Hilfe!!! Minusstunden bei der Zeitfirma

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PainterBoy

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Hallo ihr Lieben....

Wie gesagt brauch ich Hilfe oder einen guten Rat was tun.
Ich arbeite zeit fast 8 Monate bei der Zeitfirma, letze Jahr war es Fach Personal Kaiser und dieses Jahr wurde es verkauft an der DEKRA Arbeit.
Auf jeden fall hatte ich letzes Jahr Einsatz frei Tage und jetzt auch... Das ganze wurde mir mit 128 minus Stunden berechnet und jetzt wieder 2 Wochen ohne Einsatz... wenn ich das zusammen rechne, bin ich bald bei minus 150 bis 180 Stunden.
Ich hab jetzt selbst nach ein Festeinstellung gesucht und hab morgen ne Vorstellung als Maler und Lackierer, wĂŒrde aus denn grĂŒnden auch KĂŒndigen wenn ich die Stelle bekomme...
Aber jetzt hab ich das Problem mit der minus Stunden, nur weil die mich zuhause gelassen haben weil sie keine EinsĂ€tze fĂŒr mich hatten.
Bin verzweifelt, hab schon im Internet via Google, recherchiert und hab den Paragrafen §11 AÜ und §615 BGB gefunden.
Hab auch ein schreiben an meiner jetzigen Zeitfirma DEKRA geschrieben, wo ich mit dies nicht einverstanden wÀr.
Hab hab auch darauf hin ein schreiben zurĂŒck bekommen, wo sie meinten das es rechtlich wĂ€re.
Ich zitiere den Schreiben von DEKRA.

" Die von Ihnen zitierten Vorschriften aus dem ArbeitnehmerĂŒberlassungsgesetz und dem BĂŒrgerlichen Gesetzbuch schĂŒtzen Sie als Arbeitnehmer davor, dass Sie wegen Auftragsmangels Ihren Arbeitgebers keine VergĂŒtung erhalten.
Dies ist jedoch nicht der Fall.
Das Arbeitszeitkonto ist dem fĂŒr Ihr ArbeitsverhĂ€ltnis Anwendung findenden Manteltarifvertrag Zeitarbeit geregelt.
Dieses Arbeitszeitkonto wurde von den Tarifvertragsparteien genau im Rahmen der von Ihnen genannten Gesetze zu Gunsten der Arbeitnehmer entwickelt.
Denn es dient der BeschÀftigungssicherung um kurzfristige Entlassungen zu vermeiden.
Durch Entkopplung von Zeit und Geld wird sichergestellt, dass Sie als Arbeitnehmer immer ein verstetigtes Einkommen erhalten, wÀhrend die auf dem Arbeitszeitkonto erfasste Arbeitszeit schwanken kann.

Somit ist es normal, dass zeitweise Minus-Stunden auf dem Zeitkonto entstehen, was jedoch fĂŒr keinen finanziellen Einbußen bedeutet. "


Wie gesagt, was tun, lege ich falsch...
Soll ich zum Anwalt, hab auch kein Geld bzw. nicht viel...
Brauche Rat von euch, bitte!!

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen, Denis
 

Holger01

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Ne, ne, da liegst du schon richtig.

Es gibt keine Rechtsgrundlage dafĂŒr, das Arbeitszeitkonto fĂŒr Nicht-Einsatzzeiten herzunehmen.


Das ist alles in deinem Tarif- und Manteltarifvertrag nachlesbar, i.V.m. mit dem AÜG und BGB.

Welcher Tarifvertrag ist es denn bei dir?
Was steht hierzu in deinem Arbeitsvertrag?

Und: Du hattest doch hoffentlich nichts diesbezĂŒgliches unterschrieben? Also auch keine kurzzeitigen (Urlaubs-)AntrĂ€ge fĂŒr das Zeitkonto!?

...
 

PainterBoy

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Ohje.. Wenn ich richtig bin, ist DEKRA Arbeit bei der BZA/DBG- Tariefgemeinschaft.

