiträge so erheben wie die letzte Steuererklärung aussagt dass man Einkommen hat. Zumindest bei Einkommen aus Kapitalerträgen. Ich hatte da 2013/14 mal investiert und das lief auch einige Zeit. Jetzt aber nicht mehr.

Wäre das einfach selbständiges Einkommen dann könnte ich mit der Krankenkasse reden. Aber da das Kapitalerträge waren hab ich wohl keine Chance. Wenn jemand weiß dass es da doch einen Weg gibt dann wäre ich sehr froh den zu kennen.

Das Wohngeld... ich habe noch mal nachgelesen, die schreiben dass sie die Kapitalerträge für 2014 berücksichtigt haben. Sie bezweifeln nun dass es für 2015 nicht ebenfalls Einkünfte gibt. Und da das Finanzamt die Steuervorauszahlung hoch angesetzt hat, ich aber weniger beim Wohngeldamt angegeben habe, weil auch weniger rein kam, glauben die dass ich noch weitere Aktieneinkünfte habe die ich ihnen verschweige.

Ich soll noch mal mit dem Einkommenssteuerbescheid 2014 beantragen. Rückwirkend kann man ja nichts mehr bekommen da es keinen Einspruch mehr gibt.

Allerdings ist das Problem, selbst wenn ich den Steuerbescheid 14 abgebe, ich muss ja auch jetzt genug verdienen. Ich denke da hab ich nicht viele Chancen. Miete 400€, Krankenkasse 300€, Essen 130€, Strom 53€, Gas 78€, Auto 50€. Dem gegenüber steht eine Rente von 470€, das reicht gerade für die Miete. Ich schätze also dass ich 500€ dazu verdienen müsste damit ich Wohngeld bekomme. Oder?

Ich denke auch dass ich leistungsberechtigt bin für Sozialhilfe. Allerdings habe ich schon nachgefragt, mein Auto wäre zu teuer. Das müsste ich verkaufen. Vorher bekomme ich keine Sozialhilfe. Und wenn ich es verkaufe bekommen ich auch keine weil ich dann das Geld vom Auto habe. :D
 

Amundo

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@ en Jordi
@ Cerberus
Ich bin da immer ein bisschen vorsichtiger, auch eine unbefristete Rente kann bei einer Nachprüfung entzogen werden, das wäre mir ein viel zu hohes Risiko.
Ich brauche allerdings mehr Geld. Viel Wahl habe ich da eigentlich nicht als es zu riskieren... :/
 
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Ich würde der KV einfach nur noch den fälligen Betrag überweisen. Sollen sie klagen, wenn sie mehr wollen. Allerdings ist der Mindestbeitrag immer noch ca. 160 €.

Na ja, es geht bei der Stundenzahl ja auch darum, wie regelmäßig das ist. Ich denke auch nicht, dass die RV Nachweise verlangt, wieviele Stunden am Tag man arbeitet. Vielleicht schaft man ja zwei halbe Tage, würde das aber nicht jeden Tag durchhalten. Das reicht ja oft schon für 450 €.

@Ines

Rentner können noch am ehesten in den "Genuss" von Wohngeld kommen, weil ihr Grusi-Bedarf nicht so hoch ist, wie bei Aufstockern.

Auch hier würde ich mich nicht auf die Unterstellungen der Behörde einlassen. Man muss halt ausrechnen, was bei der jetztigen Einkommenssituation mehr ist, Sozialhilfe oder Wohngeld. Mit Minijob wird es das Wohngeld sein ...
 

gelibeh

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Sozialhilfe bekomme ich nicht da ich ein Auto habe das ich brauche und vermutlich erst verkaufen müsste wegen der geringen Vermögensfreigrenzen bei Sozialhilfe
Ich denke mal, nicht jeder muss sein Auto beim Bezug von Sozialhilfe verkaufen. Da muss es ja bestimmt auch Ausnahmen geben.

Wenn Du mehr als 450€ verdienst, wird der Überschuss nicht angerechnet, sondern dann wird die Rente in eine 3/4, 1/2-Rente oder gar keine Rente umgewandelt. Das nutzt Dir also nichts
 

Maxifant

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Leute Leute... was macht ihr es kompliziert.

Wer volle EMR bekommt darf bis zu 450€ monatlich hinzuverdienen und 2x pro Jahr 900€ ohne das seine Rente in Gefahr gerät.
In der Summe darf man also pro Jahr 6300€ (10*450€ + 2*900€).

Man sollte allerdings beachten, das die tgl. Arbeitszeit nicht über 3 Stunden liegt sonst könnte es Probleme geben. Die Rentenversicherung verlangt zwar direkt keinen Stundennachweis sondern schaut nur auf das Gesamtbrutto aber wenn es mal hart auf hart geht und man hat mehr als 3h tgl. gemacht könnte der Eindruck entstehen, das man doch nicht so krank ist wie man vorgibt und die Rente ist weg.

