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Hinzuverdienst bald etwas höher als ALG

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claro

Elo-User/in

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#1
Hallo allerseits,

ich beziehe ALG II und habe einen wechselnden Hinzuverdienst (Honorartätigkeit per Werkvertrag). Jetzt habe ich erfahren, dass ich demnächst mehr arbeiten kann und mein Verdienst wahrscheinlich bald ein wenig höher liegen wird als mein ALG II.

Wenn ich das richtig sehe, bekomme ich dann wohl ein Problem, weil der Verdienst nicht höher sein darf als der ALG II-Bezug. Wenn ich aber nur von meiner Honorartätigkeit leben soll, wird es ganz schwierig, weil ich dann ja Krankenkasse und was der Dinge mehr sind quasi freiberuflich selber zahlen muss. Man kann an fünf Fingern abzählen, was dann für mich zum Leben übrig bliebe.

Meine Frage: Wie geht die Arge vor, wenn ich tatsächlich mehr verdiene als ich jetzt an ALG II bekomme? Streichen die einfach meinen Leistungsbezug und fertig is? Oder kann ich dann beantragen, dass die Ausgaben für Krankenkasse etc. berücksichtigt werden?

Ich finde die Angelegenheit ein wenig kompliziert. Weiß jemand Rat? Danke für fachkundige Hilfe!

claro
 

Mario Nette

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#2
Also die Beträge 1:1 gegenüber zu stellen, funktioniert meiner Meinung nach nicht, da du ja Freibeträge auf dein Einkommen hast. Sprich: Du müsstest schon "ALG II + Freibetrag + 1" € an Einnahmen haben, um nicht mehr leistungsberechtigt zu sein.

Mario Nette
 

biddy

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#3
Der Verdienst darf schon höher sein als der Alg-II-Bedarf. Es kommt auf das anrechenbare Erwerbseinkommen aus Deiner Erwerbstätigkeit an, welches sich nach Abzug der Dir zustehenden Freibeträge ergibt ... und die erhöhen sich ja auch mit steigendem Einkommen. So rutschst Du schnell wieder unter Deinen Bedarf. Es könnte aber natürlich auch sein, dass Du raus bist; das müsste man halt ausrechnen. Bei Selbstständigkeit dürfte dies etwas "schwierig" sein, zumal Du ja auch bestimmt Ausgaben hast, EKS-Formular usw. usf.

Wenn Du allein aufgrund der Krankenversicherungsbeiträge bedürftig werden würdest, muss die ARGE diese übernehmen oder auch nur bezuschussen, je nachdem, wie hoch das den Bedarf übersteigende Einkommen ist. Siehe hier: § 26 - Zuschuss zu Versicherungsbeträgen:
http://www.arbeitsagentur.de/zentra...ext-26-SGB-II-Zuschuss-Versicherungsbeitr.pdf

Ich sehe gerade, Mario Nette hat bereits geantwortet, ich lass' es aber mal stehen.
 

claro

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#4
Klasse, dass ihr so schnell geantwortet habt, danke. Der Aspekt, dass ich den Freibetrag abziehen kann hilft mir schon weiter. Es könnte aber trotzdem längerfristig so sein, dass ich noch eine andere Tätigkeit bekomme und noch nen Hunni mehr habe. Für den Fall hilft es mir wirklich sehr, wenn ich weiß, dass zumindest der KK-Beitrag bezuschusst werden kann.

lg
claro
 
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