Hilfe! Kohleofen fällt auseinander und Winter steht vor der Tür

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terror

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Hallo,

ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
ich bezog meine jetzige wohnung damals ohne heizmöglichkeiten.
das sozialamt das damals für mich zuständig war, wollte nur zwei kohleöfen bewilligen, obwohl alle im haus mit gas heizen.
trotz meines widerstands gegen die kohleöfen, wurde mir keine gasheizung bewilligt. ich bekam einen kleinen kohleofen für die küche und einen größeren zum beheizen der restlichen wohnung, den ich auch intensiv nutze.
zwischenzeitlich hatte ich arbeit gefunden und die wohnung selbst bezahlt. war eine schöne zeit, leider wurde die firma dann von einer größeren übernommen und der standort in meiner stadt dicht gemacht.
danach erst alg1 dann bis jetzt alg2.
der größere kohleofen fällt jetzt fast auseinander. der übersteht den bevorstehenden winter nicht mehr.
da die wohnung unbeheizt übernommen wurde und damals das sozialamt dafür zuständig war, fällt doch ein neuer kohleofen unter erhaltung der kdu und die kosten müsste das jobcenter übernehmen.
habe dazu folgens gefunden:

Die Beschaffung einer neuen Heizung gehört zum Erhaltungsaufwand
Die Beschaffung einer neuen Heizung gehört zum Erhaltungsaufwand - Der Sozialticker
-----------
Als Sondervorschrift hierzu sieht § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II vor, dass die
tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung zusätzlich zur Regelleistung erbracht
werden. Somit stellt § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II eine bereichsspezifische Sondervorschrift dar.
Mit anderen Worten: Alle Aufwendungen, die mit einer Unterkunft und deren Beheizung in
untrennbarem Zusammenhang stehen und die für den bestimmungsgemäßen Gebrauch der
Unterkunft erforderlich sind, werden im Rahmen des SGB II vom kommunalen Träger getragen
und sind zusätzlich zu der Regelleistung zu zahlen.
SG Mannheim 9. Kammer, Urteil vom 3. Mai 2005, Az: S 9 AS 507/05
----------------

ich bin jedoch leider kein rechtsexperte und und könnte hilfe bei der formulierung eines antrages für einen neuen kohleofen gebrauchen.
wäre nett wenn mir da jemand weiterhelfen könnte

Grüße
terror
 
S

Spitzbart

Gast
Hast du dich schon mal beim JC erkundigt, ob es Antragsvordrucke bzw. Musterformulare für diesen Fall gibt?

PS: Oder du erkundigst dich mal bei Harald Thome. Vielleicht hat der ja etwas in seinem "Köcher". :icon_kinn:

Harald Thome - Impressum
 

ladydi12

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Hallo Spitzbart, hallo terror,

@Spitzbart,

dein Beitrag

Hast du dich schon mal beim JC erkundigt, ob es Antragsvordrucke bzw. Musterformulare für diesen Fall gibt?

PS: Oder du erkundigst dich mal bei Harald Thome. Vielleicht hat der ja etwas in seinem "Köcher". :icon_kinn:

Harald Thome - Impressum
hilft dem TE nun unheimlich weiter:cool::icon_eek:

@terror,

den Antrag auf Übernahme für einen neuen Kohleofen kannst auch schriftlich formlos stellen,
Rechtsgrundlage ist hierfür der §22 SGB2 Kosten der Unterkunft und da genau die Absätze 1 und 2 wie du
hieraus ersehen kannst. Das, was du beim sozialticker dazu gefunden hast, kannst du, meiner Meinung nach auch mit reinschreiben.

§ 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung
(1) Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen anerkannt, soweit diese angemessen sind. Erhöhen sich nach einem nicht erforderlichen Umzug die angemessenen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung, wird nur der bisherige Bedarf anerkannt. Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate. Eine Absenkung der nach Satz 1 unangemessenen Aufwendungen muss nicht gefordert werden, wenn diese unter Berücksichtigung der bei einem Wohnungswechsel zu erbringenden Leistungen unwirtschaftlich wäre.
(2) Als Bedarf für die Unterkunft werden auch unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur bei selbst bewohntem Wohneigentum im Sinne des § 12 Absatz 3 Satz 1 Nummer 4 anerkannt, soweit diese unter Berücksichtigung der im laufenden sowie den darauffolgenden elf Kalendermonaten anfallenden Aufwendungen insgesamt angemessen sind. Übersteigen unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur den Bedarf für die Unterkunft nach Satz 1, kann der kommunale Träger zur Deckung dieses Teils der Aufwendungen ein Darlehen erbringen, das dinglich gesichert werden soll.

(3) Rückzahlungen und Guthaben, die dem Bedarf für Unterkunft und Heizung zuzuordnen sind, mindern die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung nach dem Monat der Rückzahlung oder der Gutschrift; Rückzahlungen, die sich auf die Kosten für Haushaltsenergie beziehen, bleiben außer Betracht.
(4) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person die Zusicherung des für die Leistungserbringung bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers zur Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind; der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger ist zu beteiligen.
(5) Sofern Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, umziehen, werden Bedarfe für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur anerkannt, wenn der kommunale Träger dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn

1.
die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,
2.
der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
3.
ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.

Unter den Voraussetzungen des Satzes 2 kann vom Erfordernis der Zusicherung abgesehen werden, wenn es der oder dem Betroffenen aus wichtigem Grund nicht zumutbar war, die Zusicherung einzuholen. Bedarfe für Unterkunft und Heizung werden bei Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht anerkannt, wenn diese vor der Beantragung von Leistungen in eine Unterkunft in der Absicht umziehen, die Voraussetzungen für die Gewährung der Leistungen herbeizuführen.
(6) Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden; eine Mietkaution kann bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. Eine Mietkaution soll als Darlehen erbracht werden.
(7) Soweit Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung geleistet wird, ist es auf Antrag der leistungsberechtigten Person an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte zu zahlen. Es soll an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die leistungsberechtigte Person nicht sichergestellt ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn

1.
Mietrückstände bestehen, die zu einer außerordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen,
2.
Energiekostenrückstände bestehen, die zu einer Unterbrechung der Energieversorgung berechtigen,
3.
konkrete Anhaltspunkte für ein krankheits- oder suchtbedingtes Unvermögen der leistungsberechtigten Person bestehen, die Mittel zweckentsprechend zu verwenden, oder
4.
konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die im Schuldnerverzeichnis eingetragene leistungsberechtigte Person die Mittel nicht zweckentsprechend verwendet.

Der kommunale Träger hat die leistungsberechtigte Person über eine Zahlung der Leistungen für die Unterkunft und Heizung an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte schriftlich zu unterrichten.
(8) Sofern Arbeitslosengeld II für den Bedarf für Unterkunft und Heizung erbracht wird, können auch Schulden übernommen werden, soweit dies zur Sicherung der Unterkunft oder zur Behebung einer vergleichbaren Notlage gerechtfertigt ist. Sie sollen übernommen werden, wenn dies gerechtfertigt und notwendig ist und sonst Wohnungslosigkeit einzutreten droht. Vermögen nach § 12 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 ist vorrangig einzusetzen. Geldleistungen sollen als Darlehen erbracht werden.
(9) Geht bei einem Gericht eine Klage auf Räumung von Wohnraum im Falle der Kündigung des Mietverhältnisses nach § 543 Absatz 1, 2 Satz 1 Nummer 3 in Verbindung mit § 569 Absatz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ein, teilt das Gericht dem örtlich zuständigen Träger nach diesem Buch oder der von diesem beauftragten Stelle zur Wahrnehmung der in Absatz 8 bestimmten Aufgaben unverzüglich Folgendes mit:

1.
den Tag des Eingangs der Klage,
2.
die Namen und die Anschriften der Parteien,
3.
die Höhe der monatlich zu entrichtenden Miete,
4.
die Höhe des geltend gemachten Mietrückstandes und der geltend gemachten Entschädigung und
5.
den Termin zur mündlichen Verhandlung, sofern dieser bereits bestimmt ist.

Außerdem kann der Tag der Rechtshängigkeit mitgeteilt werden. Die Übermittlung unterbleibt, wenn die Nichtzahlung der Miete nach dem Inhalt der Klageschrift offensichtlich nicht auf Zahlungsunfähigkeit der Mieterin oder des Mieters beruht.
Auch sind Folgeschäden, die durch eine defekte Heizung entstehen können (Feuchte in der Wohnung, dadurch Schimmelpilzbildung, dadurch gesundheitliche Schäden etc.pp), mit zu beachten.


meint ladydi12
 
G

gast_

Gast
Den Antrag kannst du formlos stellen, heißt: Hiermit beantrage ich... und dann schreibst was du uns hier gepostet hast und fügst nen Kostenvoranschlag bei.
 

terror

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Vielen Dank euch beide!

paragraphen und gerichtsurteile möchte ich mir als munition aufheben, falls der antrag abgelehnt wird.

@ladydi12

vielen dank fürs posten der rechtsgrundlage, auf die man sich berufen kann.
mich stören daran aber folgende abschnitte:

(...)durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.(...)

nicht dass mich das amt zum umzug nötigt. ich mag meine wohnung und wohne dort schon seit über 10 jahren. auch möchte ich nicht aus dem mir vertrauten umfeld gerissen werden, das mir hilfe und schutz bietet.

(...)Als Bedarf für die Unterkunft werden auch unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur bei selbst bewohntem Wohneigentum im Sinne des § 12 Absatz 3 Satz 1 Nummer 4 anerkannt(...)

die wohnung wird zur miete bewohnt und ist kein eigentum von mir.

(...)kann der kommunale Träger zur Deckung dieses Teils der Aufwendungen ein Darlehen erbringen, das dinglich gesichert werden soll.(...)

ich möchte die kostenübernahme eigentlich nicht als darlehen, das ich wieder an das amt zurückzahlen müsste.
-----------
ich habe jetzt mal ein muster ausgearbeitet und bin für verbesserungsvorschläge offen:
--------------------

Übernahme der Kosten für einen neuen Kohleofen
Bzw. Übernahme der Kosten für eine Gasheizung
Übernahme der Kosten für die Abnahme durch einen Schornsteinfeger.



Sehr geehrte Damen und Herren,

als ich damals meine jetzige Wohnung bezog, war selbige ohne Heizmöglichkeiten.
Das Sozialamt das damals für mich zuständig war, bewilligte trotz meines Widerstands lieber mit Gas zu heizen, nur zwei Kohleöfen. Einen kleineren für die Küche und einen größeren zum beheizen der restlichen Wohnung. Auch der Hinweis dass alle anderen Mietparteien mit Gas heizen, stieß auf taube Ohren.
Das ist jetzt über 10 Jahre her und mittlerweile ist der größere Kohleofen dermaßen verschlissen, dass er die bevorstehende Heizperiode wohl nicht mehr übersteht.
Da die Wohnung ohne Heizmöglichkeiten übernommen wurde und zum bestimmungsgemäßen Gebrauch einer Wohnung Heizmöglichkeiten Voraussetzung sind, zählen die dafür anfallenden Kosten zum Erhaltungsaufwand und sind vom kommunalen Träger zu übernehmen.
Hiermit wird die Übernahme der Kosten für einen neuen Kohleofen bzw, die Übernahme der Kosten für eine Gasheizung beantragt.
Bitte um zeitnahe Rückantwort.
-----------------
was meint ihr? kann man das so einigermaßen lassen?

Gruß
terror
 

Magie57

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Hallo @terror,

wenn ich Deinen Eingangspost richtig gelesen habe, heizen die anderen Mieter ALLE mit Gas und Du als Einzig | er mit Kohle???
Wieviele Mietparteien gibt es in dem Haus wo Du wohnst?
Und in welcher Etage wohnst Du denn?

Ich frage deshalb, weil es unzulässig ist, am selben Kamin wo Gasöfen angeschlossen sind, auch einen Kohleofen oder Ölofen anzuschließen!!!

Edit:

Im Zweifelsfall ruf mal beim zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister an und erkundige Dich. Ist es tatsächlich nicht zulässig, das da mit Kohleöfen geheizt werden darf, soll der Dir ne Bescheinigung darüber ausstellen.

Damit müsste Dir das "Amt" dann Gasöfen bezahlen.
 

ladydi12

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Hallo Magie57, hallo terror

@Magie57,

Hallo @terror,

wenn ich Deinen Eingangspost richtig gelesen habe, heizen die anderen Mieter ALLE mit Gas und Du als Einzig | er mit Kohle???
Wieviele Mietparteien gibt es in dem Haus wo Du wohnst?
Und in welcher Etage wohnst Du denn?

Ich frage deshalb, weil es unzulässig ist, am selben Kamin wo Gasöfen angeschlossen sind, auch einen Kohleofen oder Ölofen anzuschließen!!!

Edit:

Im Zweifelsfall ruf mal beim zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister an und erkundige Dich. Ist es tatsächlich nicht zulässig, das da mit Kohleöfen geheizt werden darf, soll der Dir ne Bescheinigung darüber ausstellen.

Damit müsste Dir das "Amt" dann Gasöfen bezahlen.
erst mal ein Danke :icon_hug: von mir, für deine Überlegungen, die auch noch zu beachten sind, denn darauf bin ich noch nicht gekommen.

@terror

In diesem Zusammenhang gilt es zudem dann zu prüfen und zu klären, ob der Vermieter dann auf seine Kosten die Umrüstung von Kohleofen auf Gasheizung durchführen muß, denn davon wird es dann mit abhängen, ob beim Amt dann auch die Zahlung für die Anschaffung eines neuen Ofens beantragt werden kann.
Stellt sich heraus, daß der Vermieter für die Anschaffung des Ofens bzw. der Gasheizung aufkommen muß, kann das "Amt" entweder den Antrag ablehnen mit der Begründung, daß du dich bezüglich des Ofens an den Vermieter zu wenden hast, oder aber in Vorleistung gehen und sich die Kosten vom Vermieter wiederholen.

Somit heißt es für dich quasi zweigleisig zu fahren, sprich: sich schriftlich per Einschreiben oder Fax mit Sendebericht als Nachweis, an das "Amt" und an den Vermieter zu wenden.

Mir ist es in den 80er Jahren ähnlich ergangen, ich wohnte unter dem Dach eines schlecht isolierten Hauses in Süddeutschland und mußte mit einem Radiator mein Zimmer heizen und bekam die Stube nur dann einigermaßen warm, wenn die Mieter unter mir ihren Ölofen in Betrieb nahmen, ansonsten hatte ich im Winter trotz Radiator Minustemperaturen in meinem Quartier.

meint ladydi12
 

terror

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Hallo Magie57, Hallo ladydi12!

@Magie57

das ist korrekt, ich bin der einzige der mit kohle heizt (heizen muss).
ich habe mal bei dem bezirksschornsteinfeger angerufen und nachgefragt.
der meinte das eine gemischtbeheizung des kamins mit gas und kohle zulässig sei.
also diesbezüglich ist wohl leider nichts zu machen;(

ladydi12

der vermieter hat damit leider nichts zu tun (sonst wäre es ja relativ einfach), da ich die wohnung ohne heizmöglichkeit bezogen habe und wie gesagt das sozialamt damals für die kohleöfen gesorgt hat. die waren nicht bestandteil der angemieteten wohnung.
damals war das auch noch eine sozialwohnung, mittlerweile wurde das haus aber leider an einen privatmenschen verkauft. das ist aber wohl eine andere geschichte.
also über den vermieter kann ich da nichts machen.
so wie ich es sehe, ist das jobcenter dafür zuständig, siehe meine ausführungen weiter oben.

Gruß
terror
 
E

ExitUser

Gast
Was fällt denn bei dem auseinander??
Sind es die Schamottsteine vom Brennraum? Die kannst du mit Feuerzement (Gibts im Baumarkt - Dient zum Abdichten von Ofenrohrdurchbrüchen) flicken. Das hält mindestens eine Saison lang. Schamottsteine kannst du aber auch kaufen. Die kosten irgendwo zwischen 2-8 Euro.
 

terror

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Hallo Demolier,

ich bin in sachen technik von kohleöfen leider sehr unbedarft.
also der besagte ofen ist jetzt über 10 jahre alt und wurde intensiv genutzt.
da sind steinplatten drin, die nur noch ganz locker in der halterung hängen.
ein kleiner ruck und die ganze steinplatte fällt ab.
darüberhinaus ist die drosselklappe komplett weg.
das heisst, der ofen kann nicht mehr gedrosselt werden.
der läuft immer auf voller stufe und braucht ungemein viel kohle.
bei dem schanier das die kohleklappe schliest, ist das gewinde dermasen ausgeleiert, das die schraube und somit das schanier zum schliesen laufend rausfällt.
sobald ich wieder heftig damit heizen muss, fällt der auseinander.
ich habe gerade noch mit ach und krach die lezte heizsaison damit überstanden.

Gruß
terror
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Terror,

mache es dir doch etwas einfach, hole dir eine Umzugsgenehmigung, wenn die Öfen kaputt sind. In eine Wohnung mit Zentralheizung.

Den Antrag kannst du ja auch gleich mit dem Antrag für Reperatur oder Ersatz der Kohleöfen stellen. Kohleofen ist nicht mehr zeitgemäß. Wenn die Öfen nicht genehmigt werden, müssen Sie dir den Antrag auf Umzugskosten gewähren.

3 Vergleichswohnungen Angebote beilegen... Dann sieht es das Amt, das es dir ernst ist..
 

terror

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Hallo überflässig44,

wie ich weiter oben schon schrieb, möchte ich nicht umziehen. ich mag die altbauwohnung mit den hohen decken, habe hier mein vertrautes umfeld und auch meine über 70 jahre alti mutti, die öfter mal hilfe benötigt, wohnt in der nähe.
würde ich wo anderst wohnen, hätte ich noch nicht mal das fahrgeld um sie zu besuchen, geschweige denn die möglichkeit schnell zu reagieren wenn mal etwas sein sollte. auch mein freundes und bekanntenkreis, sprich mein mich stärkendes soziales umfeld, ist hier ebenfalls gut errreichbar.
all das möchte ich nicht aufgeben, nur weil ich einen neuen kohleofen brauche.
das ist für mich also keine option.

Gruß
terror
 
E

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Gast
In welcher Stadt wohnst du? Berlin ? Hier steht noch ein Allesbrenner im Keller, kannst geschenkt haben , musst nur den Transport übernehmen..
 

Wutbuerger

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Wenn der Ofen Bestandteil der Wohnung müßte das doch Vermietersache sein ??
Ansonsten mal bei Sozialkaufhaus , AWO , Caritas etc nachfragen .Oder du guckst mal im ibäääh obs einen um die ecke gibt ..wird ja nich so viele interessenten geben .Könnt nur sein das du bei einem neuen Ofen den Schornsteinfeger informieren mußt ...
ach ja ..es gibt ja auch noch ibäh kleinanzeigen
 

terror

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Vielen Dank überflüssig44! Das ist wirklich supernett von Dir!

leider wohne ich fast am anderen ende der republick, so das es mir wegen der entfernung leider nicht möglich ist;(

nochmal, vielen, vielen Dank!

Gruß
terror
 

terror

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Hallo Wutbuerger,

der ofen ist ja gerade nicht bestandteil der wohnung. ich habe die wohnung ohne heizmöglichkeit bezogen und die kohleöfen hat das sozialamt damals übernommen. war halt scheinbar die billigste heizmöglichkeit...

Gruß
terror
 

terror

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ja da hast du vollkommen recht. das wäre genial gewesen.
du hast mich aber auf eine idee gebracht. ich werde mich mal gebraucht nach einem kohleofen umsehen. wenn er nicht viel kostet, kann ich mir vielleicht etwas leihen und meine freunde könnten mir beim transport helfen.
ist zwar doof, weil ich das geld eigentlich nicht habe, wenn ich mir dadurch aber den ganzen möglichen streß und ärger durch das amt sparen kann, wäre das womöglich eine option.

Gruß
terror
 

Wutbuerger

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Hallo Wutbuerger,

der ofen ist ja gerade nicht bestandteil der wohnung. ich habe die wohnung ohne heizmöglichkeit bezogen und die kohleöfen hat das sozialamt damals übernommen. war halt scheinbar die billigste heizmöglichkeit...

Gruß
terror
Ob ne Wohnung ohne Heizung überhaupt ne Wohnung ist ?
Irgendwie hast du jetzt Pech ..entweder Kiste instandsetzen lassen (Sozialbuden haben manchmal auch angegliederte Werkstätten ) oder eben mal auf die suche gehn ..wenn du auf dem Dorf wohnst frag den Pfarrer .
 

terror

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eine wohnung ohne heizung ist keine wohnung, da sie nicht bestimmungsgemäß in gebrauch genommen werden kann.
deshalb ist zum bestimmungsgemäßen gebrauch der wohnung eine heizmöglichkeit erforderlich und somit fällt das ganze unter aufrechterhaltung der kdu. da die heizmöglichkeiten nachträglich vom amt gestellt wurden.
zumindest so wie ich das bisher alles verstanden habe.
siehe ausführungen oben.
nur jeder weiss wie sehr sich die ämter in der praxis quer stellen, wenn sie etwas bezahlen müssen. deshalb eventuell gebrauchtmarkt als option.

Gruß
terror
 

terror

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update:

ich habe mich jetzt mal etwas erkundigt. ein gebrauchter kohleofen scheidet leider aus, weil es in deutschland so eine neuere tolle regelung gibt
(BImSchV), die es quasi unmöglich macht, das man ältere gebrauchte kohleöfen betreiben kann, weil sie diese norm nicht erfüllen.
gerade nochmal mit dem schornsteinfeger der für mich zuständig ist gesprochen und der hat das bestätigt. ich würde für einen älteren gebrauchten kohleofen keine abnahme bekommen.

damit stehe ich mit dem rücken zur wand und muß wohl in den krieg ziehen.
den musterantrag werde ich nochmal etwas überarbeiten und dann wird er verschickt. mir ist es jetzt schon angst und bange, da ich mich mal wieder der ganzen willkür und schikane des jobcenters aussetzen muß und ich habe echt keine guten erfahrungen mit denen.
das wird wohl ein harter kampf. ich stelle mich aufs schlimmste ein.
ich sehe aber leider keine andere möglichkeit als das mit dem amt auszufechten. für tipps zur rechtslage die mein anliegen untermauern oder sonstige verbesserungsvorschläge bin ich dankbar und offen.

Gruß
terror
 

Magie57

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Hallo @terror,

an Deiner Stelle, würde ich mir vom zuständigen BezirksSchornsteinfergerMeister eine schriftliche Bestätigung geben lassen. Vielleicht kann er zusätzlich noch dazu Stellung nehmen, dass DU einen Gasofen | heizung bekommst.(eben aufgrund der neuen BImSchV).

In jedem Fall würde ich sagen, soll der BZSM mal bei Dir vorbei kommen und sich den Kamin und die Räume mal näher anschaun, denn einen neuen Ofen muss er eh abnehmen. Das heisst konkret er muss eine sogenannte "Feuerstättenschau" machen.

Beim Kauf eines "neuen Ofen's" kommt es auch auf die DIN-Norm an und man kann nicht jeden x-beliebigen Holz oder Kohleofen an einen Kamin an schließen, an dem auch noch mit Gas geheizt wird.

Denn wie Du schon in Deinem Post beschrieben hast, gibt es eine neue BImSchV.

Vielleicht hilft Dir das hier auch weiter:

Zitat:

Gesetzliche Bestimmungen

1. Abnahmebescheinigung durch den Bezirksschornsteinfeger

Bei der Aufstellung einer Feuerstätte (Kamin/Ofen/Zentralheizung) müssen Sie die landesbaurechtlichen und ggf. spezielle kommunale Vorschriften beachten! Vor Inbetriebnahme Ihrer Feuerstätte muss die ordnungsgemäße Aufstellung durch Ihren Bezirksschornsteinfegermeister bestätigt werden. Er stellt Ihnen eine Abnahmebescheinigung aus.

2. Bauarten nach DIN 18891

Bauart 1: Kamine/Öfen der Bauart 1 werden als "Öfen" abgenommen und dürfen nur geschlossen betrieben werden. Sie können zusammen in Form einer Mehrfachbelegung mit anderen Feuerstätten an einem Schornstein angeschlossen werden.

Bauart 2: Kamine/Öfen der Bauart 2 können alternativ mit geschlossenen oder offener Feuerraumtür betrieben werden. Sie benötigen auf jeden Fall einen eigenen Schornstein.

3. Schornsteinzug

Voraussetzung für eine gute Funktion Ihrer Feuerstätte ist die Eignung des Schornsteins ( wirksame Schornsteinhöhe, Kaminzug u. a.), die nach DIN 18160 sowie nach DIN 4705, Teil 2 und 3 beurteilt wird. Lassen Sie sich auch deshalb unbedingt vor dem Einbau durch Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister beraten und den Kaminzug überprüfen.

4. Sicherheitsabstände: Je mehr desto besser!

Je nach Konstruktion der gewählten Feuerstätte sind Mindestabstände zu Wänden, Möbeln und anderen brennbaren und nichtbrennbaren Materialien einzuhalten. Die genauen Maße können Sie dem jeweilgen Produktdatenblatt entnehmen. Vom offenen Feuerraum, den Glastüren usw. muss ein Sicherheitsabstand von mindestens 100 cm eingehalten werden. Von einwandigen Metallteilen, wie z. B. den Rauchrohren, ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 40 cm einzuhalten.

5. Fussboden

Wird Ihre Feuerstätte nicht auf feuerfestem Untergrund aufgestellt, so ist er auf eine Feuerschutz-Bodenplatte zu stellen, die von der Innenkante des Feuerraums aus gemessen mindestens jeweils 30 cm die Seiten neben dem Kaminofen abdeckt. Ihr Bezirksschornsteinfeger könnte jedoch mehr fordern: Höhe des Feuerraumbodens plus 20 cm! Nach vorne sollte vom Gitterrost aus gemessen der Boden mindestens 50 cm vor dem Kaminofen abdeckt sein . Ihr Bezirksschornsteinfeger könnte jedoch mehr fordern: Höhe des Feuerraumbodens plus 30 cm!

Fragen Sie also Ihren Bezirksschornsteinfeger!!

6. Rauchrohranschluss

Kamine/Öfen sollten wegen der besseren Zugeigenschaften mit dem oberen Rauchrohr-Set angeschlossen werden. Das senkrecht geführte Rohrstück verbessert die Thermik der aufsteigenden Rauchgase. Achten Sie bitte auch darauf, dass das Rauchrohr auf keinen Fall in den freien Schornsteinquerschnitt hineinragt. Achten Sie beim Kauf Ihrer Rauchrohre auf Qualität. Wählen Sie mindestens eine Materialstärke von 2 mm und fügen Sie sie passgenau zusammen.

Anmerkung

Feuerungsanlagen sind grundsätzlich genehmigungs- und abnahmepflichtig!
Es ist daher notwendig, jedes Objekt unter Würdigung der jeweils individuellen örtlichen Voraussetzungen im Detail mit dem Bezirksschornsteinfegermeister abzustimmen. Die Angaben, Hinweise und Darstellungen dieser Homepage erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit!

Quelle: Gesetzliche Bestimmungen
 

Wutbuerger

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Das mit dem Gasofen sollte ja umweltfreundlich sein , nur ..wenn da bisher ein Kohleherd dran war und abhängig davon ob und welche Öfen sonst noch am selben Kamin hängen sehe ich da Probleme .
Nicht legal aber möglich wäre anderer Kohleofen :eh ich frieren würde wär mir die BimV egal .Bei normalen Kehrarbeiten wird auch niemand dein Ofen stillegen .
Und von der betriebssicherheit her ..da dein alter auch so einige Sicherheitsrelevante MAcken hat müßte man den genausogut stillegen und austauschen.
 

Magie57

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Das mit dem Gasofen sollte ja umweltfreundlich sein , nur ..wenn da bisher ein Kohleherd dran war und abhängig davon ob und welche Öfen sonst noch am selben Kamin hängen sehe ich da Probleme .
Nicht legal aber möglich wäre anderer Kohleofen :eh ich frieren würde wär mir die BimV egal .Bei normalen Kehrarbeiten wird auch niemand dein Ofen stillegen .
Und von der betriebssicherheit her ..da dein alter auch so einige Sicherheitsrelevante MAcken hat müßte man den genausogut stillegen und austauschen.
:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:

Das ist ein ganz schlechter Tip von Dir @Wutbuerger!!!

Mit Gasbeheizung und einer Ofenbefeuerung mit Festbrennstoffen ist nicht zu spassen!!!

Bei einem Mangel, sei's nur, das der Kamin nicht dafür beschaffen ist, kann die Ganze "Hütte" in die Luft fliegen!!!

Man oh man...
 
E

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Hallo Demolier,

ich bin in sachen technik von kohleöfen leider sehr unbedarft.
also der besagte ofen ist jetzt über 10 jahre alt und wurde intensiv genutzt.
da sind steinplatten drin, die nur noch ganz locker in der halterung hängen.
ein kleiner ruck und die ganze steinplatte fällt ab.
darüberhinaus ist die drosselklappe komplett weg.
das heisst, der ofen kann nicht mehr gedrosselt werden.
der läuft immer auf voller stufe und braucht ungemein viel kohle.
bei dem schanier das die kohleklappe schliest, ist das gewinde dermasen ausgeleiert, das die schraube und somit das schanier zum schliesen laufend rausfällt.
sobald ich wieder heftig damit heizen muss, fällt der auseinander.
ich habe gerade noch mit ach und krach die lezte heizsaison damit überstanden.

Gruß
terror

Dann ist er wirklich hin. Die Steinplatten innen sind Schamottsteine, die man in der Tat wechseln kann. Wenn aber Scharniere und Regelung kaputt sind, dann hat´s keinen Zweck.
 
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Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten. Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln, auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.
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