Das sollte aber auch alles im Rentenbescheid stehen...
 

Ines2003

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@Ines
Rentner können noch am ehesten in den "Genuss" von Wohngeld kommen, weil ihr Grusi-Bedarf nicht so hoch ist, wie bei Aufstockern.

Auch hier würde ich mich nicht auf die Unterstellungen der Behörde einlassen. Man muss halt ausrechnen, was bei der jetztigen Einkommenssituation mehr ist, Sozialhilfe oder Wohngeld. Mit Minijob wird es das Wohngeld sein ...
Ich bezog auch Leistungen nach dem SGB XII, dann wurde mir wegen meiner Behinderung zur Rente noch Kindergeld bewilligt, somit fiel ich aus der Leistung heraus und beantragtre Wohngeld, aber da beim Wohngeld automatisch sämtliche Familienangehörige mit Deneb man zusammen wohnt berücksichtigt werden, wurde es abgelehnt.
 

Amundo

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Ich würde der KV einfach nur noch den fälligen Betrag überweisen. Sollen sie klagen, wenn sie mehr wollen. Allerdings ist der Mindestbeitrag immer noch ca. 160 €.

Na ja, es geht bei der Stundenzahl ja auch darum, wie regelmäßig das ist. Ich denke auch nicht, dass die RV Nachweise verlangt, wieviele Stunden am Tag man arbeitet. Vielleicht schaft man ja zwei halbe Tage, würde das aber nicht jeden Tag durchhalten. Das reicht ja oft schon für 450 €.

@Ines

Rentner können noch am ehesten in den "Genuss" von Wohngeld kommen, weil ihr Grusi-Bedarf nicht so hoch ist, wie bei Aufstockern.

Auch hier würde ich mich nicht auf die Unterstellungen der Behörde einlassen. Man muss halt ausrechnen, was bei der jetztigen Einkommenssituation mehr ist, Sozialhilfe oder Wohngeld. Mit Minijob wird es das Wohngeld sein ...
Hm, das mit dem Zurückhalten der Krankenkassenbeiträge klingt riskant. Können die einen dann nicht rausschmeißen? Und was wenn die anfangen das mit kostenpflichtigen Maßnahmen einzutreiben?
 

Amundo

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Ich denke mal, nicht jeder muss sein Auto beim Bezug von Sozialhilfe verkaufen. Da muss es ja bestimmt auch Ausnahmen geben.

Wenn Du mehr als 450€ verdienst, wird der Überschuss nicht angerechnet, sondern dann wird die Rente in eine 3/4, 1/2-Rente oder gar keine Rente umgewandelt. Das nutzt Dir also nichts
Umgewandelt? Das klingt natürlich nicht gut. Außer die wird auch wieder hoch gewandelt. Theoretisch könnte ich ja auch, da selbständig, die Rechnungen so stellen dass es passt.

Und es sind genau 450€ brutto, die ich einnehmen darf. Als Selbständiger inklusive 19% Mehrwertsteuer?

Achso, das Auto braucht man nur bei bestimmten Fällen nicht zu verkaufen. Ich glaube das trifft auf mich nicht zu. Wenn da jemand etwas anderes weiß würde ich mich freuen. Ich bin Dialysepatient und fahre damit zur Dia. Allerdings könnte man mich auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren lassen. Deswegen ist das wohl kein Grund.
 

Amundo

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Leute Leute... was macht ihr es kompliziert.

Wer volle EMR bekommt darf bis zu 450€ monatlich hinzuverdienen und 2x pro Jahr 900€ ohne das seine Rente in Gefahr gerät.
In der Summe darf man also pro Jahr 6300€ (10*450€ + 2*900€).

Man sollte allerdings beachten, das die tgl. Arbeitszeit nicht über 3 Stunden liegt sonst könnte es Probleme geben. Die Rentenversicherung verlangt zwar direkt keinen Stundennachweis sondern schaut nur auf das Gesamtbrutto aber wenn es mal hart auf hart geht und man hat mehr als 3h tgl. gemacht könnte der Eindruck entstehen, das man doch nicht so krank ist wie man vorgibt und die Rente ist weg.

Das sollte aber auch alles im Rentenbescheid stehen...
Ich glaube im Rentenbescheid steht nur dass man Arbeit melden muss. Aber danke für die Info mit den 900€. Die Arbeitszeit über 3 Stunden? War es nicht weniger als 3 Stunden? Wäre ja nicht unwichtig.
 

Amundo

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Ich bezog auch Leistungen nach dem SGB XII, dann wurde mir wegen meiner Behinderung zur Rente noch Kindergeld bewilligt, somit fiel ich aus der Leistung heraus und beantragtre Wohngeld, aber da beim Wohngeld automatisch sämtliche Familienangehörige mit Deneb man zusammen wohnt berücksichtigt werden, wurde es abgelehnt.
Ja, manchmal denkt man man hat was gewonnen aber verliert dann doch wegen der Bürokratie. ::)
 

Zwergin

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Allerdings habe ich schon nachgefragt, mein Auto wäre zu teuer. Das müsste ich verkaufen. Vorher bekomme ich keine Sozialhilfe. Und wenn ich es verkaufe bekommen ich auch keine weil ich dann das Geld vom Auto habe. :D
Es kommt dabei doch auf den Wert des Autos an oder? Wenn ich ein Auto im Wert von 15000 vor der Tür stehen habe, ist klar, dass keine Sozialhilfe gezahlt wird. Da muss man das erst "aufbrauchen" - quasi verkaufen, in ein günstiges Auto investieren, welches unter der Grenze liegt und das übrige Geld für nötige Zwecke verwenden. Aber ein einfaches Auto, geringer Wert. Das wird normalerweise dann nicht angerechnet - so schätze ich.
Um was für ein Auto / einen Wert handelt es sich denn?

Man sollte allerdings beachten, das die tgl. Arbeitszeit nicht über 3 Stunden liegt sonst könnte es Probleme geben. Die Rentenversicherung verlangt zwar direkt keinen Stundennachweis sondern schaut nur auf das Gesamtbrutto aber wenn es mal hart auf hart geht und man hat mehr als 3h tgl. gemacht könnte der Eindruck entstehen, das man doch nicht so krank ist wie man vorgibt und die Rente ist weg.
Wenn man irgendwo auf 450 Euro angestellt wird, schickt die Rentenversicherung ein Formular, wo der AG die Stunden eintragen muss.
Ich hatte mal nachgefragt, eine selbständige Tätigkeit wäre möglich, allerdings rentenunschädlich nur bis 450 Euro. Und eben geringfügig. Ob da ein Stundennachweis verlangt wird weiß ich nicht. Aber andererseits wird man auch wohl kaum unter 8,50 Euro die Std. arbeiten oder? Mit Mindestlohn ist man unter 15 Std. wöchentlich, verteilt auf fünf Tage wären unter 3 Std. täglich.

War es nicht weniger als 3 Stunden? Wäre ja nicht unwichtig.
Die tägliche Arbeitszeit darf keine 3 Std. betragen, sondern muss geringer sein. Ansonsten gilt man als erwerbsfähig 3-6 Std. und bekommt wahrscheinnlich ziemlich bald nur noch die halbe Erwerbsminderungsrente.
 

Muzel

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von Experte/in Experten-Antwort RE: 400 Euro Job

Hallo Muzel,

wenn Sie (ggf. arbeitsmarktbedingt) eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten und eine gerinfügige Beschäftigung aufnehmen , müssen Sie auch diese Tätigkeit auf jeden Fall dem zuständigen Rentenversicherungsträger melden. Dieser wird dann prüfen, inwieweit die Beschäftigungsaufnahme Einfluss auf Ihren Rentenanspruch hat. Allein auf die Geringfügigkeit der Beschäftigung kommt es nämlich nicht an. Zwar könnte bei einem Verdienst bis zur Hinzuverdienstgrenze von monatlich brutto 450,- Euro grundsätzlich die Annahme gerechtfertigt sein, dass eine Arbeitszeit von 3 Stunden täglich nicht erreicht wird, dies schließt eine Prüfung des Einzelfalls jedoch nicht aus.

Mit freundlichen Grüßen



Diese Argumentation der DRV hat mich sehr beeindruckt.
 
E

ExitUser

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Hm, das mit dem Zurückhalten der Krankenkassenbeiträge klingt riskant. Können die einen dann nicht rausschmeißen? Und was wenn die anfangen das mit kostenpflichtigen Maßnahmen einzutreiben?
Wenn du das Geld einfach nicht hast?!
Bist du durch die Rente nicht eh aus der freiwilligen Versicherung raus? Dann zählen Kapitaleinkünfte doch gar nicht mehr, oder?
 

Ines2003

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Wenn einen der Weg in die KVdR versperrt ist, dann bleibt entweder sich über das Sozialamt Pflichtversion, oder ohne das Sozialamt in die Freiwillige Krankenversicherung zu gehen.

Bei der Freiwilligen liegt ja der Mindestbeitrag beträgt ca. 160 EUR und gilt bis zu Einnahmen von etwas mehr als 800 EUR.
Ohne Krankenversicherung geht es nicht, da Versicherungspflicht besteht, es würde also so oder so Beitragsschulden auflaufen.
 
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