Hinzuverdienst bei ALG I sowie Ablehnung von Stellenangeboten (1 Betrachter)

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Jenna

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Hallo,
ich bin im ALG I und habe die Möglichkeit eine kleine Tätigkeit von max. 10 Stunden pro Woche auf Honorarbasis anzunehmen. Ich würde das gern machen, da vielleicht perspektivisch mehr und auch ein Angestelltenverhältnis daraus werden könnte.
Soweit ich weiß darf man unter 15 Stunden pro Woche arbeiten ohne den Anspruch auf das ALG zu verlieren. Auch freiberuflich als Berater?

Und dann wird alles was über 160 Euro wäre geteilt?

Wie ist es außerdem wenn man von der Beraterin der Arbeitsagentur ein Stellenangebot empfohlen bekam bzw. gesagt wurde: "Bewerben Sie sich doch da" und man tut das nicht, z. B. weil man sich bei der Stelle überfordert fühlt. Kann man da gleich mit Ärger rechnen?

Wäre über eine Antwort erfreut. :)
 

Fritz Fleißig

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1. Du darfst eine selbständige oder nichtselbständige Nebenerwerbstätigkeit ausüben, solange sie unter 15 Wochenstunden bleibt. Bei einer selbständigen Nebentätigkeit ist der Zeitaufwand natürlich nie genau zu überprüfen, solange er einigermaßen plausibel bleibt.

2. Nebenverdienst oberhalb von 165 Euro netto monatlich wird nicht "geteilt", sondern voll auf dein ALG angerechnet. Als Selbständiger kannst du hierbei deine Betriebsausgaben pauschal ansetzen (§ 155 Abs. 1 SGB III). Im Klartext heißt das: Nebenverdienst oberhalb von 165 Euro netto monatlich lohnt sich nicht, da man quasi für umsonst arbeitet.

3. Verbindliche Vermittlungsvorschläge muß dir die Arbeitsagentur schriftlich und mit vollständiger Rechtsfolgenbelehrung übermitteln. Was man dir "sagt" oder unverbindlich oder ohne RFB vorschlägt, kannst du so handhaben, wie du willst.
 

Jenna

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Danke dir.

Das heißt ich könnte wahrscheinlich die Fahrtkosten anrechnen und vielleicht ein wenig Fachliteratur oder? Viel mehr fällt mir nicht ein.
Dass ich alles über 165 Euro komplett abgezogen bekomme ist natürlich doof. Ich dachte nur die Hälfte. Da werde ich mir aber überlegen ob ich das überhaupt mache.
Und wenn würde ich ja nur das Honorar bekommen. Wie läuft das denn dann mit den Abzügen für SV und so? Trotzdem über die Arbeitsagentur oder muss ich mich da um irgend etwas zusätzlich kümmern?
Leicht wird einem das aber auch nicht gemacht mit dem Verbindung halten zum Arbeitsmarkt.
 

Jenna

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Ich habe die Stelle schweren Herzens abgesagt, falls es wen interessiert. Es wäre wirklich viel Fahrerei und schon auch sehr anspruchsvoll, sogar mit Vorbereitung, die nicht bezahlt werden würde. Dann ca. 40 Stunden im Monat für die ich unter den oben beschriebenen Voraussetzungen 165 Euro bekäme, Stundenlohn von etwas über 4 Euro und Stress dazu.
Somit kann ich die potentielle Einstellung in ein paar Monaten auch vergessen aber da das eh nicht sicher war ist es auch egal.
 

Jenna

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Ich hab da noch eine Frage. Gibt es eigentlich auch eine Höchstgrenze?

Ich weiß, max. 15 Stunden pro Woche Hinzuverdienst und 165 hat man cash, der Rest wird 100 % angerechnet.
Gelesen habe ich, dass das ALG1 entfällt, sobald man genau so viel verdient wie die Höhe des ALG 1 ist (was irgendwo auch logisch ist). Aber ist es auch so oder gibt es eine so genannte Obergrenze? Mehr nicht, sonst Alo 1 weg?

Wäre sehr nett wenn mir das noch mal jemand beantworten könnte.
 

Zeitkind

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Ich hab da noch eine Frage. Gibt es eigentlich auch eine Höchstgrenze?
Gelesen habe ich, dass das ALG1 entfällt, sobald man genau so viel verdient wie die Höhe des ALG 1 ist . Aber ist es auch so oder gibt es eine so genannte Obergrenze? Mehr nicht, sonst Alo 1 weg?
Ich verstehe die Frage nicht. Was meinst Du denn mit Obergrenze?
Wenn Du mehr als ALG1 verdienst, gibt es doch keine Obergrenze.
Dein Anspruch entfällt und Du kannst die Millionen einsacken.
Vergiß aber nicht, vom zu erwartenden Nettoeinkommen die Fahrtkosten abzuziehen. Dieses errechnete Netto mußt Du mit Deinem ALG vergleichen.
 

Jenna

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Ich weiß schon....es ist genau der Betrag den man als ALG 1 bekommt die Obergrenze (gut ohne Fahrtkosten...). Ich dachte, dass es vielleicht eine Obergrenze gibt die bei 400 oder 500 Euro liegt und wenn man 501 Euro verdient fliegt man, sozusagen.
 
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