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Sani73

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Hallo,

ich bin seit ende März im ALG1 bezug, war seit ende Mai bis Dienstag AU. Wurde Dienstag Arbeitsfähig aus der Reha entlassen und habe mich sofort bei der Agentur gemeldet.

Die Reha hat mir so gut wie gar nichts gebracht weil ich in eine Studie gerutscht bin und mir deshalb einige wichtige Behandlung verborgen blieben. War wegen Schulter, Knie und Psyche in der Klinik und habe keine Behandlung diesbezüglich bekommen sondern nur Informationen über Rückenprobleme erhalten. Danke der Studie über die ich nicht richtig aufgeklärt wurde.
Ab Montag werde ich mit einer IRINA beginnen und hoffe das mir diese wenigstens den ERfolg bringt den ich mir wünsche.
Habe eigentlich gedacht das mir die Klinik wenigstens etwas Hilfestellung gibt wie es beruflich weiter gehen kann. So kann ich derzeit nicht zurück in meinen Beruf. Das auch der Klinik aufgefallen ist. Vom Sozialarbeiter habe ich keine Hilfe bekommen. Der meinte nur das ich als Arbeitslose keinen Berufsschutz habe und mit meinen Einschränkungen an einem Empfang arbeiten könnte. Habe einen eher handwerklichen Beruf und keine ahnung von Bürotätigkeiten.
Als ich das sagte fragte er mich was ich mir denn vorstelle wer mir eine Weiterbildung zahlen würde und das es solche Stellen nicht geben würde. :icon_neutral:

Beim Abschlussgespräch meinte die Oberärztin das sie mich arbeitsfähig entlassen muss für den allgemeinen Arbeitsmarkt. Wenn ich im arbeitsleben stehen würde hätte sie mich AU für die nächsten 3 Monate entlassen und danach zu einer Wiedereingliederung geraten. Ich solle zusehen das mir die Zeit von der AfA eingeräumt wird. Wenn nicht könne ich mich ja wegen der Psyche erneut krankschreiben lassen.

Gestern habe ich dann den Entlassungsbericht erhalten und wie es so ist stand davon natürlich nichts in dem Bericht.
Sondern Sachen die ich so nicht akzeptieren möchte weil es einfach zum Teil nicht die Wahrheit wieder gibt.

Frau .......... merkt an dass sie sich bei normalen Heilungsverlauf irgendwann wieder zutrauen würde, ihre Tätigkeit auszuüben. Aus orthopädischer Sicht ist dieses zu befürworten. Hinsichtlich des allgemeinen Arbeitsmarktes sollte so noch in der Lage sein leichte körperliche Tätigkeiten in wechselnder Körperhaltung ausüben zu können.

Aufgrund der Einschränkung der re. Schulter, des li. Kniegelenkes und der Nacken- LWS Beschwerden sollten Arbeiten mit häufigen Zwangshaltungen, häufigen Überkopfarbeiten, häufigen Überanspruchungen des rechten oberen Greifraumes und kraftvoller Einsatz des rechten Armes sowie häufiges Treppen steigen vermieden werden. (Das sind genau die Dinge die ich in meinem Beruf ständig machen muss. Ich kann nichtmal mehr in die Knie gehen)

Bei nicht mehr bestehendem Arbeitsplatz entließen wir Frau ......... für das oben angegebene eingeschränkte Leistungsbild für Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitsfähig in die ambulante Betreuung.
(Jetzt kommt der Hammer) Dazu äußerte Frau ....... Bekenken, irgendeine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt derzeit ausüben zu können. (Bodenlose Frechheit die ich so nie gesagt habe.)

Bei Fehlschlagen der Wiederaufnahme der Tätigkeit ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit kann sie sich langfristig auch alternativ eine Tätigkeit im Kaufmännischen Bereich, als Büroangestellte bzw. auch als Tagesgestalterin oder Betreuertätigkeit vorstellen. Entsprechend unterstützende Maßnahmen über die Agentur für Arbeit bzw. eine Weiterbildungsmaßnahme wäre dann über die Agentur für Arbeit zu prüfen. 2 Fehlschläge zurück in meinen Beruf scheinen wohl nicht auszurechen. Ist in meinen Fall nicht die Rentenversicherung zuständig?

Was würdet ihr machen? Habe vor mich bei der DRV über die Klinik zu beschweren weil da sehr viel schief gelaufen ist.

Gruß
Sani
 
E

ExitUser

Gast
:icon_neutral:Hallo Sani ,-
ich kenne mich selbst zwar nicht besonders aus,
aber wenn ich in Deiner Situation wäre und
überhaupt Sachen wo ich mich Grundsätzlich ungerecht behandelt fühle,
gebe ich zumindest auch immer eine schriftliche Beschwerde übern Vorfall ab,
um das eigene gute (auch Selbstwert-)Gefühl wieder herzustellen!
Besonders bei Sachen diemich immer und immer beschäftigen,
weil diese so eigentlich nicht ggelährt werden können,
da solche meist nicht merken,
was sie einem damit anrichten können,
Schadensersatzforderungen stellen!
In Deinem Fall wie Du schon selber Dir beantwortet hast,
lege sofort Beschwerde über die Klinik beim DRV ein und bitte um Richtigstellung!
Ich würde sofort ,-
eine schriftliche Beschwerde in Zweitabschrift;-
paralell an die Klinik-Leitungschicken!
Damit die wissen,
das Du Dich unprofessionell behandelt gefühlt hast!:icon_neutral:

....so würde ich es jedenfalls auch machen!:icon_kinn:
 

Sinuhe

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Beim Abschlussgespräch meinte die Oberärztin das sie mich arbeitsfähig entlassen muss für den allgemeinen Arbeitsmarkt. Wenn ich im arbeitsleben stehen würde hätte sie mich AU für die nächsten 3 Monate entlassen und danach zu einer Wiedereingliederung geraten.

Das ist darin begründet:

(3) Arbeitslose sind arbeitsunfähig, wenn sie aufgrund einer
Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, leichte Tätigkeiten an
mindestens 15 Wochenstunden zu verrichten1). Dabei ist es unerheblich,
welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit
nachging.
https://www.g-ba.de/downloads/39-261-41/2003-12-01-AU-neu.pdf
 

Sani73

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Hallo,

danke euch für die Antworten.

Ich habe damit kein Problem das ich arbeitsfähig entlassen wurde. Mit dem Ziel bin ich eigentlich auch dort hin gegangen.
Es sollte getestet werden wie belastbar meine Gelenke noch sind und ich wollte psychisch wieder stabiler werden.
Das mit den Gelenken hat sich erstmal für mich erledigt weil ich darauf gar nicht so recht behandelt wurde. Meine re. Schulter hat genau die selben Einschränkungen wie vor der Reha. Mein linkes Knie ist noch mehr unstabiler geworden. Sobald ich längere Strecken laufe und das Bein mehr belaste knickt das ständig ein. Das einzige was besser geht ist das Treppe steigen aber auch nur wenn ich Stufe für Stufe langsam nehme und selbst das bereitet mir Schmerzen. (Behandlung gab es kaum weil ich leider in eine Studie gerutscht bin, wo es nur um Rückenschmerzen ging)
Psychisch hatte ich mich die ersten 2 Wochen gut stabilisiert bis zu dem Zeitpunkt als ich bei dem Sozialberater war. Der warf nur mit Paragraphen um sich und gab keine Hilfestellung.

So wird das auf keinen Fall was das ich je wieder zurück in meinen Beruf kann und deshalb wäre es doch eigentlich gerechtfertigt gewesen wenn man mir zu einer Umschulung geraten hätte. Diese letzten 2 Absätze stören mich total genau so wie die schreiben das aus orthopädischer Sicht es damit kein Problem gibt in meinen Beruf zurück zu kehren. Vielleicht gibt es ja mal eine Heilung bei Arthrose aber bis her ist die Medizin noch nicht ganz so weit. Das sollte doch eine Orthopädische Rehaklinik wissen oder nicht.
Der Klinik geht es nur darum wie man der Rentenkasse Gelder einsparen kann.

Na ja, das ist ein anderes Thema. Habe die Klinik angeschrieben und um Änderung gebeten. Die Rentenversicherung bekommt auf alle Fälle eine saftige Beschwerde.

Die AfA will den Bericht auch haben aber soll ich den wirklich so der AfA zur Verfügung stellen?

Gruß
Sani
 

martinpluto

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Wie ist es mit dem Kontakt zum Jobcenter, dort vielleicht auch noch mal eine Prüfung der Erwerbsfähigkeit über den ärztlichen Dienst beantragen? Hintergrund ist der, dass auch der ärztliche Dienst dich AU schreiben kann...
 

Sani73

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Hallo,

Donnerstag habe ich nun den ersten Termin bei meinem Sachbearbeiter der AfA.
Worauf sollte ich achten? Habe anfang des Jahres nur Stress mit meiner Sachbearbeiterin gehabt die Dinge von mir dem ärztlichen Dienst mitgeteilt hat die einfach nicht der Wahrheit entsprachen.

Danke schon mal

Sani
 

ZynHH

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Die AfA will den Bericht auch haben aber soll ich den wirklich so der AfA zur Verfügung stellen?
Unter gar keinen Umständen.

Du hast ein Schreiben für die AfA bekommen, in der steht das du arbeitsfähig entlassen wurdest. Mehr nicht.
 

BlackForest

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Ich habe damit kein Problem das ich arbeitsfähig entlassen wurde.
Mit der Beschreibung deiner Einschränkungen wird doch sogar die 15-Stunden-Empfangsdame zum Problem. Lass dich weiter vom Arzt deines Vertrauens AU schreiben.
Die Klinik wird ihr Schreiben nicht ändern, lass dir deine Krankheiten vom Arzt deines Vertrauens attestieren und lege es dem Jobcenter vor. Das Schreiben der Klinik nicht vorzulegen bringt nichts, denn es kann vom med. Dienst wieder angefordert werden.

Schwierige Situtation, wo kann man Beratungshilfe finden? Meine Tips als Laie sind leider nicht sehr ergiebig. Ich hoffe, es findet sich ein Fachmann, der dir mehr sagen kann.
 

ZynHH

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Das Schreiben der Klinik nicht vorzulegen bringt nichts, denn es kann vom med. Dienst wieder angefordert werden.
Wenn eine entsprechende Schweigepflichtsentbindung erteilt wurde.
Ist ja auch nichts gegen einzuwenden, der Bericht geht nur den SB nichts an.
Also hat der Bericht nichts im JC zu suchen.
 

BlackForest

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"Aufgrund der Einschränkung der re. Schulter, des li. Kniegelenkes und der Nacken- LWS Beschwerden sollten Arbeiten mit häufigen Zwangshaltungen, häufigen Überkopfarbeiten, häufigen Überanspruchungen des rechten oberen Greifraumes und kraftvoller Einsatz des rechten Armes sowie häufiges Treppen steigen vermieden werden...usw"

Es gibt keine Diagnosen und Befunde in dem Schreiben, nur Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit. Warum sollte es der SB nicht lesen?
 

ZynHH

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Warum sollte es der SB nicht lesen?
Weil der SB kein Arzt ist und darum mit der Diagnose nichts sinnvolles anfangen kann.

"Aufgrund der Einschränkung der re. Schulter, des li. Kniegelenkes und der Nacken- LWS Beschwerden
Das ist eindeutig eine Diagnose.

sollten Arbeiten mit häufigen Zwangshaltungen, häufigen Überkopfarbeiten, häufigen Überanspruchungen des rechten oberen Greifraumes und kraftvoller Einsatz des rechten Armes sowie häufiges Treppen steigen vermieden werden
Dieser Teil soll dem SB vermitteln, ein Gefühl geben, in welche Berufe der Probant noch vermittelt werden kann. Schon daran scheitern viele SB, da sie keine Ahnung haben, welche Tätigkeiten in welchen Berufen ausgeübt werden müssen.
 

ZynHH

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ja, du hast Recht ....:icon_pause: mach doch was du für richtig hälst. Du entscheidest für dich und andere für sich. jeder wies ihm behagt und was er erreichen möchte.


Edith lässt Lothar grüßen...?
 

Sani73

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Hallo,

mensch schaue gerade mal hier rein und habe doch noch so viele Antworten erhalten. Danke euch.

Ich bin jetzt wie folgt vorgegangen. Ich habe dem Sachbearbeiter nur die letzte Seite des Entlassungsbericht mitgenommen. Das ist der Teil den ich hier auch veröffentlicht habe. Habe aber einen speziellen Satz in der Kopie so zu sagen "geschwärzt".
Auf grund dieses Schreibens soll ich jetzt erstmal einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen auf LTA, damit die Zuständigkeit geprüft wird.
Sollte die Rentenversicherung den Antrag ablehnen werde ich von der AfA eine Weiterbildung bekommen. Evtl. erstmal eine Berufsfindung.

Ein neues Gutachten wird erstmal nicht angefertigt weil das relevante ja von der Rehaklinik benannt wurde. Mir wurde auch keine EGV vorgelegt oder so.

Da ich schon Vorstellungen habe was ich machen würde, soll ich zwischendurch mal in der Sparte ein Praktikum machen damit ich sehe wie ich mit der Belastung zurecht komme und ob mir das liegt.

Danke euch nochmal

Sani.

PS: Auf dem Teil den ich vorgelegt habe stehen keine Diagnosen drauf, die sind in einem anderen Teil des Berichtes aufgelistet.
 
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