Bei meinen neuen Arbeitsvertrag von der DEKRA- Arbeit ab denn 01.01.2013
§6 Arbeitzeitkonto

6.1. Zum Ausgleich der monatlichen Abweichung zwischen der individuellen regelmĂ€ĂŸingen Arbeitszeit des Mitarbeiters und der tatsĂ€chlichen Arbeitszeit wird ein Arbeitszeitkonto eingerichtet.

6.1.1 Übersteigt die tatsĂ€chliche Arbeitszeit die individuelle regelmĂ€ĂŸige monatliche Arbeitszeit, fließen diese Stunden als Plusstunden in das Arbeitszeitkonto.

6.1.2. Unter der individuellen regelmĂ€ĂŸigen monatlichen Arbeitszeit liegende Stunden werden als Minusstunden verbucht.

6.2. Das Arbeitszeitkonto ist spÀtestens bis zum Ablauf von 12 Monaten auszugleichen. Sofern der ausgleich auf Veranlassung des Mitarbeiters erfolgt, bedarf es einer vorherigen schriftlichen Antragstellung des Mitarbeiters, bzw. einer vorherigen schriftlichen Vereinbarung mit dem Arbeitgeber.
Der Ausgleich erfolgt regelmĂ€ĂŸig durch Freizeitentnahme. Im ĂŒbrigen richtet sich der Ausgleich des Arbeitszeitkonto nach § 4.5. des gemĂ€ĂŸ Ziff. 2.1 jeweils anwendbaren Manteltarifvertrages.


Leestes Jahr bin ich am 21.12.12 in Winter Urlaub gegangen, da war es noch Fach Personal Kaiser... und da hatte ich schon fast 70 minus Stunden, was ich nicht wusste.
Dann hatte ich bis 15.01.13 Urlaub laut meiner Firma bekommen, aber ich hatte bis 4.2.13 kein Einsatz, dann kamen noch mal einige minus Stunden drauf..
Dann hatte ich Einsatz von 4.2.13 bis 15.3.13, jetzt bin ich wieder zuhause weil kein einstanz... weis Gott wie viel minus stunden jetzt es sind...

Das einzige was ich noch weis was ich unterschrieben habe, ist das ich ein Änderung meines Vertrags unter schrieben habe wo ich ab denn 1.2.12, 32 Stunden pro Woche arbeite..

Das Ärgert mich sehr, weil ich die Menschen die dort Arbeiten vertraute das sie das richtige machen..

Hab jetzt mal nachgelesen, laut der Manteltarifvertrag von der BZA/DGB...

§4 Verteilung der Arbeitszeit/ Flexibilisierung

4.6. Im Falle des Ausscheidens des Mitarbeiters ist der Saldo auf Arbeitszeitkonto wie folgt auszugleichen: Plusstunden werden abgeholt, Minusstunden werden bei EigenkĂŒndigung des Mitarbeiters bzw. außerordentlicher KĂŒndigung bis zu 35 Stunden verrechnet, soweit eine Nacharbeit betrieblich nicht möglich ist.


Gruß, Denis
 

Holger01

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Ohje..
...
6.1. Zum Ausgleich der monatlichen Abweichung zwischen der individuellen regelmĂ€ĂŸingen Arbeitszeit des Mitarbeiters und der tatsĂ€chlichen Arbeitszeit wird ein Arbeitszeitkonto eingerichtet.


Nichts mit "Ohje..", alles in Ordnung. Das Arbeitszeitkonto dient zum Ausgleich der ... "individuellen regelmĂ€ĂŸigen Arbeitszeit"
und gerade nicht zum Ausgleich von Nichteinsatzzeiten!


Habe hier mal 4.5 aus dem MTV herauskopiert, da siehst du nichts (!) von Zeitkontohernahme fĂŒr Nichteinsatzzeiten:

[FONT=&quot]§ 4.5
[/FONT]
[FONT=&quot]Der Ausgleich der Zeitkonten erfolgt in der Regel durch Freizeitentnahme[/FONT] [FONT=&quot]nach folgenden Maßgaben:[/FONT]

[FONT=&quot]a) Nach Vereinbarung mit dem Mitarbeiter ist jederzeit ein[/FONT] [FONT=&quot]Ausgleich der Plusstunden durch Freizeit möglich.[/FONT]

[FONT=&quot]b) Der Mitarbeiter kann verlangen, wĂ€hrend der Einsatzzeit[/FONT] [FONT=&quot]beim Kunden je 35 Plusstunden einen Arbeitstag aus dem Zeitkonto in Freizeit[/FONT] [FONT=&quot]zu erhalten. Dieser Anspruch kann nur einmal je Kalendermonat fĂŒr max. zwei Arbeitstage[/FONT] [FONT=&quot]geltend gemacht werden. Voraussetzung fĂŒr diesen Anspruch ist die Einhaltung einer[/FONT]
[FONT=&quot]AnkĂŒndigungsfrist von einer Woche. Der Arbeitgeber ist berechtigt, dem Freizeitverlangen[/FONT] [FONT=&quot]aus dringenden betrieblichen GrĂŒnden zu widersprechen. Als dringender betrieblicher Grund[/FONT] [FONT=&quot]in diesem Sinne gilt die Ablehnung des Kundenbetriebes, soweit kein Ersatzmitarbeiter[/FONT] [FONT=&quot]zur VerfĂŒgung steht. Im Falle der Ablehnung des Freistellungsantrags hat der Mitarbeiter[/FONT] [FONT=&quot]Anspruch auf eine verbindliche Vereinbarung ĂŒber die spĂ€tere Lage der beantragten Freistellungstage.[/FONT]

[FONT=&quot]c) Aufgrund einer Vereinbarung zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber können weitere[/FONT] [FONT=&quot]Freistellungstage in einem Monat festgelegt oder Freistellungstage mehrerer Monate[/FONT] [FONT=&quot]zusammengefasst werden.[/FONT]

[FONT=&quot]d) Durch Vereinbarung zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber können im Ausgleichszeitraum[/FONT] [FONT=&quot]bis zu 70 Stunden aus dem Zeitkonto in Geld ausgeglichen werden. Ist der Mitarbeiter an[/FONT] [FONT=&quot]einem festgelegten Freistellungstag arbeitsunfĂ€hig erkrankt, bleibt dieser Tag ein Freistellungstag[/FONT] [FONT=&quot]und wird nicht zum Entgeltfortzahlungstag; eine RĂŒckĂŒbertragung in das Zeitguthaben erfolgt nicht.[/FONT]

Du könntest jetzt der Dekra antworten, dass du dich fĂŒr deren Schreiben bedankst, dass dort jedoch keinerlei Rechtsgrundlage fĂŒr die Hernahme deines Arbeitszeitkonto fĂŒr Nichteinsatzzeiten erkennbar ist. - Weil es diese Rechtsgrundlage auch nicht gibt.
Und dass du um entsprechende Korrektur deines Arbeitszeitkontos bittest mit Erledigung im Zuge der nun aktuellen Lohnabrechnung, spÀtestens bis 15.04.2013...

Weiteres SchlĂŒsselwort ist dann "Annahmeverzug des Arbeitgebers", aber dazu spĂ€ter mehr...


Nach dem nÀchsten Antwortschreiben oder auch nach Fristablauf kannst du zum Anwalt, besser Gewerkschaft (Rechtsschutz??)
oder stellst das Antwortschreiben anonymisiert hier ein.

Dann sehen wir weiter.



P.S.: Beachte, falls du kĂŒndigst, dass du bis 35 (berechtigten) Minusstunden haftest. Und dass deine
Anspruchsfristen recht kurz sind, ich glaube bis 1 oder höchstens 2 Monate nach dem Ausscheiden.

...
 

