Hilfe zur Abwehr einer unnötigen Maßnahme

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Hallo!
Meine SB hat mir vor wenigen Tagen beim letzten Termin eine Maßnahme aufdrücken wollen - mit der Begründung, weil ich nun schon seit einer Weile lang nichts gemacht habe, was dem Lebenslauf hinzuzufügen wäre und damit ich wieder in die Praxis eingeführt werde und neue Kontakte bei Praktika knüpfen könnte.

Zum Background: Ich bin nun seit ca 2 Jahren arbeitslos und bin gerade nebenher dabei ein StartUp mit einer innovativen Idee auf die Beine zu stellen, ist allerdings noch in der Vorbereitungsphase und das ganze wird wohl auch noch ein bisschen dauern.
Ich möchte nun gerne mir noch ein wenig mehr Zeit verschaffen, damit ich mich diesem Projekt mehr widmen kann, anstatt eine sinnlose Maßnahme zu machen, die mir absolut 0 bringen wird, nur damit ich in den Augen des JobCenters "beschäftigt werde und nicht nur zu Hause rumhocke".

Ich habe Kfm f. Versicherungen gelernt und habe auch nicht vor in den Beruf oder in sonst ein Angestelltenverhältnis zurückzukehren, sondern möchte meine Selbstständigkeit aufbauen.

Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen, wie ich mich gegen diese Maßnahme wehren kann, damit ich die nicht machen muss?

Ich füge mal die Eingliederungsvereinbarung, die sie mir mitgegeben hat, hier ein. Habe sie natürlich noch nicht unterschrieben, sondern erstmal mit nach Hause genommen.
 

Anhänge

  • 0001.jpg
    0001.jpg
    233,2 KB · Aufrufe: 179
  • IMG_20180930_0002.jpg
    IMG_20180930_0002.jpg
    325,2 KB · Aufrufe: 160
  • 0003.jpg
    0003.jpg
    235,9 KB · Aufrufe: 129

Schmerzgrenze

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Januar 2015
Beiträge
4.605
Bewertungen
15.134
... mit der Begründung, weil ich nun schon seit einer Weile lang nichts gemacht habe,
was dem Lebenslauf hinzuzufügen wäre ....
Seit wann werden Lebensläufe mit sinnfreien Fördermaßnahmen verschandelt?
Schon der Schamgrenze wegen würde ich mich hüten, diese auch nur ansatzweise in einem LL zu erwähnen.
Ich füge mal die Eingliederungsvereinbarung, die sie mir mitgegeben hat, hier ein.
Habe sie natürlich noch nicht unterschrieben, sondern erstmal mit nach Hause genommen.
Eine sog. EGV sollte ELO auch nach Verhandlung grundsätzlich nicht unterschreiben.
Warum, kannst Du hier nachlesen:
Eingliederungsvereinbarung (EGV) vs. Verwaltungsakt (VA)

An dem hier vorliegenden Entwurf fallen mir zwei Schwachpunkte auf,
welche in einem ersetztenden VA nicht zulässig wären;
5. Teilnahme an Maßnahmen meinte:
Hierzu gehört auch die Annahme von Arbeitsangeboten durch den Dritten.
Arbeitsangebote dürfen nur seitens der BfA, nicht aber durch Dritte erfolgen,
sofern diese nicht vom LE selbst (z.B. mittels AVGS) dazu beauftragt sind.
BSG Az. B 11 AL 80/00 R v. 03.05.2001 Urteil meinte:
Erheblich für den hier maßgeblichen Sperrzeittatbestand ist nämlich nicht ein Arbeitsangebot vom Arbeitgeber,
sondern allein das Vermittlungsangebot der BA. (Link zum Urteil)
LSG Niedersachsen-Bremen Az. L 7 AS 1058/13 B v. 10.02.2014 Beschluss meinte:
[ths]22[/ths] weil der Vermittlungsvorschlag und das Arbeitsangebot nur von der Behörde,
nicht aber durch Dritte erfolgen dürfen (BSG, SozR 3-4100 § 119 Nr. 21). (Link zum Beschluß)
Auch diese Feststellung wäre in einem ersetzenden VA unzulässig;
6. Rechtsfolgenbelehrung zur Teilnahme an Maßnahmen meinte:
Ein Verstoß liegt bei Nichtantritt oder Abbruch der zumutbaren Maßnahme vor.
da hiermit auf unbestimmte Obliegenheiten Dritter abgestellt wird.
Was, wenn der MT die Maßnahme aufgrund fehlender "Dozenten" abbrechen muß
oder wegen einer Havarie deren Durchführung nicht möglich ist?

Was die Abwehr der Maßnahme betrifft, finden sich in folgenden Links genug erfolgversprechende Strategien;

Das Verhalten gegenüber Maßnahmenträgern (MT)
Begründete Abwehr nicht bedarfsgerechter Förderung
Hilfeforum Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Danke für die schnelle Antwort. Ich werde mir das alles dann mal später am Abend anschauen.
Wenn weitere Fragen meinerseits aufkommen sollten, dann melde ich mich nochmal.
Bis dahin vielen Dank!
 

buttelflink

Elo-User*in
Mitglied seit
21 Oktober 2011
Beiträge
53
Bewertungen
8
Keine Angst!

Zuerst das juristische Geplänkel durchziehen, wie oben beschrieben. NIEMALS EINE EGV UNTERSCHREIBEN!!!

Falls die dann die juristischen Fehler beheben, werden sie wieder mit einer Maßnahme kommen. Das ist der Sinn ihrer Arbeit. Es gibt keinen anderen.

Dann wird Dir ganz schnell schlecht und Du musst zum Arzt. 2 Wochen reichen. Dann wird meistens gedroht und Du schickst die AU gaaaaaanz langsam zum Jobcenter.

Falls die ******** dann wieder und wieder damit kommen, einfach zum Maßnahmeträger gehen. Alle Papiere geben lassen und mit nach Hause nehmen - zum Lesen und Verstehen.

Ein Tag später wieder dorthin gehen und erklären, dass Du nichts unterschreiben wirst, weil es Dir nicht passt. Dann schmeißen Sie Dich in aller Regel raus.

Wenn nicht, wird Dir halt wieder schlecht. Ganz einfach.

Das sind meine persönlichen Erfahrungen.

Peter Lustig R.I.P.
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Danke euch erstmal für die Hilfe!

Die SB hat halt einmal das mit der Lücke im Lebenslauf als Argument benutzt, aber zugleich auch mit der Chance wieder in die Praxis einen Einstieg zu finden und durch Praktika Kontakte zu knüpfen und dadurch evtl an eine Stelle ranzukommen.
Wie könnte man denn ihr Argument mit der Möglichkeit dort Kontakte zu knüpfen etc auf meinen Fall bezogen kontern?
Mir ist da bisher leider noch nichts zu eingefallen.

Ich meinte ja auch zu meiner SB, dass ich die EGV erstmal zum durchlesen mit nach Hause nehmen möchte und sie gab mir ja dann 2 Exemplare mit - eins für mich und eins für sie (was sie auch unterschrieben zurück möchte).
Dann meinte sie, dass ich ihr die dann persönlich oder per eMail zukommen lassen kann.

Nun zu meiner Frage: Soll ich einfach gar nichts tun mit der EGV und wenn nun Ende Oktober die Maßnahme beginnt, dann soll ich da gar nicht hingehen, da ich schließlich auch nichts unterschrieben und mich somit nicht verfplichtet habe dort dran teilzunehmen?
 

Regensburg

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2009
Beiträge
2.778
Bewertungen
1.056
Moin :)
Soll ich einfach gar nichts tun mit der EGV und wenn nun Ende Oktober die Maßnahme beginnt, dann soll ich da gar nicht hingehen, da ich schließlich auch nichts unterschrieben und mich somit nicht verfplichtet habe dort dran teilzunehmen?
Naja - bis Ende Oktober ist quasi noch 1 Monat zeit.
Ich vermute folgendes:

1 - Mitte Oktober bekommst Du wahrscheinlich diese EGV als VA. Dazu (vielleicht gleichzeitig) Angebot einer Maßnahme.

oder

2 - Es kommt nur eine Zuweisung einer Maßnahme.

oder

es kommt nichts und dann kannst Du dich um Deine Selbständigkeit in ruhe kümmern = Maßnahme nicht antreten -> in JC Sprache
in den Augen des JobCenters "beschäftigt werde und nicht nur zu Hause rumhocke".
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Also hat das erstmal für mich keine negativen Folgen, wenn ich die mit nach Hause genommene EGV komplett ignoriere und sie nicht unterschrieben oder ununterschrieben zurückgebe und wenn das Datum der Maßnahme näher rückt, da dann einfach nicht hingehe (ich bin noch nicht zur Teilnahme verpflichtet?) ?
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Ich habe eben nochmal die Unterlagen durchgesehen, die mir meine SB beim letzten Mal mitgegeben hat (war ein ziemlicher Berg) und u.a. war da auch dieses Angebot von der Maßnahme mit dabei.

Verpflichtet mich das nun bereits schon dort aufzutauchen (hat meine SB mich vllt dort schon eingetragen von ihrem PC aus?) oder passiert nun nichts mit negativen Folgen für mich, falls ich da Ende Oktober einfach nicht hingehe und abwarte bis irgendwann wieder was vom JobCenter kommt?

Hab das Angebot mal angehangen
 

Anhänge

  • 0001.jpg
    0001.jpg
    216 KB · Aufrufe: 139
  • 0002.jpg
    0002.jpg
    356,9 KB · Aufrufe: 114
  • 0003.jpg
    0003.jpg
    310,5 KB · Aufrufe: 92
  • 0004.jpg
    0004.jpg
    214,6 KB · Aufrufe: 126
  • 0005.jpg
    0005.jpg
    254,7 KB · Aufrufe: 91

Gemcitabine

Elo-User*in
Mitglied seit
15 August 2017
Beiträge
276
Bewertungen
261
Danke euch erstmal für die Hilfe!

Die SB hat halt einmal das mit der Lücke im Lebenslauf als Argument benutzt, aber zugleich auch mit der Chance wieder in die Praxis einen Einstieg zu finden und durch Praktika Kontakte zu knüpfen und dadurch evtl an eine Stelle ranzukommen.
Wie könnte man denn ihr Argument mit der Möglichkeit dort Kontakte zu knüpfen etc auf meinen Fall bezogen kontern?
Mir ist da bisher leider noch nichts zu eingefallen.

Erzählen kann man viel, wenn der Tag lang ist.
Lass dir die Erfolgsstatistik eben jener Maßnahme oderund des Trägers vorweisen.
Haben sie natürlich in aller Regel nicht. Und wenn doch, irgendwo muss sowas ja existieren, sonst könnte der Bundesrechnungshof nicht regelmäßig zu seinen desolaten Kosten-Nutzen-Ergebnissen kommen bezüglich dieser Maßnahmen, halten sie die sicher gut versteckt. :biggrin:

Ich frage auch meine SB immer wieder nervtötend nach ihrer Vermittlungsstatistik, die tönt auch immer gerne herum, wieviele sie schon erfolgreich zurück ins Leben führte....
da ist sie dann immer ganz irritiert, weicht aus und wenn ich nicht locker lasse, ich steh nun mal auf Zahlen, Fakten, Tatsachen und deren Belegbarkeit, versucht sie abzulenken und beendet dann auch relativ zügig die Termine.

Wenn du frech bist, nimmst du einfach die Studienergebnisse bzw statistischen Auswertungen des Bundesrechnungshofes mit und haust sie auf den Tisch.
Lässt sich irgendwo im Netz finden, hatte ich schon mal gesehen. Es gibt auch viele Artikel dazu. Alles ausdrucken. Mitnehmen.
Und willst erstmal darüber reden. Wo gibts denn sowas, dass jemand einfach was behauptet, das er nicht ansatzweise auch belegen kann?
Wir sind hier doch nicht im Zentrum für Aberglauben #Globukalypse
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Wünsche euch einen guten Morgen und einen guten Start in die neue Woche!

