hilfe ich hab total den boden unter den füssen verloren...

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amende2011

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hallo


ich bin total am ende, ich bin schon seit längerem in alg2 und total pleite, ich hab nun sogar unter falschen namen waren bestellt und konnte die nicht bezahlen.
nun habe ich mahnbescheide bekommen über insgesamt tausend euro auf die erfundenen namen...
wie kann ich die sache auf mich nehmen ohne wegen betrug angezeigt zu werden?

ich weiß nich warum ich das alles gemacht habe, ich wollte einfach nicht so9 ärmlich leben und es klappte auch so gut, aber jetzt schlägt alles zurück, ich bin total fertig mit den nerven.
 

Sprotte

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Auweiha....da hast du dir eine feine Suppe eingebrockt.

Was soll ich dir raten.... :icon_kinn:....alleine kommst du dort nicht raus,wenn du keinen müden Euro hast.


Gibt es in deiner Stadt eventuell eine Öffentliche Rechtsberatung...z.B. beim Amtsgericht.....ergoogeln.

Google auch mal Diakonie und Paritätischer für deinen Wohnort.
Setze dich mit denen in Verbindung,zügig....eventuell können die dir helfen,indem sie dich beraten ob eine Selbstanzeige z.B.der bessere Weg ist,bevor deine Gläubiger dich anzeigen .........
(spätestens wenn der Gerichtsvollzieher feststellt,das die Namen nicht stimmen....war's das.),Unterstützung beim Briefverkehr mit den Gläubigern,Schadenregulierungsplan,Rückgabe der Ware (falls nicht gebraucht) etc. ......

Jedenfalls schieb das nicht auf die lange Bank.....den diese Summe fällt nicht mehr unter Geringfügigkeit,die nur auf Antrag verfolgbar wäre....lies----> Betrug
 

rechtspfleger

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Wieso ist der MB trotz falschem namens zugestellt worden ?

Wenn Herbert Mustermann eine unbezahlte Bestellung auf den Namen des nicht existenten Harry Mustermann tätigt und am Briefkasten nur der Name Mustermann steht, ist das kein Problem... :eek: In der etwas krasseren Variante kann auch Herbert als vermeintlicher Ersatzempfänger für den zufällig gerade abwesenden Harry eine Zustellung in Empfang nehmen. Wenn man es noch etwas krasser haben will, bestellt Herbert auf den Namen Harry Musterhausen und bringt an Briefkasten und Klingel den Namen Musterhausen an.

Zumindest der Nachname des vermeintlichen Bestellers muss ja identisch sein mit dem Nachnamen des Wohnungsinhabers (oder komplett gefakt sein), damit die Zustellung der bestellten Ware vorgenommen werden kann.

Bei einer Paketzustellung wid die Identität des Empfängers an Ort und Stelle ja sowieso nicht geprüft, sondern nur bei Abholung in der Postfiliale. Bei der förmlichen Zustellung amtlicher/gerichtlicher Schreiben (= "gelbe Umschläge") wird auch nichts geprüft hinsichtlich der Identität. Bei persönlicher Übergabe wird dann halt entsprechend der Angabe des Annehmenden in die Zustellungsurkunde eingetragen, ob es der Adressat oder ein Angehöriger/Mitbewohner war.

Zur Ausgangsfrage:

Ich habe, ehrlich gesagt, Zweifel, ob eine Schuldnerberatung da soviel ausrichten könnte. :icon_kinn: Auch wenn eine Schuldnerberatung sich an die Gläubiger wenden würde, käme dabei zwangsläufig heraus, dass die Bestellungen in betrügerischer Absicht getätigt wurden.

Wenn es sich bei den bestellten Waren nicht um Konsum-/Verbrauchsgüter handelte, sondern z.B. um irgendwelche Dinge aus dem Bereich Fernseher, Hifi-Anlage, Notebook etc., würde ich ernsthaft in Betracht ziehen, zeitnah - ggf. in Begleitung einer Person des Vertrauens - das örtliche Polizeirevier zwecks Selbstanzeige aufsuchen und dann auch die Waren/Geräte aushändigen. Ggf. können sie durch das Versandhaus einer schadensmindernden Verwertung auf dem Gebrauchtmarkt zugeführt werden.

Das ist sicherlich eine radikale Sache, die einiger Überwindung bedarf, aber vielleicht der bessere Schritt als der Versuch von Verhandlungen, bei denen dann wahrscheinlich die Abgabe eines Schuldanerkenntnisses oder die Vereinbarng, dass gegen den Vollstreckungsbescheid nicht vorgegangen wird, herauskommt und noch längerfristig das Risiko einer Strafanzeige im Raum steht, wenn Ratenzahlungen nicht bedient werden können.

Mit einer Selbstanzeige und freiwilliger Herausgabe der Gegenstände kann man dagegen einen klaren Schnitt unter dieses Thema ziehen.

Evtl. auch zunächst versuchen, einen BerH-Schein dafür zu bekommen.
 

Sprotte

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Ich habe, ehrlich gesagt, Zweifel, ob eine Schuldnerberatung da soviel ausrichten könnte. :icon_kinn: Auch wenn eine Schuldnerberatung sich an die Gläubiger wenden würde, käme dabei zwangsläufig heraus, dass die Bestellungen in betrügerischer Absicht getätigt wurden.

Nicht die Schuldnerberatung,rechtspfleger,die ist nicht in der Lage zu helfen.Die von mir genannten Organisationen bieten wesentlich mehr an,steht auf der Homepage......zumindest ist das eine Option nicht alleine vor dieser Sache zu stehen.....besonders wenn kein Geld vorhanden ist und der TE nicht einfach mal schnell zum Anwalt gehen kann.
Alleine Selbstanzeige ? Besser mit anwaltlicher Beratung.....und dabei kann die Familienhilfe z.B. helfen,ob nun durch eigene Juristen oder Kontakte etc. Ein Versuch ist es allemal wert.

Was wenig zielführend ist : Kopf in den Sand stecken und hoffen das die Bombe nicht platzt.



PS.: Der Dritte im Bunde ist die Caritas,hatte ich noch vergessen.
Alle drei haben dies hier im "Angebot" : Klick
 

rechtspfleger

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Wenn dem so ist, um so besser für den Fragesteller. Ich hatte die genannten Einrichtungen tätigkeitsbedingt in erster Linie mit Schuldnerberatung in Verbindung gebracht.

Auf jeden Fall sollte der Fragesteller schnell etwas unternehmen, um Schadensbegrenzung zu betreiben und auch den "Schnitt" zu den Bestell-Aktivitäten zu vollziehen.
 

ethos07

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Auf jeden Fall sollte aus meiner Sicht hier ein guter Rechtsanwalt alle weiteren Schritte unverzüglich in die Hand nehmen, damit das für Amende nicht zum Desaster wird. Sei es über eine der von Sprotte genannten Stellen oder direkt über Antrag auf Beratungshilfe beim Amtsgericht.

Daher: aus welcher Stadt bist du? Dann könnte dir ev. direkter geraten werden, wo genau du dich in deiner Stadt hinwenden kannst.

https://www.strafverteidiger-berlin.info/kosten-strafverteidiger/beratungshilfe-strafrecht/
 

rechtspfleger

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Das Problem beim Rechtsanwalt wird die Vergütung sein, wenn und soweit es keine BerH gibt.

Für die zivilrechtliche Seite wäre BerH grundsätzlich möglich. Die Frage ist aber, ob und wie restriktiv ggf. die Bewilligungspraxis beim Amtsgericht, in dessen Bezirk amende2011 wohnt, gehandhabt wird. Stichworte "Mutwilligkeit" und "Eigenbemühungen".

In Strafsachen gibt es BerH ohnehin nur für Beratung und nicht auch für Vertretung. Eine Begleitung zur Polizei (= Vertretung) zwecks Erstattung der Selbstanzeige könnte daher nicht über BerH abgerechnet werden, ebenso nicht die weitere Vertretung im Ermittlungsverfahren.

Insofern stimme ich der Empfehlung von Sprotte zu, eine der von ihr genannten Organisationen oder eine andere vergleichbare Einrichtung zwecks Hilfestellung und Vermittlung des Kontakts zu einem Rechtsanwalt aufzusuchen. Ich habe da keine näheren Einblicke, kann mir aber zumindest vorstellen, dass dort ggf. Kontakte zu Rechtsanwälten bestehen, die, wenn es keine BerH gibt, - in welchem Rahmen auch immer - auch zu einer Tätigkeit "pro bono" bereit sind oder längerfristige Ratenzahlungen auf ihre Vergütung mitmachen.

Das alles sollte dann aber auch wirklich zeitnah angegangen werden.
 
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