AnhÀnge

  • BZA_DGB_Tarifvertrag_2012.pdf
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PainterBoy

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Danke Dir Holger01... Da hatte ich sogar Recht.
Es ist verdammt schwer bei solchen mit Menschen sich zu wehren, sich durch denn ganzen Paragrafen Dschungel durchzublicken, wo man Recht oder unrecht hat.
Verdammt... ich Schlaf scho kaum, wegen der Geschichte.
Da bin ich ja fast ĂŒber 5 Monate minus Stunden abzubauen, mit weniger Gehalt und das unverschuldet.

Ich werde auf jeden fahl ihnen Antworten und genau wie Du es geschrieben hast wieder geben und drum Bitten um eine Änderung meines Zeitkonto.
Hoffe das die auf dieses bzw. das ich mein schreiben richtig formuliere, das die auch darauf eingehen, bin leider kein Anwalt :icon_smile:.

Wie ich schon sagte bzw. geschrieben habe, habe ich morgen ein VorstellungsgesprĂ€ch und werde dies bezĂŒglich, wenn es zu ein Festeinstellung kommen sollte, kĂŒndigen.
Da hab ich auf jeden fahl noch ne 4 wöchigen KĂŒndigung first wo ich einhalten muss, seitens meiner Zeitfirma....
Muss ich da noch was beachten, möchte keinen Fehler machen?!

Hab keine lust mehr auf Zeitfirma, man kommt sich verarscht vor... Bin auf jeden fahl geimpft.

Werde auf jeden fahl posten, wenn sich was ergeben hat.

Auf jeden fahl, Danke schön... jetzt weis ich das ich im Recht bin.

LG, Denis :icon_hug:
 

Makale

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Muss ich da noch was beachten, möchte keinen Fehler machen?!

Ja. Wenn du selbst kĂŒndigst können die sowieso nur max. Minus 35 Stunden abrechnen :) Ich hatte auch mal fast 90 im minus ... Tja ich hab selbst gekĂŒndigt und somit war das Problem gelöst. Ich hab aber die Monate davor trotz Minusstunden immer volles Gehalt gem. der monatlichen vereinbarten Regelarbeitszeit kassiert :icon_twisted:

Achso und die - 35 Stunden wurden fast vollstÀndig durch die Urlaubsabgeltung wieder ausgeglichen :icon_twisted:
 
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Das einzige was ich noch weis was ich unterschrieben habe, ist das ich ein Änderung meines Vertrags unter schrieben habe wo ich ab denn 1.2.12, 32 Stunden pro Woche arbeite..
Wieso 32 Stunden? Vollzeit wÀre 35.

Sowas Ă€hnliches hat das LAG Rheinland-Pfalz mal zu entscheiden gehabt, da ist die Leihfirma abgeblitzt. WĂ€re aber wohl eher ne Sache fĂŒr einen Anwalt.
Die Beklagte war nach Art. 3 § 1 Nr. 1 nur verpflichtet, den KlĂ€ger 30 Stunden in der Woche zu beschĂ€ftigen und auch nur in diesem Umfang mit einem Stundensatz von € 6,30 brutto zu vergĂŒten. Soweit die Beklagte einen weitergehenden Arbeitsbedarf hatte, war der KlĂ€ger jedoch verpflichtet, die regelmĂ€ĂŸige betriebliche Arbeitszeit im Entleiherbetrieb, die sogar 40 Wochenstunden ĂŒbersteigen konnte, einzuhalten. Der KlĂ€ger war dann nach Art. 3 § 1 Nr. 3 des Arbeitsvertrags zur Erbringung der Arbeitsleistung verpflichtet, ohne seinerseits einen Anspruch auf BeschĂ€ftigung ĂŒber 30 Wochenstunden hinaus mit einem höheren Produktivlohn von € 6,70 zu haben.
ZusĂ€tzlich hat sich die Beklagte in Art. 3 § 2 Nr. 3 des Arbeitsvertrages das Recht einrĂ€umen lassen, einseitig ĂŒber mindestens 70 Guthabenstunden in einsatzfreien Zeiten zu disponieren. Nach Art. 3 § 2 Nr. 8 kann ein Stunden-/ Zeitausgleich in einsatzfreien Zeiten sogar ĂŒber 70 Guthabenstunden hinaus bis auf „Null“ erfolgen. Die Verlagerung des Wirtschaftsrisikos auf den KlĂ€ger, die § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG untersagt, zeigt sich hier deutlich.
 

PainterBoy

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Wieso 32 Stunden? Vollzeit wÀre 35.

Sowas Ă€hnliches hat das LAG Rheinland-Pfalz mal zu entscheiden gehabt, da ist die Leihfirma abgeblitzt. WĂ€re aber wohl eher ne Sache fĂŒr einen Anwalt.

Die wollten damit erreichen, das ich meine minus Stunden schneller abbaue..
So werden mir statt 35 Stunden pro Woche nur 32 Stunden bezahlt... arbeiten tue ich auf denn Bau, wenn mal , 40 Stunden.
So bleiben pro Woche 8 Stunden ĂŒber * 4= 32 Stunden pro Monat, um die minus Stunden abzubauen.
Also 12 Stunden weniger Gehalt im Monat.... unverschuldet.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

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Die wollten damit erreichen, das ich meine minus Stunden schneller abbaue..
So werden mir statt 35 Stunden pro Woche nur 32 Stunden bezahlt... arbeiten tue ich auf denn Bau, wenn mal , 40 Stunden.
So bleiben pro Woche 8 Stunden ĂŒber * 4= 32 Stunden pro Monat, um die minus Stunden abzubauen.
Also 12 Stunden weniger Gehalt im Monat.... unverschuldet.

Obwohl du die (von dir) unverschuldeten Nichteinsatzzeiten laut AÜG § 11 nicht nacharbeiten musst.
 

PainterBoy

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Danke fĂŒr eure aufbauende Worte....

Habe nur ein Problem, bin kein guter Schreiber bzw. Texter was mit Formuelen Briefe zu tun hat.

Wie ich schon geschrieben habe, habe ich der DEKRA ein schreiben gesendet.. der Text lautet...

"
Beschwerde wegen Minus- Stunden auf Zeitkonto

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der GeschÀftsstelle xxxxx wurde mir gesagt, das mein Zeitkonto mit 128 Stunden in minus befÀnde.
Die minus Stunden sind entstanden von der Zeit im Sommer 2012 und Winter 2012 zu 2013, wo ich kein Einsatz hatte und unverschuldet zu Hause war.

Laut eingehender Recherche im Internet musste ich feststellen das solche an denen kein Arbeitseinsatz erteilt wird, der tĂ€gliche Lohn je nach vereinbarten Wochenstunden bezahlt werden muss. Diese Stunden als Minusstunden auf das Arbeitszeitkonto zu ĂŒbertragen, ist nicht Regelkonform bzw. ist es ein Betriebsrisiko wo ich als Arbeitnehmer nicht haften muss.

Hin bei habe ich noch §11 AÜG Vorschriften ĂŒber das LeiharbeitsverhĂ€ltnis und §615 VergĂŒtung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko gefunden.

Die Zeitfirma als Arbeitgeber ist dafĂŒr zustĂ€ndig, dass genĂŒgend AuftrĂ€ge vorhanden sind.

Ich möchte gerne Bitten das die minus Stunden wo sich bei mir angesammelt haben zu korrigieren. "

das war mein Schreiben, nicht Sonderlich ausgedrĂŒckt finde ich

als antwort von DEKRA, wie schon erwÀhnt....

" Die von Ihnen zitierten Vorschriften aus dem ArbeitnehmerĂŒberlassungsgesetz und dem BĂŒrgerlichen Gesetzbuch schĂŒtzen Sie als Arbeitnehmer davor, dass Sie wegen Auftragsmangels Ihren Arbeitgebers keine VergĂŒtung erhalten.
Dies ist jedoch nicht der Fall.
Das Arbeitszeitkonto ist dem fĂŒr Ihr ArbeitsverhĂ€ltnis Anwendung findenden Manteltarifvertrag Zeitarbeit geregelt.
Dieses Arbeitszeitkonto wurde von den Tarifvertragsparteien genau im Rahmen der von Ihnen genannten Gesetze zu Gunsten der Arbeitnehmer entwickelt.
Denn es dient der BeschÀftigungssicherung um kurzfristige Entlassungen zu vermeiden.
Durch Entkopplung von Zeit und Geld wird sichergestellt, dass Sie als Arbeitnehmer immer ein verstetigtes Einkommen erhalten, wÀhrend die auf dem Arbeitszeitkonto erfasste Arbeitszeit schwanken kann.

Somit ist es normal, dass zeitweise Minus-Stunden auf dem Zeitkonto entstehen, was jedoch fĂŒr keinen finanziellen Einbußen bedeutet. "

Könnt mir da einer was besseres schreiben, wo man die Paragrafen
besser umsetzen kann.. wie gesagt, bin nicht gut bei so was.
WĂŒrde gerne ihnen antworten, Holger1 hat ja schon oben im Post gute Ideen gehabt....

Danke in voraus
 
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Nochmalst : es ist nicht legal auf das Arbeitszeitkonto im Falle von Zeiten ohne Kundenbetrieb zurĂŒckzugreifen laut BĂŒrgelichem Gesetzbuch muß ein Arbeitgeber auch dann den Lohn zahlen wenn er fĂŒr seine Leute keine Arbeit hat .Punkt.
Etwas anderes kann auch in keinem Tarifvertrag stehen und falls das doch so sein sollte was ich nicht glaube wĂ€re das sittenwidrig.Das Arbeitszeitkonto ist ausschließlich dafĂŒr gedacht Zeiten wĂ€rend einer Verleihphase bei einem bestimmten Betrieb auszugleichen.

Apropos Arbeitszeitkonto du schreibst das du dich als Maler bewirbst :seit Mitte 2012 ist es laut dem Mindestlohntarifvertrag fĂŒr das Maler und Lackierer Handwerk nur noch zulĂ€ssig ab der 41 Wochenstunde auf das Arbeitszeitkonto einzuzahlen .Falls du bei einer Leihbude anfĂ€ngst wette ich darauf das die sich daran nicht halten werden. Das ging mir auch so und wird mir vermutlich auch bei der nĂ€chsten Leihfirma so ergehen.
 

Keshy

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Apropos Arbeitszeitkonto du schreibst das du dich als Maler bewirbst :seit Mitte 2012 ist es laut dem Mindestlohntarifvertrag fĂŒr das Maler und Lackierer Handwerk nur noch zulĂ€ssig ab der 41 Wochenstunde auf das Arbeitszeitkonto einzuzahlen .Falls du bei einer Leihbude anfĂ€ngst wette ich darauf das die sich daran nicht halten werden. Das ging mir auch so und wird mir vermutlich auch bei der nĂ€chsten Leihfirma so ergehen.

Das ist sehr interessant...gilt das auch fĂŒr Elektriker?
 
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25 Januar 2013
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Das ist sehr interessant...gilt das auch fĂŒr Elektriker?

Kann ich dir nicht sagen , wĂ€re möglich , am besten holst du dir den Mindestlohntarifvertrag fĂŒr Elektriker als PDF aus dem Internet.

Ich wĂŒrde mir aber in der Hinsicht das du eine Leihfirma finden könntest die sich daran hĂ€lt nichts vormachen.............

Eigentlich ist es ja genau die Aufgabe des AA eben dies bei den Leihbuden zu kontrollieren und das dĂŒrfte nicht gerade schwer zu ĂŒberwachen sein jedoch passiert in dieser hinsicht nix.
 

Holger01

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Nur mal, um MißverstĂ€ndnisse bei mitlesenden ZAN zu vermeiden:

Die 40-Stunden-Zeitkonto-Regel gilt leider nicht generell fĂŒr ZAN, auch nicht, wenn sie als Maler eingesetzt werden.

Diese Regel gilt nur fĂŒr Maler und Lackerer, die dem Maler-TV und vor allem dem Maler-RTV unterliegen, und dies ist nur bei direkt angestellten Malern der Fall.

Leider!

Zu finden in der Mindestlohnfestlegung fĂŒr Maler und Lackierer, § 4 Satz 1 und 2.
Quelle: BMAS - Gesetze - Mindestlohnverordnung im Maler- und Lackiererhandwerk

Bei Elektrikern und den anderen Mindestlohnbranchen ist es Àhnlich, aber anders geregelt.


Bei ZAF-/ZAN-Zeitkonten bleibt es bei den bisherigen Regelungen in AÜG und BGB.

Und weiterhin gilt: Die Entnahme von Stunden aus dem Zeitkonto fĂŒr Nicht-Einsatzzeiten ist und bleibt rechtswidrig, auch wenn, wie du @EchtMachtlos richtig schreibst, die ZAF dies gern zu ignorieren versuchen.

...
 
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@Holger01 der gesammte Mindestlohntarifvertrag fĂŒr das Maler und Lackiererhandwerk ist am 25.05.12 mit Wirkung zum 01.06.12 fĂŒr Allgemeinverbindlich erklĂ€rt worden . Das bezieht sich nicht nur auf die Höhe des Lohnes sondern auf sĂ€mtliche Mindestarbeitsbedingungen.
TarifvertrÀge aus der Leiharbeit können daran auch nichts Àndern.
 
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Gelöschtes Mitglied 41016

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Sich ĂŒber Einzelheiten zu streiten bringt wohl jetzt nicht mehr viel, da die Verordnung bald auslĂ€uft.
§ 2 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Juni 2012 in Kraft und am 30. April 2013 außer Kraft.
https://www.bmas.de/SharedDocs/Down...8203258FFA7A8A6489D4A6?__blob=publicationFile

Andererseits hat @echt machtlos offensichtlich Recht:
§ 4 FÀlligkeit des Mindestlohnes
1. Der Anspruch auf den Mindestlohn wird spĂ€testens zum 15. des Monats fĂ€llig, der dem Monat folgt, fĂŒr den der Mindestlohn zu zahlen ist.
2. Nummer 1 gilt nicht fĂŒr die EntgeltansprĂŒche der Arbeitnehmer, die nachweislich ĂŒber ein Arbeitszeitkonto unter den Voraussetzungen des § 9 Nummer 1 bis 8 Satz 1 RTV (Anhang 12) erfasst werden, soweit ein Ausgleich der erworbenen MindestlohnansprĂŒche zu einem spĂ€teren Zeitpunkt in Form von Freizeit erfolgt und fĂŒr diese MindestlohnansprĂŒche ein wertgleicher und vollstĂ€ndiger Zeitausgleich innerhalb der tariflich festgelegten AusgleichszeitrĂ€ume gewĂ€hrleistet ist. In diesen FĂ€llen ist ein Lohn auf der Basis von 40 Stunden die Woche (montags bis freitags 8 Stunden) bei Teilzeit auf Basis der vereinbarten regelmĂ€ĂŸigen wöchentlichen Arbeitszeit zu zahlen, der spĂ€testens zum 15. des Monats fĂ€llig wird, der dem Monat folgt, fĂŒr den er zu zahlen ist.
Aber wieviele LAN wissen das?
 
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Sich ĂŒber Einzelheiten zu streiten bringt wohl jetzt nicht mehr viel, da die Verordnung bald auslĂ€uft.
Richtig aber es wird ja dann ein neuer MTV verhandelt.TarifvertrÀge haben ja meist eine Laufzeit von ca. 12 Monaten.


https://www.bmas.de/SharedDocs/Down...8203258FFA7A8A6489D4A6?__blob=publicationFile

Andererseits hat @echt machtlos offensichtlich Recht:


Aber wieviele LAN wissen das?

Das ist ja das Drama!!!!
 

PainterBoy

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Danke an euch, ihr zeit echt super genau wie dieses Forum.

Auf jeden Fall bin ich immer noch ohne Einsatz und zuhaue.
Somit muss ich jetzt einen Zeitkonto von minus 180 - 190 Stunden haben...
Die haben echt ein Vogel von DEKRA Zeitarbeit...
wann und wie soll ich das laut denen ab Arbeiten, am besten die nĂ€chsten Jahre bei denen fĂŒr lau Arbeiten !?!

Auf jeden Fall hab ich mich fĂŒr eine Festeinstellung als Maler beworben und habe heute die zusage bekommen....:icon_biggrin::icon_party:

So jetzt was nun, was kommt auf mich zu wenn ich kĂŒndige?
Laut Manteltarifvertrag von BZA/DGB..

$4 Verteilung der Arbeitszeit Flexibilisierung
§4.6 Im Falle des Ausscheidens des Mitarbeiters ist der Saldo auf dem Arbeitszeitkonto wie folgt auszugleichen: Plus stunden werden abgegolten, Minusstunden werden bei EigenkĂŒndigung des Mitarbeiters bzw. außerordentlicher KĂŒndigung bis zu 35 Stunden verrechnet, soweit eine Nacharbeit betrieblich nicht möglich ist.


So wie ich weiß hab einen KĂŒndigungsfrist von 4 Wochen oder kann ich frĂŒher raus wegen nicht Einhaltung meines Arbeitsvertrages... wegen Annahmeverzug.
Wie gesagt bin schon fast 3 Wochen ohne Einsatz... was ist mit meinen minus Stunden.
Was kann ich tun und was soll ich in meinen KĂŒndigung reinschreiben?

Gott wie ich mich freue aus denn Saftladen raus zukommen.

Mfg, Painterboy
 
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Hallo Kollege ,

35 Minusstunden sind jedenfalls besser als wenn du 180 Minusstunden be-
gleichen mĂŒĂŸtest!
Wenn du sofort im Anschluß einen neuen unbefristeten Arbeitsvertrag hast wĂ€ren die ja wohl blöd dich da nicht rauszulassen.

Wenn du mit diesem Anliegen an die herantrittst wĂŒrde ich aber erst einmal davon ausgehen das die dir in Bezug auf die 180 Minusstunden noch etwas versuchen werden unterzujubeln.

Annahmeverzug hast du erst dann wenn man dich nicht bezahlt hat.

Ansonsten wirst du alle ĂŒbrigen Stunden einklagen mĂŒssen wenn die Dekra sich
nicht an die Regeln hÀlt.
 

PainterBoy

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@echt machtlos

Gut ich hoffe sie halten sich an ihre Richtlinie und machen mir kein Ärger.
Das wÀr mein Ruin wenn sie alle Minusstunden haben wollen.

Die frage ist nur, komm ich frĂŒher raus aus dem Vertrag oder muss ich die 4 Wochen KĂŒndigungsfrist einhalten..
Möchte am liebsten schon Morgen anfangen...

Mfg, PainterBoy

edit:
So hab jetzt bei meiner Zeitarbeit Filiale angerufen, muss nur nen Aufhebungsvertrag unterschreiben und werde NĂ€chte Woche in meiner Festeinstellung anfangen...
Laut aussage von meinen Dozenten können sie mich echt nicht leiden, die von der Hauptfiliale :icon_eek:
und mehr Minusstunden bekomm ich nicht, hat man mir gesagt, was mit denn Rest ist weiß ich nicht... mal sehen was noch auf mich zukommt.

LG, PainterBoy
 

Lilastern

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Hast du schon den Arbeitsvertrag in dieser richtigen Firma unterschrieben?

Wenn dieser nicht vorliegt, dann kannst du in TeufelskĂŒche landen, nĂ€mlich ein Aufhebungsvertrag kann zu einer Sperre fĂŒhren.
 

PainterBoy

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@Lilastern

Der Arbeitsvertrag liegt schon vor.... werde am Montag unterschreiben. Wollt schon morgen, die vom BĂŒro meinten ich könnt auch wie gesagt am Montag.
 
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