Ach das ist ärgerlich, dass ich da nun verfplichtet bin, obwohl ich nichts unterschrieben habe :/
Was wäre denn nun die beste Vorgehensweise in der Siutation, um da rauszukommen bzw das einfach nicht machen zu müssen?

Meine SB hatte mir genau die gleiche Maßnahme schonmal vor paar Monaten aufgedrückt und da habe ich mich einfach die ersten 2 Wochen von krankschreiben lassen und war damit automatisch wieder raus.
Wäre es nun etwas unklug bzw zu dreist die selbe Taktik wieder zu machen oder wäre das eine gute Option?
Oder habt ihr noch andere gute Vorschläge?

Danke schonmal im Voraus!
 

Regensburg

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2009
Beiträge
2.778
Bewertungen
1.056
Hi :)
Was wäre denn nun die beste Vorgehensweise in der Siutation, um da rauszukommen bzw das einfach nicht machen zu müssen?
der Klassiker ist: nicht Unterschriften verweigern, sonder alle Papiere zur Prüfung nach Hause mitnehmen und hier anonymisiert einstellen.
Wäre es nun etwas unklug bzw zu dreist
Warum nennst Du etwas unklug / dreist wenn es funktioniert hat?
 

Gollum1964

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
1.459
Bewertungen
2.835
Ein Angebot ist als versteckte Zuweisung zu verstehen.

sehe ich genauso.
Ich habe gelesen, dass die Jobcenter neuerdings Maßnahmen als "Angebot" tarnen, um den Elo von Widersprüchen beim Sozialgericht vor Maßnahmenbeginn abzuhalten. Macht Elo das trotzdem, behauptet das Jobcenter, es war ja nur ein Angebot.
Lehnt Elo jedoch die Maßnahme im vorhinein oder beim MT ab, kommt natürlich sofort die Sanktion.

Vielleicht ist es nicht falsch, wenn TE direkt beim JC anfragt, ob es sich um ein Angebot, das man ablehnen kann, handelt oder um eine echte Zuweisung (wegen der RFB ist es mMn eine), um endgültige Klarheit zu bekommen.
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Hallo Leute!

Warum nennst Du etwas unklug / dreist wenn es funktioniert hat?

Ich meinte das so, weil natürlich kann ich das gleiche wieder machen, aber wenn ich dann zB danach wieder einen Termin bei meiner SB habe und sie mich darauf anspricht, dass ich "rein zufällig" wieder am 1. Tag der Maßnahme krank wurde.
Wäre das darauf bezogen für die Zukunft gesehen eher unklug/dreist die selbe Methode zu wählen, weil sich dadurch andere Probleme entwickeln könnten oder soll ich es ruhig so machen?

Und die EGV, die ich mit nach Hause genommen habe - in jedem Falle niemals unterschreiben und abwarten bis irgendwann was vom JobCenter kommt?

Danke euch schonmal für eure Hilfe!!
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.160
Bewertungen
28.601
Bei einer EGV kommt es darauf an. Wenn man mit allem einverstanden ist, was da drin steht,kann man sie natürlich unterschreibben.

Bisher haben wir aber selten eine EGV gefunden, wo enicht irgendwas drinstand, was für den Leistungsempfänger nachteilig war.
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
Mitglied seit
30 Januar 2015
Beiträge
4.605
Bewertungen
15.134
Ich meinte das so, weil natürlich kann ich das gleiche wieder machen,
aber wenn ich dann zB danach wieder einen Termin bei meiner SB habe und sie mich darauf anspricht,
dass ich "rein zufällig" wieder am 1. Tag der Maßnahme krank wurde. Wäre das darauf bezogen für die Zukunft gesehen
eher unklug/dreist die selbe Methode zu wählen, weil sich dadurch andere Probleme entwickeln könnten oder soll ich es ruhig so machen?
Eher nicht, denn damit läufst Du Gefahr zum berühmten Einzelfall nachteiliger Entscheidungen zu werden,
wie im Urteil des BSG vom 9.11.2010 - Az. B 4 AS 27/10 R, in welchem die Forderung einer sog. WUB für rechtens erklärt wurde.
Und die EGV, die ich mit nach Hause genommen habe - in jedem Falle niemals unterschreiben
und abwarten bis irgendwann was vom JobCenter kommt?
Richtig. Hier noch etwas gegen Deine Angst;
Fachliche Weisungen §§ 31 meinte:
(2) Bei Weigerung der leistungsberechtigten Person, eine EinV abzuschließen,
liegt kein Sanktionstatbestand vor.
Bei Nichtzustandekommen einer EinV sind die zu bestimmenden Rechte und Pflichten
in einem Verwaltungsakt (VA) nach § 15 Abs. 3 Satz 3 verbindlich zu regeln.
Auch m.M.n. handelt es sich bei dem vorliegenden "Angebot" um einen VA.
Siehe dazu in ► diesem Vorlagenbeitrag unter der Überschrift
"Angebot einer Maßnahme ist auch ohne Rechtsbehelfsbelehrung (RBB) ein Verwaltungsakt".
Die Ablehnung eines Widerspruches gegen das "Angebot" wegen angeblich nicht vorliegendem VA
erzeugt schließlich einen rechtsmittelfähigen Bescheid, welcher eine Feststellungsklage ermöglicht.
Nach Erfahrung wird dieser Klageweg aber durch den Gegner durch Rückzug abgewürgt.
Letztlich lohnt es sich erst, gegen eine resultierende Sanktion vorzugehen.
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Hallo, vielen lieben Dank euch erstmal für eure supertolle Unterstützung und Hilfe in meinem Fall!!

Nun rückt allerdings der Tag des Maßnahmebeginns immer näher und ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich dagegen konkret vorgehen soll, bzw wie ich mich da aus der Angelegenheit am Besten befreien kann.

Hat denn jemand eine gute Idee für mich, wenn ja vermutlich laut Zeitkind es keine gute Idee wäre, dass ich die selbe Methode wie beim letzten Mal wähle und mich am 1. Tag direkt krankschreibe (was mein ursprüngliches Vorhaben war).
Was könnte ich in meinem Fall nun sonst machen, um die Maßnahme nicht machen zu müssen?
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Hallo liebe Leute!

Ich wende mich eben nochmal an euch in der Hoffnung, dass ihr mir helfen könnt.

Also letzte Woche Montag (der 29.10.) hat die Maßnahme begonnen, die mir aufgetischt wurde und ich habe mich direkt die ganze Woche über krankschreiben lassen, nun hat mich vorhin meine SB versucht 2x anzurufen und hat mir nun eine eMail geschickt mit folgendem Inhalt:
"Sehr geehrter Herr xxx,
da ich Sie telefonisch nicht erreichen konnte, wende ich mich per E-Mail an Sie: Bitte beachten Sie, dass Sie sich nach Ihrer Krankheit bei GBB melden, um die Maßnahme Integration durch Praxis anzutreten, da ich ansonsten eine Sanktionsanhörung veranlassen muss."

Ich wollte nun später nochmal zum Arzt um die Krankschreibung zu verlängern und mich die jetztige Woche weiterhin auch noch krankschreiben zu lassen.
Komme ich denn somit erstmal aus der Maßnahme raus, da ich nun die ersten 2 Wochen davon krankgeschrieben wäre oder würde die dann immernoch weiterlaufen und ich wäre nächste Woche immernoch gezwungen da aufzutauchen?
Bzw wie komme ich denn nun da am ehesten wieder raus aus der Sache?

Bitte um eure Hilfe, da ich sonst nicht weiter weiß
 

Pixelschieberin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 Juli 2011
Beiträge
4.817
Bewertungen
11.159
[...] nun hat mich vorhin meine SB versucht 2x anzurufen und hat mir nun eine eMail geschickt mit folgendem Inhalt: [...]
Die Auszeit hast du sicherlich genutzt, um beim JC all die Daten löschen zu lassen, die nicht zur Leistungserbringung notwendig sind. :wink:
Dazu gehören unter Anderem Email-Adresse und Telefonnummer.

Ausschließlich postalisch erreichbar zu sein hat den Vorteil, Korrespondenz in die Hand zu bekommen, die vor Gericht Bestand hat.
Was am Telefon geschwatzt wurde, kann in der Regel (legal) NICHT bewiesen werden.
Allein deshalb läßt der kluge HE solche Kommunikationswege nicht zu.
Erst recht nicht wenn zu befürchten steht, daß ihm am Zeug geflickt werden kann.
[...] und mich die jetztige Woche weiterhin auch noch krankschreiben zu lassen.
Komme ich denn somit erstmal aus der Maßnahme raus, da ich nun die ersten 2 Wochen davon krankgeschrieben wäre oder würde die dann immernoch weiterlaufen und ich wäre nächste Woche immernoch gezwungen da aufzutauchen? [...]
Das ist eine Glaskugelfrage.
Woher soll jemand wissen, OB - und wenn ja - WANN - deinem SB der Geduldsfaden reißt und er dich aus der Maßnahme raus nimmt?

Wer meint, vor ihm sei noch niemand auf die Idee vorgetäuschter Krankmeldungen gekommen, unterschätzt das System, das darauf ausgelegt ist, den HE zu vergrämen.
Das Verfahren ist mit Maßnahmen zur Taubenabwehr zu vergleichen. :wink:
Offiziell leuchten Schikaneverbote aus Gesetzestexten, inoffiziell wird sehenden Auges gegen Gesetze verstoßen um das HE-Pack los zu werden.


Wenn du die Welle weiter surfst, begibst du dich in andere Abhängigkeiten:
- Der Arzt muß dauerhaft einsichtig sein.
- Der SB kann eine Untersuchung durch den medizinischen Dienst veranlassen.

Gern werden den Zugewiesenen Fehltage durch Krankheit hinten dran gehängt.
Sofern die Tage im Zeitfenster einer EGV oder eines VAs liegen sollten, können gegen die Vorgehensweise kaum Einwände vorgetragen werden.

Das heißt, daß aufgeschoben nicht immer aufgehoben bedeutet.
[...] Bzw wie komme ich denn nun da am ehesten wieder raus aus der Sache? [...]
Du versuchst "Wasch mich aber mach mich nicht naß" zu spielen?
Möglicherweise mußt du irgendwann doch Farbe bekennen und in die Konfrontation gehen.
Wie das gehen KANN, wurde im Forum schon in epischer Breite beschrieben.
 

Shushu

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 April 2018
Beiträge
10
Bewertungen
0
Hallo liebe Leute!

Hier nun erstmal ein Update zu meinem jetztigen Stand bzgl der Maßnahmen-Situation:
Ich hatte ja am 29.10. den Beginn gehabt, habe mich allerdings da wieder krank schreiben lassen für insgesamt ca 2 Wochen und somit den Antrittstermin verpasst.

Daraufhin hatte mir dann meine Sachbearbeiterin irgendwann vor 1 Woche eine Mail geschrieben mit folgendem Inhalt:
"Hallo Herr XXX,
vielen Dank für die Antwort. Wird Ihre Krankschreibung denn noch verlängert, oder möchten Sie sich morgen, am Freitag, die neue Zuweisung für den 12.11.2018 abholen? Der nächste Beginntermin wäre ansonsten der 26.11.2018.
Freundliche Grüße"

Ich hatte dann auf die Mail nur kurz geantwortet, dass ich bis zum 13.11 noch krankgeschrieben bin und seitdem kam auch erstmal noch keine weitere Mail und vom JobCenter kam auch kein weiterer Brief.

Nun zu meiner Frage: Sie erwähnt ja in ihrer Mail, dass der nächste Beginntermin der 26.11. wäre, aber halt auch nur kurz und knapp wie oben gepostet.
Bin ich aufgrund dieser Mail von meiner SB verpflichtet, am 26.11. da anzutreten bei der Maßnahme?
Oder hätte sie es mir in einer offizielleren Form, zB VA oder EGV mitteilen müssen und da sie es nicht gemacht hat, bin ich da auch nicht gezwungen zu erscheinen?

Danke euch schonmal für eure hilfreichen Tipps!
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten