Hilfe zum Ausfüllen eines Gleichstellungsantrag bei der AfA, wer kann mir helfen?

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Paul51

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Hallo,

ich habe nun vom Versorgungsamt eine Bewilligung bekommen für GdB von 30 %. Daduch kann ich jetzt bei der AfA ein Gleichstellungsantrag stellen.
Diesen habe ich schon bekommen, aber für mich ist das alles Neuland. Ich weiß nicht so recht was ich da alles richtig reinschreiben soll oder muß. Nicht das ich was verkehr irgendwo reinschreibe und alles geht nach hinten los.
Einige Punkte weiß ich, was ich reinschreiben soll und muß. Aber da sind einige Knifflige Fragestellungen, wo ich nicht so genau weiß, was richtig ist.

Kann mir da einer helfen? Hat jemand von Euch schon einmal so ein Gleichstellungsantrag für die AfA ausgefüllt?
Ich wäre Dankbar für jede Hilfe zum Ausfüllen.

Gruß Paul
 
E

ExitUser

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Hallo Paul,

ja habe ich ausgefüllt und ist ohne Probleme (unbefristet) durchgewunken worden.

Bei welchen Fragen bist du dir unsicher? Grundsätzlich muss deutlich werden, warum du gegenüber nichtbehinderten Bewerbern benachteiligt bist und wozu du die Gleichstellung benötigst.

Gruß Jordi
 

Paul51

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Hallo en Jordi,

muß ich Grundsätzliche alle Fragen ankreuzen oder die nur für mich relevant sind?

Nun zu den einzelnen Fragen, wo ich nicht so richtig klar komme:

1. Ich bin laufend in ärztlicher Behandlung: da soll ich die Atteste aus den letzten 6 Monaten beifügen. Warum? Das Versorgungsamt hat doch das Festgestellt, das mir da 30 % zustehen. Da reicht doch der Bewilligungsbescheid bzw. der Feststellungsbescheid vom Versorgungsamt. Oder??? Die ärztlichen Atteste geht eigentlich die AfA nichts an, oder?

2. mein Arbeitsverhältnis ist gefährdet, wegen meiner Behinderung, die sich wie folgt auswirken.
das verstehe ich so, das ich Beschreiben soll was ich habe und das ich in meinem fall nicht mehr alles machen kann, wie schwer heben und bewegen usw. , oder???

3. Sonstige Gründe für die Notwendigkeit der Gleichstellung:
das habe ich doch schon mit der obigen Frage beantwortet, was soll ich da noch erklären???


Das wären erstmal die Fragen die, wo ich nicht so richtig klar komme.

Wäre toll, wenn ich die Beantwortet bekäme.

Gruß Paul
 
E

ExitUser

Gast
N'Abend!

Zu 1.: Ich habe damals auf die Rehaakte verwiesen und nichts eingereicht.
Du könntest anbieten aus Datenschutzgründen beim ÄD Befunde einzureichen. Atteste kosten Geld. Hier müsstest du erst die Kostenübernahme beantragen, es sei denn es liegen dir schon welche vor.

Zu 2.: Nein, da geht darum, ob dir in einem bestehenden Arbeitsverhältnis wegen der Behinderung die Kündigung droht.

Zu 3.: Deine Gründe kenne ich ja nicht. Hast du einen Arbeitsplatz oder bist du arbeitssuchend?

Dort hatte ich "erweiterte Förderungsmöglichkeiten für AG" hingeschrieben.

Es ist halt immer eine Einzelfallentscheidung.

Gruß
 

Doppeloma

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Hallo Paul51,

muß ich Grundsätzliche alle Fragen ankreuzen oder die nur für mich relevant sind?

Welche Fragen darin sind denn deiner Meinung nach nicht relevant für dich ???

Habe bereits mehrfach solche Anträge gestellt, bei meinem Eigenen damals hat mir die Schwerbehinderten-Vertretung meiner Firma geholfen, sonst hätte ich wohl auch einige Fehler gemacht, die zur Ablehnung führen könnten.

Später für Männe habe ich mich auch daran orientiert und der Antrag wurde ebenfalls ohne Probleme bewilligt ... er war aber auch im festen Arbeitsverhältnis.
In einem anderen Forum habe ich dafür mal eine ausführliche "Anleitung" geschrieben, ist zwar schon ein paar Jahre her aber meiner Kenntnis nach sind die Anträge und "Fallstricke" immer noch die Gleichen.

https://www.krank-ohne-rente.de/viewtopic.php?f=3&t=1277

Da sind auch die "Tücken" genauer beschrieben, so muss ich das nicht alles hier noch einmal aufschreiben ...

Natürlich solltest du unbedingt nachfragen wenn trotzdem noch Unklarheiten bestehen.

1. Ich bin laufend in ärztlicher Behandlung: da soll ich die Atteste aus den letzten 6 Monaten beifügen. Warum? Das Versorgungsamt hat doch das Festgestellt, das mir da 30 % zustehen. Da reicht doch der Bewilligungsbescheid bzw. der Feststellungsbescheid vom Versorgungsamt. Oder??? Die ärztlichen Atteste geht eigentlich die AfA nichts an, oder?

In diesem Falle schon, das bearbeitet auch eine komplett separate Abteilung, die AfA soll feststellen, ob sich die Notwendigkeit ergibt dich einem Schwerbehinderten gleichzustellen, damit du zumindest den gleichen erhöhten Kündigungsschutz hast, die überprüfen ja NICHT die Feststellung des Versorgungs-Amtes, sondern ob diese "theoretische Erhöhung" (eben die Gleichstellung mit GdB 50) erforderlich ist.

Dafür müssen eben auch bestimmte Dinge vorliegen und von der AfA geprüft werden.

2. mein Arbeitsverhältnis ist gefährdet, wegen meiner Behinderung, die sich wie folgt auswirken.
das verstehe ich so, das ich Beschreiben soll was ich habe und das ich in meinem fall nicht mehr alles machen kann, wie schwer heben und bewegen usw. , oder???

Lies dazu bitte auch noch in dem Link oben nach, ich habe die Fragen jetzt nicht alle einzeln im Kopf ... du musst aber immer noch in der Lage sein deine Arbeit zu verrichten, sonst bekommst du KEINE Gleichstellung.

Deine Einschränkungen dürfen also nicht soweit gehen, dass die Kollegen Teile deiner Arbeit erledigen müssen, damit du dort überhaupt weiter beschäftigt werden kannst ...
Wenn du das also zu stark einschränkst was du trotz deiner Behinderungen von deiner üblichen Arbeit (lt. bestehendem Arbeitsvertrag) noch machen kannst, wird die Gleichstellung auch abgelehnt.

Man ist (vielleicht) langsamer als die Kollegen, wird (leider) häufiger krank (dafür wird die AU -Liste deiner KK benötigt) und fällt aus , was dem AG natürlich gerade nicht besonders gefällt usw.

3. Sonstige Gründe für die Notwendigkeit der Gleichstellung:
das habe ich doch schon mit der obigen Frage beantwortet, was soll ich da noch erklären???

Ohne jetzt den Antrag vor mir zu haben, kann es die Frage sein, ob man dir schon "angedroht" hat dich wegen deiner Einschränkungen / häufigen AU -Zeiten zu kündigen und Ähnliches ...

Wenn es ohnehin bald Kündigungen geben soll bei deinem AG (allgemeine Personalreduzierungen), dann ist das KEIN Grund dich gleichzustellen, weil das damit auch nicht verhindert werden kann.

Die konkreten Gegebenheiten bei deinem AG kannst du nur selber kennen, in der Regel soll auch der AG zu deinem Antrag Stellung nehmen (dürfen), das kannst du aber auch ausschließen, ob es was bringt wird die AfA entscheiden.

Mein AG wurde befragt und meinte mein Arbeitsplatz sei (aus seiner Sicht) NICHT gefährdet, trotzdem (oder gerade deswegen ?) wurde mir die Gleichstellung dann bewilligt, vermutlich hat die AfA mit solchen AG-Auskünften da auch ihre eigenen Erfahrungen. :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

Paul51

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Also kann ich nicht zu Pkt. 4a bzw. 4f, rein schreiben, das ich keine Gewicht mehr heben und bewegen darf als Schweißer > 10 kg und langfristig nicht > 20 Kg

Diese Antwort könnte in diesem Pkt. tötlich sein wegen der Gleichstellung, oder?

Oder sollte ich das mit erwähnen, darauf stützt sich ja das Versorgungsamt und darufhin haben sie mir ja die 30 % GdB gegeben.

Was meint Ihr, ist das noch zu erwähnen?

Gruß Paul
 

Paul51

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Ich habe gerade nochmals in die Atteste der Ärzte reingeschaut, das ich auch zum Versorgungsamt gesendet habe. Dort ist auch geschrieben bzw. attestiert das ich keine Gewichte > 10 kg heben und bewegen darf und langfristig nicht > 20 kg.

Also sollte ich das noch in 4f als zusätzlich mit vermerken?

Gruß Paul
 

Doppeloma

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Hallo Paul51,

Ich habe gerade nochmals in die Atteste der Ärzte reingeschaut, das ich auch zum Versorgungsamt gesendet habe. Dort ist auch geschrieben bzw. attestiert das ich keine Gewichte > 10 kg heben und bewegen darf und langfristig nicht > 20 kg.

Das kann man ohne genaue Kenntnis deiner Tätigkeit und der Notwendigkeiten auch (gelegentlich / häufiger) solche Gewichte bewältigen zu "müssen" nicht beurteilen, du kannst ja auch nicht erwarten, dass bei solchen Arbeitsschritten dann ein Kollege ran muss, um IMMER diesen Teil DEINER Arbeit zu übernehmen.

Mal ein "blödes Beispiel" von mir, im Telefon-Service kann ich nicht darum bitten, dass meine Kollegen die Telefonate führen (weil ich einen Tinnitus habe) und ich mache nur die eher nebenbei anfallende Sachbearbeitung.

Dann bekommt man KEINE Gleichstellung weil der Arbeitsplatz insgesamt NICHT mehr geeignet ist, mit der Behinderung noch in ausreichendem Umfang erledigt zu werden.

Es bringt also nicht viel deine Belastungsgrenzen zu betonen (und durch medizinische Unterlagen bei der AfA zu belegen), wenn sich daraus ergibt, dass du deine Arbeit gar nicht mehr im erforderlichen Umfang SELBER erledigen KANNST ...

Du schaffst vielleicht in der gleichen Zeit weniger als deine Kollegen aber es muss noch akzeptabel für deinen AG sein, dich trotzdem weiter zu beschäftigen ...

Ich habe meinen Tinnitus damals verschwiegen, sonst hätte ich schon nach der Herz-OP gar nicht mehr dort weiter arbeiten dürfen, der Betriebsarzt hätte das schon nicht mehr erlaubt, wenn ihm das bekannt gewesen wäre (der war so schon wenig "begeistert"), aber auch dort gibt man nur an, was man selber angeben WILL und das findet ja so schnell keiner raus.

Aber mit Ende 50 hatte ich auch keine Aussichten mehr noch eine "leidensgerechte" andere Tätigkeit zu finden (wie das ja die DRV später immer wieder gefordert hatte, um keine EM-Rente zahlen zu müssen), also habe ich unter (bewusster) Gefährdung meiner Restgesundheit weiter am Kundentelefon gearbeitet, andere Tätigkeiten gab es in meiner letzten Firma nicht.

Das wurde also auch im Antrag auf Gleichstellung nicht thematisiert, davor hatte mich schon die Schwerbehinderten-Vertretung gewarnt, als ich nur mal eine "vorsichtige Andeutung" gemacht habe, dass es noch ärztlich abgeklärt wird.

Die verdrehten bloß die Augen und meinten, dann brauche ich den Antrag gar nicht erst stellen ... habe dann schnell abgelenkt von diesem Thema ...

Darum auch das "Extra-Kreuz" im Antrag bei der Frage nach geplanten oder schon erfolgten (behindertengerechten) Veränderungen am Arbeitsplatz, das klingt so "harmlos", aber diese Frage hatte es in sich, in meinem Falle (und wohl in den meisten Fällen).

Ist eine Veränderung (Anpassung des Arbeitsplatzes) bereits erfolgt, braucht man KEINE Gleichstellung mehr, der AG würde das ja (vermutlich) nicht machen, wenn er die Entlassung plant, ist die Veränderung erst "geplant" sind die Gedankengänge bei der AfA ähnlich ... darum das Nebulöse zusätzlich eingefügte "nicht vorgesehen" ...

Man sieht also keine Notwendigkeit dem Behinderten die Arbeit etwas zu erleichtern ... hat zumindest noch nicht genauer darüber nachgedacht ... wahrscheinlicher bleibt alles wie es ist ... :idea:

Theoretisch hätte ich den Job also auch GAR NICHT mehr ausüben sollen, trotzdem habe ich dann die Gleichstellung bekommen.

Ob sie wirklich der Grund war, dass man nie versucht hat mich los zu werden kann ich nicht beurteilen, immerhin hat mein AG durch mich die Strafabgabe für einen unbesetzten "Behinderten-Arbeitsplatz" gespart ... auch wenn ich spätestens nach der Aussteuerung nur noch als "Personal-Kartei-Leiche" fungiert habe. :bigsmile:

MfG Doppeloma
 

Paul51

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Was genau versprichst du dir von der Gleichstellung eigentlich?

Hallo,

also von der Gleichstellung verspreche ich mir, das mein Arbeitsplatz weiterhin bestehen bleibt. Den ich habe jetzt ein Verlängerungsbescheid erhalten bis Ende Nov. 2022. Bin ja noch weiterhin Angestellt bei der Firma, nur im Ruhendem Arbeitsverhältnis, da ich ja eine volle befristete EMR erhalte. Als ich diesen Verlängerungsbescheid zur Firma gesendet hatte und dort Bescheid gesagt habe, kamen so merkwürdige Fragen auf,
wie: a)" ... bist Du jetzt Rentner und b) " ....also gehe ich davon aus , das du bis zum Ende Nov.2022 nicht wieder kommst."
Zu a) ist zu sagen, das die ja wissen, das ich seit Sep.2016 eine volle befristete EMR beziehe und jetzt erstmal Rentner bin
Da ich ja nun über 22 Jahre in dem Laden angestellt bin und alle und jeden kenne und weiß wie die ticken, kommt mir das etwas komisch vor. Habe das Gefühl, das die mich irgendwie los werden wollen, jetzt nach dem Bekannt werden, dieser Verlängerung bis 2022.

Es könnte ja sein, das ich vielleicht mal für ein paar Stunden dort wieder arbeiten möchte oder darf, auf Basis 450 €- Job. Und dann ist es ja besser, wenn mal den Arbeitsplatz und das Arbeitsverhältnis noch hat.

Darum die Gleichstellung jetzt. Auch könnte es passieren, das ich vielleicht Hochgestuft werde vom Versorgungsamt, auf 50 % GdB . Habe dazu einen Neufeststellungsantrag gestellt im Juli. weil noch einige Erkrankungen dazugekommen sind auf der Orthopädischen Basis,
wie Bandscheibenvorfall in LWS u. HWS und noch andere Ortho-Befunde etc. Dadurch kann es passieren,
das die mich dann Hochstufen auf 50% GdB , das wäre natürlich das Optimale. Aber das dauert noch etwas. Darum erstmal die Gleichstellung, das mich die Firma nicht zu schnell Kündigen kann.

Gruß Paul
 

Silvia123

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Hallo Paul,

bei mir wurde gefordert dass ich die AUs der letzten 2 Jahre schicke, nachdem ich u.a. angegeben habe dass ich Sorge habe wegen Krankheit gekündigt zu werden. Daraufhin schrieb ich dass ich die letzten Jahre kaum krank geschrieben war, meist nur innerhalb der 3 Tage Regelung und dass mir mein Arzt geraten hat eine Gleichstellung zu beantragen, weiterhin dass mir gesagt wurde, nachdem ich mal 2 Tage krank, war: SO DU bist also krank....... Jedenfalls hieß es dann gleich, das reicht.

Wichtig ist zu vermitteln dass Du Sorge hast dass Dein AG dich rauskicken könnte wegen Krankheit. Das von Doppeloma hatte ich mir da schon angesehen und als Hilfe genutzt.

Daumen hoch Doppeloma und vielen Dank für das Engagement.


Silvia
 
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Doppeloma

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Hallo Paul51,

Zu a) ist zu sagen, das die ja wissen, das ich seit Sep.2016 eine volle befristete EMR beziehe und jetzt erstmal Rentner bin
Da ich ja nun über 22 Jahre in dem Laden angestellt bin und alle und jeden kenne und weiß wie die ticken, kommt mir das etwas komisch vor. Habe das Gefühl, das die mich irgendwie los werden wollen, jetzt nach dem Bekannt werden, dieser Verlängerung bis 2022.

Nach rund 2 Jahren mal Willkommen zurück in deinem Thema ... die Gleichstellung wolltest du ja damals schon haben, was ist denn daraus geworden ???
Du hast nun inzwischen die (erneute) Verlängerung der EM-Rente bis 2022 bekommen und glaubst ernsthaft noch daran, dass du irgendwann wieder arbeiten gehen wirst ???
EM-Rentner bekommen KEINE Gleichstellung von der AfA , die sind ja voll Erwerbsgemindert und können sowieso (vorerst) nicht arbeiten gehen.
Die Gleichstellung soll Leute vor Entlassung (wegen ihrer Behinderung) schützen wenn sie im aktiven Arbeitsleben sind.

Es könnte ja sein, das ich vielleicht mal für ein paar Stunden dort wieder arbeiten möchte oder darf, auf Basis 450 €- Job. Und dann ist es ja besser, wenn mal den Arbeitsplatz und das Arbeitsverhältnis noch hat.

Das ist kein Grund für eine Gleichstellung durch die AfA , dafür müsstest du ohnehin einen anderen (oder zusätzlichen) Arbeitsvertrag bei deinem AG abschließen, sofern der machbare Arbeit im Minijob für dich anbieten kann.
Ansonsten bleibt dein Arbeitsverhältnis (wie bisher auch) ruhend weiter bestehen und was so geredet wird unter den Kollegen, hat dafür keine besondere Bedeutung.
Wenn dein AG dich los werden will muss er dich regulär (schriftlich) kündigen, daran hat sich nichts geändert und bisher wollte dein AG das ja offenbar auch noch nicht und hat dich seit der Erstberentung 2016 behalten.

Darum die Gleichstellung jetzt.

Das kannst du "jetzt" also schon vergessen, die Gleichstellung gibt es nur für aktiv Erwerbstätige und NICHT für Mitarbeiter in EM-Rente ... :icon_evil:

Auch könnte es passieren, das ich vielleicht Hochgestuft werde vom Versorgungsamt, auf 50 % GdB . Habe dazu einen Neufeststellungsantrag gestellt im Juli. weil noch einige Erkrankungen dazugekommen sind auf der Orthopädischen Basis,
wie Bandscheibenvorfall in LWS u. HWS und noch andere Ortho-Befunde etc. Dadurch kann es passieren,
das die mich dann Hochstufen auf 50% GdB , das wäre natürlich das Optimale.

Das wäre zwar eine Möglichkeit doch noch den erhöhten Kündigungsschutz zu erreichen, aber mit rein orthopädischen Diagnosen wird das so schnell auch nichts werden ... es geht beim Schwerbehinderten-Ausweis (GdB ) nicht um die Anzahl der Diagnosen sondern um die konkreten Einschränkungen, die damit (langfristig / dauerhaft) verbunden sind.

Weitere Bandscheiben-Vorfälle bewirken nicht unbedingt eine Erhöhung auf den Schwerbehindertengrad, hast du bei der Antragstellung ausführlich (mit eigenen Worten) beschrieben was jetzt (durch die neuen Diagnosen) so deutlich und zusätzlich schwieriger ist in deinem Alltag als beim Erstbescheid ???
Nur das zählt für die Einstufungen, Diagnosen alleine genügen da nicht wenn sie die gleichen Auswirkungen haben zählt das nur 1 Mal für den GdB .

Aber das dauert noch etwas. Darum erstmal die Gleichstellung, das mich die Firma nicht zu schnell Kündigen kann.

Das mit dem Schwerbehindertengrad kann allerdings noch dauern, die Gleichstellung bekommst du aber als EM-Vollrentner bis 2022 auch nicht zugesprochen ... du kannst ja (wegen der EM-Rente) aktuell gar nicht an deinem Arbeitsplatz arbeiten ... :icon_evil:
Wie willst du denn den Antrag auf Gleichstellung aktuell begründen können, zum "Warmhalten" eines Arbeitsplatzes bei laufender EM-Rente ist das nicht gedacht. ???

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo Sylvia123,

bei mir wurde gefordert dass ich die AUs der letzten 2 Jahre schicke, nachdem ich u.a. angegeben habe dass ich Sorge habe wegen Krankheit gekündigt zu werden.

Damit ist der AUB-Beleg der KK gemeint und wenn es da keine registrierten AU -Zeiten gibt (oder nicht viele), dann bist du offiziell für die AfA (und den Antrag) auch nich zu oft krank gewesen, um gleichgestellt zu werden.

Daraufhin schrieb ich dass ich die letzten Jahre kaum krank geschrieben war, meist nur innerhalb der 3 Tage Regelung und dass mir mein Arzt geraten hat eine Gleichstellung zu beantragen, weiterhin dass mir gesagt wurde, nachdem ich mal 2 Tage krank, war: SO DU bist also krank....... Jedenfalls hieß es dann gleich, das reicht.

Erzählen können die viel, diese Kurz-AU kannst du aber ohne Krankenschein auch nicht beweisen, das ist aber nötig um dir die Gleichstellung eventuell geben zu können.
Wer nur gelegentlich mal ein paar Tage (ohne AU -Bescheinigung) bei der Arbeit fehlt hat noch lange keinen Anspruch auf Gleichstellung mit einem Schwerbehinderten.
Dein AG kann das ohne Abgabe offizieller AU -Bescheinigungen (als Beweis für deine Fehlzeiten wegen Krankheit) aber auch nicht zum Anlass nehmen, dich aus gesundheitlichen Gründen kündigen zu wollen.

Behandelnde Ärzte "raten" öfter mal was an, von dem sie nur wenig bis gar keine Ahnung haben, so einfach ist das mit der Gleichstellung nun auch wieder nicht, schon gar nicht wenn du fast nie offiziell AU geschrieben wirst von deinem Arzt ... da weiß der ja auch nicht genau wann du mal 3 Tage krank gewesen bist ...

Da würde der AG wohl Ärger mit dem Arbeitsgericht bekommen wenn du dich dann mit einer Kündigungs-Schutz-Klage dagegen wehrst.

Im Bezug auf den Gleichstellungs-Antrag sind schon deutlich umfangreiche / sehr häufige / sehr lange Krankheitszeiten nachzuweisen, oft auch für länger als die letzten 2 Jahre und das geht NUR mit AU -Bescheinigungen (die bei der KK auch registriert wurden) und nicht durch eigene Erklärungen zu betriebsinternen Regelungen bei "kurzem Unwohlsein" bis 3 Tage. :icon_evil:

Wichtig ist zu vermitteln dass Du Sorge hast dass Dein AG dich rauskicken könnte wegen Krankheit.

Das kann sich der TE aktuell sparen, er kann ja wegen der EM-Rente sowieso nicht an seinen Arbeitsplatz gehen, wie soll er da der AfA erklären können was er aktuell dort tun könnte und was nicht, wenn auch etwas "eingeschränkt" im Vergleich zu seinen Kollegen ... ???

Hast du denn schon einen Bescheid zu deinem Antrag auf Gleichstellung von der AfA bekommen ?

MfG Doppeloma
 

Paul51

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Weitere Bandscheiben-Vorfälle bewirken nicht unbedingt eine Erhöhung auf den Schwerbehindertengrad, hast du bei der Antragstellung ausführlich (mit eigenen Worten) beschrieben was jetzt (durch die neuen Diagnosen) so deutlich und zusätzlich schwieriger ist in deinem Alltag als beim Erstbescheid ???

Hallo Doppeloma,

Habe beschrieben das ich durch die orthopädischen Erkrankungen, ist ja nicht nur die BSV sondern noch andere Erkrankungen an LWS u. HWS sowie in den Hüftgelenken, die Einschränkungen habe im alltäglichen Leben. Das ich keine schwere Arbeit, generell in allen Bereichen, b privat o. beruflich, mehr ausführen kann und darf. Das ich auch keine großen Strecken mehr laufen kann, das ich nach ca. 500 m stehen bleiben muss, weil ich Probleme bekomme in den Gelenken und im Rücken. Das eine Reisefähigkeit für öffentliche Verkehrsmittel und privaten PKW besteht. Das hat die HA der DRV befundet im ärztlichen Befundbericht zur Verlängerung der EMR und auch dieses zur Neufeststellung der GdB an der Versorgungsamt gesendet. Mit diesen habe ich schon telefoniert, die Akte ist jetzt zur medizinischen Begutachtun und dauert wohl ca. 2 - 4 Wochen bis da eine Entscheidung von den Ärzten kommt.
 

Silvia123

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Ja Doppeloma,

ich wurde gleichgestellt.

Als ich sagte dass mein Chef meinte, SO, DU bist also krank.... Sie meinte sie das reicht.

Dabei muss man erwähnen dass ich bei einem kirchlichen Träger arbeite, vielleicht kennen sie den schon?

Mal sehen wies weiter geht

Silvia
 

Silvia123

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Nein,

ich war nach Mobbing krank geschrieben, Diagnose Depression, die allerdings auch schon mal 10 Jahre davor diagnoatiziert war, habe ich beigelegt und einen Zettel mit meinen Beschwerden. Mein hoher Blutdruck wurde nicht berücksichtigt weil der mal runter auf 140 war.
Gruß

Silvia
 
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