• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Hilfe! Sperrung bei Jobablehnung! Wenn weniger Geld als zuvor ?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo !

Ich heiße Delia bin 33 Jahre alt und habe eine Tochter von 12 Jahren.
Ich habe Alg2 und verdiene mir im Monat 150 Euro dazu.
Ich bekomme von der Arge immer Adressen wo ich mich bewerben muss.
Was auch in Ordnung ist da ich selber gerne einen Halbtags Job hätte wo ich selber genug verdienen würde das ich keine Unterstützung mehr bräuchte.

Darf ich den Job der mir jetzt Angeboten wird ablehnen weil ich mit dem Auto am Tag 40 KM hin und 40 KM zurück fahren muss und durch die Benzinkosten dann weniger an Geld zu verfügung habe als jetzt.

Die rechnung sieht ca. so aus:

Der Uns zustehender Bedarf ca.1000 €

Rein kommt:
154 € Kindergeld
300 € KindesUnterhalt
150 € Nebenverdienst

Die Differenz bis 1000€ Zahlt Alg2 (Leistung und Unterkunft)

Bei dem mir Angebotenen Jobwürde ich nur 270 € bekommen.
Und bei den Benzinkosten hätte ich dann weniger Geld als vorher zu Verfügung

sieht ca. so aus:

Bedarf wieder ca.1000 €

Rein kommt:
154 € Kindergeld
300 € KindesUnterhalt
270 € Nebenverdienst

Differenz bis 1000€ Zahlt Alg2 (Leistung und Unterkunft)


Darf ich solch einen Job ablehnen???
Und wo liegt die Grenze an Kilometer die ich für einen Job fahren muss?

vielen Dank Delia !
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#2
40 km hin und 40 km zurück ist tatsächlich ein sehr weiter Weg zur Arbeit. Für einen Halbtagsjob lohnt sich das nicht.

Ob du ihn ablehnen darfst, kann ich dir nicht genau sagen. Eigentlich darf man ja nur etwas ablehnen, wenn es sittenwidrig ist.

Ich rate dir, die SB anzurufen und ihr das zu sagen. Ich würde ihr nicht direkt sagen, dass dir von dem Gehalt nichts übrig bleibt (das wird sie nicht interessieren), sondern ich würde ihr sagen, dass du täglich als Alleinerziehende nicht so weit fahren kannst. Das sind zu viele Stunden, die du außer Haus bist, die dir kein Geld bringen und die dein Kind ohne Betreuung zuhause ist.

Solange du den Hinzuverdienst von 150 Euro hast, wird sie wahrscheinlich damit einverstanden sein. Probiere es mal im guten.
 

Haubold

Elo-User/in
Mitglied seit
28 Mrz 2007
Beiträge
726
Gefällt mir
9
#3
Die Frage ist wieviel erhälst Du ALG II noch dazu???

Hier Steht nix von Miete nur von Bedarf von 1000 Euro!

Gruß Haubold
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Delia,
bei Deiner Rechnung im Eingangspost: die 150 Euro bzw. 270 Euro, sind das die Freibeträge oder das Nettoeinkommen? Bei beiden Varianten kann Deine Rechnung so nicht stimmen.
Schreib doch mal mehr über das Nettoeinkommen und Deinen bisherigen Bescheid von der Arge.

Viele Grüße,
angel
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#5
Erst mal danke an Euch!

Also wir bekommen von Arge 505 €
Plus 154 € Kindergeld
Plus 300 € Kindesunterhalt
Plus meine verdienten 150€


Wenn ich jetzt 270€ verdiene zahlt die Arge automatisch weniger.
Durch die Benzinkosten habe ich dann aber weniger Geld zur verfügung.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#6
Die Arge zieht Dir bei 270 Euro Einkommen 136 Euro bei ihrer Zahlung ab. 134 Euro darfst du anrechnungsfrei behalten.
Also hast Du 134 Euro mehr als ohne Arbeit.

Ob sichs dafür rentiert, so eine lange Strecke zu fahren, ist natürlich die Frage. Ich würde mich wehren und mit dem Zeitfaktor argumentieren, wie Rotkäppchen schon schrieb.

Viele Grüße,
angel
 
Mitglied seit
14 Mai 2007
Beiträge
2.549
Gefällt mir
427
#7
Also wir bekommen von Arge 505 €
Plus 154 € Kindergeld
Plus 300 € Kindesunterhalt
Plus meine verdienten 150€

Wenn ich jetzt 270€ verdiene zahlt die Arge automatisch weniger.
Durch die Benzinkosten habe ich dann aber weniger Geld zur verfügung.

Wenn Du da nur mit dem Auto hinkommst, dann würde ich mal Kilometergeld beantragen. Für die ersten 10km gibt es wohl 0,3 Euro/km und für die weiteren 0,2 Euro/km. Das wären bei 20 Arbeitstagen im Monat und 70km am Tag ca. 340 Euro im Monat.

Einfach mal beantragen, dann wird dieser Sachbearbeiter schon von selbst davon abstand nehmen Dir so einen Job anzubieten.
 

cmxy

Elo-User/in
Mitglied seit
26 Jan 2007
Beiträge
49
Gefällt mir
2
#8
Hi,
@Rechtsverdreher:
Bist Du Dir mit den Fahrtkosten sicher, ich hab mal irgendwo im SGB2 was von 0,06 €/KM gelesen.

mfg
Christian
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#9
Erst ab einen Verdienst über 400 € können die tatsächlichen Werbungskosten (Fahrtkosten) geltend gemacht werden, bis 400 € sind die Werbungskosten in den 100 € Freibetrag enthalten.
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#10
Zu den zumutbaren Fahrzeiten kannst Du hier schauen
SGB III § 121 Zumutbare Beschäftigungen

(1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.
(2) Aus allgemeinen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn die Beschäftigung gegen gesetzliche, tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen festgelegte Bestimmungen über Arbeitsbedingungen oder gegen Bestimmungen des Arbeitsschutzes verstößt.
(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
(4) Aus personenbezogenen Gründen ist einem Arbeitslosen eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. Sind in einer Region unter vergleichbaren Arbeitnehmern längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs ist einem Arbeitslosen zumutbar, wenn nicht zu erwarten ist, dass der Arbeitslose innerhalb der ersten drei Monate der Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung innerhalb des zumutbaren Pendelbereichs aufnehmen wird. Vom vierten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einem Arbeitslosen ein Umzug zur Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb des zumutbaren Pendelbereichs in der Regel zumutbar. Die Sätze 4 und 5 sind nicht anzuwenden, wenn dem Umzug ein wichtiger Grund entgegensteht. Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familiären Bindungen ergeben.
(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die er bisher ausgeübt
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten